Sachbuch

Romane 2017: Die besten neuen Bücher – Herbst, Frankfurter Buchmesse & Weihnachten

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angelesen, vorgemerkt, entdeckt: meine Vorauswahl der literarischen Neuerscheinungen in der zweiten Jahreshälfte 2017 – neue Bücher für die Zeit zwischen Spätsommer, Frankfurter Buchmesse und Weihnachten.

Jeden Winter suche ich Romane / Neuerscheinungen und mache eine erste Liste für die Bücher des Jahres:

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Hier meine Auswahl für Herbst und Winter 2017.

Die Klappentexte/Buchbeschreibungen wurden von mir gekürzt.

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angelesen und gemocht:

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neue Bücher 2017 Colson Whitehead, Mariana Leky, Geoffrey Household.png

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Colson Whitehead: „Underground Railroad“ (Hanser, 21.8. – Deutsch von Nikolaus Stingl) „Cora ist eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Da hört sie von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk. Über eine Falltür beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit?“

Mariana Leky: „Was man von hier aus sehen kann“ (Dumont, 18.7.) „Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt.“

Geoffrey Household: „Einzelgänger, männlich“ (Kein & Aber, 5.9. – Deutsch von Michel Bodmer) „Europa Anfang der Dreißigerjahre: Ein Jäger schleicht sich auf das Anwesen eines gefürchteten Diktators, legt an und zielt. Ein unvorstellbar spannender Thriller, geschrieben aus der Sicht des Verfolgten.“ [Klassiker von 1939]

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neue Bücher 2017 Gael Faye, Betty Smith, Tom Drury

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Gael Faye: „Kleines Land“ (Piper, 2.10. – Deutsch von Brigitte Große, Andrea Alvermann) „Als Kind pflückte Gabriel in Burundi mit seinen Freunden Mangos von den Bäumen. Heute lebt er in einem Vorort von Paris. Dorthin floh er, als der Bürgerkrieg das Paradies seiner Kindheit zerstörte. Doch er muss noch einmal zurück.“

Betty Smith: „Ein Baum wächst in Brooklyn“ (Suhrkamp/Insel, 23.10. – Deutsch von Eike Schönfeld) „Die elfjährige Francie Nolan ist eine unbändige Leserin – und möchte Schriftstellerin werden. Ein Traum, der im bunten, ruppigen Williamsburg von 1912 kaum zu erfüllen ist. Hier brummen die Mietshäuser vor all den Zugewanderten.“ [Klassiker von 1944.]

Tom Drury: „Grouse County“ (Sammelband einer Romantrilogie, ich las und mochte „Die Traumjäger“; 5.8. – Deutsch von Gerhard Falkner, Nora Matocza) „Irgendwo im Mittleren Westen: Das Leben der Menschen zerbröckelt langsam, alle jagen unrealistischen Träumen nach – und sind Dorn im Auge des örtlichen Sheriffs, Dan Norman, der die Harmonie in seinem County wahren will. Die jüngere Generation sieht dagegen nur einen Ausweg, dem ländlichen Mief zu entkommen: nie mehr zurückkehren. Der Band enthählt die drei Romane »Das Ende des Vandalismus«, »Die Traumjäger « und den bisher auf Deutsch unveröffentlichten Roman »Pazifik«.“

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neue Bücher 2017 Tim Winton, Margaret Atwood, Elena Lappin

Tim Winton: „Inselleben. Mein Australien“ (Luchterhand, 24.7. – Deutsch von Klaus Berr) [Ich glaube, das ist der schwülstigste, unfreiwillig komischste Klappentext, den ich dieses Jahr las. Winton selbst schreibt zum Glück nicht halb so… pfaffenhaft.]

Margaret Atwood: „Aus Neugier und Leidenschaft. Gesammelte Essays [bis 2005]“ (Berlin Verlag, 13.10. – Deutsch von Christiane Buchner, Claudia Max, Ina Pfitzner) “ Rezensionen zu John Updike und Toni Morrison; ein Afghanistan-Reisebericht, der zur Grundlage für den ‚Report der Magd‘ wurde, leidenschaftliche Schriften zu ökologischen Themen, Nachrufe auf einige ihrer großen Freunde und Autorenkollegen…“

Elena Lappin: „In welcher Sprache träume ich?“ (Kiepenheuer & Witsch, 7.9. – Deutsch von Hans Christian Oeser) „Hineingeboren ins Russische, verpflanzt erst ins Tschechische, dann ins Deutsche, eingeführt ins Hebräische und schließlich adoptiert vom Englischen – jede Sprache markiert einen neuen Lebensabschnitt in der Familiengeschichte Elena Lappins: Fragen nach Heimat, Identität, Judentum und Sprache. Sensibel geht sie den Erzählungen, Lebenslügen und Geheimnissen der Eltern und Großeltern nach und schildert, was es heißt, mit gleich mehrfach gekappten Wurzeln zu leben und auch nach dem Verlust einer Muttersprache schreiben zu wollen.“

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neue Bücher 2017 Benjamin Alire Saenz, Guy Gavriel Kay, James Corey

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Benjamin Alire Saenz: „Die unerklärliche Logik meines Lebens“ (Jugendbuch, Hanser bei Thienemann, 19.8. – Deutsch von Uwe-Michael Gutzschhahn) „Sich gegenseitig auffangen – das haben Sal und seine beste Freundin Samantha bisher immer geschafft. Doch gelingt das auch, wenn alles droht, auseinanderzubrechen? Das letzte Schuljahr stellt ihre Freundschaft auf eine harte Probe. Sam gerät an einen miesen Typen, während Sal verzweifelt versucht, nicht zu einem zu werden.“

Guy Gavriel Kay: „Am Fluss der Sterne“ (Fantasy, spielt 400 Jahre nach „Im Schatten des Himmels“, Fischer TOR, 26.10. – Deutsch von Ulrike Brauns) „Einst galt Xi’an als schönste Stadt der zivilisierten Welt, der Kaiserhof als Hort des Luxus und der Kultur. Doch seit Kitai in weiten Teilen an die Barbaren aus dem Norden gefallen ist, herrscht Angst auf den Straßen, und das Heulen der Wölfe hallt durch verfallene Gemäuer.“

James Corey: „Babylons Asche“ (Science Fiction, Band 6 der „The Expanse“-Reihe, Heyne, 13.6. – Deutsch von Jürgen Langowski) „Die Menschheit hat das Sonnensystem kolonisiert. Auf dem Mond, dem Mars, im Asteroidengürtel und noch darüber hinaus gibt es Stationen und werden Rohstoffe abgebaut. Doch die Sterne sind den Menschen bisher verwehrt geblieben. Als der Kapitän eines kleinen Minenschiffs ein havariertes Schiff aufbringt, ahnt er nicht, welch gefährliches Geheimnis er in Händen hält – ein Geheimnis, das die Zukunft der ganzen menschlichen Zivilisation für immer verändern wird.“

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deutschsprachige Literatur:

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Jana Hensel: „Keinland. Ein Liebesroman“ (Wallstein, 31.7.) „Jana Hensel lotet in kunstvollen Zeitsprüngen und Erinnerungen an Tage in Berlin und Nächte in Tel Aviv, an tiefe Innigkeit und immer wieder scheiternde Gespräche die Grenzen zwischen zwei Liebenden aus. Martin, der als Jude in Frankfurt am Main aufgewachsen ist, Deutschland aber nach der Wiedervereinigung verlassen hat und nach Tel Aviv gezogen ist, und Journalistin Nadja.“

Theresia Enzensberger: „Blaupause“ (Hanser, 24.7.) „Luise Schilling ist jung, wissbegierig und voller Zukunft. Anfang der brodelnden zwanziger Jahre kommt sie an das Weimarer Bauhaus, studiert bei Professoren wie Gropius oder Kandinsky und wirft sich hinein in die Träume und Ideen ihrer Epoche. Zwischen Technik und Kunst, Populismus und Avantgarde, den Utopien einer ganzen Gesellschaft und individueller Liebe wird Luise deutlich, dass der Kampf um die große Freiheit vor dem eigenen kleinen Leben nie Halt macht.“

Maren Wurster: „Das Fell“ (Hanser Berlin, 24.7.) „Vic freut sich auf die Reise mit Karl. Doch dann fährt Karl mit seiner Ex-Freundin und der gemeinsamen Tochter an die Ostsee und reagiert nicht auf Vics Nachrichten. Vic steigt aufs Fahrrad und fährt los, immer weiter durch eine Landschaft, die immer fremder wird. Etwas verändert sich in Vic, etwas Unheimliches kommt zum Vorschein.“

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Thomas Lehr: „Schlafende Sonne“ (Hanser, 21.8.) „Der Dokumentarfilmer Rudolf Zacharias will die Vernissage einer früheren Studentin besuchen. Milena zieht in der Ausstellung nicht nur eine künstlerische Lebensbilanz, sondern die ihrer Zeit. Historische Katastrophen stehen neben den privaten Verwicklungen dreier Menschen, die Spuren führen von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs bis ins heutige Berlin. Ein überwältigendes Fresko dieses deutschen Jahrhunderts: tragisch, komisch, grotesk, und immer wieder ganz persönlich und intim.“

Sabrina Janesch: „Die goldene Stadt“ (Rowohlt Berlin, 18.8.) „Peru, 1887. Augusto Berns will die verlorene Stadt der Inka gefunden haben. Wer ist der Mann, der vielleicht El Dorado entdeckte? Erst seit kurzem weiß man, dass Machu Picchu von einem Deutschen entdeckt wurde. Ein Roman, der uns in eine exotische Welt eintauchen lässt [uff] – und zeigt, was es bedeutet, für einen Traum zu leben.“

Klaus Cäsar Zehrer: „Das Genie“ (Diogenes, 23.8.) „Boston, 1910. Der elfjährige William James Sidis wurde von Geburt an mit einem speziellen Lernprogramm trainiert. Doch als er erwachsen wird, bricht er mit seinen Eltern und weigert sich, seine Intelligenz einer Gesellschaft zur Ver­fügung zu stellen, die von Ausbeutung, Profitsucht und Militärgewalt beherrscht wird.“

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Dietmar Dath: „Der Schnitt durch die Sonne“ (S. Fischer, 24.8.) „Sechs Menschen werden zusammengerufen, um zur Sonne zu reisen: eine Schülerin, ein Koch, ein Finanzberater, eine Mathematikerin, ein Gitarrist und eine Pianistin. Sie erfahren, dass es dort eine Zivilisation gibt, die anders ist als alles, was Menschen kennen. Mit neuen Körpern sollen sie drei große Aufgaben bewältigen und geraten dabei zwischen die Fronten eines gewaltigen Konflikts. »Der Schnitt durch die Sonne« steht in der Tradition von H.G. Wells, Stanisław Lem und Arno Schmidt. Ein abenteuerlicher, philosophischer und politischer Roman, der sich den drängenden Fragen unserer Gegenwart stellt.“

Marcus Braun: „Der letzte Buddha“ (Hanser Berlin, 21.8.) „1995 erkannte der Dalai Lama in einem sechsjährigen Jungen den elften Panchen Lama, den zweithöchsten Würdenträger Tibets. Chinas Regierung zog den Jungen aus dem Verkehr und installierte an seiner Stelle den Sohn regimetreuer Kader. Marcus Braun lässt den echten Heiligen zwanzig Jahre später wieder auftauchen – in Los Angeles, als Surfer. Als Jonathan erfährt, wer er in Wahrheit ist, unterzieht er sich einem Lama-Coaching. Als sich der echte und der falsche Panchen Lama gegenüberstehen, geraten alle Gewissheiten ins Wanken. Der neue Roman eines der originellsten deutschsprachigen Autoren.“

Patricia Hempel: „Metrofolklore“ (Klett-Cotta/Tropen, 9.9.) „Mitte 20 muss man unglücklich verliebt sein, damit man in den Dreißigern das Liebesglück noch mehr zu schätzen weiß« – das gilt auch für lesbische Archäologiestudentinnen. Wie aber damit umgehen, wenn die schöne Helene im Universitätsflur auftaucht? Eine solche Frau, ebenso makellos wie heterosexuell, kann man schließlich nicht einfach von der Seite anquatschen. Und wie besänftigt man gleichzeitig die unerwartet heftigen Kinderwünsche der eigenen Partnerin? Im Gewand eines Minneliedes verhandelt dieses unerschrockene Debüt die Grenzen der Liebe und der Lust.“

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Sasha Marianna Salzmann: „Außer sich“ (Suhrkamp, 11.9.) „Sie sind zu zweit, von Anfang an, die Zwillinge Alissa und Anton. In der kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der postsowjetischen Jahre verkrallen sie sich in die Locken des anderen, wenn die Eltern aufeinander losgehen. Später, in der westdeutschen Provinz, streunen sie durch die Flure des Asylheims. Noch später, als Alissa schon ihr Mathematikstudium in Berlin geschmissen hat, weil es sie vom Boxtraining abhält, verschwindet Anton spurlos. Irgendwann kommt eine Postkarte aus Istanbul – ohne Text, ohne Absender.“

Barbara Schibli: „Flechten“ (Dörlemann, 4.9.) „Wer bin ich? Anna ist ein eineiiger Zwilling. Sie ist aus dem bündnerischen Bever nach Zürich gezogen, um Biologie zu studieren. Nun arbeitet sie in der Flechtenforschung, während ihre Schwester Leta sich der Fotografie widmet. Beide betrachten die Welt durch eine Linse: Anna durch das Mikroskop, während Leta seit der Kindheit obsessiv Anna fotografiert. Als Anna nach Treviso zur Eröffnung von Letas Fotoinstallation »Observing the Self« fährt, fühlt sie sich von ihr verraten, missbraucht und ausgelöscht. Denn Leta hat das einzige Zeichen, das sie beide unterscheidet, wegretuschiert.“

Sven Regener: „Wiener Straße“ (Galiani Berlin, 7.9.) „November 1980: Frank Lehmann, neu in einer Wohnung über dem Café Einfall. Österreichische Aktionskünstler, ein ehemaliger Intimfriseurladen, eine Kettensäge, ein Kontaktbereichsbeamter, der Besuch einer Mutter und ein Schwangerschaftssimulator setzen eine Kette von Ereignissen in Gang, die alle ins Verderben reißen. Außer einen! Kreuzberg, Anfang der 80er Jahre – das war ein kreativer Urknall, eine surreale Welt aus Künstlern, Hausbesetzern, Freaks, Punks und Alles-frisch-Berlinern. Jeder kann ein Held sein. Kunst ist das Gebot der Stunde und Kunst kann alles sein. Ein Schmelztiegel der selbsterklärten Widerspenstigen.“

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Christoph Held: „Bewohner“ (Dörlemann, 18.8.) „Das Nichterkennenkönnen des eigenen Zustands gehört zum Erscheinungsbild der Alzheimerkrankheit. Held hat über viele Jahre in Alters- und Pflegeheimen beobachtet: Er erzählt von Bewohnern, die es so nicht gab, doch deren Geschichten alles andere als erfunden sind.“

Dirk van Versendaal: „Nyx“ (Rowohlt, 17.11.) „Ein visionärer dystopischer Thriller, düster wie ein Film von Lars von Trier. Die Nyx, erbaut 2025, ist ein schwimmendes Ungetüm, viereinhalb Kilometer lang. Der Koloss zieht als gigantisches Alters- und Pflegeheim seine Bahnen durch alle Weltmeere – das ist einfach billiger, als die Alten an Land zu versorgen. Als die junge Ärztin Polly Sutter an Bord geht, tut sich aber schon seit längerem Unheimliches. Immer mehr Alte sterben. Die Nyx durchpflügt unbeirrbar die internationalen Gewässer, während an Bord ein Pandämonium ausbricht…“

Christian Bangel: „Oder Florida“ (Piper, 2.10.) „Matthias Freier, 20, sitzt 1998 in seiner Platte und blickt auf Frankfurt (Oder): Ist das der wilde Osten – oder nur eine öde Brache, die sich fest in der Hand von Neonazis befindet?“

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Frankreich – Gastland der Frankfurter Buchmesse 2017:

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Annie Ernaux: „Die Jahre“ (Suhrkamp, 11.9. – Deutsch von Sonja Finck) „Kindheit in der Nachkriegszeit, Algerienkrise, eine prekäre Ehe, de Gaulle, das Jahr 1968, Krankheiten und Verluste, die so genannte Emanzipation der Frau, Frankreich unter Mitterrand, die Folgen der Globalisierung, das eigene Altern. Anhand von Fotografien, Erinnerungen und Aufzeichnungen, von Wörtern, Melodien und Gegenständen vergegenwärtigt Annie Ernaux die Jahre. Sie schreibt ihr Leben – unser Leben, das Leben – in eine völlig neuartige Erzählform ein, in eine kollektive, »unpersönliche Autobiographie«.“

Arthur Dreyfus: „Nach Véronique“ (Albino, 1.10. – Deutsch von Christiane Landgrebe) „Bernards Frau Véronique wird während eines Urlaubs in Tunesien Opfer eines terroristischen Anschlags. Die Tochter zieht für einige Tage in das elterliche Haus in der Pariser Banlieue. Doch Bernard will Rache. In Tunesien hat der junge Student Seifeddine gute Chancen, die ärmlichen Verhältnisse, aus denen er stammt, zu überwinden. Aber der Tod seines Bruders und die Trennung von seiner Geliebten treiben ihn in die Arme islamistischer Extremisten.“ (hat passable Kritiken – doch der Klappentext klingt, als wimmle das Buch von Women in Refrigerators)

Jean-Marc Ceci: „Herr Origami“ (Hoffmann & Campe, 12.9. – Deutsch von Claudia Kalscheuer) „Ein junger Japaner reist auf der Suche nach seiner großen Liebe nach Italien. Als er sie nicht finden kann, widmet er sich in der Toskana ganz der Meditation und der Herstellung von Washi, traditionellem japanischem Papier. Jahrzehnte später besucht ihn ein junger Uhrmacher. Die Begegnung gibt beiden Leben eine völlig neue Richtung.“

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Négar Djavadi: „Desorientale“ (C.H. Beck, 19.9. – Deutsch von Michaela Meßner) „Ein komisch-tragischer, autobiographischer Debütroman. Kimiâ Sadrs Familie stammt aus dem Iran. Ein zweiter Erzählstrang betrifft Kimiâ und ihre Schwangerschaft. Der Mann dazu ist nur geliehen – Kimiâ liebt eher Frauen. Seit zehn Jahren im Pariser Exil, hat Kimiâ stets versucht, ihr Land, ihre Kultur, ihre Familie auf Abstand zu halten.“

Joseph Andras: „Die Wunden unserer Brüder“ (Hanser, 24.7. – Deutsch von Claudia Hamm) „Die wahre Geschichte des einzigen Europäers, der 1957 im algerischen Unabhängigkeitskrieg hingerichtet wurde – ein poetisches Debüt. Fernand Iveton ist dreißig, als er im November 1956 für die algerische Unabhängigkeitsbewegung in einem verlassenen Gebäude eine Bombe legt. Der Algerienfranzose will ein Zeichen setzen, ohne Opfer zu riskieren. Doch Iveton wird verraten und noch vor der Detonation verhaftet. Ein Franzose auf Seiten der Algerier ist nicht tragbar.“

Philippe Pujol: „Die Erschaffung des Monsters. Elend und Macht in Marseille“ (Sachbuch; Hanser Berlin, 21.8. – Deutsch von Till Bardoux und Oliver Ilan Schulz) „Was Savianos „Gomorrha“ für Neapel und „The Wire“ für Baltimore ist, gelingt Philippe Pujol für Marseille. Ein städtischer Kosmos, in dem massive soziale Gegensätze aufeinander prallen. Von den minderjährigen Straßendealern bis zur unheiligen Allianz zwischen Lokalpolitikern und Immobilienhaie.“

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internationale Literatur:

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neue Bücher 2017 Petre M. Andreevski, Peter Nadas, Attila Bartis

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Petre M. Andreevski: „Quecke“ (Guggolz, 1.8. – Deutsch von Benjamin Langer) „Andreevski (1934–2006) schrieb mit »Quecke« den großen Roman über das Mazedonien zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Jon und Velika, ein Ehepaar aus einem kleinen Dorf in den Bergen, wird von den Umbrüchen der mazedonischen Geschichte erfasst. Es ist die Zeit der Balkankriege und des Ersten Weltkriegs. Die beiden erzählen in wechselnden Kapiteln von ihrem Leben – und zeigen, wie sie zwischen politischen Verwerfungen, Besitzansprüchen und Auseinandersetzungen fast zerrieben werden.“

Péter Nadas: „Aufleuchtende Details“ (Autobiografie, Rowohlt, 22.9. – Deutsch von Christina Viragh) „Während Nádas‘ Mutter am 14. Oktober 1942 in Budapest mit der Straßenbahn zur Entbindung fährt, liquidiert ein Einsatzkommando das Getto in Mizocz.
Jedes Ereignis, so Nádas, wirkt auf alle anderen Ereignisse ein – ob in der Politik oder der privaten Lebensgeschichte. Den weitgespannten Verflechtungen folgen Nádas‘ Memoiren nicht chronologisch, sondern assoziativ, wie in seinen großen Romanen. Und durch jede einzelne Episode zieht sich die geheime Frage: Wie bin ich zu dem geworden, der ich bin, wenn jede persönliche Erinnerung, jede Prägung, untrennbar mit Geschichte verstrickt ist? Und so erzählt dieses Buch nicht zuletzt davon, wie Identität unter schwierigen Bedingungen wächst, während sie sich permanent im Strom der Zeit zu verlieren droht.“

Attila Bartis: „Das Ende“ (Suhrkamp, 9.10. – Deutsch von Terezia Mora) „András Szabad wächst in einer ungarischen Kleinstadt auf, innig geliebt von seiner Mutter, einer Bibliothekarin. 1956 wird sein Vater wegen Teilnahme am Aufstand verhaftet. Als er nach drei Jahren völlig gebrochen nach Hause kommt, stirbt die Mutter – das Ende einer Kindheit. Mit dem Vater zieht er nach Budapest, und András entdeckt das Fotografieren. Die Kamera wird seine Leidenschaft, das Organ, mit dem er der Welt auflauert, sie sich vom Leib hält und aufs Bild bannt. Als er Jahrzehnte später vom Unfalltod Évas erfährt, einer nach Amerika emigrierten Pianistin, mit der ihn eine Amour fou verband, beginnt er sein Leben niederzuschreiben – kurze Episoden, gestochen scharfe Dialoge.“

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neue Bücher 2017 Paolo Cognetti, Elizabeth Day, Nicolas Dickner

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Paolo Cognetti: „Acht Berge“ (DVA, 11.9. – Deutsch von Christiane Burghardt) „Pietro und Bruno erkunden als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Dorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Stadt oder Land? Gehen oder Bleiben? Was zählt wirklich im Leben?“

Elizabeth Day: „Die Party“ (Dumont, 19.9. – Deutsch von Klaus Timmermann und Ulrike Wasel) „Martin Gilmour hat nur einen Menschen, der ihm wirklich etwas bedeutet: Ben. Wenn er es sich auch nicht eingesteht, so dreht sich in seinem Leben doch alles darum, Ben zu gefallen und ähnlich zu sein. Ben ist das genaue Gegenteil von Martin: attraktiv, beliebt, reich. Martin genießt es, dazuzugehören. Und so tut er alles für Ben – wirklich alles.“

Nicolas Dickner: „Die sechs Freiheitsgrade“ (Frankfurter Verlagsanstalt, 30.8. – Deutsch von Andreas Jandl) „Ein verlorener Trailerpark im Süden Québecs: Die fünfzehnjährige hochbegabte Tüftlerin Lisa bricht aus. Éric ist der Einzige, der sie versteht. Doch wegen chronischer Platzangst hat der junge Hacker das Haus seit Jahren nicht verlassen. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, der Lisa auf die ungewöhnlichste Weltreise seit Jules Verne schickt. Die ehemalige Kreditkartenbetrügerin Jay muss Lisas Fährte aufnehmen. Ein globales Gesellschaftsspiel beginnt.“

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neue Bücher 2017 Zurab Karumidze, Ljudmila Ulitzkaja, Szczepan Twardoch

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Zurab Karumidze: „Dagny oder: ein Fest der Liebe“ (Weidle, 1.9. – Deutsch von Stefan Weidle) „Ein großes postmodernes Spiel – doch die zentrale Figur, Dagny Juel, gab es wirklich: Sie wurde am 4. Juni 1901 in Tiflis von einem nicht erhörten Liebhaber erschossen. Sich selbst erschoß er dann auch. Dagny Juel war Norwegerin, lernte früh Edvard Munch kennen und wurde sein Modell (etwa für die berühmte »Madonna«). Später traf sie auf August Strindberg, der sie erst liebte und dann in einem Drama vernichtete. Schließlich aber heiratete sie den Bohemiensatanisten Stanislaw Przybyszewski.“

Ljudmila Ulitzkaja: „Jakobsleiter“ (Hanser, 21.8. – Deutsch von Ganna-Maria Braungardt) „Nach der Revolution ziehen Jakow und Marussja mit ihrer kleinen Familie nach Moskau. Während Marussja der neuen Regierung vertraut, erkennt Jakow bald die Missstände. Unter Stalin wird er nach Sibirien verbannt. Seine Frau lässt sich scheiden, auch der Sohn wendet sich ab, und seine Enkelin Nora sieht er nur einmal als Kind. Sie, die ein bewegtes Leben führen wird – Bühnenbildnerin, alleinerziehend, georgische Liebschaft – lernt ihren Großvater erst aus seinen Liebesbriefen an die Großmutter kennen. Angeregt durch den Briefwechsel ihrer eigenen Großeltern hat Ljudmila Ulitzkaja einen Roman geschrieben, der die Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert aus unmittelbarer Nähe erzählt.“

Szczepan Twardoch: „Der Boxer“ (Rowohlt Berlin, 24.1. – Deutsch von Olaf Kühl) „Jakub Shapiro ist ein hoffnungsvoller junger Boxer und überhaupt sehr talentiert. Das erkennt auch der mächtige Warschauer Unterweltpate Kaplica, der Shapiro zu seinem Vertrauten macht. Doch rechte Putschpläne gegen die polnische Regierung bringen das Imperium Kaplicas in Bedrängnis; er kommt in Haft. Jakub Shapiro muss die Dinge in die Hand nehmen: Er geht gegen Feinde wie Verräter vor, beginnt – aus Leidenschaft und Kalkül – eine fatale Affäre mit der Tochter des Staatsanwalts, muss zugleich seine Frau und Kinder vor dem anschwellenden Hass schützen – und nimmt immer mehr die Rolle des Paten ein. Ein überragender, thrillerhafter Roman, der eine eruptive Epoche geradezu körperlich erlebbar macht.“

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Sachbücher:

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Ijoma Mangold: „Das deutsche Krokodil. Meine Geschichte.“ (Rowohlt, 18.08.) „Ijoma hat dunkle Haut, dunkle Locken. In den siebziger Jahren wächst er in Heidelberg auf. Seine Mutter stammt aus Schlesien, sein Vater ist aus Nigeria nach Deutschland gekommen, um sich zum Facharzt für Kinderchirurgie ausbilden zu lassen. Weil es so verabredet war, geht er nach kurzer Zeit nach Afrika zurück und gründet dort eine neue Familie. Erst zweiundzwanzig Jahre später meldet er sich wieder. Wie wuchs man als «Mischlingskind» und «Mulatte» in der Bundesrepublik auf? Wie geht man um mit einem abwesenden Vater? Wie verhalten sich Rasse und Klasse zueinander? Und womit fällt man in Deutschland mehr aus dem Rahmen, mit einer dunklen Haut oder mit einer Leidenschaft für Thomas Mann und Richard Wagner?“

Rebecca Solnit: „Die Mutter aller Fragen“ (Tempo, 17.11. – Deutsch von Kirsten Riesselmann) „»Warum haben Sie keine Kinder?« Diese »Mutter aller Fragen« wird Rebecca Solnit hartnäckig von Journalisten gestellt, die sich mehr für ihren Bauch als für ihre Bücher interessieren. Sie erklärt in ihren Essays, warum die Geschichte des Schweigens mit der Geschichte der Frauen untrennbar verknüpft ist, warum fünfjährige Jungen auf rosa Spielzeug lieber verzichten, und nennt 80 Bücher, die keine Frau lesen sollte, schreibt über Männer, die Feministen und Männer, die Vergewaltiger sind.“

Mareike Nieberding: „Als wir das Reden vergaßen. Eine Tochter-Vater-Geschichte“ (Suhrkamp, 23.10.) „Ihre ganze Kindheit und Jugend wurde Mareike Nieberding von ihrem Vater abgeholt. Egal, wo sie war, egal, wie betrunken. Um ein Uhr nachts vom Schützenfest, um sieben nach der Schicht in der Kneipe. Sitzt sie ihm heute gegenüber, fragt sie sich, wer dieser ergrauende Mann eigentlich ist, was er fühlt, ob er glücklich ist. Wenn er sie vom Bahnhof abholt, reden sie auf dem Weg nach Hause über das Leben von Nachbarn und Bekannten, bis sie schließlich wortlos vor ihrem eigenen stehen. Sie streiten nicht. Sie haben sich nur nichts zu sagen. Als wir das Reden vergaßen erzählt davon, warum die meisten Tochter-Vater-Beziehungen nach der Pubertät nicht mehr dieselben sind. Und wie man sich wieder nahekommt, wenn man sich schon fast verloren hat.“

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neue Sachbücher 2017 Konrad Paul Liessmann, Andreas Reckwitz, Martin Reichert

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Konrad Paul Liessmann: „Bildung als Provokation“ (Zsolnay, 25.9.) „Bildung wurde zu einer säkularen Heilslehre für die Lösung aller Probleme – von der Bekämpfung der Armut bis zur Integration von Migranten, vom Klimawandel bis zum Kampf gegen den Terror. Während aber „Bildung“ als Schlagwort in unserer Gesellschaft omnipräsent wurde, ist der Gebildete, ja jeder ernsthafte Bildungsanspruch zur Provokation geworden. Konrad Paul begibt sich in die Niederungen der Parteienlandschaft und die Untiefen der sozialen Netzwerke und denkt darüber nach, warum es so unangenehm ist, gebildeten Menschen zu begegnen.“

Andreas Reckwitz: „Die Gesellschaft der Singularitäten“ (Suhrkamp, 9.10.) „Das Besondere und Einzigartige wird prämiert, eher reizlos ist das Allgemeine, Standardisierte. Der Durchschnittsmensch mit seinem Durchschnittsleben steht unter Konformitätsverdacht. Das neue Maß der Dinge sind die authentischen Subjekte mit originellen Interessen und kuratierter Biografie, aber auch die unverwechselbaren Güter und Events, Communities und Städte. Spätmoderne Gesellschaften feiern das Singuläre. Ausgehend von dieser Diagnose, untersucht Andreas Reckwitz den Prozess der Singularisierung, wie er sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Ökonomie, Arbeitswelt, Netzkultur, Lebensstilen und Politik abspielt.“

Martin Reichert: „Die Kapsel. AIDS in der Bundesrepublik“ (Suhrkamp, 13.11.) „Gib Aids keine Chance – fast jeder Deutsche über dreißig kennt den Slogan dieser 1987 gestarteten Kampagne. »Truvada« heißt das Wundermittel, mit dem sich diese Forderung nun erfüllen soll. Die Kapsel, die HIV-Infizierten schon seit einiger Zeit zu Therapiezwecken verschrieben wird, dient mittlerweile auch der Prophylaxe. Aids hat die Art und Weise, wie wir leben und wie wir lieben, tiefgreifend verändert. Die Kapsel berichtet davon, wie die Krankheit ihren Weg ins Bewusstsein der Bundesrepublik fand.“

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neue Sachbücher 2017 Alexander Gorkow, Ayelet Walman und Michael Chabon, Asne Seierstad

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Alexander Gorkow: „Hotel Laguna. Meine Familie am Strand.“ (Kiepenheuer & Witsch, 17.8.) „In der kleinen Bucht von Canyamel auf Mallorca verbrachte Gorkow seit den späten 60ern prägende Kindheitsurlaube. Mehr als 30 Jahre später trifft er nun Freunde von damals – und findet neue. Hier sieht er klar: seine, unsere Träume und Verluste. Zugleich Familienroman und Mentalitätsgeschichte: über unsere Urlaube, unser Land und unsere Sehnsüchte.“

Ayelet Waldman (…die ich sehr mag, und mit der ich 2010 ein langes Interview führte, LINK) und Michael Chabon (Hrsg.): „Oliven und Asche. Schriftstellerinnen und Schriftsteller berichten über die israelische Besetzung in Palästina“ (Kiepenheuer & Witsch, 5.10.) „Die israelische Besatzungspolitik: International gefeierte Autorinnen und Autoren machen sich vor Ort ein Bild. Breaking the Silence wurde von ehemaligen israelischen Soldaten gegründet, die in den besetzten Gebieten gedient und Ungerechtigkeit direkt erlebt haben. Eva Menasse, Dave Eggers, Colum McCann und Arnon Grünberg reisten in die besetzten Gebiete. Der Leser reist z.B. mit Rachel Kushner in ein palästinensisches Flüchtlingscamp mitten in Jerusalem, lernt mit Taiye Selasi etwas über die verbotene Liebe zwischen Israelis und Palästinensern oder lässt sich von Helon Habila die verblüffende Genese der Israelischen Sperranlage erzählen.“

Asne Seierstad: „Zwei Schwestern. Im Bann des Jihad“ (Kein & Aber, 4.10. – Deutsch von Nora Pröfrock; auch Freund Sebastian Christ veröffentlicht im Herbst ein Buch über einen IS-Aussteiger, „Meine falschen Brüder“) „Aufgewachsen und sozialisiert im europäischen Westen, verlassen zwei norwegisch-somalische Schwestern im Alter von 16 und 19 ihr Heimatland Norwegen. Ihr Ziel: der IS. Die Familie trifft das völlig unvorbereitet. Über soziale Medien halten sie Kontakt, versuchen herauszufinden, wo die Schwestern sich genau befinden und was die Gründe für ihre Handlungen sind. Irgendwann bricht der Kontakt ab, und der Vater begibt sich auf die lebensgefährliche Reise nach Syrien. Warum radikalisieren sich junge Frauen, die in gesicherten Verhältnissen aufwachsen? Åsne Seierstad nähert sich der Frage mit der Neugier und Genauigkeit einer der renommiertesten Journalistinnen Europas.“

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neue Sachbücher 2017 Christiane Westermann, Henry Hitchings, Joachim Kalka Peanuts

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Christiane Westermann: „Die Sache mit dem Abschied“ (…ich finde sie oft gehemmt, verstockt – und bin gespannt, ob das lesenswerter wird, indem sie ein existenzielles Thema aufgreift; Kiepenheuer & Witsch, 9.11.) „»Zur letzten Sendung komme ich nicht«, sagte Christine Westermann scherzhaft schon Jahre, bevor an ein Ende der von ihr und Götz Alsmann moderierten TV-Sendung »Zimmer frei« auch nur zu denken war. So tief saß ihre Angst vor drohenden Abschieden. Wie schwer wiegt der Abschied von einem Freund, von dem man sicher war, dass er einen überleben würde? Wie leicht kann es sein, eine Stadt, einen Wohnort hinter sich zu lassen?“

Henry Hitchings (Hrsg.): „Die Welt in Seiten. Liebeserklärungen an Buchhandlungen“ (Atlantik bei Hoffmann & Campe, 17.11.) „Daniel Kehlmann sinniert über den Wunsch, nicht angesprochen zu werden. Saša Stanišic’ darüber, wie man in einer neuen Stadt einen »Dealer« findet, ohne an einen Besserwisser zu geraten. Elif Shafak beschwört die Atmosphäre einer Istanbuler Buchhandlung herauf – ihr Chaos und ihre Vielfalt, den Geruch nach Tabak und Kaffee. 15 Schriftsteller aus aller Welt erörtern die soziale, kulturelle und politische Funktion von Buchhandlungen – ob in Bogotá oder Delhi, in London oder Berlin, in Kopenhagen oder Nairobi.“

Joachim Kalka: „Die Peanuts. 100 Seiten.“ (Reclam, 29.9.) „Was fasziniert uns an den Kindern (und dem Hund), die doch im Grunde nichts Besonderes erleben? Joachim Kalka zeigt, welche Strömungen der amerikanischen Gesellschaft, etwa der Hype der Psychiatrie, sich in den Peanuts spiegeln.“

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Comics / Graphic Novels:

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Manu Larceret: „Brodecks Bericht“ (Reprodukt, Oktober – Ulrich Pröfrock) „Ein Winter kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Abseits von einem kleinen Dorf im deutsch-französischen Grenzgebiet lebt Brodeck. Als er eines Abends ins Wirtshaus geht, trifft er auf eine schauerliche Szene: Die Dorfgemeinschaft hat soeben kollektiv einen Fremden ermordet. Brodeck ist entsetzt, doch die Männer zwingen ihn, einen Bericht zu verfassen, der ihre Tat rechtfertigen soll…“ [ich las die Romanvorlage an: Link]

Barbara Yelin & Thomas von Steinaecker: „Der Sommer ihres Lebens“ (Reprodukt, September) „Gerda steht am Fenster des Seniorenheims. Lange hat sie die Frage aufgeschoben, jetzt sucht sie eine Antwort: Hatte sie ein glückliches Leben? Während sie versucht, den Alltag im Heim zu meistern, denkt sie zurück an ihre Jugend in den 1960er Jahren; ihre Begeisterung für ein Fach, in dem sie als Frau schief angesehen wurde, die Astrophysik; die harte Wahl, die sie damals treffen musste, in jenem Sommer ihres Lebens: zwischen ihrer Liebe zu Peter und einer Karriere im Ausland… Die erste Zusammenarbeit zwischen der Zeichnerin Barbara Yelin und dem Schriftsteller Thomas von Steinaecker.“

Jillian Tamaki: „Grenzenlos“ (Reprodukt, September – Deutsch von Sven Scheer) „Jenny ist ganz besessen von ihrem Spiegel-Facebook-Double – einer virtuellen, idealen Version ihrer selbst.“

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danke an Ilja Regier, der – wie in den Vorjahren – sehr viele Verlagsvorschauen in seinem Blog verlinkte:

Antje Kunstmann +++ Albino +++ Atlantik +++ Aufbau +++ AvivA +++ Berenberg +++ Berlin Verlag +++ Blumenbar +++ Braumüller +++ C. Bertelsmann +++ C. H. Beck +++ Diogenes +++ Dörlemann +++ Dumont +++ DVA +++ edition.fotoTAPETA  +++ Frankfurter Verlagsanstalt +++ Galiani-Berlin +++ Guggolz +++ Hanser +++ Hanser Berlin +++ Hoffmann und Campe +++ Insel +++ Jung und Jung +++Kein & Aber +++ Kiepenheuer & Witsch +++ Kindler +++ Klett-Cotta +++ Knaus +++ Liebeskind +++ List +++ Louisoder +++ Luchterhand +++ Manesse +++ Matthes & Seitz Berlin +++ Mikrotext +++ Nagel & Kimche +++ Piper +++ Reclam +++ Reprodukt +++ Rowohlt +++ Rowohlt Berlin +++ S. Fischer +++ Schöffling & Co. +++ Suhrkamp +++ Tempo +++ Tropen +++ Ullstein +++ Ullstein Fünf +++ Verbrecher +++ Wallstein +++ Weidle +++ Zsolnay / Deuticke

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P Olfermann

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Die besten Geschenke 2016: Buchtipps und Empfehlungen zu Weihnachten

schwule Literatur, deutschsprachig

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die zehn Bücher, die ich am häufigsten verschenke:

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Fun Home: Eine Familie von Gezeichneten  The Notebook, The Proof, The Third Lie: Three Novels  Revolutionary Road  The Road  To Kill a Mockingbird (To Kill a Mockingbird #1)

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Der Garten Eden  Weiter leben. Eine Jugend.  Daytripper  The Summer Book  Das große Los

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Buchtipps sind… sinnlos. In meinem privaten (Zuhause-)Freundeskreis jedenfalls:

Es fällt mir leichter (und wirkt weniger… übergriffig / aufdringlich), auf Amazon Marketplace, Medimops oder Rebuy zwei, drei gebrauchte Ausgaben zu kaufen und zu verschenken – statt Freunden mit Kaufempfehlungen in den Ohren zu liegen.

Sobald ich denke “Er/sie hätte Spaß, mit diesem Buch”, kaufe ich eine billige Ausgabe.

Hier: Die Bücher und DVDs, die ich 2015 und 2016 verschenkte. 95 Prozent davon: selbst schon gelesen, und sehr gemocht.

Blau markierte Titel kamen sehr gut an.

Rot markierte Titel kamen schlecht an.

verschenkt 2011 | verschenkt 2012 | verschenkt 2013verschenkt 2014

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Geschenke 2015 und 2016:

Kinder:

Sohn einer Schulfreundin, im April geboren:

  • Frans Lanting: „Auge in Auge“ (Coffee-Table-Book mit Tierfotos, Link)

Pflegetochter meiner besten Freunde, 2:

  • Eva Muggenthaler: „Fish on a Walk“ (Bilderbuch, Link)

meine Nichte, 2:

  • JonArno Lawson: „Sidewalk Flowers“ (Bilderbuch, Link)
  • Katharina Grossmann-Hensel: „Eltern richtig erziehen“ (Bilderbuch, Link)

meine Patentochter, 3:

  • JonArno Lawson: „Sidewalk Flowers“ (Bilderbuch, Link)
  • Jeff Mack: „Gut gelaufen! Schlecht gelaufen!“ (Bilderbuch, Link)
  • Oyvind Torsetter: „Das Loch“ (Bilderbuch, Link)
  • Karsten Teich: „Wir sind 1 a“ (Bilderbuch, Link)

mein Neffe, 7:

  • „Star Wars: Rebels“, Staffel 1 (DVD, Link)
  • „Avatar: Herr der Elemente“, Staffel 1 (DVD, Link)
  • Kiyohiko Azuma: „Yotsuba!“ (Manga, Band 1 und 2, Link)

Sohn meiner besten Freunde, 9:

  • Eiichiro Oda: „One Piece“, Band 1 (Manga, Link; er las dann alle 70+ Bände)
  • Yusei Matsui: „Assassination Classroom“, Band 1 (Manga, Link; er las dann alle ca. 14 Bände)
  • Art Balthazar, Franco: „Superman Family Adventures“, Band 1 und 2 (Kinder-Comics, Link)
  • Guy Delisle: „Ratgeber für schlechte Väter“ (Cartoons, Link)
  • Brian Selznick: „Wunderlicht“ (Kinderbuch, Link)
  • „Superman: Die Abenteuer von Lois & Clark“, Staffel 1 (DVD, Link)

Tochter meiner besten Freunde, fast 15:

  • Kiyohiko Azuma: “Yotsuba&!”, Band 13 (Manga, Link)
  • Anne Frank: „Tagebuch“ (Link)
  • Jean Kwok: „Goodbye, Chinatown“ (Memoir, Link)
  • Jean-Paul Sartre: „Geschlossene Gesellschaft“ (Theaterstück, Link)
  • Nick Burd: „Die Wonnen der Gewöhnlichkeit“ (Jugendbuch, Link)
  • Stephen Chbosky: „Vielleicht lieber morgen“ (Jugendbuch, Link)
  • Kaoru Mori: „Young Bride’s Story“, Band 1 (Manga, Link)
  • CLAMP: „Wish“, Komplettausgabe, 1 bis 4 (Manga, Link)

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Eye to Eye Fish On A Walk Sidewalk Flowers Good News, Bad News Das Loch Yotsuba&!, Vol. 01 (Yotsuba&! #1) One Piece, Bd.1, Das Abenteuer Beginnt (One Piece, #1) 暗殺教室 1 [Ansatsu Kyoushitsu 1] (Assassination Classroom, #1) Superman Family Adventures, Vol. 1 Ratgeber für schlechte Väter Wunderlicht Tagebuch der Anne Frank Girl in Translation Geschlossene Gesellschaft Die Wonnen der Gewöhnlichkeit Vielleicht Lieber Morgen A Bride's Story, Vol. 1 (A Bride's Story, #1) Wish, Vol. 01 (Wish, #1)

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Frauen:

meine Schwester, 24:

  • Christoph Kucklick: „Die granulare Gesellschaft“ (Sachbuch, Link)
  • David McCandless: „Information is beautiful“ (Infografiken, Link)
  • Florian Illies: „Generation Golf“ (Sachbuch, Link)
  • Ralf Grauel: „Deutschland verstehen“ (Infografiken, Link)
  • Christiane Neudecker: „Boxenstopp“ (Roman, Link)

Pädagogin, gerade Mutter geworden, 33:

  • Stewart O’Nan: „Die Chance“ (Roman, Link)
  • Valerian Tornius: „Zwischen Hell und Dunkel: Ein Rembrandt-Roman“ (Roman, Link)
  • Tobias Wolff: „This Boy’s Life“ (Memoir, Link)
  • Meike Winnemuth: „Das große Los“ (Reisereportage, Link)

Pädagogin, 33:

  • Meike Winnemuth: „Das große Los“ (Reisereportage, Link)
  • Slavenka Drakulic: „Als gäbe es mich nicht“ (Roman, Link)
  • Agota Kristof: „Das große Heft“ (Roman, Link)

Ärztin, 33 – mochte „‚Mind-Boggling‘, Evening Post“ von Max Goldt:

  • Max Goldt: “Quitten für die Menschen von Emden bis Zittau” (Kolumen, Link)
  • Max Goldt: “Die Kugeln in unseren Köpfen” (Kolumnen, Link)
  • Max Goldt: “Der Krapfen auf dem Sims” (Kolumnen, Link)
  • Max Goldt: “Ä“ (Kolumnen, Link)
  • Haruki Murakami: „Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt“ (Roman, Link)

Pädagogin, 34:

  • Anna-Katharina Hahn: „Am schwarzen Berg“ (Roman, Link)
  • Andreas Maier: „Das Zimmer“ (Roman, Link)
  • Maria Semple: „Wo steckst du, Bernadette?“ (Roman, Link)
  • James Baldwin: „100 Jahre Freiheit ohne Gleichberechtigung“ (Bürgerrechts-Manifest, Link)
  • Tina Fey: „Bossypants. Haben Männer Humor?“ (Memoir, Link)

Pädagogin, 34 – liest fast nur Theaterstücke und Comics/Mangas:

  • Ryan North: „Squirrel Girl“ (Comic, Link)
  • Kou Yaginuma: „Twin Spica“ (Manga, Band 1 und 2, Link)

Bürokauffrau, 37:

  • Jean-Dominique Bauby: „Schmetterling und Taucherglocke“ (Memoir, Link; dazu die Verfilmung auf DVD)
  • Markolf Hoffmann: „Ines öffnet die Tür“ (Jugendbuch, Link)

Krankenschwester, ca. 60:

  • Heide Koehne: „Der Buchladen“ (Roman, Link)
  • Slavenka Drakulic: „Als gäbe es mich nicht“ (Roman, Link)

meine Mutter (ehem. Arzthelferin, Anfang 60):

  • „Orphan Black“, Staffel 1 (DVD, Link)
  • „Mad Men“, Staffel 7 (DVD, Link)
  • Jenny Erpenbeck: „Gehen, ging, gegangen“ (Roman, Link)
  • Philippe Vigand, Stéphane Vigand: „Verdammte Stille“ (Memoir, Link)
  • Anna Wimschneider: „Herbstmilch. Lebenserinnerungen einer Bäuerin“ (Memoir, Link)
  • David Levithan: „Two Boys Kissing“ (Jugendbuch, Link)
  • Maria Semple: „Wo steckst du, Bernadette?“ (Roman, Link)

Mutter einer Schulfreundin, in Santa Monica aufgewachsen, Ende 60:

  • Emmanuel Guibert: „How the World was. A California Childhood“ (Graphic Novel, Link)
  • Richard Yates: „Revolutionary Road“ (Roman, Link)

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Die granulare Gesellschaft: Wie das Digitale unsere Wirklichkeit auflöst The Visual Miscellaneum: A Colorful Guide to the World’s Most Consequential Trivia Generation Golf. Eine Inspektion Deutschland verstehen Boxenstopp: Roman Die Chance Zwischen Hell und Dunkel. Ein Rembrandt-Roman This Boy's Life Das große Los Das große Heft Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau Die Kugeln in unseren Köpfen. Der Krapfen auf dem Sims. Ä Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt Am Schwarzen Berg Das Zimmer Wo steckst du, Bernadette? The Fire Next Time Bossypants The Unbeatable Squirrel Girl, Volume 1: Squirrel Power Twin Spica, Volume: 01 Schmetterling Und Taucherglocke Ines öffnet die Tür Der Buchladen Gehen, ging, gegangen Verdammte Stille Herbstmilch Two Boys Kissing: Jede Sekunde zählt How the World Was: A California Childhood

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Männer:

Hotelkaufmann, 26 – reiste nach Thailand:

  • Alex Garland: „Der Strand“ (Roman, Link)
  • Josef Haslinger: „Phi Phi Island. Ein Bericht.“ (Memoir, Link)

Mein Bruder – Mechatroniker, 31:

  • “Community“ (DVD, Staffel 1, Link)
  • „Homeland“ (DVD, Staffel 1, Link)
  • „The Americans“ (DVD, Staffel 1, Link)

Ingenieur, 32:

  • David Eagleman: „Fast im Jenseits“ (tolle Gedankenspiele, Link)
  • Greg Rucka: „Lazarus“, Band 1 (Comic, Link)

Lyriker, 33 – Fan von Nonsens-Texten und Satire:

  • Edgar Hilsenrath: „Zibulsky“ (satirische Kurztexte, Link)

Bankkaufmann, 35:

  • Haruki Murakami: „Naokos Lächeln“ (Roman, Link)
  • Haruki Murakami: „Mister Aufziehvogel“ (Roman, Link)
  • Sebastian Haffner: „Die Geschichte eines Deutschen“ (Memoir, Link)
  • Arthur Miller: „Focus“ (Roman, Link)
  • Nicholson Baker: „Menschenrauch“ (Geschichts-Sachbuch, Link)
  • Josef Haslinger: „Phi Phi Island. Ein Bericht.“ (Memoir, Link)
  • Geoff Dyer: „Sex in Venedig, Tod in Varanasi“ (Roman, Link)
  • Tina Fey: „Bossypants: Haben Männer Humor?“ (Memoir, Link)
  • Octavia Butler: „Vom gleichen Blut“ (Roman, Link)
  • W.G. Sebald: „Die Ausgewanderten“ (Roman/Kurzgeschichten, Link)

Kunstpädagoge, 36:

  • Edouard Levé: „Autoportrait“ (Memoir/Textmontage, Link)
  • Gertraud Klemm: „Muttergehäuse“ (Memoir, Link)
  • David Eagleman: „Fast im Jenseits“ (tolle Gedankenspiele, Link)
  • Raymond Briggs: „Ethel & Ernest“ (Graphic Novel, Link)

Mathe- und Sportlehrer, 36:

  • Sebastian Haffner: „Die Geschichte eines Deutschen“ (Memoir, Link)
  • Sebastian Christ: „Was von Deutschland übrig bleibt“ (Reportage, Link)
  • Anna Funder: „Stasiland“ (Reportage, Link)

mein Vater, Mechatroniker, 60:

  • “Der Gigant aus dem All“ (DVD, Link)
  • „Boyhood“ (DVD, Link)
  • „Gravity“ (DVD, Link)
  • „Vielleicht lieber morgen“ (DVD, Link)

…und ich sah meinen US-Lieblingsautor, Stewart O’Nan, im Sommer in Freiburg und moderierte eine seiner Lesungen. O’Nans Roman „West of Sunset“ spielt unter Drehbuchautoren im Hollywood der 40er Jahre, und ich musste an eine Graphic Novel denken, das im selben Milieu spielt und mich sehr begeisterte – also schenkte ich es ihm:

  • Ed Brubaker: „The Fade Out“, Band 1 (Graphic Novel, Link)

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Der Strand Phi Phi Island: Ein Bericht Fast Im Jenseits Lazarus, Vol. 1: Family Zibulsky oder Antenne im Bauch: Satiren Naokos Lächeln Mister Aufziehvogel Geschichte eines Deutschen Fokus Menschenrauch Wie Der Zweite Weltkrieg Begann Und Die Zivilisation Endete Sex in Venedig, Tod in Varanasi Vom gleichen Blut Die Ausgewanderten Autoportrait Muttergehäuse Ethel and Ernest Was von Deutschland übrig bleibt: eine Wanderreportage Stasiland The Fade Out: Act One

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mein Partner und ich wohnen zusammen – und ich kaufe/schenke ihm fast nie Bücher: Er liest meine Ausgaben mit, statt sich ein eigenes, zweites Exemplar zu holen. Bücher, die ich ihm empfahl, und die er las, seit Ende 2014:

Freund M., Florist, 35:

  • Barbara Pym: „Vortreffliche Frauen“ (Roman, Link)
  • Francois Truffaut: „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“ (Interview, Link)
  • Alice Walker: „Die Farbe Lila“ (Roman, Link)
  • Anna Katharina Hahn: „Am schwarzen Berg“ (Roman, Link)
  • Anna Katharina Hahn: „Kürzere Tage“ (Roman, Link)
  • Christoph Schmitz: „Das Wiesenhaus“ (Roman, Link)
  • Erik Neutsch: „Spur der Steine“ (Roman, Link)
  • Ruth Klüger: „weiter leben“ (Memoir, Link)
  • Anonyma: „Eine Frau in Berlin“ (Memoir, Link)
  • Anna Wimschneider: „Herbstmilch“ (Memoir, Link)
  • Erich Maria Remarque: „Drei Kameraden“ (Roman, Link)
  • Kazuo Ishiguro: „Was vom Tage übrigblieb“ (Roman, Link)
  • R.C. Sherriff: „Septemberglück“ (Roman, Link)
  • Ernest Hemingway: „Der Garten Eden“ (Roman, Link)
  • Ariel Magnus: „Zwei lange Unterhosen der Marke Hering“ (Memoir, Link)
  • Joan Didion: „Das Jahr magischen Denkens“ (Memoir, Link)
  • Terezia Mora: „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ (Roman, Link)
  • Josef Haslinger: „Phi Phi Island. Ein Bericht.“ (Memoir, Link)
  • Valerian Tornius: „Zwischen Hell und Dunkel. Ein Rembrandt-Roman“ (Link)
  • Haruki Murakami: „Naokos Lächeln“ (Roman, Link)
  • Marc Degens: „Fuckin‘ Sushi“ (Roman, Link)
  • Leif Randt: „Schimmernder Dunst über CobyCounty“ (Roman, Link)

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Vortreffliche Frauen Mr. Hitchcock, Wie Haben Sie Das Gemacht? Die Farbe Lila Am Schwarzen Berg Kürzere Tage Das Wiesenhaus Spur der Steine: Roman weiter leben: Eine Jugend Eine Frau in Berlin Herbstmilch Drei Kameraden Was vom Tage übrigblieb Septemberglück Der Garten Eden Zwei lange Unterhosen der Marke Hering Das Jahr magischen Denkens Der einzige Mann auf dem Kontinent Phi Phi Island: Ein Bericht Zwischen Hell und Dunkel. Ein Rembrandt-Roman Naokos Lächeln Fuckin Sushi Schimmernder Dunst über Coby County

Die besten Sachbücher

Sachbücher 2015

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Ich habe fünf Tage lang Verlagsprogramme durchsucht, Bücher angelesen, vorgemerkt…

…und über 80 Neuerscheinungen gefunden, die einen Blick wert sind:

  • Sachbücher 2015
  • Jugendbücher 2015/2016
  • US-Romane 2015
  • Neuerscheinungen in Deutschland, Ende 2015
    [die folgenden Posts/Links kommen in den nächsten Tagen]

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zuerst: 20 – ältere – Bücher, die ich las und sehr empfehlen kann:

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zehn Sachbuch-Favoriten:

Europa in Ruinen: Augenzeugenberichte aus den Jahren 1944 bis 1948  Schwarzer Regen  In Cold Blood   Stasiland: Stories from Behind the Berlin Wall  Nothing to Envy: Ordinary Lives in North Korea
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The Fire Next Time  Columbine  Understanding Popular Culture  Goodbye to All That: Writers on Loving and Leaving New York  Where the Girls Are: Growing Up Female with the Mass Media
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zehn Memoirs, die ich empfehle:

Weiter leben. Eine Jugend.  Geschichte eines Deutschen  Phi Phi Island: Ein Bericht  Vier Arten meinen Vater zu beerdigen  Swing Low
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Autoportrait  Fun Home. A Family Tragicomic: Eine Familie von Gezeichneten  Burma Chronicles  You Can't Go Home Again  The Bucolic Plague: How Two Manhattanites Became Gentlemen Farmers: An Unconventional Memoir
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20 aktuelle Titel, in den letzten Tagen angelesen und vorgemerkt:

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01: MOHAMEDOU OULD SLAHI, „Guantánamo Diary“

  • bis heute inhaftiert: ein Gefangener beschreibt Folter und jahrzehntelange Haft.
  • 379 Seiten, Januar 2015; deutsch bei Klett-Cotta/Tropen

„Im Jahr 2005 begann Slahi, seine Geschichte aufzuschreiben: Er berichtet von seinen Entführungen durch die Geheimdienste, den Folterungen und den Begegnungen mit seinen Peinigern, aber auch mit Menschen, die sich ihm zuwandten. Der erste Bericht eines Guantanamo-Gefangenen, dessen offizielle Freigabe durch jahrelange juristische Anstrengungen erzwungen wurde.“ [Klappentext, gekürzt]

Guantánamo Diary

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02: ASTRID LINDGREN, „Die Menschheit hat den Verstand verloren: Tagebücher 1939-1945“

  • kein Kitsch: Astrid Lindgrens Tagebücher aus dem zweiten Weltkrieg
  • 576 Seiten, September 2015

„Astrid Lindgrens Geschichten handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Lange bevor die Bücher entstanden, schrieb sie ihre Gedanken über das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts nieder: den Zweiten Weltkrieg. In ihren Tagebüchern schildert sie, wie Europa von Faschismus, Rassismus und Gewalt vergiftet wird. Nachdenklich und betroffen, aber auch mit dem so unverwechselbaren Tonfall stellt Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern wichtige Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind. Daneben erzählt sie von ihrem Familienleben und den ersten Schreibversuchen: 1944 schenkt sie ihrer Tochter das Manuskript von „Pippi Langstrumpf“ zum Geburtstag.“

Die Menschheit hat den Verstand verloren: Tagebücher 1939-1945  …und, trotz einer etwas durchwachsenen Kritik:  Denne Dag, Et Liv - En Astrid Lindgren-biografi

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03: BRUCE SCHNEIER: „Data and Goliath: The Hidden Battles to control your Data and control your World“

  • einer der informiertesten, unpolemischsten Datenschützer erklärt die aktuellen Krisen und Rechtsbrüche.
  • 400 Seiten, März 2015, deutsch bei Redline Verlag

„Your cell phone provider tracks your location. Your online patterns reveal if you’re unemployed, sick, or pregnant. Google knows what you’re thinking because it saves your private searches. The powers that surveil us do more than simply store this information. Corporations use surveillance to manipulate not only the news articles and advertisements we each see, but also the prices we’re offered. Governments use surveillance to discriminate, censor, chill free speech, and put people in danger worldwide. And both sides share this information with each other or, even worse, lose it to cybercriminals in huge data breaches.

The result is a mass surveillance society of our own making. But have we given up more than we’ve gained? In Data and Goliath, security expert Bruce Schneier shows us what we can do to shake up surveillance-based business models, while also providing tips for you to protect your privacy every day. You’ll never look at your phone, your computer, your credit cards, or even your car in the same way again.“ [Klappentext, gekürzt]

Data and Goliath: The Hidden Battles to Collect Your Data and Control Your World

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04: SCOTT L. MONTGOMERY, „The Shape of the New: Four Big Ideas and how they made the Modern World“

  • vier Ideen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die das 20. Jahrhundert bestimmten: interessantes geistesgeschichtliches und politisches Panorama.
  • 497 Seiten, Mai 2015

„This panoramic book tells the story of how revolutionary ideas from the Enlightenment about freedom, equality, evolution, and democracy have reverberated through modern history and shaped the world as we know it today. A testament to the enduring power of ideas, The Shape of the New offers unforgettable portraits of Adam Smith, Thomas Jefferson, Alexander Hamilton, Charles Darwin, and Karl Marx—heirs of the Enlightenment who embodied its highest ideals about progress—and shows how their thoughts, over time and in the hands of their followers and opponents, transformed the very nature of our beliefs, institutions, economies, and politics. Yet these ideas also hold contradictions. They have been used in the service of brutal systems such as slavery and colonialism, been appropriated and twisted by monsters like Stalin and Hitler, and provoked reactions against the Enlightenment’s legacy by Islamic Salafists and the Christian Religious Right. The Shape of the New argues that it is impossible to understand the ideological and political conflicts of our own time without familiarizing ourselves with the history and internal tensions of these world-changing ideas. With passion and conviction, it exhorts us to recognize the central importance of these ideas as historical forces and pillars of the Western humanistic tradition.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

The Shape of the New: Four Big Ideas and How They Made the Modern World

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05: DAVID CRABB, „Bad Kid: A Memoir of growing up Goth & Gay in Texas“

  • sympathischer Coming-of-Age-Bericht
  • 336 Seiten, Mai 2015

„A hilarious coming-of-age memoir from comedian and storyteller David Crabb tells a universally resonant story about growing up gay and Goth in San Antonio, Texas. What saved him was finding a group of outlandish friends who reveled in being outsiders. David found himself enmeshed with misfits: wearing black, cutting class, staying out all night, drinking, tripping, chain-smoking, idolizing The Smiths, Pet Shop Boys, and Joy Division.“ [Klappentext, gekürzt]

Bad Kid: A Memoir on Growing Up Goth & Gay in Texas

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06: COLIN ATROPHY HAGENDORF: „Slice Harvester: A Memoir in Pizza“

  • die Kritiken sind durchwachsen – doch das Konzept klingt SO gut: jede Sorte Pizza, die es in Manhattan gibt, einmal probieren, binnen zwei Jahren!
  • 224 Seiten, August 2015

„Over the course of two years, a twenty-something punk rocker eats a cheese slice from every pizzeria in New York City, gets sober, falls in love, and starts a blog that captures headlines around the world. Since its arrival on US shores in 1905, pizza has risen from an obscure ethnic food to an iconic symbol of American culture. In August 2009, Colin Hagendorf set out to review every regular slice of pizza in Manhattan.“ [Klappentext, gekürzt]

Slice Harvester: A Memoir in Pizza

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07: BEATE KLARSFELD, SERGE KLARSFELD, „Erinnerungen“

  • Memoiren eines deutsch-französischen Journalisten-Ehepaars
  • 624 Seiten, deutsch bei Piper

„Nazi! Mit diesem Ruf stürmt Beate Klarsfeld am 7. November 1968 auf dem Bundesparteitag der CDU den Vorstandstisch und ohrfeigt den Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger. Kiesinger war 1933 in die NSDAP eingetreten und hatte während des Zweiten Weltkriegs in der Rundfunkpolitischen Abteilung des Auswärtigen Amtes gearbeitet. Die Ohrfeige ist der Startschuss für die Lebensaufgabe von Beate Klarsfeld und ihrem Mann Serge: als passionierte Nazijäger verfolgen die Klarsfelds die Schreibtischtäter und die Schlächter des Holocaust – in Deutschland, wo sie straffrei leben, im Nahen Osten und in Südamerika, wohin viele geflohen sind. Sie entreißen ihre Opfer dem Vergessen, veröffentlichen ihre Bilder und Namen. Die Erinnerungen des Paares sind Zeugnis ihres lebenslangen Kampfes für die Rechte der Opfer und zugleich bewegendes Dokument einer großen Liebe.“ [Klappentext, ungekürzt]

Mémoires (BIOGRAPHIES, ME)

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08: JULIE LYTHCOTT-HAIMS: „How to Raise an Adult“

  • Pädagogin erklärt, was überfürsorgliche Eltern anrichten: mich hat die – sehr kulturwissenschaftliche, klug-essayistische – Einleitung überzeugt.
  • 368 Seiten, Juni 2015

„A provocative manifesto that exposes the harms of helicopter parenting: Lythcott-Haims offers practical alternative strategies that underline the importance of allowing children to make their own mistakes and develop the resilience, resourcefulness, and inner determination necessary for success.“ [Klappentext, gekürzt]

How to Raise an Adult: Break Free of the Overparenting Trap and Prepare Your Kid for Success

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09: WILLIAM FINNEGAN: „Barbarian Days: A Surfing Life“

  • klingt nach kitschiger Selbstbeweihräucherung – aber stilistisch/literarisch klappt das ganz gut:
  • 447 Seiten, Juli 2015

„A deeply rendered self-portrait of a lifelong surfer: Raised in California and Hawaii, Finnegan started surfing as a child. For years, he wandered through the South Pacific, Australia, Asia, Africa. He went on to become a distinguished writer and war reporter. Barbarian Days is an old-school adventure story, an intellectual autobiography, a social history, a literary road movie.“ [Klappentext, gekürzt]

Barbarian Days: A Surfing Life

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10: CHARLOTTE GORDON, „Romantic Outlaws: The extraordinary Lives of Mary Wollstonecraft and her Daughter Mary Shelley“

  • Doppelbiografie über die „Frankenstein“-Autorin und ihre Mutter
  •  672 Seiten, April 2015

„Romantic Outlaws is the first book to tell the story of the passionate and pioneering lives of Mary Wollstonecraft – English feminist and author of the landmark book, The Vindication of the Rights of Women – and her novelist daughter Mary Shelley, author of Frankenstein.

Although mother and daughter, these two brilliant women never knew one another – Wollstonecraft died of an infection in 1797 at the age of thirty-eight, a week after giving birth. Nevertheless their lives were so closely intertwined, their choices, dreams and tragedies so eerily similar, it seems impossible to consider one without the other. Both women became famous writers; fell in love with brilliant but impossible men; and were single mothers who had children out of wedlock; both lived in exile; fought for their position in society; and thought deeply about how we should live. And both women broke almost every rigid convention there was to break: Wollstonecraft chased pirates in Scandinavia. Shelley faced down bandits in Naples. Wollstonecraft sailed to Paris to witness the Revolution. Shelley eloped in a fishing boat with a married man. Not only did Wollstonecraft declare the rights of women, her work ignited Romanticism.“ [Klappentext, gekürzt]

Romantic Outlaws: The Extraordinary Lives of Mary Wollstonecraft and Her Daughter Mary Shelley

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2015 Sachbücher

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11: NEIL MacGREGOR: „Deutschland: Erinnerungen einer Nation“

  • eine Kulturgeschichte Deutschlands, erklärt an mehreren Gegenständen/Objekten.
  • 640 Seiten, Original November 2014, deutsch im September 2015 bei C.H. Beck

Deutschlands Grenzen waren oft in Bewegung, und die längste Zeit der letzten 500 Jahre bestand es aus einem bunten Mosaik von politischen Gebilden. Doch es gibt auch Erinnerungen, die allen Deutschen gemeinsam sind: Neil MacGregors Reise durch die deutsche Geschichte beginnt mit dem Brandenburger Tor und endet mit Gerhard Richter. Unterwegs begegnen wir Gutenbergs Buchdruck, Porzellan aus Dresden, deutschem Bier und deutscher Wurst, Goethe, Schneewittchen und Mutter Courage, der Krone Karls des Großen, einem Tauchanzug made in Ostdeutschland und dem Tor von Buchenwald. Wie es Neil MacGregor gelingt, all diese Objekte zum Sprechen zu bringen und sie von deutscher Geschichte erzählen zu lassen, ist intelligent, bravourös und unterhaltsam.“ [Klappentext, gekürzt]

Deutschland: Erinnerungen einer Nation

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12: RICHARD J. EVANS: „The Third Reich in History and Memory“

  • Essays von einem der wichtigsten Historiker/NS-Experten
  • 496 Seiten, Februar 2015

„The acclaimed author of the Third Reich trilogy reveals the shifting perspectives on Nazism’s rise to political power, its economic intricacies, and extension into postwar Germany. Evans considers how the Third Reich is increasingly viewed in a broader international context, as part of the age of imperialism and explores the complex relationship between memory and history.“ [Klappentext, gekürzt]

The Third Reich in History and Memory

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13: SARAH HELM: „Ravensbrück: Life and Death in Hitler’s Concentration Camp for Women“

  • ein Konzentrationslager, auf 700 Seiten erklärt
  • 768 Seiten, März 2015

„Ravensbrück, the largest female-only concentration camp, where more than 100,000 women consisting of more than twenty nationalities were imprisoned just fifty miles north of Berlin. Ninety percent of Ravensbrück’s prisoners were not Jewish. Rather, they were political prisoners, Resistance fighters, lesbians, prostitutes. In a perverse twist, most of the guards were women themselves.“ [Klappentext, gekürzt]

Ravensbrück: Life and Death in Hitler's Concentration Camp for Women

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14: NIKOLAUS WACHSMANN, „KL: A History of the Nazi Concentration Camps“

  • das System der Konzentrationslager, auf 880 Seiten erklärt
  • 880 Seiten, April 2015

„In a landmark work of history: Nikolaus Wachsmann offers an integrated account of the Nazi concentration camps from their inception in 1933 through their demise in 1945. There has been no history of the camp system that tells the full story of its broad development and the everyday experiences of its inhabitants, both perpetrators and victims, and all those living in what Primo Levi called „the gray zone.“ [Klappentext, gekürzt]

KL: A History of the Nazi Concentration Camps

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15: YEONMI PARK, „In Order to Live: A North Korean Girl’s Journey to Freedom“

„Yeonmi Park träumte nicht von der Freiheit, als sie im Alter von erst 13 Jahren aus Nordkorea floh. Sie wusste nicht einmal, was Freiheit ist. Alles, was sie wusste war, dass sie um ihr Leben lief, dass sie und ihre Familie sterben würde, wenn sie bliebe – vor Hunger, an einer Krankheit oder gar durch Exekution. In ihrem Buch erzählt Yeonmi Park von ihrem Kampf ums Überleben in einem der dunkelsten und repressivsten Regime unserer Zeit; sie erzählt von ihrer grauenhaften Odyssee durch die chinesische Unterwelt, bevölkert von Schmugglern und Menschenhändlern, bis nach Südkorea; und sie erzählt von ihrem erstaunlichen Weg zur führenden Menschenrechts-Aktivistin mit noch nicht einmal 21 Jahren.“ [Klappentext, gekürzt]

In Order to Live: A North Korean Girl's Journey to Freedom

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16: ERIK LARSON, „Dead Wake: The Last Crossing of the Lusitania“

„Das Schiff, dessen Untergang den Ersten Weltkrieg entschied. Am 7. Mai 2015 ist es 100 Jahre her, dass das amerikanische Passagierschiff Lusitania während des Ersten Weltkriegs von einem deutschen U-Boot angegriffen wurde und 1200 Menschen ihr Leben verloren.“ [Klappentext, gekürzt]

Dead Wake: The Last Crossing of the Lusitania

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17: SUSAN SOUTHARD, „Nagasaki: Life after Nuclear War“

  • fünf Portraits von Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Nagasaki, 1946
  • 416 Seiten, Juli 2015

„74,000 people died within the first five months, and another 75,000 were injured. Published on the seventieth anniversary of the bombing, Nagasaki takes readers from the morning of the bombing to the city today, telling the first-hand experiences of five survivors, all of whom were teenagers at the time of the devastation. Susan Southard has spent years interviewing hibakusha (“bomb-affected people”) and researching the physical, emotional, and social challenges of post-atomic life. She weaves together dramatic eyewitness accounts with searing analysis of the policies of censorship and denial that colored much of what was reported about the bombing both in the United States and Japan.“ [Klappentext, gekürzt]

Nagasaki: Life After Nuclear War

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18: KATE HARDING, „Asking for it. The alarming Rise of Rape Culture and what we can do about it“

  • Kate Harding erklärt „Rape Culture“, sachlich, packend, sympatisch.
  • 272 Seiten, Dezember 2014

„Dominique Strauss-Kahn’s arrest. The alleged rape crew of Steubenville, Ohio. Sexual violence has been so prominent in recent years that the feminist term “rape culture” has finally entered the mainstream. But what, exactly, is it? Asking for It makes the case that twenty-first century America supports rapists more effectively than victims.“ [Klappentext, gekürzt]

Asking for It: The Alarming Rise of Rape Culture and What We Can Do about It

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19: JEFF CHANG, „Who we be: The Colorization of America“

  • Einwanderung in die USA: der Stand der Dinge.
  • 416 Seiten, Oktober 2014

„Race. The greatest social divide in American life, a half-century ago and today. During that time, the U.S. has seen the most dramatic demographic and cultural shifts in its history, what can be called the colorization of America. But the same nation that elected its first Black president on a wave of hope is still plunged into endless culture wars. After eras framed by words like „multicultural“ and „post-racial,“ do we see each other any more clearly?“ [Klappentext, gekürzt]

Who We Be: The Colorization of America

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20: TOM GJELTEN, „A Nation of Nations: A Great American Immigration Story“

  • Einwanderung in die USA: Anekdoten und Geschichten, vielleicht zu geschwätzig.
  • 416 Seiten, September 2015

„In the fifty years since the 1965 Immigration and Nationality Act, the foreign-born population of the United States has tripled. Significantly, these immigrants are not coming from Europe, as was the case before 1965, but from all corners of the globe. A Nation of Nations follows the lives of a few immigrants to Fairfax County, Virginia over recent decades as they gradually “Americanize.” Hailing from Korea, Bolivia, and Libya, these families have stories that illustrate common immigrant themes: friction between minorities, economic competition and entrepreneurship, and racial and cultural stereotyping.“ [Klappentext, gekürzt]

A Nation of Nations: A Great American Immigration Story

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interessant außerdem:

Something Must Be Done About Prince Edward County: A Family, a Virginia Town, a Civil Rights Battle  Drowned City: Hurricane Katrina and New Orleans  Indianer und Pirat: Kindheit eines begabten Störenfrieds  Die Mutter meiner Mutter  Sound of the Cities - Los Angeles: Eine Popmusikalische Entdeckungsreise

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Der lange Sommer der Theorie: Geschichte einer Revolte  Polinas Tagebuch  Crossroads: Women Coming of Age in Today's Uganda

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sachbücher 2015