Romane

Warum ich keine Comics lese: Argumente gegen Mangas und Graphic Novels. [Montagsfrage, deutsche Buchblogs]

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Comics sind humorvolle Unterhaltung für zwischendurch, aber nicht wirkliche Lektüre.

Ich denke, das ist eher was für nebenbei.

Man kann es auch gar nicht mit echten Büchern vergleichen: Romane sind einfach viel mehr Literatur.

Bücher haben doch eine ganz andere Tragweite.

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Ich will mir eine Geschichte selbst ausmalen.

Das geschriebene Wort ist einfach viel schöner, und man kann seiner Fantasie freien Lauf lassen.

Es geht doch nichts über einen echten Roman, der Figuren und Schauplätze auch ohne Bild zu malen fähig ist.

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Comics liegen bei uns am Klo. Für mehr Lektüre als kurze Bildgeschichten ist oft gar keine Zeit.

Bücher finde ich doch wertiger.

Seit ich Bücher ohne Bilder lesen kann, mache ich das auch.

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Als Kind war es irgendwie normal, Comics zu lesen. „Asterix & Obelix“ und „Tim & Struppi“ haben wir gefühlt alle gelesen, oder? Das gehört wohl zur Grundbildung dazu. Mein Papa hat gern die Asterix-Hefte gelesen. Wir Kinder kamen natürlich damit in Berührung, auch wenn das meiner Mama nicht so gut gefiel. Weil ich zur Waldorfschule ging, war es sogar etwas verpönt und nicht gern gesehen. Mangels Büchern im elterlichen Haushalt habe ich eben mit Comics begonnen.

Irgendwann im Alter von acht oder neun Jahren hatte ich keine Lust mehr auf Comics oder der Reiz war einfach weg.

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Mein bester Freund liest noch heute die alten Comics, um sich aufzuheitern. Ich habe mein Abo der „Lustigen Taschenbücher“ gekündigt, weil ich merkte, dass hier keine Geschichten mehr für mich geschrieben werden. Die LTBs waren immer zu schnell ausgelesen. Ich vermute, heute würden sie mich nicht mehr begeistern. Ich will sie nicht lesen, um meine Kindheitserinnerungen nicht zu verfälschen.

Die paar Comics von damals sind gegen die Masse der gelesenen Bücher eigentlich kaum der Rede wert.

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Viele Leser hat das sicher auf den Weg zu „echten“ Büchern geführt.

Ich finde Comics für die Entwicklung sehr nützlich.

Je älter ich aber wurde, desto weniger konnten sie mich in den Bann ziehen.

Mir sind die Geschichten einfach zu „flach“. Als Lückenfüller beim Arzt ganz ok, aber ansonsten fehlt der Reiz. Ich kann nichts daran finden.

Für viele Leser sind Comics der Einstieg in die Welt der Romane.

Ich habe die Fähigkeit erworben, Bücher ohne Bilder zu lesen. Darauf war ich stolz, also zieh ich das jetzt durch.

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Für Mangas habe ich mich noch nie interessiert. Mit Comics bzw. Mangas konnte ich noch nie etwas anfangen. Um ehrlich zu sein, kann ich da nicht mal einen Unterschied erkennen. Ich weiß so wenig über Comics und Graphic Novels, dass mir nicht mal klar war, dass es da einen Unterschied gibt. An der Comicecke in der Bücherei oder der Buchhandlung laufe ich schnurstracks vorbei und würdige sie keines Blickes.

Mangas rühre ich im Traum nicht an. Auf den Manga-Zug bin ich nie aufgesprungen, weil mir die Darstellung mit den übergroßen Augen und schmalen Mündern der Manga-Menschen nie gefallen hat. Wahrscheinlich gehöre ich mit meiner Generation auch nicht mehr zu der Zielgruppe: In meiner Kindheit gab es Mangas noch gar nicht.

Die Schreibweise von Mangas hat mich übelst verwirrt. Mich irritieren diese ganzen Bilder und die Sprechblasen und dieses Von-hinten-nach-vorne-Lesen einfach nur total – das ist nicht meins.

Man muss ja auch nicht jeden Trend mitgehen.

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Mich machen überladene Comics/Manga nervös. Es passiert zu viel auf einer Seite, meine Augen wissen nicht, wo sie beginnen und wo enden sollen. Ganz übel ist es, wenn sich bunte Seiten mit schwarz-weißen abwechseln.

Ich schaue auch nur wenige Serien/Filme: zu viel, zu schnell. Ich mag nur selten Buchverfilmungen. Also liegt mein Unwillen wohl daran, dass ich mir ungern in mein Kopfkino reinpfuschen lasse: Ich habe oft sehr spezifische Vorstellungen, und wenn eine Zeichnung (oder andere Darstellung) so gar nicht damit übereinstimmt, bringt mich das total aus dem Konzept.

So kunstvoll ein Comic auch gezeichnet sein mag, ich konzentriere mich viel zu sehr auf den Text, der für mich dann logischerweise zu wenig hergibt. Das ist für mich also kein Lesevergnügen so wie ich es verstehe. Denn ich habe Freude an Formulierungen, an poetischen Beschreibungen, an der Sprache, dem Erzählstil. All das finde ich beim Comic nicht bzw. steckt eben das in den Bildern, die ich nicht zu würdigen weiß.

Für mich persönlich ist das Lesen eines Romanes einfacher und flüssiger.

Ich hab gleich mit den richtig fetten Schinken losgelegt.

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Ich bewundere heute noch Wilhelm Busch mit seinem ausdrucksstarken Zeichentalent und seinen treffenden Texten mit viel Witz dahinter.

Aber heute müssen es Bücher sein.

Ich lese zwar nicht nur Romane (sondern auch Fachbücher), aber mit Comics habe ich abgeschlossen. Das ist nicht meine Welt.

Ein weiterer Grund, weshalb ich nie einen Comic oder einen Manga in die Hand nehme ist, dass mich beides schon als Kind nicht interessiert hat. Ich glaube, es ist schwer, für so etwas noch im Nachhinein seine Leidenschaft zu entdecken. Viele scheinen mit Comics gestartet zu sein und sich dann weiterentwickelt zu haben.

Ich lese höchstens mal die Comics aus der Tageszeitung oder sehe mir ein paar online an. Aber extra einen Manga kaufen oder eine Graphic Novel, das wäre nichts für mich. Gezeichnete Geschichten sind für mich eine zusätzliche, humorvolle Ablenkung, die ich mehr nebenbei zur Erheiterung mal lese, aber nicht Lektüre als solches. Ein witziger Zeitvertreib, etwas um sich alleine zu amüsieren und lachen, aber keine Lektüre zum Sich-Hineinversetzen und Wegtauchen. Eine Unterbrechung beim Lesen von Comics ist viel weniger schlimm, als wenn ich einen Roman lese.

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Mangas waren nur gut während dem Studium, wenn ich Zug gefahren bin. Da konnte ich mich nie so gut auf Bücher konzentrieren, wegen den ganzen Gesprächen um mich.

Als ich damals angefangen habe, kosteten Mangas meist um die 5 €, was für mich absolut vertretbar war. Irgendwann wurden die Preise erhöht und ich wurde zu geizig, um Mangas für 6,50 € zu kaufen. Für mich stimmte dann das Verhältnis zwischen dem Preis und der Lesezeit einfach nicht mehr. Mit einem Roman, der 8 oder 10 Euro kostet, kann ich mich viel länger beschäftigen.

Was mich nervt, ist die Tatsache, dass sie sehr schnell ausgelesen sind. Ich muss sagen, dass sie mir meist den Preis nicht wert sind, dafür dass man super schnell damit durch ist und ich die Zeichnungen auch gar nicht angemessen würdige, sondern aus Ungeduld immer direkt zur Sprechblase springe und den Rest eher am Rande wahrnehme.

Verglichen mit normalen Taschenbüchern sind Comics schweineteuer.

Bei mir stehen auch zu viele Bücher, die noch gelesen werden wollen. Daher werde ich sicherlich mir nicht noch eine Buchform wie Comic oder Manga auswählen. Ich habe a) viel zu wenig Platz in meinen Bücherregalen und b) viel zu wenig Geld auf meinem Konto, um eine eigene Sammlung anzulegen.

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In meiner Jugend habe ich mich an die X-Men gewagt (und auch andere Superheldencomics gelesen), aber so richtig warm geworden bin ich damit nicht. Ich mag Superheldenfilme und auch gegen die animierten Serien habe ich nichts. Aber die Comics reizen mich nicht.

Ich würde super gerne ins Marvel- und DC-Universum eintauchen, finde aber keinen guten Anfangspunkt. Wollte man chronologisch anfangen, müsste man sich doch diese unverschämt teuren Uralt-Ausgaben anschaffen, oder sehe ich das falsch? Bei Marvel und DC habe ich irgendwie immer eine so düstere Stimmung im Kopf.

Im Bereich Comic ist die Mädchen-Jungs-Trennung noch absurd deutlich.

Der Blick auf die herkömmliche Comic-Branche zeigt, wie mager starke weibliche Charaktere und Protagonistinnen waren und es trotz Verbesserungen eigentlich auch heute noch sind. Vor allem mit den Manga-Gesichtern tue ich mich oft schwer. Meist gefallen mir eher die Szenenzeichnungen im Hintergrund. Ich las noch so eine Manga-Reihe mit rotem Cover. Ich weiß leider nicht mehr wie er heißt und worum es geht. Irgendwas mit Schule und Liebe, erschienen bei Tokyopop. Mit dem Alter hat das Lesen von Mangas nachgelassen. Das liegt, denke ich vor allem daran, dass in Deutschland wenige Mangas mit starken und reifen/älteren Charakterinnen existieren.

Warum ich das aufgegeben habe, weiß ich gar nicht. Ich wurde einfach älter und habe den Reiz daran verloren.

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Mangas und Comics sind mir mittlerweile nicht mehr ernst genug.

Da lese ich doch lieber einen Fließtext!

Mittlerweile, muss ich gestehen, übersehe ich die Illustrationen und lese nur noch den vorhanden Text. Ich weiß auch nicht woran das liegen mag, dass ich die wunderschönen, schaurigen oder aber auch bedrückenden Bilder nicht mehr so wahrnehme wie damals. Vielleicht weil man heute zu übersättigt ist von Bildern? Vielleicht aber auch, weil mich die Sprache mehr reizt.

Ich finde gezeichnete Geschichten gut, wenn man nicht viel Zeit zu lesen hat oder eher etwas Leichtes lesen möchte. Ganz selten greife ich noch danach: Wenn ich in Erinnerungen schwelgen oder einfach ein bisschen abschalten und entspannen möchte.

Eigentlich nicht aus reinen Interesse, sondern eher um die Zeit tot zu schlagen

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Graphic Novels sind Romane, als „Comic“ gezeichnet. Natürlich kann man das nicht mit Romanen vergleichen.

Bei Comics fehlt mir etwas und es ist für mich auch kein richtiges Lesen. Lesen ist für mich, wenn ich völlig in eine Geschichte eintauchen kann, die Charaktere mit all ihren Facetten kennen lerne und entweder mag oder nicht.

Gerade für Graphic Novels muss man ja auch erst einmal in der richtigen Stimmung sein, finde ich. Ich wüsste noch nicht mal, wo ich da anfangen sollte, so viele gibt es da schon. Der Markt scheint ja ziemlich geflutet zu sein. Mir fehlt einfach der Überblick über das Medium, um einen Ansatzpunkt zu finden, ohne eine Menge Fehlkäufe zu tätigen.

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Damit ich ein Comic kaufe, muss mich der Zeichenstil einfach umhauen. Ich verstehe, dass man den künstlerischen Aspekt einer tollen Zeichnung schätzen kann. Aber dafür würde mir z.B. ein einzelnes Bild mit einer entscheidenden Szene reichen, das ganze Buch müsste ich nicht auf diese Art erzählt bekommen.

Wenn mir die Zeichnungen nicht gefallen, dann hat die Story oft auch keine Chance. Ich habe noch keinen Comic gefunden, wo für mich „alles passt“

Wobei ich mich schon für eine Reihe begeistern könnte, wenn ich nur die richtige finden würde.

Das Erlebnis beim Romanelesen ist meiner Ansicht nach intensiver (und länger).

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Meine Fantasie passt einfach besser zu den Protagonisten, als sie beschrieben werden. Das verfälscht aber oftmals die Intention des Autors, der sich ja etwas dabei gedacht hat, den Charakter SO darzustellen. Ein Manga lässt hier nicht viel Interpretationsspielraum. Man bekommt deutlich – schwarz auf weiß – gezeigt, wie der Charakter aussieht, ob er eher ein kalter oder gefühlvoller Mensch ist. Hier wird das Augenmerk auf die Mimik und nicht auf das geschriebene Wort gelegt. Bei den passenden Genres ist das eine willkommene Abwechslung für mein Gehirn – mal wenig mitdenken zu müssen, tut wirklich gut.

Ich lese gerne Bücher und lasse meine Fantasie spielen, genieße aber trotzdem ab und an, dass ich bei Comics komplett abschalten kann und Bilder vorgegeben bekomme.

Grundsätzlich bin ich nicht dagegen.

Ich bin aber eher der Romantyp.

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Beim Lesen geht es mir wirklich um das Wort und nicht um die optische Gestaltung.

In ein Buch lasse ich mich komplett fallen, sinke da viel tiefer ein als in eine Comicgeschichte.

Dann kommt mein Kopfkino zum Einsatz und ich lasse mich entführen in fremde Welten, wie es ein Comic nie könnte.

Ich bemühe lieber das Kopfkino als mir eine optische Ergänzung der Geschichte vorsetzen zu lassen. Das Kopfkino ist meiner Meinung nach auch viel vielfältiger. Ich brauche die Möglichkeit, mir selbst auszumalen zu können, wie eine Figur, wie eine Umgebung aussieht.

Wenn ich mich beim Lesen zwischen den Buchdeckeln verliere, habe ich mich zu 99,9% in die Wörter verliebt – Wörter können schön sein, Wörter können mehr verletzen als ein Messer – und nicht in die optische Gestaltung.

Das ist einfach nicht mein Medium, weil es zu viel vorgibt, was ich mir (was wir uns) lieber selbst ausmalen wollen.

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Das hier war kein Text von mir – sondern eine Collage aus 70 Blogbeiträgen von:

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1. Motte Enna – BücherregalSchätze 25. Charleens Traumbibliothek 49. Pineapples BookNook
2. Holla die Buchfee 26. Bücher in meiner Hand 50. PaperbackStories
3. Aequitas et Veritas 27. msmedlock 51. Ruby
4. Sheena 28. LeesBücher! 52. sanne von Wortgestalten
5. Gabis Laberladen 29. Nisnis Bücherliebe 53. Little Book Obsession
6. Ladysmartypants 30. Kerstin Wörterkatze 54. Ghost
7. wortmagieblog 31. Nenis Welt 55. Conny | Meine kleine Welt
8. Bücherkiste 32. Corly 56. Liv
9. Kiras kleine Leseecke 33. away from here 57. schraeglesen
10. Der Büchernarr 34. Tessa Jones 58. Anna von liveyourlifewithbooks
11. Buchträumerin 35. Julia L. Jordan 59. Lauter&Leise | Antonia
12. Buchperlenblog 36. Nicoles Bücherwelt 60. Klusi liest
13. VonDerZeitBeseelt 37. Myna Kaltschnee 61. Melanie von Bücher sind Schiffe, …
14. Bucheulchen Lisa 38. Wulf | Medienjournal 62. geschichtenfaenger
15. Katja | Zwischen den Seiten 39. Anni_Book 63. libris_poison
16. sommerlese 40. Lesefieber-Buchpost 64. Mein Lesezeichen Blog
17. Tintenblüte 41. Leuchtturmwaerterins Buechertuermchen 65. My Book&Serie&Movie Blog
18. Büchertänzerin 42. Mein Senf für die Welt 66. Määds Books
19. Unendliche Geschichte 43. Sarah von ZeilenSprung – Literatur erleben 67. Sven von It’s a Blob
20. Moony || Vollmondschatten 44. Buch – „Bloggade“ 68. vro jongliert
21. Beutelwolf-Blog 45. Shanlira`s Bücherwelt 69. Schwarzbuntgestreift
22. Linda // dufttrunken 46. Nela | Livricieux 70. Bettina von Bookish Moments
23. Tinte | Feder | Schwert 47. bookish-heart-dreams 71. Buchweiser
24. Gedankenwelt von Denise & Antonia 48. RaspberryBook 72. Tarika (Tarikas Orbit)

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Buchbloggerin Svenja Borghans fragte auf ihrem Blog Buchfresserchen als „Montagsfrage“ in die Runde:

„Ich arbeite als Illustratorin und lese ganz gerne mal eine gezeichnete Geschichte statt eines klassischen Romans: Ein Bild sagt eben doch oft mehr als 1000 Worte. Wie ist das bei euch?“

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Ich las alle 70+ Antwort-Blogposts und trug zusammen, was viele Buchblogger*innnen an Comics verwirrt, langweilt, abstößt oder kalt lässt, im obigen Text.

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Ich selbst liebe Comics und bespreche/empfehle sie u.a. beim Berliner Tagesspiegel und bei Deutschlandradio Kultur.

Ich freue mich, wenn mich Menschen nach persönlichen Comictipps und Empfehlungen zum Einstieg fragen – gern z.B. via Facebook.

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Falls ihr nur EINEN Comic probieren wollt: Nehmt „Daytripper“ von Fabio Moon und Gabriel Ba.

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drei Blogposts zur Montagsfrage, die ich mochte und empfehle:

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als Gegengewicht:

Zitate aus Buchblogs, deren Autor*innen GERN Comics lesen… und ihre Gründe:

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  • Man taucht nicht nur in die Fantasie des Autors, sondern auch gleich noch in die des Zeichners ein.
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  • Ich finds toll, wenn man manchmal keine Worte braucht und trotzdem die Geschichte versteht.
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  • Da spielen Bild und Wort einander den Ball zu, da erzählt eine Zeichnung ohne eine einzige Sprechblase einen eigenen Teil der Handlung. Das Bild dient dabei nicht dazu, dem Leser die Vorstellungsarbeit abzunehmen.
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  • Die Vielfalt von Comics steht der von Romanen in nichts nach, so dass für jeden Geschmack etwas zu finden sein sollte. Und so sehr ich es schätze, wenn es einem Buch gelingt, eine fiktive Welt vor meinem inneren Auge lebendig werden zu lassen, so schön ist es doch manchmal, sich die Visionen und Ideen anderer Leute direkt präsentieren zu lassen, wobei hier eben ähnlich wie im Film vieles auch einfach nur gezeigt, nicht erzählt werden muss, was dem Geschehen oft eine zusätzliche Ebene verleiht, die bei dem „nur“ geschriebenen Wort schwer zu erreichen ist.
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  • Der Zugang zu Comic ist intuitiv: Deswegen lesen sie Kinder so gerne. Das Bild erzählt die Geschichte und der Text ist nur ein Teil davon. Die Peanuts würden als rein sprachlicher Witz doch niemals funktionieren. Oder würdet ihr lachen, wenn ihr einen puren Buchstabentext darüber lesen würdet, wie Lucy Charlie Brown den Football wegzieht – schon wieder?
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  • Bildgeschichten können so beiläufig sein: Ich erinnere mich, wie ich früher Geschichten gelesen habe und mir im Hintergrund herrlich absurde Details aufgefallen sind. Die Haupthandlung geht unbeteiligt weiter, aber im Hintergrund jagt ein Mensch seinen Hund, weil der seine Hose geklaut hat. Ein Buchstabentext kennt nur eine Ebene der Erzählung.
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  • Gute Geschichten vertragen keine mittelmäßigen Wortakkrobaten: Eigentlich bin ich ja auch gerne für Action und Abenteuer zu haben, Sci-Fi und Fantasy. Doch oft hapert es einfach an Menschen, die diese Geschichten erzählen können. Weil die Aktionen zugegebenermaßen auch nach platten und klischeebehafteten Beschreibungen schreien. Doch Comics kommen da drum herum – weil sie das eben einfach den Bildern überlassen können.
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  • Allen Graphic Novels, die ich mag, ist gemein, dass sie versuchen, ein komplexes Thema oder den Inhalt eines mehrere hundert Seiten langen Romans in einer graphischen Darstellung wiederzugeben. Manchmal mit wenigen Worten, dafür mit umso ausdrucksstärkeren Bildern.
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  • In einem Song von Rammstein heißt es „Der Mensch ist doch ein Augentier. Schöne Dinge wünsch‘ ich mir“. Und so ist es – ich mag einfach schöne Bilder.
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  • Nicht nur Nerds, Geeks oder aber Kinder lesen Comics. Denn wie bei den Romanen, sind auch der Stil, das Genre und die unterschiedlichsten Thematiken ein besonderer Pool, aus dem man schöpfen kann.
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  •  Entsprechend kann ich nur jedem raten, der immer noch mit Comics fremdelt oder meint, die Geschichten wären bloß für Kinder konzipiert, sich doch einmal ausgiebig umzutun und eventuell einen Blick zu wagen, denn so schön Bücher sind, in die man abtauchen kann, so schön kann es eben auch sein, sich in einem optisch wie inhaltlich fulminant aufgemachten Comic zu verlieren.

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  • „Onkel Dagobert“-Autor und -Zeichner Don Rosa schafft es wie kein anderer, eine tolle Geschichte zu erzählen und dazu mega detaillierte Zeichnungen zu liefern. Er erzählt oft im Hintergrund noch eine kleine Nebengeschichte, während man den Figuren im Vordergrund „lauscht“. Dazu recherchiert er akribisch für seine Geschichten, die meist geschichtliche Aspekte beinhalten. Seine Figuren sind die Ducks, die er auf diese Abenteuer schickt. Leider ist er nun im Ruhestand, es kommen also keine neuen Geschichten mehr von ihm.
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  • Batman-Comics sind, glaube ich – man verzeihe mir das Stereotyp – so ein Jungs-Ding. Es ist legitim, sie als Helden zu verehren, weil sie stark sind. Und lustigerweise auch Probleme haben dürfen. Bruce Wayne ist für mich eine gescheiterte Existenz, dennoch kann der kleine Junge in mir zu ihm aufblicken und ihn bewundern. Es geht um Männerrollen und Ideale.
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  • Ich lese gerne Shonen-Mangas – das bedeutet, dass die eigentliche Zielgruppe für dieses Genre Jungen sind und ein bestimmter Zeichenstil vorherrscht. Es geht meist um einen Hauptcharakter, der mit der Zeit Freunde findet und auf eine Reise aufbricht oder auf ein bestimmtes Ziel hinarbeitet. Was mir daran so gefällt ist vor allen Dingen, die Botschaft, die diese Mangas übermitteln. Es geht darum, dass man für seine Freude und für seine Ziele und Träume einsteht und dass man alles schaffen kann, wenn man zusammenhält und hart an sich und für seine Ziele arbeitet.
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  • Beim Manga „One Piece“ kann ich mir einfach nicht vorstellen, das als Buch zu lesen. Ich wüsste nicht wie man so genau die Kampfszenen beschreiben soll und erst die Blicke der Crew Mitglieder, wenn einer ihrer Freunde verletzt wird.
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  • Was mich an gezeichneten Figuren reizt? Die Emotionen bekommen ein Gesicht, welches ich nicht fehlinterpretieren kann.
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  • Ansonsten reizt mich an Manga, dass sie wahnsinnig viel Gefühl durch die Kombination von Bild und Text übermitteln können. Ich kann mich stundenlang in einem Manga verlieren und dann beim zweiten Mal lesen doch immer wieder etwas Neues entdecken.
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  • Außerdem stammen Mangas aus einem ganz anderem Kulturkreis mit anderen Traditionen und Umgangsformen. Ich denke, dass das auch ein Grund war weshalb ich sie so gerne gelesen habe, das hat mich einfach fasziniert. Da war ich dann ganz weit weg von meinem Alltag.

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Christian Schlüter schreibt in der Berliner Zeitung:

Allein das Neben- und Ineinander von Bild und Text erfordert hier einen gelenkigen Blick: Aus einer Linie, einem Strich kann sowohl eine lebendige Zeichnung als auch ein lebloser Buchstabe werden, aber auch eine wortmalerische Interjektion, ein „Zack“, „Boing“, „Peng“ oder „Hatschi“ – das Auge springt zwischen Bild und Text hin und her. Eine wunderbare Dehnübung für schlaffe Sehnerven ist das und eine Aufforderung zu weitreichender Interpretation.

Dass unsere Fantasie aus wohlgesetzten Buchstabengruppen – aus Wörtern und Sätzen – die schönsten Bilder zusammenreimt und damit die schöne Literatur zum Leben erweckt, dass unsere Fantasie also das Tote zum Leben erweckt: Diese Kulturleistung wird bis heute als alternativloser Vorzug der reinen Buchstabenbelletristik gepriesen.

Und macht als Argument, obwohl alles an ihm falsch ist, den größten Eindruck: Die schöne, an sich selbst bilderlose Literatur gilt als die eigentliche, die gute Literatur, aber der Comic, der Bilder schon mit sich trägt, soll die Fantasie töten und deswegen schlechte Literatur sein.

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auf Facebook kommentieren Freundin W…

„Ich habe im Bereich der Graphic Novels so viele wunderbare, großartige Geschichten entdeckt, von denen mich einige mehr gefangen genommen und gerührt haben als die meisten Romane.

Das Lesen erfordert eine andere Art der Konzentration. Wenn ich mich gerade auf keinen Roman konzentrieren kann, aber gerne lesen möchte, dann klappt das mit GN, weil sie eine andere Art der Konzertation erfordern. Wenn mir Geschichte und Darstellung zusagen, ist das Lesen wie ein Film, dessen Tempo ich selbst bestimme. GNs sind perfekt, wenn man lieber weniger Wörter haben will als zu viele. Jeder wichtige Moment muss sitzen, als einzelnes Bild oder Sequenz mit kurzgefassten Worten und die Wirkung ist auf mich oft intensiver und einprägsamer als bei Romanen. Besonders die autobiografischen GN kommen mir oft mutiger, frischer, jünger, konzentrierter und ehrlicher vor als ähnlich motivierte Romane.“

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…und Comicleser I.:

Die meisten Blogger-Kommentare sind nachvollziehbar, nicht weil sie korrekt sind, sondern weil es für Comic-Einsteiger nicht leicht ist, durch den Wust an Veröffentlichung zu blicken. Das es neben Einzelheften und TPB [Sammelbänden] auch meist schöne, ‚wertige‘, Hardcover-Ausgaben gibt. Dass es nicht nur Marvel, DC und Superhelden gibt. Dass sich gute Geschichten meist über viele Ausgaben und Jahre aufbauen. Dass Menschen die ‚Buchblogger‘ sind, wohl selten einen coolen Comic-Geek im Freundeskreis haben, der sich täglich durch die Neuerscheinungen liest und Lesetipps und Kaufberatung geben kann. Dass man sehr viel über Theorie und Technik der Comicgestaltung lernen kann. Dass ‚Graphic Novel‘ ein von Schnöseln geprägter Begriff für besonders langweilige Comics ist. Und besonders, dass es nicht auf das Medium ankommt, sondern auf den Inhalt.“

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gelesen 2016: meine 20 besten Bücher des Jahres

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Die 20 Bücher, die ich möglichst vielen Menschen empfehlen kann:

meine Entdeckungen 2016.

2015 empfahl ich Bücher etwas ausführlicher.

Favoriten 2014 | Favoriten 2013 | Favoriten 2012 | Favoriten 2011

Lieblingscomics 2016 hier (Link).

Und: Songs 2016 (Link)!

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20: THOMAS VON STEINAECKER, „Die Verteidigung des Paradieses“

19: KEI SANBE, „Die Stadt, in der es mich nicht gibt“

18: DANIEL SCHREIBER: „Zuhause“ / SACHA BATTHYANY: „Und was hat das mit mir zu tun?“

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17: SYLVIE SCHENK, „Schnell, dein Leben“

16: MATTHIAS HIRTH, „Lutra lutra“

15: A.S. KING, „Still Life with Tornado“

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14: RAYMOND BRIGGS, „Ethel and Ernest“

13: DELPHINE DE VIGAN: „Nach einer wahren Geschichte“

12: EMMANUEL GUIBERT: „How the World was. A California Childhood“

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11: KIERON GILLEN, „Darth Vader“

10: GABRIEL HARDMAN, CORINNA BECHKO, „Invisible Republic“

09: CLEMENS J. SETZ: „Glücklich wie Blei im Getreide“

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08: HARUKI MURAKAMI, „Von Beruf Schriftsteller“

07: DAVID EAGLEMAN, „Sum: 40 Tales from the Afterlives“

06: NIS-MOMME STOCKMANN, „Der Fuchs“

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05: ANDREAS MAIER, „Die Straße“ (und der Vorläufer „Das Zimmer“)

04: ANNA KATHARINA HAHN, „Am schwarzen Berg“

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03: RANDY INGERMANSON, „Writing Fiction for Dummies“

02: SOPHIE DAULL, „Adieu, mein Kind“

01: BRECHT EVENS, „Panter“

…auch die Manga-Reihen „Billy Bat“, „Gute Nacht, Punpun“ und „I am a Hero“ waren/blieben großartig; und das Finale von Ed Brubakers dreiteiliger Graphic Novel „The Fade Out“ überzeugte mich.

Die besten Geschenke 2016: Buchtipps und Empfehlungen zu Weihnachten

schwule Literatur, deutschsprachig

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die zehn Bücher, die ich am häufigsten verschenke:

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Fun Home: Eine Familie von Gezeichneten  The Notebook, The Proof, The Third Lie: Three Novels  Revolutionary Road  The Road  To Kill a Mockingbird (To Kill a Mockingbird #1)

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Der Garten Eden  Weiter leben. Eine Jugend.  Daytripper  The Summer Book  Das große Los

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Buchtipps sind… sinnlos. In meinem privaten (Zuhause-)Freundeskreis jedenfalls:

Es fällt mir leichter (und wirkt weniger… übergriffig / aufdringlich), auf Amazon Marketplace, Medimops oder Rebuy zwei, drei gebrauchte Ausgaben zu kaufen und zu verschenken – statt Freunden mit Kaufempfehlungen in den Ohren zu liegen.

Sobald ich denke “Er/sie hätte Spaß, mit diesem Buch”, kaufe ich eine billige Ausgabe.

Hier: Die Bücher und DVDs, die ich 2015 und 2016 verschenkte. 95 Prozent davon: selbst schon gelesen, und sehr gemocht.

Blau markierte Titel kamen sehr gut an.

Rot markierte Titel kamen schlecht an.

verschenkt 2011 | verschenkt 2012 | verschenkt 2013verschenkt 2014

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Geschenke 2015 und 2016:

Kinder:

Sohn einer Schulfreundin, im April geboren:

  • Frans Lanting: „Auge in Auge“ (Coffee-Table-Book mit Tierfotos, Link)

Pflegetochter meiner besten Freunde, 2:

  • Eva Muggenthaler: „Fish on a Walk“ (Bilderbuch, Link)

meine Nichte, 2:

  • JonArno Lawson: „Sidewalk Flowers“ (Bilderbuch, Link)
  • Katharina Grossmann-Hensel: „Eltern richtig erziehen“ (Bilderbuch, Link)

meine Patentochter, 3:

  • JonArno Lawson: „Sidewalk Flowers“ (Bilderbuch, Link)
  • Jeff Mack: „Gut gelaufen! Schlecht gelaufen!“ (Bilderbuch, Link)
  • Oyvind Torsetter: „Das Loch“ (Bilderbuch, Link)
  • Karsten Teich: „Wir sind 1 a“ (Bilderbuch, Link)

mein Neffe, 7:

  • „Star Wars: Rebels“, Staffel 1 (DVD, Link)
  • „Avatar: Herr der Elemente“, Staffel 1 (DVD, Link)
  • Kiyohiko Azuma: „Yotsuba!“ (Manga, Band 1 und 2, Link)

Sohn meiner besten Freunde, 9:

  • Eiichiro Oda: „One Piece“, Band 1 (Manga, Link; er las dann alle 70+ Bände)
  • Yusei Matsui: „Assassination Classroom“, Band 1 (Manga, Link; er las dann alle ca. 14 Bände)
  • Art Balthazar, Franco: „Superman Family Adventures“, Band 1 und 2 (Kinder-Comics, Link)
  • Guy Delisle: „Ratgeber für schlechte Väter“ (Cartoons, Link)
  • Brian Selznick: „Wunderlicht“ (Kinderbuch, Link)
  • „Superman: Die Abenteuer von Lois & Clark“, Staffel 1 (DVD, Link)

Tochter meiner besten Freunde, fast 15:

  • Kiyohiko Azuma: “Yotsuba&!”, Band 13 (Manga, Link)
  • Anne Frank: „Tagebuch“ (Link)
  • Jean Kwok: „Goodbye, Chinatown“ (Memoir, Link)
  • Jean-Paul Sartre: „Geschlossene Gesellschaft“ (Theaterstück, Link)
  • Nick Burd: „Die Wonnen der Gewöhnlichkeit“ (Jugendbuch, Link)
  • Stephen Chbosky: „Vielleicht lieber morgen“ (Jugendbuch, Link)
  • Kaoru Mori: „Young Bride’s Story“, Band 1 (Manga, Link)
  • CLAMP: „Wish“, Komplettausgabe, 1 bis 4 (Manga, Link)

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Eye to Eye Fish On A Walk Sidewalk Flowers Good News, Bad News Das Loch Yotsuba&!, Vol. 01 (Yotsuba&! #1) One Piece, Bd.1, Das Abenteuer Beginnt (One Piece, #1) 暗殺教室 1 [Ansatsu Kyoushitsu 1] (Assassination Classroom, #1) Superman Family Adventures, Vol. 1 Ratgeber für schlechte Väter Wunderlicht Tagebuch der Anne Frank Girl in Translation Geschlossene Gesellschaft Die Wonnen der Gewöhnlichkeit Vielleicht Lieber Morgen A Bride's Story, Vol. 1 (A Bride's Story, #1) Wish, Vol. 01 (Wish, #1)

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Frauen:

meine Schwester, 24:

  • Christoph Kucklick: „Die granulare Gesellschaft“ (Sachbuch, Link)
  • David McCandless: „Information is beautiful“ (Infografiken, Link)
  • Florian Illies: „Generation Golf“ (Sachbuch, Link)
  • Ralf Grauel: „Deutschland verstehen“ (Infografiken, Link)
  • Christiane Neudecker: „Boxenstopp“ (Roman, Link)

Pädagogin, gerade Mutter geworden, 33:

  • Stewart O’Nan: „Die Chance“ (Roman, Link)
  • Valerian Tornius: „Zwischen Hell und Dunkel: Ein Rembrandt-Roman“ (Roman, Link)
  • Tobias Wolff: „This Boy’s Life“ (Memoir, Link)
  • Meike Winnemuth: „Das große Los“ (Reisereportage, Link)

Pädagogin, 33:

  • Meike Winnemuth: „Das große Los“ (Reisereportage, Link)
  • Slavenka Drakulic: „Als gäbe es mich nicht“ (Roman, Link)
  • Agota Kristof: „Das große Heft“ (Roman, Link)

Ärztin, 33 – mochte „‚Mind-Boggling‘, Evening Post“ von Max Goldt:

  • Max Goldt: “Quitten für die Menschen von Emden bis Zittau” (Kolumen, Link)
  • Max Goldt: “Die Kugeln in unseren Köpfen” (Kolumnen, Link)
  • Max Goldt: “Der Krapfen auf dem Sims” (Kolumnen, Link)
  • Max Goldt: “Ä“ (Kolumnen, Link)
  • Haruki Murakami: „Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt“ (Roman, Link)

Pädagogin, 34:

  • Anna-Katharina Hahn: „Am schwarzen Berg“ (Roman, Link)
  • Andreas Maier: „Das Zimmer“ (Roman, Link)
  • Maria Semple: „Wo steckst du, Bernadette?“ (Roman, Link)
  • James Baldwin: „100 Jahre Freiheit ohne Gleichberechtigung“ (Bürgerrechts-Manifest, Link)
  • Tina Fey: „Bossypants. Haben Männer Humor?“ (Memoir, Link)

Pädagogin, 34 – liest fast nur Theaterstücke und Comics/Mangas:

  • Ryan North: „Squirrel Girl“ (Comic, Link)
  • Kou Yaginuma: „Twin Spica“ (Manga, Band 1 und 2, Link)

Bürokauffrau, 37:

  • Jean-Dominique Bauby: „Schmetterling und Taucherglocke“ (Memoir, Link; dazu die Verfilmung auf DVD)
  • Markolf Hoffmann: „Ines öffnet die Tür“ (Jugendbuch, Link)

Krankenschwester, ca. 60:

  • Heide Koehne: „Der Buchladen“ (Roman, Link)
  • Slavenka Drakulic: „Als gäbe es mich nicht“ (Roman, Link)

meine Mutter (ehem. Arzthelferin, Anfang 60):

  • „Orphan Black“, Staffel 1 (DVD, Link)
  • „Mad Men“, Staffel 7 (DVD, Link)
  • Jenny Erpenbeck: „Gehen, ging, gegangen“ (Roman, Link)
  • Philippe Vigand, Stéphane Vigand: „Verdammte Stille“ (Memoir, Link)
  • Anna Wimschneider: „Herbstmilch. Lebenserinnerungen einer Bäuerin“ (Memoir, Link)
  • David Levithan: „Two Boys Kissing“ (Jugendbuch, Link)
  • Maria Semple: „Wo steckst du, Bernadette?“ (Roman, Link)

Mutter einer Schulfreundin, in Santa Monica aufgewachsen, Ende 60:

  • Emmanuel Guibert: „How the World was. A California Childhood“ (Graphic Novel, Link)
  • Richard Yates: „Revolutionary Road“ (Roman, Link)

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Die granulare Gesellschaft: Wie das Digitale unsere Wirklichkeit auflöst The Visual Miscellaneum: A Colorful Guide to the World’s Most Consequential Trivia Generation Golf. Eine Inspektion Deutschland verstehen Boxenstopp: Roman Die Chance Zwischen Hell und Dunkel. Ein Rembrandt-Roman This Boy's Life Das große Los Das große Heft Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau Die Kugeln in unseren Köpfen. Der Krapfen auf dem Sims. Ä Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt Am Schwarzen Berg Das Zimmer Wo steckst du, Bernadette? The Fire Next Time Bossypants The Unbeatable Squirrel Girl, Volume 1: Squirrel Power Twin Spica, Volume: 01 Schmetterling Und Taucherglocke Ines öffnet die Tür Der Buchladen Gehen, ging, gegangen Verdammte Stille Herbstmilch Two Boys Kissing: Jede Sekunde zählt How the World Was: A California Childhood

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Männer:

Hotelkaufmann, 26 – reiste nach Thailand:

  • Alex Garland: „Der Strand“ (Roman, Link)
  • Josef Haslinger: „Phi Phi Island. Ein Bericht.“ (Memoir, Link)

Mein Bruder – Mechatroniker, 31:

  • “Community“ (DVD, Staffel 1, Link)
  • „Homeland“ (DVD, Staffel 1, Link)
  • „The Americans“ (DVD, Staffel 1, Link)

Ingenieur, 32:

  • David Eagleman: „Fast im Jenseits“ (tolle Gedankenspiele, Link)
  • Greg Rucka: „Lazarus“, Band 1 (Comic, Link)

Lyriker, 33 – Fan von Nonsens-Texten und Satire:

  • Edgar Hilsenrath: „Zibulsky“ (satirische Kurztexte, Link)

Bankkaufmann, 35:

  • Haruki Murakami: „Naokos Lächeln“ (Roman, Link)
  • Haruki Murakami: „Mister Aufziehvogel“ (Roman, Link)
  • Sebastian Haffner: „Die Geschichte eines Deutschen“ (Memoir, Link)
  • Arthur Miller: „Focus“ (Roman, Link)
  • Nicholson Baker: „Menschenrauch“ (Geschichts-Sachbuch, Link)
  • Josef Haslinger: „Phi Phi Island. Ein Bericht.“ (Memoir, Link)
  • Geoff Dyer: „Sex in Venedig, Tod in Varanasi“ (Roman, Link)
  • Tina Fey: „Bossypants: Haben Männer Humor?“ (Memoir, Link)
  • Octavia Butler: „Vom gleichen Blut“ (Roman, Link)
  • W.G. Sebald: „Die Ausgewanderten“ (Roman/Kurzgeschichten, Link)

Kunstpädagoge, 36:

  • Edouard Levé: „Autoportrait“ (Memoir/Textmontage, Link)
  • Gertraud Klemm: „Muttergehäuse“ (Memoir, Link)
  • David Eagleman: „Fast im Jenseits“ (tolle Gedankenspiele, Link)
  • Raymond Briggs: „Ethel & Ernest“ (Graphic Novel, Link)

Mathe- und Sportlehrer, 36:

  • Sebastian Haffner: „Die Geschichte eines Deutschen“ (Memoir, Link)
  • Sebastian Christ: „Was von Deutschland übrig bleibt“ (Reportage, Link)
  • Anna Funder: „Stasiland“ (Reportage, Link)

mein Vater, Mechatroniker, 60:

  • “Der Gigant aus dem All“ (DVD, Link)
  • „Boyhood“ (DVD, Link)
  • „Gravity“ (DVD, Link)
  • „Vielleicht lieber morgen“ (DVD, Link)

…und ich sah meinen US-Lieblingsautor, Stewart O’Nan, im Sommer in Freiburg und moderierte eine seiner Lesungen. O’Nans Roman „West of Sunset“ spielt unter Drehbuchautoren im Hollywood der 40er Jahre, und ich musste an eine Graphic Novel denken, das im selben Milieu spielt und mich sehr begeisterte – also schenkte ich es ihm:

  • Ed Brubaker: „The Fade Out“, Band 1 (Graphic Novel, Link)

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Der Strand Phi Phi Island: Ein Bericht Fast Im Jenseits Lazarus, Vol. 1: Family Zibulsky oder Antenne im Bauch: Satiren Naokos Lächeln Mister Aufziehvogel Geschichte eines Deutschen Fokus Menschenrauch Wie Der Zweite Weltkrieg Begann Und Die Zivilisation Endete Sex in Venedig, Tod in Varanasi Vom gleichen Blut Die Ausgewanderten Autoportrait Muttergehäuse Ethel and Ernest Was von Deutschland übrig bleibt: eine Wanderreportage Stasiland The Fade Out: Act One

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mein Partner und ich wohnen zusammen – und ich kaufe/schenke ihm fast nie Bücher: Er liest meine Ausgaben mit, statt sich ein eigenes, zweites Exemplar zu holen. Bücher, die ich ihm empfahl, und die er las, seit Ende 2014:

Freund M., Florist, 35:

  • Barbara Pym: „Vortreffliche Frauen“ (Roman, Link)
  • Francois Truffaut: „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“ (Interview, Link)
  • Alice Walker: „Die Farbe Lila“ (Roman, Link)
  • Anna Katharina Hahn: „Am schwarzen Berg“ (Roman, Link)
  • Anna Katharina Hahn: „Kürzere Tage“ (Roman, Link)
  • Christoph Schmitz: „Das Wiesenhaus“ (Roman, Link)
  • Erik Neutsch: „Spur der Steine“ (Roman, Link)
  • Ruth Klüger: „weiter leben“ (Memoir, Link)
  • Anonyma: „Eine Frau in Berlin“ (Memoir, Link)
  • Anna Wimschneider: „Herbstmilch“ (Memoir, Link)
  • Erich Maria Remarque: „Drei Kameraden“ (Roman, Link)
  • Kazuo Ishiguro: „Was vom Tage übrigblieb“ (Roman, Link)
  • R.C. Sherriff: „Septemberglück“ (Roman, Link)
  • Ernest Hemingway: „Der Garten Eden“ (Roman, Link)
  • Ariel Magnus: „Zwei lange Unterhosen der Marke Hering“ (Memoir, Link)
  • Joan Didion: „Das Jahr magischen Denkens“ (Memoir, Link)
  • Terezia Mora: „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ (Roman, Link)
  • Josef Haslinger: „Phi Phi Island. Ein Bericht.“ (Memoir, Link)
  • Valerian Tornius: „Zwischen Hell und Dunkel. Ein Rembrandt-Roman“ (Link)
  • Haruki Murakami: „Naokos Lächeln“ (Roman, Link)
  • Marc Degens: „Fuckin‘ Sushi“ (Roman, Link)
  • Leif Randt: „Schimmernder Dunst über CobyCounty“ (Roman, Link)

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Vortreffliche Frauen Mr. Hitchcock, Wie Haben Sie Das Gemacht? Die Farbe Lila Am Schwarzen Berg Kürzere Tage Das Wiesenhaus Spur der Steine: Roman weiter leben: Eine Jugend Eine Frau in Berlin Herbstmilch Drei Kameraden Was vom Tage übrigblieb Septemberglück Der Garten Eden Zwei lange Unterhosen der Marke Hering Das Jahr magischen Denkens Der einzige Mann auf dem Kontinent Phi Phi Island: Ein Bericht Zwischen Hell und Dunkel. Ein Rembrandt-Roman Naokos Lächeln Fuckin Sushi Schimmernder Dunst über Coby County

Deutscher Buchpreis 2015: meine Favoriten (Vorauswahl)

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nur kurz:

ich mag die Bandbreite, Abwechslung und den Mut der Longlist zum deutschen Buchpreis 2015, habe in den letzten Tagen die ersten Seiten aller 20 nominierten Titel gelesen und, für mich selbst, eine Vorauswahl getroffen:

sechs Titel, die ich kaufen und lesen werde – früher oder später.

[…“später“, denn diese nominierten Titel werden in den Zeitungen und Feuilletons, für die ich schreibe, meist von ältere Rezensent*innen besprochen: mein Job und Fachgebiet sind die Entdeckungen, US-Literatur, Jugendbücher, Indie-Titel… Überraschungs-Bücher und literarische Außenseiter, die noch recht wenige Menschen auf dem Schirm haben. Longlist-Titel sind so bekannt und allgegenwärtig, dass ich selten Schreib-/Rezensionsaufträge für sie bekomme.]

Sechs Titel sprechen mich sehr an:

deutscher buchpreis 2015 stefan mesch favoriten buchcover

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  1. „Bodentiefe Fenster“, Anke Stelling, Verbrecher Verlag
  • eine depressive Mutter im Prenzlauer Berg hat Angst vor dem sozialen Abstieg
  • das Thema (Öko-Biedermeier in Berlin) ist oft Stoff für billige Witze und Satire – hier wird es ernster, sozialkritischer und, hoffentlich, klüger durchgespielt
  • ich kenne Stellings Debüt von 2004, „Glückliche Fügung“, fand es recht seicht/konventionell… aber sympathisch
  • Rezensionen auf Perlentaucher.de

„Mit vierzig Jahren und als Mutter zweier Kinder ist aus Sandra eine Art Kassandra vom Prenzlauer Berg geworden. Weggehen kann sie jedoch auch nicht, außerdem genießt sie ihre Privilegien. Sie feiert die Kindergeburtstage wie früher, wie Pippi Langstrumpf, doch der Kern der Utopie ist nicht mehr da. Bodentiefe Fenster – bodenlose Gegenwart.“ [Klappentext, gekürzt]

Bodentiefe Fenster
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2. „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“, Frank Witzel, Matthes & Seitz

  • 800-Seiten-Kindheits-und-Erinnerungsbuch über die BRD
  • sehr überbordend, verspielt, voller Zitate und Zeitgeschichte
  • vielleicht zu viel Retro-Kitsch, zu gewollt… aber die Welt und das Milieu sind sehr gut getroffen
  • Rezensionen auf Perlentaucher.de

„Ein Spiegelkabinett der Geschichte im Kopf eines Heranwachsenden: Erinnerungen an das Nachkriegsdeutschland, Ahnungen vom Deutschen Herbst; das dichte Erzählgewebe ist eine explosive Mischung aus Geschichten und Geschichte, Welterklärung, Reflexion und Fantasie: ein detailbesessenes Kaleidoskop aus Stimmungen einer Welt, die 1989 Geschichte wurde. Ein mitreißender Roman, der den Kosmos der alten BRD wiederauferstehen lässt.“ [Klappentext, gekürzt.]

Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

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3. „Winters Garten“, Valerie Fritsch, Suhrkamp

  • eine seltsame Kleingartenkolonie – und dahinter die Stadt, Zivilisation, die zerfällt: ein dystopischer, aber sehr märchenhafter und stiller Roman über Alter und Ende
  • altmodische Sprache, wahrscheinlich kaum Plot oder Überraschungen, erzählerische Raffinesse: das Buch funktioniert über Atmosphäre. 160 Seiten eigentümliche, bedrohliche Atmosphäre? das klingt machbar und sympathisch!
  • aber: vielleicht trotzdem nur Kitsch und zäher, barocker Quatsch? wie ihr Klagenfurt-Video?
  • Rezensionen auf Perlentaucher.de

„‚Winters Garten‘, so heißt die idyllische Kolonie jenseits der Stadt, in der alles üppig wächst.Valerie Fritsch erzählt von einer Welt aus den Fugen. Und von zwei Menschen, die sich unsterblich ineinander verlieben, als die Gegenwart nichts mehr verspricht, die Häuser und Straßenzüge verfallen, die wilden Tiere in die Vorgärten und Hinterhöfe eindringen.“ [Klappentext, gekürzt.]

Winters Garten

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4. „Siebentürmeviertel“, Feridun Zaimoglu, Kiepenheuer & Witsch

  • 800 Seiten in der Türkei der 30er/40er Jahre
  • sehr wuchtig, sprachverspielt, überraschend, episch: ich kenne von Zaimoglu „Kanak Sprak“ und „Liebesmale, scharlachrot“, und beides war mir zu gewollt, zu poetry-slam-haft und pubertär. der Ton in „Siebentürmeviertel“ ist selbstbewusster.
  • Rezensionen auf Perlentaucher.de

„Eine fremde und faszinierende Welt, in der sich ein deutscher Junge behaupten muss: Es ist das Jahr 1939, und Wolf findet sich in Istanbul wieder, in der Familie von Abdullah Bey und mitten im Siebentürmeviertel, einem der schillerndsten Stadtteile der Metropole, in der Religionen und Ethnien in einem spannungsreichen Nebeneinander leben. Was als vorübergehende Maßnahme gedacht war, wird zu einer Dauerlösung, und Wolf muss sich zurechtfinden in diesem überwältigenden Kosmos. Er wird von Abdullah Bey an Sohnes statt angenommen, besucht die Schule und erobert sich seine Stellung unter den Jugendlichen des Viertels. Als er langsam zu begreifen beginnt, welche Rolle Abdullah Bey wirklich spielt, gerät er in große Gefahr.“ [Klappentext, gekürzt.]

Siebentürmeviertel

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5. Getraud Klemm, „Aberland“, Droschl

  • Baden bei Wien: eine Mutter Ende 50 und ihre Tochter Mitte 30 hadern mit ihren Beziehungen, Rollen und dem bürgerlichen Druck.
  • 2014 erschienen, ebenfalls angelesen und gemocht: „Herzmilch“ (Perlentaucher)
  • die meisten Bekannten, die bisher Gertraud Klemm lasen, sagen: mitteltiefgründig, mittelambitioniert, mittelinteressant. mal sehen.
  • Rezensionen auf Perlentaucher.de

„Elisabeth, 58, versucht würdevoll zu altern. Ihr gutbürgerliches Leben ist am ehesten charakterisiert durch das, was sie alles nicht getan hat: sie hat nicht studiert und nicht gearbeitet, sie hat ihre Kinder nicht vernachlässigt und ihren Mann nicht mit dem Künstler Jakob betrogen, sie hat der Schwiegermutter nicht die Stirn geboten und stellt noch immer nicht den Anspruch, ins Grundbuch der Jugendstilvilla eingetragen zu werden. Mit Zynismus und verhaltener Selbstreflexion beobachtet sie das Altern der Frauen um sie herum. Und sie beobachtet ihre Kinder, vor allem Franziska, 35, die zu Wutausbrüchen neigt, mit den Anforderungen der Gesellschaft an ihre Mutterrolle hadert.“ [Klappentext, kaum gekürzt… weil er sehr gut geschrieben ist!]

Aberland
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6. Jenny Erpenbeck, „Gehen ging gegangen“, Knaus

  • Professor mit Sinnkrise sucht Kontakt zu Geflüchteten am Berliner Oranienplatz
  • politischer, aber poetischer Roman über die Frage, was Engagement bewegt und was Menschen einander geben können.
  • ich mochte „Das alte Kind“ nicht, Erpenbecks staubige, viel zu betuliche Kurzgeschichten. auch hier im Portrait wirkt sie verkrampft (Link: könnte aber auch an der Journalistin liegen). aber „Heimsuchung“ gehört zu meinen Lieblingsbüchern: ich bin gespannt, wie modern/altmodisch der neue Roman mit Sprache und Themen umgeht… aber bleibe etwas vorsichtig.
  • Rezensionen auf Perlentaucher.de

„Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika zu suchen, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.“ [Klappentext, gekürzt.]

Gehen, ging, gegangen …und, große Empfehlung: Heimsuchung
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zwei Titel auf der Kippe:

    • „89/90“ von Peter Richter wirkt kompetent geschrieben und unterhaltsam – aber ich habe das Gefühl, schon fünf solcher Bücher zu kennen. wäre das ein unbekanntes Buch/Geheimtipp, ich würde es bald lesen. aber es findet sein Publikum sicher auch ohne mich.
    • „Die Stunde zwischen Wolf und Gitarre“ von Clemens J. Setz hat 1000 Seiten und wirkt sehr verspielt: ein Buch, das seinen Leser*innen wahrscheinlich viele Fallen stellt. ich habe Angst, mich auf Figuren einzulassen – wenn mir schon die ersten Seiten signalisieren: da geht es eher um literarische Spiele, Fragen der Perspektive, Überraschungen und Überrumpelungen.

89/90: Roman   Die Stunde zwischen Frau und Gitarre

mehr:

Die besten Bücher 2015: erste Favoriten und Empfehlungen

romane 2015 wordpress.

Jeden Winter suche ich Romane / Neuerscheinungen und mache eine erste Liste für die Bücher des Jahres:

Eine erste Auswahl der literarischen Neuerscheinungen, die ich bis Ende des Jahres u.a. für ZEIT Online (an-)lesen, sichten, sortieren will.

Hier meine Auswahl für 2015. Ergänzungen / Empfehlungen sind willkommen – vielen Dank! Im Lauf der nächsten Wochen kommen noch ca. 200 weitere Titel.

Freundin W. hat die wichtigsten auf Deutsch erscheinenden Bücher 2015 hier aufgelistet – in einem Ranking bei Goodreads: Link.

Ich selbst habe im Dezember Buchcover 2015 gesammelt und nach Trends sortiert, hier.

Wo steckst du, Bernadette?

Focus

Umweg nach Hause, besser aber: Alles Über Lulu

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angelesen und gemocht:

Update, Frühling 2015. weitere Empfehlungen hier (Deutschlandradio Kultur, Link):

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01: CHIGOZIE OBIOMA, „Der dunkle Fluss“ / „The Fishermen“

  • Nigeria: Als ihr Vater plötzlich verschwindet, wollen zwei Brüder vom Fischfang leben.
  • Literarischer Thriller aus Sicht eines Neunjährigen.
  • 313 Seiten, 13. Februar 2015, Aufbau Verlag [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Der dunkle Fluss

02: JAN HIMMELFARB, „Sterndeutung“

  • Arthur Segal, Jude und Überlebender des Holocaust, lebt als Autohändler in der Ukraine: Anfang der 90er Jahre blickt er zurück auf sein Leben.
  • 394 Seiten, 19. Januar 2015, C.H. Beck [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Sterndeutung

03: MICHAEL FEHR, „Simeliberg“

  • Literarische Adaption eines Grimm-Märchens als Schweizer Hinterwäldler-Noir-Thriller in Versen und Mundart. (Wow.)
  • 144 Seiten, Februar 2015, Der gesunde Menschenverstand [Amazon | Leseprobe | Goodreads]

Simeliberg

04: TERÉZIA MORA, „nicht sterben“

  • Poetikvorlesungen einer meiner deutschsprachigen Lieblingsautorinnen.
  • 160 Seiten, 23. Februar 2015, Luchthand [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Nicht sterben

05: FAVEL PARRETT: „Der Himmel über uns“ / „When the Night Comes“

  • Atmosphärischer Mainstream-Roman über ein junges Mädchen in Hobart, Tasmanien, das sich mit einem Seefahrer befreundet.
  • (..die früheren Bücher Parretts haben noch bessere Kritiken.)
  • 220 Seiten, 14. Februar 2015, Hoffmann und Campe [Amazon | Ocelot | Goodreads]

When the Night Comes

05: NICOLAS BREUEL, „Schlossplatz, Berlin“

  • Ein nervöser, naiver (?) Bundestagsabgeordneter denkt während einer Zwangspause an der Nordsee neu über seine Ziele und Werte nach.
  • 280 Seiten, 1. März 2015, dtv [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Schlossplatz, Berlin

06: MARC DEGENS, „Fuckin‘ Sushi“

  • Coming of Age in Bonn: eine Schülerband schafft den Durchbruch. Zu welchem Preis?
  • 320 Seiten, 18. Februar 2015, Galiani [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Fuckin Sushi

07: LINUS REICHLIN, „In einem anderen Leben“

  • Ein Kunstfälscher in Berlin trifft auf die Jahrzehnte alten Lebenslügen seiner Eltern und seiner Jugend. Dick aufgetragen – aber sympathisch.
  • 384 Seiten, 29. Januar 2015, Galiani [Amazon | Ocelot | Goodreads]

In einem anderen Leben

08: DIETMAR SOUS, „Roxy“

  • Außenseiter- und Schulversagerroman über die 70er Jahre.
  • 144 Seiten, 13. Februar 2015, Transit [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Roxy

09: XIFAN YANG, „Als die Karpfen fliegen lernten: China am Beispiel meiner Familie“

  • Xifan Yang, in Deutschland aufgewachsen, schreibt über ihre Eltern und Großeltern.
  • 335 Seiten, 23. Februar 2015, Hanser Berlin [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Als die Karpfen fliegen lernten: China am Beispiel meiner Familie

10: LÁSZLÓ KRASZNAHORKAI, „Die Welt voran“

  • Kurzgeschichten, Sprachexperimente, Verwirrspiele: experimentelle Prosastücke des ungarischen Avantgarde-Erzählers.
  • 416 Seiten, 19. Februar 2015, S. Fischer [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Die Welt voran

11: SIFISO MZOBE, „Young Blood“

  • Young-Adult-Literatur aus Südafrika: ein junger schwarzer Schulabbrecher wird zum Kriminellen.
  • 274 Seiten, 16. Februar 2015, Peter Hammer [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Young Blood

12: TOM DRURY, „Das stille Land“ / „The driftless Area“

  • Eine Affäre in der Provinz, eine allein lebende Nachbarin und eine Kette aus Zufällen… oder geheimen Plänen?
  • 216 Seiten, 31. Januar 2015, Klett-Cotta [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Das stille Land

13: ARNO GEIGER, „Selbstportrait mit Flusspferd“

  • Nach einer Trennung verbringt ein Veterinärsstudent einen Sommer mit der Pflege eines Zwergflusspferdes. Schönes Sommerbuch? Oder Kitsch?
  • 288 Seiten, 2. Februar 2015, Hanser [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Selbstporträt mit Flusspferd

14: DAGNY GIOULAMI, „Alle Geschichten, die ich kenne“

  • Schrulliger, leichter Südosteuropa-Roman über eine junge Frau aus Zürich, die spontan nach Griechenland reist.
  • 160 Seiten, Februar 2015, weissbooks [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Alle Geschichten, die ich kenne: Roman

15: SIBYLLE KNAUSS, „Das Liebesgedächtnis“

  • Eine Schriftstellerin wird im Alter dement… und schreibt gegen den eigenen Verfall an.
  • 192 Seiten, 9. Februar 2015, Verlag Klöpfer & Meyer [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Das Liebesgedächtnis

16: MICHÉLE BERNSTEIN, „Alle Pferde des Königs“

  • Hipster-Literatur, im Original erschienen 1960:
  • Bernstein, eine junge Situationistin, parodiert den psychologischen Roman Frankreichs so geschickt und erfolreich, dass ihr (ironisches?) Buch als großer Jugend- und Beziehungsroman gefeiert wird.
  • 128 Seiten, 25. Februar 2015, Edition Nautilus [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Alle Pferde des Königs

17: SEMJON VOLKOV, „Idiotenbus“

  • der Alltag eines jungen Mannes mit geistiger Behinderung in einer Werkstatt.
  • Rollenprosa, ein bisschen gewollt-drollig / lesebühnenhaft.
  • 200 Seiten, 12. Januar 2015, Verlag tredition [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Idiotenbus

18: FLORIAN GANTNER, „Trockenschwimmer“

  • Ein junger, melancholischer Versager in Österreich blickt zurück auf seine Alltags-Niederlagen… und ein (kleines) Verbrechen.
  • 192 Seiten, 12. Februar 2015, Edition Laurin [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Trockenschwimmer

19: RICHARD McGUIRE, „Hier“ / „Here“

  • der selbe Bildausschnitt, immer neu über ganze Epochen hinweg gezeigt:
  • Graphic Novel über Zeit und Wandel.
  • 300 Seiten, 10. Dezember 2014, Dumont [Amazon | Ocelot | Goodreads]

Hier

Die Belagerung von Krishnapur

Butcher's Crossing

The Blazing World

We Are All Completely Beside Ourselves

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neue deutsche / deutschsprachige Titel:

  • Daniel Kehlmann: „Kommt, Geister“, Poetik-Vorlesungen in Frankfurt 2014. (Rowohlt, 224 Seiten, 6. März 2015.)
  • Stefan Gärtner: „Putins Weiber“, Werbetexter mit kriselnder Beziehung besucht alle Frauen seiner Vergangenheit: ‚the ones that got away‘. (Rowohlt Berlin, 256 Seiten, 24. April 2015.)
  • Killen McNeill: „Am Fluss“, 1968 verbringen vier Jugendliche einen Sommer an der Donau. Jahrzehnte später treffen sich die Überlebenden: McNeill lebt in Deutschland und schrieb bisher meist Krimis. (ars vivendi, 288 Seiten, 30. April 2015.)
  • Volker Hage: „Die freie Liebe“, Student aus Lübeck verliebt sich im München der 70er Jahre in seine Mitbewohnerin: „‚Jules et Jim‘ in Schwabing“ (Luchterhand, 160 Seiten, 11. Mai 2015.)
  • [Hildesheim-Absolventin / Freundin] Vea Kaiser: „Makarionissi, oder: Die Insel der Seligen“, episch-skurriler Familienroman „von Griechenland bis Niedersachsen, von den Fünfzigerjahren bis in die Gegenwart“ (Kiepenheuer & Witsch, noch keine Seitenzahl angekündigt, 11. Mai 2015.)

Makarionissi oder Die Insel der Seligen

  • Ralf Rothmann: „Im Frühling Sterben“, zwei siebzehnjährige Freunde aus Norddeutschland werden 1945 zur Waffen-SS zwangsrekrutiert und landen in Ungarn (Suhrkamp, 200 Seiten, 9. Mai 2015.)
  • Ruth Schweikert: „Wie wir älter werden“, Familienroman über das Alter aus wechselnden Perspektiven dreier Generationen (S. Fischer, 256 Seiten, 21. Mai 2015.)
  • Christiane Neudecker: „Sommernovelle“: An Pfingsten 1989 fahren zwei junge, idealistische Freundinnen an die Nordsee, um auf einer traurigen Beobachtungs-Station für Vögel auszuhelfen. (Luchterhand, 160 Seiten, 25. Mai 2015.)

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vielversprechende Übersetzungen – neu auf Deutsch:

Herrlichkeit

Der Junge, den es nicht gab

Egenmäktigt förfarande: En roman om kärlek

The Thrill of it All

Wenn der Wind singt / Pinball 1973

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Übersetzungen – mit schlechten Kritiken:

  • Boris Razon: „Palladium“, junger Journalist in Paris „erkrankt am Guillain-Barré-Syndrom, einer lebensbedrohlichen Nervenentzündung, die zur vollkommenen Lähmung führen kann“ (Ullstein, 336 Seiten, 8. Mai 2015. Goodreads: 3.23 von 5)

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angelesen – und nicht gemocht:

How It All Began

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interessante Auslandstitel, noch ohne Wertung:

  • Michail Ossorgin: „Eine Straße in Moskau“, wiederentdeckter Montage-Roman über Moskau, 1914 bis 1920 (Die Andere Bibliothek, 500 Seiten, 20. Juli 2015.)

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verwandte Links:

und, jeden Monat neu:

Underdog Literature: 15 unbekanntere Bücher (Link; monatlich neu)

„neue Bücher 2015“-Listen anderer Blogs:

…gesammelt von Muromez (Link)

Best Books of the Year: My personal Top 20

stefan mesch best books 2014

(After a popular list last year [Link] and earlier in 2012 [Link] and 2011 [Link]…)

…here are the 20 very best books I’ve read in 2014:

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20: HEIDE KOEHNE, „Der Buchladen“, German novel, 2011.
Der Buchladen

19: BRIAN WOOD, „The Massive“, Books 1 to 5, Graphic Novels, 2013 and 2014.
The Massive, Vol. 1: Black Pacific The Massive, Vol. 2: Subcontinental The Massive, Vol. 3: Longship The Massive, Vol. 4: Sahara The Massive, Vol 5: Ragnarok (The Massive #25-30)

18: TIM WISE, „White like me. Reflections on Race from a Privileged Son“, Nonfiction / Memoir, 2004.
White Like Me: Reflections on Race from a Privileged Son

17: HARUKI MURAKAMI, „Von Männern, die keine Frauen haben“, Japanese Short Stories, 2014. (I liked his most recent novel, too.)
Von Männern, die keine Frauen haben

16: STEWART O’NAN, „Der Zirkusbrand“, Nonfiction, 2000.
Der Zirkusbrand

15: CHRISTIANE FROHMANN, „Tausend Tode Schreiben“, German anthology, 2014: 135+ personal texts about dying and loss […more here].
Tausend Tode schreiben

14: GREG RUCKA, “Lazarus”, Books 1 and 2. Graphic Novels, 2014.
Lazarus, Vol. 1: Family Lazarus, Vol. 2: Lift

13: ED BRUBAKER, “Velvet”, Book 1. Graphic Novel, 2014.
Velvet, Vol. 1: Before the Living End

12: MARTIN HATZIUS, „Alles fragen, nichts fürchten“, book-length interview with my favorite German living writer, Dietmar Dath, 2011.
Dietmar Dath: Alles fragen, nichts fürchten

11: SIGRID NUNEZ, „A Feather on the Breath of God“, Memoir, 1995.
A Feather on the Breath of God: A Novel

10: ARTHUR MILLER, „Focus“, Novel, 1945.
Focus

09: MEIKE WINNEMUTH, „Das große Los“, German Travelogue, 2012.
Das große Los

08: JAN BAUER, „Der salzige Fluss“. German Graphic Novel Travelogue, 2014.
Der salzige Fluss

07: NORA WICKE, „Vierstromland“, German novel, 2014.
Vierstromland

06: G. WILLOW WILSON, „Ms. Marvel“, Book 1. Graphic Novel, 2014.
Ms. Marvel, Vol. 1: No Normal

05: TSUGUMI OHBA, „Bakuman“, Books 2 to 20. Manga series, 2009 to 2012.
Bakuman, Volume 2: Chocolate and Akamaru (Bakuman, #2) Bakuman, Volume 3: Debüt und Ungeduld Bakuman, Volume 4: Phone Call and the Night Before (Bakuman, #4) Bakuman, Volume 5: Yearbook and Photobook Bakuman, Volume 6: Recklessness and Guts

04: ROBERTO AGUIRRE-SACASA, „Afterlife with Archie“, Book 1. Graphic Novel, 2014.
Afterlife with Archie Book 1: Escape from Riverdale

03: VALERIAN TORNIUS, „Zwischen Hell und Dunkel“, German novel, 1932.
Zwischen Hell und Dunkel. Ein Rembrandt-Roman

02: LIANE DIRKS, „Vier Arten meinen Vater zu beerdingen“, German novel, 2002.
Vier Arten meinen Vater zu beerdigen

01: ÁGOTA KRISTÓF, „The Notebook“, „The Proof“, „The Third Lie“, Hungarian Trilogy, 1986 to 1991.
The Notebook, The Proof, The Third Lie: Three Novels

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For a complete list of books I’ve read in 2014, please go here [Link].

.

In comics, I’ve also enjoyed book 3 and 4 of Brian K. Vaughan’s „Saga“ space opera [Link], Year 1 and (to a lesser degree) Year 2 of Tim Taylor’s „Injustice: Gods among us“ [Link], Bryan Q. Miller’s still solid „Smallville“ [Link], the Marvel books „She-Hulk“ [Charles Soule, Link] and „Hawkeye“ [Matt Fraction, Link].

I enjoyed the first six „New 52“ DC comic books featuring Wonder Woman [Link] and started reading lesser-known series like „Promethea“ [Link], „Nailbiter“ [Link], „Rat Queens“ [Link], „Mind MGMT“ [Link] and „The Private Eye“ [Link]. I’ve also enjoyed Daniel Clowes‘ „David Boring“ [Link].

Mark Millar’s „Jupiter’s Legacy“ had a great start – but I will have to wait until 2015. [Link]

Here’s a big collage of the graphic novels I’ve discovered in 2014:

graphic novels stefan mesch 2015
Have a great 2015! More to come!

.

Related Posts:

and:

and, earlier:

 

gute Romane, große Literatur: Entdeckungen! (Stefan Mesch)

[in English: Here’s a list of 250 novels and nonfiction books… that I have not read yet, but have *very* high hopes in.]

.

„Was sind die besten – deutschsprachigen und internationalen – Bücher?“

„Welchen Romanen wünscht du möglichst viele Leser?“

Für BELLA triste – Zeitschrift für junge deutschsprachige Literatur (Link) erstellte ich im Herbst 2011 eine Liste mit den 250 besten Büchern (von ca. 1600), die ich gelesen habe.

Romane und Sachbücher. Deutsche und internationale Titel.

Link zu diesen 250 Empfehlungen: hier.

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Spannender und offener aber ist die folgende, *zweite* Liste:

Bücher, die ich noch nicht kenne. Doch die mir – in der Presse, in Netzwerken, von Freunden oder beim Störbern – sehr positiv aufgefallen sind.

250… Hoffnungsträger, gesammelt im September 2011.

(und seitdem regelmäßig aktualisiert).

Viel Spaß!

[Ein knappes Drittel der Links sind falsch formatiert: Ich merkte das erst jetzt – nach drei (!) Stunden Link-Setzen… und bin zu müde, es sofort zu korrigieren. Entschuldigt!]

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Entdeckungen und Hoffnungsträger… …noch nicht gelesen:
Lermontov, Mikhail Ein Held unserer Zeit 1840
Turgenev, Ivan Tagebuch eines überflüssigen Menschen 1850
Collins, Wilkie The Woman in White 1859
Dickens, Charles Our mutual Friend 1865
Gaskell, Elizabeth Wives and Daughters 1866
Joris-Karl Huysmans Gegen den Strich 1884
Zola, Émile Germinal 1885
de Maupassant, Guy Die Erbschaft 1887
Hamsun, Knut Hunger 1890
Perkins Gilman, Charlotte The Yellow Wall-Paper 1892
Du Bois, W.E.B. The Souls of Black Folk 1903
Wharton, Edith The House of Mirth 1905
Burnett, Frances Hodgson The Secret Garden 1911
Soseki, Natsume Kokoro 1914
Babel, Isaac Die Reiterarmee 1919
Zamyatin, Yevgeny Wir 1920
Undset, Sigrid Kristin Lavranstochter 1920
von Arnim, Elizabeth The enchanted April 1922
Woolf, Virginia A Room of one’s own 1928
Rilke, Rainer Maria Briefe an einen jungen Dichter 1929
Remarque, Erich Maria Der Weg zurück 1931
Orwell, George A Collection of Essay 1931
Woolf, Virginia The Waves 1931
Kästner, Erich Fabian 1931
Faulkner, William Light in August 1932
Céline, Louis-Ferdinand Reise ans Ende der Nacht 1932
Orwell, George Down and out in Paris and London 1933
Musil, Robert Der Mann ohne Eigenschaften 1933
Tanizaki, Junichiro Lob des Schattens 1934
Fallada, Hans Wer einmal aus dem Blechnapf frißt 1934
Halldór Laxness Sein eigener Herr 1935
du Maurier, Daphne Rebecca 1938
Wodehouse, P.G. The Code of the Woosters 1938
Fante, John Ask the Dust 1939
Wolfe, Thomas The Web and the Rock 1939
Rhys, Jean Good Morning, Midnight 1939
Wright, Richard Native Son 1940
Greene, Graham The Power and the Glory 1940
McCullers, Carson The Heart is a lonely Hunter 1940
Agee, Edward & Evans, Walker Let us now praise famous Men 1941
Hamilton, Patrick Hangover Square 1941
Mann, Klaus Der Wendepunkt 1942
Smith, Betty A Tree grows in Brooklyn 1943
Ivo Andrić Die Brücke über die Drina 1943
Maugham, W. Somerset The Razor’s Edge 1943
Bunin, Iwan Dunkle Alleen 1943
Zweig, Stefan Die Welt von gestern: Erinnerungen eines Europäers 1943
Waugh, Evelyn Brideshead Revisited 1945
Frankl, Viktor Emil Man’s Search for Meaning 1946
Fallada, Hans Jeder stirbt für sich allein 1947
Tanizaki, Junichiro The Makiota Sisters 1948
Borges, Jorge Luis Das Aleph 1949
Bellow, Saul The Adventures of Augie March 1949
Algren, Nelson The Man with the golden Arm 1949
Jones, James From here to Eternity 1950
Greene, Graham The End of the Affair 1951
von Doderer, Heimito Die Strudlhofstiege 1951
Pym, Barbara Excellent Women 1952
Ginzburg, Natalia Alle unsere Gestern 1952
Chandler, Raymond The long Goodbye 1953
Frisch, Max Stiller 1954
Kawabata, Yasunari Ein Kirschbaum im Winter 1954
Moravia, Alberto Verachtung 1954
Hillers, Marta Eine Frau in Berlin 1954
Salinger, J.D. Franny and Zooey 1955
Greene, Graham The quiet American 1955
Bowles, Paul Spider’s House 1955
Johnson, Crockett Harold and the purple Crayon 1955
Barthes, Roland Mythen des Alltags 1957
Durrell, Lawrence Justine 1957
Helprin, Mark Winter’s Tale 1959
Wiesel, Elie Night and Day 1960
Heller, Joseph Catch-22 1961
Fanon, Frantz Die Verdammten dieser Erde 1961
Borges, Jorge Luis Im Labyrinth 1962
Jackson, Shirley We have always lived in the Castle 1962
McLuhan, Marshall The Gutenberg Galaxy 1962
Haushofer, Marlen Die Wand 1962
Tuchman, Barbara Wertheim The Guns of August 1962
Baldwin, James The Fire Next Time 1963
Cortázar, Julio Rayuela. Himmel und Hölle. 1963
Vonnegut, Kurt Cat’s Cradle 1963
Kesey, Ken Sometimes a great Notion 1963
Böll, Heinrich Ansichten eines Clowns 1963
Simmel, Johannes Mario Liebe ist nur ein Wort 1963
Fowles, John The Magus 1965
von Doderer, Heimito Die Dämonen 1965
Solzhenitsyn, Aleksandr Krebsstation 1967
McLuhan, Marshall The Medium is the Message 1967
Lenz, Siegfried Deutschstunde 1968
Angelou, Maya I know why the caged Bird sings 1968
Solzhenitsyn, Aleksandr Im ersten Kreis 1968
Salih, Tayeb Zeit der Nordwanderung 1969
Puzo, Mario The Godfather 1969
Llosa, Mario Vargas Gespräch in der Kathedrale 1969
Hanff, Helene 84, Charing Cross Road 1970
Talese, Gay Fame and Obscurity 1970
Brautigan, Richard Die Abtreibung 1971
Stegner, Wallace Angle of Repose 1971
O’Connor, Flannery The Complete Stories 1971
Doctorow, E.L. The Book of Daniel 1971
Strugatsky, Boris und Arkady Picknick am Wegesrand 1972
Oz, Amos Ein anderer Ort 1973
Vonnegut, Kurt Breakfast of Champions 1973
Levi, Primo Das Periodische System 1975
Ballard, J.G. High-Rise 1975
Kertész, Imre Roman eines Schicksallosen 1975
Gaddis, William JR 1975
Foucault, Michel Überwachen und Strafen: Die Geburt des Gefängnis‘ 1975
Cather, Willa Neighbour Rosicky 1976
Wolf, Christa Kindheitsmuster 1977
Eisner, Will A Contract With God 1978
Perec, Georges Das Leben. Gebrauchsanweisung. 1978
Broch, Hermann Der Schlafwandler 1978
Butler, Octavia E. Kindred 1979
Styron, William Sophie’s Choice 1979
Didion, Joan The White Album 1979
Wolf, Christa Kein Ort. Nirgends. 1979
Bernhard, Thomas Korrektur. 1979
Handke, Peter Langsame Heimkehr 1979
Hofstadter, Douglas Gödel, Escher, Bach 1979
Coetzee, J.M. Warten auf die Barbaren 1980
Robinson, Marilynne Housekeeping 1980
Sims, Dave Cerebus 1981
Crowley, John Little, Big 1981
Allende, Isabel Das Geisterhaus 1982
Pessoa, Fernando Das Buch der Unruhe 1982
Zypkin, Leonid Ein Sommer in Baden-Baden 1984
Bowles, Paul Their Heads are green and their Hands are blue 1984
Vidal, Gore Lincoln 1984
Bernhard, Thomas Holzfällen 1984
Card, Orson Scott Ender’s Game 1985
McCarthy, Cormac Blood Meridian 1985
McMurty, Larry Lonesome Dove 1985
Duras, Marguerite Der Schmerz 1985
Carver, Raymond Cathedral 1987
Walser, Martin Brandung 1987
Shilts, Randy And the Band played on 1987
Dangarembga, Tsitsi Nervous Conditions 1988
Moore, Alan V for Vendetta 1988
Ruff, Matt Fool on the Hill 1988
Chomsky, Noam Manufacturing Consent 1988
Grossman, Vasily Leben und Schicksal 1989
Courtenay, Bryce The Power of One 1989
Wolff, Tobias This Boy’s Life 1989
Irving, John A Prayer for Owen Meany 1989
O’Brien, Tim The Things they carried 1990
Kundera, Milan Die Unsterblichkeit 1990
Roth, Henry Mercy of a rude Stream 1990
Dyer, Geoff The Colour of Memory 1990
Simon, David Homicide 1991
Johnson, Denis Jesus‘ Son 1992
Price, Richard Clockers 1992
Barker, Clive The Thief of Always 1992
Mitchell, Joseph Up the old Hotel 1992
Terkel, Studs Race 1992
Kapuscinski, Ryszard Imperium 1993
Tsukiyama, Gail The Samurai’s Garden 1994
Saramago, José Die Stadt der Blinden 1995
Ellroy, James American Tabloid 1995
Martin, George R.R. A Game of Thrones 1996
Diamant, Anita The Red Tent 1997
Roth, Philip American Pastoral 1997
Fry, Stephen Moab is my Washpot 1997
Lamb, Wally I know this much is true 1998
Kapuscinski, Ryszard Afrikanisches Fieber 1998
Gourevitch, Philip We wish to inform you that tomorrow we will be killed with your Families 1998
Mitchell, David Ghostwritten 1999
Lethem, Jonathan Motherless Brooklyn 1999
Sister Souljah The coldest Winter ever 1999
Osang, Alexander Die Nachrichten 2000
Sacco, Joe Safe Area Gorazde 2000
Bolano, Roberto 2666 2000
O’Neill, Jamie At Swim, two Boys 2000
Berry, Wendell Jayber Crow 2000
Marías, Javier Dein Gesicht morgen 2001
Bartis, Attila Die Ruhe 2001
Barry, Lynda One Hundred Demons 2002
Boyd, William Any Human Heart 2002
Powers, Richard The Time of our Singing 2002
Hornschemeier, Paul Mother, Come Home 2003
Kirkman, Robert Invincible 2003
Hernandez, Gilbert Palomar: The Heartbreak Soup Stories 2003
Záfon, Carlos Ruiz Der Schatten des Windes 2003
Atwood, Margaret Oryx and Crake 2003
Hale, Shannon The Goose Girl 2003
Brennert, Alan Moloka’i 2003
Ruff, Matt Set this House in Order 2003
Müller, Herta Der König verneigt sich und tötet 2003
Zarev, Vladimir Zerfall 2003
Schrott, Raoul Tristan da Cunha 2003
Gruenter, Undine Der verschlossene Garten 2004
Levithan, David The Realm of Possibility 2004
Özdogan, Selim Die Tochter des Schmieds 2005
Wallace, David Foster Consider the Lobster 2005
Nace, Don Drawn Out 2005
Dath, Dietmar Für immer in Honig 2005
Meyer, Clemens Als wir träumten 2006
Eggers, Dave What is the What 2006
Rabagliati, Michel Paul Goes Fishing 2006
Adichie, Chimamanda Ngozi Die Hälfte der Sonne 2006
Brooks, Max World War Z 2006
Pynchon, Thomas Against the Day 2006
Peace, David The damned Utd 2006
Rinck, Monika Ah, das Love-Ding! 2006
Kleeberg, Michael Karlmann 2007
Nilsen, Anders Don’t go where I can’t follow 2007
Klein, Naomi The Shock Doctrine 2007
Bolano, Roberto Lumpenroman 2007
Rothfuss, Patrick The Name of the Wind 2007
Selznick, Hugo The Invention of Hugo Cabret 2007
Hill, Lawrence The Book of Negroes 2007
Köhlmeier, Michael Abendland 2007
Oksanen, Sofi Fegefeuer 2007
Benioff, David City of Thieves 2008
Ness, Patrick The Knife of never letting go 2008
Baker, Nicholson Human Smoke 2008
Harkaway, Nick The gone-away World 2008
Alameddine, Rabih The Hakawati 2008
Goetz, Rainald Klage 2008
Bachmann, Ingeborg; Celan, Paul Herrzeit: Briefwechsel 2008
Tellkamp, Uwe Der Turm 2008
Berg, Sibylle Der Mann schläft 2009
Tatsumi, Yoshihiro A Drifting Life 2009
Atwood, Margaret The Year of the Flood 2009
Verghese, Abraham Cutting for Stone 2009
Davis, Lydia The Collected Stories 2009
Marlantes, Karl Matterhorn 2009
Mora, Terézia Der einzige Mann auf dem Kontinent 2009
Fforde, Jasper Shades of Grey 2009
Demick, Barbara Nothing to envy: Ordinary Lives in North Korea 2009
Wertz, Julia Drinking at the Movies 2010
Leavitt, Sarah Tangles 2010
Skloot, Rebecca The immortal Life of Henrietta Lacks 2010
Orringer, Julie The invisible Bridge 2010
Stevens, Chevy Still Missing 2010
Zander, Judith Dinge, die wir heute sagten 2010
Herrndorf, Wolfgang Tschick 2010
Klein, Georg Roman unserer Kindheit 2010
Meyer, Clemens Gewalten 2010
Sandig, Ulrike Almut Flamingos 2010
Schmidt, Gary D. Okay for now 2011
Hens, Gregor Nikotin 2011
Barnes, Julian The Sense of an Ending 2011
Cline, Ernest Ready Player One 2011
Geiger, Arno Der alte König in seinem Exil 2011
Towles, Amor Rules of Civility 2011
Rosenfeld, Astrid Adams Erbe 2011
Randt, Leif Schimmernder Dunst über CobyCounty 2011
Brandt, Jan Gegen die Welt 2011
Mansfield, Catherine The Collected Stories 1911-1924

.

nach Autorennamen sortiert:

Adichie, Chimamanda Ngozi Die Hälfte der Sonne 2006
Agee, Edward & Evans, Walker Let us now praise famous Men 1941
Alameddine, Rabih The Hakawati 2008
Algren, Nelson The Man with the golden Arm 1949
Allende, Isabel Das Geisterhaus 1982
Angelou, Maya I know why the caged Bird sings 1968
Atwood, Margaret Oryx and Crake 2003
Atwood, Margaret The Year of the Flood 2009
Babel, Isaac Die Reiterarmee 1919
Bachmann, Ingeborg; Celan, Paul Herrzeit: Briefwechsel 2008
Baker, Nicholson Human Smoke 2008
Baldwin, James The Fire Next Time 1963
Ballard, J.G. High-Rise 1975
Barker, Clive The Thief of Always 1992
Barnes, Julian The Sense of an Ending 2011
Barry, Lynda One Hundred Demons 2002
Barthes, Roland Mythen des Alltags 1957
Bartis, Attila Die Ruhe 2001
Bellow, Saul The Adventures of Augie March 1949
Benioff, David City of Thieves 2008
Berg, Sibylle Der Mann schläft 2009
Bernhard, Thomas Korrektur. 1979
Bernhard, Thomas Holzfällen 1984
Berry, Wendell Jayber Crow 2000
Bolagno, Roberto 2666 2000
Bolagno, Roberto Lumpenroman 2007
Böll, Heinrich Ansichten eines Clowns 1963
Borges, Jorge Luis Das Aleph 1949
Borges, Jorge Luis Im Labyrinth 1962
Bowles, Paul Spider’s House 1955
Bowles, Paul Their Heads are green and their Hands are blue 1984
Boyd, William Any Human Heart 2002
Brandt, Jan Gegen die Welt 2011
Brautigan, Richard Die Abtreibung 1971
Brennert, Alan Moloka’i 2003
Broch, Hermann Der Schlafwandler 1978
Brooks, Max World War Z 2006
Bunin, Iwan Dunkle Alleen 1943
Burnett, Frances Hodgson The Secret Garden 1911
Butler, Octavia E. Kindred 1979
Card, Orson Scott Ender’s Game 1985
Carver, Raymond Cathedral 1987
Cather, Willa Neighbour Rosicky 1976
Céline, Louis-Ferdinand Reise ans Ende der Nacht 1932
Chandler, Raymond The long Goodbye 1953
Chomsky, Noam Manufacturing Consent 1988
Cline, Ernest Ready Player One 2011
Coetzee, J.M. Warten auf die Barbaren 1980
Collins, Wilkie The Woman in White 1859
Cortázar, Julio Rayuela. Himmel und Hölle. 1963
Courtenay, Bryce The Power of One 1989
Crowley, John Little, Big 1981
Dangarembga, Tsitsi Nervous Conditions 1988
Dath, Dietmar Für immer in Honig 2005
Davis, Lydia The Collected Stories 2009
de Maupassant, Guy Die Erbschaft 1887
Demick, Barbara Nothing to envy: Ordinary Lives in North Korea 2009
Diamant, Anita The Red Tent 1997
Dickens, Charles Our mutual Friend 1865
Didion, Joan The White Album 1979
Doctorow, E.L. The Book of Daniel 1971
Du Bois, W.E.B. The Souls of Black Folks 1903
du Maurier, Daphne Rebecca 1938
Duras, Maruerite Der Schmerz 1985
Durrell, Lawrence Justine 1957
Dyer, Geoff The Colour of Memory 1990
Eggers, Dave What is the What 2006
Eisner, Will A Contract With God 1978
Ellroy, James American Tabloid 1995
Fallada, Hans Wer einmal aus dem Blechnapf frißt 1934
Fallada, Hans Jeder stirbt für sich allein 1947
Fanon, Frantz Die Verdammten dieser Erde 1961
Fante, John Ask the Dust 1939
Faulkner, William Light in August 1932
Fforde, Jasper Shades of Grey 2009
Foucault, Michel Überwachen und Strafen: Die Geburt des Gefängnis‘ 1975
Fowles, John The Magus 1965
Frankl, Viktor Emil Man’s Search for Meaning 1946
Frisch, Max Stiller 1954
Fry, Stephen Moab is my Washpot 1997
Gaddis, William JR 1975
Gaskell, Elizabeth Wives and Daughters 1866
Geiger, Arno Der alte König in seinem Exil 2011
Ginzburg, Natalia Alle unsere Gestern 1952
Goetz, Rainald Klage 2008
Gourevitch, Philip We wish to inform you that tomorrow we will be killed with our Families 1998
Greene, Graham The Power and the Glory 1940
Greene, Graham The End of the Affair 1951
Greene, Graham The quiet American 1955
Grossman, Vasily Leben und Schicksal 1989
Gruenter, Undine Der verschlossene Garten 2004
Hale, Shannon The Goose Girl 2003
Halldór Laxness Sein eigener Herr 1935
Hamilton, Patrick Hangover Square 1941
Hamsun, Knut Hunger 1890
Handke, Peter Langsame Heimkehr 1979
Hanff, Helene 84, Charing Cross Road 1970
Harkaway, Nick The gone-away World 2008
Haushofer, Marlen Die Wand 1962
Heller, Joseph Catch-22 1961
Helprin, Mark Winter’s Tale 1959
Hens, Gregor Nikotin 2011
Hernandez, Gilbert Palomar: The Heartbreak Soup Stories 2003
Herrndorf, Wolfgang Tschick 2010
Hill, Lawrence The Book of Negroes 2007
Hillers, Marta Eine Frau in Berlin 1954
Hofstadter, Douglas Gödel, Escher, Bach 1979
Hornschemeier, Paul Mother, Come Home 2003
Irving, John A Prayer for Owen Meany 1989
Ivo Andrić Die Brücke über die Drina 1943
Jackson, Shirley We have always lived in the Castle 1962
Johnson, Crockett Harold and the purple Crayon 1955
Johnson, Denis Jesus‘ Son 1992
Jones, James From here to Eternity 1950
Joris-Karl Huysmans Gegen den Strich 1884
Kapuscinski, Ryszard Imperium 1993
Kapuscinski, Ryszard Afrikanisches Fieber 1998
Kästner, Erich Fabian 1931
Kawabata, Yasunari Ein Kirschbaum im Winter 1954
Kertész, Imre Roman eines Schicksallosen 1975
Kesey, Ken Sometimes a great Notion 1963
Kirkman, Robert Invincible 2003
Kleeberg, Michael Karlmann 2007
Klein, Georg Roman unserer Kindheit 2010
Klein, Naomi The Shock Doctrine 2007
Köhlmeier, Michael Abendland 2007
Kundera, Milan Die Unsterblichkeit 1990
Lamb, Wally I know this much is true 1998
Leavitt, Sarah Tangles 2010
Lenz, Siegfried Deutschstunde 1968
Lermontov, Mikhail Ein Held unserer Zeit 1840
Lethem, Jonathan Motherless Brooklyn 1999
Levi, Primo Das Periodische System 1975
Levithan, David The Realm of Possibility 2004
Llosa, Mario Vargas Gespräch in der Kathedrale 1969
Mann, Klaus Der Wendepunkt 1942
Mansfield, Catherine The Collected Stories 1911-1924
Marías, Javier Dein Gesicht morgen 2001
Marlantes, Karl Matterhorn 2009
Martin, George R.R. A Game of Thrones 1996
Maugham, W. Somerset The Razor’s Edge 1943
McCarthy, Cormac Blood Meridian 1985
McCullers, Carson The Heart is a lonely Hunter 1940
McLuhan, Marshall The Gutenberg Galaxy 1962
McLuhan, Marshall The Medium is the Message 1967
McMurty, Larry Lonesome Dove 1985
Meyer, Clemens Als wir träumten 2006
Meyer, Clemens Gewalten 2010
Mitchell, David Ghostwritten 1999
Mitchell, Joseph Up the old Hotel 1992
Moore, Alan V for Vendetta 1988
Mora, Terézia Der einzige Mann auf dem Kontinent 2009
Moravia, Alberto Verachtung 1954
Müller, Herta Der König verneigt sich und tötet 2003
Musil, Robert Der Mann ohne Eigenschaften 1933
Nace, Don Drawn Out 2005
Ness, Patrick The Knife of never letting go 2008
Nilsen, Anders Don’t go where I can’t follow 2007
O’Brien, Tim The Things they carried 1990
O’Connor, Flannery The Complete Stories 1971
O’Neill, Jamie At Swim, two Boys 2000
Oksanen, Sofi Fegefeuer 2007
Orringer, Julie The invisible Bridge 2010
Orwell, George A Collection of Essay 1931
Orwell, George Down and out in Paris and London 1933
Osang, Alexander Die Nachrichten 2000
Oz, Amos Ein anderer Ort 1973
Özdogan, Selim Die Tochter des Schmieds 2005
Peace, David The damned Utd 2006
Perec, Georges Das Leben. Gebrauchsanweisung. 1978
Perkins Gilman, Charlotte The Yellow Wall-Paper 1892
Pessoa, Fernando Das Buch der Unruhe 1982
Powers, Richard The Time of our Singing 2002
Price, Richard Clockers 1992
Puzo, Mario The Godfather 1969
Pym, Barbara Excellent Women 1952
Pynchon, Thomas Against the Day 2006
Rabagliati, Michel Paul Goes Fishing 2006
Randt, Leif Schimmernder Dunst über CobyCounty 2011
Remarque, Erich Maria Der Weg zurück 1931
Rhys, Jean Good Morning, Midnight 1939
Rilke, Rainer Maria Briefe an einen jungen Dichter 1929
Rinck, Monika Ah, das Love-Ding! 2006
Robinson, Marilynne Housekeeping 1980
Rosenfeld, Astrid Adams Erbe 2011
Roth, Henry Mercy of a rude Stream 1990
Roth, Philip American Pastoral 1997
Rothfuss, Patrick The Name of the Wind 2007
Ruff, Matt Fool on the Hill 1988
Ruff, Matt Set this House in Order 2003
Sacco, Joe Safe Area Gorazde 2000
Salih, Tayeb Zeit der Nordwanderung 1969
Salinger, J.D. Fanny and Zooey 1955
Sandig, Ulrike Almut Flamingos 2010
Saramago, José Die Stadt der Blinden 1995
Schmidt, Gary D. Okay for now 2011
Schrott, Raoul Tristan da Cunha 2003
Selznick, Hugo The Invention of Hugo Cabret 2007
Shilts, Randy And the Band played on 1987
Simmel, Johannes Mario Liebe ist nur ein Wort 1963
Simon, David Homicide 1991
Sims, Dave Cerebus 1981
Sister Souljah The coldest Winter ever 1999
Skloot, Rebecca The immortal Life of Henrietta Lacks 2010
Smith, Betty A Tree grows in Brooklyn 1943
Solzhenitsyn, Aleksandr Krebsstation 1967
Solzhenitsyn, Aleksandr Im ersten Kreis 1968
Soseki, Natsume Kokoro 1914
Stegner, Wallace Angel of Repose 1971
Stevens, Chevy Still Missing 2010
Strugatsky, Boris und Arkady Picknick am Wegesrand 1972
Styron, William Sophie’s Choice 1979
Talese, Gay Fame and Obscurity 1970
Tanizaki, Junichiro Lob des Schattens 1934
Tanizaki, Junichiro The Makiota Sisters 1948
Tatsumi, Yoshihiro A Drifting Life 2009
Tellkamp, Uwe Der Turm 2008
Terkel, Studs Race 1992
Towles, Amor Rules of Civility 2011
Tsukiyama, Gail The Samurai’s Garden 1994
Tuchman, Barbara Wertheim The Guns of August 1962
Turgenev, Ivan Tagebuch eines überflüssigen Menschen 1850
Undset, Sigrid Kristin Lavranstochter 1920
Verghese, Abraham Cutting for Stone 2009
Vidal, Gore Lincoln 1984
von Arnim, Elizabeth The enchanted April 1922
von Doderer, Heimito Die Strudlhofstiege 1951
von Doderer, Heimito Die Dämonen 1965
Vonnegut, Kurt Cat’s Cradle 1963
Vonnegut, Kurt Breakfast for Chamions 1973
Wallace, David Foster Consider the Lobster 2005
Walser, Martin Brandung 1987
Waugh, Evelyn Brideshead Revisited 1945
Wertz, Julia Drinking at the Movies 2010
Wharton, Edith The House of Mirth 1905
Wiesel, Elie Night and Day 1960
Wodehouse, P.G. The Code of the Woosters 1938
Wolf, Christa Kindheitsmuster 1977
Wolf, Christa Kein Ort. Nirgends. 1979
Wolfe, Thomas The Web and the Rock 1939
Wolff, Tobias This Boy’s Life 1989
Woolf, Virginia A Room of one’s own 1928
Woolf, Virginia The Waves 1931
Wright, Richard Native Son 1940
Záfon, Carlos Ruiz Der Schatten des Windes 2003
Zamyatin, Yevgeny Wir 1920
Zander, Judith Dinge, die wir heute sagten 2010
Zarev, Vladimir Zerfall 2003
Zola, Émile Germinal 1885
Zweig, Stefan Die Welt von gestern: Erinnerungen eines Europäers 1943
Zypkin, Leonid Ein Sommer in Baden-Baden 1984

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Update, November 2011: gelesene Bücher

[Sobald ich 10 Bücher aus der Liste gelesen habe, ergänze ich die Liste um 10 neue (Ersatz-)Kandidaten.]

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verwandte Links:

deutsche Romane 2011: Empfehlungen / Hoffnungsträger

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Perlentaucher listet alle Rezensionen aller deutschsprachigen Prosawerke des Jahres auf einer eigenen Seite (Link): 170 Bücher zu 2011.

Am Freitag ging ich durch die Liste und fand meine Favoriten:

Interessante, kuriose, vielversprechende Romane 2011.

Hier 24 Titel, auf die ich einen genaueren Blick werfen will:

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kein gutes Gefühl – aber gute Kritiken:

gute Ansätze – aber kein gutes Gefühl:

gutes Gefühl – aber das Thema liegt mir nicht:

solide – das werde ich lesen:

Favoriten – das lese ich bald:

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bereits gelesen, dieses Jahr:

  • Astrid Rosenfeld: „Adams Erbe“, 384 Seiten, Diogenes [die ersten 130 Seiten: klingt wie schlechter John Irving. Enttäuschend!]

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Update: Hier auch eine Goodreads-Liste von mir, zum Ergänzen und Voten: Belletristrik 2011 – deutschsprachige Romane (Link)

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verwandte Links:

  • Buchtipps 2011: meine Lieblingsbücher des Jahres (Link)
  • Buchmesse 2011: Favoriten und Enttäuschungen (Link)
  • der deutsche Buchpreis 2011: Übersicht der nominierten Titel (Link)
  • meine Literaturempfehlungen für September 2011 (Link)
  • junge deutschsprachige Literatur: 50 Empfehlungen (Link)
  • 10 neue US-Fernsehserien: Empfehlungen (Link)