Mangas

Die besten Comics & Graphic Novels 2018: meine Empfehlungen bei Deutschlandfunk Kultur

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meine 20 Lieblings-Comics 2015, kurz vorgestellt: Link

meine 20 Lieblings-Comics 2016, kurz vorgestellt: Link

meine 20 Lieblings-Comics 2017, kurz vorgestellt: Link

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heute: meine Top 20 fürs Jahr 2018.

Ausführliche Texte etc. kurz nach Weihnachten bei Deutschlandfunk Kultur.

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20. Flavor

Autor: Joseph Keatinge, Zeichner: Wook Jin Clark.

Image Comics, seit Mai 2018.

6+ Hefte in 1+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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19. Joe Shuster: Der Vater der Superhelden

Autor: Julian Voloj, Zeichner: Thomas Campi

Super Genius, 2018. Deutsch bei Carlsen.

180 Seiten, abgeschlossen.

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18. Infidel

Autor: Pornsak Pichetshote, Zeichner: Aaron Campbell

Image Comics, März bis Juli 2018.

5 Hefte/ein Sammelband, abgeschlossen.

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17. Runaways

Autorin: Rainbow Rowell, Zeichner: meist Kris Anka

Marvel Comics, seit September 2017.

15+ Hefte in 3+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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16. Ice Cream Man

Autor: W. Maxwell Prince, Zeichner: Martin Morazzo.

Image Comics, seit Januar 2018.

8+ Hefte in 2+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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15. Incognegro & Incognegro: Renaissance

Autor: Mat Johnson, Zeichner: Warren Pleece

Vertigo/DC Comics (Incognegro: 2008) und Berger Books/Dark Horse Comics (Renaissance: 2018)

Zwei abgeschlossene Geschichten mit je ca. 120 Seiten, beides erst in je 5 Heften erschienen, dann als Sammelband.

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14. Crowded

Autor: Christopher Sebela, Zeichner*in: Ro Stein

Image Comics, seit August 2018.

4+ Hefte; alle 6 Hefte erscheint ein Sammelband: wird fortgesetzt.

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13. Unerschrocken: 15 Porträts außergewöhnlicher Frauen (2 Bände, je 15 Porträts)

Autorin und Zeichnerin: Penelope Bagieu

Gallimard, 2016 und 2017. Deutsch bei Reprodukt, 2017 und 18.144 Seiten (Band 1), 168 Seiten (Band 2), abgeschlossen.

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12. Days of Hate

Autor: Ales Kot, Zeichner: Danijel Zezelj

Image Comics, Januar 2018 bis Januar 2019.

12 Hefte in 2 Sammelbänden, davon 11 bereits erschienen; danach abgeschlossen.

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11. Mr. Miracle

Autor: Tom King, Zeichner: Mitch Gerads

DC Comics, August 2017 bis November 2018.

12 Hefte in 2 Sammelbänden, abgeschlossen.

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10. Shimanami Tasogare

geschrieben und gezeichnet trans Zeichner*x Yuhki Kamatani

Shogakukan, März 2015 bis Mai 2018.

21 Kapitel in vier Sammelbänden, abgeschlossen.

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09. Der Umfall

Autor und Zeichner: Mikael Ross

Avant Verlag, 2018.

128 Seiten, abgeschlossen.

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08. Saga

Autor: Brian K. Vaughan, Zeichnerin: Fiona Staples

Image Comics, seit März 2012.

54+ Hefte in 9+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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07. Go Go Power Rangers

Autor: Ryan Parrott, Zeichner: Dan Mora; später Eleonora Carlini

Boom! Studios, seit Juli 2017.

14+ Hefte in 3+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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06. Girlsplaining; Der Ursprung der Welt; Der Ursprung der Liebe

Katja Klengel (Autorin und Zeichnerin), Reprodukt Verlag.

160 Seiten, 2018. („Girlsplaining“)

Liv Strömquist (Autorin und Zeichnerin), Avant Verlag.

(„Welt“: 140 Seiten, 2017. „Liebe“: 136 Seiten, 2018.)

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05. Eine Schwester

Autor und Zeichner: Bastien Vivès

Casterman, 2017. Deutsch bei Reprodukt, 2018.

216 Seiten, abgeschlossen.

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04. Kingdom

Autor und Zeichner: Jon McNaught

Nobrow Press, 2018.

112 Seiten, abgeschlossen.

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03. Space Brothers

Autor und Zeichner: Chuya Koyama

Kodansha, seit Ende 2007.

327+ Kapitel in 34+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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02. Drei Wege

Autorin und Zeichnerin: Julia Zeijn

Avant Verlag, 2018.

184 Seiten, abgeschlossen.

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01. Vinland Saga

Autor und Zeichner: Makoto Yukimura

Kodansha, seit Juli 2005.

155+ Kapitel in 21+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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Warum ich keine Comics lese: Argumente gegen Mangas und Graphic Novels. [Montagsfrage, deutsche Buchblogs]

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Comics sind humorvolle Unterhaltung für zwischendurch, aber nicht wirkliche Lektüre.

Ich denke, das ist eher was für nebenbei.

Man kann es auch gar nicht mit echten Büchern vergleichen: Romane sind einfach viel mehr Literatur.

Bücher haben doch eine ganz andere Tragweite.

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Ich will mir eine Geschichte selbst ausmalen.

Das geschriebene Wort ist einfach viel schöner, und man kann seiner Fantasie freien Lauf lassen.

Es geht doch nichts über einen echten Roman, der Figuren und Schauplätze auch ohne Bild zu malen fähig ist.

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Comics liegen bei uns am Klo. Für mehr Lektüre als kurze Bildgeschichten ist oft gar keine Zeit.

Bücher finde ich doch wertiger.

Seit ich Bücher ohne Bilder lesen kann, mache ich das auch.

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Als Kind war es irgendwie normal, Comics zu lesen. „Asterix & Obelix“ und „Tim & Struppi“ haben wir gefühlt alle gelesen, oder? Das gehört wohl zur Grundbildung dazu. Mein Papa hat gern die Asterix-Hefte gelesen. Wir Kinder kamen natürlich damit in Berührung, auch wenn das meiner Mama nicht so gut gefiel. Weil ich zur Waldorfschule ging, war es sogar etwas verpönt und nicht gern gesehen. Mangels Büchern im elterlichen Haushalt habe ich eben mit Comics begonnen.

Irgendwann im Alter von acht oder neun Jahren hatte ich keine Lust mehr auf Comics oder der Reiz war einfach weg.

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Mein bester Freund liest noch heute die alten Comics, um sich aufzuheitern. Ich habe mein Abo der „Lustigen Taschenbücher“ gekündigt, weil ich merkte, dass hier keine Geschichten mehr für mich geschrieben werden. Die LTBs waren immer zu schnell ausgelesen. Ich vermute, heute würden sie mich nicht mehr begeistern. Ich will sie nicht lesen, um meine Kindheitserinnerungen nicht zu verfälschen.

Die paar Comics von damals sind gegen die Masse der gelesenen Bücher eigentlich kaum der Rede wert.

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Viele Leser hat das sicher auf den Weg zu „echten“ Büchern geführt.

Ich finde Comics für die Entwicklung sehr nützlich.

Je älter ich aber wurde, desto weniger konnten sie mich in den Bann ziehen.

Mir sind die Geschichten einfach zu „flach“. Als Lückenfüller beim Arzt ganz ok, aber ansonsten fehlt der Reiz. Ich kann nichts daran finden.

Für viele Leser sind Comics der Einstieg in die Welt der Romane.

Ich habe die Fähigkeit erworben, Bücher ohne Bilder zu lesen. Darauf war ich stolz, also zieh ich das jetzt durch.

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Für Mangas habe ich mich noch nie interessiert. Mit Comics bzw. Mangas konnte ich noch nie etwas anfangen. Um ehrlich zu sein, kann ich da nicht mal einen Unterschied erkennen. Ich weiß so wenig über Comics und Graphic Novels, dass mir nicht mal klar war, dass es da einen Unterschied gibt. An der Comicecke in der Bücherei oder der Buchhandlung laufe ich schnurstracks vorbei und würdige sie keines Blickes.

Mangas rühre ich im Traum nicht an. Auf den Manga-Zug bin ich nie aufgesprungen, weil mir die Darstellung mit den übergroßen Augen und schmalen Mündern der Manga-Menschen nie gefallen hat. Wahrscheinlich gehöre ich mit meiner Generation auch nicht mehr zu der Zielgruppe: In meiner Kindheit gab es Mangas noch gar nicht.

Die Schreibweise von Mangas hat mich übelst verwirrt. Mich irritieren diese ganzen Bilder und die Sprechblasen und dieses Von-hinten-nach-vorne-Lesen einfach nur total – das ist nicht meins.

Man muss ja auch nicht jeden Trend mitgehen.

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Mich machen überladene Comics/Manga nervös. Es passiert zu viel auf einer Seite, meine Augen wissen nicht, wo sie beginnen und wo enden sollen. Ganz übel ist es, wenn sich bunte Seiten mit schwarz-weißen abwechseln.

Ich schaue auch nur wenige Serien/Filme: zu viel, zu schnell. Ich mag nur selten Buchverfilmungen. Also liegt mein Unwillen wohl daran, dass ich mir ungern in mein Kopfkino reinpfuschen lasse: Ich habe oft sehr spezifische Vorstellungen, und wenn eine Zeichnung (oder andere Darstellung) so gar nicht damit übereinstimmt, bringt mich das total aus dem Konzept.

So kunstvoll ein Comic auch gezeichnet sein mag, ich konzentriere mich viel zu sehr auf den Text, der für mich dann logischerweise zu wenig hergibt. Das ist für mich also kein Lesevergnügen so wie ich es verstehe. Denn ich habe Freude an Formulierungen, an poetischen Beschreibungen, an der Sprache, dem Erzählstil. All das finde ich beim Comic nicht bzw. steckt eben das in den Bildern, die ich nicht zu würdigen weiß.

Für mich persönlich ist das Lesen eines Romanes einfacher und flüssiger.

Ich hab gleich mit den richtig fetten Schinken losgelegt.

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Ich bewundere heute noch Wilhelm Busch mit seinem ausdrucksstarken Zeichentalent und seinen treffenden Texten mit viel Witz dahinter.

Aber heute müssen es Bücher sein.

Ich lese zwar nicht nur Romane (sondern auch Fachbücher), aber mit Comics habe ich abgeschlossen. Das ist nicht meine Welt.

Ein weiterer Grund, weshalb ich nie einen Comic oder einen Manga in die Hand nehme ist, dass mich beides schon als Kind nicht interessiert hat. Ich glaube, es ist schwer, für so etwas noch im Nachhinein seine Leidenschaft zu entdecken. Viele scheinen mit Comics gestartet zu sein und sich dann weiterentwickelt zu haben.

Ich lese höchstens mal die Comics aus der Tageszeitung oder sehe mir ein paar online an. Aber extra einen Manga kaufen oder eine Graphic Novel, das wäre nichts für mich. Gezeichnete Geschichten sind für mich eine zusätzliche, humorvolle Ablenkung, die ich mehr nebenbei zur Erheiterung mal lese, aber nicht Lektüre als solches. Ein witziger Zeitvertreib, etwas um sich alleine zu amüsieren und lachen, aber keine Lektüre zum Sich-Hineinversetzen und Wegtauchen. Eine Unterbrechung beim Lesen von Comics ist viel weniger schlimm, als wenn ich einen Roman lese.

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Mangas waren nur gut während dem Studium, wenn ich Zug gefahren bin. Da konnte ich mich nie so gut auf Bücher konzentrieren, wegen den ganzen Gesprächen um mich.

Als ich damals angefangen habe, kosteten Mangas meist um die 5 €, was für mich absolut vertretbar war. Irgendwann wurden die Preise erhöht und ich wurde zu geizig, um Mangas für 6,50 € zu kaufen. Für mich stimmte dann das Verhältnis zwischen dem Preis und der Lesezeit einfach nicht mehr. Mit einem Roman, der 8 oder 10 Euro kostet, kann ich mich viel länger beschäftigen.

Was mich nervt, ist die Tatsache, dass sie sehr schnell ausgelesen sind. Ich muss sagen, dass sie mir meist den Preis nicht wert sind, dafür dass man super schnell damit durch ist und ich die Zeichnungen auch gar nicht angemessen würdige, sondern aus Ungeduld immer direkt zur Sprechblase springe und den Rest eher am Rande wahrnehme.

Verglichen mit normalen Taschenbüchern sind Comics schweineteuer.

Bei mir stehen auch zu viele Bücher, die noch gelesen werden wollen. Daher werde ich sicherlich mir nicht noch eine Buchform wie Comic oder Manga auswählen. Ich habe a) viel zu wenig Platz in meinen Bücherregalen und b) viel zu wenig Geld auf meinem Konto, um eine eigene Sammlung anzulegen.

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In meiner Jugend habe ich mich an die X-Men gewagt (und auch andere Superheldencomics gelesen), aber so richtig warm geworden bin ich damit nicht. Ich mag Superheldenfilme und auch gegen die animierten Serien habe ich nichts. Aber die Comics reizen mich nicht.

Ich würde super gerne ins Marvel- und DC-Universum eintauchen, finde aber keinen guten Anfangspunkt. Wollte man chronologisch anfangen, müsste man sich doch diese unverschämt teuren Uralt-Ausgaben anschaffen, oder sehe ich das falsch? Bei Marvel und DC habe ich irgendwie immer eine so düstere Stimmung im Kopf.

Im Bereich Comic ist die Mädchen-Jungs-Trennung noch absurd deutlich.

Der Blick auf die herkömmliche Comic-Branche zeigt, wie mager starke weibliche Charaktere und Protagonistinnen waren und es trotz Verbesserungen eigentlich auch heute noch sind. Vor allem mit den Manga-Gesichtern tue ich mich oft schwer. Meist gefallen mir eher die Szenenzeichnungen im Hintergrund. Ich las noch so eine Manga-Reihe mit rotem Cover. Ich weiß leider nicht mehr wie er heißt und worum es geht. Irgendwas mit Schule und Liebe, erschienen bei Tokyopop. Mit dem Alter hat das Lesen von Mangas nachgelassen. Das liegt, denke ich vor allem daran, dass in Deutschland wenige Mangas mit starken und reifen/älteren Charakterinnen existieren.

Warum ich das aufgegeben habe, weiß ich gar nicht. Ich wurde einfach älter und habe den Reiz daran verloren.

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Mangas und Comics sind mir mittlerweile nicht mehr ernst genug.

Da lese ich doch lieber einen Fließtext!

Mittlerweile, muss ich gestehen, übersehe ich die Illustrationen und lese nur noch den vorhanden Text. Ich weiß auch nicht woran das liegen mag, dass ich die wunderschönen, schaurigen oder aber auch bedrückenden Bilder nicht mehr so wahrnehme wie damals. Vielleicht weil man heute zu übersättigt ist von Bildern? Vielleicht aber auch, weil mich die Sprache mehr reizt.

Ich finde gezeichnete Geschichten gut, wenn man nicht viel Zeit zu lesen hat oder eher etwas Leichtes lesen möchte. Ganz selten greife ich noch danach: Wenn ich in Erinnerungen schwelgen oder einfach ein bisschen abschalten und entspannen möchte.

Eigentlich nicht aus reinen Interesse, sondern eher um die Zeit tot zu schlagen

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Graphic Novels sind Romane, als „Comic“ gezeichnet. Natürlich kann man das nicht mit Romanen vergleichen.

Bei Comics fehlt mir etwas und es ist für mich auch kein richtiges Lesen. Lesen ist für mich, wenn ich völlig in eine Geschichte eintauchen kann, die Charaktere mit all ihren Facetten kennen lerne und entweder mag oder nicht.

Gerade für Graphic Novels muss man ja auch erst einmal in der richtigen Stimmung sein, finde ich. Ich wüsste noch nicht mal, wo ich da anfangen sollte, so viele gibt es da schon. Der Markt scheint ja ziemlich geflutet zu sein. Mir fehlt einfach der Überblick über das Medium, um einen Ansatzpunkt zu finden, ohne eine Menge Fehlkäufe zu tätigen.

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Damit ich ein Comic kaufe, muss mich der Zeichenstil einfach umhauen. Ich verstehe, dass man den künstlerischen Aspekt einer tollen Zeichnung schätzen kann. Aber dafür würde mir z.B. ein einzelnes Bild mit einer entscheidenden Szene reichen, das ganze Buch müsste ich nicht auf diese Art erzählt bekommen.

Wenn mir die Zeichnungen nicht gefallen, dann hat die Story oft auch keine Chance. Ich habe noch keinen Comic gefunden, wo für mich „alles passt“

Wobei ich mich schon für eine Reihe begeistern könnte, wenn ich nur die richtige finden würde.

Das Erlebnis beim Romanelesen ist meiner Ansicht nach intensiver (und länger).

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Meine Fantasie passt einfach besser zu den Protagonisten, als sie beschrieben werden. Das verfälscht aber oftmals die Intention des Autors, der sich ja etwas dabei gedacht hat, den Charakter SO darzustellen. Ein Manga lässt hier nicht viel Interpretationsspielraum. Man bekommt deutlich – schwarz auf weiß – gezeigt, wie der Charakter aussieht, ob er eher ein kalter oder gefühlvoller Mensch ist. Hier wird das Augenmerk auf die Mimik und nicht auf das geschriebene Wort gelegt. Bei den passenden Genres ist das eine willkommene Abwechslung für mein Gehirn – mal wenig mitdenken zu müssen, tut wirklich gut.

Ich lese gerne Bücher und lasse meine Fantasie spielen, genieße aber trotzdem ab und an, dass ich bei Comics komplett abschalten kann und Bilder vorgegeben bekomme.

Grundsätzlich bin ich nicht dagegen.

Ich bin aber eher der Romantyp.

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Beim Lesen geht es mir wirklich um das Wort und nicht um die optische Gestaltung.

In ein Buch lasse ich mich komplett fallen, sinke da viel tiefer ein als in eine Comicgeschichte.

Dann kommt mein Kopfkino zum Einsatz und ich lasse mich entführen in fremde Welten, wie es ein Comic nie könnte.

Ich bemühe lieber das Kopfkino als mir eine optische Ergänzung der Geschichte vorsetzen zu lassen. Das Kopfkino ist meiner Meinung nach auch viel vielfältiger. Ich brauche die Möglichkeit, mir selbst auszumalen zu können, wie eine Figur, wie eine Umgebung aussieht.

Wenn ich mich beim Lesen zwischen den Buchdeckeln verliere, habe ich mich zu 99,9% in die Wörter verliebt – Wörter können schön sein, Wörter können mehr verletzen als ein Messer – und nicht in die optische Gestaltung.

Das ist einfach nicht mein Medium, weil es zu viel vorgibt, was ich mir (was wir uns) lieber selbst ausmalen wollen.

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Das hier war kein Text von mir – sondern eine Collage aus 70 Blogbeiträgen von:

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1. Motte Enna – BücherregalSchätze 25. Charleens Traumbibliothek 49. Pineapples BookNook
2. Holla die Buchfee 26. Bücher in meiner Hand 50. PaperbackStories
3. Aequitas et Veritas 27. msmedlock 51. Ruby
4. Sheena 28. LeesBücher! 52. sanne von Wortgestalten
5. Gabis Laberladen 29. Nisnis Bücherliebe 53. Little Book Obsession
6. Ladysmartypants 30. Kerstin Wörterkatze 54. Ghost
7. wortmagieblog 31. Nenis Welt 55. Conny | Meine kleine Welt
8. Bücherkiste 32. Corly 56. Liv
9. Kiras kleine Leseecke 33. away from here 57. schraeglesen
10. Der Büchernarr 34. Tessa Jones 58. Anna von liveyourlifewithbooks
11. Buchträumerin 35. Julia L. Jordan 59. Lauter&Leise | Antonia
12. Buchperlenblog 36. Nicoles Bücherwelt 60. Klusi liest
13. VonDerZeitBeseelt 37. Myna Kaltschnee 61. Melanie von Bücher sind Schiffe, …
14. Bucheulchen Lisa 38. Wulf | Medienjournal 62. geschichtenfaenger
15. Katja | Zwischen den Seiten 39. Anni_Book 63. libris_poison
16. sommerlese 40. Lesefieber-Buchpost 64. Mein Lesezeichen Blog
17. Tintenblüte 41. Leuchtturmwaerterins Buechertuermchen 65. My Book&Serie&Movie Blog
18. Büchertänzerin 42. Mein Senf für die Welt 66. Määds Books
19. Unendliche Geschichte 43. Sarah von ZeilenSprung – Literatur erleben 67. Sven von It’s a Blob
20. Moony || Vollmondschatten 44. Buch – „Bloggade“ 68. vro jongliert
21. Beutelwolf-Blog 45. Shanlira`s Bücherwelt 69. Schwarzbuntgestreift
22. Linda // dufttrunken 46. Nela | Livricieux 70. Bettina von Bookish Moments
23. Tinte | Feder | Schwert 47. bookish-heart-dreams 71. Buchweiser
24. Gedankenwelt von Denise & Antonia 48. RaspberryBook 72. Tarika (Tarikas Orbit)

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Buchbloggerin Svenja Borghans fragte auf ihrem Blog Buchfresserchen als „Montagsfrage“ in die Runde:

„Ich arbeite als Illustratorin und lese ganz gerne mal eine gezeichnete Geschichte statt eines klassischen Romans: Ein Bild sagt eben doch oft mehr als 1000 Worte. Wie ist das bei euch?“

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Ich las alle 70+ Antwort-Blogposts und trug zusammen, was viele Buchblogger*innnen an Comics verwirrt, langweilt, abstößt oder kalt lässt, im obigen Text.

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Ich selbst liebe Comics und bespreche/empfehle sie u.a. beim Berliner Tagesspiegel und bei Deutschlandradio Kultur.

Ich freue mich, wenn mich Menschen nach persönlichen Comictipps und Empfehlungen zum Einstieg fragen – gern z.B. via Facebook.

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Falls ihr nur EINEN Comic probieren wollt: Nehmt „Daytripper“ von Fabio Moon und Gabriel Ba.

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drei Blogposts zur Montagsfrage, die ich mochte und empfehle:

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als Gegengewicht:

Zitate aus Buchblogs, deren Autor*innen GERN Comics lesen… und ihre Gründe:

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  • Man taucht nicht nur in die Fantasie des Autors, sondern auch gleich noch in die des Zeichners ein.
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  • Ich finds toll, wenn man manchmal keine Worte braucht und trotzdem die Geschichte versteht.
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  • Da spielen Bild und Wort einander den Ball zu, da erzählt eine Zeichnung ohne eine einzige Sprechblase einen eigenen Teil der Handlung. Das Bild dient dabei nicht dazu, dem Leser die Vorstellungsarbeit abzunehmen.
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  • Die Vielfalt von Comics steht der von Romanen in nichts nach, so dass für jeden Geschmack etwas zu finden sein sollte. Und so sehr ich es schätze, wenn es einem Buch gelingt, eine fiktive Welt vor meinem inneren Auge lebendig werden zu lassen, so schön ist es doch manchmal, sich die Visionen und Ideen anderer Leute direkt präsentieren zu lassen, wobei hier eben ähnlich wie im Film vieles auch einfach nur gezeigt, nicht erzählt werden muss, was dem Geschehen oft eine zusätzliche Ebene verleiht, die bei dem „nur“ geschriebenen Wort schwer zu erreichen ist.
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  • Der Zugang zu Comic ist intuitiv: Deswegen lesen sie Kinder so gerne. Das Bild erzählt die Geschichte und der Text ist nur ein Teil davon. Die Peanuts würden als rein sprachlicher Witz doch niemals funktionieren. Oder würdet ihr lachen, wenn ihr einen puren Buchstabentext darüber lesen würdet, wie Lucy Charlie Brown den Football wegzieht – schon wieder?
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  • Bildgeschichten können so beiläufig sein: Ich erinnere mich, wie ich früher Geschichten gelesen habe und mir im Hintergrund herrlich absurde Details aufgefallen sind. Die Haupthandlung geht unbeteiligt weiter, aber im Hintergrund jagt ein Mensch seinen Hund, weil der seine Hose geklaut hat. Ein Buchstabentext kennt nur eine Ebene der Erzählung.
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  • Gute Geschichten vertragen keine mittelmäßigen Wortakkrobaten: Eigentlich bin ich ja auch gerne für Action und Abenteuer zu haben, Sci-Fi und Fantasy. Doch oft hapert es einfach an Menschen, die diese Geschichten erzählen können. Weil die Aktionen zugegebenermaßen auch nach platten und klischeebehafteten Beschreibungen schreien. Doch Comics kommen da drum herum – weil sie das eben einfach den Bildern überlassen können.
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  • Allen Graphic Novels, die ich mag, ist gemein, dass sie versuchen, ein komplexes Thema oder den Inhalt eines mehrere hundert Seiten langen Romans in einer graphischen Darstellung wiederzugeben. Manchmal mit wenigen Worten, dafür mit umso ausdrucksstärkeren Bildern.
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  • In einem Song von Rammstein heißt es „Der Mensch ist doch ein Augentier. Schöne Dinge wünsch‘ ich mir“. Und so ist es – ich mag einfach schöne Bilder.
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  • Nicht nur Nerds, Geeks oder aber Kinder lesen Comics. Denn wie bei den Romanen, sind auch der Stil, das Genre und die unterschiedlichsten Thematiken ein besonderer Pool, aus dem man schöpfen kann.
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  •  Entsprechend kann ich nur jedem raten, der immer noch mit Comics fremdelt oder meint, die Geschichten wären bloß für Kinder konzipiert, sich doch einmal ausgiebig umzutun und eventuell einen Blick zu wagen, denn so schön Bücher sind, in die man abtauchen kann, so schön kann es eben auch sein, sich in einem optisch wie inhaltlich fulminant aufgemachten Comic zu verlieren.

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  • „Onkel Dagobert“-Autor und -Zeichner Don Rosa schafft es wie kein anderer, eine tolle Geschichte zu erzählen und dazu mega detaillierte Zeichnungen zu liefern. Er erzählt oft im Hintergrund noch eine kleine Nebengeschichte, während man den Figuren im Vordergrund „lauscht“. Dazu recherchiert er akribisch für seine Geschichten, die meist geschichtliche Aspekte beinhalten. Seine Figuren sind die Ducks, die er auf diese Abenteuer schickt. Leider ist er nun im Ruhestand, es kommen also keine neuen Geschichten mehr von ihm.
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  • Batman-Comics sind, glaube ich – man verzeihe mir das Stereotyp – so ein Jungs-Ding. Es ist legitim, sie als Helden zu verehren, weil sie stark sind. Und lustigerweise auch Probleme haben dürfen. Bruce Wayne ist für mich eine gescheiterte Existenz, dennoch kann der kleine Junge in mir zu ihm aufblicken und ihn bewundern. Es geht um Männerrollen und Ideale.
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  • Ich lese gerne Shonen-Mangas – das bedeutet, dass die eigentliche Zielgruppe für dieses Genre Jungen sind und ein bestimmter Zeichenstil vorherrscht. Es geht meist um einen Hauptcharakter, der mit der Zeit Freunde findet und auf eine Reise aufbricht oder auf ein bestimmtes Ziel hinarbeitet. Was mir daran so gefällt ist vor allen Dingen, die Botschaft, die diese Mangas übermitteln. Es geht darum, dass man für seine Freude und für seine Ziele und Träume einsteht und dass man alles schaffen kann, wenn man zusammenhält und hart an sich und für seine Ziele arbeitet.
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  • Beim Manga „One Piece“ kann ich mir einfach nicht vorstellen, das als Buch zu lesen. Ich wüsste nicht wie man so genau die Kampfszenen beschreiben soll und erst die Blicke der Crew Mitglieder, wenn einer ihrer Freunde verletzt wird.
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  • Was mich an gezeichneten Figuren reizt? Die Emotionen bekommen ein Gesicht, welches ich nicht fehlinterpretieren kann.
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  • Ansonsten reizt mich an Manga, dass sie wahnsinnig viel Gefühl durch die Kombination von Bild und Text übermitteln können. Ich kann mich stundenlang in einem Manga verlieren und dann beim zweiten Mal lesen doch immer wieder etwas Neues entdecken.
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  • Außerdem stammen Mangas aus einem ganz anderem Kulturkreis mit anderen Traditionen und Umgangsformen. Ich denke, dass das auch ein Grund war weshalb ich sie so gerne gelesen habe, das hat mich einfach fasziniert. Da war ich dann ganz weit weg von meinem Alltag.

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lois-clark-superman

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Christian Schlüter schreibt in der Berliner Zeitung:

Allein das Neben- und Ineinander von Bild und Text erfordert hier einen gelenkigen Blick: Aus einer Linie, einem Strich kann sowohl eine lebendige Zeichnung als auch ein lebloser Buchstabe werden, aber auch eine wortmalerische Interjektion, ein „Zack“, „Boing“, „Peng“ oder „Hatschi“ – das Auge springt zwischen Bild und Text hin und her. Eine wunderbare Dehnübung für schlaffe Sehnerven ist das und eine Aufforderung zu weitreichender Interpretation.

Dass unsere Fantasie aus wohlgesetzten Buchstabengruppen – aus Wörtern und Sätzen – die schönsten Bilder zusammenreimt und damit die schöne Literatur zum Leben erweckt, dass unsere Fantasie also das Tote zum Leben erweckt: Diese Kulturleistung wird bis heute als alternativloser Vorzug der reinen Buchstabenbelletristik gepriesen.

Und macht als Argument, obwohl alles an ihm falsch ist, den größten Eindruck: Die schöne, an sich selbst bilderlose Literatur gilt als die eigentliche, die gute Literatur, aber der Comic, der Bilder schon mit sich trägt, soll die Fantasie töten und deswegen schlechte Literatur sein.

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auf Facebook kommentieren Freundin W…

„Ich habe im Bereich der Graphic Novels so viele wunderbare, großartige Geschichten entdeckt, von denen mich einige mehr gefangen genommen und gerührt haben als die meisten Romane.

Das Lesen erfordert eine andere Art der Konzentration. Wenn ich mich gerade auf keinen Roman konzentrieren kann, aber gerne lesen möchte, dann klappt das mit GN, weil sie eine andere Art der Konzertation erfordern. Wenn mir Geschichte und Darstellung zusagen, ist das Lesen wie ein Film, dessen Tempo ich selbst bestimme. GNs sind perfekt, wenn man lieber weniger Wörter haben will als zu viele. Jeder wichtige Moment muss sitzen, als einzelnes Bild oder Sequenz mit kurzgefassten Worten und die Wirkung ist auf mich oft intensiver und einprägsamer als bei Romanen. Besonders die autobiografischen GN kommen mir oft mutiger, frischer, jünger, konzentrierter und ehrlicher vor als ähnlich motivierte Romane.“

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…und Comicleser I.:

Die meisten Blogger-Kommentare sind nachvollziehbar, nicht weil sie korrekt sind, sondern weil es für Comic-Einsteiger nicht leicht ist, durch den Wust an Veröffentlichung zu blicken. Das es neben Einzelheften und TPB [Sammelbänden] auch meist schöne, ‚wertige‘, Hardcover-Ausgaben gibt. Dass es nicht nur Marvel, DC und Superhelden gibt. Dass sich gute Geschichten meist über viele Ausgaben und Jahre aufbauen. Dass Menschen die ‚Buchblogger‘ sind, wohl selten einen coolen Comic-Geek im Freundeskreis haben, der sich täglich durch die Neuerscheinungen liest und Lesetipps und Kaufberatung geben kann. Dass man sehr viel über Theorie und Technik der Comicgestaltung lernen kann. Dass ‚Graphic Novel‘ ein von Schnöseln geprägter Begriff für besonders langweilige Comics ist. Und besonders, dass es nicht auf das Medium ankommt, sondern auf den Inhalt.“

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Die besten Mangas: 50 Empfehlungen

Die besten Manga

Seit Anfang Februar habe ich über 500 Manga-Reihen angelesen.

Aktuelles – aber auch sehr viele Klassiker, vor allem für erwachsene Männer und Frauen.

Ein Drittel erschien auf Deutsch. Der Rest auf Englisch – zum Teil online, als Fan-Übersetzung.

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Für Deutschlandradio Kultur stelle am 8. März 2016 im Literaturmagazin Lesart sechs aktuelle Favoriten vor: Serien, die 2016 auch auf dem deutschen Buchmarkt eine Rolle spielen.

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Heute im Blog: 50 Mangas, die mir bei der Recherche auffielen oder schon länger auf meiner „bald lesen!“-Liste stehen.

15 Titel, die ich las und empfehlen kann.

42 Titel, die ich angelesen habe und auf die ich mich freue.

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gelesen und gemocht – ein Ranking:

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15: „Pluto“ von Naoki Urasawa

Pluto

„Eine ideale Welt, in der Menschen und Roboter friedlich koexistieren. Doch plötzlich macht jemand Jagd auf die sieben großen Roboter. Interpol setzt den in Düsseldorf ermittelnden Inspektor Gesicht auf den äußerst komplexen Fall an – bis Gesicht erkennt, dass er selbst zu den Gejagten gehört. PLUTO ist eine Neuinterpretation einer klassischen „Astro Boy“-Geschichte: futuristische Spannung für Erwachsene.“ [Klappentext, gekürzt]

  • toll gezeichnet; doch etwas hölzern, trocken, umständlich und sentimental:
  • Ich mag keine Roboter-Helden, so lange sie dauernd um die Pinocchio-Sinnfrage kreisen: „Bin ich, obwohl nur Maschine, ein richtiger Junge?“
  • „Pluto“ ist düsterer und wirkt auf den ersten Blick philosophisch, gesellschaftskritisch. Doch so gern ich es las: Es stapft in ALLE befürchteten Roboter-Kitschfallen und -Klischees.

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14: „Ooku – the Inner Chambers“ von Fumi Yoshinaga [nicht auf Deutsch]

Ooku

„In Edo period Japan, a strange new disease called the Red Pox has begun to prey on the country’s men. Within eighty years of the first outbreak, the male population has fallen by seventy-five percent. Women have taken on all the roles traditionally granted to men, even that of the Shogun. The men, precious providers of life, are carefully protected. And the most beautiful of the men are sent to serve in the Shogun’s Inner Chamber…“ [US-Klappentext, gekürzt]

  • ein stilsicherer, sehr sprach- und dialoglastiger Alternate-History-Manga über ein Kaiserreich, von Frauen regiert und die komplexen Gender Politics, sobald Männer überall fehlen.
  • Ich liebte Band 1 – doch mit Band 2 beginnt eine viel zu lange Rückblende und zu viele Figuren verheddern sich an zu vielen Fronten: Nur Band 1 kann ich, für sich allein, sehr empfehlen. Ob die komplette Buchreihe die Kurve kriegt, weiß ich noch nicht.

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13: „Young Bride’s Story“ von Kaoru Mori

Young Brides Story

„Die Seidenstraße im späten 19. Jahrhundert: Die zwanzigjährige Amira wird von ihrem Clan zu einer Familie jenseits der Berge geschickt, damit sie deren zwölfjährigen Sohn Karluk heiratet. Nach der Hochzeit fügt sich Amira schnell in ihre neue Familie ein. Doch dann beschließt ihr Clan, sie zurückzufordern, da sie mit Amira andere Pläne haben…“ [Klappentext, gekürzt]

  • ruhiger, warmherziger, toll gezeichneter Historien-Manga über Haushaltsführung, Heiratsbräuche und Hirten-Großfamilien, meist kindgerecht, oft sehr gut gelaunt und gefühlvoll. Amira ist eine tolle Hauptfigur, und die Dynamik mit ihrem (keuschen) 12jährigen Ehemann macht Spaß.
  • die Reihe gerät aus den Fugen, weil Amira zwar Hauptfigur bleibt, doch ab Band 3 oft über komplette Sammelbände hinweg andere Bräute an ganz anderen Orten im Mittelpunkt stehen: eine verzweifelte Nomaden-Witwe, ungehobelte Zwillingsbräute am Aralsee, eine melancholische reiche Frau in Persien. Die albernen Zwillingsbraut-Bände, 4 und 5, waren unerträglich.

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12: „Homunculus“ von Hideo Yamamoto

Homunculus

„Gibt es ihn vielleicht doch, den Homunculus: den kleinen Mann im Kopf eines jeden Menschen, der – so glaubte man früher – Geschicke und Gefühle steuert? Der Medizinstudent Manabu Ito bietet dem Arbeitslosen Susumu 700.000 Yen – wenn Susumu ihm ein Loch in den Schädel bohren darf. Eine Trepanie.“ [Klapptentext, gekürzt]

  • Band 1 las ich mit Schüttelfrost und Gänsehaut, atemlos:
  • am besten, man weiß sonst nichts über die weitere Handlung.
  • Band 2 war konventioneller, küchenpsychologisch. Ich weiß nicht, ob ich je weiterlesen will. Für sich allein ist Band 1 ein wunderbarer, toll gezeichneter kleiner Alptraum.

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11: „The Nao of Brown“ Glyn Dillon [deutsch: „Das Nao in Brown“]

nao of brown

„Nao Brown schlägt sich als Illustratorin durchs Leben und ist auf der Suche nach der großen Liebe. Zudem leidet sie unter einer Zwangsstörung. Als sie endlich dem Mann ihrer Träume begegnet, muss sie feststellen, dass Träume sehr seltsam sein können.“ [Klappentext, gekürzt]

  • Graphic Novel aus Großbritannien über eine junge Halbjapanerin auf der Suche nach sich selbst: toll gezeichnet und viel sperriger, psychologischer, als der kitschige Klappentext vermuten lässt.

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10: “Twin Spica” von Kou Yaginuma

Twin Spica (Japan)

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Twin Spica, Volume: 01[mehr] Asumis Mutter starb 2010 – als die Lion, das erste Space-Shuttle Japans, auf ihre Heimatstadt stürzte. Trotzdem will Asumi Astronautin werden; unterstützt von ihrem depressiven Vater – und dem Geist eines verglühten Lion-Astronauten.

„Twin Spica“ wirkt simpel und süßlich. Die kleine, kindliche Asumi sieht aus wie Heidi, jede Figur hat ein rührseliges Trauma, kurz dachte ich: für Zehnjährige, höchstens – oder Fans vom „kleinen Prinz“. Doch Leitmotive, Bildsprache, Psychologie und Stimmungen werden so geschickt verwebt… mit jedem Band (ich kenne sechs von 16) wird diese zarte Coming-of-Age-Geschichte trauriger, ernster, klüger, subtiler.

Mut zum Melodrama: das Kitschig-Schönste, das ich seit Jahren las. Hach!

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9: „Gute Nacht, Punpun“ von Inio Asano

punpun

„Aiko kommt in Punpuns Klasse, und Punpun in die Pubertät. Sein Vater ist gewalttätig, seine Mutter psychisch labil, Punpun selbst sieht sich als kümmerliches, vogelartiges Wesen. Er will Astronom werden und entflieht in Fantasiereisen dem Elternhaus. Von ca. zwölf bis Anfang 20 durchlebt er mit seinen Klassenkameraden typische Coming-of-Age-Probleme: erwachende Sexualität, emotionale Verwirrung, Einsamkeit.“ [Klappentext, gekürzt]

  • Ein Schuljunge, der sich so sehr verachtet, dass er sich selbst als kümmerlichen Vogel sieht…
  • …wird von (zum Teil sehr albernen, überzeichneten) Figuren herumgestoßen, missverstanden, erschreckt oder verletzt. Für eine Weile bleibt das selbstbezogen-süßlich:
  • Asanos Landschaften, Hintergründe, Perspektiven und sein erzählerisches Timing sind großartig – doch mir missfallen die rotznasigen, sommersprossigen, zahnlückigen Alfred-E.-Neumann-artigen Kinderfiguren, und ich hasste Asanos Graphic Novel „Solanin“: Dort führten Rotzlöffel-Studenten unsympathisch flache, selbstbezogene Generations-Gespräche im Stil des Neon Magazins.
  • „Punpun“ will keine solche Generations-Erfahrung zeigen, kein jammerlappiges, möglichst allgemeingültiges Jungs-Buch sein über Scheiß-Mädchen, die nicht zurückrufen: Punpun wird vom 08/15-Außenseiter schnell zum pathologisch gestörten Einzelgänger… und kämpft 13 Bände lang mit Depressionen, Scham, Gewaltphantasien und Sprachlosigkeit. Je kantiger (und weniger generationenhaft, gewollt allgemeingültig) die Figur wird, desto besser wird das Buch.
  • Nur ganz am Ende kippt der Plot ins Melodramatische, die Ereignisse überschlagen sich, plötzlich wirken alle Figuren schwer gestört, und alles brennt. Ohne Band 1, ohne Band 11, 12, 13 wäre „Punpun“ der vielleicht beste Manga, den ich kenne. Asano hilft mir, Japan zu sehen – in großartigen Zeichnungen. Und, Japan zu verstehen – in komplexen Figuren, absurden Szenen. Wer Banana Yoshimoto mag oder Haruki Murakamis „Naokos Lächeln“ und „IQ84“: lesen!

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8: „Vertraute Fremde“ von Jiro Taniguchi (ich mochte auch „Der spazierende Mann“ und „Von der Natur des Menschen“)

vertraute fremde

„Hiroshi Nakahara besucht das Grab seiner Mutter, fällt in eine Art Ohnmacht – und findet sich in seinem Körper als 14-jähriger wieder. Er beginnt, das Leben als Teenager in den 1960er Jahren zu führen, mit dem Wissensstand des Erwachsenen. Er will herausfinden, was nicht stimmte im scheinbar harmonischen Elternhaus: Im Sommer 1963 verließ sein Vater die Familie, ohne Ankündigung.“ [Klappentext, gekürzt]

  • simpel, nostalgisch, mit einer wunderbaren Grundidee:
  • Ich empfehle den Manga vor allem Neu- und Weniglesern. Er ist geradlinig, übersichtlich, die detaillierten Zeichnungen zeigen das ländliche Japan…
  • …doch an vielen Stellen – vor allem auch: sexuell – wünschte ich mir mehr Tiefgang, kritische Fragen, Figurenentwicklung. Und: wie absurd, dass es eine Verfilmung gibt – in der Japan keine Rolle spielt.

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7: „Honey & Clover“ von Chica Umino

honey clover

„Die Kunststudenten Yuta, Takumi und Shinobu wohnen in einem kleinen, schäbigen Apartmenthaus und leben von der Hand in den Mund. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, als ihnen ihr Dozent Hagumi vorstellt. Das kindliche Mädchen [eine Künstlerin] verzaubert Yuta auf den ersten Blick. Doch auch Shinobu findet Gefallen an ihr. Takumi ist in die Architektin Rika verliebt, die ihren verstorbenen Ehemann nicht vergessen kann.“ [Klappentext, gekürzt]

  • drei Jungs, zwei Mädchen, alle auf der selben Kunsthochschule und gut befreundet:
  • ein Manga über zwei, drei Jahre als Student, während denen Freundschaften wachsen und sterben, Selbstbilder bröckeln, erste Karriere-Ideen entstehen, Menschen sich neu erfinden.
  • „Honey and Clover“ zeigt trinkfreudige, alberne, sehr extrovertierte Figuren…
  • …und bremst den Cliquen-Spaß immer wieder ab: eine melancholische, überraschend tiefgehende Reihe mit ähnlichen Themen/Fragen wie „Scott Pilgrim“, aber noch mehr Herz. Romantisch, aber melodrama-frei. Lebensfroh, aber mit glaubwürdigen, oft unglücklichen Freunden. Simpel gezeichnet, aber sehr souverän erzählt. Empfohlen ab ca. 12. Und: für jeden, der kreative Studiengänge kennt.

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6: „Die Stadt, in der es mich nicht gibt“ von Kei Sanbe

Stadt in der es mich nicht gibt

„Satoru Fujinuma wird unerwartet in die Vergangenheit geschickt – für jeweils wenige Minuten und so oft, wie es nötig ist, um Verbrechen zu verhindern. Er hat sich mit diesem Lebensstil abgefunden. Doch plötzlich erlebt Satoru eine extreme Wiederholung: Er wird in seine Zeit als Grundschüler zurückgeschickt. Damals wurden Kinder aus seiner Klasse entführt und umgebracht. Schafft er es, die Entführungen zu verhindern?“ [Klappentext, gekürzt]

  • Der Zeichenstil (wenige Details, seltsame Augen, Lippen, Kopfformen) wirkt lieblos…
  • …und dem kompletten ersten Band fehlt Schwung.
  • Ab Band 2 aber gewinnen Figuren und Geschichte so viel Farbe, Tiefgang, dass ich mir sicher war: Das kann auch über 30 Bände hinweg glänzend funktionieren. Ein schlichtes, aber eindrückliches Setting, ein überzeugend eskalierender Krimi-Plot, ein Autor, der an jeder Stelle GANZ genau zu wissen scheint, was er tut. Und: fünf, zehn Figuren, die simpel wirken, doch sehr schnell liebenswürdig, schlagfertig, immer komplexer werden. Grundschülerinnen, Teenager, Mütter, die ich SO noch nie gelesen habe, in Mangas.
  • Mit anderem Zeichenstil wäre die Reihe Publikumsliebling, Crowdpleaser, ein perfektes Geschenk.
  • Update, 2017: der Epilog – Band 9 – ist nicht nötig… aber schön: eine gute Reihe mit stimmigem Ende.

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5: “Sakamichi no Apollon” (Kids on the Slope) von Yuki Kodama [nicht auf Deutsch]

Sakamichi no Apollon (Japan)

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Sakamichi No Apollon: 10 (Bonus Track)[mehr] Oft brauchen Manga-Reihen eine Weile, um Stimmung und Ton zu treffen: Die Eröffnung bleibt meist unbeholfen. Überfrachtet.

Bei „Kids on the Slope“ (englischer Titel der Anime-Adaption) war ich nicht sicher, ob ich in einer schwulen Romanze stecke, einer Pennäler-Komödie im Retro-Look oder mitten im Kampf zweier ungleicher Schüler – ein verzärtelter Nerd, ein bettelarmer Raufbold – um das selbe Mädchen. Alle (männlichen) Figuren spielen in einer Jazzband. Doch Jazz-Exkurse bleiben nebensächlich.

Nein. „Sakamichi no Apollon“ (nur als Fan-Übersetzung online lesbar) ist die Geschichte einer (lebenslangen?) Freundschaft. Die späten 60er Jahre in der japanischen Provinz. Enge Rollenbilder. Armut. Der Mut, von etwas zu träumen. Zu jemandem zu stehen – behutsam inszeniert im simplen Retro-Zeichenstil.

Ein langsames, zärtliches, schlichtes Coming-of-Age – oft witzig und zum Heulen schön. Ohne große Abgründe, Effekte, Pomp.

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4: „Billy Bat“ von Naoki Urasawa

Billy Bat

„USA, 1949: Kevin Yamagata, Amerikaner japanischer onHerkunft, ist Schöpfer der Comic-Reihe »Billy Bat«. Hauptcharakter ist eine Fledermaus, der Comic ein Stil-Mix aus klassischen Disney- und Noir-/Detektivcomics. Plötzlich erfährt Kevin, dass es die Fledermaus-Figur in Japan schon lange geben soll. Hat er »Billy Bat« gar nicht selbst erfunden? Kevin reist nach Japan, um sich für den „Ideenklau“ zu entschuldigen. Doch er gerät in einen Strudel dramatischer Ereignisse, die [das komplette 20. Jahrhundert] auf den Kopf stellen.“ [Klappentext, gekürzt]

  • Verschwörungen. Religion. Selbstverwirklichung. Kreativität. Schicksal. Quantenmechanik:
  • Ein literarischer, fesselnder Manga mit über 20 Hauptfiguren, Zeitsprüngen (und -Reisen?) durchs 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart und Flashbacks bis in die Steinzeit, ambitioniert wie z.B. „Lost“ – doch viel klarer, flüssiger.
  • Ein Riesen-Panorama über das schwierige Verhältnis zwischen den USA und Japan, Kulturimperialismus, Walt Disney, Verschwörungstheorien wie das JFK-Attentat oder 9/11… mit sehr menschlichen, oft scheiternden Figuren (viele Immigranten, biracial Characters)…
  • …und einer sprechenden Fledermaus-Zeichnung – ein Totem, ein Avatar? – die versucht, die Geschichte der Menschheit… aufzuhalten? Zu stören? Neu zu schreiben? Der Thriller braucht zwei, drei Bände, um in Fahrt zu kommen. Nicht alle Storylines funktionieren sofort. Doch ich kenne keine zweite SO ambitionierte, souveräne und eigensinnige Riesen-Geschichte. Allergrößtes Kino!
  • Update, 2017: das Ende wirkt etwas überstürzt, ich hätte die Figuren (vor allem Kevin Yamagata) gern noch länger begleitet. Trotzdem: runde Sache!

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3: „I am a Hero“ von Kengo Hanazawa

I am a Hero (Japan)

„Der Mangazeichner-Assistent Hideo führt kein glückliches Leben. Ihm fehlt es an Selbstbewusstsein und Motivation, außerdem ist er paranoid und schizophren. Die Ermutigungsversuche seiner Freundin, seinen eigenen Manga zu zeichnen, schlagen auch nicht an. Immer, wenn es schwierig wird, flüchtet Hideo aus der Realität und sucht Rat bei seinem imaginären Freund. Mit der Zeit werden seine Wahnvorstellungen immer schlimmer. Er sieht eine Frau, die überfahren wird und mit gebrochenem Genick aufsteht und weitergeht. Doch handelt es sich wirklich um Wahnvorstellungen…?“ [Klappentext, gekürzt]

[mehr] Die ersten 200 Seiten sind hart: Ein misogyner, phlegmatischer, recht dumpfer Manga-Assistent steckt im Alltag fest – und redet unsympathischen Stuss. Die nächsten 200 Seiten, Band 2, sind wirr: Passanten beißen sich gegenseitig, Zombies überrennen Tokio, alles bricht zusammen. Noch in Band 3 war mir nicht klar, ob ich einen Zombie-Thriller lese, über eine Zombie-Komödie und -Parodie lachen soll oder nur die Fehler einer verpeilten, passiven, selbstmitleidigen Hauptfigur zählen: eine Art „Girls“ oder „Louie“, ein Woody-Allen-Film… mit Zombies?

„I am a Hero“ ist langsam. Oft hässlich, unsympathisch, grotesk. Alle Figuren sind überfordert und distanziert. Nichts gelingt. Man schwimmt bis zu 800 Seiten am Stück mit neurotischen, fremden Menschen in stillen, bedrohlichen, verwirrenden Szenen – in denen jederzeit alles eskalieren kann.

Fotorealistisch gezeichnet. An vielen Stellen zum Schreien spannend. Ein toller Blick auf Alltagskultur, Moral, Ethos, Sexismus, Twenty- und Thirtysomething-Defekte, Versagensängste in Japan. Ein Freund las die ersten Bände und sagte: „Ich sehe da nichts als Trash.“

Ich sehe: eine unerträgliche Figur in einer unerträglichen Geschichte – die mich begeistert, überfordert, angeekelt und beglückt hat wie keine andere Erzählung seit Jahren. Vergleichbar vielleicht mit „Geister“ von Lars von Trier. Aber eben: schleppend, langsam, viel richtungsloser.

Ich bin in Band 16. Ein Ende/Finale ist langsam absehbar (noch zwei, drei Jahre?).

Falls es auf diesem Niveau endet, ist es ein Meisterwerk.

Update, 2017: Es endet leider recht abrupt und antiklimatisch: Ich empfehle, nur bis einschließlich Band 19 zu lesen, und dann abzuwarten. Vielleicht wird die Reihe irgendwann fortgesetzt?

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2: „Bakuman“ von Tsugumi Ohba (Text) und Takeshi Obata (Zeichnungen)

Bakuman

„Er hat Talent, ist fleißig und will es schaffen: Mittelschüler Moritaka will Shonen-Mangas zeichnen.“ [Klappentext, gekürzt]

  • Ein Schuljungen-Manga über Schuljungen, die alles tun, um einen erfolgreichen Manga fürs Schuljungen-Publikum zu schreiben. Beginnt durchwachsen/überfrachtet, wird aber ab ca. Band 3 dicht, warm, sympathisch, lehrreich und spannend.
  • Man lernt viel über die Arbeitsbedingungen von Genre-Autor*innen, die Arbeit in Verlagen, den Alltag als Künstler. Mashiro zeichnet, Schulfreund Akito schreibt… und ihre Freundschaft/Arbeitsdynamik wird intelligent und liebevoll beleuchtet.
  • Seitenlang geht es – ausführlich, aber immer plausibel und überraschend nuanciert – um Konzeptentwicklung und Zielgruppen, Erwartungen, Handwerk, Serien-Dramaturgie.
  • nicht überzeugend: die passiven, viel zu verunsicherten Frauenfiguren.

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1: „Yotsuba&!“ von Kiyohiko Azuma

Yotsuba

„Die Familie Ayase lebt in einer kleinen und ruhigen Vorstadtgegend. Bis Yotsuba mit ihrem allein erziehenden Vater ins Nachbarhaus zieht. Das Mädchen mit den grünen Haaren bringt die drei Ayase-Töchter mit seiner unschuldig-chaotischen und neugierigen Art in peinliche, komische und verwirrende Situationen. Und ist so liebenswert, dass ihr niemand lange böse sein kann…“ [Klappentext, gekürzt]

  • toll für Kinder, toll für Eltern, toll selbst für Menschen, die nie einen Manga lasen:
  • für Fans von „Calvin & Hobbes“, vielleicht auch Astrid Lindgren.
  • Band 1 wirkt etwas steif, banal… doch sehr schnell überzeugen mich die harmlosen, warmherzigen, charmanten Alltags-Episoden über ein energisches fünfjähriges Mädchen, ihre konventionelleren Nachbarn und ihren Vater, einen entspannten Übersetzer.
  • Die bisher 12/13 Bände sind auch einzeln/kapitelweise gut lesbar und verständlich – und empfehlen sich auch als Kinder-Gutenachtgeschichte oder Lesebuch für ca. Zweitklässler. Menschlich, klug beobachtet, kitsch-frei.

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angelesen, gutes Gefühl (kein Ranking):

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16: „Nausicäa aus dem Tal der Winde“ von Hayao Miyazaki

nausicaa

„Set in the far future, the Earth is radically changed by ecological disaster. Strange human kingdoms survive at the edge of the Sea of Corruption, a poisonous fungal forest. Nausicaa, a gentle young princess, has a telepathic bond with the giant mutated insects of this dystopia. Her task is to negotiate peace between kingdoms battling over the last of the world’s natural resources.“ [US-Klappentext, gekürzt]

  • Ich liebe den Film von 1984
  • …weil er eine simple Geschichte erzählt, in einer wunderbar komplexen Welt.
  • Diese – toll designte, klug konstruierte – Welt noch einmal ausführlich kennen lernen und verstehen, im Manga? Unbedingt, ja!

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17: „Inside Mari“ von Shuzo Oshimi

Inside Mari

„Isao Komori is a recluse shut-in. He is in love with a young schoolgirl he sees when he goes to the convenience store to buy food. One day, he suddenly finds himself in the body of Mari Yoshizaki, the very girl he is so fond of stalking. The story deconstructs body swap stories by showing that an actual body swap would probably be utterly terrifying to the victims.“ [TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • Körpertausch – in psychologisch, kafkaesk… und feministisch?
  • Die Anspannung und Angst der Figuren ist schon auf wenigen Seiten SO greifbar: Ich freue mich auf ein Stück japanischen Alltag. Und viele existenzielle, groteske „Outer Limits“-Momente.
  • Update, 2017: komplett gelesen. Warmherzig, gesellschaftskritisch, solide erzählt.

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18: „FLCL“ von Hajime Ueda

flcl

„Naota is a lonely boy in a lonely town living a quiet life amidst utter chaos. His brother left to play baseball in America, and now the brother’s ex-girlfriend won’t leave Naota alone. Then, from beyond the stars drops an impish defender sent forth to stop alien robots from destroying the Earth.“ [US-Klappentext, gekürzt]

  • Der Plot klingt zweitklassig. Die Hauptfigur lässt mich kalt…
  • …doch ich liebe „Neon Genesis Evangelion“ und hoffe, „FLCL“ ist ähnlich experimentell, mitreißend, überraschend, hässlich, gefühlvoll.
  • falls nicht: auch „Serial Experiments Lain“ (1998, Serie) macht mir Hoffnungen.

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19: „Ghost in the Shell“ von Masamune Shirow

ghost in the shell

„Major Kusanagi is charged to track down the craftiest and most dangerous terrorists and cybercriminals, including ghost hackers.“ [US-Klappentext, gekürzt]

  • 1999, kurz nach „Matrix“, langweilte mich die Film-Version
  • …und hier, beim Blättern, irritieren mich die Ballonbrüste und der viele Slapstick.
  • Rüstungen, Waffen, Maschinen und Gebäude aber sind so liebevoll gestaltet, und die Erzählwelt wirkt so politisch… ich verpasse etwas, falls ich das nicht endlich lese.

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20: „Biomega“ von Tsutomu Nihei

biomega

„Zouichi and Fuyu, an Artificial Intelligence integrated into his motorcycle, are looking for humans immune to N5S infection, a disease that turns humans into undead disfigured „Drones“. Zouichi wants to find Yion Green, an immortal 17-year-old girl. But then, Yion is kidnapped.“ [TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • Auch hier klingt die Geschichte abgedroschen…
  • …doch die Cyberpunk/’Mad Max‘-Welt ist toll gezeichnet…
  • …und statt Krawall zählen oft kleinere Szenen, zwischenmenschliche Momente.

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21: „Desert Punk“ von Masatoshi Usune

Desert Punk

„After a nuclear holocaust, Japan, like many other countries, has been reduced to a desert. Seventeen-year-old Kanta Mizuno, nicknamed Desert Punk, works as a mercenary for the Handyman Guild between his occasional obsession with big boobs and sex, and, later, his training of an apprentice named Kosuna. Despite his flaws, he is highly professional, accomplishing his task no matter the cost.“ [TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • eine gute Balance zwischen Humor, Survival, Action und Psychologie:
  • glaubwürdige Figuren, sehr atmosphärische Endzeit-Welt
  • …könnte auch auf Tatooine spielen.

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22: „A Girl by the Sea“ / „Mädchen am Strand“ von Inio Asano

Girl by the Sea

„Koume lebt in einer kleinen Stadt am Meer. Ihr introvertierter Freund Keisuke ist in Koume verliebt. Ihre Körper finden zueinander, noch bevor es die Gefühle tun. Je mehr Zeit sie heimlich miteinander verbringen, desto größer wird der Abstand zwischen ihnen.“ [Klappentext, gekürzt]

  • Wie immer bei Asano: puppenhafte, hässliche Figuren…
  • …in hyperdetaillierten, großartigen Sets und Szenenbildern.
  • Ein kurzer Manga, griffiger als „Punpun“ – aber vielleicht zu süßlich?

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23: „Beck“, Sakuishi Harold

beck

„Shy 14-year-old Yukio Tanaka’s life is changed forever when he meets rocker Ryusuke Minami – an unpredictable 16-year-old with a cool dog named Beck.“[US-Klappentext]

  • Gemächlicher und etwas schicht gestrickter Jungs-Manga über eine Newcomer-Band.
  • Viel Raum für schräge Nebenfiguren und Humor. Wirkt flach, aber sympathisch.

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24: „Umimachi Diary“ von Akimi Yoshida

umimachi diary

„Three sisters live in Kamakura. A letter tells them that their father has died – a father they hadn’t seen since he divorced and left home 15 years ago. Despite feeling indifferent about him, Yoshino, the middle of the three, and Chika, the youngest, go to Yamagata to attend his funeral on oldest sister Sachi’s request. There, they meet Suzu, their young and reliable half sister.“

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25: „Kakukaku Shikajika“ von Akiko Higashamura

kakukaku

„Akiko is in her third year of high school. Through her friend Futami, she starts going to an art class led by Kenzou Hidaka, an intimidating teacher who spends much of his time yelling at his students and keeping them focused on drawing. Akiko is initially confused by the behavior of the teacher and her fellow students in the class, but she keeps going regardless, eventually becoming the manga author she is today.“ [Mangafox-Text, gekürzt]

  • autobiografischer Manga der „Princess Jellyfish“-Autorin: Kunst, Provinz, eine Schülerin und ihr schwieriger Mentor.
  • Ich bin – wie schon bei „Princess Jellyfish“ – unsicher, ob die Balance zwischen Humor und Gefühl stimmt: Die Figuren wirken eher albern, die stilleren Momente zu sentimental. Trotzdem: Neugier.
  • Update, 2017: komplett gelesen. Der erste Band startet recht holprig… doch ich werde diese Figuren NIE vergessen. Eine wunderbare, differenzierte Künstlerinnen-Autobiografie.

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26: „Mermaid Saga“ von Rumiko Takahashi

mermaid saga

„Eating the flesh of a mermaid can give one eternal life. Yuuta, a poor fisherman, didn’t believe the tales. But 500 years later, he is physically no older. He has grown weary of his lonely existence, and seeks the one creature that might be able to restore his mortality — a mermaid. In the first of the linked stories, he meets a new immortal (the first he’s met in his life) — a beautiful 15-year-old named Mana. The two travel together, in search of a cure that may not even exist. The other tales are divided among Yuuta’s reminiscences of his past adventures over the centuries, and their new adventures in their quest for mermaids. Created by Rumiko Takahashi, famous for Ranma ½ and InuYasha, but far darker in tone: the terrible things that happen when humans try and seek immortality.“ [TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • „Ranma“ war mir zu kindisch, „InuYasha“ zu pathetisch-folkloristisch; auch Takahashis 80er-Jahre-Frisuren stoßen mich ab. Vielleicht ist „Mermaid Saga“ Märchen- und „Highlander“-Kitsch. Doch die düstere Grundfrage und die Hauptfiguren sind mir erstmal sympathisch.

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27: „Bambino! Secondo“ von Tetsuji Sekiya

bambino secondo

„Shogo Ban is a college student who works as a part-time chef in a small Italian restaurant in his hometown. When his boss sends him to try working in Trattoria Baccanale, a top-class restaurant in Tokyo, Ban is determined to survive the harsh work environment. Bambino! is a 14 volume Seinen cooking manga written and focuses heavily on slice of life drama. It was completed in 2009 and has produced a sequel called Bambino! Secondo – which takes place after the opening of Trattoria Legare (Baccanale’s second store).“ [TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • Volume 1, „Bambino“, legte ich weg…
  • …doch in Volume 2, „Bambino Secondo“, sind die Figuren erwachsener und die Zeichnungen besser: ein Koch- und Unternehmer-Manga, der eine kreative Hauptfigur vor interessante Probleme, Herausforderungen stellt.
  • Update, 2017: Ich las die ersten vier Bände, und hatte Spaß. Die Figuren sind übertrieben angespannt und garstig. Aber das Milieu wird sehr detail- und abwechslungsreich erklärt.

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28: „Bartender“ von Araki Joh

bartender

„Ryu Sasakura works at Eden Hall, a small cocktail bar in the Chiba area of Tokyo. He helps troubled customers resolve their often highly emotional problems. If you ever wanted to know the history of drinks, or the chemistry of making an excellent drink-this is a must read.“ [Klappentext, gekürzt]

  • simple Zeichungen, sympathische Figuren, gut recherchiert:
  • ein junger Barkeeper hilft Gästen, neue Hoffnung zu schöpfen.

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29: „Shigurui“ von Takayuki Yamaguchi

shigurui

„Two samurai who once belonged are determined to kill each other. The series contains very little dialogue. Thanks to the stunning artwork, it seems all the more brutal.“ [TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • Die Figuren wirken oft wie geschnitzt: bizarre Marionetten oder Holzwesen. Alles ist toll gezeichnet, aber operettenhaft, barock – und dadurch unfreiwillig komisch.
  • Mich freut, dass ich mich hier auf einen ganz anderen Stil, fremdes Charakterdesign einlassen muss. Aber dreimal pro Seite denke ich „Künstler? Ist DAS dein Ernst?!“
  • Update, 2017: Ich las Band 1, doch mir ist es zu… eindimensional und fast pornografisch, in seiner Fixierung auf Muskeln, Körper, Blut, Gewalt. Keine Erzählwelt, in der ich länger bleiben will.

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30: „Blade of the Immortal“ von Hiroaki Samura

Blade of the Immortal

„Manji, a ronin warrior of feudal Japan, has been cursed with immortality. To rid himself of this curse and end his life of misery, he must slay one thousand evil men! His quest begins when a young girl seeks his help in taking revenge on her parents‘ killers.“

  • skizzenhaft, minimalistisch, hastige Striche:
  • ein dynamischer, aber etwas simpler Historien-Fantasy-Manga. Ich habe Angst, dass das Genre ähnlich verstaubt und altmännerhaft ist wie bei uns der Western.

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31: „Vagabond“ von Takehiko Inoue

vagabond

„Shinmen Takezo is destined to become the legendary sword-saint, Miyamoto Musashi–perhaps the most renowned samurai of all time. For now, Takezo is a cold-hearted killer. The journey of a wild young brute who strives to reach enlightenment by way of the sword.“ [US-Klappentext, gekürzt]

  • noch skizzenhafter, noch schroffer als „Blade of the Immortal“:
  • Ein Samurai-Klassiker mit viel Dreck, Hunger, Armut, Bauern.
  • prosaisch erzählt, vielleicht zu nüchtern

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32: „Berserk“ von Kentaro Miura

Kentaro Miura, Berserk

Guts is the Black Swordsman, a feared warrior and bearer of a gigantic sword. His flesh is marked with The Brand, an unholy symbol that draws the forces of darkness to him and dooms him as their sacrifice. But Guts won’t take his fate lying down. Accompanied by Puck the Elf, more an annoyance than a companion, Guts follows a dark path.“ [US-Klappentext, gekürzt]

  • Der Plot klingt unglaublich abgeschmackt, die menschlichen Figuren machen mich wütend: engelsgleiche, pausbäckige Kitsch-Kinder, bierbäuchige Könige, schrankgroße Ritter. Klischees, Klischees.
  • Aber: Die Gebäude, Schlachten, Kathedralen, Monster, Landschaften sind SO originell, detailverliebt entworfen und SO wirkungsvoll inszeniert… auf jeder dritten Seite bin ich hingerissen (vor allem in späteren Bänden).
  • Wird diese Geschichte nur halb so kunstvoll erzählt wie gezeichnet: ein Muss.

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33: „Scary Lessons“ von Emi Ishakawa

Scary Lessons

Schulmädchen machen Fehler – und müssen dafür bezahlen: „Scary Lessons“ ist eine Kurzgeschichten-Reihe für ca. Zwölfjährige, in der Alltagsprobleme plötzlich ins Surreale kippen. Horror-Episoden, jugendfrei und etwas pädagogisch, überraschend packend, charmant und altersgerecht – auch in Deutschland erfolgreich. [Text von mir]

  • mich freut an der Reihe besonders, dass sie im harmlosen, konventionellen Shojo-Mädchenmanga-Stil gezeichnet ist: ein vermeintlicher Allerweltscomic – bei dem auf jeder Seite fast ALLES eskalieren kann. Oft etwas albern. Aber zu empfehlen für jeden, der dunkle Märchen mag… und noch zu jung ist für Stephen King.

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34: „Welcome to the N.H.K.“ von Tatsuhiko Takimoto

welcome to the NHK

„Twenty-two-year-old Satou, a college dropout, has stumbled upon an incredible conspiracy created by the Japanese Broadcasting Company, N.H.K. But despite fighting the good fight, Satou has become an unemployed hikikomori—a shut-in who has withdrawn from the world. One day, he meets Misaki, a mysterious young girl who invites him to join her special “project.” Slowly, Satou comes out of his reclusive shell, and his hilarious journey begins, filled with mistaken identity, Lolita complexes—and an ultimate quest to create the greatest hentai game ever!“ [Klappentext, gekürzt.]

  • unsympathisch simple Zeichnungen…
  • …doch sympathisch komplizierte, widerborstige Figuren:
  • Eine Geschichte über jugendliche Verlierer, die glauben, einer Verschwörung auf der Spur zu sein. Ich hoffe, die Frauenfiguren sind genauso komplex wie die (sexistischen) Jungs.

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35: „Team Medical Dragon“ von Taro Nogizaka

team medical dragon

„Asada Ryutaro is a genius surgeon who’s methods have made him a bit of a renegade in the eyes of Japanese doctors. The manga exposes the „illness“ of Japanese hospitals and how their system is not designed to care for the patient.“ [US-Klappentext, gekürzt]

  • dialoglastige und etwas steife, aber überraschend erwachsene Chirurgen-Soap:
  • Das wirkt gut recherchiert, die Figuren glaubwürdig und mit viel Respekt beleuchtet…
  • …nur zeichnerisch sieht alles viel zu gleich aus, über Hunderte Seiten hinweg.

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36: „Ice Blade“, Tsutomu Takahashi

ice blade

„Icy cool homicide cop Ky against the Kunashi Island Smuggling Operation: A modern-day James Bond, Ky constantly encounters mystery and adventure. Each story contains a murder, a mystery and suspicious characters. In this first story, Ky and his partner Mack work against a deadline to prevent the detonation of a nuclear device.“ [US-Klappentext, gekürzt]

  • trashige, aber elegant stilisierte 90er-Jahre-Thriller-Episoden:
  • Ernst nehmen kann (…und soll) ich das nicht. Markig, over-the-top, prollig-schick. Japans Manga-Äquivalent der Til-Schweiger-„Tatorte“?

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37: „Cyborg 009“ von Shotaro Ishinomori

cyborg 009

„The Black Ghost organization kidnapped nine ordinary humans and performed experiments on them, turning them into superpowered cyborgs. After they escaped, they were given codenames (001-009) and now fight the Black Ghost organization. […] Through 2012 to 2014, a finale titled „Conclusion: God’s War“ was published, adapted from Ishinomori’s drafts of a final arc. It was written by his son, Jo Onodera, and illustrated by Masato Hayase and Sugar Sato, who were assistants of Ishinomori. This officially ended the Cyborg 009 manga.“ [TV-Tropes-Text, gekürzt.]

  • simpler, aber liebenswerter Manga (1964 bis 86)…
  • …an dem mich vor allem diese letzten Bände/Kapitel von 2012 bis 14 interessieren.

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38: „Golgo 13“ von Takao Sato

golgo 13

„Golgo 13, the world’s greatest assassin for hire, never fails a job.“

  • nihilistischer, überraschend trash-freier Auftragsmörder- und Agenten-Thriller ab 1969…
  • …mit viel Politik und Zeitgeist: besonders die aktuelleren Bände machen mir Lust.

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39: „Sanctuary“ von Sho Fumimura

Sanctuary

„A political and Yakuza drama/thriller for grown-ups, originally published from 1990 to 1995. Akira Hojo is a charming and ruthless thirty-something leader of a small Yakuza society. Chiaki Asami is the trusted advisor of a member of the Japanese Diet who takes advantage of opportunity to steal his superior’s seat and use it to launch a campaign to reform Japanese politics. Little do most know that Asami’s opportunity was arranged by Hojo.“ [TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • Will super-seriös, tiefgründig, politisch und erwachsen wirken…
  • …doch bringt mich eher zum Augenrollen/Lachen. Gangster- und Politiker-Klischees, unterhaltsam, aber sehr selbstverliebt.

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40: „Tokyo Tribes“ von Santa Inoue

Tokyo Tribe

„A bitter rivalry between two of Tokyo’s gangs explodes into all-out warfare. A hard-hitting tale of Tokyo street thugs battling it out in the concrete sprawl of Japan’s capital.“ [US-Klappentext, gekürzt]

  • 1993 war ich 10, und las Videospiel-Magazine:
  • Ich bin begeistert/gerührt, diese (etwas kindliche, idealistisch-futuristische) Atmosphäre in einem Manga über traurige junge Kleingangster und Hiphopper zu finden.
  • Fantasievoll, schlicht, urban: eine Jungs-Geschichte, deren Optik mich überrascht und fesselt.

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41: „Planetes“, Makoto Yukimura

Planetes

„Haunted by a space flight accident that claimed his wife, Yuri finds a job cleaning space debris from Earth’s orbit. Planetes follows the lives of Yuri and his fellow debris-men as they work and ruminate at the edge of the great empyrean sea.“ [US-Klappentext, gekürzt]

  • Ich las Band 1 und mochte in den ersten Kapiteln die charmanten Figuren, den leichten Tonfall und die „Gravity“-Atmosphäre: Astronauten-Alltag mit viel Sense of Wonder und Auge für Details.
  • Trotzdem wirkt die Erzählwelt auf mich zu simpel und vage (z.B. die Besiedlung des Mondes und die Terrorzellen dort): Auch „Vinland Saga“, der Wikinger-Manga vom selben Autor, hat große Fans. Doch beide Reihen wirken auf mich, als wären sie für Zwölfjährige erdacht, nicht für Erwachsene:
  • In den entscheidenden Momenten zu seicht, harmlos, glatt?

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42: „Dawn of the Arcana“ von Rei Toma

dawn of the arcana

„A medieval fantasy. A princess with a mysterious power. Princess Nakaba of Senan is forced to marry Prince Caesar of the enemy country Belquat. With only her attendant Loki at her side, Nakaba must find a way to cope with her hostile surroundings, her fake marriage…and a mysterious power!“ [US-Klappentext, gekürzt]

  • Ein Mädchen-Manga, recht lieblos gezeichnet…
  • …aber mit einer interessanten Hauptfigur in einer komplexen Lage:
  • Vielleicht eine Empfehlung für Leser*innen der (durchwachsenen) „Selection“-Romane. Diplomatie, Selbstbehauptung, Überlebenskampf in bodenlangen Kleidern.

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43: „UQ Holder“ von Ken Akamatsu

UQ Holder

„Negi Springfield, the boy wizard of the hit manga Negima!, won many battles. Now [in 2080], Negi’s grandson, a little boy name Touta, dreams of leaving his quiet village and heading to the City. But first he must defeat his teacher: the immortal vampire Evangeline!“ [US-Klappentext, gekürzt]

  • Ein Shonen-Fantasy-Mainstream-Manga mit Magie und vielen Kämpfen, aber sehr soliden Figuren, viel World Building und Liebe zum Detail:
  • Sobald ich Lust habe, mich mal wieder länger in einer komplizierten Fantasy-Welt für Kinder zu verlieren, ist das hier meine erste Wahl. Autor Ken Akamatsu ist 2016 auch Ehrengast der Leipziger Manga-Comic-Convention.
  • [Fragt sich noch: Kann ich das lesen/verstehen, ohne, vorher „Negima!“ zu kennen?]

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44: „Onepunch-Man“ von Yusuke Murata

onepunch-man

„Saitama is an unemployed salaryman turned part-time superhero who is so powerful he can defeat any adversary in one hit. He’s not very pleased about this, since it means he has no more challenges left in his life. But despite this, Saitama continues to follow his (now utterly mundane) dream, encountering Mutants, Cyborgs, Ninjas, Humanoid Aliens, Supernatural Martial Arts masters, Psychics, corrupt Super Teams, Kaiju, Sea Monsters and just about everything else you can imagine along the way.“ [TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • Originell, albern, fantasievoll: der größte Erfolg der letzten Jahre…
  • die Anime-Serie noch deutlich mehr als Webcomic und Manga.
  • Ich mag die Grund-Idee, aber bin auf lange Sicht skeptisch: „Dragonball“ begann als sympathisch respektlose Parodie… und wurde schnell zu einer faden endlos-Prügelei. Auch bei „One Punch Man“ sehe ich in späteren Kapitel nur noch Muskel-Mutanten, die Städte verdampfen lassen und Beleidigungen brüllen. Hat das Geist und Herz? Ich bin nicht sicher.

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45: „Mokke“ von Takatoshi Kumakura

mokke

„High-school student Shizuru can see ghosts, her little sister Mizuki can be haunted by them. They were placed with their grandparents in the countryside of Japan, since their grandfather knows all about the spiritual beings. The spirits that the two girls encounter are generally based on Japanese folk tales and usually not malignant, although often very obnoxious and persistent.“ [TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • Kinder- und Alltags-Episoden im „Totoro“-Stil: Coming of Age, aber etwas hölzern und verplappert. Ich weiß nicht, ob das genug Schwung aufnimmt… oder harmlos dahin dümpelt.

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46: „Song of the Long March“ von Xia Da [China]

Song of the Long March

Choukakou (also known as Chang Ge Xing, Chang Ge’s Journey or Song of the Long March) is an ongoing manhua series by Xia Da. It tells the story of Li Chang Ge, a young Chinese princess plotting revenge against the man who killed her family: Li Shimin, Emperor Taizong of Tang.“ [TV-Tropes-Text]

  • Toll gezeichnete, aber recht konventionell erzählte chinesische Historien-Action-Reihe. Bei chinesischen Titeln denke ich noch immer zuerst: „Schnell zu Wikipedia. Nachlesen, ob die historischen Bezüge stimmen. Propaganda? Geschichtsklitterung?“

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47: „Tsukikage Baby“ von Yuki Kodama

Tsukikage Baby

„A small provincial town wants to preserve a traditional performance art called Owara. Hotaruko, a transfer student from Tokyo, forms a bond with a local girl, Hikaru.“ [Klappentext, gekürzt]

  • Ich liebte Kodamas „Sakamichi no Apollon“
  • …doch das hier beginnt sehr steif und trocken: müdes Mädchen strauchelt durch Volkstänze, nervöser Junge starrt sie dabei an.

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48: „Princess Jellyfish“ von Akiko Higashimura

princess jellyfish

„Tsukimi, an extremely shy and self-deprecating 18 year old illustrator, has been fascinated by jellyfish. To her, they’re everything she isn’t – beautiful and graceful. Then, she meets a fashionable girl…“ [TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • Eine feministische, aber etwas schrille und dick aufgetragene Comedy über ein hässliches Entlein, das in der Modebranche für Aufsehen sorgt.
  • Ich liebte „Ugly Betty“, die US-Version von „Y soy Betty La Fea“/“Verliebt in Berlin“…
  • …aber am Jellyfish-Manga stößt mich der viele Gonk (die Grimassen) ab.

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49: „Innocent“ von Shinichi Sakamoto

innocent

„During the last days of the french monarchy, the Sanson family, appointed as the royal executioners by the king, are struggling with the reluctance of the eldest son, Charles-Henri Sanson, to succeed his father. Over time, the series also begins to focus on his sister, the cold, morbid and rebellious Marie Joseph as she struggles to navigate the patriarchal society of the time to become an executioner herself, and her eventual entanglement with Marie Antoinette.“ [TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • Stilisiert, morbide, oft im Stil von Modezeichnungen und (Emo-)Album-Covern:
  • Auf den ersten Blick erscheint „Innocent“ toll eigenwillig… doch schnell denke ich: „DAS ist das Maximum an Eigenwilligkeit? Brustwarzen, schwarze Kerzen, gepuderte Perücken, ‚Interview mit einem Vampir‘-Kitsch?“

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50: „Monster“ von Naoki Urasawa

monster urasawa

„In 1986, Japanese neurosurgeon Kenzo Tenma was living in Germany. But one day, the guilt of primarily attending to the wealthy patients and leaving poorer people in need of his skills drives him to first operate on a child who was hurt in the murder of his adoptive parents rather than the mayor of Dusseldorf. As a result, the child lives, the mayor dies in the hands of less talented surgeons, and Tenma is demoted by his superiors and dumped by his fiancee. Suddenly, the hospital directors that demoted Tenma die in very mysterious circumstances. The killer is the same boy he operated on nine years ago, now a young adult.“ [TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • extrem einfluss- und erfolgreicher Krimi-/Thriller-Manga, der mir immer ein Stück zu grau, leblos, möchtegern-tiefgründig erschien…
  • …doch Urasawas „Billy Bat“ ist SO gut, dass auch das melancholische „Monster“ noch einen Blick verdient.

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…und sieben ganz neue Reihen:

„Oldman“ von Chang Sheng [Taiwan]

Oldman

„A trickster oldman, a female warrior with an artificial limb, a mad scientist and a girl who is amazing at archery fight an evil queen and her kingdom.“ [Fan-Text von hier, gekürzt]

  • Ich mag das naturalistische Setting: kein Fantasy-Königreich, sondern grauer Alltag an einem recht glanzlosen, beklemmenden Königshof.

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„Usemo No Yado“ von Hozumi

usemo no yado

„There is an inn that you can visit where you’ll find old things you thought were lost forever.“

  • Kurzgeschichten im Stil von „Fantasy Island“: wechselnde Figuren finden Glück, Mut, Hoffnung in der Land-Idylle.

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„Legend of Galactic Heroes“ von Fujisaki Ryuu

Legend of the galactic Heroes

„A 110-episode Space Opera originally released to home video plus a huge series of novels written by Yoshiki Tanaka that spawned the franchise: In the 36th century, humanity has split into two superpowers engaged in a decades-long war. Young noble Reinhard von Müsel fights for the Galactic Empire, whose government is based on 19th century Prussia. Yang Wen-li, an easygoing historian, fights for the opposing Free Planets Alliance: a government which resembles a crumbling, bloated 20th century democracy. In 2015 a new manga adaptation of the novels started in Weekly Young Jump[TV-Tropes-Text, gekürzt]

  • liebevolles Setting, liebevolles Figurendesign und eine riesige Erzählwelt: vieles wirkt bekannt oder abgedroschen – aber handwerklich ist dieser Reboot auf hohem Niveau.

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„Ayeshah’s Secret“ von Zhang Jin (Taiwan)

Ayeshahs Secret

„A young girl whose mother died giving birth to her. A wicked stepmother and three brothers with whom she shares no blood ties. Secrets woven with betrayal, terror, deceit, love, death and vengeance…“

  • trashige, vielleicht auch misogyne Vampir- und Gequälte-Jungfrauen-Geschichte – interessant inszeniert: Wird hier mit Models gearbeitet? Oder nur mit CGI-Sets und -Figuren? Ich kenne nichts Vergleichbares, optisch.

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„Akagi Familia“ von Tatsuya Nakanishi

Akagi Familia

„Set in a town ruled by the Oscar Family mafia, a girl named Lisa arrives looking for a man named Akagi Yuuichirou. It turns out Akagi is a local laundryman who is horrible at his job.“

  • „Leon, der Profi“ trifft „One Piece“?
  • Ein Waisenmädchen und ein etwas trotteliger Wäscher in einer 30er-Jahre-Metropole:
  • Akagi ist ein Auftragskiller im Ruhestand, und Lisa will sich von ihm ausbilden lassen.
  • Standard-Shonen-Action-Märchen, recht sentimental – aber ich mag, dass die Hauptfigur ein Mädchen ist, kein Junge.

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„Gunjou ni Siren“ von Mikan Momokuri

gounji no siren

„Two cousins, both left-handed and passionate about becoming their school’s best pitcher.“

  • Baseball-Drama, das mehr Zeit im Kopf der angespannten Hauptfigur verbringt als auf dem Platz: Ich lese kaum Sport-Manga… aber hoffe hier auf interessante Freund- und Feindschaften.
  • [eine andere Sport-Manga-Empfehlung: das Kletter-Drama „Gaku“)

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„Good Night World“ Okabe Uru

good night world

„A broken family, trying to save a virtual family in an online game.“

  • ein Steampunk-Fantasy-Welt als Virtual-Reality-Spiel…
  • …und eine Familie in Trauer, die als Heldenfiguren im Spiel viel besser zurecht kommt als in der Realität: ein doppelbödiger Action-Manga mit vielen Kämpfen, aber Raum für Gefühl.

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Serien:

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Filme:

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deutsche Mangaka:

Ich mag den satirischen Kurz-Manga „Generation Praktikum“ von Kristina Gehrmann, http://sumikai.com/online-manga/generation-praktikum-kristina-gehrmann-119642/3/

…und bin neugierig auf „Das Liberi-Projekt“ der deutschen Zeichnerin Tamasaburo.

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in Korea: Manhua-Empfehlungen, Nickstember.com

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Mangas Deutschlandradio Kultur.

Update, Frühling 2018:

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