Jugendbücher

Die besten Jugendbücher 2019 – Entdeckungen zur Leipziger Buchmesse

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Ich schreibe einen Roman über Sechzehnjährige. Ich lese seit ca. 2009 Young-Adult-Literatur, empfehle Titel bei ZEIT Online und veröffentliche immer wieder auch längere Texte über z.B.“Mockingjay” (Link) oder neue Dystopien (Link). Meine Lieblings-Jugendbuchautorin ist A.S. King (Link).

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Mehrmals jährlich stelle ich hier im Blog unbekannte oder neue Bücher vor.

Heute: aktuelle Jugendbücher und Young-Adult-Literatur, erst neu auf Deutsch, weiter unten: englischsprachig.

Neue Titel oder Neuausgaben – erschienen zwischen Frühling 2018 und Frühling/Sommer 2019. Angelesen, gemocht und vorgemerkt.

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gelesen und gemocht:

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STEFANIE HÖFLER: „Der große schwarze Vogel“, Beltz & Gelberg, Juli 2018

„Bens Mutter stirbt völlig unerwartet – an einem strahlenden Oktobertag. Ben erzählt von der ersten Zeit danach und wie er, sein Bruder Krümel und Pa klar kommen – oder eben nicht. Mit einem Mal ist nichts mehr so, wie es war. Doch manchmal geht das Leben nicht nur irgendwie weiter, sondern es passieren neue, verwirrende und ganz wunderbare Dinge.“ [mehr: Goodreads]

Ich mochte Höflers Debüt, „Mein Sommer mit Mucks“, mehr – Ben bleibt recht farblos, passiv und hat keine besonders interessanten Impulse oder Ideen. Trotzdem: Die beste deutschsprachige Jugendbuchautorin, die ich kenne. Starkes Thema, intensives Buch.

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LAURIE HALSE ANDERSON: „Sprich“, dtv, Juni 2019

„Wehr dich! Sprich! Melinda freute sich auf der erste Jahr an der High School. Doch jetzt ist alles wie ein böser Traum: Von ihrer Freundin wird sie geschnitten, die Mitschüler reagieren abweisend. Melinda gilt als Zicke, seit sie auf jener Party die Polizei gerufen hat, aber nicht sagen wollte, warum. Sprechen kann und will sie nicht darüber. Es dauert ein Jahr, bis Melinda ihre Sprache wiederfindet – und mit ihr die Kraft, sich zu wehren.“ [mehr: Goodreads]

Zerquält, trocken, solide: Ich las das Buch 2010 im Original und hoffe, dass es mittlerweile bessere Jugendbücher gibt, die über Trauma, sexuelle Gewalt und Toxic Masculinity erzählen. 2004 gab es eine Verfilmung mit Kristen Stewart, 2019 kommt eine Graphic Novel.

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angelesen und gemocht:

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ADAM SILVERA, „Am Ende sterben wir sowieso“, Arctis, September 2018

„Was, wenn das Schicksal bei dir anklopft – um zu sagen, dass du stirbst? Am 5. September, kurz nach Mitternacht, bekommen Mateo und Rufus den Anruf der »Death Cast«: Sie werden heute sterben. Noch kennen sie sich nicht. Doch aus unterschiedlichen Gründen beschließen sie, an ihrem letzten Tag einen neuen Freund zu finden. Dafür gibt es die App ›Last Friend‹. Zusammen werden sie ein letztes großes Abenteuer erleben – und ein ganzes Leben an einem einzigen Tag verbringen.“ [mehr: Goodreads]

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ADAM SILVERA: „Was mir von dir bleibt“, Arctis, 22. März 2019

„Freundschaft, Liebe, Verlust, Trauer, Selbstsuche: Als Griffins erste Liebe und Exfreund Theo bei einem Unfall stirbt, bricht eine Welt zusammen. Obwohl Theo aufs College nach Kalifornien gezogen war und anfing, Jackson zu daten, hatte Griffin nie daran gezweifelt, dass Theo eines Tages zu ihm zurückkehren würde. Für Griffin beginnt eine Abwärtsspirale. Er verliert sich in seinen Zwängen und selbstzerstörerischen Handlungen. Seine Geheimnisse zerreißen ihn innerlich. Sollte eine Zukunft ohne Theo für ihn überhaupt denkbar sein, muss Griffin sich zuerst seiner eigenen Geschichte stellen.“ [mehr: Goodreads]

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AMI POLONSKY: „Und mittendrin ich“, cbj, 24. Juni 2019

„Was wäre, wenn dein Äußeres das genaue Gegenteil deines Inneren wäre? Du deine Sehnsucht einfach nicht mehr länger geheim halten könntest? Würdest du den Mut haben, du selbst zu sein? Bisher machte sich [trans Mädchen] Grayson, 12, in der Schule unsichtbar. Als eine unerwartete Freundschaft und ein verständnisvoller Lehrer Grayson ermutigen, ins Rampenlicht zu treten, findet Grayson endlich einen Weg, ihre Flügel auch im wahren Leben zu entfalten.“ [mehr: Goodreads]

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ASTRID LINDGREN: „Das entschwundene Land“, Oetinger, Mai 2018

„Das entschwunde Land ist das glückliche Land Lingrens Kindheit. Zwischen Mägden und Knechten, Armenhäuslern und Landstreichern wuchsen sie und ihre Geschwister auf einem Hof nahe der schwedischen Kleinstadt Vimmerby in Småland auf. Dort, wo irgendwann im Jahr 1888 die Liebesgeschichte ihrer Eltern begann und ein Leben lang dauerte. Aktualisierte und neu gestaltete Autobiographie der weltberühmten Kinderbuchautorin.“ [Wird ca. alle fünf Jahre neu aufgelegt. mehr: Goodreads]

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CLARA ASSCHER-PINKHOF: „Sternkinder“, Dressler, September 2018

„Kindersicht auf die Gräuel des Nationalsozialismus. „Sternkinder“, das waren die jüdischen Kinder, die den Davidstern tragen mussten. Sie erfuhren die Schrecken der Konzentrationslager und verstanden doch oft nicht, was mit ihnen geschah. Clara Asscher-Pinkhof, die selbst deportiert wurde und nur durch großes Glück überlebte, beschreibt die Verfolgung durch die Augen der Kinder. Das früheste Dokument über das Schicksal jüdischer Kinder, erschienen 1946.“ [mehr: Goodreads]

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CLAIRE CHRISTIAN: „Du bringst mein Leben so schön durcheinander“, Thienemann, Februar 2019

„Ava ist das beliebteste Mädchen der Schule. Gideon der schüchterne Junge von nebenan. Beim Nebenjob im Schnellrestaurant lernen die beiden sich kennen. Ava mag Gideon sofort, weil er anders zu sein scheint. Zum Beispiel als er zugibt, weder ein Handy noch Internet zu haben und vorschlägt, stattdessen Briefe zu schreiben. Dann wird aus der Freundschaft Liebe.“ [mehr: Goodreads]

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JEAN WEBSTER, „Daddy Langbein“, Anaconda Verlag, März 2018

„Die junge Jerusha kann wunderbar schreiben. Deshalb schickt ein reicher Gönner das Waisenkind aufs College. Er erwartet dafür jeden Monat einen Brief, in dem das Mädchen über ihre Fortschritte berichtet. Jerusha ist in ihrem Element: freimütig und frech, voller Beobachtungsgabe und übersprudelnder Fantasie schildert sie dem ihr unbekannten Mann, den sie Daddy Langbein nennt, wie sie vorankommt und was sie bewegt.“ [mehr: Goodreads]

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JULIE BUXBAUM, „Tell me three Things“, Luebbe One, Juni 2018

„Jessie hat eine neue Schule – und bekommt eine anonyme Mail mit Ratschlägen, wie sie den Schulalltag überstehen kann. Sie beschließt, die Tipps zu befolgen und verliebt sich Nachricht für Nachricht mehr in den Absender. Doch wer ist der Unbekannte?“ [mehr: Goodreads; erschien schon 2016 als „Absender: Glück“ bei Boje]

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ELISABETH ETZ, „Nach vorn“, Tyrolia Verlag, August 2018

„„Geheilt“ – auch wenn sich Ärzte stets davor scheuen, ein „endgültig“ davor zu setzen. Doch der Port der 17-jährigen Helene ist draußen, der Krebs gibt Ruhe. Die Zeit im Krankenhaus ist vorbei. Man kann nicht einfach dort weitermachen, wo man vor eineinhalb Jahren aufhören musste. Den Schalter umkippen und wieder ein „normaler“ Teenager sein. Helene legt ihren alten Spitznamen ab und will statt Lene nun Hel genannt werden – Hel wie Hölle. Sie verliert gute Freundinnen und Freunde, um an einem unerwarteten Ort neue zu finden. Und arbeitet sich langsam in ein Leben, das mit ihrem alten wenig zu tun hat. Und die, die gestorben sind: Waren die einfach nicht tapfer genug?“ [mehr: Goodreads]

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NEAL SHUSTERMAN: „Kompass ohne Norden“, Hanser, August 2018

„Caden hält sich für einen normalen Jungen. Doch sein Verstand ist ein krankhafter Lügner: Manchmal ist Caden auf dem Weg zum tiefsten Punkt der Erde im Marianengraben, auf einem Schiff, auf dem die Zeit seitlich läuft wie eine Krabbe. In der Realität lässt Cadens Verstand harmlose Dinge wie einen Gartenschlauch zur tödlichen Gefahr werden. Als die Grenze zwischen realer und fantastischer Welt verschwimmt, begreift Caden: In den Tagen der Bibel hätte er vermutlich als Prophet gegolten, doch heute lautet die Diagnose: Schizophrenie.“ [mehr: Goodreads]

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HOLLY BLACK: „Elfenkrone“, cbj, November 2018

„Elfen sind schön wie das Feuer und gnadenlos wie Schwerter – bis ein Mädchen ihnen Einhalt gebietet. Cardan ist der Schönste von allen. Jude ist sieben, als ihre Eltern ermordet werden und sie gemeinsam mit ihren Schwestern an den Hof des Elfenkönigs verschleppt wird. Zehn Jahre später hat sie nur ein Ziel vor Augen: dazuzugehören, um jeden Preis. Doch die meisten Elfen verachten Sterbliche wie sie. Ihr erbittertster Widersacher: Prinz Cardan, der jüngste und unberechenbarste Sohn des Elfenkönigs. Doch gerade ihm muss Jude die Stirn bieten, wenn sie am Hof überleben will…“ [mehr: Goodreads]

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CHRISTELLE DABOS: „Die Verlobten des Winters“, Insel, März 2019

„Ophelia kann Gegenstände lesen und durch Spiegel reisen. Auf der Arche Anima lebt sie inmitten ihrer riesigen Familie. Doch sie soll auf die eisige Arche des Pols ziehen und einen Adligen, Thorn, heiraten. Warum wurde ausgerechnet sie, das zurückhaltende Mädchen mit der leisen Stimme, auserkoren? Ophelia macht sich auf den Weg in ihr neues, blitzgefährliches Zuhause.“ [mehr: Goodreads. Erster Teil einer französischen Reihe]

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#norwegen2019 AMINA BILE, SOFIA NESRINE SROUR, NANCY HERZ: „Schamlos“, Gabriel (Thienemann-Esslinger), Februar 2019

„Drei junge Frauen – Muslimas, Bloggerinnen, Feministinnen – beziehen Position: Wie fühlt es sich an, ständig zwischen den Erwartungen ihrer Familien, ihrer kulturellen Identität und ihrem Selbstverständnis, als Jugendliche in einem westlichen Land zu leben, hin- und hergerissen zu sein? Sie haben Diskussionen angeregt, Tabu-Themen öffentlich gemacht und zahlreiche sehr persönliche Geschichten gesammelt. Dabei entstand ein bemerkenswertes, mutiges Buch. Ein Plädoyer für eine multikulturelle Gesellschaft.“ [mehr: Goodreads]

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#norwegen2019 MARTA BREEN: „Rebellische Frauen – Women in Battle. 150 Jahre Kampf für Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit“, Elisabeth Sandmann Verlag, Februar 2019

„Der Kampf ums Wahlrecht war zugleich der Kampf dafür, als vernünftige, rational denkende Menschen wahrgenommen zu werden. Frauen kämpfen seit über 150 Jahren für wirtschaftliche Unabhängigkeit, Bildung, Beruf und für das Recht über den eigenen Körper und das Recht, zu leben und zu lieben, wen man will. Neben Rosa Luxemburg, Emmeline Pankhurst und Malala Yousafzai werden auch weniger bekannte Protagonistinnen der Frauenbewegung portraitiert.“ [mehr: Goodreads]

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#norwegen2019 HAKON OVREAS: „Super-Laura“, Hanser, Mai 2018

„Super-Bruno und Super-Matze hatten ihren Auftritt – nun ist Super-Laura an der Reihe! Die Gemeinde bewilligt, dass ein reicher Unternehmer mitten in dem kleinen Dorf eine Geflügelfarm bauen darf. Das wäre das Ende für die Hütte von Laura, Matze und Bruno. Sie nimmt all ihren Mut zusammen und will den Bürgermeister überzeugen, den Beschluss zurückzunehmen. Und sie will Geld sammeln, um das Grundstück selbst zu kaufen. Doch dafür fehlen mehrere Millionen. Zeit für Super-Laura!“ [mehr: Goodreads]

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sechs Titel, für dich noch keine Leseprobe vorliegt:

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ANGIE THOMAS: „On the come up“, cbj, 4. März

„Bri ist 16 und will berühmte Rapperin werden. Als Tochter einer Rap-Legende ist das nicht leicht: Ihr Vater starb, kurz bevor er den großen Durchbruch schaffte. Dann verliert ihre Mutter ihren Job. Plötzlich gehören Essensausgaben, Zahlungsaufforderungen und Kündigungen ebenso zu Bris Alltag wie Reime und Beats.“ [mehr: Goodreads]

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JUDITH VISSER: „Mein Leben als Sonntagskind“, HarperCollins, 1. Mai

„Jasmijn führt Tagebuch – doch redet nur mit ihrer Hündin Senta und mit Elvis Presley, mit dessen Postern sie ihr Zimmer tapezierte. Wie schaffen es andere Menschen bloß, dass sie immer wissen, wie sie sich verhalten sollen? Mit Senta und Elvis an ihrer Seite macht sich Jasmijn auf, dieses Geheimnis zu ergründen und ihr Glück zu finden. Der Bestseller aus den Niederlanden: ein berührender Roman über das Erwachsenwerden mit Autismus.“ [mehr: Goodreads]

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CORNELIA FUNKE: „Das Labyrinth des Fauns“, Fischer, 2. Juli

„Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald wird zum Königreich voller magischer Wesen. Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie, wird sie Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hinein gezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth« schafft Bestsellerautorin Cornelia Funke eine Welt, wie nur Literatur es kann.“

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KATHLEEN WEISE: „Wenn wir nach den Sternen greifen“, Ueberreuter, 15. März 2019

„2039: Ianthe ist 17. Ihr Vater wurde für die erste bemannte Mars-Mission ausgewählt, und auf einem abgeschirmten NASA-Gelände am Strand verbringen alle Familien einen letzten Urlaub. Ianthe ist wütend, weil ihr Vater für seinen Traum die Familie verlässt. Sie hat ein Angebot von einem Plattenlabel in der Tasche. Der Haken: Sie müsste nach Seattle ziehen. Kann sie ihrer Familie eine weitere Veränderung antun? Was kostet es wirklich, seinen Traum zu leben?“

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INTI CHAVEZ PEREZ: „:respect. Das Sexbuch für Jungs“, Heyne, 12. August 2019

„Wie soll ein Schwanz aussehen? Sind Pornos in Ordnung? Was mögen Mädchen? Was mögen Jungs? Wie schütze ich mich selbst, und wie sage ich nein? Für den [schwedischen] Sexualpädagogen Inti Chavez Perez ist keine Frage zu groß, klein, tabu oder peinlich.“ [mehr: Goodreads; schon 2010 erschienen]

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NICO ABRELL: „Ich bin ich – und jetzt? Über Mobbing, Outing und das erste Mal“, dtv, 22. März 2019

„Nico ist 18 und schwul. Er liest, schreibt, singt und spielt Gitarre. Auf Youtube beantwortet er Fragen, spricht über seine Beziehung, Mobbingerfahrungen und Alltag, Diversity, Coming of Age und Sexualität. Nico gibt Tipps, die er vor einigen Jahren selbst gerne gehabt hätte: Was sind die besten Konter auf blöde Sprüche? Wie oute ich mich und muss ich das überhaupt? Wie überwindet man seine Ängste?“

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bisher nur auf Englisch – angelesen und gemocht:

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ADIS KHORRAM: „Darius the Great is not okay“, August 2018

„Darius Kellner speaks better Klingon than Farsi, and he knows more about Hobbit social cues than Persian ones. He’s about to take his first-ever trip to Iran, and it’s pretty overwhelming–especially when he’s also dealing with clinical depression and a disapproving dad. In Iran, he gets to know his ailing but still formidable grandfather, his loving grandmother, and the rest of his mom’s family for the first time. And he meets Sohrab, the boy next door who changes everything. Sohrab calls him Darioush–the original Persian version of his name–and Darius has never felt more like himself than he does now that he’s Darioush to Sohrab. When it’s time to go home to America, he’ll have to find a way to be Darioush on his own.“

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SUSIN NIELSEN: „No fixed Address“, September 2018

„Felix is 12. His mom is loving but unreliable and can’t hold onto a job, or a home. When they lose their apartment in Vancouver, they move into a camper van, just for August, till Astrid finds a job. September comes, they’re still in the van; Felix must keep „home“ a secret and give a fake address in order to enroll in school. When he gets to compete on a national quiz show, Felix is determined to win: The cash prize will bring them a home.“

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GUY JONES: „The Ice Garden“, Januar 2018

„Jess is allergic to the sun and has to stay in the hospital. Her only friend is a boy in a coma, to whom she tells stories. One night she sneaks out to explore the empty playground she’s longed to visit, where she discovers a beautiful impossibility: a magical garden wrought of ice. But Jess isn’t alone in this fragile, in-between place…“

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BECKY ALBERTALLI, ADAM SILVERA: „What if it’s us“, Oktober 2018

„Arthur is only in New York for the summer. Ben is on his way to the post office, carrying a box of his ex-boyfriend’s things. They meet at the post office. But what if Arthur tries too hard to make it work and Ben doesn’t try hard enough?“

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KATRIN VAN DAM: „Come November“, Oktober 2018

„Rooney’s mom just lost her job. She isn’t planning to get another one: The Next World Society has its members convinced they’ll be leaving Earth behind on November 17. To Ronney’s mother and younger brother it sounds like salvation. Their obsession threatens to tear their lives apart.“

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MELANIE SUMROW: „The Prophet calls“, November 2018

„‚Let’s play apocalypse!‘, my cousin yells. In the shade of the grocery store, my three mothers shake their heads in unison.‘ Gentry feels lucky to live among God’s chosen people in the Prophet’s compound, but when music is outlawed, Gentry and her older brother Tanner sneak out. Gentry begins to question the Prophet’s teachings and his revelations, especially when his latest orders put her family in danger. Can she escape the only life she’s ever known?“

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GLORY EDIM: „Well-read Black Girl“, Oktober 2018

„An inspiring collection of essays by black women writers on the importance of recognizing ourselves in literature: Remember that moment when you first encountered a character who seemed to be written just for you? That feeling of belonging remains with readers the rest of their lives—but not everyone regularly sees themselves on the pages of a book. Contributors include Jesmyn Ward, Jacqueline Woodson, Tayari Jones. Whether it’s learning about the complexities of femalehood from Zora Neale Hurston and Toni Morrison, finding a new type of love in The Color Purple, or using mythology to craft an alternative black future, the subjects of each essay remind us why we turn to books in times of both struggle and relaxation.“

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JACQUELINE WOODSON: „Harbor me“, August 2018

„Six kids have to meet for a weekly chat–by themselves, with no adults to listen in. What is bothering them? Esteban’s father’s deportation and Haley’s father’s incarceration, Amari’s fears of racial profiling and Ashton’s adjustment to his changing family fortunes. When the six are together, they can express the feelings and fears they have to hide from the rest of the world.“

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SHARON M. DRAPER: „Blended“, Oktober 2018

„Eleven-year-old Isabella’s blended family is more divided than ever: a thoughtful story about divorce and racial identity. One week, she’s living in a fancy house where they are one of the only black families in the neighborhood. The next week she’s with her mom and her boyfriend John-Mark in a small, not-so-fancy house that she loves. And she’s is beginning to realize that being split between Mom and Dad is more than switching houses, switching nicknames, switching backpacks: it’s also about switching identities. Strangers are always commenting: “You’re so exotic!” “You look so unusual.” “But what are you really?” Then, Isabella and her step-brother are stopped by the police. A cell phone is mistaken for a gun. And shots are fired.“

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JENNIFER A. NIELSEN: „Resistance“, August 2018

„Chaya is a teenager living in Nazi-occupied Poland. After her little sister is taken away, her younger brother disappears. Using forged papers and her fair features, Chaya becomes a courier and travels between the Jewish ghettos of Poland, smuggling food, papers, and even people.“

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DANIEL JOSÉ OLDER: „Dactyl Hill Squad“, September 2018

„It’s 1863 and dinosaurs roam the streets of New York as the Civil War rages between raptor-mounted armies down South. Magdalys Roca and her friends from the Colored Orphan Asylum are on a field trip when the Draft Riots break out, and a number of their fellow orphans are kidnapped by an evil magistrate, Richard Riker.“

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ETHAN M. ALDRIDGE: „Estranged“, August 2018  [Comic]

„Edmund and the Childe were swapped at birth. Edmund has fae powers, but lives in secret as a changeling in the World Above. The Childe lives among the fae in the World Below, where being human makes him an oddity at the royal palace, and where his only friend is a wax golem named Whick. When the cruel sorceress Hawthorne takes the throne, the Childe and Edmund need to act.“

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LAURA SHOVAN: „Takedown“, Juni 2018

„One girl wants to break barriers in a sport dominated by boys. Mikayla is a wrestler. Some people object to having a girl on the team. Lev is determined to make it to the state championships. At the beginning of sixth grade, he’s paired with a new partner–a girl. Mikayla and Lev work hard together and become friends. But when they face each other, only one of them can win.“

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KELLY JENSEN: „(Don’t) call me crazy. 33 Voices start the conversation about mental health“, Oktober 2018

„Is using the word crazy offensive? The word itself means different things—wild? extreme? disturbed? passionate?—to different people. Thirty-three writers, athletes, and artists offer essays, lists, comics, and illustrations that explore their personal experiences with mental illness, how we do and do not talk about mental health.“

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TENA CLARK: „Southern Discomfort. A Memoir“, Oktober 2018

[kein Jugendbuch] „For readers of beloved memoirs like The Glass Castle: Set in rural Mississippi during the Civil Rights era. A white girl coming of age in a repressive society: Tena was born in 1953 in a tiny Mississippi town where the legacy of slavery and racial injustice still permeated every aspect of life. On the outside, Tena’s childhood looked like a fairytale. Her father was one of the richest men in the state; her mother was a regal beauty. The family lived on a sprawling farm and had the only swimming pool in town; Tena was given her first car—a royal blue Camaro—at twelve. But by the time she was three, her parents’ marriage had dissolved into a swamp of alcohol, rampant infidelity, and guns. Tena was left in the care of her black nanny, Virgie, who became Tena’s surrogate mother and confidante—even though she was raising nine of her own children and was not allowed to eat from the family’s plates or use their bathroom. It was Virgie’s acceptance and unconditional love that gave Tena the courage to [out herself as a lesbian.]“

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MICHELLE KIM: „Running through Sprinklers“, April 2018

„Surrey, British Columbia, Canada, in the early 1990s: Nadine has suddenly skipped a grade and gone to high school without Sara. Sara can feel their friendship slipping away.“

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VEERA HIRANANDANI: „The Night Diary“, März 2018

„It’s 1947, and India, newly independent of British rule, has been separated into two countries: Pakistan and India. The divide has created much tension between Hindus and Muslims, and hundreds of thousands are killed crossing borders. Half-Muslim, half-Hindu twelve-year-old Nisha doesn’t know where she belongs. When Papa decides it’s too dangerous to stay in what is now Pakistan, Nisha and her family become refugees and embark first by train but later on foot to reach her new home.“

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ALEX GINO: „You don’t know everything, Jilly P!“, Oktober 2018

„When her sister Emma is born Deaf, Jilly realizes how much she still has to learn. A big fantasy reader, Jilly connects with another fan, Derek, who is a Deaf Black ASL user. Jilly has to learn to be an ally, a sister, and a friend, understanding that life works in different ways for different people, and that being open to change can make you change in the best possible ways.“

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[Alle Klappentexte: gekürzt]

[Leseexemplare? gern einfach direkt per E-Mail schicken | Printadresse hier: Link]

Jugendbücher 2017, Sommerbücher 2017: die besten Romane

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angelesen, vorgemerkt, entdeckt: meine Vorauswahl der literarischen Neuerscheinungen in der ersten Jahreshälfte 2016 – neue Bücher für die Zeit zwischen Leipziger Buchmesse, Ostern und Sommer.

deutschsprachige Literatur, neu 2017:

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KATHY ZARNEGIN, „Chaya“ (Weissbooks, 244 Seiten): „Teheran, 70er Jahre: Ein junges Mädchen träumt von der freien Welt. Kaum ist sie aus dem turbulenten Iran in Europa angekommen, verwandelt sich das neugierige Kind im Schnelldurchlauf in eine Frau.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

NAVA EBRAHIMI, „Sechzehn Wörter“ (btb, 320 Seiten): „Als ihre Großmutter stirbt, beschließt Mona, mit ihrer Mutter ein letztes Mal in den Iran zu fliegen. Der Rückflug in ihr Kölner Leben zwischen Coworking und Clubszene ist schon gebucht. Doch dann überredet sie ihr iranischer Langzeitliebhaber Ramin zu einem Abschiedstrip nach Bam, in jene Stadt, die fünf Jahre zuvor von einem Erdbeben komplett zerstört wurde.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

MICHAEL STAVARIC, „Gotland“ (Luchterhand, 352 Seiten): „Eine streng katholische Mutter – Zahnärztin mit eigener Praxis und einem fanatischen Glauben, der die Bibel gefährlich wörtlich nimmt. Was macht das mit dem Sohn? Er hofft, Gott in Gotland zu finden, jenem fernen Sehnsuchtsort der Mutter, die immer behauptete, dort hätte sie seinen Vater kennengelernt.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

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FLURIN JECKER, „Lanz“ (Nagel & Kimche, 128 Seiten): „In einer Projektwoche soll der 14-jährige Lanz einen Blog schreiben. Erst sträubt er sich, doch dann breitet er rückhaltlos sein Leben aus: die Trennung der Eltern, die Kompliziertheit zweier Zuhause, die Ödnis seiner Kindheit in einem Dorf in der Schweiz. Ein Junge, der die Zumutungen der Welt kommentiert, in einer eigenwilligen, wuchtigen, restlos glaubwürdigen Sprache.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

KRISTINA PFISTER, „Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten“ (Klett-Cotta, 256 Seiten): „Jeden Abend betrachtet Annika die junge Frau gegenüber. Marie-Louise scheint all das zuzufliegen, wonach Annika sich sehnt: Freunde, Liebhaber, Geselligkeit. Für beide Frauen beginnt ein Sommer in der Provinz, wo Humor und Verzweiflung nah beieinander liegen.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

GERHARD HENSCHEL, „Arbeiterroman“ (Hoffmann & Campe, 576 Seiten): „Martin Schlosser hat sein Studium abgebrochen und jobbt als Hilfsarbeiter einer Spedition. Sein Traum vom Schriftstellerleben hatte anders ausgesehen. Erst nachdem in Berlin die Mauer fällt, über Martins Elternhaus die Tragödien hereinbrechen und seine Freundin Andrea ihn verlässt, um als Bauchtänzerin ihr Glück zu machen, scheint der Durchbruch nahe.“ [Klappentext, leicht gekürzt] Goodreads: Link

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internationale Literatur, neu auf Deutsch:

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RICHARD RUSSO, „Ein Mann der Tat“ (Dumont, 640 Seiten, Deutsch von Monika Köpfer): „Memorial Day in North Barth: Chief Raymer kollabiert auf einer Beerdigung, fällt ins offene Grab und verliert dabei das einzige Beweisstück dafür, dass seine Frau ihn betrogen hat. Die Wand eines Gebäudes, das der impotente Bauunternehmer Carl errichtet hat, stürzt ein. Sein ehemaliger Kontrahent Sully verheimlicht seine schwere Krankheit. Eine illegal gehaltene Giftschlange ist entwichen, und die Bewohner der Kleinstadt müssen Farbe bekennen und von ihren gewohnten Mustern abweichen.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

COLSON WHITEHEAD, „Underground Railroad“ (Hanser, 352 Seiten, Deutsch von Nikolaus Stingl; erscheint am 21. August): „Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit? Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika.“ [Klappentext, ungekürzt] Goodreads: Link

KENT HARUF, „Unsere Seelen bei Nacht“ (Diogenes, 208 Seiten, Deutsch von Pociao): „Eine Kleinstadt in Colorado. Addie, eine Witwe von 70 Jahren, klingelt bei ihrem Nachbarn Louis, der seit dem Tod seiner Frau ebenfalls allein lebt. Sie macht ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag: Ob er nicht ab und zu bei ihr übernachten möchte? Louis lässt sich darauf ein. Und so liegen sie Nacht für Nacht nebeneinander und erzählen sich ihre Leben. Doch ihre Beziehung weckt in dem Städtchen Argwohn und Missgunst.“ [Klappentext, kaum gekürzt] Goodreads: Link

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MAURIZIO TORCHIO, „Das angehaltene Leben“ (Zsolnay, 240 Seiten, Deutsch von Annette Kopetzki): „Ein Mann sitzt seine lebenslängliche Strafe in der Einzelhaft ab – er hat die Tochter des „Kaffeekönigs“ entführt, später einen Wärter umgebracht. Er klagt nicht an, sondern beschreibt, wie das Gefängnis Tag für Tag mehr zum eigenen Körper wird. Ein Roman wie ein Faustschlag, in dem das „Gefangensein“ auch eine Metapher ist für das Menschsein.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

GRAHAM SWIFT, „Ein Festtag“ (dtv, 142 Seiten, Deutsch von Susanne Höbel): „1924. Jane, das junge Dienstmädchen von Beechwood, und Paul, der Spross aus begütertem Haus, haben ein Verhältnis. Doch Paul wird bald – standesgemäß – heiraten. Jahrzehnte später blickt sie zurück und erzählt: von einer Tragödie und einer wundersamen Entfaltung.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

YU HUA, „Die letzten sieben Tage“ (S. Fischer, 304 Seiten, Deutsch von Ulrich Kautz): „Yang Fei ist erst 41 und schon tot. Bevor seine Seele ins Jenseits geht, befindet sich der Verstorbene sieben Tage in einem Zwischenreich, wo er sein Leben Revue passieren lässt: der Abriss seiner Wohnung durch Spekulanten, die Verarmung seines Ziehvaters durch Krankheit, und dann verlässt ihn noch seine große Liebe Li Qing für einen reichen Mann.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

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GAIL HONEYMAN, „Ich, Eleanor Oliphant“ (Lübbe, 525 Seiten, Deutsch von Alexandra Kranefeld): „Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus – und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen. Ein Debüt mit unvergesslicher Hauptfigur.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

MEGAN HUNTER, „Vom Ende an“ (C.H. Beck, 160 Seiten, Deutsch von Karen Nölle): „Die Erzählerin bekommt ihr erstes Kind. Gleichzeitig überschwemmt eine Flur weite Teile Englands, Feuer brechen aus. Die Frau und ihr Gefährte müssen sich auf eine Insel flüchten. Die kleine Familie wird getrennt. Lyrisch und lakonisch, durchsetzt mit Passagen, die sich wie Bibelzitate lesen, wie ein weibliches Gegenstück zu Cormac McCarthys „Die Straße“.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link – nur 3.58 von 5.

TIMOTHY ZAHN, „Thrawn“ (Blanvalet, 420 Seiten, Deutsch von Andreas Kasprzak; erst im Februar 2018): „Die spannende Vorgeschichte zur erfolgreichsten Star-Wars-Trilogie. Schnell erweist sich Thrawn als unverzichtbar für das Imperium. Sein Aufstieg scheint unaufhaltsam. Als er zum Großadmiral ernannt wird, muss er beweisen, dass er im Krieg gegen die Rebellen stark genug ist.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

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Krimis und Thriller, neu auf Deutsch:

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MINATO KANAE, „Geständnisse“ (C. Bertelsmann, 272 Seiten, Deutsch von Sabine Lohmann): „Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken. Moriguchi kündigt ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine Lektion mit auf den Weg geben. Sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

JUAN DIAZ CANALES, JUANJO GUARNIDO, „Blacksad“ (Carlsen Comics, 304 Seiten, Deutsch von Harald Sachse): „In einer düsteren Großstadt, in der nur Tiere leben, erledigt Blacksad lakonisch seine Fälle. Alle 5 bisher erschienenen Blacksad-Comicbände sowie zwei zusätzliche Geschichten und Skizzenmaterial.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

PETER MAY, „Moorbruch“ (Zsolnay, 336 Seiten, Deutsch von Silvia Morawetz): „Vor 17 Jahren verunglückte Roddy, Leader der Band Amran, mit seinem Flugzeug und blieb verschollen. Fin Macleod, früher Roadie der Band, ist zurück auf der Hebrideninsel Lewis und bekämpft im Auftrag eines Gutsbesitzers Wilderer. Doch der Erste, den Fin zur Strecke bringen soll, ist ausgerechnet sein alter Freund Whistler. Die beiden werden Zeugen eines Moorbruchs, der das Wrack von Roddys Flugzeug zu Tage befördert. Fin erkennt an Whistlers Reaktion sofort, dass etwas nicht stimmt. Ein packender literarischer Krimi aus Schottland.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link (Teil 3 einer Trilogie)

neue Jugendbücher:

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ANKE STELLING, „Erna und die drei Wahrheiten“ (cbt, 240 Seiten): „Warum steckt in „Gemeinschaft“ auch „gemein“? Erna Majewski, 11, besucht eine Gemeinschaftsschule und lebt im gemeinschaftlichen Wohnprojekt. Dass das ganze Gemeinschaftsgetue ungerecht und sogar verlogen sein kann, erleben Erna und ihre Freundinnen, als nach dem Schulfasching jemand mutwillig die Klos ruiniert hat: Weil der Täter sich nicht meldet, sollen jetzt alle dafür büßen. Erna ermittelt. Sie findet heraus, was passiert ist. Aber soll sie es auch verraten? Schließlich gibt es laut einem Sprichwort drei Wahrheiten – deine, meine und die Wahrheit. Und wer kann die schon ertragen?“ [Klappentext, leicht gekürzt] Goodreads: Link

STEFANIE HÖFLER, „Tanz der Tiefseequalle“ (Beltz & Gelberg, 192 Seiten): „Niko, der ziemlich dick ist und sich oft in Parallelwelten träumt, rettet die schöne Sera vor einer Grapschattacke. Sera fordert Niko daraufhin zum Tanzen auf. Der Beginn einer Freundschaft, die im entscheidenden Moment mutig über ihren Schatten springen.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

CHRISTIAN DUDA, „Gar nichts von allem“ (Beltz & Gelberg, 160 Seiten): „Der Vater des 11jährigen Magdi buckelt nach oben und tritt nach unten. Unten, da stehen Magdi, seine drei Geschwister und seine Mutter. Was den arabischen Vater und die deutsche Mutter eint, ist der Wille, »gebührliche« Kinder großzuziehen. Bloß nicht unangenehm auffallen! Christian Duda blickt zurück in die 1970er Jahre: ein Kind in der Zange zwischen gesellschaftlichen Ressentiments und innerfamiliärem Druck.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

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STEPHAN LOHSE, „Ein fauler Gott“ (Suhrkamp, 336 Seiten): „Sommer 1972. Benjamin ist 11. Dann stirbt sein kleiner Bruder Jonas. Nachts sitzt Bens Mutter auf einer Heizdecke und weint. Ben kommt nun extra pünktlich nach Hause, er spielt ihr auf der C-Flöte vor und unterhält sich mit ihr über den Archäopteryx. An Jonas denkt er immer seltener. Sein bester Freund erklärt Ben die Eierstöcke, und sein erster Kuss schmeckt nach Regenwurm.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

NICOLA YOON, „The Sun is also a Star“ (Dressler, 400 Seiten, Deutsch von Susanne Klein): „Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche. Doch Natasha soll am selben Abend abgeschoben werden.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

JACK CHENG, „Hallo Leben, hörst du mich?“ (cbt, 384 Seiten, Deutsch von Bernadette Ott): „Der 11-jährige Alex plant, seinen iPod mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen, um den Außerirdischen das menschliche Leben zu erklären und wagt gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan die große Reise zu einer Convention von Raketen-Nerds.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

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Klassiker, neu aufgelegt:

LEONARD GARDNER, „Fat City“ (Original von 1969, Blumenbar, 224 Seiten, Deutsch von Gregor Hens): „Eine Liebeserklärung an eine Zeit, in der man von der Hand in den Mund lebte. California-Working-Class-Sound, trotzigen Humor und der feinen Melancholie eine deutsche Stimme zu geben.“ [schrecklicher, weil völlig nichtssagender, selbstverliebter Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

VICTOR HUGO, „Die Arbeiter des Meeres“ (Original von 1866, mare, 672 Seiten, Deutsch von Rainer G. Schmidt): „Der Fischer Gilliatt lebt nah bei den Klippen, den Menschen im Dorf erscheint er als seltsamer Kauz. Seit er beobachtet hat, wie Déruchette, die Nichte des Reeders, seinen Namen in den (auf Guernsey äußerst seltenen) Schnee geschrieben hat, kommt er gedanklich nicht mehr von dem Mädchen los – und lässt sich, um ihre Liebe zu erringen, auf einen dramatischen und furchtbaren Kampf mit den Naturgewalten ein.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

ANTANAS SKEMA, „Das weiße Leintuch“ (Original von 1958, Guggolz, 255 Seiten, erstmals auf Deutsch von Claudia Sinnig): „Škėma (1910–1961) hinterließ einen Roman, der bis heute bedeutenden Einfluss auf die litauische Literatur ausübt: Protagonist Antanas Garšva, ein litauischer Exilschriftsteller, arbeitet als Liftboy in einem vielstöckigen New Yorker Hotel. Vor den Sowjets aus Litauen geflohen, hadert er mit der bigotten litauischen Leitkultur und der Trivialität der amerikanischen Konsumgesellschaft, und findet sich verstrickt in ein Dreiecksverhältnis mit seiner Geliebten Elena und ihrem Ehemann.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

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neue Sachbücher:

CORY TAYLOR, „Sterben. Eine Erfahrung“ (Allegria, 176 Seiten, Deutsch von Ulrike Kretschmer): „2015 erfährt die australische Schriftstellerin Cory Taylor, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. In nur wenigen Wochen reflektiert sie über den Sinn der Zeit, die ihr noch bleibt. Sie erfasst die transformative Kraft des Prozesses, in dem sie sich befindet, und es gelingt ihr, sich diesem kreativ und ehrlich zu stellen. Wer liest? Alle, die sich mit der letzten Phase des Lebens auseinandersetzen möchten, um dem Leben selbst Tiefe und Sinn zu geben.“ [scheußlich esoterischer Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

TALI SHAROT, „Die Meinung der anderen“ (Siedler, 304 Seiten, Deutsch von Susanne Kuhlmann-Krieg): „Meinung, Macht und Manipulation. Die Psychologin und Neurowissenschaftlerin Sharot zeigt, wie wir andere Menschen prägen können ― und von ihnen geprägt werden. Wir werden beeinflusst – meist unbewusst und mehr als uns lieb ist. Allzu oft sind wir steinzeitlichen Instinkten und Reflexen unterworfen – und daher zum Scheitern verdammt, wenn wir andere zu etwas bewegen wollen.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

ARAM MATTIOLI, „Verlorene Welten. Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas“ (Klett-Cotta, 464 Seiten): „Die Geschichte Nordamerikas zwischen 1700 und 1900 aus der Sicht der »First Peoples«. Die politischen Motive aller Seiten im erbarmungslosen Kampf um den Kontinent. Daneben kommen die kulturellen Leistungen der Indianer ebenso zur Sprache wie die großen sozialen Umwälzungen.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

internationale Literatur, neu 2017, noch nicht übersetzt:

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GEORGE SANDERS, „Lincoln in the Bardo“ (Random House, 343 Seiten): „Abraham Lincoln and the death of his eleven year old son, Willie, at the dawn of the Civil War. On February 22, 1862, Willie Lincoln was laid to rest in a marble crypt in a Georgetown cemetery. Shattered by grief, Abraham visits the crypt, alone, to spend time with his son’s body. Set over the course of that one night and populated by ghosts of the recently passed and the long dead, Lincoln in the Bardo is a thrilling exploration of death and grief, with humor, pathos, and grace.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

KAYLA RAE WHITAKER, „The Animators“ (Random House, 369 Seiten): „In the male-dominated field of animation, Mel and Sharon are best friends and artistic partners, bonding over their working-class roots. After they spent their twenties ensconced in a gritty Brooklyn studio, they are finally celebrating the release of their first full-length feature, which transforms Mel’s difficult childhood into a provocative and visually daring work of art. But with their success come doubt and destruction.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

AYOBAMI ADEBAYO, „Stay with me“ (Canongate, 304 Seiten): „Nigeria in the 1980s: Yejide is hoping for a child. It is all her husband and her mother-in-law wants, and she has tried everything – arduous pilgrimages, medical consultations, dances with prophets. But when her in-laws insist upon a new wife, it is too much for Yejide to bear.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

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FIONA MAAZEL, „A little more Human“ (Graywolf, 304 Seiten): „Phil Snyder: new father, nursing assistant at a cutting-edge biotech facility, and all-around decent guy. His wife has betrayed him, his father is hiding early-onset dementia. Phil also has a special talent—he’s a mind reader and moonlights as Brainstorm, a costumed superhero. A Little More Human, rife with layers of paranoia and conspiracy, questions how well we really know ourselves, showcasing Fiona Maazel at her tragicomic, freewheeling best.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

ADAM SILVERA, „History is all you left me“ (Soho Teen, 320 Seiten): „Griffin’s first love and ex-boyfriend Theo dies in a drowning accident. Griffin is losing himself in his obsessive compulsions and destructive choices.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

BENJAMIN ALIRE SAENZ, „The Inexplicable Logic of my Life“ (Clarion Books, 452 Seiten): „Sal has always been certain of his place with his adoptive gay father and their loving Mexican-American family. But now, life-altering events force him and his best friend, Samantha, to confront issues of faith, loss, and grief.“ [Klappentext, gekürzt] Goodreads: Link

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Die besten Jugendbücher 2016: Entdeckungen / Vorauswahl zur Leipziger Buchmesse

Jugendbücher 2016, Stefan Mesch (2)

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Einmal pro Monat stelle ich ca. 20 unbekannte oder neue Bücher vor.

heute: aktuelle Jugendbücher und Young-Adult-Literatur, neu auf Deutsch.

Neue Titel oder Neuausgaben, erschienen zwischen Frühling 2016 und Frühling 2017…

…angelesen, gemocht und vorgemerkt.

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jugendbücher 2016 - Stefan Mesch

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Ich schreibe einen Roman über Sechzehnjährige. Ich lese seit ca. 2009 Young-Adult-Literatur, empfehle Titel bei ZEIT Online und veröffentliche immer wieder auch längere Texte über z.B.“Mockingjay” (Link) oder neue Dystopien (Link). Meine Lieblings-Jugendbuchautorin ist A.S. King (Link).

10 große Favoriten / Empfehlungen:

The Member of the Wedding   To Kill a Mockingbird  Quien ama a Gilbert Grape  The Only Alien on the Planet  Vielleicht Lieber Morgen

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The Usual Rules  The Hunger Games (The Hunger Games, #1)  Please Ignore Vera Dietz  Two Boys Kissing  Imperfect Spiral

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“Willkommen im Leben” gehört zu meinen Lieblingsserien. “One Tree Hill” ist ein Guilty Pleasure.

2014 habe ich bei Beltz & Gelberg veröffentlicht, in “Das ist genau mein Ding!”.

Jetzt: 20 aktuelle Bücher, in meiner “bald lesen!”-Vorauswahl: Leseprobe gelesen – aber noch nicht gekauft.

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01: Tanya Lieske, „Sommernachtstraum“

  • leichte, aber sprachlich recht komplexe Verwechslungskomödie
  • 336 Seiten, Fischer KJB, Februar 2016
  • Goodreads: noch kaum Wertungen

„Shakespeares ›Sommernachtstraum‹ als Schultheaterprojekt! Ben und seine Schüler stürzen sich in die Proben. Hermia liebt Lysander, Helena will Demetrius, Oberon straft Titania, und die Feenkönigin liebt plötzlich einen Esel. Während den Proben geraten auch die Liebesgeschicke der Theatergruppe durcheinander: Struppi liebt Mireille, Mary Jane will Ben, Bens Freundin trifft sich heimlich mit Mireilles Vater.“ [Klappentext, gekürzt]

Sommernachtstraum

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02: Kenneth Oppel, „Das Nest“

  • Kinder-Fantasy im Stil von Neil Gaimans „Coraline“.
  • Illustrator John Klassen hat viele Fans – aber langweilt mich meist.
  • 217 Seiten, Dressler (Oetinger), Januar 2016
  • deutsch von Jessika Kornina-Scholz, illustriert von John Klassen. Goodreads: 3.82 von 5

„Steve durchlebt eine schwere Zeit: sein neugeborener Bruder kämpft um sein Leben. Als sich eines Nachts die Wespenkönigin in Steves Träume einschleicht und ihm anbietet, das Baby zu ‚reparieren‘, scheinen seine Wünsche erhört zu werden. Doch die Dinge nehmen eine finstere Wendung, als Steve erkennt, was wirklich mit dem Kleinen geschehen soll.“ [Klappentext, gekürzt]

The Nest

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03: Jason Reynolds, „Coole Nummer“

  • New-York-Roman, mitreißend, psychologisch, sympathisch.
  • 260 Seiten, Reihe Hanser bei dtv, August 2015
  • deutsch von Klaus Fritz, Goodreads: 3.95 von 5

„Brooklyn: Ali hat sich fast sechzehn Jahre lang von allem Ärger fern gehalten. Dann ergibt sich die Gelegenheit, mit den großen Jungs zu spielen.“ [Klappentext, gekürzt]

When I Was the Greatest

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04: Susin Nielsen, „Die hohe Kunst, unterm Radar zu bleiben“

  • gewollt schrulliges Jugendbuch – vielleicht zu drollig…
  • …aber auf den ersten Seiten scheint mit der exzentrische Ich-Erzähler plausibel und sympathisch!
  • 256 Seiten, cbt, Februar 2016
  • deutsch von Claudia Max, Goodreads: 4.18 von 5

„Henry ist 13. Seine Devise: bloß nicht auffallen. Denn wehe, es kommt raus, was sein Bruder getan hat. Weil Henry, seit ES passiert ist, nur noch Robotersprache spricht, hockt er viel beim Seelendoc. Als er Alberta trifft, die zwar auch nicht normal, aber ziemlich toll ist, fragt er sich, ob da mehr daraus werden könnte. Und ob das bedeutet, dass es für ihn tatsächlich ein Leben DANACH gibt.“ [Klappentext, gekürzt]

The Reluctant Journal of Henry K. Larsen

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05: Karin Bruder, „Panama“

  • ruhiger, vielleicht auch klassisch-literarischer als viele aktuelle Young-Adult-Novels.
  • 337 Seiten, Reihe Hanser bei dtv, Oktober 2015
  • Goodreads: noch kaum Wertungen

„Ihr Großvater schickt Liana nach dem Abitur nach Panama City. Sie soll den Sohn ihres verstorbenen Bruders abholen, der seit Jahren als verschollen galt. Doch vor Ort ist alles komplizierter als gedacht. Als sie Ruud kennenlernt, hat sie es nicht mehr eilig, in ihr altes Leben zurückzukehren.“ [Klappentext, gekürzt]

Panama: Roman (Reihe Hanser)

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06: Karin Kaci, „Homevideo“

  • Typische Schullektüre. Ich mag Tempo, Härte und Geschwindigkeit: kurz und rasant.
  • 176 Seiten, Carlsen, Januar 2016
  • Goodreads: noch kaum Wertungen

„Das Buch zum TV-Film »Homevideo« (Grimme-Preis 2012): Jakobs Kamera ist wie ein Tagebuch. Der 15-Jährige filmt, was ihn bewegt. Doch dann gerät ein selbstgedrehtes, intimes Video durch Zufall in die Hände von Mitschülern, die es ins Internet stellen. Jakob wird ausgelacht, angemacht, gemobbt. Seine Freundin Hannah zieht sich zurück. Lehrer und Eltern wissen kaum, wie sie mit der Sache umgehen sollen. Keiner kann helfen, keiner kann die Hassbotschaften stoppen. Es bleibt nur ein Ausweg…“ [Klappentext, gekürzt]

Homevideo

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07: Bonnie-Sue Hitchock, „Der Geruch von Häusern anderer Leute“

  • kitschige Prämisse – aber literarisch/stilistisch überzeugt mich die Autorin.
  • 320 Seiten, Königskinder (Carlsen), März 2016
  • deutsch von Sonja Finck, Goodreads: 4.19 von 5

„Unweit des nördlichen Polarkreises, wo der Alltag manchmal unerbittlich ist, kreuzen sich ihre Lebenswege immer wieder: Alyce weiß nicht, wie sie Fischen und Tanzen in Einklang bringen soll. Ruth hat ein Geheimnis, das sie nicht mehr lange verbergen kann. Dora will ihren Vater nie wieder sehen und wird von Dumplings Familie aufgenommen. Hank und seine Brüder hauen von zu Hause ab, doch einer von ihnen gerät in große Gefahr. Und trifft auf Alyce…“ [Klappentext, gekürzt]

The Smell of Other People's Houses

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08: Gudrun Pausewang, „Der einhändige Briefträger“

  • noch mit 90 schreibt Pausewang Jugendbücher: erwachsener Ton, gut recherchiert.
  • 192 Seiten, Ravensburger, April 2015
  • Goodreads: noch kaum Wertungen

„September 1944: Der Krieg ist längst Alltag. Außer Johann, 17, leben im ostböhmischen Wolfentann fast nur noch Frauen, Greise und Kinder. Johann arbeitet als Briefträger, seit er an der Front seine linke Hand verlor. Er ist beliebt, denn er bringt den Dorfbewohnern Nachrichten von den fernen Vätern, Söhnen, Brüdern und kennt ihre Schicksale und Geschichten. Doch seine Freundschaft zur verwirrten alten Försterswitwe wird Johann bei Kriegsende zum Verhängnis…“ [Klappentext, gekürzt]

Der einhändige Briefträger

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09: Klaus Kordon, „Krokodil im Nacken“

  • sehr beliebter Autor von Jugendbüchern über die deutsche Geschichte: Kordons autobiografischer Gefängnisroman wirkt auf mich dringlich, nah, persönlich. Nur der Umfang macht mir Angst: 800 Seiten Fliesen, Betonboden, Selbstmitleid?
  • 800 Seiten, Beltz und Gelberg, November 2015 [Neuauflage. Buch von 2002.]
  • Goodreads: 4.04 von 5

„Die Lebensgeschichte von Manfred Lenz, der nach einem missglückten Fluchtversuch aus der DDR ein Jahr in Stasi-Gefängnissen verbringt. Seine Frau Hannah ist ebenfalls inhaftiert, die Kinder Silke und Michael wurden im Heim untergebracht. In seiner Isolation lässt Manfred Lenz sein Leben Revue passieren: Die Kneipe am Prenzlauer Berg, in der er nach dem Krieg aufgewachsen ist, der Einmarsch der sowjetischen Truppen auf dem Potsdamer Platz, der Tod der Mutter, das Kinderheim, das Jugendwohnheim – und dann die nur ein paar hundert Meter entfernte Grenze nach Westberlin. Der große Roman erzählt mit bestechender Authentizität deutsch-deutsche Zeitgeschichte.“ [Klappentext, gekürzt]

Krokodil im Nacken

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10: Tromly, „Digby“

  • charmante Detektiv-Komödie, erster Band einer Reihe
  • 368 Seiten, Oetinger, Februar 2016
  • deutsch von Sylke Hachmeister, Goodreads: 3.92 von 5

„Beschossen. Inhaftiert. Gekidnappt. Ein ganz normaler Tag mit Digby. Das war Zoe schnell klar. Denn Digby will den Fall seiner kleinen Schwester, die vor acht Jahren entführt wurde, aufklären. Spannende Unterhaltung auf höchstem Niveau, mit einer Prise schrägem Humor und einem besonders lässigem Dedektiv.“ [Klappentext, gekürzt]

Digby (Digby, #1)

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11: Robert Clement, „70 Meilen zum Paradies“

  • Vielleicht wissen wir 2016 so viel über Schleuser, Lampedusa und die Flucht aus Nordafrika, dass das Buch langweilt? Aber: Stil, Ton, Figuren sprechen mich an.
  • Taschenbuch: 176 Seiten, Verlag Jungbrunnen, März 2015. Zuvor 2006 im Sessler Verlag.
  • Goodreads: 3.80 von 5

„Siad, ein junger Krankenpfleger aus Somalia, und seine Tochter Shara warten in Tunesien gemeinsam mit anderen Flüchtlingen aus Afrika, bis Schlepper sie nach Europa bringen. Ihr Ziel ist Lampedusa, das Tor zu einer Zukunft, von der sie sich Sicherheit und Wohlstand erhoffen. Mit 55 anderen Flüchtlingen drängen sie sich in einem kleinen, altersschwachen Kutter. Die Reise wird zum Albtraum. Im Flüchtlingslager müssen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen warten, bis entschieden ist, ob sie einreisen dürfen oder zurückgeschickt werden. Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis, Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien.“ [Klappentext, gekürzt]

70 Meilen zum Paradies

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12: Elke Reichard, „Deutschland, gefühlte Heimat. Hier zuhause und trotzdem fremd“

  • Gestaltung wie aus den frühen 90ern, Klappentext wie aus den 70ern, wirkt wenig selbstbewusst oder empowernd. Aber: Das Buch versammelt interessante Protokolle/Portraits – und ist weniger muffig als sein Cover.
  • 176 Seiten, Reihe Hanser bei dtv, August 2015
  • Goodreads: noch kaum Wertungen

„Jeder vierte Jugendliche in Deutschland hat inzwischen einen sogenannten Migrationshintergrund. Die Autorin ging auf die Reise durch das Einwanderungsland Deutschland.“ [Klappentext, gekürzt]

DEUTSCHLAND, GEFÜHLTE HEIMAT

ähnlich: „Neu in der Fremde. Von Menschen, die ihre Heimat verlassen.“ [März 2016, Beltz & Gelberg]

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13: Arne Svingen, „Die Ballade von der gebrochenen Nase“

  • Tragikomischer Zwischendurch-Roman für Elf-, Zwölf-, Dreizehnjährige. Mir sind solche Middle-Grade-Jungs-Bücher, besonders aus Skandinavien, am Ende oft zu süßlich oder simpel. Trotzdem: angelesen und gemocht.
  • 192 Seiten, Luebbe, Oktober 2015
  • deutsch von Gabriele Haefs, Goodreads: 3.96 von 5

„Bart geht Ärger am liebsten aus dem Weg. Seine Mutter schickt ihm zum Boxunterricht, dabei gehört seine Leidenschaft der Musik. Er liebt Opern und singt heimlich. Das darf in der Schule niemand erfahren. Doch Ada ist anders als seine Mitschüler und stellt auf den Kopf.“ [Klappentext, gekürzt]

La chanson du nez cassé

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14: Luca Bloom, „Ich, Elias“

  • Simples Konzept, aber souverän erzählt. Ein Jungs-Buch, das hoffentlich nicht in Selbstmord oder der großen Katastrophe endet.
  • 144 Seiten, Beltz & Gelberg, Juli 2015 [Neuauflage: Buch von 2009]
  • Goodreads: 3.44 von 5

»Erwachsene sagen, die Jugend sei die schönste Zeit im Leben. Sie haben wirklich keine Ahnung.« Elias, 15, mitten in der Pubertät, verliebt, entrückt und durcheinander: Die Welt steht still, wenn er Zoe sieht. Doch er macht einen entscheidenden Fehler.“ [Klappentext, gekürzt]
Ich, Elias

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15: Dave Cousins, „15 kopflose Tage“

  • Harte Themen, leichte Sprache: Ich bin gespannt, ob diese Gratwanderung knapp 300 Seiten lang glückt.
  • 288 Seiten, Verlag Freies Geistesleben, Februar 2015
  • deutsch von Anne Brauner, Goodreads: 3.86 von 5

„Laurence Roach wünscht sich ein normales Leben. Doch seine Mutter ist eine depressive Alkoholikerin. Als sie eines Abends nicht mehr nach Hause kommt, erzählt er niemandem davon – aus Angst, er und sein Bruder Jay müssten sonst in Pflegefamilien. Er zieht sich ihre Kleider an und verstrickt sich immer mehr in ein Netz aus Lügen.“ [Klappentext, gekürzt]

Fünfzehn kopflose Tage

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16: Kenneth Oppel, „Affenbruder“

  • Der Klappentext klingt vorhersehbar, Bücher über kleine weiße Jungs und ihre liebsten Tiere sind mir oft zu sentimental – aber 440 Seiten bieten Platz für Tiefgang, Psychologie.
  • 439 Seiten, Beltz & Gelberg, Juli 2015
  • deutsch von Gerold Anrich und Martina Instinsky-Anrich, Goodreads: 4.04 von 5

„Ein ungewöhnlicher Tierversuch, der ethische Grenzen überschreitet und eine Familie auf die Probe stellt. Zan ist ein Schimpansen-Baby und soll Zeichensprache lernen. Für Ben wird zum »richtigen« Bruder, den er über alles liebt und zu dem er eine enge Beziehung aufbaut. Als Zan die Erwartungen nicht erfüllt und von der Uni weiterverkauft wird, erlebt fragt Ben sich verzweifelt: Wie weit darf die Wissenschaft Zan für ihre Zwecke einsetzen?“ [Klappentext, gekürzt]

Affenbruder

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17: Andrew Smith, „Auf Umwegen“

  • Smith hat einen sehr, sehr guten Ruf und schreibt Bücher, die auch männliche Teenager sehr ansprechen. Das Pferd, das Meilen-Gerede, die ersten Seiten und der Road-Trip-Plot langweilten mich… aber ich glaube, das ist nochmal einen längeren, genaueren Blick wert:
  • 336 Seiten, Königskinder (Carlsen), Oktober 2015
  • deutsch von Hans-Ulrich Möhring, Goodreads: 3.89 von 5

„Finn berechnet die Zeit in Meilen, nicht in Minuten. Stets am Rande der Katastrophe – als Kind ist ein totes Pferd von einer Brücke auf ihn gefallen – hat er immerhin den besten Freund der Welt: den total irren Cade. Dann lernt er Julia kennen. Als sie wegzieht, macht er sich auf eine Reise, die sie nicht – wie geplant – zum College ihrer Wahl führt. Ein unerwarteter Unfall macht sie zu ebenso unerwarteten Helden.“ [Klappentext, gekürzt]

Auf Umwegen

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18: Leila Sales, „This Song will save your Life“

  • ruhiges, warmherziges Buch über Identität und Freundschaft
  • 320 Seiten, Kosmos, Juni 2015
  • deutsch von Anja Herre, Goodreads: 3.97 von 5

„Niemand teilt Elises Kleidungsstil oder ihren Musikgeschmack. Bei einem ihrer Nachtspaziergänge trifft sie Pippa und Vicky, die sie in den Underground-Musikclub „Start“ mitnehmen – und plötzlich ist Elise unter Menschen, die sie so nehmen, wie sie ist. Außerdem entdeckt sie ihr Talent fürs DJ-ing. Sie wird zur heißesten Newcomerin der Szene und scheint mit einem Mal alles zu haben, was sie sich schon immer gewünscht hat: Freunde, Akzeptanz und vielleicht sogar Liebe. Doch was, wenn das richtige Leben droht, alles wieder zunichte zu machen?“ [Klappentext, gekürzt]

This Song Will Save Your Life

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19: Rob Thomas & Jennifer Graham, „Veronica Mars, Bd. 2: Mörder bleiben nicht zum Frühstück“

  • ich mag die ersten ca. anderthalb Staffeln des Krimi-Serie (2004). Den Kinofilm von 2014 habe ich noch nicht gesehen – doch bevor Rob Thomas die Serie schrieb, war er Young-Adult-Autor, und die beiden neuen „Veronica Mars“-Romane machen auf mich einen sehr soliden Eindruck.
  • 368 Seiten, Loewe, September 2015
  • deutsch von Sandra Knuffinke und Jessika Komina, Goodreads: 4.02 von 5

„Das Neptune Grand war schon immer das eleganteste Hotel am Platz. Reiche und Prominente gehen ein und aus. Doch als eine Frau behauptet, in einem der Zimmer angegriffen worden zu sein, wenden sich die Hotelbesitzer an Veronica. Veronica-Mars-Schöpfer Rob Thomas legt den heiß ersehnten zweiten Thriller um die Kult-Detektivin vor.“ [Klappentext, gekürzt]

Mörder bleiben nicht zum Frühstück (Veronica Mars #2)

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20: Melanie Mühl, „Fünfzehn sein. Was Jugendliche heute wirklich denken“

„Diese Teenager! Gucken pausenlos auf ihr Handy. Anstatt sich mit Freunden zu treffen, tummeln sie sich im Internet. Lieben nur Computerspiele, Kosmetik, sich selbst und den Konsum. Klassische Bildung? Fehlanzeige. Melanie Mühl hat Jugendliche befragt, und sie erzählen ausführlich und erstaunlich offen über Liebe und Intimrasur, Freundschaft und die besten Posen bei Instagram. Wie hart ist es für Teenager, in einer Optimierungsgesellschaft aufzuwachsen? Wovon träumen Jugendliche im 21. Jahrhundert? Fest steht: Von vielen Vorurteilen müssen wir uns verabschieden.“ [Klappentext, gekürzt]

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schon hier im Blog vorgestellt:

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21: Sarah Darer Littman: „Die Welt wär besser ohne dich“

  • NOCH ein Buch über Mobbing/Cyber-Stalking. Hier überzeugt mich der Stil, nicht das verbrauchte Thema.
  • 384 Seiten, Ravensburger, Januar 2016.
  • deutsch von Franziska Jaekel, Goodreads: 4.14 von 5

„Seit Wochen chattet Lara mit Christian. Sie ist total verliebt und möchte ihn endlich treffen. Doch dann postet Christian plötzlich fiese Kommentare auf ihrer Facebook-Pinnwand. Und minütlich schließen sich ihm andere an. Als Lara die Beleidigungen nicht mehr erträgt, trifft sie eine verzweifelte Entscheidung.“ [Klappentext, gekürzt]

Die Welt wär besser ohne dich

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22: Jenny Valentine, „Durchs Feuer“

  • Zu schrullig? Zu sentimental? Ich bin unsicher: Ich mochte Stil und Figuren – aber erwarte eine Art… Noah-Baumbach-Groteske, übertrieben bittersüß.
  • 260 Seiten, dtv, Februar 2016
  • deutsch von Klaus Fritz, Goodreads: 3.99 von 5

„Iris hat für ihre Eltern nur Verachtung übrig. Mutter Hanna sieht nicht nur aus wie eine Barbiepuppe, sondern ist genauso leblos, und Stiefvater Lowell, der verkrachte Soap-Darsteller, ignoriert sie. Dann tritt Ernest, Iris` leiblicher Vater, in ihr Leben: ein hoch betuchter Kunstsammler. Ernests Tod ist ein Abgang wie ein Paukenschlag und die letzte große Liebeserklärung an seine Tochter Iris.“ [Klappentext, gekürzt]

Durchs Feuer

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23: James Dawson, „How to be Gay. Alles über Coming-Out, Sex, Gender und Liebe“

  • Ratgeber für/über schwule, lesbische, queere, bi- und transsexuelle Jugendliche und sexueller Vielfalt in der Pubertät – in einfacher Sprache, aber: informiert, witzig, mitreißend. 2015 gelesen und sehr gemocht: Ich wollte Dawson für den Queerspiegel/Berliner Tagesspiegel interviewen – aber es scheiterte hieran (Link)
  • 304 Seiten, S. Fischer, Juli 2015
  • deutsch von Volker Oldenburg, Goodreads: 4.05 von 5

„Wie fühlt es sich an, zum ersten Mal in ein Mädchen verliebt zu sein, wenn man selbst ein Mädchen ist? Und was passiert dann? Wie findet man andere schwule Jungs? Und warum fühlen sich manche Menschen im falschen Körper gefangen? Mit über hundert Originalbeiträgen von lesbischen, schwulen, bi- und transsexuellen Jugendlichen, die ein unendliches Spektrum sexueller Identitäten repräsentieren. Für alle, die immer schon mehr wissen wollten über Homosexualität und Transgender – und für alle, die einfach nur neugierig sind!“ [Klappentext, gekürzt. Das versprochene „unendliche“ Spektrum ist leider Quatsch: Schwule stehen im Vordergrund, der Rest wird oft nur nebenbei erwähnt.]

How to be Gay: Alles über Coming-out, Sex, Gender und Liebe

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24: Jim Shepard, “Aron und der König der Kinder”

  • Junge im Warschauer Ghetto (schon wieder)…
  • simples, aber mitreißendes Kinder-/Jugendbuch, USA 2015.
  • 270 Seiten, C.H. Beck, Januar 2016.
  • deutsch von Claudia Wenner. Goodreads: 3.74 von 5

„Aron ist ein kleiner polnisch-jüdischer Junge in einer großen, armen Familie. Leider hat er keine Zeit, ein vernünftiger Erwachsener zu werden. Denn seine Familie zieht nach Warschau, die Deutschen überfallen Polen und die Juden werden ins Ghetto gepfercht. Er freundet sich mit einer Gruppe Jugendlicher an, die für sich und ihre Familien ums Überleben kämpfen, arbeiten, schmuggeln und stehlen und sich immer fragen müssen, wieviel Freundschaft und Liebe sie sich noch leisten können. Als der König der Kinder, der berühmte Arzt und Pädagoge Janusz Korczak, Aron in sein Waisenhaus aufnimmt, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft, die den Jungen verändert und beide über sich hinauswachsen lässt.“ [Klappentext, gekürzt]

Aron und der König der Kinder

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25: MONIKA FETH, “Der Libellenflüsterer”

  • das klingt SO bieder und nach “deutsches Jugendbuch”… doch Feth erzählt so plastisch, plausibel, dass ich sobald wie möglich weiterlesen will.
  • 529 Seiten, cbt, August 2015
  • Goodreads: 4.13 von 5

“Merle ist Tierschützerin. Ein Hund, den sie einst vermittelt hatte, starb wenige Wochen später auf grausame Weise. Der neue Besitzer wurde angeklagt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Nun kreuzen sich ihre Wege erneut und Merle kommt einem weit gefährlicheren Geheimnis auf die Spur…” [Klappentext, gekürzt]

Der Libellenflüsterer

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26: David Levithan, „Two Boys Kissing – Jede Sekunde zählt“

  • eins meiner Lieblingsbücher. größte denkbare Empfehlung!
  • 288 Seiten, S. Fischer, September 2015
  • deutsch von Martina Tichy, Goodreads: 4.10 von 5

„Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich eigentlich gerade getrennt hat. Geschickt verwebt David Levithan Geschichten [mehrerer Paare, schwuler und transsexueller Figuren] zu einer großen Geschichte über homosexuelle Jugendliche von heute.“

[2013 bei ZEIT Online empfohlen] In US-amerikanische Jugendbüchern tut sich stilistisch oft nicht viel: Stakkatosätze. Präsens. Sekundenrealismus, nah am Ich-Erzähler. Alles klingt gleich. Nichts irritiert. Eine Ausnahme ist David Levithan, der in zehn Jahren fast 20 Bücher über Paare, Selbstverwirklichung und Partnerschaft-als-Selbstverwirklichung schachtelte. Jedes klang anders. Allerdings ist Two Boys Kissing ist der erste Levithan-Roman, der mich überzeugt: Acht schwule Jugendliche auf dem Land, 50 Stunden persönlichste Katastrophen und Triumphe, brillante Perspektivwechsel, Schnitte. 200 Seiten nichts als Sätze, die Leser zum Weinen bringen wollen. Vor Wut. Freude. Begeisterung. Ein hoher Ton.

David Levithan: Two Boys Kissing. A Novel. Knopf Books for Young Readers, New York 2013. 208 Seiten, 11,40 Euro.

Two Boys Kissing  Two Boys Kissing: Jede Sekunde zählt

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Graphic Novel-Reihe: „Ms. Marvel“

Ms. Marvel (USA)

Autorin: G. Willow Wilson, Zeichner: Adrian Alphona
Marvel Comics, seit Februar 2014. Deutsch bei Panini.
19+ Hefte und einige Gastauftritte / drei Sammelbände, wird fortgesetzt.

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Den ersten Band „Ms. Marvel“ würde ich am liebsten jedem Menschen von 10 bis 15 schenken – oder… bis 45. Ein All-Ages-Comic, charmant, atmosphärisch, optimistisch und rasant wie „Harry Potter“.

Band 2 hatte hanebüchene Konflikte und viel (leeres, dummes) Gerede über die angeblichen Besonderheiten der Generation Y. Und mit Band 3 tauchen immer kompliziertere Marvel-Crossover und -Bezüge auf. Auch der Zeichner wechselt ärgerlich oft: Vielleicht verheddert sich die Reihe gerade.

Vorerst aber: Unbedingt lesen! Kamala Khan, Teenager, Online-Nerd und Muslima, lebt in New Jersey. Ihre Eltern sind aus Pakistan eingewandert und haben Angst, dass sie verwestlicht. Als sie bemerkt, dass sie ihren Körper verformen, schrumpfen, verwandeln kann, hilft sie in Schule und Nachbarschaft. Ein humorvoller Comic, bunter und kindlicher als viele andere Marvel-Titel – geschrieben von einer muslimischen Autorin.

Ein zeitgemäßer, sympathischer Bestseller – aber manchmal zu drollig, harmlos.

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und:

Morton Rhues „No place, no home“ klingt vielversprechend – doch ich fand keine Leseprobe.

Goodreads: 3.86 von 5

„Nie im Leben hätte Dan damit gerechnet, dass auch er und seine Eltern einmal hier landen würden: in Dignityville. Dignityville ist eine Zeltstadt, ein Zufluchtsort für Leute, die erst ihre Arbeit, dann ihr Haus verloren haben. Ein Ort für Verlierer, die sich nicht genug angestrengt haben, dachte Dan. Doch dann lernt er Menschen kennen, die ohne Schuld ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft verloren haben – nicht jedoch ihren Stolz und den Willen, ihn sich zurückzuerobern.“

No place, no home

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ein aktueller US-Titel, angelesen und gemocht: Monica Tesler, „Bounders“

Bounders

Die besten Jugendbücher 2015/2016

young adult 2015 2016

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Im Frühling habe ich 20 aktuelle Jugendbücher gesammelt und empfohlen.

Im Herbst 20 Jugendbücher mit queeren Figuren.

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Heute: 20 Young-Adult- und Jugendromane, erschienen 2015 – angelesen, gemocht und vorgemerkt.

Britische und US-Titel, die ich gern übersetzt sähe.

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01: JAMES RICE, „Alice and the Fly“

  • Kitsch? Magischer Realismus? Psychische Krankheit? Stilistisch, literarisch macht das Spaß:
  • 323 Seiten, Januar 2015

„Miss Hayes has a new theory. She thinks my condition’s caused by some traumatic incident from my past I keep deep-rooted in my mind. As soon as I come clean I’ll flood out all these tears and it’ll all be ok and I won’t be scared of Them anymore. The truth is I can’t think of any single traumatic childhood incident to tell her. I mean, there are plenty of bad memories – Herb’s death, or the time I bit the hole in my tongue, or Finners Island, out on the boat with Sarah – but none of these are what caused the phobia. I’ve always had it. It’s Them. I’m just scared of Them. It’s that simple.“ [Klappentext, gekürzt]

Alice and the Fly

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02: JASON REYNOLDS, BRENDAN KIELY, „All American Boys“

  • ‚Black Lives Matter‘, Polizeigewalt, Psychologie. Ich bin gespannt!
  • 316 Seiten, September 2015

„A bag of chips. That’s all sixteen-year-old Rashad is looking for at the corner bodega. What he finds instead is a fist-happy cop, Paul Galuzzi, who mistakes Rashad for a shoplifter. But there were witnesses: Quinn Collins—a varsity basketball player and Rashad’s classmate who has been raised by Paul since his own father died in Afghanistan—and a video camera. Soon the beating is all over the news and Paul is getting threatened with accusations of prejudice and racial brutality. Quinn refuses to believe that the man who has basically been his savior could possibly be guilty. But then Rashad is absent. And absent again. And again. And the basketball team—half of whom are Rashad’s best friends—start to take sides. As does the school. And the town. Simmering tensions threaten to explode as Rashad and Quinn are forced to face decisions and consequences they had never considered before.“ [Klappentext, gekürzt]

All American Boys

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03: JENNY VALENTINE, „Fire Colour One“

  • schräge Wohlfühl-Literatur einer eher biederen Autorin.
  • 256 Seiten, Juli 2015

„Iris’s father Ernest is at the end of his life. Her mother has declared war. She means to get her hands on Ernest’s priceless art collection. But Ernest has other ideas. There are things he wants Iris to know. Things he can tell her and things that must wait till he’s gone.“ [Klappentext, gekürzt]

Fire Colour One

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04: MIKE REVELL, „Stonebird“

  • Ein „Middle Grade“-Roman für Leser*innen zwischen 10 und 14. Nicht so kitschig/seicht, wie das Cover befürchten lässt.
  • 308 Seiten, Juni 2015

„Liam doesn’t remember what Grandma was like before she became ill with dementia. He only knows the witch-like old woman who snaps and snarls and eats her birthday cards. Escaping the house one evening, Liam discovers an old stone gargoyle in a rundown church. The gargoyle is alive. It moves unseen in the night, acting out Liam’s stories. And stories can be dangerous things… What if the gargoyle is the only thing that can save Liam’s family?“ [Klappentext, gekürzt]

Stonebird

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05: TIM WYNNE-JONES, „The Emperor of Any Place“

  • Historienkitsch? Im besten Fall hat das hier Jonathan-Safran-Foer-/David-Mitchell-Qualitäten.
  • [nicht verwandt mit Diana Wynne Jones]
  • 336 Seiten, Oktober 2015

„When Evan’s father dies, Evan finds a hand-bound yellow book on his desk: the diary of a Japanese soldier stranded on a small Pacific island in WWII. Why was his father reading it? Who was the American soldier also stranded there? This engrossing mystery novel is a suspenseful, at times terrifying read.“ [Klappentext, gekürzt]

The Emperor of Any Place

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06: STEPHEN DAVIES, „Blood & Ink“

  • einfacher, geradliniger Jihad- und Abenteuerroman – vielleicht zu simpel?
  • 240 Seiten, Juni 2015

„Kadija is the music-loving daughter of a guardian of the sacred manuscripts of the ancient city of Timbuktu, Mali. Ali is a former shepherd boy, trained as a warrior for Allah. Tonight, the Islamist rebels are coming for Timbuktu. They will install a harsh regime of law. Television, football, radios, even music, will be banned. Kadija refuses to let go of her former life. And something in her defiance draws Ali to her. Which path will he choose?“ [Klappentext, minimal gekürzt]

Blood & Ink

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07: SARAH DARER LITTMAN, „Backlash“

  • Cybermobbing, kompetent beschrieben und erzählt.
  • 336 Seiten, April 2015

„It’s been a long time since Lara’s felt this bad, this depressed, this ugly. She’s worked really hard to become pretty and happy – and make new friends after what happened in middle school. Bree used to be best friends with overweight, depressed Lara, but constantly listening to Lara’s issues got to be too much. Secretly, Bree’s glad Christian called Lara out. Lara’s not nearly as amazing as people think. But no one realized just how far Christian’s harsh Facebook comments would push Lara. Not even Bree. As online life collides with real life, things spiral out of control, and not just for Lara. Because when the truth starts to come together, the backlash is even more devastating than anyone could have ever imagined.“ [Klappentext, gekürzt]

Backlash

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08: JONATHAN WEISMAN, „No. 4 Imperial Lane“

  • stilsicher und charmant, aber selbstverliebt und vielleicht zu langsam/träge.
  • 352 Seiten, August 2015

„Welcome to Brighton in 1988 and the University of Sussex, where kids sport Mohawks as conversation drifts from structuralism to Thatcher to the bloody Labour Students. Meet David Heller, an American who’s left the States to escape his own family still mourning the death of a daughter ten years later. To extend his stay, David has taken a job nursing Hans Bromwell. The son of a former MP, and playboy in his day, Hans was left paralyzed by a mysterious accident. When David moves into the Bromwell house, his life becomes quickly entwined with those of Hans, his alcoholic sister Elizabeth, and her beautiful fatherless daughter, as they navigate their new role as fallen aristocracy.“ [Klappentext, gekürzt]

No. 4 Imperial Lane: A Novel

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09: STEPHANIE TROMLY, „Trouble is a Friend of mine“

  • sarkastisch, süffig, interessante Figuren
  • 336 Seiten, August 2015

The first time Philip Digby shows up on Zoe Webster’s doorstep, he’s rude and he treats her like a book he’s already read and knows the ending to. But before she knows it, Zoe’s allowed Digby to drag her into a series of hilarious, dangerous, and only vaguely legal schemes all related to the kidnapping of a local teenage girl. A kidnapping that might be connected to the tragic disappearance of his little sister eight years ago. A contemporary debut with razor-sharp dialogue, ridiculously funny action, and a dynamic duo you won’t soon forget.“ [Klappentext, gekürzt]

Trouble Is a Friend of Mine

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10: JIM SHEPARD, „The Book of Aron“

„Aron and a handful of boys and girls risk their lives by scuttling around the Warsaw ghetto to smuggle and trade contraband through the quarantine walls in hopes of keeping their fathers, mothers, brothers, and sisters alive, hunted all the while by blackmailers and by Jewish, Polish, and German police, not to mention the Gestapo. Jim Shepard has masterfully made this child’s-eye view of the darkest history mesmerizing, sometimes comic despite all odds. Anyone who hears Aron’s voice will remember it forever.“ [Klappentext, gekürzt]

The Book of Aron

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2015 ya

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11: SARA NOVIC, „Girl at War“

  • eins der beliebtesten Bücher des Jahres. ich bin auf Seite 50: kompetent, aber bisher sehr brav und langsam runter-erzählt.
  • 320 Seiten, Mai 2015

„Zagreb, summer of 1991. Ten-year-old Ana Jurić is a carefree tomboy who runs the streets of Croatia’s capital with her best friend, Luka. But as civil war breaks out, soccer games and school lessons are supplanted by sniper fire and air raid drills. When tragedy suddenly strikes, Ana is lost to a world of guerilla warfare and child soldiers; a daring escape plan to America becomes her only chance for survival. Ten years later Ana is a college student in New York. She’s been hiding her past from her boyfriend, her friends, and most especially herself. Haunted by the events that forever changed her family, she returns alone to Croatia, where she must rediscover the place that was once her home and search for the ghosts of those she’s lost.“ [Klappentext, minimal gekürzt]

Girl at War

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12: LAURA ROSE WAGNER, „Hold tight, don’t let go. A novel of Haiti“

  • Auch hier bin ich auf Seite 50 – und weiß nicht, ob ich fertig lesen soll: sympathische Ich-Erzählerin – aber bisher sehr erwartbar/bekannt.
  • 272 pages, January 2015

„The vivid story of two teenage cousins, raised as sisters, who survive the devastating 2010 earthquake in Haiti. After losing the woman who raised them, Magdalie and Nadine must fend for themselves in the aftermath of the quake. The girls are inseparable until Nadine, whose father lives in Miami, sends for her but not Magdalie. As she leaves, Nadine makes a promise she cannot keep: to bring Magdalie to Miami, too.“ [Klappentext, gekürzt]

Hold Tight, Don't Let Go

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13: NEAL SHUSTERMAN, „Challenger Deep“

  • Neal Shusterman ist Pathos-König. Das hier ist eigensinnig – aber SEHR dick aufgetragen.
  • 320 Seiten, April 2015

„Caden Bosch is on a ship that’s headed for the deepest point on Earth: Challenger Deep, the southern part of the Marianas Trench. Caden Bosch is a brilliant high school student. Caden Bosch is designated the ship’s artist. Caden Bosch pretends to join the school track team but spends his days walking for miles, absorbed by the thoughts in his head. Caden Bosch is split between his allegiance to the captain and the allure of mutiny. Caden Bosch is torn. A captivating and powerful novel“ [„…about mental illness?“ Klapptentext, gekürzt]

Challenger Deep

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14: ROBYN SCHNEIDER, „Extraordinary Means“

  • ein Gegenentwurf zu „The Fault in our Stars“ und „Red Band Society“?
  • 336 Seiten, Mai 2015

„Two teens with a deadly disease fall in love on the brink of a cure. At seventeen, overachieving Lane finds himself at Latham House, a sanatorium for teens suffering from an incurable strain of tuberculosis. Part hospital and part boarding school, Latham is a place of endless rules and confusing rituals. There, Lane encounters a girl he knew years ago. Instead of the shy loner he remembers, Sadie has transformed. At Latham, she is sarcastic, fearless, and utterly compelling. Her friends, a group of eccentric troublemakers, fascinate Lane, who has never stepped out of bounds. But as Lane and Sadie begin to fall in love and their group begins to fall sicker, their insular world threatens to come crashing down.“ [Klappentext, gekürzt]

Extraordinary Means

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15: SIOBHAN CURHAM, „True Face“

„We are living in the age of the image – the perfect image. Young women are under pressure to project a persona of perfection. True Face shows how to resist the pressure from the ‚perfection police‘ and take off the masks. In chapters dealing with body image, bullying, social media, love, sex and more, Siobhan Curham encourages young women and girls to be honest, dream big, and create lives that are happy and fulfilling. Perfect for ages 13+ – and for the Girls fan in her 20s/30s too!“ [Klappentext, gekürzt]

True Face

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16: AISHA SAEED, „Written in the Stars“

  • „Verschleppt ins Morgenland“? So müde mich dieser Klischee-Blick auf die islamische Welt macht – hier funktioniert es stilistisch, psychologisch.
  • 277 Seiten, März 2015

„Naila’s conservative immigrant parents have always said the same thing: She may choose what to study, how to wear her hair, and what to be when she grows up—but they will choose her husband. Until then, dating—even friendship with a boy—is forbidden. When Naila breaks their rule by falling in love with Saif, her parents are livid. Convinced she has forgotten who she truly is, they travel to Pakistan to visit relatives and explore their roots. But Naila’s vacation turns into a nightmare when she learns that plans have changed—her parents have found her a husband and they want her to marry him, now!“ [Klappentext, gekürzt]

Written in the Stars

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17: KERIS STAINTON, „Counting Stars“

  • sympathisch alltäglicher, harmloser WG-Roman ohne viel Romance-Kitsch.
  • 324 Seiten, September 2015

„Six ‚friends‘, one flat, big dreams… what could go wrong? When 18-year-old Anna leaves school and moves to Liverpool, she feels like her life is finally beginning. But Anna’s job quickly falls through… and it’s not long before Anna starts using her blog to talk about her experiences, from the hilarious to the ridiculous to the little-bit-scary. But when Anna spills a bigger secret than she can handle, suddenly the consequences are all too real. She’ll have to prove she has the mettle to make it in the big city, or risk losing everything she thinks she wants.“ [Klappentext, gekürzt]

Counting Stars

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18: THANHHA LAI, „Listen, Slowly“

  • Vietnam durch die Augen einer vietnamesischstämmigen jungen Amerikanerin. Einfach, aber klug.
  • 272 Seiten, Februar 2015

„Mai, a California girl born and raised, has to travel to Vietnam with her grandmother, who is going back to find out what really happened to her husband during the Vietnam War. Mai’s parents think this trip will be a great opportunity for Mai to learn more about her culture. But to Mai, those are their roots, not her own. Vietnam is hot, smelly, and the last place she wants to be. To survive her trip, Mai must find a balance between her two completely different worlds.“ [Klappentext, gekürzt]

Listen, Slowly

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zwei Titel von 2014, erst jetzt entdeckt:

19: PATTY BLOUNT, „Some Boys“

  • im schlimmsten Fall ist das eine billige „Dark Romance“ – doch bisher überzeugt mich die Hauptfigur: Wut, Sarkasmus, Dringlichkeit!
  • 339 Seiten, August 2014

„After she accuses the town golden boy of rape, everyone turns against Grace. They call her a slut and a liar. But…Ian doesn’t. He’s funny and kind with secrets of his own. But how do you trust the best friend of the boy who raped you?A gut-wrenching, powerful love story told from alternating points of view.“ [Klappentext, gekürzt]

Some Boys

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20: TARA DAIRMAN, „All Four Stars“

  • putzige Middle-Grade-Novel über eine junge kochverrückte Sechstklässlerin: Fortsetzung erscheint 2016.
  • 288 Seiten, Juli 2014

„Meet Gladys Gatsby: New York’s toughest restaurant critic. (Just don’t tell anyone that she’s in sixth grade.) Gladys has been cooking gourmet dishes since the age of seven, only her fast-food-loving parents have no idea! Now she’s eleven, and after a crème brûlée accident (just a small fire), Gladys is cut off from the kitchen (and her allowance). She’s devastated but soon finds just the right opportunity to pay her parents back when she’s mistakenly contacted to write a restaurant review for one of the largest newspapers in the world. But in order to meet her deadline and keep her dream job, Gladys must cook her way into the heart of her sixth-grade archenemy and sneak into New York City—all while keeping her identity a secret! Easy as pie, right?“ [Klappentext, minimal gekürzt]

All Four Stars

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…und eine Thriller-Reihe aus Deutschland, von der ich lange wusste, aber die ich mir – wegen der kindischen, nichtssagenden Cover und den altbackenen Figurennamen – viel seichter und harmloser vorgestellt hatte:

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21: MONIKA FETH, „Der Libellenflüsterer“

  • das klingt SO bieder und nach „deutsches Jugendbuch“… aber Feth schreibt so plastisch und plausibel, dass ich sobald wie möglich weiterlesen will.
  • 529 Seiten, August 2015

„Merle ist Tierschützerin. Ein Hund, den sie einst vermittelt hatte, starb wenige Wochen später auf grausame Weise. Der neue Besitzer wurde angeklagt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Nun kreuzen sich ihre Wege erneut und Merle kommt einem weit gefährlicheren Geheimnis auf die Spur…“ [Klappentext, gekürzt]

Der Libellenflüsterer

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Jugendbücher 2015