Hubert Fichte

Thorsten Dönges – Künstlerische Leitung des queeren Literaturfestivals “Empfindlichkeiten”, Literarisches Colloquium Berlin

Thorsten Dönges, Literarisches Colloquium Berlin, Foto von Mandy Seidler

Thorsten Dönges, Literarisches Colloquium Berlin, Foto von Mandy Seidler

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In all times men have been in love with men, women with women.

As E.M. Forster wrote: „There always have been people like me and there always will be“.

Christopher Isherwood called EM Forster the great prophet of our tribe. So have these people really aways been forming one tribe? One community? Or is it much more complicated?

I am glad that so many writers, scientists, translators, friends are joining our festival „Empfindlichkeiten“. In our times, there is maybe something many [queer] people might have in common. It is the experience of what we call Coming Out – and usually you don´t tell your Mama: “Listen, Mama, I am hetero, but don´t be sad or angry…”

Maybe these people even in our days are the people who know how it feels to look different or to walk hand in hand with another person and to be afraid of hostile reactions. There still is homophobia and there is transphobia – in Africa, Russia and Orlando. And in Europe, Germany and Berlin.

We have asked the participants of this festival, writers and scientists, to write short essays on our subject. Many of the essays we received reflect on political questions, on history and they think about which writers could be part of a kind of queer literary tradition. And there is the discussion, how integrated and normalized – or how dissident, subversive and radical queer life should be these days.

…and let me celebrate those who have made this festival possible, with their work, their enthusiasm, their help:
Thank you Samanta Gorzelniak. Christine Wagner, Laura Ott. Mandy Seidler. Samuel Matzner. Yann Stutzig. Ronny Matthes. Christian Schmidt. Thank you Florian Höllerer. Thank you, dear colleagues. Thank you Siegessäule for being our media partner! Thank you: JAK Slovenian Book Agency, Pro Helvetia. Canadian Embassy. Antidiskriminierungsstelle des Bundes. S Fischer Stiftung. Kulturstiftung des Bundes

Thorsten Dönges’ opening speech – shortened version

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Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 16.07.2016, Berlin. Foto von Tobias Bohm.

Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 16.07.2016, Berlin. Foto von Tobias Bohm.

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Thorsten Dönges, geboren 1974 in Gießen, studierte Germanistik und Geschichte in Bamberg. Seit 2000 ist er Mitarbeiter des Literarischen Colloquiums Berlin, wo er im Programmbereich insbesondere für die neuere deutschsprachige Literatur zuständig ist.

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Ich habe das Literaturfestival “Empfindlichkeiten” als Liveblogger begleitet; und sprach kurz vor Eröffnung mit Thorsten Dönges über Vorgeschichte und Ursprünge des Programms. Samanta Gorzelniak, Thorstens Partnerin in der Künstlerischen Leitung des Festivals, hat schriftlich auf meine Fragen geantwortet (Link hier). Mit Thorsten hatte ich ein zwangloses Gespräch. Hier ein – gekürztes – Protokoll/Transkript:

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Thorsten Dönges: Vor ein paar Jahren las ein Münchner Schriftsteller, Hans Pleschinski, hier am LCB aus seinem Thomas-Mann-Roman “Ludwigshöhe”. Es geht um alles Mögliche: Düsseldorf, die Aufarbeitung deutscher Vergangenheit… und eben auch: eine schwule Liebesgeschichte. Am nächsten Tag stand ich in der LCB-Küche. Und ein Kollege sagte, ganz freundlich: “Das war ja ein schwuler Abend, gestern.”

Da machte es Klack. Niemand würde nach einem Abend, bei dem ein Buch mit heterosexueller Liebesgeschichte vorgestellt wird, sagen: “Was für ein Hetero-Abend gestern. Schon spannend!” Mir wurde klar, dass die Rezeption einfach anders ist – und damit sicher auch der Schreibprozess. Autoren fragen sich: “Für wen schreibe ich das? Wer wäre vielleicht sogar dagegen, falls in meinem Roman ein Frauenpaar auftaucht?” Was macht das mit dem Text – mit der Produktion, und mit der Rezeption?

Es gab so viele Abstimmungen in den letzten Jahren: Ein Land führt die Ehe für alle ein. Andere lehnen sie ab. Schriftsteller beobachten das sehr wach. Sie nehmen daran teil – doch wie mischt man sich ein, als Autor? Dichter in Russland, deren Arbeit dann plötzlich als jugendgefährend gilt, als homosexuelle Propaganda… das sind so unterschiedliche Arbeits- und Schreib-Bedingungen…

“Autorentreffen”, das heißt: 20 oder 30 Leute sitzen um einen Tisch und sagen “Mir geht es folgendermaßen, als lesbische Autorin” – “Mir geht es anders. Ich will gar nicht so sehr als lesbische Autorin wahrgenommen werden.” – “Ich aber sehr wohl! Ich kämpfe total.” Das fand ich spannend – aber nicht spannend genug. Also sagten wir: Wir machen ein Festival. Wo dieser Austausch vorkommt. Aber eben auch: Performances, Musik, Lesungen – ein größerer Rahmen.

Hubert Fichte fragt in “Die zweite Schuld”: Gibt es einen Stil der homosexuellen Literatur? Henry James, dieses indirekte Sprechen… und das ist unser Aufhänger, als These und kleine Provokation. Klar, dass niemand antwortet „Zeig mir fünf Zeilen eines Schriftstellers und ich weiß: Sie ist lesbisch – oder eine Hetera mit acht Kindern.“ Doch als Gedankenspiel, um die Diskussion zu öffnen, fand ich Fichtes Frage interessant. Warum überhaupt Fichte? Ich weiß: Er wird selten übersetzt und hat international wenig Einfluss. Aber seine Geschichte mit dem LCB… in „Die zweite Schuld“ gibt es dieses große Interview mit Walter Höllerer. Er schreibt über die Anfänge des Hauses und die etwas niedliche Art, eine Schreibschule zu installieren.

Was mich herausforderte: Fichte liebt die Provokation – und denkt, die sind dort eigentlich alle… Fichte hatte überall diesen Homophobie-Verdacht: bei Grass und all den Lehrern hier. Er konfrontiert sie alle damit. „Wie haltet ihr es eigentlich so mit Arschfickern?“ Das wäre ein Satz, den er benutzt hätte, 1963. Und gerade das wieder hier ins Haus reinzubringen, fand ich sehr…

Ich hätte gern noch Alan Hollinghurst hier gehabt: Er schreibt an einem neuen Buch und sagte sehr britisch-freundlich ab. Genauso Ali Smith. Murathan Mungan, der wichtigste… ein enfant terrible in der Türkei. Meine Ko-Kuratorin Samanta Gorzelniak und ich haben uns gut ergänzt. Uns beiden lagen Autor*innen am Herzen, die der andere noch gar nicht kannte. Ich selbst mag Gunther Geltingers Bücher und freue mich sehr, dass er dabei ist. Antje Rávic Strubels aktuelles Buch, „In den Wäldern des menschlichen Herzens“, ist großartig. Aber das ist gemein: Wenn ich jetzt einzelne heraushebe.

Ich hatte noch nie vor einem Projekt so viel Respekt – denn irgendjemand fühlt sich immer ausgeschlossen. Oder alle sagen: „Kalter Kaffee: Wir haben doch schon Gleichgestellung.“ Doch die Reaktionen und die Essays und Statements der eingeladenen Autor*innen fand ich großartig – wie viel Herzblut. Und auch, 2016: wie viel Ratlosigkeit.

Wir wollten anfangs ein europäisches Festival. Asien, das wäre nochmal ein ganz anderes… das hätte mich überfordert. Aber dann weitete es sich aus: Wir wollten nach Russland schauen. So kam Masha Gessen ins Spiel – die aber in New York lebt. Dann Ricardo Domeneck – der aus Brasilien kommt, aber in Berlin lebt. Das waren finanzielle Grenzen. Am Anfang schrieben wir von “europäischen Autor*innen”. Jetzt sind wir international. Man könnte auch Michael Cunningham aus den USA einladen. Leute aus Vietnam, Thailand. Wäre sicher spannend – was Japaner zu unseren Fragestellungen sagen. Ob man überhaupt Leute findet, die gern kämen.”

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all my 2016 interviews on Queer Literature:

…and, in German:

Kuratoren & Experten am Literarischen Colloquium Berlin: 

Queer Literature: “Empfindlichkeiten” Festival 2016:

Queere Literatur 2016: “Maske”, “Körper”, “Schrift” – drei Diskussionspanels auf dem Literaturfestival “Empfindlichkeiten” (LCB Berlin)

Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm

Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin

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Queere Literatur – aus Europa und der Welt: Vom 14. bis 16. Juli 2016 veranstaltet das Literarische Colloquium Berlin (LCB, am Wannsee) ein Festival zu Homosexualitäten – “Empfindlichkeiten” (mehr Infos in der Spex und auf der LCB-Website).

Ich begleite das Festival als Liveblogger.

Der Freitag Vor- und Nachmittag gehört drei großen, knapp zweistündigen Diskussions-Panels: “Maske”, “Körper” und “Schrift”. Fotos vom Festival-Fotografen Tobias Bohm:

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11.00 Uhr: Maske. Statements und Diskussion – mit: 

Ahmet Sami Özbudak (Istanbul)
Angela Steidele (Köln)
Hilary McCollum (Donegal)
Thomas Meinecke (Eurasburg)
Robert Gillett
(London)

Moderation: Franziska Bergmann

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Statements aus der Diskussion, die mir im Gedächtnis blieben – schnell mitgetippt:

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We need to watch language closely and ask ourselves: Whose power is actually operating in that sentence? – Robert Gillett

I know that I’m not a man – I’m DOING a man. That’s what I learned from feminist theory. – Thomas Meinecke

A woman dressing up as a man is confirming the system – by undermining it. – Angela Steidele

I think that queer theory has more… air than, at this minute, it needs: A lot of queer discourse is completely alienating to the vast majority of people. Queer theory is elitist and exclusionary. – Hillary McColum

I disagree. I know that reading queer theory exhausting. But I think that right now, academic writing has so much turned into being like narrative writing – almost like belletristik, literature, pieces of art… I’ve learned a lot about writing from academic writing – often written by women deconstructing feminism: I don’t make the distinction anymore between theory and fiction. – Thomas Meinecke

Angela Steidele benutzt in Vorträgen oft das generische Femininum: “Ich sage „die Biografin“, „die Autorin“… and I know that I shock my audience with that.

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Angela Steidele und Moderatorin Franziska Bergmann im Diskussionspanel "Maske"

Angela Steidele und Moderatorin Franziska Bergmann im Diskussionspanel “Maske”


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Tobias Bohms Fotos vom zweiten Panel:

 

12.30 Uhr: Körper. Statements und Diskussion – mit:

Perihan Magden (Istanbul)
Roland Spahr (Frankfurt)
Antje Rávic Strubel (Berlin)
Michał Witkowski (Warszawa)

Moderation: Dirk Naguschewski

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Statements aus der Diskussion, die mir im Gedächtnis blieben – schnell mitgetippt:

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Accepting ambiguities is very important in the work of Hubert Fichte and in queer literature as a whole. That’s what Fichte talked about in „die Verschwulung der Welt“: It doesn’t mean that everybody has to be gay – but that everybody should learn to perceive the world in different ways. – Roland Spahr

If you’re known as a gay writer, the publishing house wants you to write about homosexuality in every new book – and you have to prove [your authenticity] with your body and your biography, again and again. But what am I? What shelf, what section should I be placed in? „East German author“? „Woman writer“? „Gay writer“? That alone should give me the right to be… everywhere: On ALL the bookshelves! – Antje Rávic Strubel

If I’m doing a reading – especially in England or France – all writers are asked about literature. I’m asked – especially about four years ago: ‘How do you feel about Turkey joining the European Union’? They others are writes. I’m seen as a diplomat. When it comes to Turkish writers, it’s always about politics. – Perihan Magden

Once your books leave the country, you’re not only [seen as] a man and a homosexual – but a Polish person, too. So you have one more problem. British publishers always want you to write about Auschwitz or about the pope. You have to first overcome that your literature is always seen in the context of Poland: „Oh – look at this literature… coming out of such a backwards country full of problems!“ – Michał Witkowski

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Autorin Antje Rávic Strubel - Foto von Tobias Bohm

Autorinnen Perihan Magden und Antje Rávic Strubel, dahinter Thorsten Dönges – Foto von Tobias Bohm


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Tobias Bohms Fotos vom dritten Panel:

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15.30 Uhr: Schrift. Statements und Diskussion – mit:

Gunther Geltinger (Köln)
Ben Fergusson (Oxford / Berlin)
Joachim Helfer (Berlin)
Sookee (Berlin)
Saleem Haddad (London)
Jayrôme C. Robinet (Berlin)

Moderation: Nina Seiler

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Statements aus der Diskussion, die mir im Gedächtnis blieben – schnell mitgetippt:

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Please go count queer published writers: We have not yet travelled even half the way to full recognition. We’re – all of us here […at the festival] – are the exceptions. Not the rule. – Joachim Helfer

We all have multiple identities, but I think that sometimes, the identity that is the most threatened is going to be in the forefront. – Jayrôme C. Robinet

The concept of “queerness” touches on issues of class, politics that I identify with beyond my sexuality: „Queer“ is a term that’s quite broad and subversive. – Saleem Haddad

I know what gay sex is. I know what gay love is. I can imagine all kinds of desires. But I have no idea what a „gay identity“ is. – Joachim Helfer

I wish I wouldn’t have an identity. I wish that I could just… evaporate into straight white maleness. – Saleem Haddad

I love hiphop culture, but it can be very homophic. A lot of artists say “No homo” all the time. So I turned “no homo” into “pro homo”… and sometimes, during my concerts, guys in the front row go all “pro homo! pro homo!” before they realize what they are saying. – Sookee

…und ein Gedanke von Joachim Helfer: Zu fragen, ob spezifisch “queere” Arten gäbe, sich zu äußern oder Kunst zu machen, kann man erst, “wenn 100 Jahre lang jeder leben kann, wie er will – weil so viel [queere Kunst] gerade aus Oppression heraus geschieht”.

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Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Thomas Bohm

Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm

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all my 2016 interviews on Queer Literature:

…and, in German:

Kuratoren & Experten am Literarischen Colloquium Berlin: 

Queer Literature: “Empfindlichkeiten” Festival 2016:

LGBT Graphic Novels: Recommendations for Teens & Young Adults

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Good Graphic Novels for school libraries, teenagers and a Young Adult audience… with GLBTQ themes?

Over at “DC Women Kicking Ass” (Link), one of my favorite feminist super-hero blogs, author/webmaster Sue opened an interesting discussion:

“A while back, I got a request for a list of LGBQT Young Adult graphic novels for a High School library.

So far I have Young Avengers, Runaways, Pedro and Me, Tough Love, Strangers in Paradise, Skim and Batwoman.

Please let me know your recommendations and I will compile a list and publish it.

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I read lots of “literary”, more serious graphic novels this winter (recommendations here, Link), so for starters, here are some strong, personal recommendations:

Inclusive, serious, engaging titles for a young audience that will work well in a school setting / book club / discussion group:

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1: JUDD WINICK, “Pedro and me”, 192 pages, 2000.

gay main character  |  HIV prevention  | activism  | reality TV  | gay-straight friendship  | Cuban immigrants  |  autobiographical

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2: ALISON BECHDEL, “Fun Home: A Family Tragicomic”, 232 pages, 2006.

lesbian narrator / main character  |  coming-of-age  | suicide  | identity politics  | family secrets  | living in the closet  |  homosexual parents  | autobiographical

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3: HOWARD CRUSE, “Stuck Rubber Baby”, 216 pages, 1995.

gay narrator / main character  |  journalism / documentary  |  coming-of-age  | civil rights  |  discrimination, politics, activism  |  1960ies small-town USA  |  pre-Stonewall

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4: DAVID SMALL, “Stitches: A Memoir”, 326 pages, 2009.

straight narrator / main character  |  throat cancer  | identity politics  |  coming-of-age | family secrets  | suicide  |  lesbian parent  |  living in the closet  |  autobiographical

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5: DAN PARENT, “Archie Comics presents: Kevin Keller”, 160 pages, 2012.

gay main character  |  middle school audience  |  coming-of-age  |  Don’t Ask Don’t Tell  |  cartoon / slice-of-life / humour  |  harmless / bowdlerized / non-sexualized

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queer-positive YA books with a focus on trauma, loss, bullying or teenage alienation:

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6: DANIEL CLOWES, “Ghost World”, 80 pages, 1998.

friendship between girls  |  alienation  |  dark humour  |  everyday life  |  post-high school career  |  small-town USA  |  hook-up culture  |  loneliness

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7: JOE KELLY, “I kill Giants”, 184 pages, 2009.

middle-school female narrator  |  alienation  |  magical realism  |  everyday life  |  friendship between girls  |  personal trauma  |  cancer  |  anger / abandonment issues

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8: SARAH LEAVITT, “Tangles: A Story about Alzheimers, my Mother and me”, 127 pages, 2010.

lesbian main character / narrator  |  Alzheimer’s  |  family secrets  |  mother-daughter-dynamics  |  loss  |  leaving for College  |  coming-of-age  |  everyday life  |  autobiographical

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9: BRYAN LEE O’MALLEY, “Lost at Sea”, 160 pages, 2003.

teenage, female main character  |  magical realism  |  coming-of-age  |  friendship  |  soul-searching  |  alienation  | road trips  |  acceptance  |  everyday life

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super-hero books with gay and lesbian heroines:

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10: GREG RUCKA, “Gotham Central: Half a Life”, 168 pages, 2005.

lesbian main character  |  police procedural  |  coming out  |  lesbian relationships  |  second-generation Puerto Ricans in the US  |  Batman  |  psychological thriller

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11: GREG RUCKA, “Batwoman: Elegy”, 176 pages, 2010.

lesbian main character  |  Batman  |  magic, monsters, horror  |  Don’t Ask Don’t Tell  |  power fantasy  |  family dynamics  |  military families  |  self-acceptance  |  loss

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in 2011, the – mediocre, crass and often poorly-written – monthly YA super-hero comic series “Teen Titans” (Link) added a gay character, Bunker (Link). I can’t recommend the series, per se. But the character has gained a vocal following, and some media attention:

Notes from Bunker, Link (Tumblr)

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another note-worthy and worthwhile read / discussion is this (Link) letter column / exchange between Marvel writer Christos Gage (Link) and an anti-gay reader unhappy with teenage gay and lesbian characters in the “Avengers Academy” series (Link).

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notable series / titles that I cannot recommend (because the LGBT part is marginal or the overall writing is too weak):

  • “Buffy: Season 8” (Joss Whedon, Link)
  • “Y: The Last Man” (Brian K. Vaughan, Link)
  • “Friends with Ghosts” (Faith Erin Hicks, Link)
  • “Scott Pilgrim” (Bryan Lee O’Malley, Link)

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titles I have not read myself, yet:

  • “Runaways” (Brian K. Vaughan, Marvel Universe, Link)
  • “Young Avengers” (Allan Heinberg, Marvel Universe, Link)
  • “Strangers in Paradise” (Terri Moore, Link)
  • “Revolutionary Girl Utena” (Chiho Saito, Manga, Link)
  • “Wandering Son” (Takako Shimura, Manga, gender-nonconforming, transsexual (?) elementary school kids, Link)

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and finally: five LGBT prose novels / literary fiction for a High School audience that I enjoyed:

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