Empowerment

Vielfalt finden: Diversity und Repräsentation. 100+ Fragen.

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Am 31. Oktober spreche ich an der Uni Trier darüber, auf welchen Websites, unter welchen Stichworten und durch welche Expert*innen ich vielfältige Bücher finde.

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Heute vorbereitend:

100+ recht offene Fragen zu Vielfalt, Selbstbild, Vorbildern, Repräsentation und Intersektionalität.

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Fragelisten, die ich mag & empfehle:

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Von welchen Menschen lässt du dich ungern bedienen?

Welche Menschen tun dir Leid?

Wie müssen Polizist*innen sein, damit sie dir sympathisch sind?

Wie müssen Geflüchtete sein, damit sie dir sympathisch sind?

Wie müssen Politiker*innen sein, damit du dich gern von ihnen regieren lässt?

Welche Worte, Begriffe, Labels, Theorien hast du überraschend spät gelernt? Wurden sie dir vorenthalten? In welchem Alter, Umfeld und von welchen Leuten hättest du sie gern gelernt?

Was muss ein Bettler tun, damit er dir unsympathisch ist?

Gibt es faule Menschen? Worüber sollten sie sich nicht wundern?

Gibt es undankbare Menschen? Worüber sollen sie sich nicht wundern?

Wie viel Aufmerksamkeit hast du verdient? Wer kriegt mehr Aufmerksamkeit, als er/sie verdient?

Wer nimmt dich nicht ernst genug? Welche Menschen nimmt man ZU ernst?

Was ist dein Unique Selling Point – was macht dich interessant, wertvoll, spannend, wichtig?

Gibt es Leute, die uninteressant, wertlos, langweilig, unwichtig sind?

Wer schadet dir? Wer schadet deiner Familie? Gibt es politische Entscheidungen, die solche Schäden vergrößern oder verkleinern?

Wer ist geschädigt, falls die Partei, die du wählst, die Mehrheit im Bundestag erlangt?

Gibt es gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und Missstände, die dich nicht betreffen?

Isst du Dinge, die dir oder der Umwelt schaden? Warum? Wer wird den Preis für dein Verhalten zahlen?

Wer redet zu viel? Wer sollte die Klappe halten, zurücktreten, gehen? Wer sollte sich schämen, und wofür? Wofür solltest DU dich schämen?

Wen könntest du ersetzen, wessen Rolle könntest du einnehmen, bei wem denkst du: „Die/der sollte hier weg, ICH habe diese Position und ihre Privilegien verdient“?

Welche Stimmen findest du wichtig – aber zu trocken, belastend, schwer, anstrengend oder unbequem, um ihnen gern zuzuhören? Wo und in welcher Dosis hörst du ihnen trotzdem zu? Was kostet dich das? Was bringt dir das?

Was müssen Menschen tun, um billig auszusehen? Um ignorant auszusehen? Um hässlich auszusehen? Wann, inwiefern und warum sahst DU je billig, ignorant oder hässlich aus? Absichtlich? Unabsichtlich?

Wie viel Lohn, wie viel Geld bist du wert? Verdienst du es, ein Auto zu haben? Ein Haus?

Gibt es typische Fehler, die zu viele arme Menschen zu oft machen?

Mit welchem Kleidungsstück oder Accessoire hast du Leute, die du beeindrucken willst, bisher am meisten beeindruckt?

Mit welchem Kleidungsstück oder Accessoire hast du mächtige und privilegierte Leute bisher am meisten abgestoßen?

Was werden Leute, die so sind wie du, oft typischerweise / für gewöhnlich von Beruf?

Glaubst du, Leute, die so sind wie du, können theoretisch ALLES werden? In welchen Feldern sind sie unterrepräsentiert? Warum? Welche Felder sind unter ihrem Niveau? Wieso?

Welche Menschen bringen deiner Mutter zu wenig Respekt entgegen – und hat der fehlende Respekt etwas mit Alter zu tun, mit Klasse, mit Sexismus? Bekommt sie allen Respekt, den sie verdient?

Was tat oder tut dein Vater, um NOCH mehr Respekt zu kriegen: Welche Verhaltensweisen oder Gegenstände findet er unverzichtbar – für einen Mann in seiner Position?

Welche Kinder müssen sich nicht wundern, wenn Lehrkräfte sagen: „Ich will nichts mehr für dich tun. Du bist hier in der Klasse falsch“?

Welche Gruppen müssen sich nicht wundern, wenn Steuerzahler*innen sagen: „IHR habt unsere Unterstützung und Geduld nicht mehr verdient“?

Findest du alle Menschen gleich attraktiv?

Was stößt dich ab?

Bist du hübsch genug? Denkst du, du wirst mit dem Aussehen, das du hast, genug Anerkennung, Liebe, Sex kriegen? Was wirst du tun, um zu kompensieren, falls du viel weniger kriegst? Was wirst du tun, wenn du alt und/oder arm wirst und deshalb viel VIEL weniger kriegst?

Kann man zu dick sein? Wann? Ab welchem Gewicht findest du dich selbst zu dick?

Was würdest du gern verweigern? Wen würdest du gern fallen lassen? Zu wem hasst du es, nett oder respektvoll zu sein? Warum bist du weiterhin nett?

Dein Navigationssystem oder Personal Assistant hat eine… Männer- oder Frauenstimme?

In welcher Hinsicht schämen sich deine Eltern für dich?

Gibt es Personengruppen oder Kulturen, die du in Filmen sahst, kennen lerntest – und dann erst in der Realität?

Gibt es Personengruppen, die du in Filmen so unerträglich findest, dass du denkst: „Bestimmt kann ich mit solchen Leuten wenig anfangen, im Alltag“?

Fühlst du dich als Mensch zweiter Klasse?

Sehen dich viele Leute als Menschen zweiter Klasse?

Von welchen Gruppen denkst du, sie werden als Menschen zweiter Klasse gesehen? KENNST du viele Menschen aus solchen Gruppen persönlich?

Welche Geschichten hältst du für besonders „realistisch“? Wie gut kennst du Menschen persönlich, die ähnliche Erfahrungen machten wie die Figuren in solchen „realistischen“ Geschichten? Was müsste in einem besonders „realistischen“ Film über dein eigenes Leben besonders hervogehoben und betont werden?

Hast du Vorbilder, die eine andere Ethnie haben als du selbst? Falls ja: Auch Leute, die keine Musik oder Politik machen?

Wie viele Kinderbücher oder Superhelden-Comics/-Filme/-Serien mit Hauptfiguren of Color liebst du – und verschenkst oder empfiehlst du?

Was waren deine liebsten nicht-heterosexuellen Kindheitsheld*innen?

Wie viele deiner 20 Lieblingssänger*innen haben das selbe Geschlecht wie du selbst?

Wie viele trans Musiker*innen kennst und magst du?

Hattest du Lehrer*innen of Color?

Hast du je Politiker*innen of Color gewählt?

Welche Politiker*innen of Color in deiner Region kennst und magst du?

Kennst du mehr berühmte trans Menschen oder mehr cis Schauspieler*innen, die trans Figuren spielen?

Zu wie vielen afrikanischen Staaten kannst du ein Buch, ein Film oder eine Serie nennen, das/der/die dort spielt?

Wie viele Serien kennst du, in denen Held*innen eine Abtreibung durchführen und den Schritt nicht bereuen? Wie viele dieser Figuren findest du sympathisch, souverän, empowernd?

Gibt es Menschen, die dich beschimpfen, zurechtweisen dürfen? Die jedes Recht haben, zu sagen, du seist… enttäuschend? Trash? Teil des Problems?

Glaubst du, du machst die Welt besser oder schlechter?

Glaubst du, du kriegst, was du verdienst?

Glaubst du, nachdem recht viel Liebe, recht viele Ressourcen etc. in dich und deine Ausbildung investiert wurden und du so viele Dinge verbraucht, verschmutzt etc. hast, dass du im Leben etwas von gleichem oder größerem Wert schaffen oder hinterlassen kannst – um all deinen Verbrauch auszugleichen?

Bist du weinerlich? Empfindlich? Nervig? Schrill? Bist du glaubwürdig, und verdienst du Hilfe, Respekt, Zuhörerschaft, Solidarität?

Wo/wie hörst du marginalisierten Menschen zu? Wer trägt Schuld, falls ich zu wenige kenne? Welche Verantwortung trage ich, mehr zu finden?

Welche Opfer solltest du bringen, auf was solltest du verzichten, was solltest du abgeben, um die Welt besser zu machen? Wem bist du etwas schuldig? Wer ist dir etwas schuldig? Wie viel Platz haben solche Ungleichgewichte in deinem Alltag, und wie viele solcher Schulden ignorierst du?

Was waren die größten Ungerechtigkeiten deiner Kindheit? Der 50er Jahre? Des Mittelalters? Gibt es eine historische Epoche, in der du gern leben würdest?

Über welchen Kontinent weißt du am wenigsten? Gibt es Länder und Kulturen, die dich langweilen? Die dir Angst machen? In denen du, müsstest du dort 5 Jahre lang leben, sehr unglücklich wärst?

Hast du’s zu gut? Welches Privileg könntest du abgeben? Was bräuchtest du, um dich in Deutschland wohler zu fühlen?

Was finden deine Eltern an dir schwach oder enttäuschend? Womit haben sie Recht?

…und/aber: Bei was denkst du „Nein, das ist ein Denkfehler eurer Generation. Dem Maßstab WILL ich gar nicht gerecht werden!“ …?

Welche Dinge, die dir deine Eltern oder dein Umfeld als Kind und Teenager gaben, hast du an andere Kinder/Teenager weiter gegeben, die solche Dinge nicht hatten?

Mit welchem Geschlecht, mit welcher Familie, mit welchem Aussehen und in welcher Nation hättest du es am leichtesten? Hast du’s ganz gut erwischt?

Ein Lob welcher Leute bedeutet dir am meisten? Ein Lob welcher Leute wäre dir egal oder zuwider?

Gibt es einen Ort, von dem du weißt, dass dort mehrheitlich Leute wie du sein werden? Traust du dich an diesen Ort?

Wie hast du von Transsexualität erfahren?

Wie hast du von anderen Religionen erfahren?

Hast du zuerst queere Menschen kennen gelernt oder zuerst queere Figuren?

Kennst du mehr Menschen mit Behinderung (gut/nah) oder mehr Figuren mit Behinderung?

Von welchen Leuten hast du dich anerkannt, unterstützt, verstanden gefühlt: Wie sieht Solidarität für dich aus und an welchen Momenten dachtest du „Toll, dass er/sie hier öffentlich für Menschen wie mich Partei bezieht oder Nachteile in Kauf nimmt“?

Hast du schon Dinge auf Facebook, Twitter etc. gepostet, geteilt oder kommentiert, für die dich mächtigere, konservativere Leute angegriffen, gerügt, belächelt oder verachtet haben? Hast du schon Dinge NICHT gepostet – aus Angst vor z.B. Verwandten oder Arbeitgeber*innen?

Würdest du lieber nur noch Menschen mit Abitur oder ohne Abitur daten/treffen?

Würdest du lieber nur noch Bücher von Menschen mit Abitur oder ohne Abitur lesen?

Wie viele Social-Media-Beiträge von Menschen ohne Abitur hast du in der letzten Woche geliked oder geteilt?

Inwiefern bist du kein typischer Mann? Keine typische Frau?

Hast du alle Chancen, die dir die Gesellschaft gab, gut genutzt? Wer ist Schuld, dass du nicht maximal erfolgreich bist – in allen Bereichen so weit gekommen bist, wie es nur geht? Welche Chancen hast du ungenutzt verstreichen lassen – und warum?

Ist dir klar, was man tun, wie man auftreten, wem man gefallen muss, um in einer Universität erfolgreich zu sein? Wer brachte dir das bei?

Passt du auf deinen Körper auf, oder lässt du dich gehen? An welchen Krankheiten wärst du selbst Schuld? Wie viel Geld sollte man dann in deine Therapien investieren?

Glaubst du, du kannst dir ein Kind leisten? Glaubst du, du kannst dir vier Kinder leisten?

Belastest oder entlastest du andere Menschen vor allem? Was müsste passieren, damit du sagst: „Hilfe. Ich bin ja fast nur noch eine Belastung.“ …?

Welche Nationen haben wenig geleistet und erreicht? Welche Nationen haben die Welt schlechter gemacht? Welche Nationen machen aktuell die Welt besser?

Gefällst du Leuten, die aussehen wie du? Welchen Leuten, die NICHT aussehen wie du, gefällst du?

Wer nimmt dich ernst, wer schaut dich gern an, wer hört dir gern zu?

Gibt es erfolgreiche Schriftsteller*innen, mit denen du viel gemeinsam hast? Politiker*innen? Stars? Firmenchef*innen? Akademiker*innen und Forscher*innen?

Wie viele deiner zehn Lieblingsserien haben Frauen im Zentrum? Wie viele haben Menschen of Color im Zentrum?

Wie viele haben NIEMANDEN, der aussieht wie du selbst?

Welcher Ton, welche Stimmen, welche Bilder und Formate entspannen dich? Was hörst, schaust, liest du, um abzuschalten, dich besser zu fühlen? Was FEHLT – in solchen leichteren, gefälligeren Formaten?

Welche Figuren haben dich als Kind getröstet, motiviert, empowert, inspiriert?

Welche Held*innen wirst du NIE erreichen, einholen?

Gibt es Figuren, die sind wie du – doch die in Geschichten vor allem Trottel, Feinde, Beiwerk, Verlierer oder Opfer blieben?

Welche dieser Figuren mochtest du trotzdem; und warum? Welchen Leuten konntest und wolltest du offen sagen, dass du diese Figuren magst?

Bist du marginalisiert?

Was ist die schlimmste Beleidigung, die man Menschen wie dir zuruft?

Was ist „nett gemeint“, doch dennoch schlimm – und wird oft über dich, zu dir gesagt?

Gibt es Worte, Zuschreibungen, Labels, von denen du dir wünschst, dass sie niemand mehr benutzt?

Falls ich dich kaum kenne… und du mir eine Geschichte zeigen willst, in der eine Figur deine Stärken teilt – welche?

Falls ich dich kaum kenne… und du mir eine Geschichte zeigen willst, in der eine Figur deine Schwächen teilt: Eine Figur wie du selbst, doch greller, schlimmer, extremer, schwächer, unsympathischer – welche?

Kann ein alter Mann eine Liebeskomödie für junge Frauen schreiben?

Kann eine Greisin über deinen fünfjährigen Jungen schreiben?

Kann ich als weißer cis Mann aus der Perspektive einer viel marginalisierteren Person schreiben?

Sollte ich am besten nur über mich selbst schreiben und nur für mich selbst sprechen?

Gibt es Kultur, die du liebst – und über die Leute sagen „Krass. Das passt doch GAR NICHT zu Leuten wie dir“?

Welche Eigenschaften und Stärken feiern und wertschätzen wir als Kultur viel zu wenig? Welche Eigenschaften und Stärken feiern und wertschätzen wir als Kultur viel zu SEHR?

Wofür sollte deinem Vater ein Preis verliehen werden? Deiner Mutter?

Glaubst du, DIR wird je ein Preis verliehen? Welchen Preis hättest du am liebsten?

Wie spielt für dich und deinen Platz in der Welt heute eine Rolle, welche gesellschaftliche Stellung, welche Privilegien, Mängel, Traumata und Komplexe deine Großeltern und Urgroßeltern hatten?

Welche Produkte, welche Mode, welche Kultur, welche Serien und welche Freizeitangebote werden GENAU FÜR MENSCHEN WIE DICH hergestellt und beworben?

Und welche, die eigentlich für ganz andere Menschen hergestellt und beworben werden, nutzt oder liebst du trotzdem?

Gibt es Figuren, mit denen dich alle vergleichen – und die du als Klischee, bösen Witz empfindest?

Kommen in Soaps viele Leute wie du vor? Findest du ihre Storylines gelungen?

Welchen Vorurteilen entsprichst du? Tust du etwas, um auszugleichen, falls du als Klischee gesehen/verurteilt wirst?

Kannst du über dich und deine Probleme sprechen, ohne, dass Leute sagen „Hier wirds aber sehr speziell“, „Normale Leute betrifft sowas selten“, „Davon habe ich noch nie gehört“?

Welchen Medien, welchen Stimmen vertraust du – und welchen Vertrauensvorschuss kriegen Leute, die dir selbst besonders ähnlich sind?

Was tust du, wo suchst du, wen fragst du, falls du mehr progressive und diverse Stimmen hören möchtest online/in den Medien als konservative, reaktionäre und/oder rechte Stimmen?

Was sagen mediale Stimmen oft über Menschen wie dich? Fühlst du dich repräsentiert, verstanden?

Hast du öffentliche Fürsprecher*innen und werden diese Fürsprecher*innen gesellschaftlich respektiert, geachtet, gestärkt?

Welche frechen, rechten, reichen, unverschämten, chauvinistischen, arroganten Männer (fiktiv oder real) in den Medien findest du witzig, charmant, unterhaltsam, sexy oder irgendwie lässig/cool?

Um welche Dinge musst du dich nicht kümmern – weil es andere Leute für dich tun? Um welche Dinge müssen sich ANDERE LEUTE nicht kümmern – weil du es für sie tust?

Findest du, es ist deine Pflicht, langsamen, langweiligen, unfreundlichen, wütenden, feindseligen Menschen zuzuhören – sobald ihre Anliegen berechtigt sind? Wen findest du charmant, charismatisch? Wen findest du giftig, schwer erträglich, unsympathisch?

Was interessiert dich nicht? Bei welchen Dingen wären viele Menschen wütend, falls du öffentlich sagst „Das interessiert mich null!“?

Denkst du, Grund deines Desinteresse ist das Thema oder die Präsentation? Was tust du, um bessere Präsentationen zu finden? Wen kannst du fragen und um Tipps bitten?

Was sind deine Waffen, was sind deine Schilde, wie verteidigst du dich, wer kann dir etwas anhaben? Wen ignorierst du, aus Selbstschutz?

Wem tust du weh? Wem WILLST du weh tun?

Hast du Feinde? Haben „Leute wie du“ Feinde? Hat unsere Gesellschaft Feinde?

Worüber DARFST du wütend sein, wem gegenüber DARFST du unhöflich sein, welchen Zorn, welche Ablehnung erlaubst du dir?

Wen repräsentierst du? Vor wem? Machst du deinen Job gut? Was sagen „die Leute“ über Leute wie dich?

In welcher Hinsicht bist du eine Minderheit?

In welcher Hinsicht bist du altmodisch?

Was gibst du auf oder ab, zugunsten anderer Leute? Was geben andere Leute auf oder ab, zu deinen Gunsten?

Was tust du, damit Leute wie du, nur jünger es leichter haben als du früher? Was tust du, damit Leute, GANZ ANDERS ALS DU es leichter haben?

Schenkst du v.a. Frauen Bücher von Frauen? Welche Bücher von Frauen schenkst du an Männer?

Schenkst du deinem Vater Bücher von Frauen?

Schenkst du acht-, zehn- oder vierzehnjährigen Jungs Bücher von Frauen?

Was haben Bücher über Figuren, die ganz anders sind als du, mit dir selbst zu tun?

Schenkst du Heterosexuellen Bücher über Queerness?

Vielfalt, Diversity und Minderheiten im Jugendbuch: Young-Adult-Literatur gegen Rassismus (Buchtipps)

Diversity im Jugendbuch Buchtipps

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Jugendbücher mit Hauptfiguren of Color? Queeren Figuren? Held*innen mit Behinderung? Oder Bücher, die nicht in westlichen Ländern spielen?

Nicht jedes Buch mit nicht-weißen Hauptfiguren ist gleich ein Buch „gegen Rassismus“: Antirassistische Texte kenne ich vor allem als Sachbuch.

Aber: Bücher sind einer der einfachsten Wege, neue, fremde Perspektiven, Lebenswelten, Identitäten besser zu verstehen. Darum mag ich Bücher mit Hauptfiguren, die wenig mit mir gemein haben – und kenne z.B. VIEL mehr gelungene Jugendbücher von, mit und über Frauen.

Hier sind meine Empfehlungen und “bald lesen!”-Favoriten von Titeln, deren Erzähler und Erzählerinnen aus anderen Kulturen kommen, Minderheiten angehören oder Minderheitserfahrungen machen.

andere Jugendbuch-Empfehlungslisten von mir:

Buchtipps von Jugendlichen für Jugendlichen gibt es auf Bücherkinder.de; Buchtipps mit Schwarzen Hauptfiguren hier im .pdf von Berit Pohle.

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zehn diverse Jugendbücher, die ich las und sehr empfehlen kann:

  • Sharon M. Draper: „Mit Worten kann ich fliegen“ (Buch ab ca. 11; Erzählerin mit Schwerstbehinderung)
  • Susan Nussbaum: „Good Kings Bad Kings“ (Ensemble-Roman über Jugendliche mit Behinderung, teils queer, und einige Betreuer*innen; viele Figuren of Color)
  • Octavia Butler: „Vom gleichen Blut“ (feministischer Zeitreise-Roman über eine Schwarze Frau in den 70ern, die sich auf einer Plantage als Sklavin wiederfindet)
  • Claudia Gray: „Star Wars: Verlorene Welten“ (politischer Star-Wars-Roman über Mädchen und Jungen, die gemeinsam beim Imperium anheuern, ihre Erfahrungen und Privilegien.)
  • G. Willow Wilson: „Ms. Marvel“ (junge muslimische Superheldin in New Jersey, bisher 7 Bände. Band 2 ist fade, der Rest großartig!)

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Mit Worten kann ich fliegen  Good Kings Bad Kings  Vom gleichen Blut  Star Wars: Verlorene Welten (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht)  Ms. Marvel, Vol. 1: No Normal

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And the Violins Stopped Playing  Go Set a Watchman  Ask the Passengers  Stuck Rubber Baby  Girl in Translation

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Im Mai las ich durch ca. 600 Leseproben von (fast nur: englischsprachigen) Young-Adult- und Middle-Grade-Novels, und fand weitere Titel, auf die ich Lust habe.

45 Bücher, angelesen, vorgemerkt, sehr gemocht:

(alle Inhaltsangaben sind die offiziellen Klappentexte, von mir leicht gekürzt.)

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Linda Sue Park: „Der lange Weg zum Wasser“ (Original: „A Long Way to Water“, 2010)

„Um für ihre Familie Wasser bei der Wasserstelle zu holen, läuft Nya täglich acht Stunden. Salva flieht aus seinem vom Krieg zerstörten Dorf. Er läuft quer durch Afrika, auf der Suche nach einem sicheren Ort und seiner verschollenen Familie. Zwei fesselnde Stimmen erzählen von Not und Vertreibung – aber auch von Hoffnung.“ [der US-Klappentext ist klüger, konkreter und nennt mehr als nur „Afrika“:  „Two stories, told in alternating sections, about a girl in Sudan in 2008 and a boy in Sudan in 1985.“]

Patricia McCormick: „Der Tiger in meinem Herzen“ (Original: „Never fall down“, 2012)

“Das radikale kommunistische Regime der Roten Khmer übernimmt die Macht in Kambodscha. Es folgt ein schrecklicher Völkermord, dem zwei Millionen Menschen zum Opfer fallen – ein Viertel der gesamten Bevölkerung. Arn hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Denn er ist selbst zum Täter geworden. Und es ist ihm schwer gefallen, den Tiger in seinem Herzen zu bändigen. Schonungslos und brutal erzählt Patricia McCormick von den Killing Fields. Es braucht nachhaltig beeindruckende Bücher wie dieses, um aufzuzeigen, zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind und welche Fehler sich niemals wiederholen dürfen.”

Deborah Ellis: „Die Sonne im Gesicht“ (Original: „The Breadwinner“, 2001)

„Als ihr Vater verhaftet wird, nimmt die elfjährige Parvana seinen Platz auf dem Markt in Kabul ein. Hier hatte er den vielen Analphabeten ihre Post vorgelesen. Wegen der restriktiven Gesetze der Taliban kann sie sich jedoch nur als Junge verkleidet in der Öffentlichkeit zeigen. Und begibt sich so in große Gefahr.“

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Jason Reynolds: „Coole Nummer“ (Original: „When I was the Greatest“, 2014)

„Eine Freundschaft in Brooklyn. Ali hat sich fast sechzehn Jahre von allem Ärger ferngehalten. Dann ergibt sich die Gelegenheit, mit seinem Freund Noodles und dessen Bruder Needles auch mit den großen Jungs zu spielen. Gefährlich, wenn der Freund nur eine Riesenklappe, aber sonst nicht viel hat, und sein Bruder durch sein Tourette-Syndrom unberechenbar ist, sobald er sein Strickzeug nicht parat hat.“

Jason Reynolds: „Nichts ist okay“ (Original: „All-American Boys“, 2015)

„Rashad wollte nur eine Tüte Chips kaufen. Plötzlich wird er vor die Tür gezerrt, und ein Polizist stürzt sich auf ihn. Erst im Krankenhaus kommt Rashad wieder zu sich. Rashad ist schwarzer Hautfarbe, der Polizist ein Weißer. Beobachtet hat die Szene ein anderer Jugendlicher: Quinn Collins, weiß, Freund der Familie des Polizisten und Mitschüler von Rashad. Quinn ist schockiert. Warum wurde Rashad niedergeprügelt? Ist sein Freund, der Polizist, ein Rassist? Beide Jugendlichen erzählen ihre Geschichte. Zur selben Zeit gerät eine Stadt in Ausnahmezustand.“

Nnedi Okorafor: „Akata Witch“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2011)

„Born in New York, but living in Aba, Nigeria, twelve-year old Sunny is a little lost: She is albino and thus, incredibly sensitive to the sun. All Sunny wants to do is be able to play football and get through another day of school without being bullied. But once she befriends Orlu and Chichi, Sunny is plunged in to the world of the Leopard People, where your worst defect becomes your greatest asset. Together, Sunny, Orlu, Chichi and Sasha form the youngest ever Oha Coven. Their mission is to track down Black Hat Otokoto, the man responsible for kidnapping and maiming children.“

Nnedi Okorafor schreibt Science-Fiction-, Fantasy- und Jugendromane, oft afrofuturistisch – die auch in Deutschland erscheinen, im Verlag Cross Cult. „Akata Witch“ (und eine geplante Fortsetzung, 2017) sind noch nicht auf Deutsch erschienen.

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Johanna Reiss: „Und im Fenster der Himmel“ (Original: „The upstairs Room“, 1972)

„Herbst 1941: Als die Deutschen die Niederlande besetzen, geraten die neunjährige Annie und ihre Schwester in große Gefahr – weil sie Juden sind. Hilfreiche Bauern verstecken die beiden Schwestern in einer kleinen Kammer auf dem Dachboden. Fast drei Jahre lang leben sie dort in drangvoller Enge und sehnen sich nach frischer Luft und Bewegung.“

Gloria Whelan: „Stich für Stich“ (Original: „Homeless Bird“, 2000)

„Eine dreizehnjährige Inderin wird mit einem ihr unbekannten Mann verheiratet, der kurz darauf stirbt. Als Witwe hat sie in der indischen Gesellschaft jede Existenzberechtigung verloren und wird von der Schwiegermutter versklavt. Ganz unten angekommen, findet sie Hilfe und einen Ansatz zu einem weitgehend selbstbestimmten Leben.“

Cynthia Kadohata: „Kira-Kira“ (Original: selber Titel, 2004)

„‚Kira-Kira‘ bedeutet ‚glänzend, leuchtend‘. Genau dieses Leuchten zaubert Lynn ihrer kleinen Schwester Katie jeden Tag herbei, selbst, als das Leben für sie dunkler wird: Sie ist eine Meisterin darin, immer wieder aufs Neue die glänzenden Dinge des Lebens zu zeigen. Ob das Blau des Himmels oder der Glanz in den Augen des anderen, obwohl es die aus Japan stammende Familie im Amerika der 1950er Jahre alles andere als leicht hat.“

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Nicola Yoon: „The Sun is also a Star“ (Original: selber Titel, 2016)

„Schicksalsfäden einer großen Liebe. Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.“

Holly Goldberg Sloan: „Glück ist eine Gleichung mit 7“ (Original: „Counting by 7s“, 2013)

„Willow ist ein Energiebündel, denkt immer positiv und interessiert sich für alles: Sie studiert das Verhalten von Fledermäusen, züchtet Zitrusfrüchte im Garten und begeistert sich für die Schönheit der Zahl 7. Ihr größter Wunsch ist es, gleichaltrige Freunde zu finden. Dafür lernt sie sogar Vietnamesisch. Doch dann verunglücken ihre Adoptiveltern bei einem Autounfall. Es ist wie ein Wunder, wie Willow mit ihrer Art zu denken – ihrer Hochbegabung – und ihrem ungebrochenen Charme ihre Welt zusammenhält.“

Lisa Williamson: „Zusammen werden wir leuchten“ (Original: „The Art of being normal“, 2015)

“David ist 14 und wünscht sich, ein Mädchen zu sein. Das seinen Eltern zu beichten, steht auf seiner To-do-Liste für den Sommer gaaaanz unten. Bisher wissen nur seine Freunde Essie und Felix Bescheid, die bedingungslos zu ihm halten und mit denen er jede Peinlichkeit weglachen kann. Aber wird David je als Mädchen leben können? Und warum fasziniert ihn der geheimnisvolle Neue in der Schule so sehr?” [ich HASSE, dass dieser Klappentext Transsexualität und “beichten”/”Peinlichkeit” so nah aneinander rückt.]

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Carole Wilkinson: „Hüterin des Drachen“ (Original: „Dragon Keeper“, 2003, Band 1 einer bisher sechsbändigen Reihe)

„141 v. Chr. im China der Han-Dynastie: Die elfjährige Ping, die als Sklavin beim Kaiserlichen Drachenhüter lebt, wagt gemeinsam mit dem Drachen Long Danzi die Flucht aus dem Schloss. Ziel der beiden ist das Meer, an das Long Danzi einen wertvollen und geheimnisvollen Drachenstein bringen will. Die weite Reise bringt die beiden mehr als einmal in Lebensgefahr, doch Ping wächst in ihre Rolle als Drachenhüterin hinein.“

Sharon Creech: „Salamancas Reise“ (Original: „Walk two Moons“, 1994)

„Salamanca reist mit ihren Großeltern quer duch die Vereinigten Staaten. Es ist die gleiche Reise, zu der ihre Mutter vor Monaten aufgebrochen und von der sie nie mehr zurückgekehrt ist. Salamanca besucht alle Orte, die auch ihre Mutter besucht hat. Unentwegt hofft Salamanca, ihre Mutter wiederzufinden – bis die verdrängte Wahrheit ihres tödlichen Unfalls zur Gewissheit wird.“

Lynne Kelly: „Chained“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2012)

„After ten-year-old Hastin’s family borrows money to pay for his sister’s hospital bill, he leaves his village in northern India to take a job as an elephant keeper and work off the debt. He thinks it will be an adventure, but he isn’t prepared for the cruel circus owner. The crowds that come to the circus see a lively animal who plays soccer and balances on milk bottles, but Hastin sees Nandita, a sweet elephant and his best friend. Hastin knows that the only way they will both survive is if he can find a way for them to escape.”

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30 weitere Jugendbücher – bisher nur auf Englisch:

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Wendy Wan-Long Shang: „The Great Wall of Lucy Wu“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2011)

„Lucy Wu, aspiring basketball star and interior designer, is ready to rule the school as a sixth grader. Then she finds out that Yi Po, her beloved grandmother’s sister, is coming to visit for several months – and is staying in Lucy’s room. Lucy’s vision of a perfect year begins to crumble, and in its place come an unwelcome roommate, foiled birthday plans, and Chinese school with the awful Talent Chang.“

Grace Lin: „Dumpling Days“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2012; Band 3 einer Reihe – doch der erste, der mir Lust macht)

„This summer, Pacy’s family is going to Taiwan for an entire month to visit family and prepare for their grandmother’s 60th birthday. Pacy’s parents have signed her up for a Chinese painting class, and at first she’s excited. But everything about the trip is harder than she thought it would be – she looks like everyone else but can’t speak the language, she has trouble following the art teacher’s instructions, and it’s difficult to make friends in her class. At least the dumplings are delicious. As the month passes by, Pacy eats chicken feet (by accident!), gets blessed by a fortune teller, searches for her true identity, and grows closer to those who matter most.“

Yoshiko Uchida: „A Jar of Dreams“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1981)

„Growing up in California during the depression isn’t easy for eleven-year-old Rinko. She desperately wants to fit in and be like everyone else, but instead she is ridiculed and made to feel different because she is Japanese. But when Aunt Waka comes to visit, she teaches Rinko the importance of her Japanese heritage, and the value of her own strengths and dreams.“

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Leanne Hall: „Iris and the Tiger“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 201x)

„Twelve-year-old Iris has been sent to Spain on a mission: to make sure her elderly and unusual aunt, Ursula, leaves her fortune–and her sprawling estate–to Iris’s scheming parents. But from the moment Iris arrives at Bosque de Nubes, she realises something isn’t quite right. There is an odd feeling around the house; while outside, in the wild and untamed forest, a mysterious animal moves through the shadows. When Iris discovers a painting named Iris and the Tiger, she sets out to uncover the animal’s real identity – putting her life in terrible danger.“

Natalie Dias Lorenzi: „Flying the Dragon“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 201x)

„American-born Skye knows little of her Japanese heritage. Her father taught her to speak the language, but when their estranged Japanese family, including Skye’s grandfather, suddenly move to the United States, Skye must be prepared to give up her All-Star soccer dreams to take Japanese lessons and to help her cousin, Hiroshi adapt to a new school. Hiroshi, likewise, must give up his home and his hopes of winning the rokkaku kite-fighting championship with Grandfather. Faced with language barriers, culture clashes and cousin rivalry, Skye and Hiroshi have a rocky start. But a greater shared loss brings them together. They learn to communicate, not only through language, but through a common heritage and sense of family honor. At the rokkaku contest at the annual Washington Cherry Blossom Festival, Hiroshi and Skye must work as a team in order to compete with the best.“

Lisa Travis: „Pack-n-Go-Girls Adventure: Thailand, 1 – Mystery of the Golden Temple“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

„Nong May and her family have had a lot of bad luck lately. When nine-year-old Jess arrives in Thailand and accidentally breaks a special family treasure, it seems to only get worse. Pack-n-Go Girls introduces children ages 6-9 to different countries around the world: early chapter book adventures, packed with spooky mysteries, international friendships, and lots of fun and easy multicultural learning.“ [Es gibt auch drei Romane der Reihe, die in Österreich spielen.]

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Meg Medina: „Yaqui Delgado wants to kick your Ass“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2013)

„Some girl tells Piddy Sanchez that Yaqui Delgado hates her and wants to kick her ass. Piddy doesn’t even know who Yaqui is. Word is that Yaqui thinks Piddy isn’t Latin enough with her white skin, good grades, and no accent. At first Piddy is more concerned with trying to find out more about the father she’s never met and how to balance honors courses with her weekend job at the neighborhood hair salon. But as the harassment escalates, avoiding Yaqui and her gang starts to take over Piddy’s life.“

Pam Munoz Ryan: „Becoming Naomi León“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2004)

„Naomi Soledad Leon Outlaw has clothes sewn in polyester by Gram, and difficulty speaking up at school. But with Gram and her little brother, Owen, Naomi’s life at Avocado Acres Trailer Rancho in California is happy and peaceful… until their mother reappears after seven years of being gone, stirring up all sorts of questions and challenging Naomi to discover and proclaim who she really is.“

Esmeralda Santiago: „Almost a Woman“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1998)

„‚Negi‘, as Santiago’s family affectionately calls her, leaves rural Macún in 1961 to live in a three-room tenement apartment with seven young siblings, an inquisitive grandmother, and a strict mother who won’t allow her to date. At thirteen, Negi yearns for her own bed, privacy, and a life with her father, who remains in Puerto Rico. Translating for Mami at the welfare office in the morning, starring as Cleopatra at New York’s prestigious Performing Arts High School in the afternoons, and dancing salsa all night, she yearns to find balance between being American and being Puerto Rican. When Negi defies her mother by going on a series of hilarious dates, she finds that independence brings its own set of challenges.“

Eine Autobiografie, kein Jugendbuch. Ein ähnlicher Titel, den ich sehr mochte: „Wie eine Feder auf dem Atem Gottes“ von Sigrid Nunez.

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Renée Watson: „Piecing me together“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2017)

Jade believes she must get out of her neighborhood if she’s ever going to succeed. Her mother says she has to take every opportunity. She accepted a scholarship to a mostly-white private school and even Saturday morning test prep opportunities. But some opportunities feel more demeaning than helpful. Like an invitation to join Women to Women, a mentorship program for “at-risk” girls. Except really, it’s for black girls. From “bad” neighborhoods. But Jade doesn’t need support. And just because her mentor is black doesn’t mean she understands Jade. Friendships, race, privilege, identity—this compelling and thoughtful story explores the issues young women face.

Christopher Grant: „Teenie“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2010)

„High school freshman Martine (Teenie for short) is a good student. She’s desperate to be accepted into a prestigious study abroad program in Spain so that she can see what life is like beyond the streets of Brooklyn. But when the captain of the basketball team starts to pay attention to her and Cherise, her best friend, meets a guy online, Teenie’s mind is on anything but her schoolwork. Can Teenie get her act together in time to save her friendship with Cherise and save herself from a potentially dangerous relationship?“

Sharon G. Flake: „The Skin I’m in“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1998)

„Thirteen-year-old Maleeka, uncomfortable because her skin is extremely dark, meets a new teacher with a birthmark on her face and makes some discoveries about how to love who she is and what she looks like: Miss Saunders, whose skin is blotched with a rare skin condition, serves as a mirror to Maleeka’s struggle. Miss Saunders is tough, and through this, Maleeka learns to stand up to tough-talking Charlese.“

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Shelia P. Moses: „Joseph“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2008)

„For Joseph Flood, life is tough. Tough because of Mama’s addiction to drugs and alcohol. Tough because Daddy is away with the army fighting in Iraq. Tough because it looks like there’s no way out once you’re living in a homeless shelter in a North Carolina ghetto neighborhood. And tough because Joseph is enrolled in yet another new school where he doesn’t know anyone and has to keep what’s going on in his life a secret. Joseph struggles to keep Mama clean while trying to make new friends and join the school tennis team. Can a boy who’s only fifteen years old win his daily battle to survive?“

Matt de la Pena: „We were here“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2009)

„When it happened, Miguel was sent to Juvi. The judge gave him a year in a group home—said he had to write in a journal so some counselor could try to figure out how he thinks. The judge had no idea that he actually did Miguel a favor. Ever since it happened, his mom can’t even look at him in the face. Most of the time, running away is the quickest path right back to what you’re running from.“

J. A. McLachlan: „The occasional Diamond Thief“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

„On his deathbed, Kia’s father discloses a secret to her: a magnificent diamond he has been hiding for years. Fearing he stole it, she too keeps it secret. She learns it comes from the distant colonized planet of Malem, where her father caught the illness that eventually killed him. When she is training to be a translator, she is co-opted into travelling to Malem. Using her skill in languages and her skill of picking locks, she learns what she must do to set things right: return the diamond to its original owner. But how will she find out who that is when no one can know that she, an off-worlder, has a Malemese diamond?“

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Linda Williams Jackson: „Midnight without a Moon“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2017)

„Rose Lee Carter, a 13-year-old African-American girl, dreams of life beyond the Mississippi cotton fields during the summer of 1955. Her world is rocked when a 14-year-old African-American boy, Emmett Till, is killed for allegedly whistling at a white woman.“

Jean Alicia Elster: „The Colored Car“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2013)

„Coming of age in Depression-era Detroit. In the hot summer of 1937, twelve-year-old Patsy takes care of her three younger sisters. Times are tough, and Patsy’s mother helps neighborhood families by sharing the food that she preserves. But May’s decision to take a break from canning to take her daughters for a visit to their grandmother’s home in Clarksville, Tennessee, sets in motion a series of events that prove to be life-changing for Patsy. After boarding the first-class train car at Michigan Central Station in Detroit and riding comfortably to Cincinnati, Patsy is shocked when her family is led from their seats to change cars. In the dirty, cramped „colored car,“ Patsy finds that the life she has known in Detroit is very different from life down south. As summer wears on, Patsy must find a way to understand her experience in the colored car and also deal with the more subtle injustices that her family faces in Detroit.“

April Sinclair: „Coffee will make you black“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1995)

„Set on Chicago’s Southside in the mid-to-late 60s, Coffee Will Make You Black is the moving and entertaining tale of Jean „Stevie“ Stevenson, a young black woman growing up through the Civil Rights and Black Power movements. The novel opens at a time when, for black families, seeing a black person on television was an event; when expressions like „I don’t want nothing black but a Cadillac“ and „Coffee will make you black“ were handed down from one generation to the next without comment. Stevie is a bookworm, yet she longs to fit in with the cool crowd. Fighting her mother every step of the way, she begins to experiment with talkin‘ trash, „kicking butt,“ and boys. With the assassination of Dr. King she gains a new political awareness, which makes her decide to wear her hair in a ‚fro instead of straightened, to refuse to use skin bleach, and to confront the prejudice she observes in blacks as well as whites. April Sinclair writes frankly about a young black woman’s sexuality, and about the confusion Stevie faces when she realizes she’s more attracted to the school nurse — who is white — than her teenage boyfriend.“

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Ronald Kidd: „Night on Fire“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 201x)

„Thirteen-year-old Billie Simms doesn’t think her hometown of Anniston, Alabama, should be segregated. When she learns that the Freedom Riders, a group of peace activists riding interstate buses to protest segregation, will be traveling through Anniston on their way to Montgomery, she thinks that maybe change is finally coming. But what starts as a series of angry grumbles soon turns to brutality as Anniston residents show just how deep their racism runs. Billie is about to come to grips with the deep-seated prejudice of those she once thought she knew, and with her own inherent racism that she didn’t even know she had.“

Robin Talley: „Lies we tell ourselves“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

„In 1959 Virginia, the lives of two girls on opposite sides of the battle for civil rights will be changed forever. Sarah Dunbar is one of the first black students to attend the previously all-white Jefferson High School. An honors student at her old school, she is put into remedial classes, spit on and tormented daily. Linda Hairston is the daughter of one of the town’s most vocal opponents of school integration. She has been taught all her life that the races should be kept separate but equal. Forced to work together on a school project, Sarah and Linda must confront harsh truths about race, power and how they really feel about one another.“

Deborah Wiles: „Revolution“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

It’s 1964, and Sunny’s town is being invaded.  Or at least that’s what the adults of Greenwood, Mississippi, are saying. All Sunny knows is that people from up north are coming to help people register to vote.  They’re calling it Freedom Summer. Sunny has a new stepmother, a new brother, and a new sister crowding her life, giving her little room to breathe. And things get even trickier when Sunny and her brother are caught sneaking into the local swimming pool–where they bump into a mystery boy whose life is going to become tangled up in theirs.“

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Aisha Saeed: „Written in the Stars“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2015)

„Naila’s conservative immigrant parents have always said the same thing: She may choose what to study, how to wear her hair, and what to be when she grows up—but they will choose her husband. Following their cultural tradition, they will plan an arranged marriage for her. And until then, dating—even friendship with a boy—is forbidden. When Naila breaks their rule by falling in love with Saif, her parents are livid. Convinced she has forgotten who she truly is, they travel to Pakistan to visit relatives and explore their roots. But Naila’s vacation turns into a nightmare when she learns that plans have changed—her parents have found her a husband and they want her to marry him, now! Despite her greatest efforts, Naila is aghast to find herself cut off from everything and everyone she once knew. Her only hope of escape is Saif . . . if he can find her before it’s too late.“

Nancy Garden: „Annie on my Mind“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1982)

„This groundbreaking book is the story of two teenage girls whose friendship blossoms into love and who, despite pressures from family and school that threaten their relationship, promise to be true to each other and their feelings.“

Emily M. Danforth: „The Miseducation of Cameron Post“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2012)

„When Cameron Post’s parents die suddenly in a car crash, her shocking first thought is relief. Relief they’ll never know that, hours earlier, she had been kissing a girl. Cam is soon forced to move in with her conservative aunt Ruth and her well-intentioned but hopelessly old-fashioned grandmother. Survival in Miles City, Montana, means blending in. Then Coley Taylor moves to town. Beautiful, pickup-driving Coley is a perfect cowgirl with the perfect boyfriend to match. She and Cam forge an unexpected and intense friendship — one that seems to leave room for something more to emerge. But just as that starts to seem like a real possibility, ultrareligious Aunt Ruth takes drastic action to ‘fix’ her niece.“

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Shaun David Hutchinson: „At the Edge of the Universe“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2017)

„Tommy and Ozzie have been best friends since the second grade, and boyfriends since eighth. Then, Tommy vanished. More accurately, he ceased to exist, erased from the minds and memories of everyone who knew him. Everyone except Ozzie. When Ozzie is paired up with the reclusive and secretive Calvin for a physics project, it’s hard for him to deny the feelings that develop between them, even if he still loves Tommy. But Ozzie knows there isn’t much time left to find Tommy.“

Andrew Smith: „Stick“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2011)

„Fourteen-year-old Stark McClellan (nicknamed Stick because he’s tall and thin) is bullied for being “deformed” – he was born with only one ear. His older brother Bosten is always there to defend Stick. But the boys can’t defend one another from their abusive parents. When Stick realizes Bosten is gay, he knows that to survive his father’s anger, Bosten must leave home.“

Elly Swartz: „Finding Perfect“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2016)

„Molly’s mother leaves the family to take a faraway job with the promise to return in one year. Molly knows that promises are often broken, so she hatches a plan to bring her mother home: Win the Lakeville Middle School Slam Poetry Contest. Molly’s sure her mother would never miss that. Right…? But as time goes on, writing and reciting slam poetry become harder. Actually, everything becomes harder as new habits appear, and counting, cleaning, and organizing are not enough to keep Molly’s world from spinning out of control.“

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Wendelin Van Draanen: „The Running Dream“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2011)

„Jessica thinks her life is over when she loses a leg in a car accident. She’s not comforted by the news that she’ll be able to walk with the help of a prosthetic leg. Who cares about walking when you live to run? As she struggles to cope with crutches and a first cyborg-like prosthetic, Jessica feels oddly both in the spotlight and invisible. People who don’t know what to say, act like she’s not there.“

Sarah Miller: „Miss Spitfire. Reaching Helen Keller“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2007)

„Annie Sullivan was little more than a half-blind orphan with a fiery tongue when she arrived at Ivy Green in 1887. Desperate for work, she’d taken on a seemingly impossible job — teaching a child who was deaf, blind, and as ferocious as any wild animal. But Helen Keller needed more than a teacher. And if anyone was a match for Helen, it was the girl they used to call Miss Spitfire.“

Ginny Rorby: „Hurt go happy“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2006)

„Thirteen-year-old Joey Willis is used to being left out of conversations. Though she’s been deaf since the age of six, Joey’s mother has never allowed her to learn sign language. Everything changes when Joey meets Dr. Charles Mansell and his baby chimpanzee, Sukari. Her new friends use sign language to communicate, and Joey secretly begins to learn to sign. But as Joey’s world blooms with possibilities, Charlie’s and Sukari’s choices begin to narrow–until Sukari’s very survival is in doubt.“

„First Black Woman in Space“ von Simone Dede Ayivi (Mousonturm Frankfurt/FAZ)

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Theatermacherin Simone Dede Ayivi. Foto von Juliane Kremberg

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Durch das Raue, hoch zu den Sternen

Vorbilder, Kämpferinnen, der Traum von einer besseren Welt: Simone Dede Ayivi schreibt und inszeniert. Ihr neues Stück entsteht am Mousonturm für das Festival der „afropäischen Künste“

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von Stefan Mesch

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„First Black Woman in Space“ feiert die Durchbrüche und Pionierleistungen Schwarzer Frauen. Ein Abend über Aktivistinnen, Astronautinnen, erste und gemeinsame Schritte Richtung Zukunft.

Die erste Schwarze Frau im All war Mae Jemison, 1992. Astronautin zu werden – das wurde für sie denkbar, weil sie über 20 Jahre zuvor eine andere Schwarze Frau auf der Brücke eines Raumschiffs sah: Lieutenant Uhura in „Star Trek“. Aus solchen Schrittfolgen und Vorbildern wächst Zukunft, Utopien machen Mut. Science-Fiction kann Beschränkungen der Gegenwart in Frage stellen.

Simone Dede Ayivi stammt aus Hanau und lebt in Berlin. In ihren Shows und theatralen Performances steht sie oft selbst auf der Bühne – umgeben von Videos, Soundcollagen, Expertinnenstimmen und Statements. In „First Black Woman in Space“ zeigen Frauen of Color, wer sie inspirierte und in welcher Hinsicht sie selbst zur ersten Frau im Raum wurden. Doch es gibt immer mehr als eine Pionierin, eine Vorkämpferin.„Es geht um Schwesternschaft, Empowerment, die Kraft utopischer Orte. Es reicht nicht, nur auf einzelne Biografien zu blicken. Ich will fragen: Was wird möglich, sobald wir Zukunft ohne Rassismus und Sexismus denken?“

Ayivi und ihr Produktionsteam – neun Frauen – entwickeln das Stück während einer Residenz am Mousonturm. Sie machen die Bühne zur Kontrollstation, zum Raumschiff. Und zur utopischen Gedenkstätte. In „Performing Back“, mit dem sie Ende 2015 am Mousonturm gastierte, fragte Ayivi nach deutschen Kolonialverbrechen in Afrika, öffentlichem Vergessen, Verschweigen und Protest. Es gibt eine westafrikanische AdinkraDenkfigur: Sankofa. Lerne aus der Vergangenheit – um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft gestalten zu können.

„First Black Woman in Space“ blickt auf dieselben Fragen. Aber aus der Gegenrichtung: Welche Rollen spielen Schwarze Frauen in Utopien? Wie wirken Zukunftsbilder zurück aufs Heute? Ab wann verändern Vorstellungen davon, was möglich ist, persönliche und politische Gegenwart, Berufe und Normen?

Ayivis Shows sind vielstimmig, humorvoll, kritisch, verspielt  – und entspannt geistreich. Auf ihrem Schreibtisch stapeln sich Bücher zu Zeitreisen, schwarzem Empowerment, Physik und Afrofuturismus. US-Utopien drängen meist ins All – The Final Frontier. Afrikanische Science-Fiction dagegen spielt viel öfter auf der Erde. Science-Fiction sucht griffig mehrdeutige Bilder: „Aliens tauchen auf und transportieren dich auf Schiffen in eine neue Welt, gegen deinen Willen. Die Geschichte der Versklavung – eine Entführung durch Fremde.“

Oft meldet sich Ayivi auch in Essays zu Wort, in Theater- und politischen Debatten. Ihre Sachtexte sind leidenschaftlich, klar, couragiert – eine Aktivistin, die Probleme und Lösungen deutlich benennt. Ihre Arbeiten fürs Theater haben noch andere Stärken: Hier wird gespielt, verknüpft, assoziiert. Geistreich, respektvoll. Überraschend und witzig.

„Falls du aus einer marginalisierten Position heraus etwas erreichst, muss dir klar sein: Dass du diese Möglichkeiten hattest, ist nicht nur deine Leistung. Heute stehe ich auf der Bühne. Nicht, weil ich eine bessere Künstlerin bin als Schwarze Frauen vor mir. Sondern, weil Menschen feministische und antirassistische Arbeit machten. So lange kämpften, bis Barrieren mürbe wurden und aufbrachen.“

Die erste Person, die solche Barrieren überwindet und einen neuen Raum betritt, ist oft einsam. Nichelle Nichols, Uhuras Darstellerin, wollte „Star Trek“ nach einem Jahr verlassen. Doch Martin Luther King bat sie, zu bleiben. Damit Uhura sichtbar bliebe, für ein Millionenpublikum. Ayivis Stücke zeigen: Sich eine Bühne zu erobern, öffentlich gehört, gesehen, respektiert zu werden, verändert alles. Für die Frau auf der Bühne. Und für die Menschen im Publikum.

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„First Black Woman in Space“:

  • offene Probe: 17. September 2016, 18 Uhr, Mousonturm Frankfurt
  • Vorstellungen: Herbst 2016, in u.a. Berlin (Sophiensaele), Hannover (Freies Theater) und Frankfurt
  • 26. November 2016: Vorstellung am Mousonturm Frankfurt