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Die besten Bücher 2018: erste Favoriten und Empfehlungen [Buchtipps, Romane]

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bereits gelesen:

KENT HARUF, „Lied der Weite“

gelesen in der deutschen Ausgabe von 1999, „Flüchtiges Glück“, die selbe Übersetzung durch Rudolf Hermstein. Harmlos, einfach, etwas süßlich… doch toll atmosphärisch, warmherzig.

„Victoria, siebzehn und schwanger, wird von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt. Da überredet ihre Lehrerin Maggie die Brüder McPheron, zwei alte Viehzüchter, das Mädchen bei sich aufzunehmen. Ein erst widerwilliger Akt der Güte, der das Leben von sieben Menschen in der Kleinstadt Holt in Colorado umkrempelt und verwandelt.“ [Klappentext, ungekürzt]

[Diogenes. 12. Januar]

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angelesen und gemocht:

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NICKOLAS BUTLER: „Die Herzen der Männer“

„Wer will schon ein Kind, das weder Freunde noch Selbstbewusstsein besitzt? Je intensiver sich Nelson nach Zuwendung sehnt, desto stärker sondert sich der Vater ab. Nelsons bester Freund aus dem Pfadfinderlager, ist das genaue Gegenteil: Jonathan ist bei allen beliebt und pragmatisch. Was aber treibt jemanden wie Jonathan dazu, sich mit einem Außenseiter anzufreunden? Und stand Jonathan wirklich immer so rückhaltlos zu ihm? Das Leben im rauhen Wisconsin verlangt den Freunden Prüfungen ab, die Loyalität auf eine harte Probe stellen.“ [Klappentext, gekürzt]

[Klett-Cotta, 10. Februar]

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JESMYN WARD: „Singt, ihr Lebenden und Toten, singt“

„Jojo und seine kleine Schwester Kayla leben bei ihren Großeltern an der Golfküste von Mississippi. Ihre Mutter nimmt Drogen und arbeitet in einer Bar. Als der weiße Vater der Kinder aus dem Gefängnis entlassen wird, fährt die Familie zur »Parchment Farm«, dem staatlichen Zuchthaus, um ihn abzuholen. Eine Reise voller Gefahr und Hoffnung. Wie bewahrt man Würde, Liebe und Achtung, wenn man sie nicht erfährt? Ein Familienporträt voller Anspielungen auf das Alte Testament und die Odyssee.“ [Klappentext, gekürzt]

[Kunstmann, 14. Februar]

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CATALIN MIHULEAC: „Oxenberg & Bernstein“

„Die reiche Dora Bernstein und ihr Sohn Ben aus Amerika besuchen Iasi, die Wiege der rumänischen Kultur. Eine junge Frau, Suzy, zeigt ihnen die Stadt. Wenig später macht Ben ihr einen Antrag. Sie heiraten, und Suzy beginnt, sich für die Geschichte ihrer neuen Familie und die ihrer alten Heimat genauer zu interessieren. Sie stößt auf ein Mädchen, das 1947 mit 17 Jahren nach Wien kam. Als Einzige einer angesehenen Familie überlebte sie das Pogrom in Iasi und den Holocaust. Im Wiener Rothschild-Spital findet sie Zuflucht und erweist sich als begabte Schneiderin. Dort trifft sie einen GI, der ihr den Hof macht.“ [Klappentext, gekürzt]

[Zsolnay, 19. Februar]

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BETTINA WILPERT: „Nichts, was uns passiert“ [Debüt, deutschsprachig]

„Leipzig. Universität und Fußball-WM. Gute Freunde, eine Geburtstagsfeier. Anna sagt, sie wurde vergewaltigt. Jonas sagt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr. Aussage steht gegen Aussage. Nach zwei Monaten nah an der Verzweiflung zeigt Anna Jonas schließlich an, doch im Freundeskreis hängt bald das Wort „Falschbeschuldigung“ in der Luft. Der Roman thematisiert, welchen Einfluss eine Vergewaltigung auf Opfer, Täter und das Umfeld hat und wie eine Gesellschaft mit sexueller Gewalt umgeht.“

[Verbrecher Verlag, 28. Februar]

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NOELLE REVAZ: „Von wegen den Tieren“ [Neuauflage]

„Bauer Paul ist engstirnig und hartherzig, ein Schläger und Trinker. Er selbst merkt das nicht. Kunstvoll lässt Revaz ihn seine Welt schildern: ein wortkarger und harter Mann, der seine Frau nur »Vulva« nennt, seine Kinder nicht beim Namen kennt und zuschlägt, »weil was man gern hat, das klopft man«. Doch dieser Sommer ist anders, denn Vulva wird krank, die Tiere geraten in Gefahr, und der Wanderarbeiter Georges bringt neue Töne in Pauls Leben.“

[Wallstein, 5. März, schon 2004 in dieser Übersetzung veröffentlicht]

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DONAL RYAN: „Die Lieben der Melody Shee“

„Als Melodys Mann sich nach zwei Fehlgeburten heimlich sterilisieren lässt, beantwortet sie diesen Vertrauensbruch mit einer Affäre und wird schwanger – von einem ihrer Schüler. Im erzkatho­lischen Irland schwankt Melody schwankt zwischen dem stillen Glück und der Schuld, die sie mit seiner Entstehung auf sich geladen hat. Die Entscheidung, die sie letztlich trifft, ist so unkon­ventionell wie mutig.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

[Diogenes, 28. März]

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SARA NOVIC: „Das Echo der Bäume“

„Es ist 1991, in der Nähe von Zagreb, in einem Land, in dem Nachbarn zu Feinden geworden sind. Ana gelingt die Flucht nach Amerika, zusammen mit ihrer kleinen Schwester Rahela, die noch ein Baby ist. Rahela wächst sorglos heran, doch Ana kann nicht vergessen. Bis sie eines Tages beschließt, zurückzukehren in das heutige Kroatien, das für sie noch immer voller Wunder ist und einmal ihre Heimat war …“ [Klappentext, gekürzt]

[btb, April – ich las vor zwei Jahren das US-Original, „Girl at War“ ca. zur Hälfte und verlor dann das Interesse: Es las sich wie ein kompetent geschriebenes Jugendbuch, bei dem mir Ton und Themen zu bekannt vorkamen.]

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CELESTE NG: „Kleine Feuer überall“

„Elena Richardson steht in Bademantel und den Tennisschuhen ihres Sohnes auf dem Rasen und starrt in die Flammen. Sie passte gut nach Shaker Heights, den wohlhabenden Vorort von Cleveland, Ohio. Ihr Mann ist Partner einer Anwaltskanzlei, sie schreibt Kolumnen für die Lokalzeitung, die vier halbwüchsigen Kinder sind bis auf das jüngste, Isabel, wohlgeraten. Doch es brennt.“

[dtv, 20. April]

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WILLIAM FINNEGAN: „Barbarentage“

[Nonfiction] „Vor fünfzig Jahren verfällt William Finnegan dem Surfen. Damals verschafft es ihm Respekt, dann jagt es ihn raus in die Welt – Samoa, Indonesien, Australien, Südafrika –, als Familienvater mit Job beim New Yorker dient es der Flucht vor dem Alltag.“

[Suhrkamp, 2. Mai]

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MATT RUFF: „Lovecraft Country“

„Als Atticus Turners Vater verschwindet, macht Atticus sich wohl oder übel auf die Suche: nach „Lovecraft Country“ in Neuengland, Mitte der 50er Jahre ein Ort der schärfsten Rassengesetze in den USA. Mit Hilfe seines Onkels George, Herausgeber des „Safe Negro Travel Guide“, und seiner Jugendfreundin Letitia gelangt er bis zum Anwesen der Braithwhites. Dort tagt eine rassistische Geheimloge: Matt Ruff erzählt mit überbordender Phantasie und teuflischem Humor die wahnwitzigen Abenteuer einer schwarzen Familie.“ [Klappentext, gekürzt]

[Hanser, 14. Mai]

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JENS REHN: „Nichts in Sicht“ [Neuauflage: 2013 zur Hälfte gelesen, dann aus Versehen das Ende erfahren und das Interesse verloren.]

Okay, Schöffling – vergesst es. Die Website hat den selben Klappentext, der mir das Buch ruinierte 2014. Ihr seid schreckliche Menschen!

[Schöffling, 22. Mai]

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HALA AYLAN: „Häuser aus Sand“

„Salma musste ihre geliebte Heimat Jaffa verlassen und fand in Nablus mit Mann und Kindern einen neuen Platz. Der Garten wird zum farbenfrohen Paradies, und Salmas Tochter dagegen fühlt sich dem Haus und Nablus so verbunden wie Salma mit Jaffa war. Der Kaffeesatz sagt auch Alia ein unruhiges, schwieriges Leben voraus. Salma verschweigt diesen Teil der Vorahnung und muss erleben, wie ihr Sohn ihr im Sechstagekrieg genommen wird und ihre Tochter nach Kuwait flieht. Alia hasst ihr neues, beengtes Leben und durchlebt, wie ihre Mutter, die selbe Sehnsucht nach der Heimat und den Widerstand ihrer eigenen Kinder gegen ihr Festhalten an den alten Regeln. Zwanzig Jahre später verlieren Alia und ihre Familie erneut ihr Zuhause und retten sich in alle Himmelsrichtungen: nach Boston, Paris, Beirut. Wieder einmal wird ihre Geschichte von anderen bestimmt und geschrieben.“ [Klappentext, gekürzt]

[Dumont, 18. Juni]

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internationale Literatur, noch nicht angelesen:

HARUKI MURAKAMI, „Die Ermordung des Commendatore“ Band 1 und 2, Dumont, 22. Januar & 16. April

FERNANDO ARAMBURU, „Patria“, Rowohlt, 16. Januar

STEFAN AGOPIAN, „Das Handbuch der Zeiten“, Verbrecher Verlag, Februar

NINA LYKKE, „Aufruhr in mittleren Jahren“, Nagel & Kimche, 19. Februar

MARCELO FIGUERAS, „Das schwarze Herz des Verbrechens“, Hanser, 19. Februar

DASA DRNDIC, „Belladonna“, Hoffmann & Campe, 20. Februar

MONICA ISAKSTUEN, „Elternteile“, Eichborn, 23. Feburar

RITA INDIANA, „Tentakel“, Wagenbach, März

JAMES BALDWIN, „Von dieser Welt“, dtv, 9. März

LIYUN LI, „Lieber Freund, aus meinem Leben schreibe ich dir in deines“, Essay/Memoir, Hanser, 9. März

LARS SAABYE CHRISTENSEN, „Magnet“, btb, 12. März

TOMMI KINNUNEN, „Wege, die sich kreuzen“,  DVA, 19. März

LAETITIA COLOMBANI, „Der Zopf“, S. Fischer, 22. März

LIAO YIWU, „Drei wertlose Visa und ein toter Reisepass. Meine lange Flucht aus China“, S. Fischer, 26. April

BASTIEN VIVÈS, „Eine Schwester“, Reprodukt, Mai [Graphic Novel]

MARYAM MADJIDI, „Du springst, ich falle“, Blumenbar, 18. Mai

ALLICE ZENITER, „Die Kunst, zu verlieren“, Berlin Verlag, 1. Juni

BECKI ALBERTALLIs „Nur drei Worte“ (Carlsen, 2016) kommt am 28. Juni in dt. Kinos

NANA EKVTIMISHVILI, „Das Birnenfeld“, Suhrkamp, 4. Juli

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deutschsprachige Literatur, noch nicht angelesen:

ANJA KAMPMANN, „Wie hoch die Wasser steigen“, Hanser, 28. Januar.

MILENA MICHIKO FLASAR, „Herr Kato spielt Familie“, Wagenbach, Februar

ANDREAS MAIER, „Die Universität“, Suhrkamp, 7. Februar

CLEMENS J. SETZ, „Bot“, Suhrkamp, 12. Februar

THORSTEN NAGELSCHMIDT, „Der Abfall der Herzen“, S. Fischer, 22. Februar

AXEL RANISCH, „Nackt über Berlin“, Ullstein Fünf, 23. Februar [schreckliches Spaßbuch-Cover und die verbrauchte Idee aus „Tötet Mrs. Tingle“. Aber: queerer Autor, queerer Teenager-Ich-Erzähler.]

ANNE REINECKE, „Leinsee“, Diogenes, 28. Februar [Debüt; könnte ein großes Manic-Pixie-Dream-Girl-Problem haben: junges Mädchen bringt Künstler neuen Lebensmut.]

JOSEFINE RIEKS, „Serverland“, Hanser, 29. Februar

ANTONIA KÜHN, „Lichtung“, Reprodukt [Graphic Novel], März

MAREIKE FALLWICKL, „Dunkelgrün fast schwarz“, FVA, 5. März

SIBYLLE LUITHLEN, „Wir müssen reden“, DVA, 12. März

SVENJA LEIBER, „Staub“, Suhrkamp, 7. März

KAROSH TAHA, „Beschreibung einer Krabbenwanderung“, Dumont, 12. März

KATHRIN WEßLING, „Super, und dir?“, Ullstein Fünf, 6. April

VERENA CARL, „Die Lichter unter uns“, S. Fischer, 26. April

RALF ROTHMANN, „Der Gott jenes Sommers“, Suhrkamp, 2. Mai

NATALIE BUCHHOLZ, „Der rote Swimmingpool“, Hanser Berlin, 14. Mai

KATHARINA ADLER, „Ida“, Rowohlt, 24. Juli

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Sachbuch, noch nicht angelesen:

JÖRG MAGENAU, „Bestseller“, Hoffmann & Campe, 20. Februar

TONI MORRISON, „Die Herkunft der anderen“, Rowohlt, 27. März

HANS ROSLING, „Factfulness“, Ullstein, 6. April

TA-NEHISI COATES, „We were eight Years in Power“, Hanser Berlin, 14. Mai

KATHRIN PASSIG, „Neue Staaten erfinden“, Rowohlt Berlin, 24. Juli

WERNER BARTENS, „Emotionale Gewalt“, Rowohlt Berlin, 21. August

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Antje Kunstmann | Atlantik | Aufbau | Berenberg | Berlin VerlagBlessing | Blumenbar | Braumüller | btb | C.H. Beck | CulturBooks | Diogenes | Dumont | DVA | dtv| Dörlemann | Droemer Knaur | ebersbach & simon | Edition Atelier | Edition Büchergilde | edition moderne | EichbornFrohmann | FVA | Galiani | GoldmannGuggolz | Hanser | Hanser Berlin | Hoffmann & Campe | Insel | Jung und Jung | Kein & Aber | Kiepenheuer & Witsch | Verlag Klaus Wagenbach | Klett-Cotta | Knaus | Kremayr & Scheriau | Liebeskind | List | Louisoder | Luchterhand | Luftschacht | Mairisch | Manesse | Matthes & Seitz | mikrotext | Nagel & Kimche | Piper | Reclam | ReproduktResidenz | Rowohlt und Rowohlt Berlin | S. Fischer | Schöffling & Co. | Siedler | SteidlSuhrkamp | Tempo | Tropen | Ullstein | Ullstein fünf | Verbrecher | Wallstein | Weidle | Zsolnay / Deuticke

Danke an Ilja Regier, der seit Jahren zweimal jährlich solche Listen in seinem Literaturblog erstellt, für die Herbst- und Frühlings-Novitäten:

Iljas 2018-Posting und -Vorauswahl: hier

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Ich bin freier Kritiker (…und, gern und so oft wie möglich: Moderator bei Lesungen und Podien) und hoffe, 2018 auch mit zwei, drei Autor*innen auf Bühnen ins Gespräch zu gehen. Bisher moderierte ich u.a. Lesungen und Gespräche mit Stewart O’Nan, Thomas von Steinaecker, Manja Präkels und Nik Afanasjew, Kathrin Passig, Theresa Präauer und Justin Torres, Fiona Maazel. Gern auf Englisch: das.ensemble (at) gmail.com

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Die besten Bücher 2017: erste Favoriten und Empfehlungen

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angelesen und gemocht: [Update – 12 Bücher ab Sommer 2017, mehr hier]

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neue Bücher 2017 Colson Whitehead, Mariana Leky, Geoffrey Household.png

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Colson Whitehead: “Underground Railroad” (Hanser, 21.8. – Deutsch von Nikolaus Stingl) “Cora ist eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Da hört sie von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk. Über eine Falltür beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit?”

Mariana Leky: “Was man von hier aus sehen kann” (Dumont, 18.7.) “Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt.”

Geoffrey Household: “Einzelgänger, männlich” (Kein & Aber, 5.9. – Deutsch von Michel Bodmer) “Europa Anfang der Dreißigerjahre: Ein Jäger schleicht sich auf das Anwesen eines gefürchteten Diktators, legt an und zielt. Ein unvorstellbar spannender Thriller, geschrieben aus der Sicht des Verfolgten.” [Klassiker von 1939]

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neue Bücher 2017 Gael Faye, Betty Smith, Tom Drury

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Gael Faye: “Kleines Land” (Piper, 2.10. – Deutsch von Brigitte Große, Andrea Alvermann) “Als Kind pflückte Gabriel in Burundi mit seinen Freunden Mangos von den Bäumen. Heute lebt er in einem Vorort von Paris. Dorthin floh er, als der Bürgerkrieg das Paradies seiner Kindheit zerstörte. Doch er muss noch einmal zurück.”

Betty Smith: “Ein Baum wächst in Brooklyn” (Suhrkamp/Insel, 23.10. – Deutsch von Eike Schönfeld) “Die elfjährige Francie Nolan ist eine unbändige Leserin – und möchte Schriftstellerin werden. Ein Traum, der im bunten, ruppigen Williamsburg von 1912 kaum zu erfüllen ist. Hier brummen die Mietshäuser vor all den Zugewanderten.” [Klassiker von 1944.]

Tom Drury: “Grouse County” (Sammelband einer Romantrilogie, ich las und mochte “Die Traumjäger”; 5.8. – Deutsch von Gerhard Falkner, Nora Matocza) “Irgendwo im Mittleren Westen: Das Leben der Menschen zerbröckelt langsam, alle jagen unrealistischen Träumen nach – und sind Dorn im Auge des örtlichen Sheriffs, Dan Norman, der die Harmonie in seinem County wahren will. Die jüngere Generation sieht dagegen nur einen Ausweg, dem ländlichen Mief zu entkommen: nie mehr zurückkehren. Der Band enthählt die drei Romane »Das Ende des Vandalismus«, »Die Traumjäger « und den bisher auf Deutsch unveröffentlichten Roman »Pazifik«.”

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neue Bücher 2017 Tim Winton, Margaret Atwood, Elena Lappin

Tim Winton: “Inselleben. Mein Australien” (Luchterhand, 24.7. – Deutsch von Klaus Berr) [Ich glaube, das ist der schwülstigste, unfreiwillig komischste Klappentext, den ich dieses Jahr las. Winton selbst schreibt zum Glück nicht halb so… pfaffenhaft.]

Margaret Atwood: “Aus Neugier und Leidenschaft. Gesammelte Essays [bis 2005]” (Berlin Verlag, 13.10. – Deutsch von Christiane Buchner, Claudia Max, Ina Pfitzner) ” Rezensionen zu John Updike und Toni Morrison; ein Afghanistan-Reisebericht, der zur Grundlage für den ‘Report der Magd’ wurde, leidenschaftliche Schriften zu ökologischen Themen, Nachrufe auf einige ihrer großen Freunde und Autorenkollegen…”

Elena Lappin: “In welcher Sprache träume ich?” (Kiepenheuer & Witsch, 7.9. – Deutsch von Hans Christian Oeser) “Hineingeboren ins Russische, verpflanzt erst ins Tschechische, dann ins Deutsche, eingeführt ins Hebräische und schließlich adoptiert vom Englischen – jede Sprache markiert einen neuen Lebensabschnitt in der Familiengeschichte Elena Lappins: Fragen nach Heimat, Identität, Judentum und Sprache. Sensibel geht sie den Erzählungen, Lebenslügen und Geheimnissen der Eltern und Großeltern nach und schildert, was es heißt, mit gleich mehrfach gekappten Wurzeln zu leben und auch nach dem Verlust einer Muttersprache schreiben zu wollen.”

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neue Bücher 2017 Benjamin Alire Saenz, Guy Gavriel Kay, James Corey

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Benjamin Alire Saenz: “Die unerklärliche Logik meines Lebens” (Jugendbuch, Hanser bei Thienemann, 19.8. – Deutsch von Uwe-Michael Gutzschhahn) “Sich gegenseitig auffangen – das haben Sal und seine beste Freundin Samantha bisher immer geschafft. Doch gelingt das auch, wenn alles droht, auseinanderzubrechen? Das letzte Schuljahr stellt ihre Freundschaft auf eine harte Probe. Sam gerät an einen miesen Typen, während Sal verzweifelt versucht, nicht zu einem zu werden.”

Guy Gavriel Kay: “Am Fluss der Sterne” (Fantasy, spielt 400 Jahre nach “Im Schatten des Himmels”, Fischer TOR, 26.10. – Deutsch von Ulrike Brauns) “Einst galt Xi’an als schönste Stadt der zivilisierten Welt, der Kaiserhof als Hort des Luxus und der Kultur. Doch seit Kitai in weiten Teilen an die Barbaren aus dem Norden gefallen ist, herrscht Angst auf den Straßen, und das Heulen der Wölfe hallt durch verfallene Gemäuer.”

James Corey: “Babylons Asche” (Science Fiction, Band 6 der “The Expanse”-Reihe, Heyne, 13.6. – Deutsch von Jürgen Langowski) “Die Menschheit hat das Sonnensystem kolonisiert. Auf dem Mond, dem Mars, im Asteroidengürtel und noch darüber hinaus gibt es Stationen und werden Rohstoffe abgebaut. Doch die Sterne sind den Menschen bisher verwehrt geblieben. Als der Kapitän eines kleinen Minenschiffs ein havariertes Schiff aufbringt, ahnt er nicht, welch gefährliches Geheimnis er in Händen hält – ein Geheimnis, das die Zukunft der ganzen menschlichen Zivilisation für immer verändern wird.”

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CHRIS KRAUS, „I love Dick“ (Matthes & Seitz, 30. Januar. Deutsch von Kevin Vennemann.)

FLURIN JECKER, „Lanz“ (Nagel & Kimche, 20. Februar)

DON CARPENTER, „Freitags bei Enrico’s“ (Klett-Cotta, 8. April. Deutsch von Bernhard Robben.)

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TREVOR NOAH, „Farbenblind“ (Blessing, 6. März. Deutsch von Heike Schlatterer.)

ROBERT GERWARTH, „Die Besiegten. Das blutige Ende des ersten Weltkriegs“ (Siedler, 23. Januar. Deutsch von Alexander Weber.)

MURRAY SHANAHAN, „The Technological Singularity“ (Matthes & Seitz, 27. Februar. Deutsch von Nadine Miller.)

SIDDHARTHA MUKHERJEE, „Die Gene. Eine sehr persönliche Geschichte“ (S. Fischer, 24. Mai. Deutsch von Ulrike Bischoff.)

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deutschsprachige Literatur:

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ANNA KIM, „Die große Heimkehr“ (Suhrkamp, 16. Januar)

KRISTINA PFISTER, „Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten“ (Klett-Cotta, 11. Februar)

NATASCHA WODIN, „Sie kam aus Mariupol“ (Rowohlt, 17. Februar)

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GERHARD HENSCHEL, „Arbeiterroman“ (Hoffmann & Campe, 17. Februar)

LUISE MAIER, „Dass wir uns haben“ (Wallstein, 27. Februar)

ANKE STELLING, „Fürsorge“ (Verbrecher Verlag, 28. Februar)

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KERSTIN PREIWUSS, „Nach Onkalo“ (Berlin Verlag, 1. März)

MASCHA DABIC, „Reibungsverluste“ (Edition Atelier, 1. März)

STEPHAN LOHSE, „Ein fauler Gott“ (Suhrkamp, 6. März)

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NIAH FINNIK, „Fuchsteufelsstill“ (Ullstein, 7. April)

ENNO STAHL, „Spätkirmes“ (Verbrecher Verlag, 18. April)

CHRISTOPH SCHULTE-RICHTERING, „32 Tage Juli“ (Rowohlt Berlin, 22. April)

SVENJA GRÄFEN, „Das Rauschen in unseren Köpfen“ (Ullstein, 12. Mai)

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internationale Literatur, neu auf Deutsch:

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HANYA YANAGIHARA, „Ein wenig Leben“ (Hanser Berlin, 30. Januar. Deutsch von Stephan Kleiner.)

GUSEL JACHINA, „Suleika öffnet die Augen“ (Aufbau, 17. Februar, Deutsch von Helmut Ettinger.)

MAURIZIO TORCHIO, „Das angehaltene Leben“ (Zsolnay, 20. Februar, Deutsch von Annette Kopetzki.)

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GONZALO TORNÉ, „Meine Geschichte ohne dich“ (DVA, 6. März. Deutsch von Petra Strien-Bourmer.)

MILJENKO JERGOVIC, „Die unerhörte Geschichte meiner Familie“ (Schöffling, 8. März. Deutsch von Brigitte Döbert.)

KIM THUY, „Die vielen Namen der Liebe“ (Kunstmann, 8. März. Deutsch von Andrea Alvermann, Brigitte Große.)

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CARSTEN JENSEN, „Der erste Stein“ (Knaus, 13. März, Deutsch von Ulrich Sonnenberg.)

LUKE KENNARD, „Transition: Das Programm“ (Droemer, 3. April. Deutsch von Karl-Heinz Ebnet.)

OLIVIA SUDJIC, „Sympathie“ (Kein & Aber, 7. April, Deutsch von Ann-Christin Kramer.)

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VAL EMMICH, „Die Unvergesslichen“ (Droemer, 2. Mai. Deutsch von Eva Bonné.)

FRANCESCA SEGAL, „Ein sonderbares Alter“ (Kein & Aber, 5. Mai, Deutsch von Anna-Nina Kroll.)

AE-RAN KIM, „Mein pochendes Leben“ (Cass, Deutsch von Sebastian Bring.)

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Comics:

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HAMID SULAIMAN, „Freedom Hospital“ (Hanser Berlin, Kai Pfeiffer.)

GUY DELISLE, „Geisel“ (Reprodukt, 1. März. Deutsch von Heike Drescher.)

DANIEL CLOWES, „Patience“ (Reprodukt, 1. März. Deutsch von Jan Dinter.)

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Sachbuch: 

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ILIJA TROJANOW, „Nach der Flucht“ (S. Fischer)

BETTINA STANGNETH, „Lügen lesen“ (Rowohlt, 23. Juni)

TALI SHAROT, „Die Meinung der anderen“ (Siedler, 9. Mai. Deutsch von Susanne Kuhlmann-Krieg.)

JOACHIM RADKAU, „Geschichte der Zukunft“ (Hanser, 30. Januar)

MOHAMED AMJAHID, „Unter Weißen“

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gelesen:

RACHEL KUSHNER, „Telex aus Kuba“ (Rowohlt, 22. April. Deutsch von Bettina Abarbanell.)

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Links zu den (v.a. Belletristik-) Vorschaukatalogen für Frühling/Frühjahr/erstes Halbjahr 2017…

…der meisten größeren deutschsprachigen Verlage.

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Danke an Ilja Regier, der Mitte 2016 eine ähnliche Liste erstellte, für die Herbst-Novitäten.

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Verlags-Vorschauen Frühjahr 2017 – verlinkt

neue Bücher 2016

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nur kurz, gesammelt:

Links zu den (v.a. Belletristik-) Vorschaukatalogen für Frühling/Frühjahr/erstes Halbjahr 2017…

…der meisten größeren deutschsprachigen Verlage.

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Danke an Ilja Regier, der Mitte 2016 eine ähnliche Liste erstellte, für die Herbst-Novitäten.

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