Buchtipps

Norwegische Literatur: Die besten Bücher aus und über Norwegen, zur Frankfurter Buchmesse (Ehrengast / Gastland 2019)

0130 Norwegen 2019 Ehrengast, Gastland der Frankfurter Buchmesse - Hurtigruten, Stefan Mesch (29)

Im Oktober 2019 ist Norwegen das Gastland / der Ehrengast der Frankfurter Buchmesse.

Heute, hier im Blog:

Klappen- und Kurztexte, Links und Buchtipps zu 60 Büchern, die

…ich anlas und die mich interessieren.
…ich komplett las und empfehle.

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vorgemerkt, angelesen:

01 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Maria Kjos Fonn Kinderwhore Johan Harstad Max Mischa und die Tet-Offensive Mona Hovring Was helfen könnte

Update: gelesen. große Empfehlung! Maria Kjos Fonn, „Kinderwhore“_Culturbooks Verlag „»Kinderwhore« ist der Kleidungsstil der Grunge-Musikerin Courtney Love. Charlottes Mutter liebt Love und kleidet sich wie sie. Von der Protesthaltung, die eigentlich dahintersteht, weiß sie nichts. Wenn sie nicht schläft, schenkt sie ihrer Tochter neue Väter. Als Charlotte in der Pubertät ist, bekommt sie einen Vater, der die Nächte lieber bei ihr als bei der Mutter verbringt. Charlotte beginnt, Pillen ihrer Mutter zu schlucken.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Johan Harstad, „Max, Mischa und die Tet-Offensive“_Rowohlt Verlag „Max Hansen wächst im Stavanger der 80er Jahre auf, wo die Väter für Monate auf Ölplattformen verschwinden Ein Idyll – bis Max‘ Familie in die USA emigriert. Während der Vater nun von Long Island aus um die ganze Welt fliegt, rücken Max und seine einsame Mutter näher zusammen. Bis Mordecai kommt, der zunächst Max‘ bester Freund und später ein bekannter Schauspieler wird. Er macht ihn auch mit Mischa bekannt, einer sieben Jahre älteren bildenden Künstlerin. Mischa stiftet Max an, sich auf die Suche nach seinem geheimnisvollen Onkel zu machen, einem Vietnam-Kriegsveteranen. Sie finden ihn im Apthorp-Building in Manhattan und ziehen schon bald bei ihm ein. Die unkonventionelle WG wird zum Epizentrum des Lebens von Max, Mischa, Mordecai und Onkel Owen.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Mona Hovring, „Was helfen könnte“_edition fünf „Als die Mutter ins Wasser geht und nicht zurückkehrt, ist Laura in der ersten Klasse. Ihr Leben in einer kleinen norwegischen Stadt am Meer mit dem älteren Bruder und dem unnahbaren Vater ist fortan ein Suchen nach etwas, das helfen könnte: die Freundschaft mit Marie? Gärtner Andreas und seine Frau Johanna, die Laura zugleich Verwurzelung und Weltoffenheit vorleben? Das erotische Erlebnis mit der deutlich älteren, eleganten Vivian Koller, die eines Tages in der verschlafenen Stadt auftaucht? Die Beziehung zum gleichaltrigen Peter? Jede dieser Begegnungen birgt die Möglichkeit, dem Leben ein Stück näher zu kommen.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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02 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Maria Kjos Fonn Kinderwhore Johan Harstad Max Mischa und die Tet-Offensive Mona Hovring Was helfen könnte

Lars Mytting, „Die Glocke im See“_Insel „Norwegen 1880, in einem dunklen und abgeschiedenen Tal: Die junge, wissbegierige Astrid träumt von einem Leben, das aus mehr besteht als Heiraten, Kinderkriegen und am Ende bei der Feldarbeit sterben. Sehnt sie sich nach dem jungen Pastor Kai? Oder entscheidet sie sich für das Neue, Unberechenbare? Kai würde die 700 Jahre alten Stabkirche in Butangen gerne abreißen und durch eine modernere, größere ersetzen. Er hat auch schon Kontakt zur Kunstakademie in Dresden aufgenommen, die ihren begabten Architekturstudenten Gerhard Schönauer schickt, der den Abtransport der Kirche nach Dresden überwachen soll. Astrid rebelliert, denn mit der Kirche würden auch die beiden Glocken verschwinden, die einer ihrer Vorfahren einst der Kirche stiftete. Man sagt ihnen übernatürliche Kräfte nach und dass sie von selbst läuten, wenn ein Unglück bevorsteht.
Astrid verliebt sich in Gerhard. Wählt sie den Aufbruch in eine ungewisse Zukunft in Deutschland? Da hört sie die Glocken läuten.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Torborg Nedreaas, „Im Mondschein wächst nichts“_KaMeRu „Ein Zufall führt zwei fremde Menschen – eine Frau und einen Mann – auf dem Bahnhof einer norwegischen Kleinstadt zusammen. Doch statt des erwarteten erotischen Abenteuers beginnt die junge Frau mit schonungsloser Offenheit über ihr Leben und ihre hoffnungslose Liebe zu dem Gymnasiallehrer Johannes zu erzählen. Eine Liebe, die sich versuchte, über Standesvorurteile hinwegzusetzen. Ein erschütterndes Frauenschicksal der zwanziger Jahre.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Dag Solstad, „T. Singer“_Dörlemann „Singer ist 34 und schloss gerade die Ausbildung zum Bibliothekar ab. In der Kleinstadt Notodden beginnt er ein neues Leben, verliebt sich in Merete, eine Töpferin, und zieht mit ihr und der kleinen Tochter zusammen. Im Lauf der Jahre beginnt die Beziehung zu bröckeln. Als sich das Paar scheiden lassen will, nimmt Singers Schicksal durch einen Autounfall eine unerwartete Wendung.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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03 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Lars Saabye Christensen Die Spuren der Stadt, Lars Saabye Christensen Der Halbbruder, Agnar Mykle Das Lied vom roten Rubin

Lars Saabye Christensen, „Die Spuren der Stadt“_btb „Ein Roman über Oslo der Nachkriegszeit, die Nöte und Sehnsüchte der Bewohner.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Lars Saabye Christensen, „Der Halbbruder“_btb „Die Welt des jungen Barnum ist geprägt von Frauen und alten Familiengeheimnissen. Sein Leben wird immer wieder überschattet von Halbbruder Fred. Bis Fred eines Tages spurlos verschwindet.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Agnar Mykle: Das Lied vom roten Rubin_Ullstein „Nach seiner Zeit als Lehrer in Nordnorwegen beginnt Ask Burlefot mit Anfang 20 sein Studium an der Universität Bergen. Er trifft viele Frauen, verliebt sich jedoch erst zum Ende der Handlung. Er ist aktiv in der Arbeiterbewegung; sein ständiger Begleiter ist die Angst vor dem Scheitern und die Unsicherheit gegenüber Frauen. Einer der größten Klassiker der norwegischen Literatur in Neuübersetzung.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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04 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Ketil Bjornstad Die Welt, die meine War, Vigdis Hjorth Bergljots Familie

Ketil Bjornstad, „Die Welt, die meine war: Die Sechziger Jahre“_Osburg Verlag „Musiker und Bestsellerautor Bjørnstad will jedem Jahrzehnt seines Lebens einen Roman widmen. Der jungen Ketil denkt immer ein wenig anders: Chruschtschow findet er gut, Kennedy ist für ihn ein fieser Schleimer. Sein politisch aktiver Vater und seine musikalische Mutter prägen sein Leben, auch wenn sich erst langsam abzeichnet, dass hier ein musikalisches Genie heranwächst. Denn selbst in der Familie ist passiver Widerstand Ketils Überlebensstrategie. Wird er ans Klavier gesetzt, sorgt er dafür, dass es schrecklich klingt. Und doch hat er am Ende der sechziger Jahre seine ersten Auftritte als neues Wunderkind, dem alle eine Weltkarriere voraussagen. Davor aber liegt eine kurze Zeit als Mobbingopfer, er tastet sich ganz zaghaft an die Sexualität heran, schwärmt für Schauspielerinnen, seine Großtante und allerlei Nachbarmädchen, merkt, dass die klassische Männerrolle nichts für ihn ist.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Ketil Bjornstad, „Die Welt, die meine war: Die Siebziger Jahre“_Osburg Verlag „Nach einer drastischen Abmagerungskur befreit Ketil Bjørnstad sich von eigenen und fremden Erwartungen im Hinblick darauf, was und wer er sein soll. Dank Ikonen wie Miles Davis und Keith Jarrett findet eine Befreiung des Jazz statt. Als der deutsche Labelchef Manfred Eicher (ECM) nach Oslo kommt, um Musik einzuspielen, entsteht im legendären Club 7 ein Milieu für moderne, zeitgenössische Musik. Ketil wird in die Auseinandersetzungen um Norwegens EU-Mitgliedschaft hineingezogen, die 1972 mit einem Nein enden. Marxisten-Leninis­ten und Maoisten gewinnen, auch im Kulturleben, großen Einfluss.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Vigdis Hjorth, „Bergljots Familie“_Osburg Verlag „Zunächst sieht es nur wie eine unangenehme Erbangelegenheit aussieht, bei der es um zwei Sommerhäuser auf einer idyllischen Insel im Oslofjord geht: Nach dem Tod ihrer Eltern muss Bergljot, eine Frau in den Vierzigern, feststellen, dass der aufkommende Geschwisterstreit nur die Spitze des Eisberges ist. Warum schwieg ihre Mutter so eisern zu allem, was zwischen Bergljot und ihrem Vater vorgefallen war? Wie konnte er so viel Macht über seine Familie erlangen?“ [Kritiken: auf Goodreads]

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05 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Tomas Espedal Das Jahr, Tomas Espedal Gehen, Carl Frode Tiller Der Beginn

Tomas Espedal, „Das Jahr“_Matthes & Seitz „Am 6. April sah Petrarca seine Laura zum ersten Mal. Ausgehend von dieser unerfüllten Liebe geht Espedal der Frage nach, ob eine solch große, einzigartige Liebe, die alle Zeiten überdauert, heute noch möglich ist. Gemeinsam mit seinem gebrechlichen Vater unternimmt er eine Kreuzfahrt durchs Mittelmeer und bemerkt erst dort, als der Vater aufzublühen scheint, dass er auch ihn bald verlieren wird. Liebe, Verlust, Krieg, Tod, Altern und Verzweiflung, Stagnation und die ewige Wiederholung des Immergleichen.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Tomas Espedal, „Gehen“_Matthes & Seitz „Ein Mann verlässt seine Frau, sein Kind, sein Haus. Er beschließt zu gehen, das Leben eines Landstreichers zu führen. Er scheitert, trinkt, beginnt von Neuem. Den Leser nimmt er mit auf diese delirierenden, existenziellen und besessenen Reisen zu Fuß von Norwegen durch Deutschland nach Frankreich, nach Griechenland, durch ein Europa der Kunst, der Mythen, der Städte, in Dialog mit Rousseau, Rimbaud, Satie, Giacometti, Heidegger.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Carl Frode Tiller, „Der Beginn“_btb „Das Leben kann nur rückwärts verstanden werden, gelebt werden muss es vorwärts, heißt es bei Søren Kierkegaard. Terje liegt nach einem Suizidversuch im Sterben. Er blickt auf sein verpfuschtes Leben, gräbt sich in die schmerzhafte Vergangenheit: die depressive, alkoholkranke Mutter, der abwesende Vater, das Abrutschen in Ticks und Gewalt als junger Mann. Ruhelos stellt Terje sich im Krankenhaus seinem Leben vom Ende bis zum Anfang, vom Tod bis zur Kindheit. Ein Buch, erzählt wie im Rausch – über endgültige Entscheidungen, Vorherbestimmung und die Freiheit des Einzelnen.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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06 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Monica Isakstuen Elternteile, Roy Jacobsen Die Unsichtbaren, In jenen hellen Nächten

Monica Isakstuen, „Elternteile“ (Eichborn): „Eine kleine Familie zerbricht. Karen und ihr Ex-Mann bemühen sich, alles einvernehmlich zu regeln – auch die Erziehung der dreijährigen Tochter Anna. Eine Woche ist das Kind bei seinem Vater, eine Woche bei Karen. Karen kämpft nun an allen Fronten: gegen die Erwartungen der Gesellschaft, die gut gemeinten Ratschläge von Freunden, die Vorwürfe ihrer Mutter.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Roy Jacobsen, „Die Unsichtbaren“_C.H. Beck „Das raue Inselleben hat seine eigenen Gesetze. Eines Tages spült das Meer die große Geschichte an Barrøys Strände: Der Zweite Weltkrieg nimmt für Ingrid im jungen russischen Soldaten Alexander Gestalt an, der sich von einem sinkenden deutschen Gefangengenschiff retten konnte. Zwischen den beiden entspannt sich eine kurze sprachlose Liebe, bevor die deutsche Besatzung Norwegens sie auseinandertreibt. Neun Monate später bekommt Ingrid eine Tochter. Mit Kaja vor den Bauch gebunden, folgt Ingrid Alexanders Spuren durch einen frischen Frieden, in einem Nachkriegs-Norwegen, das nichts anderes will als vergessen…“ [Kritiken: auf Goodreads]

Roy Jacobsen, „In jenen hellen Nächten“_Insel „Anfang des 20. Jahrhunderts. Für Hans und Maria Barrøy ist das abgelegene Eiland der Mittelpunkt der Welt. Sie leben mit ihrer Familie von dem, was der karge Boden und das wilde Meer ihnen bescheren. Doch als auch dort in der Abgeschiedenheit neue Zeiten Einzug halten, sieht Ingrid, die einzige Tochter, sich vor eine ungewisse Zukunft gestellt.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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07 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Knut Hamsun Auf überwachsenen Pfaden, Segen der Erde, Tore Rem Die Reise zu Hitler

Knut Hamsun, „Auf überwachsenen Pfaden“_Ullstein „Hamsuns erstmals 1949 veröffentlichtes Tagebuch, in dem er sich kurz vor seinem Tod mit seiner Rolle in Literatur und Gesellschaft während der deutschen Besatzungszeit auseinandersetzt. Ein Schlüsselwerk in Bezug auf Knut Hamsuns politische Ambivalenz.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Knut Hamsun, „Segen der Erde“_Ullstein „Der wohl bekannteste Roman Hamsuns erzählt vom einfachen Bauern Isak, der das karge norwegische Land urbar macht. Ein Klassiker, der in schlichter Sprache von fast biblischer Kraft einen Blick in eine vergangene Welt eröffnet und bis heute Norwegens Autoren beeinflusst.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Tore Rem, „Knut Hamsun. Die Reise zu Hitler“_Eulenspiegel Verlag Am 26. Juni 1943 empfing Adolf Hitler den norwegischen Literaturnobelpreisträger Knut Hamsun auf dem Berghof am Obersalzberg. Hamsun hatte sich in der Öffentlichkeit seit Jahren positiv über den Nationalsozialismus geäußert. Die Nationalsozialisten ihrerseits verehrten Hamsun und verstanden es, seine Person und sein Werk für ihre Zwecke einzusetzen. Doch das Treffen endete abrupt, als Hamsun Hitler widersprach. Was trieb Hamsun, einst von Geistesgrößen wie Kurt Tucholsky und Thomas Mann verehrt, zu seinen Überzeugungen, die er auch nach 1945 verteidigte?“ [Kritiken: auf Goodreads]

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08 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Jon Michelet, Der Gürtel des Orion, Pedro Caermona-Alvarez Später, in der Zukunft, die kommen wird, Erik Fosnes Hansen, Momente der Geborgenheit

Jon Michelet, „Gürtel des Orion“_S. Fischer [1977] „Tomas Jansen und seine Freunde besitzen eine Reederei. Einziges Schiff ist der alte Fischkutter ›Sandy Hook‹. Mit Versorgungsfahrten zu den Ölbohrstationen unterm Polarkreis verdienen sie ihr Geld – allerdings auch mit Wilderei. Auf einer ihrer »Jagdtouren« stoßen sie auf Militäranlagen, die dort, wo sie sich befinden, nicht sein dürften. Ein echter Abenteuerroman in Spitzbergen.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Pedro Carmona-Alvarez, „Später, in der Zukunft, die kommen wird“_Open House Verlag „Johnny kommt aus New Jersey. Kari aus Oslo. Sie treffen sich in New York, heiraten und ziehen nach Asbury Park. Doch in den norwegisch-amerikanischen Traum der 60er Jahre drängt sich der plötzliche Tod der beiden Töchter, Ann und Vera. Johnny und Kari ziehen nach Oslo. Dort kommt ihre dritte Tochter zur Welt, Marita.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Erik Fosnes Hansen, „Momente der Geborgenheit“_Kiepenheuer & Witsch „Vom Norwegen unserer Tage auf eine schwedische Insel zur Zeit der 1900er Jahre und dann ins Italien der Frührenaissance: Mit kunstvoller Leichtigkeit spielt der Autor mit den Grenzen zwischen den Figuren und Epochen. Ein Roman über die vielen großen und kleinen Ereignisse und Zufälle, die die Welt vor ihrem täglichen Untergang bewahren.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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09 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Erlend Loe Doppler, Willem Frederik Hermans Nie mehr schlafen, Sigbjorn Holmebakk The Carriage Stone

Erlend Loe, „Doppler“_Kiepenheuer & Witsch „Andreas Doppler mag die Menschen nicht, das wird ihm nach einem Sturz vom Fahrrad plötzlich klar. Er zieht in den Wald, um endlich einsam sein zu können. Sein bester Freund wird ein Elchkalb, doch ab und zu muss Doppler in die Stadt, um Magermilch zu besorgen, nach der er süchtig ist. Doppler ist 40 Jahre alt, Familienvater und erfolgreicher Geschäftsmann. Seine Familie – er hat bereits zwei Kinder, ein drittes ist unterwegs – akzeptiert zunächst den Rückzug. Dann stellt seine Frau eine Bedingung: Wenn das Kind geboren wird, ist mit dem Waldleben Schluss. Nach und nach suchen immer mehr Menschen im Wald eine neue Erfüllung und stören Dopplers Einsiedlertum.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Willem Frederik Hermanns, „Nie mehr schlafen“_Aufbau „Der junge Niederländer Alfred Issendorff will in die Geschichte seiner Wissenschaft eingehen. Das könnte gelingen, wenn er eine These seines Professors beweist. Der vermutet nämlich, dass bestimmte Seen in der Finnmark durch Einschläge von Meteoriten entstanden. Issendorf reist nach Tromsø und schließt sich einer geologischen Expedition ins nördliche Norwegen an. Allen vier Beteiligten wird das Äußerste abverlangt – und Issendorf beschwört durch seine Leichtfertigkeit die Katastrophe herauf. Voller Sarkasmus und dabei unglaublich fesselnd erzählt Willem Frederik Hermans von Grenzsituationen und kläglichem Scheitern.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Sigbjorn Holmebakk, „The Carriage Stone“ (nicht auf Deutsch) „The meeting of a struggling communist writer and a Lutheran minister as each of them confronts the death of a loved one. Both, in different ways begin to doubt their lives and their work.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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10 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Erika Fatland Die Grenze,, Asne Seierstad Einer von uns, Zwei Schwestern - im Bann des Dschihad

Erika Fatland, „Die Grenze. Eine Reise rund um Russland“_Suhrkamp. „14 Staaten, 20.000 Kilometer. Die Journalistin Erika Fatland reist entlang der Grenze Russlands. Von Nord-Korea über den Kaukasus, das Kaspische und das Schwarze Meer. Durch die Ukraine und die Staaten Osteuropas geht es bis zur russisch-norwegischen Grenze. Dann fährt Fatland im »Arktischen Sommer« entlang der Nordostpassage von Kirkenes aus vorbei an Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja bis zur tschuktschischen Hauptstadt Anadyr. Sie trifft Taxifahrer, Geschichtsprofessore, Rentierhirten. Hört zu, stellt Fragen. So entstehen Porträts dieser eigenwilligen Menschen und Länder. Aber auch ein Porträt des weltpolitischen Giganten – aus Sicht seiner Nachbarn.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Asne Seierstad, „Einer von uns“_Kein & Aber „Wie konnte sich Anders Breivik, der im wohlhabenden Westen aufwuchs, zum perfiden Terroristen entwickeln? Psychologische Studie und literarisches True Crime, Würdigung der Opfer und eine messerscharfe Analyse einer Tat, die sich jederzeit und überall wiederholen könnte.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Asne Seierstad, „Zwei Schwestern: Im Bann des Dschihad“_Kein & Aber „Im Oktober 2013 kommen die zwei Teenagerschwestern Ayan und Leila nach der Schule nicht wie gewohnt nach Hause. Sie befinden sich auf der Reise nach Syrien, um sich dem Islamischen Staat anzuschließen. Sofort begibt sich ihr Vater auf die Suche nach ihnen mitten hinein ins Kriegsgebiet. Auf seiner verzweifelten und lebensgefährlichen Odyssee kooperiert er mit Schmugglern, Geheimdiensten und Terrormilizen. Wieso haben seine Töchter freiwillig ihr sicheres Leben aufgegeben? Wieso wurden im Vorfeld die Zeichen nicht richtig gedeutet?“ [Kritiken: auf Goodreads]

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11 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Oscar Magnusson Ich will Leben, Halldis Engelhardt Sieh dich nicht um! Randi Crott Lillian Crott Berthung Erzähl es niemandem!

Oscar Magnusson, „Ich will leben. Die Geschichte eines Mannes, der durch die Hölle ging“_Brockhaus Oscar ist Skisportler und Jugendidol. Als sein Heimatland Norwegen im 2. Weltkrieg von Deutschland besetzt wird, schließt er sich der Widerstandsbewegung an. Schon kurz darauf gerät er in deutsche Gefangenschaft. Grausamste Verhörmethoden, schlimmste Folterungen, eine vierjährige Irrfahrt durch halb Europa: Bei diesem Fußmarsch von einem KZ zum anderen ist Magnusson schließlich der Einzige von 25 Norwegern, der überlebt.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Halldis Engelhard, „Sieh dich nicht um! Die geheime Liebesgeschichte meiner Eltern“_Dumont „Als die Deutschen am 20. April 1940 in der südnorwegischen Kleinstadt Flekkefjord einmarschieren, muss sich jeder Bürger am Straßenrand aufstellen. Die Norweger befolgen zwar den Befehl, doch drehen den Soldaten die Rücken zu. Die siebzehnjährige, lebenslustige und mutige Jorna, kann nicht widerstehen – sie dreht den Kopf und schaut hin. In diesem Augenblick geht ein junger Soldat an ihr vorbei.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Randi Crott, „Erzähl es niemandem! Die Liebesgeschichte meiner Eltern“_Dumont „Dass sie jüdische Wurzeln hat, erfährt Randi erst als Erwachsene. Mit großer Leidenschaft rekonstruiert die Autorin den Lebensweg der Eltern: von der Verfolgung der Juden in Deutschland über die deutsche Besatzung Norwegens bis zu den Problemen der Vergangenheitsbewältigung nach dem Krieg.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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12 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Kinderbuch Jugendbuch Maria Parr Sommersprossen auf den Knien, Amina Bile, Sofia Nesrine Srour Nancy Herz, Live Bonnevie Zwischen Himmel und Erde

Maria Parr, „Sommersprossen auf den Knien“_Dressler „Tonje ist das einzige Kind in ihrem kleinen Dorf. Ihr allerbester Freund ist Gunnvald. Der ist zwar steinalt, macht aber jeden Unsinn mit, den Tonje sich ausdenkt. Als Gunnvald ins Krankenhaus kommt, taucht plötzlich eine fremde Frau auf und zieht in sein Haus ein. Warum ist die Frau unfreundlich? Tonje muss all ihren Ideenreichtum aufwenden, um das Rätsel zu lösen, die beiden zu versöhnen und ihrem Freund ein wunderbares Geschenk zu machen. Ein Kinderbuch in bester Lindgren-Tradition.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Amina Bile, Sofia Nesrine Srour, Nancy Herz: „Schamlos“_Thienemann „Drei junge Frauen – Muslimas, Bloggerinnen, Feministinnen – beziehen Position: zwischen den Erwartungen ihrer Familien, ihrer kulturellen Identität und ihrem Selbstverständnis, als Jugendliche in einem westlichen Land zu leben. Ein Plädoyer für eine multikulturelle Gesellschaft!“ [Kritiken: auf Goodreads]

Live Bonnevie: „Zwischen Himmel und Erde“_S. Fischer „Die siebzehnjährige Amanda lebt den Traum aller Mädchen [uff. Wirklich?]. Sie besitzt ein eigenes Pferd, trainiert hart und startet erfolgreich auf Turnieren. Auf einer Reise nach Island trifft sie auf den wilden Hengst Aegir. Ihr ist klar: Mit ihm will sie das Islandpferderennen gewinnen.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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13 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Kinderbuch Jugendbuch Gudrun Skretting, Arne Svingen, Oyvind Torsetter

Gudrun Skretting, „Mein Vater, das Kondom und andere nicht ganz dichte Sachen“_Carlsen Anton ist klein, bebrillt, hat zwei zu große Ohren und nur ein Haar an einer ganz bestimmten Stelle. Jetzt erfährt er auch noch, dass er das Ergebnis eines Kondomunfalls ist. Um seinem Leben doch noch Sinn zu geben, will er eine neue Frau für seinen Vater finden. Zusammen mit Ine, der besten Freundin. Doch wo sollen die zwei jemanden auftun, der sich für einen Klohäuschenvertreter interessiert? Na klar, im örtlichen Strickverein.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Arne Svingen, „Die Ballade von der gebrochenen Nase“_Boje „Bart geht dem Ärger am liebsten aus dem Weg. Seine Mutter schickt ihn zum Boxunterricht. Dabei gehört seine Leidenschaft der Musik. Er liebt Opern und singt heimlich. Ada ist anders als all seine Mitschüler und stellt sein Leben auf den Kopf.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Oyvind Torseter, „Hans sticht in See“_Gerstenberg „Armut zwingt Hans zu einer riskanten Seefahrt auf der Jagd nach dem Riesenauge eines Seeungeheuers. Gefühlsstürme weit weg von zu Hause, in Gesellschaft eines launischen Kapitäns und mit großer Zuneigung für eine blinde Passagierin, die er auf hoher See entdeckt. Die schräge Graphic Novel spielt mit Märchen und Mythologie.“ [durchwachsene Kritiken auf Goodreads]

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gutes Gefühl, noch nicht angelesen:

14 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Jan Kjaerstad, Eivind Hofstad Evjemo, Simon Stranger

Jan Kjaerstad, „Berge“_Septime Verlag „Im August 2008 werden der Abgeordnete der Arbeiterpartei Storefjeld und vier Angehörige tot in einer Hütte am Blankvann-See aufgefunden. Ganz Norwegen steht still. Alle glauben an Terroristen. Erzählt wird aus drei Blickwinkeln. Die Journalistin Ine Wang fühlte sich lange Zeit wie auf dem Abstell­gleis. Amtsrichter Peter Malm zieht ein anonymes Leben vor, mit Spaziergängen durch die Stadt und ruhigen Stunden in der Bar des Grand Hotel. Zuletzt kommt Nicolai Berge zu Wort. Er war lange in einer Beziehung mit Gry, der Tochter Arve Storefjelds. Es kam zur Trennung. Jetzt ist sie tot, und Berge wird von Ine Wang um ein Interview gebeten. Eine Journalistin, ein Richter, ein ehemaliger Geliebter.“

Eivind Hofstad Evjemo, „Vater, Mutter, Kim“_Luftschacht „Die Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya. Mit nüchterner Behutsamkeit nähert er sich seinen Protagonisten Sella und Arild an, sucht im Wirrwarr der alltäglichen Dinge und der allgemeinen Trauer nach ihrer ganz privaten, die unter der Anteilnahme wieder aufbricht. Ein berührender, genauer Text über Verlust und Trauer und die hartnäckige Einsamkeit, die zwischen den gewohnten Dingen haust.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Simon Stranger, „Vergesst unsere Namen nicht“_Eichborn „In der jüdischen Tradition heißt es, dass ein Mensch zwei Mal stirbt. Das zweite Mal, wenn der Name des Toten zum letzten Mal gesagt, gelesen oder gedacht wird. Ein auf wahren Begebenheiten basierender Roman, der achtzig Jahre Geschichte und vier Generationen umfasst. Eine Erzählung über den Holocaust, Familiengeheimnisse und die Geschichten, die wir an unsere Kinder weitergeben.“ [Kritiken: auf Goodreads] Update: gelesen. Simpel, zugänglich und oft etwas eindimensional. Trotzdem: starkes Thema. Informativ und bedrückend!

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15 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Torun Lian Alice, die Notfallprinzessin, Kathrine Nedrejord Lass mich, Marit Paasche Hannah Ryggen

Torun Lian, „Alice, die Notfallprinzessin“_Gerstenberg „Alice ist schüchtern und sehr still. Zum Glück muss sie in dem Schultheaterstück nichts sagen. Sie spielt die Hinterbeine des Pferds. Nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass Hauptdarstellerin Helene ausfällt, ist Alice die Notfallprinzessin. Iver ist der Nachbar von Alice und ihr einziger Freund, aber so ganz sicher ist sie sich da nicht. Man könnte fast meinen, er sei verliebt in Helene. Die tragikomische Geschichte einer nicht ganz einfachen Freundschaft – mit farbigen Bildern von Øyvind Torseter.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Kathrine Nedrejord, „Lass mich“_Urachhaus „Anna ist froh, Amanda zur Freundin zu haben. Denn Amanda steht im Mittelpunkt. Als Anna sich in Samuel verliebt, zeigt sich Amanda plötzlich von einer anderen Seite. Anna wird klar, dass Amanda sie immer nur ausgenutzt, anipuliert hat. Nach einer üblen Social-Media-Aktion gerät Annas Welt aus den Fugen.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Marit Paasche, „Hannah Ryggen. Gewebte Manifeste“_Prestel One of the most influential Scandinavian artists of the 20th century. Ryggen created numerous monumental tapestries. Originally trained as a painter, she began weaving on a standing loom on her self-sufficient farm on the West coast of Norway. She challenged the formal traditions of Norwegian 17th- and 18th-century textile folk art, combining figurative and abstract elements. She also experimented with and developed colors using local plants and other materials. Her tapestries bravely tackled the social issues of the time, from the atrocities of war to the abuse of power. She created work in direct response to Hitler, Franco, and Mussolini and made powerful statements of support to the victims of Fascism and Nazism. A different kind of modernism where elements of folk art and mythology are mixed with contemporary life.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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gelesen! Empfehlungen:

16 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Johan Harstad Buzz Aldrin wo warst du in all dem Durcheinander Stig Saeterbakken Durch die Nacht Ingvild H. Rishoi Winternovellen

Johan Harstad, „Buzz Aldrin, wo warst du in all dem Durcheinander?“_Piper, vergriffen „Der erste Roman des 27jährigen Harstad, über einen schüchternen jungen Gärtner aus Stavanger: Als Buzz Aldrin am 11. Juli 1969 als zweiter Mann den Mond betritt, wird Matthias geboren. Und wie Aldrin ist Mattias seither bei allem der unsichtbare Zweite hinter einem Ersten. Bis seine Freundin Helle ihm den Laufpaß gibt. Das Leben schleudert Matthias bis auf die Färöerinseln.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Stig Saeterbakken, „Durch die Nacht“_Dumont „Karl Meyer ist Zahnarzt und führt ein durch und durch bürgerliches Leben. Als sein erst achtzehnjähriger Sohn Ole-Jakob Suizid begeht, droht es die Familie zu zerreißen. Er denkt vor allem an das, was die Familie schon vor dem Tod auf eine Belastungsprobe stellte: Karls Liebschaft mit der deutlich jüngeren Mona. Karl läuft davon: in die Slowakei. Dort hofft er, Erlösung zu finden: in einem Haus, in dem man, so heißt es, mit seinen tiefsten Ängsten konfrontiert wird – und das man entweder gebrochen oder geheilt verlässt. Die Anatomie eines Trauerprozesses.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Ingvild H. Rishøi, „Winternovellen“_Open House „Drei Novellen über Armut, Unsicherheit und Einsamkeit im Winter Norwegens. Moderne Märchen für jede Jahreszeit. 1: Die kleine Tochter bittet ihre Mutter, einem Bettler zu helfen. Doch die weiß nicht einmal, wie sie den Bus nach Hause oder Wäsche für ihr Kind bezahlen soll. Ein Strudel von Wahrheiten und Ängsten, während die Verantwortung für die eigene Tochter erdrückend zu werden scheint. 2: Thomas wird aus dem Gefängnis entlassen, am Abend soll sein Sohn zu Besuch kommen. Aber Thomas scheitert bereits daran, ein Kissen für ihn zu kaufen. 3: Drei Geschwister, siebzehn, sieben und vier geraten in einer Schneelandschaft in eine immer aussichtslosere Situation.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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17 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Steffen Kverneland Ein Freitod, Gudmund Vindland Der Irrläufer, Erlend Loe Naiv Super

Steffen Kverneland, „Ein Freitod“_Avant Verlag „Kvernelands bislang persönlichste Graphic Novel. Die Geschichte kreist um seinen Vater und dessen überraschenden Suizid, als Kverneland gerade achtzehn Jahre alt war. Die herausragenden Zeichnungen werden mit Fotografien aus dem Familienalbum montiert.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Gudmund Vindland, „Der Irrläufer“_Lindhardt & Ringhof „Lieber Gott und Jesus, Verzeihung! Bitte macht, dass ich nicht so bin, und bitte macht, dass das vorbeigeht.“ Yngve ist 13 und liegt mit Magnus auf der Turnmatte. Vor anderen verborgen treffen sich die beiden heimlich in einem romantischen Waldstück („Er… kam wie ein Geysir mit Lärm und Getöse“). Belastet wird die Freundschaft durch das stark religiöse Elternhaus von Magnus und einer Gesellschaft, die Schwule nicht akzeptiert. Die Freundschaft zerbricht und mit ihr auch Yngve. Der daraus resultierende Irrlauf ist geprägt von Alkohol, Drogen, Sex und endet mit einem längeren Aufenthalt in der Psychiatrie, der zur Hölle wird. Vindlands schonungslose Darstellung der Verhältnisse in der Psychiatrie und der schwulen Szene lösten in den 80er-Jahren noch heftige Kritik aus. Vindland, Jahrgang 1949, lebt in Oslo. Als das Buch 1979 in Norwegen erschien, sorgte es für großes Aufsehen und wurde zum Bestseller.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Erlend Loe, „Naiv. Super“_Kiepenheuer und Witsch „Als der ältere Bruder ihn beim Krocket besiegt, gerät der Ich-Erzähler, ein 25-jähriger Student, in eine Lebenskrise. Entschlossen, dem Leben neu zu begegnen, tauscht er Faxe mit einem Freund aus, kauft einen Volvo, korrespondiert mit einem weltberühmten Chaosforscher, freundet sich mit einem Nachbarskind an, besucht seinen Bruder in New York und findet endlich auch ein Mädchen, das seine Freundin werden könnte.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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18 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Tomas Espedal Wider die Kunst, Wider die Natur, Linn Ullmann Die Unruhigen

Tomas Espedal, „Wider die Kunst“_Suhrkamp (Erstausgabe bei Matthes & Seitz) „Was bleibt, wenn die Geliebten fort sind? Zwei Schicksalsschläge erschüttern das Leben des norwegischen Autors: Zuerst verstirbt seine Mutter, kurz darauf auch seine Frau Agneta. Die Verluste verlangen ihm eine neue Art zu leben ab, denn er bleibt mit seiner jüngsten Tochter allein zurück.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Tomas Espedal, „Wider die Natur“_Suhrkamp (Erstausgabe bei Matthes & Seitz) „Eine aufblitzende Leidenschaft treibt sie in einer Silvesternacht zusammen, den älteren Mann und die junge, schöne Frau. Er ist Ende 40, sie Anfang 20. Eine Liebe „wider die Natur“. Fünf, sechs Jahre erlebt der Mann mit ihr das größte Glück seines Lebens. Eines Tages ist die junge Frau fort. Liebeskrank zieht sich der Mann in den Keller seines Hauses zurück, füllt Notizbücher, erzählt von den drei großen Lieben seines Lebens: der Jugendliebe zu einem Arbeitermädchen, der besessenen Liebe zur Mutter seiner Tochter und dem Glück des älteren Mannes mit der jungen Frau. Radikal, ehrlich, berührend, unversöhnlich.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Linn Ullmann, „Die Unruhigen“_Luchterhand „Als sie zum ersten Mal nach Hammars kam, war sie ein knappes Jahr alt. Vater und Tochter sitzen mit einem Aufnahmegerät zwischen sich zusammen. Ihr Plan lautet, das Altern in einem Buch zu dokumentieren, das sie gemeinsam schreiben wollen. Als sie ihn endlich in die Tat umsetzen wollen, hat das Alter ihn in einer Weise eingeholt, die ihre Gespräche unvorhersehbar und unzusammenhängend macht.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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19 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Bilderbücher Oyvind Torseter Das Loch, Ulf Nilsson Adieu, Herr Muffin, Jon Fosse Schwester

Oyvind Torseter, „Das Loch“_Gerstenberg „Woher nur kommt das Loch, das unser Held in seiner neuen Wohnung neben der Küchentür entdeckt? Und seltsamer noch – das Loch scheint seinen Platz zu wechseln, findet sich mal auf dem Boden, mal im Kleidersack, mal mitten in der Wand … ja, es scheint geradezu Versteck zu spielen! Bis es unserem Helden gelingt, es einzufangen und zur Untersuchung in ein Labor zu schicken. Für alle kleinen und großen Entdecker, Zweifler und Philosophen.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Ulf Nilsson, Anna-Clara Tidbolm, „Adieu, Herr Muffin“_Beltz & Gelberg „Herr Muffin ist ein Meerschweinchen, dessen Tage gezählt sind. Er wohnt in einem umgedrehten blauen Karton und bekommt gerne Post. Oft denkt er an sein Leben: an Victoria und an die sechs kuscheligen Kinder. Herr Muffin hat Schmerzen, doch die Tierärztin schüttelt nach der Untersuchung den Kopf. Und dann ist Herr Muffin plötzlich tot. Ein Buch, das anrührt, tröstet und Angst nimmt: mit Kindern über Leben und Tod nachdenken.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Jon Fosse: „Schwester“_Bajazzo „Bilderbuch. Eine genau Erzählung davon, wie schwierig es ist, als kleines Kind seine Welt zu erfahren, zu schützen und zu behalten. Ein vier Jahre alter Junge will die Gegend an einem norwegischen Fjord erkunden, wo er mit seinen Eltern lebt. Innerhalb von drei Tagen erfährt er, wie groß und stark die Macht der Erwachsenen ist, die ihn vor »gefährlichen« Abenteuern beschützen wollen. Immer wieder versucht er, zusammen mit seiner dreijährigen Schwester die Grenzen seiner Freiheit auszureizen.“ [Kritiken: auf Goodreads]

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20 Norwegen Gastland Ehrengast Frankfurter Buchmesse 2019 - Manga Graphic Novel Comics Jason I killed Adolf Hitler, Jason Lost Cat, Vinland Saga

Jason, „Ich habe Adolf Hitler getötet“_Reprodukt „Stellen Sie sich vor, ein Wissenschaftler würde einen Auftragsmörder beauftragen, durch die Zeit ins Jahr 1939 zu reisen, um Adolf Hitler zu töten. Was, wenn nun Hitler dem Attentat entginge und seinerseits in die Gegenwart reiste – den Killer in der Vergangenheit zurücklassend? Der norwegische Cartoonist zieht mit trockenem Humor sämtliche Register seines erzählerischen Könnens.“ [Kritiken: auf Goodreads]

Jason, „Lost Cat“_nicht auf Deutsch „A detective is walking down the street. He sees a “Lost Cat” poster. A minute later he sees the cat from the photo. He calls the number. A woman answers. He turns up at her place and gives her the cat. She invites him in from the rain for a cup of coffee. They talk and find out they have a lot in common: both are divorced and living alone. Some days later he invites her out for a dinner. She accepts. He shows up at the agreed time. She doesn’t. He asks the neighbors. They haven’t seen her. She has disappeared. He investigates, but can’t find her. He gets a new client and has to start working on a new case. In his head he continues their conversation. This new graphic novel is both a playful take on the classic detective story and a story about how difficult it is to find someone you feel a real connection to.“ [Kritiken: auf Goodreads]

und: Makoto Yukimura, „Vinland Saga“_Carlsen Eine Manga-Reihe, bislang 22 Bände, noch nicht abgeschlossen:

[Text von mir:] Ein brutales Wikinger-Epos – über Pazifismus: Thorfinn Karlsefni, Bauernkind auf Island, erlebt, wie sein oft nachgiebiger, konfliktscheuer Vater von Söldner-Hauptmann Askeladd betrogen wird. Thorfinn weiß nicht, wer den Mord in Auftrag gab, versteckt sich auf Askeladds Schiff und wird im Gefolge erwachsen: Askeladd verspricht, sich einem ehrenvollen Duell zu stellen, sobald sich Thorfinn als Messerstecher und Kampfmaschine bewährt. Der akribisch recherchierte, prachtvolle Historien-Manga startete 2007 in einem Magazin für Schuljungs: Kapitel 1 wirkt, als wolle es nur List und Kaltschnäuzigkeit übermenschlich schneller Super-Wikinger feiern. Doch ab Band 3 lässt der Plot keine Zweifel: Gewalt löst nichts. Alle (oft: historisch verbürgten) Figuren, die in Skandinavien und England intrigieren, kämpfen, Krieg führen, haben seelische Schäden – und tragen sie immer weiter.

Seit Band 15, als Thorfinn Vertraute findet, Verantwortung für Schwächere übernimmt, wird das Epos bunter, launiger. Trotzdem hat jeder Konflikt auf allen Seiten nur Verlierer – und kluge Perspektivwechsel und Dialoge zeigen, warum Konzepte wie „Mitleid“, „Atheismus“, „Demokratie“, „Gewaltfreiheit“ im frühen elften Jahrhundert, zur Zeit Leif Eriksons, nicht greifen: Eine Geistes- und Mentalitätsgeschichte aller Mitglieder der Ständegesellschaft. Duelle, Allianzen und Survival-Drama wie in „The Walking Dead“. Nur eben: warmherziger. Getragen von Idealen!

Mittelalter-Kitsch liebt alte Rollenbilder. Das Recht das Stärkeren. Der wohlige Grusel, dass jede tapfere Magd oder „zu stolze“ Leibeigene jederzeit „geschändet“ werden kann. „Vinland Saga“ zeigt komplexe Männer und Frauen – die in einer komplexen Welt maximal klug, moralisch handeln wollen.

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0271 Norwegen 2019 Ehrengast, Gastland der Frankfurter Buchmesse - Hurtigruten, Stefan Mesch (33)

Vielfalt, Feminismus, Social Justice: die besten Romane & Sachbücher 2019

0230 Norwegen 2019 Ehrengast, Gastland der Frankfurter Buchmesse - Hurtigruten, Stefan Mesch (85)

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ca. 12mal im Jahr blogge ich lange Buchtipp-Listen.

heute:

Titel, erschienen 2019 auf Englisch, vorgemerkt, angelesen und gemocht, denen ich schnell eine Übersetzung ins Deutsche wünsche. [Jugendbücher, Young Adult blogge ich separat, zum Jahresende, wie hier 2018.]

Fast alle Bücher sind von Frauen und/oder Menschen of Color und/oder queeren Personen. 45 Titel – mit Klappentexten, gekürzt:

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01 Diversity Literature 2019 Bernardine Evaristo, Taylor Jenkins Reid, Ali Smith

Bernardine Evaristo, „Girl, Woman, Other“: „A love song to modern Britain and black womanhood. 12 very different characters – mostly women, black and British, across the country and through the years. Joyfully polyphonic and vibrantly contemporary.“

Taylor Jekins Reid, „Daisy Jones & the Six“:Everyone knows Daisy Jones & The Six, but nobody knows the reason behind their split at the absolute height of their popularity. Daisy is a girl coming of age in L.A. in the late sixties, sneaking into clubs on the Sunset Strip, sleeping with rock stars. The Six is a band led by the brooding Billy Dunne. On the eve of their first tour, his girlfriend Camila finds out she’s pregnant. Daisy and Billy cross paths when a producer puts them together. A novel, written as an oral history of one of the biggest bands of the seventies.

Ali Smith, „Spring“: On the heels of Autumn and Winter comes Spring, the continuation of Ali Smith’s celebrated Seasonal Quartet, a series of stand-alone novels, separate but interconnected (as the seasons are), wide-ranging in timescale and light-footed through histories.“

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02 Diversity Literature 2019 Catherine Chung, Mary Doria Russell, Karl Marlantes

Catherine Chung, „The Tenth Muse“:From childhood, Katherine knows she is different, and that her parents are not who they seem to be. As a mathematician, on her quest to conquer the Riemann Hypothesis, the greatest unsolved mathematical problem of her time, she turns to a theorem with a mysterious history that holds both the lock and key to her identity, and to secrets during World War II in Germany. She finds kinship in the stories of the women who came before her, their love of the language of numbers connecting them across generations.“

Mary Doria Russell, „The Women of Copper Country“: „In July 1913, twenty-five-year-old Annie Clements had seen enough of the world to know that it was unfair. She’s spent her whole life in the copper-mining town of Calumet, Michigan where men risk their lives for meager salaries—and had barely enough to put food on the table. The women labor in the houses of the elite, and send their husbands and sons deep underground each day. An authentic and moving historical portrait of the lives of the men and women of the early 20th century labor movement.

Karl Marlantes, „Deep River“:Born into a farm family in late nineteenth-century Finland, the three Koski siblings— are brought up on the virtue of maintaining their sisu in the face of increasing hardship, especially after their nationalist father is arrested by imperial Russian authorities, never to be seen again. Lured by the prospects of the Homestead Act, Ilmari and Matti set sail for America. The politicized young Aino, haunted by the specter of betrayal after her Marxist cell is disastrously exposed, follows soon after. A logging community in southern Washington.“

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03 Diversity Literature 2019 Mary Beth Keane, Elizabeth Gilbert, Elin Hilderbrand

Mary Beth Keane, „Ask again, yes“: „Two neighboring families in a suburban town, the bond between their children, a tragedy that reverberates over four decades. Francis Gleeson and Brian Stanhope, two rookie cops in the NYPD, live next door to each other. Ask Again, Yes reveals the way childhood memories change when viewed from the distance of adulthood—villains lose their menace and those who appeared innocent seem less so.“

Elizabeth Gilbert, „City of Girls“: „The New York City theater world, told from the perspective of an older woman as she looks back on her youth: female sexuality and promiscuity. In 1940, nineteen-year-old Vivian Morris has just been kicked out of Vassar College. Her affluent parents send her to Manhattan to live with her Aunt Peg, who owns a flamboyant, crumbling midtown theater. When Vivian makes a personal mistake that results in professional scandal, it turns her new world upside down in ways that it will take her years to fully understand.“

Elin Hilderbrand, „Summer of 69“: „Welcome to the most tumultuous summer of the twentieth century! It’s 1969. The children of the Levin family have looked forward to spending the summer at their grandmother’s historic home in downtown Nantucket: but this year Blair, the oldest sister, is marooned in Boston, pregnant with twins and unable to travel. Middle sister Kirby, a nursing student, is caught up in the thrilling vortex of civil rights protests. Only son Tiger is an infantry soldier, recently deployed to Vietnam. Thirteen-year-old Jessie suddenly feels like an only child.

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04 Diversity Literature 2019 Tope Folarin, Tina Chang, Cherrie Moraga

Tope Folarin, „A Particular Kind of Black Man“: „A Nigerian family living in Utah and their uncomfortable assimilation to American life: Though Tunde speaks English with a Midwestern accent, he can’t escape the children who rub his skin and ask why the black won’t come off. Tunde’s father, ever the optimist, works tirelessly chasing his American dream while his wife, lonely in Utah without family and friends, sinks deeper into schizophrenia. Then one otherwise-ordinary morning, Tunde’s mother wakes him with a hug, bundles him and his baby brother into the car, and takes them away from the only home they’ve ever known. Once Tunde’s father tracks them down, she flees to Nigeria, and Tunde never feels at home again.“

Tina Chang, „Hybrida. Poems“: „Chang confronts the complexities of raising a mixed-race child during an era of political upheaval in the United States. Meditating on the lives of Michael Brown, Leiby Kletzky, and Noemi Álvarez Quillay—lost at the hands of individuals entrusted to protect them—Chang creates hybrid poetic forms that mirror her investigation of racial tensions. Hybrida is a twenty-first-century tale that is equal parts a mother’s love and her fury.

Cherrie Moraga, „Native Country of the Heart“: „The mother, Elvira, was hired out as a child, along with her siblings, by their own father to pick cotton in California’s Imperial Valley. The daughter, Cherríe Moraga, is a brilliant, pioneering, queer Latina feminist. As Moraga charts her mother’s journey–from impressionable young girl to battle-tested matriarch to, later on, an old woman suffering under the yoke of Alzheimer’s–she traces her own self-discovery of her gender-queer body and Lesbian identity.“

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05 Diversity Literature 2019 Jia Tolentino, Kenra Allen, Amber Tamblyn

Jia Tolentino, „Trick Mirror. Reflections on Self-Delusion“: „A book about the incentives that shape us, and about how hard it is to see ourselves clearly in a culture that revolves around the self. In each essay, Jia writes about the cultural prisms that have shaped her: the rise of the nightmare social internet; the American scammer as millennial hero; the literary heroine’s journey from brave to blank to bitter; the mandate that everything, including our bodies, should always be getting more efficient and beautiful until we die.“

Kendra Allen, „When you learn the Alphabet“: „A first collection of essays about things Kendra Allen never learned to let go of. Unifying personal narrative and cultural commentary, Allen allots space for large moments of tenderness and empathy for all black bodies—but especially all black woman bodies.“

Amber Tamblyn, „Era of Ignition. Coming of Age in a Time of Rage and Revolution“: „Through her fierce op-eds in media outlets such as the New York Times, Glamour, and Hollywood Reporter and her work as a founder of the Time’s Up organization, [actress] Tamblyn has tackled discrimination, sexual assault, reproductive rights, and pay parity.“

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06 Diversity Literature 2019 Hallie Rubenhold, Karen Tongson, Emily Nussbaum

Hallie Rubenhold, „The Five. The untold Lives of the Women killed by Jack the Ripper“: „Polly, Annie, Elizabeth, Catherine and Mary-Jane never met. They came from Fleet Street, Knightsbridge, Wolverhampton, Sweden and Wales. They wrote ballads, ran coffee houses, lived on country estates, breathed ink-dust from printing presses and escaped people-traffickers. What they had in common was the year of their murders: 1888. For more than a century, newspapers have been keen to tell us that ‘the Ripper’ preyed on prostitutes. Not only is this untrue, as historian Hallie Rubenhold has discovered, it has prevented the real stories of these fascinating women from being told.“

Karen Tongson, „Why Karen Carpenter matters“: „Uplifting harmonies and sunny lyrics that propelled Karen Carpenter and her brother, Richard, to international fame. Karen died at age thirty-two from the effects of an eating disorder. Karen Tongson (whose Filipino musician parents named her after the pop icon) interweaves the story of the singer’s rise to fame with her own trans-Pacific journey between the Philippines–where imitations of American pop styles flourished–and Karen Carpenter’s home ground of Southern California. Tongson reveals why the Carpenters‘ chart-topping, seemingly whitewashed musical fantasies of „normal love“ can now have profound significance for her–as well as for other people of color, LGBT+ communities, and anyone outside the mainstream culture usually associated with Karen Carpenter’s legacy. This hybrid of memoir and biography excavates the destructive perfectionism at the root of the Carpenters‘ sound, while finding the beauty in the singer’s all too brief life.“

Emily Nussbaum, „I like to watch. Arguing my Way through the TV Revolution“: „From 2004 to her Pulitzer Prize–winning columns for The New Yorker, Emily Nussbaum has known all along that what we watch is who we are. Her passion for television began with stumbling upon „Buffy the Vampire Slayer“. What followed was a love affair with television, an education, and a fierce debate about whose work gets to be called “great” that led Nussbaum to a trailblazing career as a critic. She traces the evolution of female protagonists over the last decade, the complex role of sexual violence on TV, and what to do about art when the artist is revealed to be a monster.It’s a book that celebrates television as television, even as each year warps the definition of just what that might mean.“

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07 Diversity Literature 2019 Darcy Lockman, Jared Yates Sexton, Rachel Louise Snyder

Darcy Lockman, „All the Rage. Mothers, Fathers, and the Myth of Equal Partnership“: „In an era of seemingly unprecedented feminist activism, enlightenment, and change, data show that one area of gender inequality stubbornly remains: the unequal amount of parental work that falls on women, no matter their class or professional status. How can a commitment to fairness in marriage melt away upon the arrival of children?“

Jared Yates Sexton, „The Man they wanted me to be. Toxic Masculinity and a Crisis of our own Making“: „Both memoir and cultural analysis, Jared Yates Sexton alternates between an examination of his working class upbringing and historical, psychological, and sociological sources that examine toxic masculinity. Globalism shifts labor away from traditional manufacturing, the roles that have been prescribed to men since the Industrial Revolution have been rendered as obsolete. Donald Trump’s campaign successfully leveraged male resentment and entitlement, and now, with Trump as president and the rise of the #MeToo movement, it’s clearer than ever what a problem performative masculinity is. Deeply personal and thoroughly researched, The Man They Wanted Me to Be examines how we teach boys what’s expected of men in America, and the long term effects of that socialization—which include depression, suicide, misogyny, and, ultimately, shorter lives. Sexton turns his keen eye to the establishment of the racist patriarchal structure which has favored white men, and investigates the personal and societal dangers of such outdated definitions of manhood.“

Rachel Louise Snyder, „No visible Bruises. What we don’t know about Domestic Violence can kill us“: „We call it domestic violence. We call it private violence. Sometimes we call it intimate terrorism. But we generally do not believe it has anything at all to do with us, despite the World Health Organization deeming it a “global epidemic.” Snyder gives context for what we don’t know we’re seeing. The common myths? That if things were bad enough, victims would just leave; that a violent person cannot become nonviolent; that shelter is an adequate response; that violence inside the home is separate from other forms of violence like mass shootings. Through the stories of victims, perpetrators, law enforcement, and reform movements from across the country, Snyder explores its far-reaching consequences for society, and what it will take to truly address it.“

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08 Diversity Literature 2019 Mariam Khan, Nikesh Shukla, Chimene Suleyman, Margaret Busby

Mariam Khan, „It’s not about the Burqua“: „When was the last time you heard a Muslim woman speak for herself without a filter? In 2016, Mariam Khan read that David Cameron had linked the radicalization of Muslim men to the ‘traditional submissiveness’ of Muslim women. Mariam felt pretty sure she didn’t know a single Muslim woman who would describe herself that way. Why was she hearing about Muslim women from people who were neither Muslim, nor female? Here are voices you won’t see represented in the national news headlines: seventeen Muslim women speaking frankly about the hijab and wavering faith, about love and divorce, about feminism, queer identity, sex, and the twin threats of a disapproving community and a racist country. According to the media, it’s all about the burqa. Here’s what it’s really about.

Nikesh Shukla & Chimene Suleyman, „The Good Immigrant. 26 Writers reflect on America“: „An urgent collection of essays by first and second-generation immigrants, exploring what it’s like to be othered in an increasingly divided America. Powerful personal stories of living between cultures and languages.“

Margaret Busby, „New Daughters of Africa. An international Anthology of Writing by Women of African Descent“: „This major new international anthology brings together the work of over 200 women writers of African descent and charts a contemporary literary canon from 1900. A magnificent follow-up to Margaret Busby’s original landmark anthology, Daughters of Africa, this new companion volume brings together fresh and vibrant voices that have emerged in the last 25 years. New Daughters of Africa also testifies to a wealth of genres: autobiography, memoirs, oral history, letters, diaries, short stories, novels, poetry, drama, humour, politics, journalism, essays and speeches. Amongst the 200 contributors are: Patience Agbabi, Sefi Atta, Ayesha Harruna Attah, Malorie Blackman, Tanella Boni, Diana Evans, Bernardine Evaristo, Aminatta Forna, Danielle Legros Georges, Bonnie Greer, Andrea Levy, Imbolo Mbue, Yewande Omotoso, Nawal El Saadawi, Taiye Selasi, Warsan Shire, Zadie Smith and Andrea Stuart. Extraordinary literary achievements of Black women writers whose voices, despite on going discussions, remain under-represented and underrated.“

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09 Diversity Literature 2019 Margaret Hagerman, Clementine Ford, Donna Zuckerberg

Margaret A. Hagerman, „White Kids. Growing up with Privilege in a racially divided America“: „Riveting stories of how affluent, white children learn about race. Sociologist Margaret A. Hagerman zeroes in on affluent, white kids to observe how they make sense of privilege, unequal educational opportunities, and police violence. In fascinating detail, Hagerman considers the role that they and their families play in the reproduction of racism and racial inequality in America. White Kids, based on two years of research involving in-depth interviews with white kids and their families, explores questions such as, „How do white kids learn about race when they grow up in families that do not talk openly about race or acknowledge its impact?“ and „What about children growing up in families with parents who consider themselves to be ‚anti-racist‘?“ By observing families in their everyday lives, this book explores the extent to which white families, even those with anti-racist intentions, reproduce and reinforce the forms of inequality they say they reject.“ [2018]

Clementine Ford, „Boys will be Boys. Power, Patriarchy and the toxic Bonds of Mateship“: ‘How do I raise my son to respect women and give them equal space in the world? How do I make sure he’s a supporter and not a perpetrator?’ Our world conditions boys into entitlement, privilege and power at the expense not just of girls’ humanity but also of their own.“ [2018]

Donna Zuckerberg, „Not all dead white men. Classics and Misogyny in the Digital Age“: „A disturbing exposé of how today’s alt-right men’s groups use ancient sources to promote a new brand of toxic masculinity online. A virulent strain of antifeminism is thriving online: People cite ancient Greek and Latin texts to support their claims–arguing that they articulate a model of masculinity that sustained generations but is now under siege. Online, pickup artists quote Ovid’s Ars Amatoria to justify ignoring women’s boundaries.“ [2018]

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10 Diversity Literature 2019 David Wallace-Wells, Dave Cullen, Max Williams

David Wallace-Wells, „The Uninhabitle Earth. Life after Warming“: „If your anxiety about global warming is dominated by fears of sea-level rise, you are barely scratching the surface of what terrors are possible. Without a revolution in how billions of humans conduct their lives, parts of the Earth could become close to uninhabitable, and other parts horrifically inhospitable, as soon as the end of this century.“

Dave Cullen, „Parkland“: „The author of Columbine offers a deeply moving account of the teenage survivors of the Parkland shooting who pushed back against the NRA and Congressional leaders and launched the March for Our Lives movement. Four days after escaping Marjory Stoneman Douglas High School, two dozen extraordinary kids announced the audacious March for Our Lives. A month later, it was the fourth largest protest in American history. Dave Cullen, who has been reporting on the epidemic of school shootings for two decades, takes us along on the students’ nine-month odyssey to the midterms and beyond. The Parkland students are genuinely candid about their experiences. We see them cope with shattered friendships and PTSD, along with the normal day-to-day struggles of school.“

Max William, „Heydrich. Dark Shadow of the SS“: „Himmler’s SS organisation was the ideal tool to execute Hitler’s plans. From an early age, Reinhard Heydrich was determined to succeed at every challenge he encountered. An ambitious sportsman, a loving family man, and a ruthless executive, Heydrich possessed all the qualities necessary to carry out Hitler’s policy in Himmler’s name. This book illustrates the life of the architect of genocide, his background, his upbringing, his family, and his career, which developed into engineering one of the greatest crimes in history.“

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11 Diversity Literature 2019 Caroline Criado Perez, Nimko Ali, Cinzia Arruzza, Thi Bhattacharya, Nancy Fraser

Caroline Criado Perez, „Invisible Women. Data Bias in a World designed for Men“: „Imagine a world where your phone is too big for your hand, where your doctor prescribes a drug that is wrong for your body, where in a car accident you are 47% more likely to be seriously injured. Invisible Women shows us how, in a world largely built for and by men, we are systematically ignoring half the population.“

Nimko Ali, „What we’re told not to talk about. Women’s Voices from East London to Nigeria“: „This book is about vaginas. Fanny, cunt, flower, foo-foo, tuppence, whatever you want to call it almost half of the world’s population has one. Was Jessica Ennis on her period they day she won Olympic Gold? What does it feeling like to have a poo after you’ve given birth? From refugee camps in Calais to Oscar-winning actresses, to Nimko’s own story of living with FGM, each woman shares their own relationship with their vagina and its impact on their life.“

Chinzia Arruzza, Tithi Bhattacharya, Nancy Fraser: „Feminism for the 99 %. A Manifesto“: „Recent years have seen the emergence of massive feminist mobilizations around the world, offering an alternative to the liberal feminism that has become the handmaiden of capitalism and of Islamophobia. These new movements have taken aim at neoliberalism’s economic violence, the violence of xenophobic migratory policies, as well as the violence of imperialist military interventions and of environmental disasters. Looking to women mobilizing in Argentina, Brazil, Mexico, Poland, Italy, Spain, Turkey, and other countries, the authors lay out a compelling set of demands. It is a manifesto that seeks to retrieve a radical and subversive feminism, for the emergence of an international anticapitalist feminist network.“

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12 Diversity Literature 2019 Shaun David Hutchinson, David K. Johnson, Hugh Ryan

Shaun David Hutchinson, „Brave Face. How I survided growing up, coming out and Depression“: „What led to an attempted suicide in his teens? “I wasn’t depressed because I was gay. I was depressed and gay.” Shaun David Hutchinson was nineteen. Struggling to find the vocabulary to understand and accept who he was and how he fit into a community in which he couldn’t see himself.“

David K. Johnson, „Buying Gay. How Physique Entrepreneurs sparked a Movement“:In 1951, a new type of publication appeared on newsstands–the physique magazine produced by and for gay men. For many men growing up in the 1950s and 1960s, these magazines and their images and illustrations of nearly naked men, as well as articles, letters from readers, and advertisements, served as an initiation into gay culture. This has often been seen as peripheral to the gay political movement. David K. Johnson shows how gay commerce was not a byproduct but rather an important catalyst for the gay rights movement. Buying Gay explores the connections–and tensions–between the market and the movement. With circulation rates many times higher than the openly political „homophile“ magazines, physique magazines were the largest gay media outlets of their time.“

Hugh Ryan, „When Brooklyn was queer“: „Brooklyn’s vibrant and forgotten queer history, from the mid-1850s up to the present day. Not only has Brooklyn always lived in the shadow of queer Manhattan neighborhoods like Greenwich Village and Harlem, but there has also been a systematic erasure of its queer history. Folks like Ella Wesner and Florence Hines, the most famous drag kings of the late-1800s; E. Trondle, a transgender man whose arrest in Brooklyn captured headlines for weeks in 1913; Hamilton Easter Field, whose art commune in Brooklyn Heights nurtured Hart Crane and John Dos Passos; Mabel Hampton, a black lesbian who worked as a dancer at Coney Island in the 1920s; Gustave Beekman, the Brooklyn brothel owner at the center of a WWII gay Nazi spy scandal; and Josiah Marvel, a curator at the Brooklyn Museum who helped create a first-of-its-kind treatment program for gay men arrested for public sex in the 1950s.“

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13 Diversity Literature 2019 Tressie McMillan Cottom, Grace Talusan, Maia Kobabe

Tressie McMillan Cottom, „Thick: and other Essays“: Smart, humorous, and strikingly original thoughts on race, beauty, money by one of today’s most intrepid public intellectuals A modern black American female voice waxing poetic on self and society, serving up a healthy portion of clever prose and southern aphorisms in a style uniquely her own. The political, the social, and the personal are almost always one and the same.“

Grace Talusan, „The Body Papers. A Memoir“: „Sexual abuse, depression, cancer, and life as a Filipino immigrant: Born in the Philippines, young Grace Talusan moves with her family to a New England suburb in the 1970s. At school, she confronts racism as one of the few kids with a brown face. At home, the confusion is worse: her grandfather’s nightly visits to her room leave her hurt and terrified, and she learns to build a protective wall of silence that maps onto the larger silence practiced by her Catholic Filipino family. Talusan learns as a teenager that her family’s legal status in the country has always hung by a thread—for a time, they were “illegal.” Family, she’s told, must be put first.“

Maia Kobabe, „Gender Queer. A Memoir“: „Maia uses e/em/eir pronouns. Maia’s intensely cathartic autobiography charts eir journey of self-identity, which includes grappling with how to come out to family and society and bonding with friends over erotic gay fanfiction. Started as a way to explain to eir family what it means to be nonbinary and asexual, Gender Queer is more than a personal story: it is a useful and touching guide on gender identity–what it means and how to think about it.bereits gelesen: große Empfehlung!

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14 Diversity Literature 2019 Mira Jacob, Ines Estrada, Lucy Knisley

Mira Jacob, „Good Talk. A Memoir in Conversations“: „Like many six-year-olds, Mira Jacob’s half-Jewish, half-Indian son, Z, has questions about everything. At first they are innocuous enough, but as tensions from the 2016 election spread into the family, they become much, much more complicated. Trying to answer him honestly, Mira has to think back to where she’s gotten her own answers: her most formative conversations about race, color, sexuality, and, of course, love. This graphic memoir is a love letter to the art of conversation.“

Inés Estrada, „Alienation“: „Drawn in hazy gray pencil and printed in blue pantone ink, this graphic novel is about Elizabeth, an exotic dancer in cyberspace, and Carlos, who was just fired from the last human-staffed oil rig, attempting to keep their romance alive. When they realize that their bodies are full of artificial organs and they live almost entirely online, they begin to question what being human actually means.

Lucy Knisley, „Kid Gloves. Nine Months of Careful Chaos“: „If you work hard enough, if you want it enough, if you’re smart and talented and “good enough,” you can do anything. Except get pregnant. Her whole life, Lucy Knisley wanted to be a mother. But when it was finally the perfect time, conceiving turned out to be harder than anything she’d ever attempted. Fertility problems were followed by miscarriages, and her eventual successful pregnancy plagued by health issues, up to a dramatic, near-death experience during labor and delivery. This moving, hilarious, and surprisingly informative memoir not only follows Lucy’s personal transition into motherhood but also illustrates the history and science of reproductive health from all angles.“

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15 Diversity Literature 2019 Ada Hoffmann, Kameron Hurley, Guy Gavriel Kay

Ada Hoffmann, „The Outside“: „Autistic scientist Yasira Shien has developed a radical new energy drive that could change the future of humanity. But when she activates it, reality warps, destroying the space station and everyone aboard. The AI Gods who rule the galaxy declare her work heretical, and Yasira is abducted by their agents. Instead of simply executing her, they offer mercy – if she’ll help them hunt down a bigger target: her own mysterious, vanished mentor. Yasira must choose who to trust: the gods and their ruthless post-human angels, or the rebel scientist whose unorthodox mathematics could turn her world inside out.

Kameron Hurley, „The Light Brigade“: „A futuristic war during which soldiers are broken down into light in order to get them to the front lines on Mars. Dietz, a fresh recruit in the infantry, begins to experience combat drops that don’t sync up with the platoon’s. Is Dietz really experiencing the war differently, or is it combat madness? A worthy successor to classic stories like Downbelow Station, Starship Troopers, and The Forever War: a gritty time-bending take on the future of war.“

Guy Gavriel Kay, „A Brightness Long Ago“: „Set in a world evoking early Renaissance Italy: Danio Cerra’s fate changed the moment he saw Adria Ripoli as she entered the count’s chambers one autumn night–intending to kill. Born to power, Adria had chose a life of danger–and freedom. A healer determined to defy her expected lot; a charming, frivolous son of immense wealth; a powerful religious leader more decadent than devout: both a compelling drama and a deeply moving reflection on the nature of memory.“

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Von 2009 bis 2013 lebte ich drei Monate pro Jahr in Toronto.

2020 wird Kanada Ehrengast / Gastland der Frankfurter Buchmesse: #canadaFBM2020

Ich bin Kritiker – und sortierte und las in ca. 1500 kanadische Bücher. Heute im Blog:

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Kanadische Literatur, auf Deutsch nicht erhältlich. #vorauswahl

Gastland 2018: Georgien. Buchtipps | Artikel: Spiegel Online | Pressereise

Gastland 2019: Norwegen. Buchtipps 1 | Buchtipps 2 | Pressereise

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Catherine Hernandez, Ahmad Danny Ramadan, Kristel Derkowski

CATHERINE HERNANDEZ: „Scarborough“

„Scarborough is a low-income, culturally diverse neighborhood east of Toronto, the fourth largest city in North America. A multitude of voices tell the story of a tight-knit neighborhood that refuses to be undone: Victor, a black artist harassed by the police; Winsum, a West Indian restaurant owner struggling to keep it together; Hina, a Muslim school worker who witnesses first-hand the impact of poverty on education… and three kids who work to rise above a system that consistently fails them: Bing, a gay Filipino who lives under the shadow of his father’s mental illness; Sylvie, a Native girl whose family struggles to find a permanent home; and Laura, whose history of neglect by her mother is destined to repeat itself with her father.“

AHMAD DANNY RAMADAN: „The Clothesline Swing“

„The troublesome aftermath of the Arab Spring. A former Syrian refugee himself, Ramadan was inspired by One Thousand and One Nights. The mountains of Syria, the valleys of Lebanon, Turkey, Egypt and finally Canada. The epic story of two [male] lovers: A storyteller relays remembered fables to his dying partner.“

KRISTEL DERKOWSKI: „One Million Trees“

„A memoir of what it’s like to work as a tree planter, replanting the clear-cut forests of northern Ontario, Manitoba and the Maritimes. Bleak, funny, brutally realistic, Six Million Trees follows the author and her companions as they battle blizzards and broken bones, through isolation, desperation, solidarity and healing.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Merilyn Simonds, Joshua Whitehead, Richard Wagamese

MERILYN SIMONDS: „Refuge“

After a life that rubbed up against the century’s great events in New York City, Mexico, and Montreal, ninety-six-year-old Cassandra MacCallum is surviving well enough, alone on her island, when a young Burmese woman contacts her, claiming to be kin. Nang’s story of torture and flight provokes memories in Cass: Could her son really be Nang’s grandfather? What does she owe this girl?

JOSHUA WHITEHEAD: „Jonny Appleseed“

„Appleseed is a young Two-Spirit/Indigiqueer: Off the reserve and trying to find ways to live and love in the big city, Jonny becomes a cybersex worker who fetishizes himself in order to make a living. Stories of love, trauma, sex, kinship, and ambition, full of grit, glitter, and dreams.“

RICHARD WAGAMESE: „Indian Horse“

Saul Indian Horse has hit bottom. His last binge almost killed him, and now he’s a reluctant resident in a treatment centre for alcoholics: For Saul, an remarkable Ojibway man, taken forcibly from the land and his family when he’s sent to residential school, salvation comes for a while through his gifts as a hockey player. But in the harsh realities of 1960s Canada, he battles obdurate racism and the spirit-destroying effects of cultural alienation and displacement. Indian Horse unfolds against the bleak loveliness of northern Ontario, all rock, marsh, bog and cedar.

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Sean Michaels, Kathryn Kuitenbrouwer, Heather O'Neill

SEAN MICHAELS: „Us Conductors“

„In a finely woven series of flashbacks and correspondence, Lev Termen, the Russian scientist, inventor, and spy, tells the story of his life to his “one true love,” Clara Rockmore, the finest theremin player in the world. Leningrad during the Bolshevik Revolution, his arrival in 1930s New York. As Termen returns to Russia, he is imprisoned in a Siberian gulag and later brought to Moscow, tasked with eavesdropping on Stalin himself.“

KATHRYN KUITENRBOUWER: „All the broken Things“

„September, 1983. Fourteen-year-old Bo, a boat person from Vietnam, lives in a small house in Toronto with his mother and his four-year-old sister, who was born severely disfigured from the effects of Agent Orange. Named Orange, she is the family secret. One day a carnival worker and bear trainer, Gerry, sees Bo in a streetfight, and recruits him for the bear wrestling circuit, eventually giving him his own cub to train. This opens up a new world for Bo–but then Gerry’s boss, Max, begins pursuing Bo’s mother with an eye on Orange for his travelling freak show.“

HEATHER O’NEILL: „The Girl who was Saturday Night“

„Nineteen years old, free of prospects, and inescapably famous, twins Nicholas and Nouschka Tremblay are trying to outrun the notoriety of their father, a French-Canadian Serge Gainsbourg with a genius for the absurd and for winding up in prison. Nouschka not only needs to leave her childhood behind; she also has to leave her brother, whose increasingly erratic decisions might take her down with him.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Carrianne Leung, Anita Rau Badami, Shyam Selvadurai

CARIANNE LEUNG: „That Time I loved you“ [Short Stories]

„June is an irrepressible adolescent Chinese-Canadian coming of age. The suburbs of the 1970s promised to be heaven on earth—new houses, new status, happiness guaranteed. But in a Scarborough subdivision populated by newcomers from all over the world, a series of sudden catastrophic events show the fine line where childhood meets the realities of adult life.“

ANITA RAU BADAMI: „Can you hear the Nightbird call?“

„Moving between Canada and India: the interweaving stories of three Indian women. Leela, born to a German mother and a Hindu father, is doomed to walk the earth as a „half-and-half.“ and emigrates to Vancouver with her husband and two children. Bibi-ji gains access to a life of luxury in Canada – but her sister Kanwar, left behind to weather the brutal violence of the Partition of India and Pakistan in 1947, is not so fortunate.“

SHYAM SELVADURAI: „The hungry Ghosts“

„In Buddhist myth, the dead may be reborn as „hungry ghosts“—spirits with stomachs so large they can never be full—if they have desired too much during their lives. It is the duty of the living relatives to free those doomed to this fate by doing kind deeds and creating good karma. Shivan is gay, lives in Canada and travels back to Colombo, Sri Lanka, to rescue his elderly and ailing grandmother and bring her to Toronto.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Zoe Whittall, Daniel Allen Cox, Sassafras Lowrey

ZOE WHITTALL: „Bottle Rocket Hearts“

„Montreal in the months before the 1995 referendum. Riot Grrl gets bought out and mass marketed as the Spice Girls, and gays are gaining some legitimacy, but the queers are rioting against assimilation; cocktail AIDS drugs are starting to work, and Eve, 18, is pining to get out of her parents‘ house in Dorval and find a girl who wants to kiss her back. She meets Della: mysterious, defiantly non-monogamous, an avid separatist, and ten years older. From naive teenager to hotshot rough girl, Eve decides her own fate.“

DANIEL ALLEN COX: „Shuck“

„Set in the late 1990s: the last gasp of a gritty Manhattan. The intense diary of a male hustler in New York who tries to manage his reputation as the city’s porn star du jour when he’s not dumpster diving, or trying to get published. A novel about what binds artists and prostitutes: Cox is a former porn star. This is his first novel.“

SASSAFRAS LOWREY: „Lost Boi“

„A queer punk reimagining of the classic Peter Pan story: Told from the point of view of Tootles, Pan’s best boi, the lost bois call the Neverland squat home, creating their own idea of family, and united in their allegiance to Pan, the boi who cannot be broken, and their refusal to join ranks with Hook and the leather pirates. A struggle against the biggest battle of all: growing up.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Medina Faris, Ins Choi, Sheree Thomas

MEDINA FARIS: „The Dirty Version“

„Asia Salam is a hip-hop DJ with a drug dealing brother. Temür Mirzaev is a disenchanted hitman. Set during the economic and political upheaval of 2009, The Dirty Version is a story of blood ties that bind and the grey between good and evil.“

INS CHOI: „Kim’s Convenience“ [Theaterstück]

„Mr. Kim is a first-generation Korean immigrant and the proud owner of a variety store located in the heart of downtown Toronto’s Regent Park neighbourhood. As the neighbourhood quickly gentrifies, Mr. Kim is offered a generous sum of money to sell – enough to allow him and his wife to finally retire. But Kim’s Convenience is more than just his livelihood – it is his legacy. As Mr. Kim tries desperately, and hilariously, to convince his daughter Janet, a budding photographer, to take over the store, his wife sneaks out to meet their estranged son Jung, who has not seen or spoken to his father in sixteen years and who has now become a father himself.“

SHEREE THOMAS: „Dark Matter. A Century of Speculative Fiction from the African Diaspora“

„Black science fiction, fantasy, and speculative fiction for readers who have not had the chance to explore the scope and diversity among African-American writers.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Emily Saso, Danila Botha, Sophe B. Watson

EMILY SASO: „The Weather inside“

„It’s summer in Toronto, and the snow and ice is relentless. Too bad no one but Avery can see it. Avery remembers the death of her beloved father, the abuse she suffered as a teen, and the religion that tore her parents apart.“

DANILA BOTHA: „Too much on the Inside“

„The sub-cultural heartland of Toronto’s Queen Street West: Four people in their twenties converge with the impossible task of escaping their pasts in Brazil, Israel, South Africa, and Nova Scotia and try to build new identities.“

SOPHIE B. WATSON: „Cadillac Couches“

„A picaresque road trip novel set in the late ’90s and framed by the popular Edmonton Folk Music Festival: Two music-smitten twentysomething women search for love and purpose race across the country to Montreal.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Joey Comeau, Jason Lee Norman, Jacques Poulin

JOEY COMEAU: „Malagash“

„A darkly humorous portrait of a family in mourning. Sunday’s father is dying of cancer. They’ve come home to Malagash, on the north shore of Nova Scotia, so he can die where he grew up. Her mother and her brother are both devastated. But Sunday starts recording everything her father says. His boring stories. His stupid jokes.“

JASON LEE NORMAN: „Americas“ [Short Stories]

„There are 22 countries in the Americas. There are 22 stories in this book. In Nicaragua they keep their tears in jars. Guyana has separation anxiety. 22 stories about 22 countries you thought you knew.“

JACQUES POULIN: „Les grandes Marées“ / „Spring Tides“

„On an uninhabited island, a translator of comic strips lives in the company of his marauding cat and his tennis ball machine. But his boss helicopters in a few solitude-seeking companions—the beautiful and elusive Marie with her flirtatious cat Moustache; the seductive nudist, Featherhead; Professor Moccasin, the half-deaf comic strip scholar; the moody and contradictory Author; the Ordinary Man; and the Organizer, sent to “sensitize the population.” As the spring tides drag ocean debris onto the shore, the translator and his companions seek out their own solitudes in this hilarious philosophical fable.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Antanas Sileika, W. P. Kinsella, Hugh Garner

ANTANAS SILEIKA: „Buying on Time“

„Growing up in an eastern European immigrant community near Toronto: A book, both harsh and sympathetic, about the personal embarrassments we all live through.“

W. P. KINSELLA: „Shoeless Joe“ [Vorlage zu Kevin Costners „Feld der Träume“]

„“If you build it, he will come.” These mysterious words inspire Ray Kinsella to create a cornfield baseball diamond in honor of his hero, Shoeless Joe Jackson. A story about fathers and sons, love and family.“

HUGH GARNER: „Cabbagetown“

„A voluminous tale of depression-era Canada: One of the few Canadian novels published before 1960 that is genuinely frank about sex and politics. Set in Toronto’s east-end Cabbagetown neighbourhood („the largest Anglo-Saxon slum in North America“), teenage characters are leaving school and find paltry jobs. Some turn to crime, prostitution, or wage slavery and others ride the rails, while one cynical social climber becomes a crypto-fascist and government clerk. There’s nothing puritanical about Garner’s novel; in this Old Ontario, people cruise for sex in city parks, drink themselves to death, and lie, cheat, cuss, and steal for all they’re worth. A gang of fascist youths attacks a party of picnicking Jews at Cherry Beach. As literary art, Cabbagetown is decidedly second-tier. But its brutal honesty makes it consistently rewarding.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Claire Mullignan, Lesley Crewe, Suzanne Aubry

CLAIRE MULLIGAN: „The Reckoning of Boston Jim“

„The colony of British Columbia, 1863. Boston Jim Milroy, a lone trapper and trader with an eidetic memory has become obsessed with reciprocating a seemingly minor kindness from the loquacious Dora Hume, a settler in the Cowichan Valley of Vancouver Island. Dora’s kindness and her life story both haunt Boston Jim.“

LESLEY CREWE: „Amazing Grace“

„Grace Willingdon has everything she needs. For fifteen years she’s lived in a trailer overlooking Bras d’Or Lakes in postcard-perfect Baddeck, Cape Breton. Then, her estranged son calls from New York City, worried about his teenaged daughter: Grace finds herself the temporary guardian of her self-absorbed, city-slicker granddaughter Melissa.“

SUZANNE AUBRY: „Fanette“

„The Great Famine of 1845 in Ireland forced thousands of people to leave. Fionnuala, 7, travels in a „coffin ship“ to Quebec City. She loses her parents to typhus. Along with her sister Amanda, she is placed on a farm. The destinies of the two sisters are intertwined in a compelling saga exploring the depths of human cruelty and solidarity.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Helen Humphreys, Patrick Gale, Donna Milner

HELEN HUMPHREYS: „The Evening Chorus“

„Downed during his first mission, James Hunter is taken captive as a German POW. To bide the time, he studies a nest of redstarts at the edge of camp. Back home, James’s new wife, Rose, is on her own, free in a way she has never known. Then, James’s sister, Enid, loses everything during the Blitz and must seek shelter with Rose. In a cottage near Ashdown forest, the two women find unexpected freedom amid war’s privations and discover confinements that come with peace.“

PATRICK GALE: „A Place called Winter“

„A privileged elder son, and stammeringly shy, Harry Cane has followed convention at every step. After an affair, he’s forced to abandon his wife and child and signs up for emigration to the newly colonised Canadian prairies: a world away from the golden suburbs of turn-of-the-century Edwardian England.“

DONNA MILNER: „A Place called Sorry“

Growing up in the 1930s, Adeline Beale knows little of the outside world: She believes that everything she could ever want or need is to be found on her grandfather’s cattle ranch, or in the little town twelve bush miles away, a place called Sorry. After tragedy strikes her family, Addie learns that her grandfather too has lived with his own secret torment for more than seventy years.

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Genevieve Graham, Elizabeth Hay, Annie Daylon

GENEVIEVE GRAHAM: „Come from Away“

„1939: Grace Baker’s three brothers, sharp and proud in their uniforms, board Canadian ships headed for a faraway war. Grace stays behind, tending to the homefront and the general store that helps keep her small Nova Scotian community running. The war, everyone says, will be over before it starts. But three years later, the fighting rages on and rumours swirl about “wolf packs” of German U-Boats lurking in the deep waters along the shores of East Jeddore. Then, a handsome stranger ventures into the store. But Rudi is not the lonely outsider he appears to be.“

ELIZABETH HAY: „His whole Life“

„Starting with something as simple as a boy who wants a dog: Ten-year-old Jim and his Canadian mother and American father are on a journey from New York City to a lake in eastern Ontario during the last hot days of August. Moving from city to country, summer to winter, wellbeing to illness, the novel charts the deepening bond between mother and son even as the family comes apart. Set in the mid-1990s, when Quebec is on the verge of leaving Canada: an unconventional coming-of-age story.“

ANNIE DAYLON: „Of Sea and Seed“

„This novel launches The Kerrigan Chronicles, the story of three generations. Burin Peninsula of Newfoundland in 1929. Family matriarch, storyteller, and ghost Kathleen Kerrigan tells the story of her downfall.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Clark Blaise, Ernest Buckler, Sarah McCoy

CLARK BLAISE: „Lunar Attractions“

„The story of a whimsical boy from the Florida backwoods whose shocking sexual awakening propels him into the world of murder and extortion that roils beneath the surface of 1950s America.“

ERNEST BUCKLER: „The Mountain and the Valley“

„An affectionate portrait of a sensitive boy who becomes increasingly aware of the difference that sets him apart from his family and his neighbours: David’s desire to write is the secret that starts his spiritual awakening and the gradual growth of artistic vision.“

SARAH McCOY: „Marilla of Green Gables“

„Green Gables before Anne: Rural Prince Edward Island in the nineteenth century. The young life of spinster Marilla Cuthbert, and the choices that will open her life to the possibility of heartbreak—and unimaginable greatness. Plucky and ambitious, Marilla Cuthbert is thirteen years old when her world is turned upside down. Her beloved mother dies in childbirth, and Marilla suddenly must bear the responsibilities of a farm wife. Her one connection to the wider world is Aunt Elizabeth “Izzy” Johnson, her mother’s sister, who managed to escape from Avonlea to the bustling city of St. Catharines. An opinionated spinster, Aunt Izzy’s talent as a seamstress has allowed her to build a thriving business and make her own way in the world. Marilla is in no rush to trade one farm life for another. She soon finds herself caught up in the dangerous work of politics, and abolition.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Brian Francis, Cory Doctorow, Eric Walters

BRIAN FRANCIS: „Natural Order“ [gelesen, sehr gemocht]

„Joyce Sparks has lived the whole of her 86 years in the small community of Balsden, Ontario. She ponders the terrible choices she made as a mother and wife. Then, a young nursing home volunteer named Timothy appears, so much like her long lost tgay son John. Voiced by an unforgettable and heartbreakingly flawed narrator, Natural Order is a masterpiece of empathy.“

CORY DOCTOROW: „Makers“ [gelesen, sehr gemocht]

„Perry and Lester invent things—seashell robots that make toast, Boogie Woogie Elmo dolls that drive cars. Andrea Fleeks, a journo-turned-blogger, is there to document it.“

ERIC WALTERS: „Safe as Houses“ [gelesen, gemocht: simpler Jugendbuch-Thriller]

„October 15, 1954: Thirteen-year-old Elizabeth lives in the Toronto suburb of Weston. She has a part-time job babysitting an adorable little grade 2 girl named Suzie, and Suzie’s not-so-adorable grade 6 brother, David. Hurricane Hazel roars down, bringing torrential rains that cause extensive flooding. The parents are unable to reach the house, which means the children’s safety on this most deadly of nights is Elizabeth’s responsibility.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Timothy Findley, Robertson Davies, Richard Wagamese

TIMOTHY FINDLEY: „The Piano Man’s Daughter“ / „Die Tochter des Klavierspielers“ [deutsche Ausgabe vergriffen]

„The lyrical, multilayered tale of Charlie’s mother, Lily, his grandmother Ede, and two Irish immigrant families facing a new and uncertain future in turn-of-the-century Toronto.“

ROBERTSON DAVIES: „World of Wonders“ / „Welt der Wunder“ [deutsche Ausgabe vergriffen]

„The third book of the Deptford Trilogy follows the story of Magnus Eisengrim—the most illustrious magician of his age—who is spirited away from his home by a member of a traveling sideshow, the Wanless World of Wonders.“

RICHARD WAGAMESE: „Keeper n me“ / „Hüter der Trommel“ [deutsche Ausgabe vergriffen]

„When Garnet Raven was three years old, he was taken from his home on an Ojibway Indian reserve and placed in a series of foster homes. Having reached his mid-teens, he escapes, but finds himself cast adrift on the streets of the big city. In jail, he gets a surprise letter from his long-forgotten native family. Back on the reserve, Garnet is initiated into the ways of the Ojibway–both ancient and modern–by Keeper, a friend of his grandfather: a positive view of Native life and philosophy.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Michael Turner, Ruth Ozeki, Jane Urquhart

MICHAEL TURNER: „The Pornographer’s Poem“ / „Das Gedicht des Pornographen“ [deutsche Ausgabe vergriffen]

„The life of an unnamed pornographic filmmaker: Nettie, an idealistic poet and the one person with whom the narrator genuinely connects, sees in pornography the opportunity to do something artistic, liberating, and socially relevant. She pushes him to make even more subversive films.“

RUTH OZEKI: „My Year of Meats“ / „Beef“ [deutsche Ausgabe vergriffen]

„A mesmerizing debut novel: When documentarian Jane Takagi-Little finally lands a job producing a Japanese television show that just happens to be sponsored by an American meat-exporting business, she uncovers some unsavory truths about love, fertility, and a dangerous hormone called DES. Soon she will also cross paths with Akiko Ueno, a beleaguered Japanese housewife struggling to escape her overbearing husband. „

JANE URQUHART: „Übermalungen“ / „The Underpainter“ [deutsche Ausgabe vergriffen; gelesen, sehr gemocht]

„In Rochester, New York, a seventy-five-year-old artist, Austin Fraser, is creating a new series of paintings recalling the details of his life and those who have affected him–his peculiar mother, a young Canadian soldier and china painter, a First World War nurse, the well-known American painter Rockwell Kent, and Sara, a waitress from the wilderness mining settlement of Silver Islet, Ontario, who became Austin’s model and mistress.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Ann-Marie MacDonald, Jean Little, Ross Macdonald

ANN-MARIE MACDONALD: „Fall on your Knees“ / „Vernimm mein Flehen“ [deutsche Ausgabe vergriffen]

„The Pipers of Cape Breton Island hide a tragic secret that could shatter the family. Chronicling five generations of this eccentric clan, Fall on Your Knees follows four remarkable sisters across the battlefields of World War I, to the freedom and independence of Jazz-era New York City.“

JEAN LITTLE: „From Anna“ / „Alles Liebe, Deine Anna“ [deutsche Ausgabe vergriffen]

„Moving is never easy, especially when you’re a little 9-year-old girl moving from the tumult of living in Nazi Germany to Canada in the 1930s. And if you’re clumsy and your older brothers and sisters all call you „Awkward Anna“. When it’s discovered that Anna needs glasses and that her clumsiness is actually the result of being visually impaired, Anna’s life changes completely. Suddenly her brothers and sisters see Anna in a new light and try to make amends for being unkind.“

ROSS MACDONALD: „The Galton Case“ / „Der Fall Galton“ [deutsche Printausgabe vergriffen; nur als EBook erhältlich]

„Almost twenty years have passed since Anthony Galton disappeared, along with several thousand dollars of his family’s fortune. Now Anthony’s mother has hired Lew Archer to find him. What turns up is a headless skeleton, a boy who claims to be Galton’s son, and a con game whose stakes are so high that someone is still willing to kill for them.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - John Glassco, Modris Eksteins, Jan Wong

JOHNNY GLASSCO: „Memoirs of Montparnasse“ / „Die verrückten Jahre. Abenteuer eines jungen Mannes in Paris“ [deutsche Ausgabe vergriffen]

„Young, reckless, and without a care in the world: In 1928, 19-year-old John Glassco escaped Montreal and his overbearing father for the wilder shores of Montparnasse. He remained there until his money ran out and his health collapsed, and he enjoyed every minute of his stay.“

MODRIS EKSTEINS: „Tanz über Gräben. Die Geburt der Moderne und der erste Weltkrieg“ [deutsche Ausgabe vergriffen]

„The origins, impact, and aftermath of World War I, from the premiere of Stravinsky’s ballet The Rite of Spring in 1913 to the death of Hitler in 1945. The Great War was a psychological turning point for modernism as a whole: Eksteins examines the lives of ordinary people, works of modern literature, and pivotal historical events to redefine the way we look at our past.“

JAN WONG: „Red China Blues“ / „Abschied von China“ [deutsche Ausgabe vergriffen]

„A journalist and her six-year-romance with Maoism, which crumbled as she became aware, firsthand, of the harsh realities of communism. An eyewitness account of the Tienanmen Square uprising, along with portraits of the individuals and events she covered in China during the recent tumultuous era of capitalist reforms.“

[Auch Jan Wongs Depressions-Memoir „Out of the Blue“ (2012) reizt mich.]

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Mary Henley Rubio, Wallace Stegner, Farley Mowat

MARY HENLEY RUBIO: „Lucy Maud Montgomery. The Gift of Wings“

„A Canadian literary icon, set in rich social context, including extensive interviews with people who knew Montgomery – her son, maids, friends, relatives, all now deceased. [Also:] Her shattering experiences with motherhood and as wife to a deeply troubled man.“

WALLACE STEGNER: „Wolf Willow“

„Stegner weaves fiction and nonfiction, history and impressions, childhood remembrance and adult reflections in this unusual portrait of his boyhood. Set in Cypress Hills in southern Saskatchewan, Stegner’s family homesteaded from 1914 to 1920, Stegner brings to life the pioneer community and the magnificent landscape.“

FARLEY MOWAT: „No Man’s River“

„An Arctic tale chronicling Mowat’s life among Metis trappers and native people as they struggle to eke out a living in a brutal environment. In the spring of 1947, Mowat joined a scientific expedition. In the remote reaches of Manitoba, he witnessed an Eskimo population ravaged by starvation and disease brought about by the white man.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Richard Gwyn, Janet Lunn, Pierre Berton 1812

RICHARD GWYN: „Nation Maker“

„Canada’s first and most important prime minister is the man who made Confederation happen. This is book 2 of his biography: From Confederation Day in 1867, where this volume picks up, Macdonald faced constant crises, from Louis Riel’s two rebellions through to his quest to find the spine of the nation: the railroad that would link east to west. Macdonald marries for the second time and deals with the birth of a disabled child.“

JANET LUNN: „The Story of Canada“ [illustriertes Jugendbuch ab ca. 10]

„The country’s story, told through rich narrative, recreations of daily life, folk tales and fascinating facts.“

PIERRE BERTON: „War of 1812“

„Pierre Berton’s two groundbreaking books: The Invasion of Canada shows the war’s first year. In Flames Across the Border, Berton evocates the muddy fields, the frozen forests and the ominous waters where men fought and died. The early, bloody conflict between the two emerging nations of North America“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Pierre Berton Klondike, Gread Depression, Laura Beatrice Berton

PIERRE BERTON: „Klondike. The last great Gold Rush: 1896 – 1899“

With the building of the railroad and the settlement of the plains, the North West was opening up. The Klondike stampede was a wild interlude in the epic story of western development, and here are its dramatic tales of hardship, heroism, and villainy. We meet Swiftwater Bill Gates, who bathed in champagne; Silent Sam Bonnifield, who lost and won back a hotel in a poker game; dance-hall queens, paupers turned millionaires, missionaries and entrepreneurs. Berton contrasts the lawless frontier life on the American side of the border to the relative safety of Dawson City.

LAURA BEATRICE BERTON: „I married the Klondike“

„In 1907, Laura Beatrice Berton, a 29-year-old kindergarten teacher, left her comfortable life in Toronto to teach in a Yukon mining town. She fell in love with the North–and with a northerner–and made Dawson City her home for the next 25 years. She quickly discovered why the town was nicknamed the „Paris of the North.“ Although the gold rush was over, the townsfolk still clung to the lavishness of the city’s golden era. While thousands of people left the Klondike each October on the „last boat out“ and Dawson City slowly decayed around her, the author remained true to her northern home.“

PIERRE BERTON: „The Great Depression“

„Over 1.5 million Canadians were on relief, one in five was a public dependant, and 70,000 young men travelled like hoboes. Ordinary citizens were rioting in the streets, but their demonstrations met with indifference, and dissidents were jailed. It began with the stock market crash of 1929 and ended with the Second World War. The Regina Riot, the Great Birth Control Trial, the black blizzards of the dust bowl and the rise of Social Credit. Berton proves that Canada’s political leaders failed to take the bold steps necessary to deal with the mass unemployment, drought and despair. A child of the era, Berton writes passionately of people starving in the midst of plenty.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Pierre Berton, Barry Broadfoot, Mark Sakamoto

PIERRE BERTON: „Marching as to War. Canada’s turbulent Years 1899 – 1953“

„Canada’s twentieth century can be divided roughly into two halves: All the wars and all the unnecessary battles in which Canadian youth was squandered belong to the first. The first war of the century took Canadian soldiers to South Africa, and the last sent them to Korea. Nowadays, Canadians are proud of their role as Peacekeepers. Berton traces how one war led to the next.“

BARRY BROADFOOT: „Ten Lost Years. 1929 – 1939: Memories of Canadians who survived the Depression“

„Hundreds of ordinary Canadians tell their own stories in their own words, and the impact is astonishing. One story tells how rape by the boss was part of a waitress’s job. Other stories show Saskatchewan families watching their farms turn into deserts. A portrait of the era before Canada had a social safety net.“

MARK SAKAMOTO: „Forgiveness“

„When the Second World War broke out, Mitsue Sakamoto and her family felt their pleasant life in Vancouver starting to fade away after the Japanese attack on Pearl Harbor. Mitsue and her family were ordered out of their home and were packed off to a work farm in rural Alberta. The Sakamotos lost everything when the community centre housing their possessions was burned to the ground, and the $25 compensation from the government meant they had no choice but to start again. [In a parallel narrative, a Canadian soldier becomes a prisoner of war in Japan. Mitsue is Mark’s grandmother, the soldier is Mark’s grandfather.]“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Thomas King, Peter Collings, Darrell Dennis

THOMAS KING: „The inconvenient Indian“

„What does it mean to be “Indian” in North America? King refashions old stories about historical events and figures, takes a sideways look at film and pop culture, relates his own complex experiences with activism, and articulates a deep and revolutionary understanding of the cumulative effects of ever-shifting laws and treaties on Native peoples and lands.“

PETER COLLINGS: „Becoming Inummarik. Men’s Lives in an Inuit Community.“

„What does it mean to become a man in the Arctic today? The lives of the first generation of men born and raised primarily in permanent settlements: Forced to balance the difficulties of schooling, jobs, and money that are a part of village life with the conflicting demands of older generations and subsistence hunting, these men struggle to chart their life course and become inummariit – genuine people. Inuit men who are no longer youths, but not yet elders. Based on over twenty years of research conducted in Ulukhaktok, Northwest Territories. He also reflects on the ethics of immersive anthropological research, the difficulties of balancing professional and personal relationships, and the nature of knowledge in Inuit culture.“

DARRELL DENNIS: „Peace Pipe Dreams. The Truth about Lies about Indians“

„Dennis is a stereotype-busting, politically incorrect Native American / Aboriginal / Shuswap (Only he’s allowed to call himself an “Indian.” Maybe. Under some circumstances). He looks at European-Native interactions in North America from the moment of first contact, discussing the fur trade, treaty-signing and the implementation of residential schools. Dennis explains why Native people aren’t genetically any more predisposed to become alcoholics than Caucasians; that Native religion doesn’t consist of worshipping rocks or conversing with animals; and that tax exemptions are so limited and confusing that many people don’t even bother.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - James Daschuk, Alexandra Shimo, Lee Maracle

JAMES DASCHUK: „Clearing the Plains. Disease, Politics of Starvation, and the Loss of Aboriginal Life“

„The roles that Old World diseases, climate, and, most disturbingly, Canadian politics—the politics of ethnocide—played in the deaths and subjugation of thousands of aboriginal people in the realization of Sir John A. Macdonald’s “National Dream.” The lingering racism and misunderstanding permeates the national consciousness to this day.“

ALEXANDRA SHIMO: „Invisible North. The Search for Answers on a troubled Reserve“

„Freelance journalist Alexandra Shimo arrives in Kashechewan, a northern Ontario reserve, to investigate rumours of a fabricated water crisis. She finds herself drawn into the troubles of the reserve. Unable to cope with the desperate conditions, she begins to fall apart. Part memoir, part history of the Canadian reserves, including the suicide crises, murdered and missing indigenous women and girls, Treaty rights, First Nations sovereignty, and deep poverty.“

LEE MARACLE: „My Conversations with Canadians“

„Harkening back to her first book tour at the age of 26 (for the autobiographical novel Bobbi Lee: Indian Rebel), First Nations leader, woman, mother and grandmother Lee Maracle thinks about the threads that keep Canadians tied together as a nation–and also, at times, threaten to pull us apart.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Tanya Talaga, Harold R. Johnson

TANYA TALAGA: „Seven fallen Feathers. Racism, Death, and hard Truths in a Northern City“

„In 1966, twelve-year-old Chanie Wenjack froze to death on the railway tracks after running away from residential school. More than a quarter of a century later, from 2000 to 2011, seven Indigenous high school students died in Thunder Bay, Ontario. The seven were hundreds of miles away from their families, forced to leave home and live in a foreign and unwelcoming city. Investigative journalist Tanya Talaga delves into the history of this small northern city that has come to manifest Canada’s long struggle with human rights violations against Indigenous communities.“

TANYA TALAGA: „All our Relations“

„The alarming rise of youth suicide in Indigenous communities in Canada and beyond. The violent separation of Peoples from the land, the separation of families, and the separation of individuals from traditional ways of life — all of which has culminated in a spiritual separation that has had an enduring impact on generations of Indigenous children. But, Talaga reminds us, First Peoples also share a history of resistance, resilience, and civil rights activism, from the Occupation of Alcatraz led by the Indians of All Tribes, to the Northern Ontario Stirland Lake Quiet Riot, to the Standing Rock protests against the Dakota Access Pipeline.“

HAROLD R. JOHNSON: „Firewater. How Alcohol is killing my People (and yours)“

„Alcohol─its history, the myths surrounding it, and its devasting impact on Indigenous people. Drawing on his years of experience as a Crown Prosecutor in Treaty 6 territory, Harold Johnson challenges readers to change the story we tell ourselves about the drink. Confronting the harmful stereotype of the „lazy, drunken Indian,“ and rejecting medical, social and psychological explanations of the roots of alcoholism, Johnson cries out for solutions.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Robyn Maynard, Kamal Al-Solaylee, Lawrence Hill

ROBYN MAYNARD: „Policing Black Lives. State Violence in Canada from Slavery to the Present“

„Behind Canada’s veneer of multiculturalism and tolerance, Maynard traces the violent realities of anti-blackness from the slave ships to prisons, classrooms and beyond: Nearly 400 years of state-sanctioned surveillance, criminalization and punishment of Black lives in Canada, the state’s role in perpetuating contemporary Black poverty and unemployment, racial profiling, incarceration, immigration detention, deportation, exploitative migrant labour practices, disproportionate child removal and low graduation rates.“

KAMAL AL-SOLAYLEE: „Brown. What being Brown in the World today means (to everyone)“

„The in-between space that brown people occupy in today’s world: on the cusp of whiteness and the edge of blackness. Stories from the United Arab Emirates, the Philippines, the US, Britain, Trinidad, France, Hong Kong, Sri Lanka, Qatar and Canada. Al-Solaylee also reflects on his own identity and experiences as a brown-skinned person who grew up with images of whiteness as the only indicators of beauty and success.“

LAWRENCE HILL: „Black Berry, Sweet Juice. On Being Black and White in Canada“

„Hill movingly reveals his struggle to understand his own personal and racial identity. Raised by human rights activist parents in a predominantly white Ontario suburb, Hill describes the ambiguity involved in searching for his identity – an especially complex and difficult journey in a country that prefers to see him as neither black nor white.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Arlene Chan, How Toronto got Queer, B. Denham Jolly

ARLENE CHAN: „The Chinese in Toronto from 1878: From outside to inside the Circle“

„The modest beginnings of the Chinese in Toronto and the development of Chinatown is largely due to the completion of the Canadian Pacific Railway in 1885. No longer requiring the services of the Chinese labourers, a hostile British Columbia sent them eastward in search of employment. In 1894 Toronto’s Chinese population numbered fifty. Today, no less than seven Chinatowns serve what has become the second-largest visible minority in the city, with a population of half a million. Their lives are a vibrant part of the diverse mosaic that makes Toronto one of the most multicultural cities in the world.“

JOHN LORINC: „Any other way. How Toronto got queer“

„Community networks have transformed Toronto from a place of churches and conservative mores into a city that has consistently led the way in queer activism. Includes chapters on: Oscar Wilde’s trip to Toronto; early cruising areas; bath house raids; LBGT-police conflicts; Jackie Shane, the trans R&B singer who performed in drag in both Toronto and Los Angeles, and gained international fame with her 1962 chart-topping single, ‘Any Other Way.“

B. DENHAM JOLLY: „In the Black. My Life“

„Black Canadians have faced systematic discrimination. Jolly arrived from Jamaica to attend university in the mid-1950s and worked as a high school teacher before going into the nursing and retirement home business. Though he was ultimately successful in his business ventures, Jolly faced both overt and covert discrimination, which led him into social activism. He tells the story of a generation of activists who worked to reshape the country into a more open and just society.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Wayne Reeves, Christina Palassio, John Sewell, Juan Butler

WAYNE REEVES, CHRISTINA PALASSIO: „HTO. Toronto’s Water“

„Cut by a network of deep ravines and fronting on a Great Lake, Toronto is dominated by water. Thirty contributors examine the ever-changing interplay between nature and culture.“

JOHN SEWELL: „How we changed Toronto, 1969 to 1980“

„By the mid-1960s Toronto was well on its way to becoming Canada’s largest and most powerful city. City officials were cheerleaders for unrestricted growth. All this „progress“ had a price. Heritage buildings were disappearing. Whole neighbourhoods were being destroyed — by city hall itself. Many idealistic, young Torontonians didn’t like what they saw. Recently graduated lawyer John Sewell was one of many. Some were saving Toronto’s Old City Hall from demolition. 12 years when Toronto developed a whole new approach to city government, civic engagement, and planning policies. Sewell went from activist organizer, to high-profile opposition politician, to Toronto’s mayor. Race relations, attitudes toward the LGBT community, and the role of police: His defeat in the city’s 1980 election marked the end of a decade of dramatic transformation.“

JUAN BUTLER: „Cabbagetown Diary. A Documentary“

A novel taking the form of a diary written by a disaffected young Toronto bartender, Michael, over the course of his four-month liaison with Terry, a naive teenager who is new to the city. Michael introduces her to his his inner-city haunts, to drink and drugs, and to nihilist politics.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Shawn Micallef, Stroll, Frontier City, The Trouble with Brunch

SHAWN MICALLEF: „Stroll. Psychogeographic Walking Tours of Toronto“ [gelesen; gemocht.]

„Glass skyscrapers rise beside Victorian homes, creating a city of contrasts whose architectural look can only be defined by telling the story of how it came together and how it works, today, as an imperfect machine. Micallef situates Toronto’s buildings and streets and tells us about the people who use them; the ways, intended or otherwise, that they are being used; and how they are evolving. 32 walks.“

SHAWN MICALLEF: „Frontier City. Toronto on the Verge of Greatness“

„The civic drama of the 2014 elections: Micallef talked with candidates from all over Greater Toronto, and observed how they energized their communities.“

SHAWN MICALLEF: „The Trouble with Brunch. Work, Class and the Pursuit of Leisure“

„Every weekend, in cities around the world, bleary-eyed diners wait in line to be served overpriced food by hungover waitstaff. The ritual is a waste of time. What does its popularity say about shifting attitudes towards social status and leisure? For urbanist Micallef, brunch is a way to look more closely at the nature of work itself and a catalyst for solidarity among the so-called creative class in a cosmopolitan city where the evolving middle class is oblivious to its own instability and insularity. A provocative analysis of foodie obsession and status anxiety.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Tima Kurdi, Stevie Cameron, Anne Petrie

TIMA KURDI: „The Boy on the Beach“

„Alan Kurdi’s body washed up on the shore of the Mediterranean Sea on September 2, 2015. Tima Kurdi first saw the shocking photo of her nephew in her home in Vancouver, Canada. Tima recounts her idyllic childhood in Syria. At twenty‑two, she emigrated to Canada. A single mother and immigrant, Tima suddenly found herself thrust onto the world stage as an advocate for refugees everywhere, a role for which she had never prepared.“

STEVIE CAMERON: „On the Farm. Robert William Pickton and the tragic Story of Vancouver’s missing Women“

„North America’s most prolific serial killer. Stevie Cameron first began following the story of missing women in 1998, when the odd newspaper piece appeared chronicling the disappearances of drug-addicted sex trade workers from Vancouver’s notorious Downtown Eastside. It was February 2002 before Robert William Pickton was arrested, and 2008 before he was found guilty, on six counts of second-degree murder.“

ANNE PETRIE: „Gone to an Aunt’s. Remembering Canada’s Homes for Unwed Mothers“

„Thirty or forty years ago, everybody knew what that phrase meant: a girl or a young, unmarried woman had gotten herself pregnant. She was “in trouble.” She had brought indescribable shame on herself and her family. In those days it was unthinkable that she would have her child and keep it. Instead she had to hide. Her baby was born and given up for adoption. In institutional settings, most of them run by religious organizations, girls were kept out of sight until their time was up and they could return to the world as if nothing had happened. Seven women – including the author – recount their experiences, talking openly, some for the first time, about how they got pregnant; the reaction of their parents, friends, boyfriends, and lovers; why they wound up in a home; and how they managed to cope with its rules and regulations.“

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TOM WILSON: „Beautiful Scars. Steeltown Secrets, Mohawk Skywalkers and the Road home“

„Wilson was raised in the rough-and-tumble world of Hamilton -Steeltown- in the company of World War II vets, factory workers, fall-guy wrestlers and the deeply guarded secrets kept by his parents. He built an international music career and became a father and battled addiction.“

BARNEY HOSKYNS: „Across the great Divide. The Band and America“

„Recounts the turbulent career of The Band–Robbie Robertson, Richard Manuel, Rick Danko, Garth Hudson, and Levon Helm–from their beginnings playing in seedy bars to their rise to international stardom.“

SCOTT YOUNG: „Neil and me“

„Probably unique in the world of rock memoirs, „Neil and Me“ is a biography of an artist written by his own father, novelist Scott Young.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Nia King, Viviane K. Namaste, Zena Sharman

NIA KING: „Queer & trans Artists of Color. Stories of some of our Lives“ [Interviews]

„16 unique and honest conversations. Mixed-race queer art activist Nia King left a full-time job in an effort to center her life around making art. Grappling with questions of purpose, survival, and compromise, she started a podcast called We Want the Airwaves in order to pick the brains of fellow queer and trans artists of color about their work, their lives, and „making it“ – both in terms of success and in terms of survival. Nia discusses fat burlesque with Magnoliah Black, interning at Playboy with Janet Mock, intellectual hazing with Kortney Ryan Ziegler, gay gentrification with Van Binfa, the politics of black drag with Micia Mosely, gay public sex in Africa with Nick Mwaluko, the tyranny of „self-care“ with Lovemme Corazon.“ [Band 2 hier: Link]

VIVIANE K. NAMASTE: „Invisible Lives. The Erasure of transsexual and transgendered People“

„[erschien schon 2000; teils veraltetes und verletzendes Vokabular]  The first scholarly study of transgendered people—cross-dressers, drag queens and transsexuals—and their everyday lives. Namaste argues that transgendered people are not so much produced by medicine or psychiatry as they are erased, or made invisible, in a variety of institutional and cultural settings. New research on some of the day-to-day concerns of transgendered people, offering case studies in violence, health care, gender identity clinics, and the law.“

ZENA SHARMAN: „The Remedy. Queer and trans Voices on Health and Health Care“

„What do we need to create healthy, resilient, and thriving LGBTQ communities? A diverse collection of real-life stories from queer and trans people on their own health-care experiences and challenges, from gay men living with HIV to young trans people who struggle to find health-care providers who treat them with dignity and respect. The book also includes essays by health-care providers, activists and leaders.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Ivan Coyote, Karleen Pendleton Jimenez

IVAN E. COYOTE: „Tomboy Survival Guide“

„A funny and moving memoir told in stories, in which Ivan recounts the pleasures and difficulties of growing up a tomboy in Canada’s Yukon, and how they learned to embrace their tomboy past. Ivan writes movingly about many firsts: the first time they were mistaken for a boy; the first time they purposely discarded their bikini top so they could join the boys at the local swimming pool; and the first time they were chastised for using the women’s washroom. Ivan also explores their years as a young butch, and life as a gender-box-defying adult.“

IVAN E. COYOTE: „The Slow Fix“

„A collection that is disarming, warm, and funny about our preconceived notions of gender roles.“

KARLEEN PENDLETON JIMENEZ: „How to get a Girl pregnant“

„Jiménez has known that she was gay since she was three years old, and has wanted to have a baby for almost as long. One crucial element was missing in the life of the butch Chicana lesbian—the sperm. This candid and humorous memoir follows Karleen’s challenges, adventures, successes, failures, humiliations, and triumphs while attempting to fulfill her dream of becoming a mother.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Cameron Duder, Bruce Gillespie, Cheryl B. Evans

CAMERON DUDER: „Awfully devoted Women. Lesbian Lives in Canada, 1900 – 65“

„The lives of lesbians who grew up before 1965 remain cloaked in mystery. Historians have illuminated the worlds of upper-middle-class „romantic friends“ and working-class butch and femme women who frequented lesbian bars in the ’50s and ’60s. The majority of lesbians, however, were lower-middle-class women who hid their sexual identity by engaging in discreet social and sexual relationships. Drawing on correspondence, interviews, journals, and newspaper articles, Awfully Devoted Women offers a nuanced portrait of the lives of middle-class lesbians in the decades before the gay rights movement in English-Canada. A world of private relationships, house parties, and discreet social networks. An intimate study of the lives of women forced to love in secret.“

BRUCE GILLESPIE: „A Family by any other Name. Exploring queer Relationships“

„What does “family” mean to people today? Stories on coming out, same-sex marriage, adopting, having biological kids, polyamorous relationships, families without kids, divorce, and dealing with the death of a spouse, as well as essays by straight writers about having a gay parent or child.“

CHERYL B. EVANS: „I promised not to tell. Raising a transgender Child“

„One transgender child from birth through age eighteen. Their son’s desperate effort to comply to societal gender norms, a suicide attempt, a family members struggle with God.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Clifford R. Johnson, Bill Gaston, Howard Akler

HAROLD R. JOHNSON: „Clifford“

„When Harold Johnson returns to his childhood home in a northern Saskatchewan Indigenous community for his brother Clifford’s funeral, the first thing his eyes fall on is a chair. It stands on three legs, the fourth broken off and missing. Memories of his silent, powerful Swedish father and his formidable Cree mother. Memory, fiction, and fantasy collide.“

BILL GASTON: „Just let me look at you. On Fatherhood“

„A tender, wry memoir about alcohol, fishing, and all the things fathers and sons won’t say to each other. Fairly or unfairly, sons judge fathers when they take to drinking.“

HOWARD AKLER: „Men of Action“

„After his father undergoes brain surgery and slips into a coma, Howard Akler begins to reflect on the complicated texture of consciousness. During the long months that follow, Akler confronts the unknowable nature of another person’s life, as well as the struggles within his own unpredictable mind. With echoes of Paul Auster’s The Invention of Solitude and Philip Roth’s PatrimonyMen of Action treads the line between memoir and meditation, and is at once elegiac, spare and profoundly intimate.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Michael V. Smith, David Rakoff, Sunrise Person

MICHAEL V. SMITH: „My Body is yours“

„A novelist, poet, improv comic, filmmaker, drag queen, performance artist, and occasional clown, Michael traces his early years as an inadequate male—a fey kid growing up in a small town amid a blue-collar family; a sissy; an insecure teenager desperate to disappear; and an obsessive writer-performer, drawn to compulsions of alcohol, sex, reading, spending, work, and art as many means to cope and heal. How can we know what a man is? In coming to terms with his past failures at masculinity, Michael offers a new way of thinking about breaking out of gender norms, and breaking free of a hurtful past.“

DAVID RAKOFF: „Fraud“ [gelesen und gemocht; erschien auf Deutsch als „gelogen!“, vergriffen]

This American Life alum David Rakoff’s first essay collection: Whether impersonating Sigmund Freud in a department store window during the holidays, climbing an icy mountain in cheap loafers, or learning primitive survival skills in the wilds of New Jersey, Rakoff clearly demonstrates how he doesn’t belong-nor does he try to.“

CEA SUNRISE PERSON: „North of Normal“

„In the late 1960s, riding the crest of the counterculture movement, Cea’s family left a comfortable existence in California to live off the land in the Canadian wilderness. Led by Cea’s grandfather Dick, they lived a pot-smoking, free-loving, clothing-optional life under a canvas tipi without running water, electricity, or heat for the bitter winters. When Cea was five, her mother took her on the road with a new boyfriend. As the trio set upon a series of ill-fated adventures, Cea began to question both her highly unusual world and the hedonistic woman at the centre of it. Finally, in her early teens, Cea realized she would have to make a choice as drastic as the one her grandparents once had in order to save herself. A successful international modeling career offered her a way out of the wilderness.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - David Blackwood, Jeff Lemire, Hope Nicholson

DAVID BLACKWOOD: „Black Ice. Prints of Newfoundland“ [Bildband]

„Canadian artist David Blackwood (born in 1941) draws epic visual narratives using childhood memories, dreams, superstitions, the oral tradition and the political realities of the community on Bonavista Bay. An iconography of Newfoundland that is as universal as it is personal, as mythic as it is rooted in reality, and as timeless as it is linked to specific events. Black Ice features over 70 prints, accompanied by essays from various disciplines – geology, history, folklore and literature.“

JEFF LEMIRE: „Roughneck“ [Comic]

„Derek Ouellette’s glory days are behind him. His hockey career ended a decade earlier in a violent incident, and since then he’s been living off his reputation in the remote northern community where he grew up. When his long-lost sister Beth shows up, on the run from an abusive boyfriend, the two escape to a secluded hunting camp in the woods.“

HOPE NICHOLSON: „Moonshot. The indigenous Comics Collection“ [Comic-Anthologie]

„From traditional stories to exciting new visions of the future. Claude St-Aubin (R.E.B.E.L.S., Green Lantern), Stephen Gladue (MOONSHOT cover artist), George Freeman (Captain Canuck, Aquaman, Batman), Lovern Kindzierski (X-Men, Wolverine).“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Elsine Will, Ryan North, E.K. Johnston

ELAINE M. WILL: „Look Straight Ahead“ [Comic]

„Jeremy is a 17-year-old outcast who dreams of being a great artist, but suffers a mental breakdown brought on by bullying and other pressures at school.“

RYAN NORTH: „To be or not to be. A choosable Path Adventure“ [Spielbuch]

„A choose-your-own-path version of Hamlet: Play as Hamlet, Ophelia, or King Hamlet–if you want to die on the first page and play as a ghost. Over 15,000 people backed the book in just one month, and it remains the number-one most funded publishing project ever on Kickstarter.“

E. K. JOHNSTON: „Exit, pursued by a Bear“ [Jugendbuch]

„Veronica Mars meets William Shakespeare: Hermione Winters is captain of her cheerleading team in tiny Palermo Heights. But during a party, someone slips something in her drink. And it all goes black. In every class, there’s a star cheerleader and a pariah pregnant girl. They’re never supposed to be the same person. The assault wasn’t the beginning of Hermione Winter’s story and she’s not going to let it be the end. She won’t be anyone’s cautionary tale.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Meags Fitzgerald, Nathan Jurevicius, Elise Gravel

MEAGS FITZGERALD: „Photobooth. A Biography“ [Comic]

„For almost a century chemical photobooths have occupied public spaces; giving people the opportunity to quickly take inexpensive photos. In the last decade these machines have started to rapidly disappear. Illustrator, writer and long-time photobooth lover, Meags Fitzgerald traveled in North America, Europe and Australia and constructed a biography of the booth through the eyes of technicians, owners, collectors, artists and fanatics.“

NATHAN JUREVICIOUS: „Junction“ [(surreales Hipster-)Bilderbuch]

„For generations the Face Changers have made the clay tokens that change the faces of their kin. This month the youngest is tasked to take the ten thousand footsteps to the top of the mountain. Inspired by Judeo-Christian mythology and the mythology of Australian aboriginal tribes, Junction tells a magical piece of modern mythmaking.“

ELISE GRAVEL: „The Great Antonio“ [Bilderbuch]

„What made the Great Antonio great? He once wrestled a bear. He could devour 25 roasted chickens at one sitting. The true story of Antonio Barichievich, the larger-than-life Montreal strongman who had muscles as big as his heart.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Roch Carrier, Stephanie Innes, Terry Fan

ROCH CARRIER, SHELDON COHEN: „The Hockey Sweater“ [Bilderbuch]

„Winters in the village of Ste. Justine were long: Life centered around school, church, and the hockey rink, and every boy’s hero was Montreal Canadiens hockey legend Maurice Richard. Everyone wore Richard’s number 9. When Roch outgrows his cherished sweater, his mother writes away for a new one. Much to Roch’s horror, he is sent the blue and white sweater of the rival Toronto Maple Leafs. How can Roch face the other kids at the rink?“

STEPHANIE INNES, BRIAN DEINES: „A Bear in War“ [Bilderbuch]

„Teddy belonged to Aileen Rogers, 10, whose father Lawrence left the family farm in Quebec and went to war. Janet and Lawrence exchanged more than 200 letters — and Aileen sent her beloved Teddy overseas to help protect him. Sadly, Lawrence died at the battle of Passchendaele. In 2002, his granddaughter Roberta Innes found Teddy and the letters in an old family briefcase.“

TERRY FAN, ERIC FAN: „The Night Gardener“ [Bilderbuch]

„William discovers that the tree outside his window has been sculpted into a wise owl. Then, more topiaries appear: Soon, William’s gray little town is full of color and life. And though the mysterious night gardener disappears as suddenly as he appeared, William—and his town—are changed forever.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - David Bouchard, Jenny Kay Dupuis, Kathy Kacer, David Alexander Robertson

DAVID BOUCHARD: „If you’re not from the Prairie…“ [Bilderbuch]

„A boy. Life on the prairies of North America. The effects of the climate on the people in the heartland.“

JENNY KAI DUPUIS: „I am not a Number“ [Bilderbuch]

„When 8-year-old Irene is removed from her First Nations family to live in a residential school she is confused, frightened, and homesick. She tries to remember who she is and where she came from, despite the efforts of the nuns who are in charge. When she goes home for summer holidays, Irene’s parents decide never to send her and her brothers away again. But where will they hide?Based on the life of co-author Jenny Kay Dupuis’ grandmother, I Am Not a Number is a hugely necessary book that brings a terrible part of Canada’s history to light in a way that children can learn from and relate to.“

DAVID ALEXANDER ROBERTSON: „Sugar Falls. A Residential School Story“ [Comic]

„A school assignment to interview a residential school survivor leads Daniel to Betsy, his friend’s grandmother. At the age of 8, Betsy was taken away to a residential school. There she was forced to endure abuse and indignity.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Julie Lawson, Jean Little, Barbara Haworth-Attard

JULIE LAWSON: „No Safe Harbour. The Halifax Explosion Diary of Charlotte Blackburn. Halifax, Nova Scotia, 1917“ [Historien-Jugendbuch in Tagebuchform]

„Charlotte struggles to find her twin brother after the rest of her family is killed in the tragic Halifax explosion: the largest man-made blast in history until the dropping of the atomic bomb on Hiroshima. It levelled most of the city, left thousands dead, blinded or homeless. Charlotte turns to her diary to help her cope.“

JEAN LITTLE: „If I die before I wake. The Flu Epidemic Diary of Fiona Macgregor. Toronto, Ontario, 1918“ [Historien-Jugendbuch in Tagebuchform]

„Fiona comes from a large and loving family where she, her older sisters and her mother are all twins. Then, the Spanish flu is brought to Canada by soldiers returning from fighting overseas in World War I. Her sisters fall ill with the deadly disease.“

BARBARA HAWORTH-ATTARD: „To stand on my own. The Polio Epidemic Diary of Noreen Robertson. Saskatoon, Sasketchewan, 1937“ [Historien-Jugendbuch in Tagebuchform]

„Life on the Prairies is not easy. The Great Depression has brought great hardship. Noreen, like hundreds of other young Canadians, contracts polio and is placed in an isolation ward, unable to move her legs. After a few weeks she gains partial recovery, but her family makes the painful decision to send her to a hospital far away for further treatment. Adjustment to life in a wheelchair and on crutches; and ultimately, the emotional and physical hurdles she must face when she returns home.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Philip Roy, Riel Nason, Andrew Binks

PHILIP ROY: „Blood Brothers in Louisbourg“ [Jugendbuch]

„As the son of an officer, Jacques was expected to pursue a career in the military. In the spring of 1744, at the age of fifteen, he and his father leave France for Louisbourg, the French capital of Île Royale. In the forests that surround the French fortress of Louisbourg, a young Mi’kmaw man named Two-feathers watches soldiers and citizens. He is hoping to find his father who, he has been told, is an important man among the French. Then he befriends a beautiful young French woman. Two men, both seeking to understand their father: Their paths collide during the violent siege by British forces in 1745.“

RIEL NASON: „All the Things we leave behind“ [Jugendbuch]

„1977. Violet, 17, is left behind by her parents to manage their busy roadside antique business for the summer. Her restless older brother, Bliss, has disappeared, and her parents are off searching for clues.“

ANDREW BINKS: „The Summer between“ [Jugendbuch]

„Like his attempts to swim over the dark water of the river that lies between him and the object of his affections, Dougaldo Montmigny, 12, struggles against oppression, homophobia and racism to realise his love for Tomahawk Clark, a thirteen-year-old Metis boy.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Kit Pearson, Bernice Thurman Hunter

KIT PEARSON: „Awake and Dreaming“ [Jugendbuch]

„Theo and her young, irresponsible mother seem trapped in their poverty. Theo dreams of belonging to a “real” family, and her dream seems to come true when she is mysteriously adopted by the large, warm Kaldor family. But are the Kaldors real or just a dream?“

KIT PEARSON: „A perfect gentle Knight“ [Jugendbuch]

„The six Bell children, each of them coping in various ways in the aftermath of their mother’s death. Set in the 1950s and seen through the perspective of the middle child, 11-year-old Corrie, Pearson’s story illustrates how a rich fantasy life both helps and hinders children trying to cope with loss, loneliness, and growing up.“

BERNICE THURMAN HUNTER: „That Scatterbrain Booky“ [Jugendbuch]

„Booky didn’t know much about the reasons for the Great Depression. All she knew was that she was hungry all the time, that her parents fought constantly, that the bailiff would soon return to evict her family from their home. Christmas would be a time of empty stockings instead of presents under the tree, a time of mashed potatoes and turnips instead of turkey. But Booky’s spunky nature refused to be crushed, even by the Great Depression“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Susin Nielsen, Lianne Oelke

SUSIN NIELSEN: „No Fixed Address“ [Jugendbuch]

„Felix is 12. His mom Astrid is loving but unreliable. When they lose their apartment in Vancouver, they move into a camper van, just for August. September comes, they’re still in the van. Felix must keep „home“ a secret and give a fake address in order to enroll in school.“

SUSIN NIELSEN: „Word Nerd“ [Jugendbuch]

„Ambrose, 12, is a self-described “friendless nerd”. When some bullies at his new school almost kill him by slipping a peanut into his sandwich. Then, he enters the world of competitive Scrabble, searching for acceptance.“

LIANNE OELKE: „Nice try, Jane Sinner“ [Jugendbuch]

„After a personal crisis and her expulsion from high school, Jane, 17, is going nowhere fast. She signs up for House of Orange, a student-run reality show that is basically Big Brother. As it grows from a low-budget web series to a local TV show with fans, Jane has the chance to let her cynical, competitive nature thrive.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Charles deLint, J.A. McLachlan, Marika McCoola

CHARLES de LINT: „Under my Skin. Wildings: Book One“ [Jugendbuch]

„Young people in Santa Feliz: Week after week, there’s news of another teen changing shape, transforming from human into wild animal and back again. Josh Saunders is transformed into a mountain lion. Trusting only his best friends Des and Marina with his secret, Josh tries to return to normal life. But an encounter with Elzie, another Wildling, brings him unwanted attention from the authorities.“

J. A. MCLACHLAN: „The occasional Diamond Thief“ [Jugendbuch]

„On his deathbed, Kia’s father discloses a secret to her: a magnificent diamond he has been hiding for years. Fearing he stole it, Kia (16) keeps it secret. It comes from the distant colonized planet of Malem, where her father caught the illness that eventually killed him. It is illegal for any off-worlder to possess a Malemese diamond. Then, Kia is travelling to Malem, as a translator-in-training. She wants to return the diamond to its original owner.“

MARIKA McCOOLA: „Baba Yaga’s Assistant“ [Kinder-Comic]

„Masha’s beloved grandma taught her that nothing is too difficult or too dirty to clean. Now, the fearsome witch of folklore needs an assistant, and Masha needs an adventure. Is she clever enough to enter Baba Yaga’s house on chicken legs, and make dinner for her host? No easy task, with children on the menu!“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Atwood Survival, Nick Mount Arrival, TC Albert

MARGARET ATWOOD: „Survival. A thematic Guide to Canadian Literature“

„When first published in 1972, Survival was considered the most startling book ever written about Canadian literature. A book of criticism, a manifesto, and a collection of personal and subversive remarks. Margaret Atwood begins by asking: “What have been the central preoccupations of our poetry and fiction?” Her answer is “survival and victims.” Twelve brilliant, witty, and impassioned chapters; from Moodie to MacLennan to Blais, from Pratt to Purdy to Gibson.“

NICK MOUNT: „Arrival. The Story of CanLit“

„In the mid-20th century, Canadian literature transformed from a largely ignored trickle of books into an enormous cultural phenomenon that produced Margaret Atwood, Alice Munro, Mordecai Richler. What caused the CanLit Boom?“

T.C. TOLBERT: „Troubling the Line. Trans and genderqueer Poetry and Poetics“

„55 poets. In addition to generous samples of poetry by each trans writer, the book also includes “poetics statements”—reflections by each poet that provide context for their work.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Anne Carson

ANNE CARSON: „Float“ [Lyrik]

„An arrestingly original format–individual chapbooks that can be read in any order, and that float inside a transparent case. A mix of voices, time periods, and structures to explore what makes people, memories, and stories „maddeningly attractive“ when observed in spaces that are suggestively in-between.“

ANNE CARSON: „The Beauty of the Husband. A fictional Essay in 29 Tangos“

The story of a marriage, told in 29 “tangos” of narrative verse: erotic, painful, and heartbreaking scenes from a long-time marriage that falls apart.“

LEANNE BETASAMOSAKE SIMPSON: „This Accident of being lost: Songs and Stories“

„The knife-sharp new collection of stories and songs from award-winning Nishnaabeg storyteller and writer: the fragment as a tool for intervention that resists dominant narratives or comfortable categorization. Blending elements of Nishnaabeg storytelling, science fiction, contemporary realism, and the lyric voice.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Hoa Nguyen, Chelsea Vowel

HOA NGUYEN: „Red Juice. Poems 1998 – 2008“

„A decade of poems, previously only available in small-run handmade chapbooks, journals, and out-of-print books. Hoa Nguyen’s feminist ecopoetics and unique style, all lyrical in the post-modern tradition.“

HOA NGUYEN: „As long as Trees last. Poems“

„Clear-eyed and grounded: What does it mean to be a twenty-first century human?“

CHELSEA VOWEL: „Indigenous Writes. A Guide to First Nations, Métis, and Inuit Issues in Canada“

Delgamuukw. Sixties Scoop. Bill C-31. Blood quantum. Appropriation. Two-Spirit. Tsilhqot’in. Status. TRC. RCAP. FNPOA. Pass and permit. Numbered Treaties. Terra nullius. The Great Peace: Are you familiar with these terms? Vowel, legal scholar, teacher, and intellectual, opens an important dialogue about the concepts and wider social beliefs associated with the relationship between Indigenous peoples and Canada. In 31 essays, Chelsea explores the Indigenous experience from the time of contact to the present.“

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#canadaFBM2020 Buchmesse Ehrengast - beste Bücher kanadische Literatur CanLit - Robyn Sarah, Daphne Marlatt, Karen Solie

ROBYN SARAH: „My Shoes are Killing me. Poems.“

„Winner of the Canadian Jewish Literary Award for Poetry. Natural, musical, meditative, warm, and unexpectedly funny.“

DAPHNE MARLATT: „Liquidities. Vancouver Poems then and now“

„In her „re-vision“ of Vancouver Poems, originally published in 1972, Marlatt’s additional lyrics trace countless transformations of a West Coast port city – including poverty, addiction, and homelessness.“

KAREN SOLIE: „The Road in is not the same Road out“

„Wayside motels and junkyards, the abandoned Calgary ski jump and the eternal noon of Walmart: Poems that stake out startlingly new territory.“

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alle Klappentexte: von mir gekürzt.

Meine Auswahl von 100+ vielversprechenden kanadischen Titeln, auf Deutsch erhältlich, kommt Mitte 2019.

Wichtig jetzt – lange vor Herbst 2020: Bücher zu benennen und sie für deutschsprachige Verlage sichtbarer zu machen. Verlags-Scouts? Hier mehr zur Übersetzungsförderung (Link).

gelesen 2018: meine 20 besten Bücher / Lieblingsbücher des Jahres

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20 Bücher, die ich möglichst vielen Menschen empfehlen kann:

meine Entdeckungen 2018.

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Favoriten 2017 | Favoriten 2016 | Favoriten 2014 | Favoriten 2013 | Favoriten 2012 | Favoriten 2011

2015 empfahl ich Bücher etwas ausführlicher.

 

Lieblingscomics 2018 hier (Link)

Und: Songs 2018 (Link)!

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20: DANIELA KRIEN, „Liebe im Ernstfall“

19: RITA INDIANA, „Tentakel“ [empfohlen von mir im Leutzebuerger Journal, Link]

18: CLAUDIA RANKINE, „Citizen“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

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17: ELIZABETH W. GARBER, „Implosion“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

16: AWTANDIL KWASKHWADSE, „Das Spiel des Todesengels. Georgien unter Stalin“ [empfohlen von mir bei Spiegel Online, Link]

15: ASSAF GAVRON, „Hydromania“

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14: LASHA BUGADZE, „Der erste Russe“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

13: CHUYA KOYAMA, „Space Brothers“ (Manga, Band 1 bis 34) [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

12: NANA EKVTIMISHVILI, „Das Birnenfeld“

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11: ANKE STELLING, „Schäfchen im Trockenen“

10: INGVILD H. RISHOI, „Winternovellen“

09: PENELOPE BAGIEU, „Unerschrocken“ (Biografien, illustriert: Band 1 und 2) [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

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08: JON McNAUGHT, „Kingdom“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

07: JULIA ZEIJN, „Drei Wege“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

06: JON McGREGOR, „Speicher 13“

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05: BETTINA WILPERT, „Nichts, was uns passiert“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

04: ANGELA STEIDELE, „Anne Lister. Eine erotische Biografie“ [und, etwas schwächer: „Zeiteisen. Vier Frauen, zwei Jahrhunderte, ein Weg“] [empfohlen im Blog, Link]

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03: RANDY SHILTS, „And the Band played on“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

02: MAKOTO YUKIMURA, „Vinland Saga“ (Manga, Band 1 bis 22) [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

01: ANKE STELLING, „Erna und die drei Wahrheiten“ [empfohlen von mir am LCB Berlin, Link]

Die besten Comics & Graphic Novels 2018: meine Empfehlungen bei Deutschlandfunk Kultur

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meine 20 Lieblings-Comics 2015, kurz vorgestellt: Link

meine 20 Lieblings-Comics 2016, kurz vorgestellt: Link

meine 20 Lieblings-Comics 2017, kurz vorgestellt: Link

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heute: meine Top 20 fürs Jahr 2018.

Ausführliche Texte etc. kurz nach Weihnachten bei Deutschlandfunk Kultur.

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20. Flavor

Autor: Joseph Keatinge, Zeichner: Wook Jin Clark.

Image Comics, seit Mai 2018.

6+ Hefte in 1+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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Schnelles Geld für Verlage. Dazu eine Leserschaft, die oft zu unkritisch bewertet: Seit Raina Telgemeiers fadem Zahnspangen-Bericht „Smile“ (2010) wollen Middle-Grade-Comics extra-simpel, weich, harmlos-progressiv belehren. Lesen auf Stützrädern, für 8- bis 12-Jährige. „Flavor“ mischt bewährte Ideen aus „Wallace & Gromit“, „Kikis kleiner Lieferservice“ und „Avatar: Herr der Elemente“. Eine Märchenstadt hinter Festungsmauern feiert Kulinarik, Restaurants und eine Akademie für Elite-Köchinnen und Köche. Eine fadenscheinige, kindische Welt, die sich allein ums Essen dreht: geheime Koch-Fight-Clubs im Untergrund! Hetzjagden um besonders edle Pilze! Harte Kerle und Gauner trinken nicht – sondern zechen in Eiscreme-Kaschemmen. Detailverliebt gezeichnet. Doch mir fehlt Pfeffer. Eine eigene Note!

Sammelband 1 lässt vieles unklar: Anant, Sohn aus bestem Haus, kämpft um seinen Platz an der Akademie. Heldin Xoo führt einen Imbiss: Seit einem (nicht genannten) Vorfall, für den sie sich die Schuld gibt, brauchen ihre Eltern Rollstühle. Ich liebe, dass Xoos Onkel, ein Abenteurer und Herumtreiber, in vielen anderen Plots Sympathieträger, große Stütze wäre. Hier aber sollen wir denken: „Trottel! Deine Nichte hat echte Imbiss-Kompetenz!“ Wie oft inszenieren sich unreife Männer als Lösung – und werden dabei zum größten Problem?

Widerborstige Figuren. Viele offene Fragen. Ich freue mich auf Band 2. Doch wie meist im Segment „Middle Grade“, 8 bis 12, bleibt mir vieles hier zu abgespeckt, geschmacksneutral.

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19. Joe Shuster: Der Vater der Superhelden

Autor: Julian Voloj, Zeichner: Thomas Campi

Super Genius, 2018. Deutsch bei Carlsen.

180 Seiten, abgeschlossen.

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1938, mit Mitte 20, verkaufen Autor Jerry Siegel und Zeichner Joe Shuster, Freunde aus Cleveland, ihre Figur Superman an DC Comics – und schaffen damit das Superhelden-Genre. Was die neuen Helden über New York, den Zweiten Weltkrieg, jüdische Kultur erzählen, wie Superman zeit- und ideengeschichtlich wirkt, klärt Michael Chabons grandioser 600-Seiten-Roman „Kavalier & Clay“ (2000). Doch die bitteren persönlichen Folgen für Zeichner Shuster zeigt erst diese (oft etwas trockene) Comic-Biografie, die unter anderem auf Briefen und juristischen Dokumenten fußt. Wieso verdienten Siegel und Shuster kaum an Supermans Erfolg? Wie ließen Medienkonzerne und Verlage ganze Generationen Kreativer im Regen stehen – noch in den 90er- und Nuller-Jahren?

Die eleganten, hellen Zeichnungen erinnern an die späten 50er und „Mad Men“: War der Midcentury-Modern-Stil schon 1938 so präsent – in den Büros von Groschenheft-Verlagen? Nah kommt der Doku-Comic leider weder der Person Shuster noch seinen Figuren. Es bleibt beim „Wie gewonnen, so zeronnen“-Lehrstück ohne viel Charaktertiefe oder Psychologie. Doch Sätze wie „Bill Finger, Jack Kirby, Alan Moore wurden von Verlagen schlimm über den Tisch gezogen“ lese ich als Fan fast täglich. Hier endlich: die faktensatte, plastische Ausarbeitung eines solchen Falls.

Warmherzig, respektvoll, professionell: ein Urheberrechtsstreit, der noch 80 Jahre später Folgen hat. Wer 180 Seiten lang über Freiberufler-Elend lesen will…? Stilvoller, griffiger lässt sich ein derart trockener Stoff schwer inszenieren!

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18. Infidel

Autor: Pornsak Pichetshote, Zeichner: Aaron Campbell

Image Comics, März bis Juli 2018.

5 Hefte/ein Sammelband, abgeschlossen.

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Horror lebt von Furcht… und Identifikation. Doch jede Gruppe hat eigene, spezifische Ängste. Pornsak Pichetshote war Redakteur und Lektor bei Vertigo Comics. Im Debüt als Autor zeigt er Rassismus, Grusel, Ausgrenzung, Monster und institutionelle Gewalt: Aisha ist Muslima und lebt mit Mann und Kind im Apartment der christlichen Schwiegermutter. Als sie im Traum – und bald auch im Gebäude – Monster sieht, beginnt ein nervöser Tanz um Notwehr, Vorwürfe, Paranoia, Terror und Fremdenfeindlichkeit, der viele Nachbarn und Aishas Freundin Medina in Dialog bringt: Wie begegnet New York People of Color, seit dem 11. September? Wie leiden US-Bürger, die ständig misstrauisch als Andere, Fremde „ge-other-ed“, ausgeschlossen werden? Welchen Mächten – politischen wie übersinnlichen – nutzt dieses „Othering„?

Die antirassistische Horror-Satire „Get Out“ gewann 2018 den Oscar fürs beste Drehbuch. Auch „Infidel“ zeigt die bürgerliche Mehrheit als größte Bedrohung: Das Monster selbst, ein Dschinn, wirkt einfallslos – und als sogar die Figuren sagen: „Nutzen wir jetzt im Ernst dieselbe Taktik wie bei ‚Ghostbusters‘?“ wird klar, dass Atmosphäre, Politisches hier mehr zählen als ein besonders origineller, schnittiger Frau-im-Mietshaus-gegen-Wesen-Plot. Es gibt zu viele und zu flache Figuren, konstruierte Wendungen. Vieles verheddert sich: Die geplante TV-Version muss besser werden!

Trotzdem: Wie vielen Frauen of Color, wie vielen Muslimas geben Comics Raum? Auch Matt Ruffs Roman „Lovecraft Country“ verknüpfte 2018 Horror und Ausgrenzung, Rassismus. Eine riesiges Feld – das hoffentlich auch Pichetshote weiter bearbeitet. Talent und Potenzial? Massig, schon hier!

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17. Runaways

Autorin: Rainbow Rowell, Zeichner: meist Kris Anka

Marvel Comics, seit September 2017.

15+ Hefte in 3+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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Sechs Jugendliche sehen sich einmal im Jahr. Weil die Eltern Charity-Projekte leiten? Nein: In Wahrheit sind sie heimliche Superschurken; und gemeinsam flüchten die sechs Kinder (und ein Dinosaurier) als Helden-Clique „Runaways“ vor Familie, Behörden und Aliens quer durch die Marvel-Welt. Brian K. Vaughan („Saga“) erfand die Reihe 2004; eine TV-Serie startete 2017. Der Comic-Neustart fragt recht einsteigerfreundlich: Wie prägen Intrigen, Unterwegs-Sein, Misstrauen, Traumata eine Gruppe? Wie geht Erwachsenwerden ohne Eltern-Rückhalt? Jugendbuchautorin Rainbow Rowell lässt sich alle Zeit für Sinnsuche, „Teen Angst“, Kameraderie – tiefer, langsamer, psychologischer, witziger und oft viel origineller als andere Marvel-Reihen. Meist hängen die Ausreißer lustlos auf dem Sofa. Besonders im schlaffen Band 2: viel unnötiges Jammern, Schmollen.

Junge Helden-Teams („Young Avengers“, „Teen Titans“, aktuell die schmissigen „West Coast Avengers“) wollen Jugendlichkeit, Jungsein oft feiern, loben. „Runaways“ zeigt vor allem, wie naiv, schlecht ausgebildet, misstrauisch und aus der Zeit gefallen die „Runaways“-Notgemeinschaft mit den Jahren wird: In ständiger Todesangst fasst man selten schärfste Gedanken. Oder lernt, gesunde Beziehungen zu führen. Der Comic wird zum Sammelbecken für beschädigte Figuren – und zur Einladung an beschädigte Leser*innen: voller Wortwitz und Sarkasmus.

Ob Rowell hier nur seufzen will: „Erwachsenwerden heißt oft: ein Schritt vor, zwei Schritte zurück“ oder ob die panische Ersatzfamilie bald endlich raus, los, weiter kommt, werden erst folgende Bände zeigen. Bisher machen alle sechs Runaways vor allem (lesenswert dramatische!) Fehler.

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16. Ice Cream Man

Autor: W. Maxwell Prince, Zeichner: Martin Morazzo.

Image Comics, seit Januar 2018.

8+ Hefte in 2+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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„Geschichten aus der Schattenwelt“ (1984), „American Gothic“ (1995), Stephen Kings Novellen: US-Horror bleibt oft putzig moralisch, reaktionär. Naive Lehrstücke mit Lektionen wie „Hochmut kommt vor dem Fall“, die ich mit 12, 13, 14 erwachsen fand. „Ice Cream Man“ erzählt in jedem Heft eine solche Grusel-Kurzgeschichte – abgedroschen, abgeschlossen. Belohnt werden meist die selben biederen Normen, auf die Grimms Märchen weisen: Die Dicken sterben an Völlerei. Jeder kriegt seine Rechnung. So schnell kann’s gehen, ja ja. Dass „Ice Cream Man“ trotzdem viel bösen Spaß macht, liegt an den trashigen Zeichnungen von Martin Morazzo. Den abwechslungsreichen (doch immer abgeschmackten) Plots und Twists. Und einer Mythologie, die sich nur langsam zeigt: Wer ist der Mephisto-artige Eisverkäufer mit starrem Lächeln und buntem Kühlwagen?

Kluge Horror-Comics wie „Harrow County“, „Locke & Key“ folgen unvergesslichen Figuren. Doch weil in „Ice Cream Man“ alle Opfer, Fast-Opfer, Doch-nicht-Opfer und Täter-statt-Opfer nach 20 Seiten eh bestraft, entsorgt, vergessen sind, lese ich hier keine „Schicksale“. Sondern Goldmarie-und-Pechmarie-, Die-Guten-ins-Töpfchen-die-Schlechten-ins-Kröpfchen-Gedankenspiele: Wer wird belohnt? Wer hat Gewalt und Strafe, die plötzlich in den Alltag brechen, „verdient“; wer nicht? Was sind die aktuellen Feindbilder, Prügelknaben, „acceptable targets“ im US-Horror: Um wen ist es „nicht schade“?

Ein autoritäres Weltbild. Straf- und Rachefantasien. Das genuin Gruselige an biederen US-Comics? Wessen Tode uns befriedigen, freuen sollen.

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15. Incognegro & Incognegro: Renaissance

Autor: Mat Johnson, Zeichner: Warren Pleece

Vertigo/DC Comics (Incognegro: 2008) und Berger Books/Dark Horse Comics (Renaissance: 2018)

Zwei abgeschlossene Geschichten mit je ca. 120 Seiten, beides erst in je 5 Heften erschienen, dann als Sammelband.

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Zwei Krimis, durch und durch: Wer „Incognegro“ und die Vorgeschichte „Incognegro: Renaissance“ als Historien- und Dokumentar-Comic über Rassismus in den 1920er Jahren liest, behält Lücken. Zu lustvoll, melodramatisch, konstruiert dreht sich hier alles um Verdächtige, falsche Fährten und den Kampf des sarkastischen Journalisten Zane Pinchback gegen Lug, Trug, Vorurteile: Genre-Kost, pointiert und überzeichnet. Autor Mat Johnson wird oft für einen Weißen gehalten; und schon 1929 schrieb die Harlem-Renaissance-Autorin Nella Lawson im Roman „Passing“ über die Preise, die hellhäutige Schwarze zahlen, sobald sie öffentlich als Weiße auftreten. Im (passablen) „Incognegro: Renaissance“ hilft Zane einer schwarzen Aufsteigerin, deren „Passing“ in der Film- und Literaturszene Erpressungen provoziert.

Im (besseren, doch oft leichtfertig brutalen) „Incognegro“ nutzt Pinchback sein eigenes „Passing“, um in die Südstaaten zu reisen und als vermeintlich weißer Reporter Bürger bloßzustellen, die Lynchmorde bejubeln. Ich lernte zwar einiges über Segregation, Jim-Crow-Gesetze, Justiz- und Unterdrückungsmechanismen seit dem US-Bürgerkrieg… doch hätte lieber einen seriöseren Sachcomic über White Supremacy als dieses schmissige, überkonstruierte, an vielen bedrückenden Stellen plötzlich action- und plotversessene Katz-und-Maus-Spiel.

Flotte Sprüche, böse Wendungen, coole Helden: Als Unterhaltung mit großem Herz und emanzipatorischem Anliegen machen beide Bände Vieles viel, viel richtiger als andere Krimis. Als Lehrstücke zu Rassismus und Lynchmorden bleiben sie zu grell, oberflächlich.

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14. Crowded

Autor: Christopher Sebela, Zeichner*in: Ro Stein

Image Comics, seit August 2018.

4+ Hefte; alle 6 Hefte erscheint ein Sammelband: wird fortgesetzt.

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Frauen mit Abgründen, Defekten, gehetzt durch eine bitterböse Welt. 2014, in Christopher Sebelas Himalaya-Thriller „High Crimes“, verfranste sich eine drogensüchtige Bergführerin in Schluchten und Selbsthass. „Crowded“ (Arbeitstitel: „Crowdfundead“) folgt zwei störrischen, verschlossenen Frauen – ebenfalls auf der Flucht vor Killern: Die eitle Charlie hält sich via „Gig Economy“ über Wasser: Über Apps kann man ihr Auto, Bett oder ihre Zeit als zum Beispiel Dogwalkerin buchen. Als immer mehr Passanten plötzlich versuchen, sie zu töten, wird klar: Bekannte, „Freunde“, Familie sammelten Kopfgeld, online, oft anonym. Wer Charlie tötet, erhält eine Million Dollar. Solche Mordkampagnen liefen bislang vor allem für Politiker. Vida, Personenschützerin mit schlechter Online-Wertung, muss wissen: Was tat Charlie (aufmüpfig, unzuverlässig), um so gehasst zu werden?

2015 überzeugte der Social-Media-Satire-Comic „Prez“. „Crowded“ zeigt im selben bitter-überdrehten Ton, wie Frauen unter Wertungs-Terror, Shitstorms, dauernder Verfügbarkeit, Kapitalismus leiden. Die Streits zwischen Vida (lesbisch, wortkarg, mürrisch, pragmatisch) und Charlie (egoman wie Lena Dunham in „Girls“ oder Bryan Lee O’Malleys fiese Influencerin „Snotgirl“) haben Biss, und nach fünf Heften bin ich froh, dass Sebela noch weitere Kapitel, Sammelbände plant. Eine sarkastische Reihe – doch niemals zynisch, plump technik- oder menschenfeindlich.

Eine Welt, die sofort jeden abstraft, der laut ist oder irritiert: „Crowded“ ist kritisch wie „Black Mirror“ – doch hat mehr Farbe, Tempo, Wortwitz. Lässt sich das über 12 oder 18 Hefte hinweg halten?

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13. Unerschrocken: 15 Porträts außergewöhnlicher Frauen (2 Bände, je 15 Porträts)

Autorin und Zeichnerin: Penelope Bagieu

Gallimard, 2016 und 2017. Deutsch bei Reprodukt, 2017 und 18.144 Seiten (Band 1), 168 Seiten (Band 2), abgeschlossen.

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Kaum Bildfolgen, Sequenzen. Keine Sprechblasen. Immer jeweils nur ein Frauenleben, erzählt auf fünf bis sieben Seiten, mit sechs bis neun Bildern pro Seite – oben immer Fließ-, Erklärtext, darunter eine simple Illustration. Als Fazit jeweils noch eine vielfarbige, prächtige Doppelseite, die jede Frau in ihrem Element, ihrer Lebenswelt feiert. „Unerschrocken“ begann als grafische Erklär-Kolumne auf der Website von Le Monde Diplomatique: Bagieu stellt Pionierinnen vor wie Mae Jemison – die erste schwarze Frau im All –, Agnodyce – Gynäkologin im antiken Athen – oder Christine Jorgensen, trans Frau und Star ab 1953. Fast jede Geschichte endet als Triumph: „Unerschrocken“ inspiriert, beflügelt, macht Mut. Viele dunkle Momente, Rückschläge und einige z.B. blutrünstige Kaiserinnen, Kriegsherrinnen, Partisaninnen sorgen für Abwechslung.

Ich zögere, die (leider auf glanzlosem, recht gelbstichig-trübem Papier gedruckten) Bände „Comics“ zu nennen: Präzise, endlos interessante Erklär-Textchen und -Bildchen, schwungvoll gezeichnet, über Frauen, die jedes Kind kennen sollte. Bekannt sind u.a. die Forscherin, Tierrechts-Aktivistin und Autistin Temple Grandin. Die lesbische Autorin Tove Jansson, Erfinderin der „Mumins“. Oder Kunstsammlerin Peggy Guggenheim – über deren Kämpfe, Konflikte ich bisher nichts wusste. Bitte unbedingt googeln: Sonita Alizadeh. Jesselyn Radack. Leymah Gbowee.

Absurd, welche Vorurteile, Hürden, welches Unrecht Frauen vor 200 Jahren ausgrenzte, bremste. Oder vor 70 Jahren. Oder heute!

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12. Days of Hate

Autor: Ales Kot, Zeichner: Danijel Zezelj

Image Comics, Januar 2018 bis Januar 2019.

12 Hefte in 2 Sammelbänden, davon 11 bereits erschienen; danach abgeschlossen.

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„Solche Comics sind Hilferufe: Der Autor braucht Therapie“, spottet ein Nicht-Fan über „Days of Hate“. Ich las bisher alle Reihen von Ales Kot. Sie wirkten hochpolitisch, ambitioniert, voll literarischer Bezüge, doch dabei freudlos, nihilistisch: rechthaberische Polit- und Politikverdrossenheits-Essays, erzählt als tiefgraue Comic-Thriller. „Days of Hate“ zeigt ein Ex-Liebespaar in einem dystopischen Amerika, 2022. Amanda führt Krieg gegen die Regierung. Huan, ihre Exfrau, hilft dem Geheimdienst, Amanda zu stellen. Sind die Frauen echte Gegnerinnen? Woran scheiterte die Ehe? Was erhofft sich Huan in rassistischen Verhören? Wie konnten Trumps Diskursverschiebungen die USA in vier kurzen Jahren ruinieren?

False Flags, Fake News, White Supremacy: Nach jedem Kapitel gibt Kot machtkritische Buch-, Essay- und Musiktipps. Der drückende Zeichenstil, die vielen Schatten, die schon in ähnlich hoffnungslosen, tollen Polit-Reihen wie „DMZ“ und „The Massive“ überzeugten, passen zum erwachsenen, doch oft belehrenden Ton. Zwei verletzte, hoch gebildete Frauen und mehrere Unterdrücker, Agenten debattieren wie in Sartres „Geschlossene Gesellschaft“. Das Weltbild (und den Insider-Jargon) kenne ich aus Oliver Stones Verschwörungsthrillern der 90er.

Vor 25 Jahren fragten Linke der Generation X, was Widerstand bedeutet. Ales Kot (32, Generation Y) stellt die selben Fragen, im selben Look. Kritik an der Brave New World, im Ton der guten alten (90er-)Zeit.

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11. Mr. Miracle

Autor: Tom King, Zeichner: Mitch Gerads

DC Comics, August 2017 bis November 2018.

12 Hefte in 2 Sammelbänden, abgeschlossen.

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Vor einem Jahr, nach fünf (von zwölf) Heften/Kapiteln, stürmte „Mister Miracle“ viele Beste-Comics-2017-Listen als clever-wirres Weltraum-Rätsel. Ich bleibe unsicher, wie klug der toll gezeichnete und inszenierte Comic wirklich von Gehirnwäsche, Palastintrigen, „Mindfucks“ unter Höllengöttern erzählt: Despot Darkseid knechtet den Fabrik-Planeten Apokolips. Im Krieg gegen das aseptische New Genesis wird Frieden erst möglich, indem Darkseid und Patriarchen-Gott Highfather Söhne tauschen. So wächst Scott Free in Darkseids Folterkammern auf, verliebt sich in die „Female Fury“ Big Barda und flüchtet als Entfesslungskünstler „Mister Miracle“ zur Erde – alles erzählt ab 1971, in Jack Kirbys „New Gods“-Comics. Barda und Scott leben als junges, traumatisiertes Paar in LA. Ist seine Kindheit Gund für Scotts plötzlichen Suizidversch? Steckt Darkseid dahinter?

In vielen Mainstream-Comics ist das Power-Couple Scott und Barda Teil der Justice League. Für Autor Michael Chabon war Barda (dominant, souverän, wuchtiger als ihr Partner) eine prägende Sehnsuchts-Frau. Trotz Jack Kirbys pompöser, fast biblischer Mythologie sind die Eheleute zugänglich, plausibel, sympathisch. Nach 12 Ausgaben Geraune, Rätsel, Andeutungen, bleibt von „Mister Miracle“ kein (richtig stimmiger) Brainfuck-Plot: King ging es offenbar viel mehr um (oft: profane) Widersprüchlichkeiten einer modernen Partnerschaft ab 30 – skurril verfremdet.

Götter und Ausklapp-Sofas: „Mister Miracle“ fragt, wie Menschen die Verletzungen ihrer Kindheit in die Ehe tragen – und sie überwinden. Als Autor von „Batman“ liebt Tom King Halbgares, Stream-of-Consciousness-Gestammel. Auch hier bleibt vieles offen. Doch Scott und Barda rühren, leuchten!

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10. Shimanami Tasogare

geschrieben und gezeichnet trans Zeichner*x Yuhki Kamatani

Shogakukan, März 2015 bis Mai 2018.

21 Kapitel in vier Sammelbänden, abgeschlossen.

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Eine marode Kleinstadt am Meer. Eine Teestube als sanfter Rückzugsort: Safe Space. Und Tasuku, etwa 15 Jahre alt, der jedes Wochenende mit den neuen Lounge-Bekannten verlassene Häuser renoviert, bezahlt mit staatlichen Fördermitteln: Yuhki Kamatani sagt nicht, welches Geschlecht sie oder er hat – nur, dass ihm oder ihr als Kind das falsche Geschlecht zugewiesen wurde. Ihr oder sein Manga zeigt unter anderem eine nonbinary Figur, die weder „er“ noch „sie“ genannt werden will (und asexuell ist). Einen Crossdresser, etwa 12, der Mädchenhaftes liebt. Ein lesbisches Paar, das heiraten will. Und den älteren Tchaiko, dessen Lebenspartner im Sterben liegt. Alle Figuren fragen in ruhigen, klugen Gesprächen: Wie hängen Begehren, Queerness, Selbstverständnis und Identität zusammen?

Fast alle „Boy’s Love“-Mangas führen klischeehafte Männer-Paare für Hetero-Fans vor: sexistische Klischees wie „Der starke, größere Partner penetriert den zarten, weibischen“. Mit jenem Kitsch-und-Klischee-Erotik-Genre hat „Shimanami Tasogare“ nichts zu tun. Ein respektvolles Erklär- und Alltags-Drama ohne Exotisierung. Nur der Abschluss des auf Deutsch noch nicht erhältlichen Geheimtipps kommt viel zu abrupt: Ich hätte gern noch jahrelang verfolgt, wie sich die respektvollen Figuren gegenseitig fördern, stützen und herausfordern.

Je mehr wir über Identitäten, Sexualitäten sprechen, desto klarer wird, dass wir noch viel, viel mehr erklären und verstehen müssen. Erklär-Mangas geben bei vielen Themen Hilfestellung. Hier fließt alles so klug, entspannt, präzise – das muss in (Schul-)Bibliotheken!

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09. Der Umfall

Autor und Zeichner: Mikael Ross

Avant Verlag, 2018.

128 Seiten, abgeschlossen.

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Eine evangelische Stiftung in Niedersachsen, das inklusive Dorf Neuerkerode, gibt einen Promo- und PR-Comic in Auftrag (uff!). Ein Cartoonist, der Körper gern cartoon- und lachhaft überzeichnet, zeigt Figuren mit Behinderung (hmpf!). Hauptfigur Noel, herzig, pummelig, Anfang 20, muss zur betreuten Wohngruppe aufs platte Land, weil die Mutter einen „Umfall“ hatte, leblos im Bad lag… doch plant den wilden Roadtrip heim nach Berlin (oje!). „Mutig“ sind die kurzen, oft tragikomischen Anekdoten aus dem Heim-Alltag nicht, weil Künstler Mikael Ross Neues ausprobiert, sondern, weil er überraschend warmherzig, souverän, respektvoll zeigt, dass auch auf ausgetretenen Pfaden Raum ist für Figuren mit Behinderung, würde- und humorvoll porträtiert. Furchtbar gut gemeint. Doch, Überraschung: tatsächlich auch furchtbar gut gemacht!

Ein Spielfilm über das Dorf (und unter anderem die T4-Morde bis 1945) wäre schnell verkitscht, artifiziell. Als Roman bräuchten Ross‘ Nuancen, Ambivalenzen viel mehr Umschreibung. Und eine TV-Doku wirkt schon nach drei, vier Jahren gestrig. „Der Umfall“ gelingt – doch wiederholt ein Muster: Hauptfiguren mit geistiger Behinderung erleben oft größte Schläge. Hören immerzu, wie viel sie nicht dürfen, können, niemals erreichen. Dann weinen sie, schlagen kurz über die Stränge, und ein bittersüßes Ende zeigt: Das Leben geht weiter.

Wie Menschen, alert genug, um zu verstehen, dass ihnen dauernd Teilhabe, Normalität verweigert wird, mit dieser Dauer-Frustration umgehen, ohne, zu verbittern oder täglich zu platzen? Das fragt der immens lesenswerte Comic zwar. Eine Antwort hat das bittersüße Klischee-Ende nicht.

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08. Saga

Autor: Brian K. Vaughan, Zeichnerin: Fiona Staples

Image Comics, seit März 2012.

54+ Hefte in 9+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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Ein Ehepaar, ihre Tochter und viele (oft wechselnde oder sterbende) Verbündete auf der Flucht – gejagt von Kopfgeldjäger*innen, Geheimdiensten und den Heeren zweier Mächte: Alana war Soldatin der Landfall-Allianz. Marko stammt vom Mond Wreath. Ihr Kind Hazel gilt als biologische Unmöglichkeit, und seit 2012 erzählten 54 Hefte/Kapitel von Gewalt, Familie (und Wahlfamilien, Solidarität), dem Glück (und manchmal Trauma), Eltern zu sein und dem Trauma (und manchmal Glück), Kind zu sein. Jedes Heft überrumpelt auf Seite 1 mit absurden neuen Settings und Figuren. Jedes Heft endet mit einem „Da staunt ihr!“-Twist. Brian K. Vaughan benutzt immer gleiche, oft eitle Kunstgriffe: Gefühlsachterbahnen. Dramatic Irony. Überraschender Verrat. Überraschende Versöhnung. So toll Fiona Staples‘ Gestalten und Design sind: „Saga“ wirkt sehr kalkuliert.

Toll darum, dass nach neun Sammelbänden (und etwa der Hälfte der geplanten Geschichte) ein radikaler Einschnitt zeigt: Vieles, das in den letzten Jahren geschah, kann nach 2018 unmöglich weiter aufgekocht, variiert werden. Die Karten liegen plötzlich anders.

„Saga“ ist verlässlich einer der anspruchsvollsten, (verkrampft) originellsten und mainstream-tauglichsten Erwachsenencomics, Jahr für Jahr. Mit Band 9 beweist Vaughan, dass er keine Masche, kein Strickmuster perfektioniert – sondern sich Anfang, Mitte und (in fünf Jahren?) Ende deutlich unterscheiden. Was in Band 6, 7, 8 mitunter wie Leerlauf, Wassertreten wirkte, liegt jetzt in einem neuen Licht. Ein guter Punkt, um einzusteigen!

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07. Go Go Power Rangers

Autor: Ryan Parrott, Zeichner: Dan Mora; später Eleonora Carlini

Boom! Studios, seit Juli 2017.

14+ Hefte in 3+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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Alien Zordon leiht fünf Teenagern aus Angel Grove, Kalifornien, Kräfte (und Dinosaurier-Roboter), um eine böse Hexe auf dem Mond zu stoppen: Rita Repulsa. Die billige TV-Serie ab 1993 – als Rahmenhandlung: fade US-Teens im Jugendzentrum; dazwischen Monster-Kämpfe, aus der japanischen „Super Sentai“-Reihe importiert – zeigte mir damals nur, dass ich mit 11, 12 fadem Kinder-TV entwuchs. Ein 25 Jahre altes Trash-Franchise, für das mir jede Nostalgie, fast alle Kenntnisse fehlen. Doch eine Menge aktueller US-Comics (besonders bei Dark Horse, IDW und Boom) setzen Kinder- oder 90er-Erfolge komplexer, erwachsener neu fort: 2018 erhielten unter anderem neue Comics zu „Turtles“, „Transformers“, „Xena“, „Der dunkle Kristall“ exzellente Kritiken.

„Go Go Power Rangers“ gibt fünf, sechs Hauptfiguren viel Zeit: Die Reihe spielt kurz nach Folge 1 der Serie. Die Teenager hadern mit ihren Rollen, Kräften und Geheimnissen. Dass alle sprechen wie 2018, und nur ihr Jugendzentrum aussieht wie 1993? Dass ich nicht weiß, was aus Zordon oder Rita wird? Und dass ein anderer, paralleler Comic, Kyle Higgins‘ „Power Rangers“, noch mehr (viel kompliziertere) Zusatz- und Drumherum-Geschichten erzählt? Egal! Kein Fan- und Vorwissen sind nötig: Alles erklärt sich zwanglos und elegant nebenbei.

Ein Comic, an dem alles schreit „zweitrangig, nebensächlich“ beweist, dass auch fadenscheinige, lieblose Konzepte strahlen können – sobald Figuren Raum kriegen für Witz, Ideen, Verletzlichkeit.

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06. Girlsplaining; Der Ursprung der Welt; Der Ursprung der Liebe

Katja Klengel (Autorin und Zeichnerin), Reprodukt Verlag.

160 Seiten, 2018. („Girlsplaining“)

Liv Strömquist (Autorin und Zeichnerin), Avant Verlag.

(„Welt“: 140 Seiten, 2017. „Liebe“: 136 Seiten, 2018.)

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Eine Kulturgeschichte der Vulva: Wie deuteten, straften, stigmatisierten Männer weibliche Lust, Menstruation, den Körper? („Der Ursprung der Welt“) Und eine Kulturgeschichte der Idee, dass Frauen besondere Erfüllung finden, indem sie sich einem Partner unterwerfen („Der Ursprung der Liebe“: straffer, pointierter, doch etwas flacher). Feministin und Kulturwissenschaftlerin Liv Strömquist spricht in zwei Schwarzweiß-Erklär-Comics mit oft polemischem, überlangem Text und meist arg simplen, bewusst dilettantischen Zeichnungen im Punk- und Fanzine-Look über Statistiken, Denkfehler, kollektive Urteile. Bücher, die jeder Mensch ab 13 mit Gewinn lesen wird. Kurz nerven die Krakelschrift, die Textwüsten, der plump rotzige Jargon. Zu oft sind Strömquists Montagen so einladend, ansehnlich wie PowerPoint. Trotzdem: ein Muss!

Kürzer, witziger erklärt Katja Klengel, geboren 1988 in Jena, wie starke Frauenfiguren wie Sailor Moon, Buffy, Prinzessin Fantaghirò sie in den 90ern inspirierten. Wie „Sex & the City“ sie hingegegen hemmte und frustrierte. Das Stigma Körperbehaarung. Rosarotes Mädchen-Spielzeug. Die Standard-Themen feministischer Kolumnen – super-liebevoll und -gewitzt illustriert. Kein Buch stimmte mich 2018 fröhlicher: Ein fast perfekter Verschenk- und Einstiegs-Tipp, zugänglich, sympathisch!

Als Texte ohne Bilder wäre Strömquist recht glanzlos, trocken – und Klengel viel zu karg. Erst all die albernen, verspielten Illustrationen schaffen Sog und Ausgleich: Feministische Essays, die einladen, Welt neu und kritischer zu sehen.

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05. Eine Schwester

Autor und Zeichner: Bastien Vivès

Casterman, 2017. Deutsch bei Reprodukt, 2018.

216 Seiten, abgeschlossen.

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Geht das nur in Frankreich – als eleganter Comic, der nur die nötigsten Umrisse zeigt? Oft sogar Blick und Augen der Figuren ausspart? Antoine ist 13, zeichnet Pokémon und schlägt mit seiner jüngeren Schwester am Strand und im Ferienhaus Zeit tot. Dann wird die 16-jährige Hélène, Tochter einer Freundin der Eltern, für ihn zur Mentorin, Vertrauten und „Schwester“. Vivès zarte, kluge Ferien-Episode wäre noch besser, würde sogar noch mehr fehlen: Das nächtliche Wettschwimmen mit melodramatischer Pointe. Die Erektion des 13-Jährigen in einer Dusch-Szene. Nicht-sehr-subtile Psychologisierungen zur Frage, was „Kind“, „Schwester“, „Zuwachs“ etc. für alle Figuren bedeuten. Originell ist nichts an dieser Geschichte – oder ihren Motiven. Manches wirkt so reißbretthaft wie eine Familienaufstellung.

Doch so, wie ich bei Vivès‘ Tanzhochschul-Comic „Polina“ (2011) noch Jahre später Räume, Körper, Choreografien erinnere und weiß: deutlicher, markanter hat mir niemand je dieses Milieu vermittelt… denke ich bei „Eine Schwester“: Respekt! Das sind Bilder und Figuren, die lange nachklingen. Für die 216 Seiten braucht man keine 30 Minuten. Alle kurzen Dialoge, spärlichen Bilder, skizzierten Zimmer, Wege, Beziehungen bleiben, nüchtern betrachtet, supervage, karg und offen. Die Kunst des Weglassens. Leerstellen, die faszinieren.

Weniger ist selten mehr. Doch selten ist so wenig… so wunderbar viel. Eine zeitlose Coming-of-Age-, Initiations-Geschichte, in der jeder Strich und jede Silbe zählen.

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04. Kingdom

Autor und Zeichner: Jon McNaught

Nobrow Press, 2018.

112 Seiten, abgeschlossen.

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1931 erschien R.C. Sherriffs „Septemberglück“: ein gemütvoller, stiller Roman über britische Kleinbürger mit fast erwachsenen Kindern, die zwei Wochen in einem Kurort sitzen – sobald es kühler wird und die Pension erschwinglich. Dieser Klassiker ist keine Satire über Spießer, und auch kein Versuch, oft heikle, trostlose Ferien und murksige Entscheidungen von Familien, denen Geld und Bildung fehlt, zu beschönigen. Jon McNaught, Illustrator (33), schafft die fast selbe Atmosphäre, in wenigen Farben und der flächigen Fehldruck-Optik von Risografien. Eine alleinerziehende Mutter, ihr Sohn (etwa 15 Jahre alt) und die kleine Schwester im Containerdorf am Meer. Ein totes Schaf in den Dünen. Eine Spielhalle am Rasthof. Der melancholische Besuch bei einer Tante. The seaside town that they forgot to close down…

McNaughts Illustrationen passen auf Buchcover oder zum „New Yorker“: retro, flächig – meist simple Spiele mit Licht, Schatten, Silhouetten, Negative Space. Die Puppengesichter, Knopfaugen der Figuren wirken schlicht – die Emotionen sind es nicht: Ein Buch über Schönheit, Schäbigkeit, Melancholie und kleines Glück, in dem jede Szene mit großflächigen Zeichnungen beginnt… doch bald schon kurze, leise Dialoge, Blicke, kleine Wendungen in immer engere, beklemmendere Panels stampft. Comic-Star Chris Ware erzählt ähnlich – und empfiehlt und fördert McNaught.

„Man braucht eben kaum Plot, wenn das Design überzeugt!“, denke ich beim Blättern. Und dann wieder: „Man braucht eben kein eitles, bombastisches Design – bei einem so simplen, zeitlosen, starken Plot.“ Ein Kleinod!

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03. Space Brothers

Autor und Zeichner: Chuya Koyama

Kodansha, seit Ende 2007.

327+ Kapitel in 34+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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Große Männer – als kleine Geister: Wer Branchen zeigt, in denen Pathos und Elite zählen (Medizin, Sport, Politik, Militär), stellt Profis oft als Ausnahme- oder Übermenschen dar. Oder ruft besonders hämisch: „Kuckt. Die kochen nur mit Wasser!“ Ingenieur und Autodesigner Mutta, Anfang 30, steht im Schatten des jüngeren Hibito: dem ersten Japaner, der 2025 für eine NASA-Mondlandung im Gespräch ist. Mutta hat Gespür für Stimmungen, Ambivalenzen. Doch im Versuch, taktisch raffiniert aufzutreten, macht er sich oft zum Trottel. Eignungs-Verhöre, Budget-Debatten, Assessment Centers, lustvolles Improvisieren… „Space Brothers“ zeigt Druck und Ethos bei der NASA. Viel Navigieren mit Vorgesetzten und Kollegen. Und, je näher die Brüder dem All kommen: das Wissen, dass jeder Fehltritt die Karriere kosten kann – und Menschenleben.

Ein Manga für berufstätige Männer… der Frauen wenig Raum bietet. Die einfältige, plumpe Mutter. Die 15-jährige russische Tänzerin Olga, verliebt in Hibito. Ein afroamerikanischer Astronaut wird als Gorilla vermarktet – ohne, dass sich jemand am Rassismus stößt. Vieles wird nur langsam, über Jahre hinweg enthüllt oder präzisiert. Dann aber: toll kitsch-, pathos-, und patriotismusfrei. Deshalb vertraue ich auch bei Misstönen wie Olga oder dem Gorilla-Vergleich auf die Zeit: Vieles, das „Space Brothers“ nur kurz streift, wirkt halbgar, skurril. Später wird es en detail erklärt – und stimmig.

Mutta ist ein Unikat (und Tölpel). Ich liebe, diesem Mann beim Entscheiden zuzusehen – in einer akribisch recherchierten, glaubwürdigen Erzählwelt. Ingenieurskunst, Gruppendynamik, Lern- und Organisationspsychologie – statt plump gefeiertes Heldentum.

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02. Drei Wege

Autorin und Zeichnerin: Julia Zeijn

Avant Verlag, 2018.

184 Seiten, abgeschlossen.

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100 Jahre Frauenwahlrecht: 1918 wird Ida (18) Hausmädchen einer bürgerlichen Familie, lernt Radfahren, stellt Weichen fürs Leben. 1968 will Marlies (18) eine Ausbildung im Buchhandel – obwohl sie eh bald unter die Haube soll. 2018, nach dem Abitur, schaut Selin (18) auf ihre Mutter (Influencerin und Öko-Bloggerin) und die ambitionierte beste Freundin (Studium in den USA) – und muss abwägen, wie viel Ruhe oder Sinnsuche sie sich noch leistet. Die Bleistift-Zeichnungen, vermeintlich kindlich, strotzen vor Berlin-Details und den Spezifika historischer Milieus. Statt vieler Farben liegt nur je ein Filter über jedem Erzählstrang. Ida: blasses Gelb; Marlies: Altrosa; Selin: kühles Blau, wie LCD-Screens. In einigen Montagen, Stadtansichten stehen Filter und Zeiten wie Mosaiksteine nebeneinander: Drei Frauen radeln zu drei Zeiten durch die selbe Straße, in einem Bild.

10, 20 Seiten mehr pro Handlungsstrang – und die vielen Nebenfiguren hätten Tiefe. Mich begeistert, dass ein deutschsprachiger Comic auf Weltniveau erzählt – nicht durch gefällig kunstfertige Zeichnungen oder hochdramatische Themen. Sondern, weil Zeijn drei Frauen und ihre Welt erkennbar liebt, versteht, grandios effektiv vermittelt. Schon Barabra Yelins Comics („Irmina“, „Der Sommer ihres Lebens“) machten Spaß – wirken aber oft recht lehrstückhaft, von-oben-herab. „Die arme Frau: Opfer ihrer Zeit und Umstände!“

„Drei Wege“ ist optimistischer. Viel mehr am Individuum interessiert als am „Typus“, „Fallbeispiel“. Hätten alle Figuren so viel Tiefe, wäre das mein Buch des Jahres.

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01. Vinland Saga

Autor und Zeichner: Makoto Yukimura

Kodansha, seit Juli 2005.

155+ Kapitel in 21+ Sammelbänden, wird fortgesetzt.

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Ein brutales Wikinger-Epos – über Pazifismus: Thorfinn Karlsefni, Bauernkind auf Island, erlebt, wie sein oft nachgiebiger, konfliktscheuer Vater von Söldner-Hauptmann Askeladd betrogen wird. Thorfinn weiß nicht, wer den Mord in Auftrag gab, versteckt sich auf Askeladds Schiff und wird im Gefolge erwachsen: Askeladd verspricht, sich einem ehrenvollen Duell zu stellen, sobald sich Thorfinn als Messerstecher und Kampfmaschine bewährt. Der akribisch recherchierte, prachtvolle Historien-Manga startete 2007 in einem Magazin für Schuljungs: Kapitel 1 wirkt, als wolle es nur List und Kaltschnäuzigkeit übermenschlich schneller Super-Vikinger feiern. Doch ab Band 3 lässt der Plot keine Zweifel: Gewalt löst nichts. Alle (oft: historisch verbürgten) Figuren, die in Skandinavien und England intrigieren, kämpfen, Krieg führen, haben seelische Schäden – und tragen sie immer weiter.

Seit Band 15, als Thorfinn Vertraute findet, Verantwortung für Schwächere übernimmt, wird das Epos bunter, launiger. Trotzdem hat jeder Konflikt auf allen Seiten nur Verlierer – und kluge Perspektivwechsel und Dialoge zeigen, warum Konzepte wie „Mitleid“, „Atheismus“, „Demokratie“, „Gewaltfreiheit“ im frühen elften Jahrhundert, zur Zeit Leif Eriksons, nicht greifen: Eine Geistes- und Mentalitätsgeschichte aller Mitglieder der Ständegesellschaft. Duelle, Allianzen und Survival-Drama wie in „The Walking Dead“. Nur eben: warmherziger. Getragen von Idealen!

Mittelalter-Kitsch liebt alte Rollenbilder. Das Recht das Stärkeren. Der wohlige Grusel, dass jede tapfere Magd oder „zu stolze“ Leibeigene jederzeit „geschändet“ werden kann. „Vinland Saga“ zeigt komplexe Männer und Frauen – die in einer komplexen Welt maximal klug, moralisch handeln wollen.

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Die besten Bücher 2019: erste Favoriten und Empfehlungen [Buchtipps, Romane]

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bereits gelesen, Empfehlung:

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BARBARA PYM: „Vortreffliche Frauen“, Dumont, 14. Juni

„Im London der späten 40er Jahre gilt eine ledige Frau über 30 als alte Jungfer. Mildred, eine etwas farblose Dame ohne feste Bindungen, wuchs als Pfarrerstochter auf, arbeitet für eine Hilfsorganisation und engagiert sich in der Kirchengemeinde. Alles verläuft in ruhigen Bahnen, bis neue Nachbarn einziehen: eine attraktive Anthropologin und ein charmanter Marineoffizier. Das Paar stellt Mildreds Leben auf den Kopf. Nicht nur ist man dem Alkohol zugeneigt, es werden Dinge beim Namen genannt, die eine Lady lieber verschweigt. Vor allem aber wird Mildred wiederholt in Ehezwiste hineingezogen. Als sich schließlich der Pfarrer in ein neues Gemeindemitglied verliebt und Mildred um Hilfe bittet, wird es ihr zu viel: Mit einem Mal entdeckt die stets nützliche Mildred ihre eigenen Bedürfnisse und hat am Ende tatsächlich die Wahl zwischen zwei Männern. Legt sie als treusorgende Gattin des Wissenschaftlers fortan Sachverzeichnisse an, entscheidet sie sich für den Pfarrer oder verzichtet sie gar auf beide?“ [mehr: Goodreads]

Ein täuschend freundliches, doch nie betuliches oder verharmlosendes Portrait einer Frau, von der Männer denken: „Selbstverständlich, dass so eine uns zuhört. Zuarbeitet. Entgegen kommt.“

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angelesen und gemocht:

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KENT HARUF: „Abendrot“, Diogenes, 23. Januar

„Eine Kleinstadt in Colorado: Alle sind bemüht, dem Leben einen Sinn abzutrotzen. Zwei alte Viehzüchter müssen den Wegzug ihrer Ziehtochter verkraften. Ein Ehepaar kämpft ums schiere Überleben – und um die Kinder, die man ihnen wegnehmen will. Zwei Teenager sehnen sich nach Abenteuern. Doch dann gerät das Leben aller komplett aus den Fugen – und sie begegnen einander neu.“ [mehr: Goodreads]

Ich las und mochte Band 1.

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MARTA BREEN: „Rebellische Frauen – Women in Battle. 150 Jahre Kampf für Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit“, Elisabeth Sandmann Verlag, 11. Februar

„Der Kampf ums Wahlrecht war zugleich der Kampf dafür, als vernünftige, rational denkende Menschen wahrgenommen zu werden. Frauen kämpfen seit über 150 Jahren für wirtschaftliche Unabhängigkeit, Bildung, Beruf und für das Recht über den eigenen Körper und das Recht, zu leben und zu lieben, wen man will. Neben Rosa Luxemburg, Emmeline Pankhurst und Malala Yousafzai werden auch weniger bekannte Protagonistinnen der Frauenbewegung portraitiert.“ [mehr: Goodreads]

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JORGE BARON BIZA: „Die Wüste und ihr Samen“, Suhrkamp, 11. Februar

„Beim Unterschreiben der Scheidungspapiere schüttet der Vater der Mutter Säure ins Gesicht. Der gemeinsame Sohn ist anwesend, es ist der Moment, in dem er zu erzählen beginnt. Von den hilflosen Versuchen der ersten Minuten, den Schaden zu begrenzen, von der seltsamen Erleichterung, als er erfährt, dass sich der Vater eine Kugel in den Kopf geschossen hat, von der Reise an der Seite der Mutter nach Mailand zu einem Spezialisten, von seiner ganz persönlichen Höllenfahrt durch Bars und Bordelle.“ [mehr: Goodreads]

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MARTINA BERGMANN: „Mein Leben mit Martha“, Eisele, 22. Februar

„Der literarische Bericht einer ungewöhnlichen Lebensgemeinschaft. Martina kümmert sich um Martha. Martha ist Mitte achtzig und in einer »poetischen Verfassung«. So nannte das Heinrich, der Mann, mit dem Martha fast vierzig Jahre lang zusammenlebte. Jetzt ist Heinrich tot, und Martina beschließt, sich der alten Dame anzunehmen, ohne mit ihr verwandt zu sein oder sie auch nur gut zu kennen. Oder ist es vielmehr Martha, die sich Martina ausgesucht hat? Martina Bergmann tritt in ihrem ebenso klaren wie empathischen Bericht den Gegenbeweis dafür an, dass die Betreuung eines dementen Menschen eine Bürde sein muss. Ein glänzend geschriebenes Plädoyer für das würdevolle Zusammenleben.“

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JAMES M. CAIN: „Mildred Pierce“, Arche, 26. Februar

„Kalifornien während der großen Depression. Mildred, Hausfrau und Mutter, hat alles verloren; ihr Vermögen, weil ihr Mann Bert im Immobiliengeschäft scheiterte, dann auch Bert selbst, der eine jüngere Geliebte hat. Mildred bleibt mit ihren Töchtern, der zarten Ray und der älteren Veda, einem selbstherrlichen, kaltherzigen Mädchen zurück und baut nach und nach ein Restaurant-Imperium auf… als ihr Hang zu Männern ohne Rückgrat und ihre fast toxische Liebe zur niederträchtigen Veda sie zu ruinieren drohen.“ [mehr: Goodreads]

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MIAOJIN QIU: „Aufzeichnungen eines Krokodils“, dtv, 28. Februar

„Lazi studiert in den 80er Jahren kurz nach Aufhebung des Kriegsrechts in Taipeh und liebt die ältere Shui Ling. Nach der Trennung steht ein als Mensch getarntes Krokodil vor Lazis Tür, schüchtern, doch scharfsinnig und sehr überzeugend. Das Krokodil entflammt Lazi mit einer umstürzlerischen Idee.“ [mehr: Goodreads]

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WILLIAM KENT KRUEGER: „Für eine kurze Zeit waren wir glücklich“, Piper, 1. März

„Im Sommer 1961 kommt der Tod in vielen Formen nach New Bremen. Als Unfall. Selbstmord. Und als Mord. Zusammen mit seinem kleinen Bruder Jake scheint der dreizehnjährige Frank immer am falschen Ort zu sein – oder am richtigen, schließlich liefert eine Leiche auch Stoff für gute Geschichten. Bis das Sterben auch Franks Familie heimsucht.“ [mehr: Goodreads]

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MIRIAM TOEWS: „Die Aussprache“, Hoffmann und Campe, 5. März

„Acht Frauen. 48 Stunden Zeit, die eigene Geschichte umzuschreiben. Jahrelang versuchen sie, mit dem, was geschehen ist, zurechtzukommen. Jetzt haben die Frauen einer abgeschieden lebenden [Mennoniten-]Gemeinschaft die Gelegenheit, alles anders zu machen. Und so ergreifen sie das Wort. Sollen sie bleiben oder gehen? Bleiben sie, dann müssen sie nicht nur angehört werden, sondern auch verzeihen. Gehen sie, müssen sie in einer ihnen gänzlich unbekannten Welt den Neuanfang wagen.“ [mehr: Goodreads]

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DEBORAH LEVY: „Was das Leben kostet“, Hoffmann und Campe, 5. März

„Deborah Levy ist um die 50: Sie und ihr Mann gehen getrennte Wege, die ältere Tochter zieht fort, das gemeinsame Haus gibt es nicht mehr, ihre Mutter liegt im Sterben. Levy nimmt diese schmerzhaften Einschnitte zum Anlass, von Grund auf neu über die Frage nachzudenken, was es heißt, als Frau ein sinnreiches, erfülltes, selbstbestimmtes Leben zu führen. Eine kluge Aktualisierung der Gedanken Simone de Beauvoirs.“ [mehr: Goodreads]

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ADAM SILVERA: „Was mir von dir bleibt“, Arctis, 22. März

„Freundschaft, Liebe, Verlust, Trauer, Selbstsuche: Als Griffins erste Liebe und Exfreund Theo bei einem Unfall stirbt, bricht eine Welt zusammen. Obwohl Theo aufs College nach Kalifornien gezogen war und anfing, Jackson zu daten, hatte Griffin nie daran gezweifelt, dass Theo eines Tages zu ihm zurückkehren würde. Für Griffin beginnt eine Abwärtsspirale. Er verliert sich in seinen Zwängen und selbstzerstörerischen Handlungen. Seine Geheimnisse zerreißen ihn innerlich. Sollte eine Zukunft ohne Theo für ihn überhaupt denkbar sein, muss Griffin sich zuerst seiner eigenen Geschichte stellen.“ [mehr: Goodreads]

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BETTY SMITH: „Glück am Morgen“, Insel, 9. April

„Annie liebt Carl. Carl liebt Annie. Die Achtzehnjährige verlässt heimlich die Wohnung ihrer Mutter in Brooklyn und zieht in die kleine Universitätsstadt im Mittleren Westen, wo Carl Jura studiert. Sie lassen sich gegen den Willen ihrer Eltern trauen. Sie müssen mit wenig zurechtkommen, Carl hat kaum Zeit, Annie dafür umso mehr. Doch das Leben meint es gut mit ihnen, Annie findet neue Freunde, Carl bessere Nebenjobs, Annie besucht heimlich Literaturseminare und hat erste kleine Erfolge als Schriftstellerin. Ein wunderbar leichter Roman über das große Glück, zu lieben und geliebt zu werden.“ [mehr: Goodreads]

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GABE HABASH: „Stephen Florida“, Rowohlt, 16. April

„Das Alleinsein, die Besessenheit, das Ringen und der Wunsch, Großes zu schaffen. College in North Dakota: Stephen müht sich, von Sieg zu Sieg zu eilen. Abseits der Matte gelingt ihm nichts: Sein einziger Freund ist auf dem Sprung, seine Freundin eine Ablenkung, die er sich nicht erlauben kann. Als eine Verletzung ihn zu einer Winterpause zwingt, ringt er alleine mit sich und seinen Traumata.“ [mehr: Goodreads]

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TIM WINTON, „Die Hütte des Schäfers“, Luchterhand, 8. Juni

„Ein ödes Kaff in Westaustralien: Jaxie Clackton, 15, hat Angst, nach Hause zu gehen, seit seine Mutter gestorben ist. Sein Vater bedeutet für ihn nur Ärger und Gewalt. Jaxie läuft immer Richtung Norden, in die heiße, wasserlose Salzwüste, eine tödliche Gefahr für jeden, der sich dort nicht auskennt. Am Ende seiner Kräfte stößt er auf einen einsamen alten Mann in einer verlassenen Schäferhütte, und obwohl sein Leben von ihm abhängt, weiß er nicht, ob er ihm trauen kann.“ [mehr: Goodreads]

Tim Winton schrieb mein Lieblingsbuch 2016: „Inselleben“, und Klaus Berr ist einer der besten Übersetzer, die ich kenne.

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AMI POLONSKY: „Und mittendrin ich“, cbj, 24. Juni

„Was wäre, wenn dein Äußeres das genaue Gegenteil deines Inneren wäre? Du deine Sehnsucht einfach nicht mehr länger geheim halten könntest? Würdest du den Mut haben, du selbst zu sein? Bisher machte sich [trans Mädchen] Grayson, 12, in der Schule unsichtbar. Als eine unerwartete Freundschaft und ein verständnisvoller Lehrer Grayson ermutigen, ins Rampenlicht zu treten, findet Grayson endlich einen Weg, ihre Flügel auch im wahren Leben zu entfalten.“ [mehr: Goodreads]

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GENGOROH TAGAME: „Der Mann meines Bruders“, Carlsen, 29. Januar

„Kanadier Mike Flanagan ist der hinterbliebene Ehemann von Yaichis verstorbenen Zwillingsbruder Ryoji, der als Erwachsener die Akzeptanz seiner Sexualität im Ausland suchte. Mike will mit seinem Besuch endlich die japanische Verwandschaft kennenlernen und seine Trauer teilen.“ [mehr: Goodreads]

Ich las die ersten drei Bände: Band 1 ist holprig und wirkt konstruiert. Erst nach Band 2 wusste ich: Ich will das weiter lesen.

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neu von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren:

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TAKIS WÜRGER: „Stella“, Hanser, 11. Januar

„1942. Friedrich, ein stiller junger Mann vom Genfer See, kommt nach Berlin. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt ihn mit in die geheimen Jazzclubs, trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten Kuss. Eines Morgens klopft sie an seine Tür, verletzt, mit Striemen im Gesicht: „Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt.“ Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt: Wird sie, um ihre Familie zu retten, untergetauchte Juden denunzieren? Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht – über die Entscheidung, sich selbst zu verraten oder seine Liebe.“

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BARBARA HONIGMANN: „Georg“, Hanser, 28. Januar

„Mein Vater heiratete immer dreißigjährige Frauen. [Nur] er wurde älter… Sie hießen Ruth, Litzy, das war meine Mutter, Gisela und Liselotte…“ Die private Seite einer Lebensgeschichte, die um die halbe Welt führt: Frankfurt, Odenwaldschule, Paris-London-Berlin, dazwischen Internierung in Kanada, nach der Emigration der Weg in die DDR. Und bei alldem die wiederkehrende Erfahrung: „Zu Hause Mensch und auf der Straße Jude.“ Barbara Honigmann erzählt lakonisch und witzig von ihrer deutsch-jüdisch-kommunistischen Sippe.“

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KENAH CUSANIT: „Babel“, Hanser, 28. Januar

„1913, unweit von Bagdad: Die Ausgrabung Babylons. Der Archäologe Robert Koldewey leidet schon genug unter den Ansichten seines Assistenten Buddensieg. Kenah Cusanits erster Roman ist Abenteuer- und Zeitgeschichte zugleich – klangvoll, hinreißend, klug.“

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BARBARA STENGL: „Siehst du mich?“, Europa Verlag, 1. Februar

„Nina kehrt nach St. Georgen an der Gusen im oberösterreichischen Mühlviertel zurück, um gemeinsam mit ihrer betagten Großtante Resl Totenwache zu halten: Am Sarg der Mutter will Nina endlich Klarheit über ihre Herkunft und den Vater. In Rückblenden erzählt Stengl die Biografien von Großmutter, Mutter und Tochter und legt dabei ein kaum beachtetes Kapitel der österreichischen NS-Geschichte offen.“

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PEGGY MÄDLER: „Wohin wir gehen“, Galiani, 14. Februar

„Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre: Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht verliert ihr Oben und Unten. Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Weggehen, Ankommen oder Bleiben?“

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MARKO DINIC: „Die guten Tage“, Zsolnay, 18. Februar

„Im täglich zwischen Wien und Belgrad verkehrenden „Gastarbeiter-Express“, einem Bus, rollt der Erzähler durch die ungarische Einöde. Jener Stadt entgegen, in der er aufgewachsen ist. Die Bomben, der Krieg, Miloševic, den er zuerst lieben, dann hassen gelernt hat, und der Vater, für dessen Ideologie und Opportunismus er nur noch Verachtung empfindet, hatten ihn ins Exil getrieben. Eine traumatisierte Generation, zwanzig Jahre nach dem Bombardement von Belgrad.“

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WALTER GROND: „Sommer ohne Abschied“, Haymon, 21. Februar

„Eine Kleinstadt in der Provinz, zwei Paare, ein zugezogenes, ein alteingesessenes, und ein mysteriöser Vorfall, der die Gemüter im Ort bewegt: Auf einer zweiten Ebene erzählt Grond von der tiefsitzenden Angst einer Gemeinschaft, sich Fremdem gegenüber zu öffnen – und von der letztlich nie sicher überbrückbaren Kluft zwischen Städtern und Landbewohnern. Ein psychologisch fein gewobener Roman von schlichtem sprachlichem Glanz, der auf subtile Weise die Nervosität der Gegenwartsgesellschaft bloßlegt.“

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JAROSLAV RUDIS: „Winterbergs letzte Reise“, Luchterhand, 25. Februar

„Jan Kraus arbeitet als Altenpfleger in Berlin. Geboren ist er in Vimperk, dem früheren Winterberg, im Böhmerwald, seit 1986 lebt er in Deutschland. Unter welchen Umständen er die Tschechoslowakei verlassen hat, bleibt sein Geheimnis und sein Trauma. Kraus begleitet Schwerkranke in den letzten Tagen ihres Lebens. Die Tage, Wochen, Monate, die er mit seinen Patienten verbringt, nennt er „Überfahrt“. Einer von denen, die er auf der Überfahrt begleiten soll, ist Wenzel Winterberg, geboren 1918 in Liberec, Reichenberg. Als Sudetendeutscher wurde er nach dem Krieg aus der Tschechoslowakei vertrieben. Als Kraus ihn kennen lernt, liegt er gelähmt und abwesend im Bett. Es sind Kraus‘ Erzählungen aus seiner Heimat Vimperk, die Winterberg aufwecken und ins Leben zurückholen. Doch Winterberg will mehr von Kraus, er will mit ihm eine letzte Reise antreten, auf der Suche nach seiner verlorenen Liebe – eine Reise, die die beiden durch die Geschichte Mitteleuropas führt. Von Berlin nach Sarajevo über Reichenberg, Prag, Wien und Budapest. Denn nicht nur Kraus, auch Winterberg verbirgt ein Geheimnis.“ [der unaufgeregt-schönste, präziseste, beste Klappentext, den ich dieses Jahr las. bitte mehr hiervon – statt Floskeln.]

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DANIELA KRIEN: „Die Liebe im Ernstfall“, Diogenes, 27. Februar

„Sie heißen Paula, Judith, Brida, Malika und Jorinde. Als Kinder und Jugendliche erlebten sie den Fall der Mauer, und wo vorher Grenzen und Beschränkungen waren, ist nun die Freiheit. Doch Freiheit, müssen sie erkennen, ist nur eine andere Form von Zwang: der Zwang zu wählen. Fünf Frauen, die das Leben beugt, aber keinesfalls bricht.“

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JUAN S. GUSE: „Miami Punk“, Fischer, 27. Februar

„Der Atlantik hat sich über Nacht von der Küste Floridas zurückgezogen und eine Wüste hinterlassen. Kreuzfahrtschiffe rosten im Sand vor Miami, die Hotels bleiben leer, der Hafenbetrieb ist eingestellt und selbst die Dauerwerbesendungsindustrie liegt am Boden. Mittendrin eine überambitionierte Indie-Game-Programmiererin, eine strauchelnde Arbeiterfamilie, eine junge Soziologin und ein E-Sport-Team aus Wuppertal. Ein Roman über die Bedeutung von Arbeit, über Herrschaft und Macht und über einsame Nächte vor dem Computer.“

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ISABELLE LEHN: „Frühlingserwachen“, Fischer, 27. Februar

»Ich glaube an den Verstand, den freien Willen und die Kraft der Gedanken. Ich glaube an Biochemie, Serotoninmangel und erhöhte Entzündungswerte. Ich glaube an Alkohol und Penetration, an die Sehnsucht nach Selbstaufgabe und die Würde des Scheiterns. Ich glaube an die Wirksamkeit von Psychopharmaka – und sogar daran, ein schönes Leben zu haben.« Das Leben ist gut – solange wir es nicht daran messen, wie wir es uns vorgestellt haben. Isabelle Lehn schreibt über eine Frau namens Isabelle Lehn.“

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REINHARD KAISER-MÜHLECKER: „Enteignung“, Fischer, 27. Februar

„Nach Jahren auf Reisen kehrt ein Journalist in den Ort seiner Kindheit zurück. Er schreibt für das kriselnde Lokalblatt, beginnt eine Affäre und arbeitet auf dem Hof eines Mastbauern, dessen Land enteignet wurde. Ines, Hemma, Flor ziehen ihn hinein in die Kämpfe um ihr Leben, das ihnen weggenommen wird. Ein existentieller und aufwühlender Roman.“

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BIJAN MOINI: „Der Würfel“, Atrium, 28. Februar

„Deutschland wird von einem perfekten Algorithmus gesteuert: Der »Würfel« ermöglicht den Menschen ein sorgenfreies Leben, zahlt allen ein Grundeinkommen, erstickt Kriminalität im Keim. Dafür sammelt er selbst intimste Daten. Berechenbarkeit ist zum höchsten Gut geworden. Einer der wenigen Rebellen ist der 28-jährige Taso. Mit großem Aufwand entzieht er sich der Totalerfassung. Dalia floh aus einer rückständigen Sekte und wünscht sich nichts sehnlicher als ein Leben in der schönen Welt des Würfels. Taso verliebt sich, gerade als der Widerstand ihn rekrutieren will. Plötzlich steht er vor einer unmöglichen Entscheidung: Verrät er seine Ideale – oder eine ideale Welt?“

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TABEA HERTZOG: „Wenn man den Himmel umdreht, ist er ein Meer“, Berlin Verlag, 1. März

„Eine junge Frau erhält kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag eine Diagnose, die alles verändert: Chronische Niereninsuffizienz. Alle Zukunftspläne sind plötzlich hinfällig. Dann verschlechtern sich die Nierenwerte, sodass sie dreimal pro Woche zur Dialyse muss. Bald wird klar: Ein neues Organ muss her. Krankheit und Spendersuche werfen sie auf ihre Familie und Vergangenheit zurück. Bei der Mutter aufgewachsen hat sie zum Vater erst seit Kurzem vorsichtigen Kontakt. Im Krankenhaus treffen alle erstmals wieder aufeinander. Tabea Hertzogs eigene, wahre Geschichte voller Empathie, Tragik, Lakonie und Humor.“

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TANJA RAICH: „Jesolo“, Blessing, 4. März

„Kinder sind kein Thema für Andrea. Sie hat einen Job, der okay ist. Sie führt seit vielen Jahren eine Beziehung mit Georg, die okay ist. Jedes Jahr verbringen sie einen netten Urlaub in Jesolo. Andrea will sich nicht festlegen, doch Georg will ein Fundament für ein gemeinsames Leben. Nach dem Urlaub ist Andrea schwanger. Hin- und hergerissen entscheidet sie sich für das Kind – und geht damit einen Kompromiss nach dem anderen ein: Sie nimmt einen Kredit auf, obwohl sie nie einen Kredit aufnehmen wollte; zieht ins Haus ihrer Schwiegereltern, obwohl sie nie mit ihnen unter einem Dach leben wollte. Von allen Seiten prasseln Ratschläge auf Andrea nieder, und sie wird in eine Mutterrolle gedrängt, mit der sie sich nicht identifizieren kann. Ein bewegender Roman über zehn Monate im Leben einer jungen Frau, der nicht nur Beziehung, Schwangerschaft und Familie in ihrer ganzen Ambivalenz zeigt, sondern auch, wie schwierig es ist, wie unmöglich fast, sich angesichts gesellschaftlicher Rollenzuschreibungen als Individuum zu behaupten.“

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FERIDUN ZAIMOGLU: „Die Geschichte der Frau“, Kiepenheuer & Witsch, 7. März

„Es spricht die Frau. Ein literarisches Abenteuer, ein großer Gesang, ein feministisches Manifest: Feridun Zaimoglus neuer Roman ist ein unverfrorenes Bekenntnis zur Notwendigkeit einer neuen Menschheitserzählung – aus der Sicht der Frau. Es lässt zehn außerordentliche Frauen zur Sprache kommen vom Zeitalter der Heroen bis in die Gegenwart. Menschen, deren Sicht auf die Dinge nicht überliefert wurde. Weil Männer geboten, die Wahrheit tilgten und die Lüge zur Sage verdichteten. Diesen Frauen war es vorbehalten, schweigend unsichtbar zu bleiben oder dekorativ im Bild zu stehen. Doch nun sprechen sie – klar und laut, wie eine abgefeuerte Kugel. Folgende Frauen kommen zu Wort: Zippora, 1490 v. Chr. – schwarzhäutige Frau des Moses; Antigone – Streiterin gegen Gewaltherrschaft; Judith am 6. Tag nach der Auferstehung – Jüngerin Jesu, Frau des Judas; Brunhild, 429 – zaubermächtige Walküre; Prista Frühbottin, 1540 – heilkundige Frau, der Hexerei bezichtigt; Lore Lay, 1799 – Magd, die sich vom Dichter nicht bannen lässt; Lisette Bielstein, 1849 – rote Fabrikantentochter; Hildrun Tilmanns, 1945 – Trümmerfrau; Leyla, 1965 – Gastarbeiterin der ersten Stunde; Valerie Solanas. 1968 – Feministin, die zur Waffe greift.“ [Das klingt krass präpotent und selbstverliebt.]

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KARL-MARKUS GAUß: „Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer“, Zsolnay, 11. März

„Abenteuer suchen viele in der Ferne, Karl-Markus Gauß findet sie im Reich der Gegenstände. Dinge des Alltags, die er preist und in denen er die Vielfalt und den Reichtum der Welt entdeckt. Dadurch erfahren wir von tapferen und merkwürdigen Menschen, von entlegenen Regionen, unbekannten Nationalitäten und nicht zuletzt von den Vorlieben des Verfassers selbst. Karl-Markus Gauß, der Kartograph der Ränder von Europa, führt uns auf eine charmante, unterhaltsam lehrreiche Expedition ins unbekannte Gelände des Privaten.“

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ANSELM NEFT: „Die bessere Geschichte“, Rowohlt, 12. März

„Internatsroman, tragische Liebesgeschichte und Roman über Führung und Verführung. Mit 13 kommt Tilman auf ein Internat an der Ostsee, verliebt sich in Ella und findet Aufnahme in ihrer Schülergruppe, geleitet vom sehr unkonventionellen Lehrerpaar Wieland. Als er sich zwischen Ella und der „Familie“ entscheiden muss, kommt es zur Katastrophe. 27 Jahre später erhält der bekannte Schriftsteller Tilman Weber einen Telefonanruf. Ella will die sexuelle Gewalt von damals öffentlich machen. Tilman will das auf keinen Fall.“

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SARAH KUTTNER: „Kurt“, Fischer, 13. März

„»Ich bin mit zwei Kurts zusammengezogen. Einem ganzen Kurt und einem Halbtagskurt. Jana und Kurt haben sich entschieden, dass sie ihr Sorgerecht teilen. Das Kind pendelt nun wochenweise hin und her.« Lena hat mit ihrem Freund Kurt ein Haus gekauft. Als der kleine Kurt bei einem Sturz stirbt, bleiben drei Erwachsene zurück, deren Zentrum in Trauer implodiert. Kuttner erzählt von einer ganz normalen komplizierten Familie und davon, was sie zusammenhält, wenn das Schlimmste passiert.“

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MONIKA RINCK: „Champagner für die Pferde. Ein Lesebuch“, Fischer, 13. März

„Eine Feier der Poesie! Das umfangreiche Lesebuch, das die Autorin zusammen mit ihrer Verlegerin Daniela Seel zusammengestellt hat, steht im Zeichen der Fülle: Gedichte, Essays und Kurzprosa aus mehr als zwanzig Jahren. Es geht um Witz und Literatur, Schwimmen und Schlafen, Glück und Erschöpfung, Sammeln und Wegwerfen und die Ekstase der Wiederholung.“

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RUTH SCHWEIKERT: „Tage wie Hunde“, Fischer, 13. März

„Wenige Monate nach ihrem 50. Geburtstag erhält Ruth Schweikert die Diagnose, dass sie an einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs erkrankt ist. In welchen Käfig aus Vorstellungen, Technik und Terminen gerät jemand, der Krebs hat? Schweikert erzählt radikal genau von der Wirklichkeit der eigenen Krankheit. Es geht um schlaflose Nächte, Spritzen und Katheter. Doch es geht auch ums eigene Schreiben und Lesen, Einsamkeit und Scham.“

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EWALD ARENZ: „Alte Sorten“, Dumont, 18. März

„Sally kurz vor dem Abitur, hasst Angebote, Vorschriften, Regeln, Erwachsene. Liss bewirtschaftet allein einen Hof zwischen Weinbergen und Feldern. Schon beim ersten Gespräch stellt Sally fest, dass Liss anders ist als andere Erwachsene. Kein heimliches Mustern, kein voreiliges Urteilen, keine misstrauischen Fragen. Liss bietet ihr an, bei ihr auf dem Hof zu übernachten. Aus einer Nacht werden Wochen. Für Sally ist die ältere Frau ein Rätsel. Was ist das für eine, die nie über sich spricht, die allein das Haus bewohnt, in dem doch die frühere Anwesenheit anderer zu spüren ist? Während sie gemeinsam Bäume auszeichnen, Kartoffeln ernten, Bienen zuckern, erfahren die beiden Frauen nach und nach von den Verletzungen der jeweils anderen.“

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SASA STANISIC: „Herkunft“, Luchterhand, 18. März

„Ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt. Ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh. HERKUNFT ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre. HERKUNFT ist traurig, weil Herkunft für mich zu tun hat mit dem, das nicht mehr zu haben ist. In HERKUNFT sprechen die Toten und die Schlangen, und meine Großtante Zagorka macht sich in die Sowjetunion auf, um Kosmonautin zu werden. Diese sind auch HERKUNFT: ein Flößer, ein Bremser, eine Marxismus-Professorin, die Marx vergessen hat. Ein bosnischer Polizist, der gern bestochen werden möchte. Ein Wehrmachtssoldat, der Milch mag. Eine Grundschule für drei Schüler. Ein Nationalismus. Ein Yugo. Ein Tito. Ein Eichendorff. Ein Saša Stanišić.“

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JOCHEN VEIT: „Mein Bruder, mein Herz“, Arche, 22. März

„Vor vielen Monaten, als die Eltern unter ungeklärten Umständen spurlos verschwanden, verließ Stephan seinen 13 Jahre jüngeren Bruder Benno und das abgelegene Dorf im Schwarzwald. Jetzt kehrt er zurück. Hat Benno etwas mit dem Verschwinden der Eltern zu tun gehabt? Während sich über dem unergründlichen Dickicht des Waldes der Himmel verdunkelt, kommt Stephan einer Wahrheit über sich und seinen Bruder immer näher – bis ein Sturm losbricht, der droht, alles zum Einsturz zu bringen.“

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REGINA SCHEER: „Gott wohnt im Wedding“, Penguin, 25. März

„Ein Haus. Ein Jahrhundert. Der ehemals rote Wedding: ärmlicher Stadtteil in Berlin. Leo kehrt nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurück, obwohl er das nie wollte. Enkelin Nira liebt Amir, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila weiß gar nicht, dass ihre Sinti-Familie hier einst wohnte. Die alte Gertrud hat Leo 1944 im Versteck auf dem Dachboden entdeckt – aber nicht verraten.“

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SVENJA GRÄFEN: „Freiraum“, Ullstein fünf, 29. März

„Vela und Maren wollen Kinder. Doch dann bricht Maren aus: in ein Haus am Rand der Stadt, mit vielen anderen. Hier gibt es keine Mietanpassungen und keine Preiserhöhungen auf Milch und Käse. Hier ist auch Theo, um den in der Gemeinschaft alles kreist.“

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ANN COTTEN: „Lyophilia“, Suhrkamp, 31. März

„Ann Cotten ist erwachsen geworden, was uns ein Stück weit in die Zukunft katapultiert. Sie behauptet, nur mehr konstruktiv am Funktionieren eines vernünftigen Lebens für möglichst alle interessiert zu sein. Ganz der menschenfreundliche Roboter, quasi. Die alternden Bewohnerinnen des kurz nach Eröffnung bankrott erklärten Siedlungsasteroiden Amore (KAFUN) halten sich an Klischees und Running Gags fest, um einen Halt gegen die Trauer zu finden. Eine Sammlung von Erzählungen wie ein Schuss ins Knie, die Ann Cotten die letzten Jahre etwas hochstaplerisch als »Science Fiction auf Hegelbasis« angekündigt hat.“

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DORIS ANSELM: „Hautfreundin. Eine sexuelle Biografie“, Luchterhand, 27. Mai

„Gibt es noch schmutzige Worte? Hilft Fesseln gegen Traurigkeit? Gedeiht im Unanständigen vielleicht ein besonderer Anstand? – Sie ist eine Frau, die Sex mag und seltsame Fragen, ihre eigene Haut und die Haut ganz verschiedener Männer. Die überraschend glückliche sexuelle Biografie einer freien Frau.“

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ANDREAS MAIER: „Die Familie“, Suhrkamp, 17. Juni

„Am Ende dieses Romans ist der Erzähler Andreas 28 Jahre alt und studiert in Frankfurt am Main. Konflikte des fünf Jahre älteren Bruders mit dem CDU-Vater: Der Bruder gründet, kaum fünfzehn, den ersten Grünen-Verband in der Stadt mit. Andreas ist damals zwölf und lernt erstmals, wie offen zutage liegende Wahrheiten von engsten Verwandten dauerhaft bestritten werden. Als Student beginnt er Protagonist zu begreifen, dass Öffentlichkeit auf Unwahrheit, Verdrängung und kollektiver Rationalisierung beruht.“ Ich las alle bisherigen Teile von Maiers „Ortsumgehungs“-Zyklus. „Die Universität“, der direkte Vorgänger, war der bisher schlechteste. Trotzdem: Vorfreude!

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CORNELIA FUNKE: „Das Labyrinth des Fauns“, Fischer, 2. Juli

„Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald wird zum Königreich voller magischer Wesen. Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie, wird sie Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hinein gezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth« schafft Bestsellerautorin Cornelia Funke eine Welt, wie nur Literatur es kann.“

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internationale Literatur, neu übersetzt:

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LARS MYTTING: „Die Glocke im See“, Insel, 14. Januar

„Norwegen, 1880: Die wissbegierige Astrid ist anders als die übrigen Mädchen im dunklen, abgeschiedenen Tal. Sehnt sie sich nach einem Leben mit dem jungen Pastor Kai Schweigaard? Oder entscheidet sie sich für das Neue, Unberechenbare? Schweigaard will die 700 Jahre alte Stabkirche in Butangen abreißen und durch eine modernere, größere Kirche ersetzen. Er hat auch schon Kontakt zur Kunstakademie in Dresden: Architekturstudent Gerhard Schönauer soll den Abtransport der Kirche nach Dresden und den Aufbau dort überwachen. Astrid rebelliert, denn mit der Kirche verschwänden auch die beiden Glocken, die einer ihrer Vorfahren einst stiftete. Astrid verliebt sich Gerhard: modern, weltoffen, elegant. Wählt sie die Heimat und den Pfarrer oder den Aufbruch in eine ungewisse Zukunft in Deutschland?“ [mehr: Goodreads]

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EDOUARD LOUIS: „Wer hat meinen Vater umgebracht“, Fischer, 23. Januar

„Ein zorniger junger Autor auf Erfolgskurs: An meine Kindheit habe ich keine einzige glückliche Erinnerung, lautete der erste Satz in Edouard Louis‘ Roman »Das Ende von Eddy«. Mittlerweile versteht er die Gewaltausbrüche seines Vaters, der unter der sozialen Ungerechtigkeit einer Gesellschaft litt, die für Menschen wie ihn keinen Platz hat. Eine überwältigende Hommage an die gescheiterten Träume des Vaters.“ [mehr: Goodreads]

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VRATISLAV MANAK: „Heute scheint es, als wäre nichts geschehen“, Karl Rauch Verlag, 5. Februar

„Der junge Lehrer Ondřej Šmid kommt zur Feier des achtzigsten Geburtstags seines Großvaters nach Pilsen zurück und wird Geheimnissen und Erinnerungen konfrontiert. Schnell drängt sich ihm die Frage auf, ob es Dinge in seiner Kindheit gibt, die ihm entgangen sind oder die er verdrängte. Fragmente setzen sich zusammen wie die bunten Elemente eines Zauberwürfels.“ [mehr: Goodreads, viele schlechte Kritiken]

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JOHANNE HOLMSTRÖM: „Die Frauen von Själö“, Ullstein, 8. Februar

„In einer Herbstnacht 1891 ertränkt Kristina Andersson ihre beiden Kinder im Meer. Sie kommt in die Nervenheilanstalt auf Själö, einer Insel im Schärengarten Finnlands – kaum eine der Patientinnen, die hier eingewiesen werden, verlässt die Insel jemals wieder. Vierzig Jahre später wird die siebzehnjährige Elli ebenfalls dort eingeliefert. Sie lief von zu Hause weg, verliebte sich Hals über Kopf und musste vor der Polizei fliehen. Zwei Frauen, die einen hohen Preis für ihr Verlangen, ihre Liebe und ihr Streben nach Freiheit bezahlen mussten.“ [mehr: Goodreads]

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PIERRE LEMAITRE: „Die Farben des Feuers“, Klett-Cotta, 28. Februar

„Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs regieren Habgier und Neid in Paris, und so bahnt sich ein Komplott an, das mächtige Bankimperium Péricourt zu Fall zu bringen. Doch Alleinerbin Madeleine weiß die Verhältnisse in Europa für sich zu nutzen und dreht den Spieß um. In einer Epoche, in der es Frauen nicht einmal gestattet war, selbst einen Scheck zu unterschreiben beginnt Madeleine, ihren ganz persönlichen Rachefeldzug zu planen.“ [mehr: Goodreads]

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ANGIE THOMAS: „On the come up“, cbj, 4. März

„Bri ist 16 und will berühmte Rapperin werden. Als Tochter einer Rap-Legende ist das nicht leicht: Ihr Vater starb, kurz bevor er den großen Durchbruch schaffte. Dann verliert ihre Mutter ihren Job. Plötzlich gehören Essensausgaben, Zahlungsaufforderungen und Kündigungen ebenso zu Bris Alltag wie Reime und Beats.“ [mehr: Goodreads]

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TORE RENBERG: „Von allen Seiten“, Heyne, 4. März

„Bens Vater ist geizig, Bens Mutter psychotisch. Ben langweilt das triste Leben, nur ab und zu unterbrochen von kurzen Glücksmomenten beim Klebstoffschnüffeln. Mit seinem älteren Bruder Rikki macht er sich auf nach Stavanger: Dort leben Onkel Rudi, Jan Inge und Cecilie, die sich einen Dreck scheren um Recht und Gesetz.“ [Band 2 einer Trilogie; mehr: Goodreads]

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SIRI HUSTVEDT: „Damals“, Rowohlt, 5. März

„1979: Eine junge Frau bezieht ein winziges Zimmerchen im heruntergekommenen Morningside Heights. S.H. kommt direkt aus der amerikanischen Provinz; daher ihr Spitzname: „Minnesota“. Sie will Schriftstellerin werden, genießt den Schmutz wie den Glanz, das turbulente Leben wie die Einsamkeit. Alles Neue saugt sie in sich auf. So auch die oft skurrilen Monologe und gesungenen Mantras aus der Nachbarwohnung. Lucy Brite, liest sie auf dem Klingelschild. Doch mit der Zeit wünscht sie, sie hätte nicht so genau hingehört. Immer dringlicher, klagender werden Lucys Gesänge. Von Misshandlung ist die Rede, Gefangenschaft, Kindstod, von Mord. Nach und nach wird die Nachbarin zu einer immer schrecklicheren Obsession. Frauensolidarität und Männerwahn, Liebe und Geschlechterkampf, Gewalt und Versöhnung.“

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CHRISTELLE DABOS: „Die Verlobten des Winters“, Insel, 11. März

„Ophelia kann Gegenstände lesen und durch Spiegel reisen. Auf der Arche Anima lebt sie inmitten ihrer riesigen Familie. Doch sie soll auf die eisige Arche des Pols ziehen und einen Adligen, Thorn, heiraten. Warum wurde ausgerechnet sie, das zurückhaltende Mädchen mit der leisen Stimme, auserkoren? Ophelia macht sich auf den Weg in ihr neues, blitzgefährliches Zuhause.“ [mehr: Goodreads. Young Adult, erster Teil einer französischen Reihe]

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ALESSIO DE SANTA: „The Moneyman – Die Geschichte von Roy und Walt Disney“, Knesebeck, 20. März

„Walt Disneys Lebenswerk wäre nicht möglich gewesen ohne seinen Bruder Roy, der sich um die finanzielle Seite kümmerte. Von Kindheit an hatten die beiden ein enges Verhältnis. Roy unterstützte Walts Pläne, Künstler zu werden. Aus Roys Sicht erzählt diese lebhaft illustrierte Graphic Novel die Geschichte von Walt Disney und lässt den Geist der 1940er und 1950er Jahre spüren.“ [mehr: Goodreads]

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PHILIPPE LANCON: „Der Fetzen“, Klett-Cotta, 23. März

„An einem Morgen im Januar entscheidet sich Lançon spontan, in der Redaktion von Charlie Hebdo vorbeizuschauen. Er sitzt im Konferenzraum, als zwei maskierte Attentäter das Gebäude stürmen. Kurz darauf sind die meisten seiner Freunde tot, ihm selbst wird der Unterkiefer zerschossen. Lançon wird nicht als Gastdozent nach Princeton gehen, wie es geplant war. Er wird seine Querflöte verschenken, die er nicht mehr spielen kann. Er wird lange Zeit keine Redaktion mehr betreten. Stattdessen wird er siebzehn Gesichtsoperationen erdulden und versuchen, seine Identität zu rekonstruieren.“ [mehr: Goodreads]

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JOHAN HARSTAD: „Max, Mischa und die Tet-Offensive“, Rowohlt, 26. März

„Freundschaft, Flucht, Liebe, Krieg und Kunst: Max Hansen wächst in Norwegen auf. Ein Idyll – bis Max‘ Familie an die US-Ostküste emigriert. Mordecai wird Max‘ bester Freund und macht ihn mit Mischa bekannt, einer sieben Jahre älteren Künstlerin. Sie ist es auch, die Max anstiftet, nach seinem geheimnisvollen Onkel Owen zu suchen, einem Vietnam-Veteranen. Die unkonventionelle WG wird zum Epizentrum des Lebens von Max, Mischa, Mordecai und Owen.“ [mehr: Goodreads]

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VIOLAINE HUISMAN: „Die Entflohene“, Fischer, 27. März

„Huisman erzählt die Geschichte ihrer schräg-charmanten Mutter: Catherine konnte ausrasten, die beiden Töchter unflätig beschimpfen, um sie gleich danach in Liebe zu ertränken. Sie ist manisch-depressiv. Mit gnadenloser Aufrichtigkeit und großer Wärme erinnert sich Huisman an ihre schöne, witzige und widersprüchliche Mutter und die unkonventionelle Familie.“ [mehr: Goodreads]

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TORBORG NEDREAAS, „Im Mondschein wächst nichts“, Kameru Verlag, 29. März

„Ein Zufall führt zwei Fremde – eine Frau und einen Mann – in den 20er Jahen auf dem Bahnhof einer norwegischen Kleinstadt zusammen. Statt des erwarteten erotischen Abenteuers beginnt die junge Frau mit schonungsloser Offenheit über ihr Leben und ihre hoffnungslose Liebe zum Gymnasiallehrer Johannes zu erzählen. Eine Liebe, die sich über Standesvorurteile hinwegzusetzen versuchte.“ [mehr: Goodreads]

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MICH VRAA, „Jetzt seid ihr frei“, Hoffmann und Campe, 1. April

„1827 soll Peter von Scholten die königlichen Schatzkammern mit Reichtümern aus der Kolonie Indien füllen – ohne Rücksicht auf Menschenleben. Doch für von Scholten sind auch Sklaven Menschen, eine Einstellung, für die ihn die Plantagenbesitzer hassen. Auf seiner Seite stehen die Humanisten Maria Eide und ihr Mann Mikkel, die den Sklaven Gehör verschaffen wollen, und vor allem die freie, wohlhabende Einheimische Anna Heegaard, in die Peter sich verliebt. Und die Zeiten ändern sich: Die Sklaven erheben sich gegen ihre Unterdrücker, und Peter von Scholten erklärt sie gegen den Willen seines Königs für frei.“ [mehr: Goodreads] Hm. White Savior-Narrativ?

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AMOS OZ, SHIRA HADDAD: „Was ist ein Apfel?“, Suhrkamp, 9. April

„Seit 2014, bei der Arbeit an einem Roman, entwickelten sich intensive Gespräche zwischen Amos Oz und der Lektorin Shira Hadad – in denen ohne Tabus und falsche Scham Oz‘ Leben und Schreiben zum Thema wird. Da die Lektorin sich nicht auf eine Rolle als Stichwortgeberin beschränkt, sind Kontroversen nicht ausgeschlossen, zumal die jüngere, weibliche Perspektive auf das Tun und Lassen des weltweit anerkannten Schriftstellers zu produktiven Provokationen führt. Was führt zur Geburt des Schriftstellers unter neuem Namen angesichts des Selbstmords der Mutter? Wie hat man sich die konkrete Arbeit am Schreibtisch vorzustellen?“ [mehr: Goodreads]

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DAMIR OVCINA, „Zwei Jahre Nacht“, Rowohlt Berlin, 16. April

„Ovčina, der während des Bosnienkriegs jahrelang in Sarajevo eingeschlossen war, hat einen gewaltigen, autobiographischen Roman geschrieben: Ein Staat zerfällt, plötzlich ist Krieg. Ein 18jähriger Mann muss zwei Jahre in einem feindlichen Viertel Sarajevos bleiben, vom Vater getrennt. Von den Besatzern wird er gedemütigt. Er muss Tote bestatten, steht aber auch den Lebenden bei. Er lernt, im Verborgenen, eine Frau kennen. Dann wehrt er sich zum ersten Mal gegen seine Peiniger, flüchtet und kämpft fortan im Untergrund.“ [mehr: Goodreads]

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JUDITH VISSER: „Mein Leben als Sonntagskind“, HarperCollins, 1. Mai

„Jasmijn führt Tagebuch – doch redet nur mit ihrer Hündin Senta und mit Elvis Presley, mit dessen Postern sie ihr Zimmer tapezierte. Wie schaffen es andere Menschen bloß, dass sie immer wissen, wie sie sich verhalten sollen? Mit Senta und Elvis an ihrer Seite macht sich Jasmijn auf, dieses Geheimnis zu ergründen und ihr Glück zu finden. Der Bestseller aus den Niederlanden: ein berührender Roman über das Erwachsenwerden mit Autismus.“ [mehr: Goodreads]

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JAVIER MARIAS: „Berta Isla“, Fischer, 22. Mai

„Tomás – halb Spanier, halb Engländer – verliebt in die junge Berta Isla. Als er zum Studium nach Oxford geht, bleibt sie in Madrid zurück – nicht ahnend, dass Tomás dort einen schwerwiegenden Fehler begeht. Um einer Haftstrafe zu entgehen, beginnt er, heimlich für den britischen Geheimdienst zu arbeiten. Als er zu Beginn des Falklandkrieges plötzlich verschwindet, beginnt sie endgültig zu hinterfragen, wen sie geheiratet hat. Eine Geschichte über das Warten, die Zerbrechlichkeit der Liebe und die Zerrissenheit zwischen Krieg, Geheimnissen und Loyalität.“ [mehr: Goodreads]

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IAN McEWAN: „Maschinen wie ich“, Diogenes, 22. Mai

„[Spielt in einer Parallelwelt, in der es schon in den 1980ern Androiden gibt:] Lebenskünstler Charlie ist Anfang 30. Miranda eine clevere Studentin, die mit einem dunklen Geheimnis leben muss. Sie verlieben sich, gerade als Charlie seinen ›Adam‹ geliefert bekommt, einen der ersten lebensechten Androiden. In ihrer Liebesgeschichte gibt es also von Anfang an einen Dritten: Adam. Kann eine Maschine denken, leiden, lieben? Adams Gefühle und seine moralischen Prinzipien bringen Charlie und Miranda in ungeahnte – und verhängnisvolle – Situationen. [mehr: Goodreads] [Ich mochte den simplen, aber sympathischen Comic ‚Alec + Ada‘]

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CARL FRODE TILLER: „Der Beginn“, btb, 24. Juni

Das Leben kann nur rückwärts verstanden werden, gelebt werden muss es vorwärts. Terje liegt nach einem Suizidversuch im Sterben und lässt sein verpfuschtes Leben Revue passieren. Momente des Friedens fand er nur in der Natur. Ein bewegendes Buch, erzählt wie im Rausch – über endgültige Entscheidungen, Vorherbestimmung und die Freiheit des Einzelnen.“ [mehr: Goodreads]

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Sachbuch:

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AMINA BILE, SOFIA NESRINE SROUR, NANCY HERZ: „Schamlos“, Gabriel (Thienemann-Esslinger), 11. Februar

„Drei junge Frauen – Muslimas, Bloggerinnen, Feministinnen – beziehen Position: Wie fühlt es sich an, ständig zwischen den Erwartungen ihrer Familien, ihrer kulturellen Identität und ihrem Selbstverständnis, als Jugendliche in einem westlichen Land zu leben, hin- und hergerissen zu sein? Sie haben Diskussionen angeregt, Tabu-Themen öffentlich gemacht und zahlreiche sehr persönliche Geschichten gesammelt. Dabei entstand ein bemerkenswertes, mutiges Buch. Ein Plädoyer für eine multikulturelle Gesellschaft.“ [mehr: Goodreads]

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JAYROME C. ROBINET: „Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund“, Hanser Berlin, 18. Februar

„Jayrôme hat früher als weiße Französin gelebt. Er zieht nach Berlin, beginnt Testosteron zu nehmen und erlebt eine zweite Pubertät. Ihm wächst ein dunkler Bart – und plötzlich wird er auf der Straße auf Arabisch angesprochen. Ob im Café, in der Umkleide oder bei der Passkontrolle, er merkt, dass sich nicht nur seine Identität, sondern vor allem das Verhalten seiner Umwelt ihm gegenüber radikal änderte. Er kann vergleichen: Wie werde ich als Mann, wie als Frau behandelt? Und was bedeutet es, wenn sich nicht nur das Geschlecht ändert, sondern augenscheinlich auch Herkunft und Alter? Mitreißend erzählt er von seinem queeren Alltag und deckt auf, wie irrsinnig gesellschaftliche Wahrnehmungen und Zuordnungen oft sind.“

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FATMA AYDEMIR, HENGAMEH YOGHOOBIFARAH (Herausgeber*innen): „Eure Heimat ist unser Albtraum“, Ullstein, 22. Februar

„Wie fühlt es sich an, täglich als „Bedrohung“ wahrgenommen zu werden? Wie viel Vertrauen besteht nach dem NSU-Skandal noch in die Sicherheitsbehörden? Was bedeutet es, sich bei jeder Krise im Namen des gesamten Heimatlandes oder der Religionszugehörigkeit der Eltern rechtfertigen zu müssen? Und wie wirkt sich Rassismus auf die Sexualität aus Dieses Buch ist ein Manifest gegen Heimat – einem völkisch verklärten Konzept, gegen dessen Normalisierung sich 13 Autor_innen wehren. Zum einjährigen Bestehen des sogenannten „Heimatministeriums“ sammeln Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah schonungslose Perspektiven von Denker_innen, die Rassismus und Antisemitismus erfahren. In persönlichen Essays geben sie Einblick in ihren Alltag und halten Deutschland den Spiegel vor: einem Land, das sich als vorbildliche Demokratie begreift und gleichzeitig einen Teil seiner Mitglieder als »anders« markiert, kaum schützt oder wertschätzt. Mit Beiträgen von Sasha Marianna Salzmann, Sharon Dodua Otoo, Max Czollek, Mithu Sanyal, Olga Grjasnowa uvm.“

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Stuart Hall: „Schriften. Band 1“, Argument, 1. März

„Die Cultural Studies, begründet mit der Absicht, das Alltagsleben als umkämpften Ort sichtbar zu machen, einen Ort des Widerstandes, an dem um die ‚Köpfe und Herzen‘ der Menschen gerungen wird, wurden inzwischen weltweit zur universitären Disziplin. Stuart Hall schafft es, identitätsstiftende Praxen als umkämpft und herrschaftsmächtig durchsetzt zu theoretisieren und analytische Werkzeuge zu entwickeln, um die ideologischen Prozesse, Kämpfe und Konjunkturen der kapitalistischen Gegenwart zu kritisieren. Mit konkreten Analysen zu aktuellen Entwicklungen lotet er die Möglichkeiten linker Politik und Kultur aus und sucht nach ‚günstigen Bedingungen für einen Fortschritt zum Sozialismus‘ in aktuellen Kräfteverhältnissen.“ [mehr: Goodreads]

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lou kordts: „Queering Genitals. intime anatomie um_denken“, Edition Assemblage, 1 März

„In „Queering Genitals“ werden intime Anatomie aus trans Perspektive grundlegend befragt und cisnormative Erzählungen auf den Prüfstand gestellt. Genitalien werden anhand queerer Körpererfahrungen reclaimed, dekonstruiert, veruneindeutigt und in ihrer Diversität sichtbar gemacht, um mehr Möglichkeiten zu schaffen Körper, Identität und Lust lebbar zu machen, aber auch Ambivalenz und Unsicherheit zuzulassen.“

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MARK TERKESSIDIS: „Wessen Erinnerung zählt? Kolonialismus und Rassismus heute“, Hoffmann und Campe, 6. Mai

„Beutekunst. Die Rückgabe von Sammlungen an afrikanische Länder: Deutschlands Umgang mit seiner Kolonialgeschichte. Terkessidis beschreibt Kennzeichen von Alltagsrassismus ebenso wie dessen Entstehung, insbesondere während der Kolonialzeit und argumentiert, dass mit dem Versailler Vertrag Vorurteile in deutsche Köpfe Einzug hielten, die bis heute bestehen. Am Beispiel von Raubkunst, Sprache und falschen Erwartungshaltungen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund zeigt er, dass wir die Last der Kolonialzeit noch lange nicht überwunden haben.“

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JAN BRANDT: „Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt: Von einem, der zurückkam, um seine alte Heimat zu finden / Von einem, der auszog, um in seiner neuen Heimat anzukommen“, Dumont, 17. Mai

„Stadt und Land, Utopie und Heimat: zwei Seiten einer Medaille. In Brandts ostfriesischem Heimatdorf Ihrhove steht das Haus des Urgroßvaters vor dem Abriss. Der Eigentümer, ein Bauunternehmer, sieht keinen Grund, das Alte zu erhalten, wo sich durch etwas Neues der Profit um ein Vielfaches steigern lässt. Jan Brandt droht der Verlust der Heimat, und er nimmt den Kampf auf, um den Gulfhof zu retten, das Symbol seiner Herkunft. In Berlin, wohin sich Brandt Ende der Neunziger vor der Provinz geflüchtet hatte, droht ihm zeitgleich der Rauswurf aus der Mietwohnung. Brandt bekommt zu spüren, dass sich Berlin, die einstige antikapitalistische Utopie, in eine Schlangengrube verwandelt hat, in der die Mieter nahezu alles für eine bezahlbare Wohnung tun würden – und müssen.“

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[Alle Klappentexte: gekürzt]

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Ich bin freier Kritiker – und gern, so oft wie möglich: Moderator bei Lesungen und Podien. Ich hoffe, auch 2019 mit zwei, drei Autor*innen auf Bühnen ins Gespräch zu gehen. Bisher moderierte ich u.a. Lesungen und Gespräche mit Stewart O’Nan, Thomas von Steinaecker, Anke Stelling, Assaf Gavron, Manja Präkels (Foto) und Nik Afanasjew, Kathrin Passig, Teresa Präauer und Justin Torres, Angela Steidele, Julia von Lucadou, Gianna Molinari, Lasha Bugadze, Beka Adamaschwili und Fiona Maazel. Gern auf Englisch: das.ensemble (at) gmail.com

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Die besten Geschenke 2018: Buchtipps und Empfehlungen zu Weihnachten

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die zehn Bücher, die ich am häufigsten verschenke:

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Buchtipps sind… sinnlos. In meinem privaten (Zuhause-)Freundeskreis jedenfalls:

Es fällt mir leichter (und wirkt weniger… übergriffig / aufdringlich), auf Amazon Marketplace, Medimops oder Rebuy zwei, drei gebrauchte Ausgaben zu kaufen und zu verschenken – statt Freund*innen mit Kaufempfehlungen in den Ohren zu liegen.

Sobald ich denke “Er/sie hätte Spaß, mit diesem Buch”, kaufe ich eine billige Ausgabe.

Hier: Die Bücher und DVDs, die ich 2017 und 2018 verschenkte. 95 Prozent davon: selbst schon gelesen, und sehr gemocht.

Blau markierte Titel kamen sehr gut an.

Rot markierte Titel kamen schlecht an.

verschenkt 2011 | verschenkt 2012 | verschenkt 2013verschenkt 2014 | verschenkt 2015 & 16

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Geschenke 2017 und 2018:

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geschenke 2018 01

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Kinder:

Tochter einer Schulfreundin, im Oktober 2017 geboren:

  • Cube Book: „Baby Animals“ (kleine, dicke Fotobücher zum Blättern und Staunen, Link)
  • Michael Roher: „Fridolin Franse frisiert“ (Bilderbuch, Link)

Sohn einer Schulfreundin, 2:

  • Cube Book: „Mountains“ (kleine, dicke Fotobücher zum Blättern und Staunen, Link)
  • Miroslav Sasek: „This is the World“ (60er-Jahre-Illustrationen über Städte, Link)
  • Colin Thompson: „Bücher öffnen Welten“ (Bilderbuch, Link)

Pflegetochter meiner besten Freunde, 4:

  • Loes Riphagen: „Elefäntchen Naseweis“ (Bilder-/Vorlesebuch, Link)
  • Doro Göbel: „Unser Zuhause“ (Wimmelbuch, Link)
  • Sonja Bougaeva: „Zwei Schwestern bekommen Besuch“ (Bilder-/Vorlesebuch, Link)
  • Allen Say: „Allison“ (Bilder-/Vorlesebuch, Link)

meine Nichte, 4:

  • Blexbolex: „The Holidays“ (Bilderbuch ohne Text; britische Ausgabe ist billiger & identisch mit der dt.; Link)
  • Tom Schamp: „Das größte und schönste Bildwörterbuch der Welt“ (Wimmelbuch, Link)
  • Jill Twiss: „Ein Tag im Leben von Marlon Bundo“ (Bilder-/Vorlesebuch mit schwuler Hauptfigur, Link)
  • Verena Hochleitner: „Der verliebte Koch“ (Bilder-/Vorlesebuch mit schwuler Hauptfigur, Link)
  • Helene Kerillis: „Ein Vogel im Schnee“ (Bilder-/Vorlesebuch, Link)

meine Patentochter, 5:

  • Bernd Kohlhepp: „Drachen erziehen ist leicht“ (Bilder-/Vorlesebuch, Link)
  • Verena Hochleitner: „Der verliebte Koch“ (Bilder-/Vorlesebuch mit schwuler Hauptfigur, Link)
  • Martin Waddell: „Ist dieses Tier nützlich hier?“ (Bilder-/Vorlesebuch, Link)
  • Tom Schamp: „Das größte und schönste Bildwörterbuch der Welt“ (Wimmelbuch, Link)
  • Katharina Grossmann-Hensel: „Küss mich oder friss mich“ (Bilder-/Vorlesebuch, Link)

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geschenke 2018 02

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mein Neffe, 9:

  • Anja Tuckermann: „Alle da! Unser kunterbuntes Leben“ (illustriertes Buch über Immigration, Link)
  • Elma van Vliet: „Sag mal, Mama. Das Fragespiel für Mutter und Kind“ (Fragekarten, Link)
  • Patrick Wirbeleit: „Kiste“ (simpler Erstleser-Comic, Link)
  • Konami Kanata: „Kleine Katze Chi“ (simpler Erstleser-Manga, Link)
  • „Die Dinos“ (Sitcom, 3 Staffeln, DVD, Link)
  • „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ (Film, DVD, Link)
  • Lustiges Taschenbuch: „Das gläserne Schwert“/“Asgardland“ (Fantasy-Comic, Link)

Sohn meiner besten Freunde, 11:

  • Tsugumi Ohba, Takeshi Obata: „Bakuman“ (20teiliger Manga übers Mangazeichnen, Link)
  • Dan Jurgens: „Superman: Lois & Clark“ (Comic, Link)
  • Lustiges Taschenbuch: „Das gläserne Schwert“/“Asgardland“ (Fantasy-Comic, Link)
  • Makoto Yokimura: „Vinland Saga“, Band 1 & 2 (Manga für ältere Kinder – doch ich mag, wie es die „One Piece“-Gewalt dekonstruiert, Link)
  • Clive Barker: „Das Haus der verschwundenen Jahre“ (Grusel-Kinderbuch, Link)
  • Ian Livingstone: „Das Labyrinth des Todes“ (Fantasy-Spielbuch, Link)
  • Terry Pratchett: „Gevatter Tod“ (Fantasy, Link)
  • Stuart Gibbs: „Spion auf Probe“ (Link)

Tochter meiner besten Freunde, fast 17:

  • Katrin Bongard: „Subway Sound“ (Link)
  • David Levithan: „Two Boys Kissing“ (Link)
  • Noelle Stevenson: „Nimona“ (Link)
  • Neal Gaiman: „Coraline“ (Link)
  • Alex Garland: „Der Strand“ (Link)

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geschenke 2018 03

Frauen:

meine Schwester, 26:

  • Agota Kristof: „Das große Heft“ (Link)

Pädagogin, 35:

  • Haruki Murakami: „Von Beruf Schriftsteller“ (Link)
  • Sharon M. Draper: „Out of my Mind. Mit Worten kann ich fliegen“ (Link)
  • Miriam Toews: „Mr T., der Spatz und die Sorgen der Welt“ (Link)

Pädagogin, 35:

  • Noah Scalin: „365: A daily Creativity Journal“ (Link)
  • Milena Michiko Flassar: „Ich nannte ihn Krawatte“ (Link)
  • Anke Stelling: „Erna und die drei Wahrheiten“ (Link)

Pädagogin, 36:

  • Stefanie Höfler: „Mein Sommer mit Mucks“ (Link)
  • Sophie Daull: „Adieu, mein Kind“ (Link)
  • Nis-Momme Stockmann: „Der Fuchs“ (Link)

Pädagogin, 36 – liest fast nur Theaterstücke und Comics/Mangas:

  • Inio Asano: „Gute Nacht, Punpun!“ (Maga, Band 1, Link)
  • Anke Stelling: „Erna und die drei Wahrheiten“ (Link)

Bürokauffrau, 39:

  • Sarah Leavitt: „Das große Durcheinander. Alzheimer, meine Mutter und ich“ (Link)
  • Anke Stelling: „Erna und die drei Wahrheiten“ (Link)

Krankenschwester & Krimi-Fan, ca. 55:

  • Geoffrey Household: „Einzelgänger, männlich“ (Link)
  • Chloe Hooper: „Der große Mann. Leben und Sterben auf Palm Island“ (Link)
  • Helen Garner: „Drei Söhne. Ein Mordprozess“ (Link)
  • Sven Koch: „Dünenfeuer“ (Link)

Krankenschwester, Anfang 60:

  • Stewart O’Nan: „Die Chance“ (Link)
  • Anna Funder: „Stasiland“ (Link)

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geschenke 2018 04

meine Mutter (ehem. Arzthelferin, Anfang 60):

  • „Boyhood“ (DVD, Link)
  • Stefanie Höfler: „Der große schwarze Vogel“ (Link)
  • Stefanie Höfler: „Mein Sommer mit Mucks“ (Link)
  • Sophie Daull: „Adieu, mein Kind“ (Link)
  • Anke Stelling: „Schäfchen im Trockenen“ (Link)
  • Aidan Chambers: „Die Brücke“ (Link)
  • Harper Lee: „Gehe hin, stelle einen Wächter“ (Link)

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Männer:

Mein Bruder – Mechatroniker, 33:

  • „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ (DVD, Link)
  • „Broadchurch“ (Staffel 1, DVD, Link)

Ingenieur, 34:

  • Nicholson Baker: „Menschenrauch“ (Link)
  • Assaf Gavron: „Hydromania“ (Link)

Bankkaufmann, 37:

  • Makoto Yokimura: „Vinland Saga“, Band 1 & 2 (Manga, Link)
  • Emily St. John Mandel: „Das Licht der letzten Tage“ (Link)
  • Anke Stelling: „Erna und die drei Wahrheiten“ (Link)
  • David Mazzuchelli: „Asterios Polyp“ (Link)
  • Art Spiegelman: „Maus“ (Link)
  • John Scalzi: „Kollaps“ (Link)
  • Jean-Paul Sartre: „Geschlossene Gesellschaft“ (Link)
  • Joachim Meyerhoff: „Alle Toten fliegen hoch. Amerika“ (Link)
  • Pete Dexter: „Deadwood“ (Link)
  • Brian K. Vaughan: „Saga“, Band 1 bis 5 (Link)
  • Guy Gavriel Kay: „Im Schatten des Himmels“ (Link)
  • James Clavell: „Shogun“ (Link)
  • Neil Gaiman: „Niemalsland“ (Link)
  • Daniel Keyes: „Blumen für Algernon“ (Link)
  • Joe Haldeman: „Der ewige Krieg“ (Link)
  • Liane Dirks: „Vier Arten, meinen Vater zu beerdigen“ (Link)
  • Wallace Stegner: „Zeit der Geborgenheit“ (Link)
  • Cece Bell: „El Deafo“ (Link)
  • Roberto Bolano: „Der Geist der Science-Fiction“ (Link)
  • Ursula K. LeGuin: „Freie Geister“ (Link)
  • Thomas von Steinaecker: „Die Verteidigung des Paradieses“ (Link)
  • Clemens J. Setz: „Glücklich wie Blei im Getreide“ (Link)
  • Veronique Poulain: „Worte, die man mir nicht sagt“ (Link)

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geschenke 2018 05

Kunstpädagoge, 38:

  • Adrian Tomine: „Sommerblond“ (Link)
  • Guy Delisle: „Aufzeichnungen aus Burma“ (Link)

Mathe- und Sportlehrer, 38:

  • Alexander Ramati: „Als die Geigen verstummten“ (Link)
  • Anke Stelling: „Erna und die drei Wahrheiten“ (Link)

mein Vater, Mechatroniker, 62:

  • “Hamlet“ (DVD, Link)

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mein Partner und ich wohnen zusammen – und ich kaufe/schenke ihm fast nie Bücher: Er liest meine Ausgaben mit, statt sich ein eigenes, zweites Exemplar zu holen. Bücher, die ich ihm empfahl, und die er las 2017 und 2018:

Freund M., Florist, 37:

  • Andreas Maier: „Das Zimmer“ (Link)
  • Andreas Maier: „Das Haus“ (Link)
  • Anke Stelling: „Erna und die drei Wahrheiten“ (Link)
  • Alison Bechdel: „Fun Home“ (Link)
  • Sabine Rennefanz: „Die Mutter meiner Mutter“ (Link)
  • Maxim Leo: „Haltet euer Herz bereit. Eine ostdeutsche Familiengeschichte“ (Link)
  • Roger Willemsen: „Es war einmal oder nicht: Afghanische Kinder und ihre Welt“ (Link)
  • David Gates: „Jernigan“ (Link)
  • Joe Hill: „Locke & Key“, Band 1  (Link)

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