Buchtipps 2018

Die besten Jugendbücher 2018 – Entdeckungen zur Leipziger Buchmesse

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Ich schreibe einen Roman über Sechzehnjährige. Ich lese seit ca. 2009 Young-Adult-Literatur, empfehle Titel bei ZEIT Online und veröffentliche immer wieder auch längere Texte über z.B.“Mockingjay” (Link) oder neue Dystopien (Link). Meine Lieblings-Jugendbuchautorin ist A.S. King (Link).

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Mehrmals jährlich stelle ich hier im Blog unbekannte oder neue Bücher vor.

Heute: aktuelle Jugendbücher und Young-Adult-Literatur, erst neu auf Deutsch, weiter unten: englischsprachig.

Neue Titel oder Neuausgaben – erschienen zwischen Frühling 2017 und Frühling 2018. Angelesen, gemocht und vorgemerkt.

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Anna Woltz: „Für immer Alaska“ [Goodreads]

„Parkers kleiner Bruder ist allergisch gegen Hundehaare. Doch Parker sieht Alaska wieder: als Hilfshund für Sven, den gemeinsten Jungen ihrer neuen Klasse. Parker schmiedet einen Plan, wie sie den wunderbarsten Hund der Welt zurück holt.“ [Klappentext, gekürzt]

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Cath Crowley: „Das tiefe Blau der Worte“ [Goodreads]

„Rachel und Henry waren beste Freunde und verbrachten Tage und Nächte in der Buchhandlung von Henrys Familie. Rachel zog aus der Stadt und hinterließ Henry einen Liebesbrief – während Henry mit Amy unterwegs war. Nun ist Rachel zurück und arbeitet wieder in der Buchhandlung, zusammen mit Henry, den sie am liebsten nie wiedersehen würde.“ [Klappentext, gekürzt]

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Hayley Long: „Der nächstferne Ort“ [Goodreads]

„Ein Autounfall. Der 13-jährige Griff will sich nicht von der Trauer um den Verlust seiner Familie überwältigen lassen. Dylan lässt nichts unversucht, seinen jüngeren Bruder zu schützen. Tatsächlich gelingt es den beiden allmählich, ihren Platz wieder zu finden – jeder für sich und trotzdem gemeinsam.“ [Klappentext, gekürzt]

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Tom Fletcher: „Der Weihnachtosaurus“ [Goodreads]

„Die Weihnachtswichtel am Nordpol entdecken ein Ei, tief im Eis. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich brütet es unter seinem dicken Po. Zufällig schickt zur gleichen Zeit ein William einen Wunschzettel ab: Er wünscht sich einen echten Dinosaurier. Als William und der Weihnachtosaurus einander in der Weihnachtsnacht begegnen, erleben die beiden nicht ein fantastisches, zum Brüllen komisches Abenteuer.“ [mit über 100 SW-Illustrationen; Klappentext, gekürzt]

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Ross Welford: „Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist“ [Goodreads]

„Nach der Einnahme eines dubiosen chinesischen Tranks aus dem Internet und einem ausgiebigen Nickerchen auf einer uralten Sonnenbank wird Esther unsichtbar! Für andere ein Herzenswunsch, für sie der Alptraum. Sie will sich endlich gegen die miesen Knight-Zwillinge zur Wehr setzen. Ihrem nerdigen Kumpel Boyd eine echte Freundin sein. Und das größte Geheimnis überhaupt aufdecken: Wer sie in Wirklichkeit ist.“ [Klappentext, gekürzt]

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Morgan Dark: „Secret Zero. Das Spiel beginnt“ [Goodreads]

„Kyle ist beliebt am Internat Drayton. Bis er in spektakuläre Überfälle verwickelt wird. Um seine Unschuld zu beweisen, muss er ZERO finden, den mysteriösen Meisterdieb, der seine Identität hinter einer silbernen Maske verbirgt. Kyle hat das ungute Gefühl, dass ihn etwas mit ZERO verbindet…“ [Klappentext, gekürzt]

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Madeleine L’Engle: „Das Zeiträtsel“ [Goodreads]

„Die dreizehnjährige Meg Mathegenie, doch hört kaum auf die Lehrer. Also hat sie nichts als Ärger. Auch mit ihrem kleinen Bruder Charles, der über merkwürdige Begabungen verfügt und manchmal ihre Gedanken lesen kann. Meg und Charles erfahren, dass ihr Vater, ein berühmter Wissenschaftler, der seit Jahren verschwunden ist, auf dem weit entfernten Planeten Camazotz gefangen gehalten wird. Dort herrscht ES, das Böse schlechthin. Das Abenteuer durch Raum und Zeit kann beginnen …“ [Klappentext, gekürzt] dt. Kinostart der Verfilmung: 5. April 2018

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Robin Roe: „Der Koffer“ [Goodreads]

„Julians Eltern sind tot. Julian lebt bei seinem Onkel, mit Geheimnissen und einem Koffer voller Erinnerungen. Als er seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst glücklich: Adam ist nett, tollpatschig und gehört trotzdem zu den Coolen. Doch es ist schwer, Vertrauen zu fassen. Je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.“ [Klappentext, gekürzt]

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Gill Lewis: „Der Klang der Freiheit“ [Goodreads]

„Eine illustrierte poetische Geschichte. Eine kleine Gruppe von Menschen, die in einem Boot auf offener See treiben, teilen miteinander ihre Lebensgeschichten. Der junge Rami trägt eine Geige bei sich und erzählt eine berührende Geschichte über die Erfindung des Instruments.“ [Klappentext, gekürzt: nur 80 Seiten, illustriert. Ich fand keine Leseprobe. Könnte auch schrecklicher Kitsch sein.]

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drei neue Taschenbuch-Ausgaben bereit erschienener Titel:

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Wesley King: „Daniel is different“ [Goodreads]

„Bloß nicht auffallen! Daniel, 13, hofft, dass niemand seine komischen Angewohnheiten bemerkt – weder die Familie noch sein bester Freund Max, und schon gar nicht seine Traumfrau Raya. Als er plötzlich eine mysteriöse Nachricht erhält, wird aus Daniels Leben ein richtiger Krimi.“ [Klappentext, gekürzt]

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Leila Sales: „This Song will save your Life“ [Goodreads]

„Elise will sich ändern, anpassen, egal was – Hauptsache, sie findet Freunde. Bei einem ihrer Nachtspaziergänge trifft sie auf eine Welt, in der Musik alles ist: den Underground-Club Start. Hier findet sie Freunde, sogar Liebe, und entdeckt ein Talent: Sie ist die geborene DJane! Doch das „richtige“ Leben wartet noch immer vor den Türen des Clubs…“ [Klappentext, gekürzt]

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Becky Albertalli: „Love, Simon“ [alter dt. Titel: „Nur drei Worte“; Goodreads]

„Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 2017! (Jugendjury) Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, weise, aber auch etwas schüchtern. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und tauschen seit Monaten E-Mails aus. Simon spürt, dass er sich langsam verliebt, doch Blue ist noch nicht bereit, sich mit ihm zu treffen. Dann fällt eine Mail in falsche Hände – und Simons Leben steht Kopf.“ [Klappentext, gekürzt; kommt am 28. Juni 2018 in deutsche Kinos.]

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[nur auf Englisch] Holly Black: „The cruel Prince“

„Jude was seven years old when her parents were murdered and she and her two sisters were stolen away to live in the treacherous High Court of Faerie. Ten years later, Jude wants nothing more than to belong there, despite her mortality. But many of the fey despise humans. Especially Prince Cardan, the youngest and wickedest son of the High King. To win a place at the Court, she must defy him–and face the consequences. In doing so, she becomes embroiled in palace intrigues and deceptions, discovering her own capacity for bloodshed. But as civil war threatens to drown the Courts of Faerie, Jude will need to risk her life in a dangerous alliance to save her sisters, and Faerie itself.“ [gelungener Klappentext, kaum gekürzt]

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Timothy Zahn: „Thrawn“ [Goodreads; Figur aus DIESER Zahn-Trilogie]

„Thrawn erweist sich als unverzichtbar für das Imperium, und sein Aufstieg scheint unaufhaltsam. Als er zum Großadmiral ernannt wird, werden seine Fähigkeiten jedoch auf eine harte Probe gestellt. Nun muss er beweisen, dass sein tödlicher Scharfsinn im Krieg gegen die Rebellen stark genug ist.“ [nichtssagender Klappentext, gekürzt]

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Claudia Gray: „Leia: Prinzessin von Alderaan“ [Goodreads]

„Die sechzehn Jahre alte Leia muss ihre Eignung als Thronerbin des Planeten Alderaan unter Beweis stellen. Dazu gehören Überlebenstraining, Schulungen in galaxisweiter Diplomatie und brandgefährliche Missionen auf Welten, die unter imperialer Kontrolle stehen. Ihre Eltern scheinen nicht mehr sie selbst zu sein. Als Leia herausfindet, welche Geheimnisse vor ihr verborgen werden, muss Leia sich entscheiden: Wird sie sich künftig nur auf die Belange ihrer Heimat konzentrieren oder stellt sie sich in den Dienst einer ganzen Galaxis, die händeringend nach einer rebellischen Lichtgestalt sucht?“ [Klappentext, gekürzt; ich mochte Claudia Grays Star-Wars-Roman „Lost Stars“ – doch die deutsche Übersetzung des Leia-Romans wirkt holprig/flach: lieber das Original!]

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Stefanie Höfler: „Tanz der Tiefseequalle“ [Goodreads]

bereits gelesen: Empfehlung! Höflers Jugendbuch „Mein Sommer mit Mucks“ ist noch etwas besser. „Niko ist ziemlich dick und träumt sich oft in Parallelwelten. Dann rettet er die schöne Sera vor einer Grapschattacke, und Sera fordert ihn zum Tanzen auf, was verrückt ist und so aufregend anders, wie alles, was in den nächsten Tagen passiert. Vielleicht ist es der Beginn einer Freundschaft von zweien, die gegensätzlicher nicht sein könnten – doch im entscheidenden Moment mutig über ihren Schatten springen.“ [Klappentext, gekürzt]

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Anke Stelling: „Erna und die drei Wahrheiten“ [Goodreads]

„Warum steckt in „Gemeinschaft“ auch „gemein“? Erna ist 11, besucht eine Gemeinschaftsschule und lebt, wie ihre Freundinnen Liv und Rosalie, im gemeinschaftlichen Wohnprojekt. Dass das ganze Gemeinschaftsgetue ungerecht und sogar verlogen sein kann, erleben Erna und ihre Freundinnen, als nach dem Schulfasching jemand mutwillig die Klos ruiniert hat: Weil der Täter sich nicht meldet, sollen jetzt alle dafür büßen. Erna ermittelt. Sie findet heraus, was passiert ist. Doch soll sie es auch verraten? Schließlich gibt es laut einem Sprichwort drei Wahrheiten – deine, meine und die Wahrheit. Und wer kann die schon ertragen?“ [Klappentext, gekürzt]

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Michelle Cuevas: „Kasimir Karton. Mein Leben als unsichtbarer Freund“ [Goodreads]

„Manchmal wundert Kasimir sich schon, warum ihn niemand beachtet. Im Sportunterricht wird er nicht als Letzter ins Team gewählt, sondern gar nicht, und seine Eltern vergessen, ihm bei Mahlzeiten einen Teller hinzustellen. Nur seine Zwillingsschwester Fleur hält zu ihm. Doch eines Tages macht Kasimir eine schockierende Entdeckung: Fleur hat sich ihn ausgedacht! Mit dem Wunsch, ein echter Junge zu werden, begibt sich Kasimir auf eine lange Reise.“ [Klappentext, gekürzt]

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ab hier: Bücher ohne Übersetzung ins Deutsche

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Amy Rose Capetta: „Echo“

„New York: Zara is unprepared—for Eli, the girl who makes the world glow and for Leopold, the director who wants perfection. Zara wants to play her dream role in Echo and Ariston, the Greek tragedy that taught her everything she knows about love. When the director asks Zara to promise that she will have no outside commitments and distractions, it’s easy to say yes. But it’s hard not to be distracted when there’s a death at the theater—and then another—especially when Zara doesn’t know if they’re accidents, or murder, or a curse that always comes in threes. Assistant lighting director Eli Vasquez, a girl made of tattoos and abrupt laughs and every form of light, looks at Zara. It’s hard not to fall in love. Two girls, finding each other on a stage set for tragedy.“ [Klappentext, gekürzt]

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Adam Silvera: „They both die at the End“

„On September 5, Death-Cast calls Mateo Torrez and Rufus Emeterio: They’re going to die today. Mateo and Rufus are total strangers, but, for different reasons, they’re both looking to make a new friend on their End Day. The good news: There’s an app for that. It’s called the Last Friend, and through it, Rufus and Mateo are about to meet up for one last great adventure—to live a lifetime in a single day.“ [Klappentext, gekürzt; queerer Autor, dessen Bücher/Leseproben mir bisher ALLE zusagten.]

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Mackenzie Lee: „Cavaliersreise. Bekenntnisse eines Gentlemans“ [Goodreads]

„Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille kämpfen Monty, Percy und Felicity gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Doch am Ende finden die drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.“ [Klappentext, gekürzt]

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Barry Lyga: „Bang“

„At the age of four, Sebastian accidentally shot and killed his infant sister with his father’s gun. Ten years later, he has lived with the guilt and horror for his entire life. With his best friend away for the summer, Sebastian has only a new friend—Aneesa—to distract him from his darkest thoughts. But even this relationship cannot blunt the pain of his past. Because Sebastian knows exactly how to rectify his childhood crime and sanctify his past. It took a gun to get him into this. Now he needs a gun to get out.“ [Klappentext, kaum gekürzt; ich las 2010 Barry Lygas „Boy Toy“, und empfehle es sehr.]

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Shaun David Hutchinson: „At the Edge of the Universe“

Tommy and Ozzie have been best friends since second grade, and boyfriends since eighth. They spent countless days dreaming of escaping their small town—and then Tommy vanished. More accurately, he ceased to exist, erased from the minds and memories of everyone who knew him. Everyone except Ozzie. Ozzie doesn’t know how to navigate life without Tommy, and soon suspects that something else is going on: that the universe is shrinking. When Ozzie is paired up with new student Calvin on a physics project, he begins to wonder if Calvin could somehow be involved. But the more time they spend together, the harder it is for him to deny the feelings developing between them, even if he still loves Tommy.“ [Klappentext, gekürzt]

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John Young: „Farewell Tour of a Permanent Optimist“

„Quick-witted, sharp-tongued Connor Lambert has been dying from cancer for years, but he’s not dead yet. Forming an unlikely friendship with fellow juvenile delinquent Skeates, the pair stage a break out and set off on a crazy tour across Scotland to find Connor’s dad, an inmate at Shotts prison. But Connor’s left two things behind — the medication he needs to keep him alive, and the girl who makes living bearable.“ [Klappentext, gekürzt]

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Akemi Dawn Bowman: „Starfish“

„Kiko Himura has always had a hard time saying exactly what she’s thinking. With a mother who makes her feel unremarkable and a half-Japanese heritage she doesn’t quite understand, Kiko prefers to keep her head down, certain that once she makes it into her dream art school, Prism, her real life will begin. But then Kiko doesn’t get into Prism, at the same time her abusive uncle moves back in with her family. So when she receives an invitation from her childhood friend to leave her small town and tour art schools on the west coast, Kiko jumps at the opportunity in spite of the anxieties and fears that attempt to hold her back. And now that she is finally free to be her own person outside the constricting walls of her home life, Kiko learns life-changing truths about herself, her past, and how to be brave.“ [Klappentext, kaum gekürzt]

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NoNieqa Ramos: „The Disturbed Girl’s Dictionary“

„Macy’s school officially classifies her as „disturbed,“ but Macy isn’t interested in how others define her. Her mom can’t move off the couch, her dad’s in prison, her brother’s been kidnapped by Child Protective Services, and now her best friend isn’t speaking to her. Writing in a dictionary format, Macy explains the world in her own terms.“ [Klappentext, gekürzt]

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Amy Reed: „The Nowhere Girls“

„Three misfits come together to avenge the rape of a fellow classmate. Grace Salter is the new girl in town, whose family was run out of their former community after her southern Baptist preacher mom turned into a radical liberal after falling off a horse and bumping her head. Rosina Suarez is the queer punk girl in a conservative Mexican immigrant family. Erin Delillo is obsessed with two things: marine biology and Star Trek: The Next Generation, but they aren’t enough to distract her from her suspicion that she may in fact be an android. When Grace learns that Lucy Moynihan, the former occupant of her new home, was run out of town for having accused the popular guys at school of gang rape, she’s incensed that Lucy never had justice. They form an anonymous group of girls at Prescott High to resist the sexist culture at their school. Told in alternating perspectives, this groundbreaking novel is an indictment of rape culture and explores with bold honesty the deepest questions about teen girls and sexuality.“ [Klappentext, gekürzt]

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Sarah Moon: „Sparrow“

„Sparrow has always had a difficult time making friends. When the one teacher who really understood her — Mrs. Wexler, the school librarian, a woman who let her eat her lunch in the library office — is killed in a freak car accident, Sparrow’s world unravels and she’s found on the roof of her school in an apparent suicide attempt. With the help of an insightful therapist, Sparrow finally reveals the truth of her inner life. And it’s here that she discovers an outlet in Rock & Roll music.“ [Klappentext, gekürzt]

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Anna Priemaza: „Kat and Meg conquer the World“

„Kat and Meg couldn’t be more different. Kat’s anxiety makes it hard for her to talk to people. Meg hates being alone, but her ADHD keeps pushing people away. But when the two girls are thrown together for a year-long science project, they discover they do have one thing in common: They’re both obsessed with the same online gaming star and his videos. It might be the beginning of a beautiful friendship—if they don’t kill each other first.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

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Lianne Oelke: „Nice Try, Jane Sinner“

„Jane is 17 and signs up for House of Orange, a student-run reality show that is basically Big Brother. Living away from home, the chance to win a car, and a campus full of people who don’t know what she did in high school… what more could she want? As House of Orange grows from a low-budget web series to a local TV show with fans and shoddy T-shirts, Jane finally has the chance to let her cynical, competitive nature thrive. She’ll use her growing fan base, and whatever Intro to Psychology can teach her, to prove to the world—or at least viewers of substandard TV—that she has what it takes to win.“ [Klappentext, gekürzt]

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Marie Marquardt: „The Radius of us“

„Months after setting off toward the U.S. / Mexico border in search of safety for his brother, Phoenix Flores-Flores finally walked out of detention. When a car sped toward them and Gretchen Asher’s attacker told her to run, she recognized a surprising terror in his eyes. Told in alternating first person points of view, The Radius of Us is a story of love, sacrifice, and the journey from victim to survivor. It offers an intimate glimpse into the causes and devastating impact of Latino gang violence, both in the U.S. and in Central America, and how people struggling to overcome trauma can find healing in love.“ [sehr schlechter / fragwürdiger Klappentext, gekürzt]

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Claire Christian: „Beautiful Mess“

„Ava lost Kelly. She gets thrown out of school. There’s simmering rage and weird, destructive choices. The only thing going right for Ava is her job at Magic Kebab. Which is where she meets Gideon, a poet and collector of vinyl records with an aversion to social media. He lives in his head. She lives in her grief. The only people who can help them move on with their lives are each other.“ [Klappentext, gekürzt]

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Chantele Sedgwick: „Switching Gears“

„Still mourning the loss of Lucas, the boy she loved in secret for years, seventeen-year-old Emmy Martin turns to her passion for mountain biking. But then, she discovers her mom has early-onset Alzheimer’s. When Cole Evans, the rich boy who usually doesn’t care about anything but himself, offers to train her for the biggest mountain biking race of the season, she accepts. The more time she spends with him, the more she realizes he’s different than she’d expected. As she drifts further away from her family and closer to her dream of being sponsored, a terrible accident threatens any semblance of peace and happiness she has left. Instead of closing herself off to the people she loves, Emmy must learn to rely on those she has pushed away.“ [Klappentext, gekürzt]

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Katherine Applegate: „Wishtree“

„Red is an oak tree, and the neighborhood „wishtree“—people write their wishes on pieces of cloth and tie them to Red’s branches. Along with her crow friend Bongo and other animals who seek refuge in Red’s hollows, this „wishtree“ watches over the neighborhood. Until a new family moves in. Not everyone is welcoming, and Red’s experiences as a wishtree are more important than ever.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

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J. Anderson Coats: „The Many Reflections of Miss Jane Deming“

„High-spirited Jane is excited to be part of Mr. Mercer’s plan to bring Civil War widows and orphans to Washington Territory—but life out west isn’t at all what she expected. The problem, she fears, is her mind. It might not be suitably broad because she had to leave school to take care of little Jer. Seattle doesn’t turn out to be quite as advertised. In this rough-and-tumble frontier town, Jane is going to need every bit of that broad mind and sturdy constitution—not to mention a good sense of humor and a stubborn streak a mile wide.“ [Klappentext, gekürzt]

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Keely Hutton: „Soldier Boy“

„Here is the true story of Ricky Richard Anywar, abducted in 1989 at age fourteen by Joseph Kony’s rebel army in the Ugandan civil war. Ricky is trained, armed, and sent to battle government troops alongside his brutal kidnappers, but over his two and a half years of enslavement, he never stops dreaming of escape. Here also is the story, set twenty years later, of a fictional character named Samuel, a boy deathly afraid of trusting anyone ever again, and representative of the thousands of child soldiers Ricky has helped rehabilitate as founder of the internationally acclaimed charity Friends of Orphans.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

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Kristi Wientge: „Karma Khullar’s Mustache“

„Karma Khullar is about to start middle school, and she is super nervous. Not just because it seems like her best friend has found a newer, blonder best friend. Or that her dad is the new stay-at-home parent. She has realized that she has seventeen hairs that have formed a mustache on her upper lip. Debut author Wientge tackles the uncomfortable—but all too relatable—subject of female body hair and self-esteem with this sweet and charming novel in the tradition of Judy Blume.“ [Klappentext, gekürzt]

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Mark Maciewjewski: „I am Fartacus“

„Chub is a short, accidentally bald, middle school outcast. With help from his personal band of like-minded misfits (not to mention tactics gleaned from the Colonel, a US military vet with toenail issues), Chub’s determined to bring down his nemesis, class hero and now potential class president, Archer, or the Arch—the very guy who betrayed Chub with the lice-killing potion that left him bald as a billiard ball. But then he discovers that there are some very dangerous skeletons in Archer’s closet, and more at stake than just a few middle school reputations. Chub sets off to bring down an evil empire—and inadvertently become the least likely hero of Alanmoore Middle School.“ [Klappentext, gekürzt]

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Dusti Bowling: „Insignificant Events in the Life of a Cactus“

„Aven Green loves to tell people that she lost her arms in an alligator wrestling match, or a wildfire in Tanzania, but the truth is she was born without them. When her parents take a job running Stagecoach Pass, a rundown western theme park in Arizona, Aven moves with them across the country. She bonds with Connor, a classmate who also feels isolated because of his own disability, and they discover a room at Stagecoach Pass that holds secrets.“ [Klappentext, gekürzt]

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Graphic Novels ab ca. 11:

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Keezy Young: „Taproot“

„Blue is having a hard time moving on. He’s in love with his best friend. He’s also dead. Luckily, Hamal can see ghosts, leaving Blue free to haunt him to his heart’s content. But something eerie is happening in town, leaving the local afterlife unsettled. Blue has to find a way to protect Hamal, even if it means… leaving him.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

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Cecil Castellucci: „Soupy Leaves Home“

„Pearl Plankette ran away from her abusive father and stumbles upon a disguise that gives her the key to a new identity. Reborn as a boy named Soupy, she meets Remy -Ramshackle- Smith, a hobo who takes her under his wing. But Ramshackle has his own demons to wrestle with, and he’ll need Soupy just as much as she needs him. Set in 1932, this is the story of two misfits with no place to call home, who build a relationship during a train hopping journey toward the sunny promise of California.“ [Klappentext, gekürzt; die Kritiken sind mittelmäßig, weil die Wirtschaftskrise hier sehr romantisiert wird; doch ich habe großen Respekt vor Autorin Cecil Castellucci seit der DC-Serie „Shade, the Changing Girl“]

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Shannon Hale: „Real Friends“

„When best friends are not forever: Shannon and Adrienne were close since they were little. But one day, Adrienne starts hanging out with Jen, the most popular girl and leader of a circle of friends called The Group. Everyone in The Group wants to be Jen’s #1, and some girls would do anything to stay on top, even if it means bullying others. Newbery Honor author Shannon Hale and New York Times bestselling illustrator LeUyen Pham join forces in this graphic memoir about how hard it is to find your real friends.“ [Klappentext, gekürzt]

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zuletzt: drei feministische Nonfiction-Titel. Nicht explizit für Jugendliche – doch es ist sicher ein Gewinn, das möglichst früh zu lesen:

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404 Ink: Laura Jones, Heather McDaid [Herausgeberinnen]: „Nasty Women“

„With intolerance and inequality increasingly normalised by the day, it’s more important than ever for women to share their experiences. A collection of essays, interviews and accounts on what it is to be a woman in the 21st century. People, politics, pressure, punk – From working class experience to racial divides in Trump’s America, being a child of immigrants, to sexual assault, Brexit, pregnancy, contraception, identity, family, finding a voice online, role models and more. Keep telling your stories, and tell them loud.“ [Klappentext, gekürzt]

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Morgan Jerkins: „This will be my Undoing. Living at the Intersection of Black, Female and Feminist in (white) America“

„From one of the fiercest critics writing today, Morgan Jerkins’ highly-anticipated collection of linked essays interweaves her incisive commentary on pop culture, feminism, black history, misogyny, and racism with her own experiences to confront the very real challenges of being a black woman today. Jerkins is only in her twenties, but she has already established herself as an insightful, brutally honest writer. Doubly disenfranchised by race and gender, often deprived of a place within the mostly white mainstream feminist movement, black women are objectified, silenced, and marginalized with devastating consequences, in ways both obvious and subtle, that are rarely acknowledged in our country’s larger discussion about inequality.“ [Klappentext, gekürzt]

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Kelly Jensen (Herausgeberin): „Here we are: Feminism for the Real World“

„Forty-four writers, dancers, actors, and artists contribute essays, lists, poems, comics, and illustrations about everything from body positivity to romance to gender identity to intersectionality to the greatest girl friendships in fiction. Be inspired to find your own path to feminism.“ [Klappentext, gekürzt]

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Die besten Bücher 2018: erste Favoriten und Empfehlungen [Buchtipps, Romane]

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bereits gelesen:

KENT HARUF, „Lied der Weite“

gelesen in der deutschen Ausgabe von 1999, „Flüchtiges Glück“, die selbe Übersetzung durch Rudolf Hermstein. Harmlos, einfach, etwas süßlich… doch toll atmosphärisch, warmherzig.

„Victoria, siebzehn und schwanger, wird von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt. Da überredet ihre Lehrerin Maggie die Brüder McPheron, zwei alte Viehzüchter, das Mädchen bei sich aufzunehmen. Ein erst widerwilliger Akt der Güte, der das Leben von sieben Menschen in der Kleinstadt Holt in Colorado umkrempelt und verwandelt.“ [Klappentext, ungekürzt]

[Diogenes. 12. Januar]

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angelesen und gemocht:

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neue Bücher 2018 Jon McGregor, Nickolas Butler, Jesmyn Ward

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JON McGREGOR, „Speicher 13“

„Die dreizehnjährige Rebecca Shaw kehrt von einer Moorwanderung nicht zurück. Ein Hubschrauber wird eingesetzt, Beamte durchkämmen die Gegend, Taucher kontrollieren die umliegenden Speicherseen. Auch die Dorfbewohner beteiligen sich an der Suche. Sie müssen einen Weg finden, im Schatten der Ereignisse ihren Alltag zu bewältigen. Jon McGregor erzählt, wie Menschen mit einer Tragödie umgehen, die sie aus nächster Nähe miterleben, und was von dieser Tragödie den Wandel der Zeit überdauert.“ [Klappentext, gekürzt]

[Liebeskind, 22. Januar]

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NICKOLAS BUTLER: „Die Herzen der Männer“

„Wer will schon ein Kind, das weder Freunde noch Selbstbewusstsein besitzt? Je intensiver sich Nelson nach Zuwendung sehnt, desto stärker sondert sich der Vater ab. Nelsons bester Freund aus dem Pfadfinderlager, ist das genaue Gegenteil: Jonathan ist bei allen beliebt und pragmatisch. Was aber treibt jemanden wie Jonathan dazu, sich mit einem Außenseiter anzufreunden? Und stand Jonathan wirklich immer so rückhaltlos zu ihm? Das Leben im rauhen Wisconsin verlangt den Freunden Prüfungen ab, die Loyalität auf eine harte Probe stellen.“ [Klappentext, gekürzt]

[Klett-Cotta, 10. Februar]

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JESMYN WARD: „Singt, ihr Lebenden und Toten, singt“

„Jojo und seine kleine Schwester Kayla leben bei ihren Großeltern an der Golfküste von Mississippi. Ihre Mutter nimmt Drogen und arbeitet in einer Bar. Als der weiße Vater der Kinder aus dem Gefängnis entlassen wird, fährt die Familie zur »Parchment Farm«, dem staatlichen Zuchthaus, um ihn abzuholen. Eine Reise voller Gefahr und Hoffnung. Wie bewahrt man Würde, Liebe und Achtung, wenn man sie nicht erfährt? Ein Familienporträt voller Anspielungen auf das Alte Testament und die Odyssee.“ [Klappentext, gekürzt]

[Kunstmann, 14. Februar]

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neue Bücher 2018 Catalin Mihuleac, Bettina Wilpert, Noelle Revaz

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CATALIN MIHULEAC: „Oxenberg & Bernstein“

„Die reiche Dora Bernstein und ihr Sohn Ben aus Amerika besuchen Iasi, die Wiege der rumänischen Kultur. Eine junge Frau, Suzy, zeigt ihnen die Stadt. Wenig später macht Ben ihr einen Antrag. Sie heiraten, und Suzy beginnt, sich für die Geschichte ihrer neuen Familie und die ihrer alten Heimat genauer zu interessieren. Sie stößt auf ein Mädchen, das 1947 mit 17 Jahren nach Wien kam. Als Einzige einer angesehenen Familie überlebte sie das Pogrom in Iasi und den Holocaust. Im Wiener Rothschild-Spital findet sie Zuflucht und erweist sich als begabte Schneiderin. Dort trifft sie einen GI, der ihr den Hof macht.“ [Klappentext, gekürzt]

[Zsolnay, 19. Februar]

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BETTINA WILPERT: „Nichts, was uns passiert“ [Debüt, deutschsprachig]

„Leipzig. Universität und Fußball-WM. Gute Freunde, eine Geburtstagsfeier. Anna sagt, sie wurde vergewaltigt. Jonas sagt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr. Aussage steht gegen Aussage. Nach zwei Monaten nah an der Verzweiflung zeigt Anna Jonas schließlich an, doch im Freundeskreis hängt bald das Wort „Falschbeschuldigung“ in der Luft. Der Roman thematisiert, welchen Einfluss eine Vergewaltigung auf Opfer, Täter und das Umfeld hat und wie eine Gesellschaft mit sexueller Gewalt umgeht.“ [Klappentext, gekürzt]

[Verbrecher Verlag, 28. Februar]

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NOELLE REVAZ: „Von wegen den Tieren“ [Neuauflage]

„Bauer Paul ist engstirnig und hartherzig, ein Schläger und Trinker. Er selbst merkt das nicht. Kunstvoll lässt Revaz ihn seine Welt schildern: ein wortkarger und harter Mann, der seine Frau nur »Vulva« nennt, seine Kinder nicht beim Namen kennt und zuschlägt, »weil was man gern hat, das klopft man«. Doch dieser Sommer ist anders, denn Vulva wird krank, die Tiere geraten in Gefahr, und der Wanderarbeiter Georges bringt neue Töne in Pauls Leben.“ [Klappentext, gekürzt]

[Wallstein, 5. März, schon 2004 in dieser Übersetzung veröffentlicht]

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neue Bücher 2018 Donal Ryan, Sara Novic, Celeste Ng

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DONAL RYAN: „Die Lieben der Melody Shee“

„Als Melodys Mann sich nach zwei Fehlgeburten heimlich sterilisieren lässt, beantwortet sie diesen Vertrauensbruch mit einer Affäre und wird schwanger – von einem ihrer Schüler. Im erzkatho­lischen Irland schwankt Melody schwankt zwischen dem stillen Glück und der Schuld, die sie mit seiner Entstehung auf sich geladen hat. Die Entscheidung, die sie letztlich trifft, ist so unkon­ventionell wie mutig.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

[Diogenes, 28. März]

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SARA NOVIC: „Das Echo der Bäume“

„Es ist 1991, in der Nähe von Zagreb, in einem Land, in dem Nachbarn zu Feinden geworden sind. Ana gelingt die Flucht nach Amerika, zusammen mit ihrer kleinen Schwester Rahela, die noch ein Baby ist. Rahela wächst sorglos heran, doch Ana kann nicht vergessen. Bis sie eines Tages beschließt, zurückzukehren in das heutige Kroatien, das für sie noch immer voller Wunder ist und einmal ihre Heimat war …“ [Klappentext, gekürzt]

[btb, April – ich las vor zwei Jahren das US-Original, „Girl at War“ ca. zur Hälfte und verlor dann das Interesse: Es las sich wie ein kompetent geschriebenes Jugendbuch, bei dem mir Ton und Themen zu bekannt vorkamen.]

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CELESTE NG: „Kleine Feuer überall“

„Elena Richardson steht in Bademantel und den Tennisschuhen ihres Sohnes auf dem Rasen und starrt in die Flammen. Sie passte gut nach Shaker Heights, den wohlhabenden Vorort von Cleveland, Ohio. Ihr Mann ist Partner einer Anwaltskanzlei, sie schreibt Kolumnen für die Lokalzeitung, die vier halbwüchsigen Kinder sind bis auf das jüngste, Isabel, wohlgeraten. Doch es brennt.“ [Klappentext, gekürzt]

[dtv, 20. April]

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neue Bücher 2018 William Finnegan, Matt Ruff, George Saunders

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WILLIAM FINNEGAN: „Barbarentage“

[Nonfiction] „Vor fünfzig Jahren verfällt William Finnegan dem Surfen. Damals verschafft es ihm Respekt, dann jagt es ihn raus in die Welt – Samoa, Indonesien, Australien, Südafrika –, als Familienvater mit Job beim New Yorker dient es der Flucht vor dem Alltag.“ [Klappentext, gekürzt]

[Suhrkamp, 2. Mai]

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MATT RUFF: „Lovecraft Country“

„Als Atticus Turners Vater verschwindet, macht Atticus sich wohl oder übel auf die Suche: nach „Lovecraft Country“ in Neuengland, Mitte der 50er Jahre ein Ort der schärfsten Rassengesetze in den USA. Mit Hilfe seines Onkels George, Herausgeber des „Safe Negro Travel Guide“, und seiner Jugendfreundin Letitia gelangt er bis zum Anwesen der Braithwhites. Dort tagt eine rassistische Geheimloge: Matt Ruff erzählt mit überbordender Phantasie und teuflischem Humor die wahnwitzigen Abenteuer einer schwarzen Familie.“ [Klappentext, gekürzt]

[Hanser, 14. Mai]

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GEORGE SANDERS, „Lincoln im Bardo“

„Während des amerikanischen Bürgerkriegs stirbt Präsident Lincolns geliebter Sohn Willie mit elf Jahren. Laut Zeitungsberichten suchte der trauernde Vater allein das Grabmal auf, um seinen Sohn noch einmal in den Armen zu halten. Bei George Saunders wird daraus eine allumfassende Geschichte über Liebe und Verlust: Im Laufe dieser Nacht, in der Abraham Lincoln von seinem Sohn Abschied nimmt, werden die Gespenster wach. Warum lieben wir überhaupt, wenn wir doch wissen, dass alles zu Ende gehen muss?“ [Klappentext, gekürzt]

[Luchterhand, 14. Mai]

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neue Bücher 2018 Jens Rehn, Hala Alyan, Naomi Alderman

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JENS REHN: „Nichts in Sicht“ [Neuauflage: 2013 zur Hälfte gelesen, dann aus Versehen das Ende erfahren und das Interesse verloren.]

Okay, Schöffling – vergesst es. Die Website hat den selben Klappentext, der mir das Buch ruinierte 2014. Ihr seid schreckliche Menschen!

[Schöffling, 22. Mai]

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HALA ALYAN: „Häuser aus Sand“

„Salma musste ihre Heimat Jaffa verlassen und fand in Nablus mit Mann und Kindern einen neuen Platz. Der Garten wird zum Paradies. Salmas Tochter dagegen fühlt sich dem Haus und Nablus so verbunden, wie Salma Jaffa. Salma muss erleben, wie ihr Sohn ihr im Sechstagekrieg genommen wird und ihre Tochter nach Kuwait flieht. Alia hasst ihr neues, beengtes Leben und durchlebt die selbe Sehnsucht nach der Heimat und den Widerstand ihrer eigenen Kinder gegen ihr Festhalten an alten Regeln. Zwanzig Jahre später verlieren Alia und ihre Familie erneut ihr Zuhause und retten sich nach Boston, Paris, Beirut. Wieder einmal wird ihre Geschichte von anderen bestimmt und geschrieben.“ [Klappentext, gekürzt]

[Dumont, 18. Juni]

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NAOMI ALDERMAN: „Die Gabe“

„Ein nigerianisches Mädchen am Pool. Die Tochter einer Londoner Gangsterfamilie. Eine US-amerikanische Politikerin. Von heute auf morgen haben Frauen weltweit die Gabe – sie können mit ihren Händen starke Stromstöße aussenden. Ein Ereignis, das die Machtverhältnisse und das Zusammenleben aller Menschen unaufhaltsam und auf schmerzvolle Weise verändern wird.“ [Klappentext, gekürzt]

[Heyne, 12. März]

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deutschsprachige Literatur, noch nicht angelesen:

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Literatur 2018 Anja Kampmann, Milena Michiko Flasar, Andreas Maier

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ANJA KAMPMANN, „Wie hoch die Wasser steigen“, Hanser, 28. Januar.

„Wenzel Groszak, Ölbohrarbeiter auf einer Plattform, verliert in einer stürmischen Nacht den einzigen Freund. Er reist nach Ungarn, bringt dessen Sachen zur Familie. Und jetzt? Vor der westafrikanischen Küste wird er seine Arbeitskleider wegwerfen, wird über Malta und Italien aufbrechen nach Norden, in ein erloschenes Ruhrgebiet, seine frühere Heimat.“ [Klappentext, gekürzt]

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MILENA MICHIKO FLASAR, „Herr Kato spielt Familie“, Wagenbach, Februar

„Endlich Zeit. Jetzt steht er frisch verrentet auf den bemoosten Treppen vor seinem Haus und weiß nicht wohin. Doch als er der jungen Mie begegnet, die ihm ein seltsames Angebot macht, beginnt er, die Dinge anders zu sehen. Er lässt sich von ihrer Agentur »Happy family« mal als Opa, mal als Exmann, dann wieder als Vorgesetzter engagieren und trifft auf fremde Menschen und Schicksale. Er spielt seine Rollen gut, und seine Frau bekommt von alledem nichts mit. Sie hat wieder angefangen zu tanzen.“ [Klappentext, gekürzt]

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ANDREAS MAIER, „Die Universität“, Suhrkamp, 7. Februar

„Frankfurt, 1988. Damals noch ein ganz anderes Studium, Magister, eigentlich völlige Freiheit in allem. Das Betätigungsfeld erstreckt sich vom Biertrinken im „Doctor Flotte“ bis hin zu Seminaren über Wahrheitstheorie, die den Studenten der Philosophie schon innerhalb eines Semesters zu Arztbesuchen treiben. Es droht ein völliger Verlust der eigenen Person. Aus seiner Matratzengruft, in der er sich verzweifelt-lethargisch einrichtet, rettet ihn ausgerechnet ein Pflegefall: Gretel Adorno, die uralte Witwe des Philosophen, bei der er durch seinen Studentenjob Dienst tut. Er läßt sich von ihr zerkratzen und beschimpfen, aber eigentlich versteht er sich mit ihr besser als mit seiner ganzen Umwelt.“ [Klappentext, gekürzt]

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Literatur 2018 Clemens J. Setz, Thorsten Nagelschmidt, Axel Ranisch

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CLEMENS J. SETZ, „Bot“, Suhrkamp, 12. Februar

„Sie sind ein bekannter Schriftsteller und werden um ein Interview gebeten. Stellen Sie sich vor, Ihnen fällt nichts ein. Dann muss eben jemand anderer über Sie erzählen. Im Fall des Schriftstellers Clemens J. Setz fand sich eine Alternative. Aber keine natürliche Person steht hier Rede und Antwort, sondern eine Art künstliche Intelligenz, sein Millionen von Zeichen umfassendes elektronisches Tagebuch – die ausgelagerte Seele des Autors, kurz gesagt: ein Clemens-Setz-Bot.“ [Klappentext, gekürzt]

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THORSTEN NAGELSCHMIDT, „Der Abfall der Herzen“, S. Fischer, 22. Februar

„Sommer 1999. Nagel lebt in seiner ersten WG, hielt sich mit Nebenjobs über Wasser. Damals, als man im Regional-Express noch rauchen durfte und nur Angeber ein Handy hatten. Plötzlich verwandelt sich seine Welt in einen Scherbenhaufen: ein Roman über Liebe, Freundschaft und Verrat. Über einen letzten großen Sommer und die Spurensuche 16 Jahre später.“ [Klappentext, gekürzt]

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AXEL RANISCH, „Nackt über Berlin“, Ullstein Fünf, 23. Februar [schreckliches Spaßbuch-Cover und die verbrauchte Idee aus „Tötet Mrs. Tingle“. Aber: queerer Autor, queerer Teenager-Ich-Erzähler.]

„Jannik und Tai, von ihren Mitschülern liebevoll Fetti und Fidschi genannt, sind 16. Bis sie eines Tages den Rektor sturzbetrunken auf der Straße auflesen und in seiner eigenen Wohnung einsperren. Aus dem Scherz wird schnell eine handfeste Entführung. Tai zwingt den Lehrer zu einem Seelenstriptease. Ein Höllentrip für Jannik, der schnell bemerkt, dass Tai seine zarte Verliebtheit nur ausnutzt.“ [Klappentext, gekürzt]

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Literatur 2018 Anne Reinecke, Josefine Rieks, Antonia Kühn

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ANNE REINECKE, „Leinsee“, Diogenes, 28. Februar [Debüt; könnte ein großes Manic-Pixie-Dream-Girl-Problem haben: junges Mädchen bringt Künstler neuen Lebensmut.]

„Karl ist noch nicht einmal 30 und hat sich schon als Künstler in Berlin einen Namen gemacht. Er ist der Sohn von August und Ada Stiegenhauer, ›dem‹ Glamourpaar der deutschen Kunstszene. Doch in der symbiotischen Beziehung seiner Eltern war kein Platz für ein Kind. Nun ist der Vater tot, die Mutter schwer erkrankt. Karls Kosmos beginnt zu schwanken und steht plötzlich still. Die einzige Konstante ist ausgerechnet das kleine Mädchen Tanja, das ihn mit kindlicher Unbekümmertheit zurück ins Leben lockt. Und es beginnt ein Roman, wild wie ein Gewitter, zart wie ein Hauch.“ [schlimm altbackener Klappentext, ungekürzt]

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JOSEFINE RIEKS, „Serverland“, Hanser, 29. Februar

„Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet. Reiner, Mitte zwanzig, sammelt Laptops und wird zum Begründer einer Jugendbewegung, die verklärt, was es früher wohl einmal gab – die Freiheit einer Gesellschaft, die alles miteinander teilt. Mit Hilfe einer Autobatterie gelingt es, eine Verbindung zu lange stillgelegten Servern herzustellen. Die Jugendlichen sehen, was seit Jahrzehnten keiner mehr gesehen hat: das Internet.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

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ANTONIA KÜHN, „Lichtung“, Reprodukt [Graphic Novel], März

„Mit sechs verliert Paul bei einem Unfall seine Mutter. Fünf Jahre später erinnert er sich nur vage. Sein Vater und seine ältere Schwester tragen eigene Versionen des Unglücks mit sich herum – doch sprechen wollen sie darüber nicht. In alten Briefen und Fotos, Rückblenden und Traumsequenzen findet Paul allmählich die Wahrheit über die Vergangenheit heraus.“ [Klappentext, gekürzt]

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Literatur 2018 Mareike Fallwickl, Svenja Leiber, Karosh Taha

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MAREIKE FALLWICKL, „Dunkelgrün fast schwarz“, FVA, 5. März

„Raffael, der Selbstbewusste und Moritz, der Bumerang in Raffaels Hand: Als Kinder sind sie unzertrennlich, Raffael geht voran, Moritz folgt. Moritz und seine Mutter Marie sind Zugezogene in dem einsamen Bergdorf. Marie erkennt das Zerstörerische hinter Raffaels stahlblauen Augen. Johanna, neu in der Schule, weitet das Band zwischen Moritz und Raffael zu einem fatalen Dreieck. Sechzehn Jahre später hat die Vergangenheit die drei plötzlich wieder im Griff, und alles, was so lange ungesagt war, bricht sich Bahn – mit unberechenbarer Wucht.“ [Klappentext, gekürzt]

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SVENJA LEIBER, „Staub“, Suhrkamp, 7. März

„Als Elfjähriger verbringt Jonas Blaum mit seinen Eltern und zwei Geschwistern ein Jahr in Saudi-Arabien – der Vater hat sich als Arzt an eine Klinik in Riad berufen lassen. Als das jüngste Kind der Blaums, ein Mädchen, das sich selbst als Junge versteht, spurlos verschwindet, wenig später zwar körperlich unversehrt, aber verstört und ohne Sprache wieder auftaucht, kehrt die Familie überstürzt nach Deutschland zurück. Im Sommer 2014 reist Jonas, mittlerweile selbst Arzt, suchtkrank und von Zweifeln geplagt, erneut in den Nahen Osten, diesmal nach Amman. Dort wird ihm ein Junge in die Obhut gegeben, der an einer rätselhaften Krankheit leidet.“ [Klappentext, gekürzt]

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KAROSH TAHA, „Beschreibung einer Krabbenwanderung“, Dumont, 12. März

„Sanaa, 22, studiert, hat einen Freund und Träume. Doch ihre Mutter leidet unter Depressionen. Ihre Schwester ist wütend, orientierungslos. Sanaa rebelliert gegen die Enge des Umfelds. Bis plötzlich alles, was sie sich an Freiheit erkämpfte, auf dem Spiel steht.“ [Klappentext, gekürzt]

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Literatur 2018 Sibylle Luithlen, Kristine Bilkau, Kathrin Weßling

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SIBYLLE LUITHLEN, „Wir müssen reden“, DVA, 12. März

„Feline, noch keine 30, ist Alleskönnerin. Doch genügt sie wirklich – als Lehrerin, Mutter, Frau? Ihr Mann gesteht, in eine andere verliebt zu sein. Sie flüchtet für ein paar Sommerwochen in die schwäbische Provinz. Dort lernt sie Silver kennen, einen Mann, der sich frei gemacht hat von den Erwartungen an ihn.“ [altbackener Klappentext, gekürzt]

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KRISTINE BILKAU, „Eine Liebe, in Gedanken“, Luchterhand, 12. März

„Hamburg, 1964. Antonia und Edgar teilen den Traum von einer Zukunft fern von ihrer Herkunft. Im Krieg geboren und mit Härte und Verdrängung aufgewachsen, wollen sie die Welt kennen lernen. Edgar ergreift die Chance, für eine Außenhandelsfirma ein Büro in Hongkong aufzubauen. Toni soll folgen, sobald er Fuß gefasst hat. Nach einem Jahr der Vertröstungen löst Toni die Verlobung. Tonis und Edgars Leben entwickeln sich auseinander, doch der Trennungsschmerz zieht sich wie ein roter Faden durch beide Biographien. Fünfzig Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter fragt sich Tonis Tochter: War ihre Mutter gescheitert oder lebte sie, wie sie es sich gewünscht hat: selbstbestimmt und frei?“ [Klappentext, gekürzt]

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KATHRIN WEßLING, „Super, und dir?“, Ullstein Fünf, 6. April

„Marlene ist 31 und lebt das Leben, das sie sich wünschte. Auf die Frage, wie es ihr geht, antwortet sie meist: »Super, und dir?« Bis der Urlaub, auf den sie seit Monaten gewartet hat, nicht genehmigt wird. Bis ihr Freund deshalb alleine nach Teneriffa fliegt und Marlene einfach nicht zur Arbeit geht. Kathrin Weßling seziert mit schillernder Sprache eine gnadenlose Arbeitswelt, in der Ersetzbarkeit, fehlende Perspektiven und der Zwang zur (Selbst-)Optimierung eine ganze Generation unter Druck setzen.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

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Literatur 2018 Verena Carl, Ralf Rothmann, Natalie Buchholz, Katharina Adler

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VERENA CARL, „Die Lichter unter uns“, S. Fischer, 26. April

„Anna verbringt ihren Urlaub in Taormina auf Sizilien, mit ihrem Mann und zwei Kindern. Alexander führt das aufregende Leben, das sie sich einmal für sich selbst erträumte. Beneidet er sie um die Familie? Sieben Tage verändern alles.“ [Klappentext, gekürzt]

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RALF ROTHMANN, „Der Gott jenes Sommers“, Suhrkamp, 2. Mai

„Anfang 1945 muss die zwölfjährige Luisa Norff mit ihrer Mutter und der älteren Schwester aus dem bombardierten Kiel aufs Land fliehen. Das Gut ihres Schwagers Vinzent, eines SS-Offiziers, wird ein unverhoffter Raum der Freiheit: Kein Unterricht mehr, und während alliierte Bomber ostwärts fliegen und immer mehr Flüchtlinge eintreffen, streift die Verträumte durch die Wälder. Was ist das für eine Beunruhigung, wenn sie den jungen Melker Walter sieht, wer sind die Gefangenen am Klostersee, von wem bekommt die Perückenmacherin eigentlich die Haare? Als ihr auf einem Fest zu Vinzents Geburtstag genau das widerfährt, wovor sich alle Frauen in jenen Tagen fürchten, bricht Luisa unter der Last des Unerklärlichen zusammen.“ [Klappentext, gekürzt]

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NATALIE BUCHHOLZ, „Der rote Swimmingpool“, Hanser Berlin, 14. Mai

„Adams Mutter ist schön und wird von allen bewundert, sein Vater ist lebenshungrig, erfolgreich. Dann verschwindet er ohne ein Wort. Seine Mutter sagt ihm nicht, was los ist. Ein Debütroman über eine Vorzeigefamilie, die sich selbst zerstört und ein Mädchen, das Adam dazu bringt, sich endlich auf seinen eigenen Weg zu machen.“ [Klappentext, gekürzt]

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KATHARINA ADLER, „Ida“, Rowohlt, 24. Juli

„Sie ist eine der bekanntesten Patientinnen des 20. Jahrhunderts: Dora, das jüdische Mädchen mit der ‚petite hystérie‘. Dora, die kaum achtzehn war, als sie es wagte, ihre Kur bei Sigmund Freud vorzeitig zu beenden. Für Katharina Adler war die widerständige Patientin lange nur eine Familienanekdote: ihre Urgroßmutter, die – nicht unter ihrem wirklichen Namen und auch nicht für eine besondere Leistung – zu Nachruhm kam, und dabei mal zum Opfer, mal zur Heldin stilisiert wurde. Die Geschichte einer Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung. Der Roman eines weitreichenden Lebens, das – mit Freuds Praxistür im Rücken – erst seinen Anfang nahm.“ [Klappentext, gekürzt]

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internationale Literatur, noch nicht angelesen:

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neue Bücher 2018 Haruki Murakami, Fernando Aramburu, Stefan Agopian.png

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HARUKI MURAKAMI, „Die Ermordung des Commendatore“ Band 1 und 2, Dumont, 22. Januar & 16. April

„Ein erfolgreicher junger Maler reist ziellos durch Japan. Er soll das Porträt eines reichen Mannes anfertigen. Wer ist dieser Mann, dessen Bildnis er keine Tiefe verleihen kann? Durch einen Zufall entdeckt der Maler auf dem Dachboden ein meisterhaftes Gemälde, ›Die Ermordung des Commendatore‹. Er ist wie besessen von dem Bild, mit dessen Auffinden zunehmend merkwürdige Dinge um ihn herum geschehen.“ [Klappentext, gekürzt]

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FERNANDO ARAMBURU, „Patria“, Rowohlt, 16. Januar

„Bittori sitzt am Grab ihres Mannes, der vor über zwanzig Jahren von Terroristen erschossen wurde. Sie will herausfinden, was damals geschah und wieder unter denen leben, die einst schweigend zusahen, wie ihre Familie ausgegrenzt wurde. Vor allem die Nachbarin Miren, damals ihre beste Freundin, heute Mutter eines Sohnes, der als Terrorist in Haft sitzt, zeigt sich alarmiert.“ [Klappentext, gekürzt]

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STEFAN AGOPIAN, „Das Handbuch der Zeiten“, Verbrecher Verlag, Februar

„In einer Pfütze erwachen Ioan, der Geograf und der Armenier Zadic. Zeiten und Geschichten schieben sich wie Eisschollen übereinander, der Winter und der Krieg. Mürrische Pandidaktiker fabulieren über die Welt und über Bohnen.“ [Klappentext, gekürzt]

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neue Bücher 2018 Bianca Bellova, Nina Lykke, Marcelo Figueras

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BIANCA BELLOVA, „Am See“, Kein & Aber, 16. Februar

„Ein Fischerdorf. Ein See, der austrocknet. Die Männer haben Wodka, die Kinder haben Ekzeme, an denen sie kratzen können. Nami hat sein Leben noch vor sich. Um hinter das größte Geheimnis seines Lebens zu kommen, muss er in die große Stadt ziehen.“ [Klappentext, gekürzt]

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NINA LYKKE, „Aufruhr in mittleren Jahren“, Nagel & Kimche, 19. Februar

„Oslo: Ingrid und Jan, seit 25 Jahren verheiratet, führen ein Leben in Wohlstand. Doch Ingrid kann nicht mehr. Das Engagement am Arbeitsplatz ist nur geheuchelt und von den halbwüchsigen Söhnen ist kein Trost zu erwarten. Jan schlittert in eine Affäre.“ [Klappentext, gekürzt]

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MARCELO FIGUERAS, „Das schwarze Herz des Verbrechens“, Hanser, 19. Februar

„Argentinien im Juni 1956: Ein Dutzend Männer wird von der Polizei aus einer Wohnung entführt und hingerichtet. Monate später stößt der Journalist Rodolfo Walsh auf die Spur eines Überlebenden; nach minutiösen Recherchen veröffentlicht er den Tatsachenroman „Das Massaker von San Martín“. Das Buch macht Walsh zum Helden des argentinischen Widerstands. Figueras erzählt die wahre Begebenheit als Thriller.“ [Klappentext, gekürzt]

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neue Bücher 2018 Dasa Drndic, Monica Isakstuen, Rita Indiana

DASA DRNDIC, „Belladonna“, Hoffmann & Campe, 20. Februar

„Andreas Ban ist Psychoanalytiker und Schriftsteller, dessen Welt nur noch aus Erinnerungen besteht, auch an die Schrecken des 20. Jahrhunderts. Eine Parabel über einen vergessenen, verstoßenen Intellektuellen, der in einer Gesellschaft, die ewige Jugend predigt und kritische Gedanken unterdrückt, zu leben und denken versucht.“ [Klappentext, gekürzt]

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MONICA ISAKSTUEN, „Elternteile“, Eichborn, 23. Februar

„Eine kleine Familie zerbricht. Karen und ihr Ex-Mann bemühen sich, alles einvernehmlich zu regeln – auch die Erziehung der dreijährigen Tochter Anna. Karen kämpft gegen die Erwartungen, die gut gemeinten Ratschläge von Freunden, die Vorwürfe der eigenen Mutter.“ [Klappentext, gekürzt]

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RITA INDIANA, „Tentakel“, Wagenbach, März

„Die Dominikanische Republik, etwas später. Die Strandpromenaden von Tsunamis verwüstet, das Meer auf Jahrzehnte verseucht, und auf den Straßen patrouillieren Roboter, die Flüchtlinge aus Haiti einsammeln und verschwinden lassen. Die junge Acilde Figueroa Frau arbeitet als Hausangestellte einer Voodoo-Priesterin und will Restaurantchef werden. Als sie erfährt, dass sie auserwählt ist, das Meer vor seiner Zerstörung zu bewahren, beginnt ein wilder Trip.“ [Klappentext, gekürzt]

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neue Bücher 2018 Madame Nielsen, James Baldwin, Yiyun Li

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MADAME NIELSEN, „Der endlose Sommer“, Kiepenheuer & Witsch, 8. März

The Endless Summer opens from the perspective of a „young boy, who is perhaps a girl, but does not yet know it.“ This digressive, cinematic love story about a Danish woman and a much younger Portuguese artist confronts ideas of time, sexuality, and tragedy in a manner that’s both seductive and heart-wrenching.“ [Der deutsche Klappentext ist absurd nichtssagend und schlecht.]

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JAMES BALDWIN, „Von dieser Welt“, dtv, 9. März

„John ist ein schwarzer, empfindsamer Junge aus Harlem, sexuell unschlüssig. Was nützt es, von weißen Lehrern gefördert zu werden, wenn der eigene Vater tagtäglich predigt, man sei hässlich und wertlos, solange man sich nicht von der Kirche retten lässt? An Johns vierzehntem Geburtstag kommt Johns Bruder Roy von Messerstichen verletzt nach Hause. John wagt einen mutigen Schritt.“ [Klappentext, gekürzt]

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YIYUN LI, „Lieber Freund, aus meinem Leben schreibe ich dir in deines“, Essay/Memoir, Hanser, 9. März

„Li schreibt über ihren Selbstmordversuch. Sie kam als Immunologin von China nach Amerika und erzählt von ihren Depressionen und Büchern von Stefan Zweig, Elizabeth Bishop und William Trevor, die sie aus ihrer Einsamkeit heraus rissen.“ [Klappentext, gekürzt]

neue Bücher 2018 Lars Saabye Christensen, Tommi Kinnunen, Laetititia Colombani

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LARS SAABYE CHRISTENSEN, „Magnet“, btb, 12. März

„Jokum Jokumsen, Student der Literaturwissenschaft, Jazzliebhaber und über zwei Meter groß. Und Synne Sager, Studentin der Kunstgeschichte und Vegetarierin. Ein Wohnheim in Oslo in den 70er Jahren. In San Francisco widmet sich Jokum der Fotografie. Synne wird Kuratorin. Und möchte bekannt werden. Das Besondere leben.“ [Klappentext, gekürzt]

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TOMMI KINNUNEN, „Wege, die sich kreuzen“,  DVA, 19. März

„1996, im Norden Finnlands. Lahja kann zurückblicken auf ein langes Leben, in dem sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen konnte: das Fotografieren. Eines war ihr nicht vergönnt: körperliche Erfüllung. Ihr treuer Ehemann konnte ihr nicht geben, wonach sie sich sehnte – bis sie sich nach Jahren der unterdrückten Gefühle zu einer grausamen Tat hinreißen ließ. Erst nach ihrem Tod findet ihre Schwiegertochter Kaarina auf dem Dachboden einen Brief. Kunstvoll verwebt Tommi Kinnunen darin die Schicksale von vier Menschen, deren Träume größer sind als die Möglichkeiten, die das Leben offeriert.“ [Klappentext, gekürzt]

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LAETITIA COLOMBANI, „Der Zopf“, S. Fischer, 22. März

„Während Sarah in Montreal als Staranwältin gut situiert ist, hat Giulia in Palermo ihren Platz im Familienunternehmen, der letzten Perückenfabrik der Stadt. Smita in Uttar Pradesh im Norden Indiens hat es am schlechtesten getroffen, als Dalit gehört sie der untersten Kaste an und muss die Exkremente der anderen entsorgen. Das Haar, das Smita dem Gott Vishnu opfert, wird Giulias Rettung sein und Sarah neue Kraft schenken.“ [Klappentext, gekürzt]

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neue Bücher 2018 Laio Yiwu, Barien Vives, Maryam Madjidi

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LIAO YIWU, „Drei wertlose Visa und ein toter Reisepass. Meine lange Flucht aus China“, S. Fischer, 26. April

„Friedenspreisträger Liao Yiwu über seine dramatische Flucht nach Deutschland. Am 2. Juli 2011 gelang es Yiwu, den Grenzfluss zwischen China und Vietnam zu überqueren. Der entscheidende Schritt, der ihn ins Exil nach Deutschland führte.“ [Klappentext, gekürzt]

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BASTIEN VIVÈS, „Eine Schwester“, Reprodukt, Mai [Graphic Novel]

„Für einen 13-Jährigen ist Antoine noch recht kindlich, verträumt. Mit seiner Familie verbringt er die Sommerferien wie jedes Jahr am Meer, als überraschend Besuch auftaucht: eine Freundin der Mutter und ihre Tochter Hélène. Hélène ist 16 und behandelt den Jungen nicht mit der Herablassung der Älteren, sondern nimmt ihn freundschaftlich unter ihre Fittiche, verführt ihn zur ersten Zigarette, zum ersten Rausch und schließlich zum ersten Kuss. Hélène weckt seine sexuelle Begierde und ist gleichsam wie eine Schwester, mit der Antoine und sein kleiner Bruder Momente kindlicher Verschworenheit verleben. Als sie nach einer Woche Abschied nimmt, hat sie Antoine sanft aus seiner Kindheit gelöst.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

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MARYAM MADJIDI, „Du springst, ich falle“, Blumenbar, 18. Mai

„Ein autobiographisches Debüt über Kindheit im Iran und den Kampf der Eltern für den Kommunismus. In Frankreich sollte das neue Leben anfangen – ohne Kampf, ohne Gefängnis. Doch die kleine Maryam fühlt sich fremd, weil in Paris alles fehlt: die eigene Sprache, echte Freunde, die Großmutter. Als junge Frau fährt Maryam zurück, und verliebt sich zum ersten Mal.“ [Klappentext, gekürzt]

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neue Bücher 2018 Alice Zeniter, Linn Ullmann, Nana Ekvtimishvli

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ALLICE ZENITER, „Die Kunst, zu verlieren“, Berlin Verlag, 1. Juni

„Naïma hat es lange nichts bedeutet, dass ihre Familie aus Algerien stammt. Wie soll ihre Verbindung zu einer Familiengeschichte, die sie nicht kennt, denn auch aussehen? War ihr Großvater wirklich ein „Harki“, ein Verräter? Vielleicht könnte die Großmutter es ihr erzählen, aber nur in einer Sprache, die Naima nicht versteht. Und ihr Vater, der 1962 nach Frankreich kam, in eines jener damals hastig errichteten Auffanglager, wo man die Algerienflüchtlinge versteckte, redet nicht über das Land seiner Kindheit. Um mehr zu erfahren, tritt Naïma eine weite Reise an“ [Klappentext, ungekürzt]

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LINN ULLMANN, „Die Unruhigen“, Luchterhand, 11. Juni

„Vater und Tochter, ein Aufnahmegerät. Ihr Plan: Das Altern dokumentieren. Doch die Gespräche werden unvorhersehbar und unzusammenhängend. Ein verspielter, forschender, genreüberschreitender Roman über ein Kind, das es nicht erwarten kann, erwachsen zu werden, und Eltern, die am liebsten Kinder sein wollen.“ [Klappentext, gekürzt]

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NANA EKVTIMISHVILI, „Das Birnenfeld“, Suhrkamp, 4. Juli

„Der Geschichtslehrer muss sterben. Das ist Lelas Plan: Im Internat für geistig behinderte Kinder in Tbilisi, einem Relikt aus Sowjetzeiten, hat das zornige Mädchen die Rolle der Beschützerin übernommen. Die Lehrerinnen sind mit den „Debilen“ überfordert. Behindert sind die wenigsten ihrer Schützlinge, im Stich gelassen, abgehängt sind sie alle. So mörderisch Lelas Hass auf den Geschichtslehrer, so schwesterlich ihr Verhältnis zu Irakli: Sie begleitet ihn in eine Hochhauswohnung in der Nachbarschaft, wo er einmal in der Woche mit seiner Mutter in Griechenland telefonieren darf. Irakli will nicht wahrhaben, was Lela längst weiß: Seine Mutter wird nie zurückkehren.“ [Klappentext, gekürzt]

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(und: BECKI ALBERTALLIs „Nur drei Worte“ (Carlsen, 2016) kommt am 28. Juni in deutsche Kinos)

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Sachbuch, noch nicht angelesen:

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Sachbücher 2018 Jörg Magenau, Toni Morrison, Hans Rosling

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JÖRG MAGENAU, „Bestseller“, Hoffmann & Campe, 20. Februar

„Bestseller sind Spiegel ihrer Zeit. Jörg Magenau fahndet in den Regalen von 1945 bis heute, was die Bücher über uns als Gesellschaft und unsere Stimmungen erzählen. Es gibt Gründe und Bedingungen dafür, dass Tausende Leser zur selben Lektüre greifen. Warum wurden bestimmte Themen so mächtig? Eine Geschichte des Lesens – eine Geschichte unseres Landes.“ [Klappentext, gekürzt]

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TONI MORRISON, „Die Herkunft der anderen“, Rowohlt, 27. März

„Literaturnobelpreis-Trägerin Toni Morrison mit klugen, schneidend klaren Worten zum Thema Rassismus in Amerika. Die sechs hier abgedruckten Texte basieren auf Vorlesungen an der Harvard University im Sommer 2016. Wie und wann entsteht das Konzept des Andersseins? Morrison beantwortet die Frage mit persönlichen Erinnerungen aus ihrer Kindheit, erzählt von eigenen Familien- und Berufserfahrungen und spricht über reale Fälle, die sie zu ihren Romanen inspirierten. Zudem macht sich Toni Morrison Gedanken zur Geschichte und Funktion von Literatur in einer latent rassistischen Gesellschaft. Sie leitet den literarischen Rassismus aus der Romantisierung des Sklaventums her und belegt mit Beispielen von Faulkner bis Hemingway die ständige Angst vor den schwarzen Gesichtern. Dabei schlägt sie einen weltpolitischen Bogen, von der individuellen Herkunft bis hin zur Globalisierung, zu Grenzen und Fluchtbewegungen. “ [Klappentext, gekürzt]

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HANS ROSLING, „Factfulness“, Ullstein, 6. April

„Es wird alles immer schlimmer, eine schreckliche Nachricht jagt die andere: Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Es gibt immer mehr Kriege, Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen. Viele Menschen tragen solche beängstigenden Bilder im Kopf. Doch sie liegen damit grundfalsch.“ [erste Hälfte des Klappentexts, ungekürzt]

Ein dummer, gefährlicher Klappentext. Meint er „Die Menschen liegen grundfalsch, wenn sie denken, alles würde immer schlimmer?“ Passt. Doch so, wie diese Sätze montiert sind, klingt es wie „Die Menschen liegen grundfalsch, wenn sie denken, die Reichen werden reicher, die Armen ärmer.“ Das ist SO leicht nachzuweisen, und wird SO oft gezeigt, mit überprüfbaren Zahlen. Ich hasse, dass Ullstein bei einem Buch, das vom Fehl-Interpretieren von Fakten handelt, in Kauf nimmt, dass Menschen glauben könnten, die Schere zwischen Arm und Reich sei umstritten/strittig.

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Literatur 2018 Sebastian Christ, Ta-Nehisi Coates, Kathrin Passig, Werner Bartens

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SEBASTIAN CHRIST, „Überübermorgen“, mikrotext, Mai

„Neue Technologien erscheinen den Menschen in den entwickelten Ländern nicht mehr als Chance, sondern als Bedrohung. Gerade jetzt müssten wir über Zukunft nachdenken. Was ist bei uns in 100, 500, 1.000, 10.000 Jahren los? Zwölf literarische Szenarien, was sein könnte, wenn wir nur wollen.“ [Klappentext, gekürzt]

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TA-NEHISI COATES, „We were eight Years in Power“, Hanser Berlin, 14. Mai

„Mit Barack Obama sollte die amerikanische Gesellschaft ihren jahrhundertealten Rassismus überwinden. Am Ende seiner Amtszeit zerschlugen sich die Reste dieser Hoffnung mit der Machtübernahme Donald Trumps.“ [Klappentext, gekürzt]

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KATHRIN PASSIG, „Neue Staaten erfinden“, Rowohlt Berlin, 24. Juli

„Im Netz geschieht Politik, ununterbrochen. Nicht nur in spektakulären Fällen von staatlicher Einflussnahme, Zensur oder Revolutionen. Nein, jede Gruppenbildung ist zugleich ein politisches Gebilde, in dem es um Mitsprache, Macht und Rechte geht. Was verrät uns die Selbstorganisation auf Facebook oder Wikipedia? Auch im Netz gibt es Monarchien, Diktaturen und Demokratien – welche Probleme lösen sie, welche neuen entstehen? Wer soll hier welche «staatsbürgerlichen» Rechte haben? Und wie wirkt das alles auf den Rest der Welt zurück? Das Internet ist nicht nur zwangsläufig politisch. Es zeigt uns auch, wie wir Politik gestalten und zusammenleben können – im Netz und draußen.“ [Klappentext, gekürzt]

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WERNER BARTENS, „Emotionale Gewalt“, Rowohlt Berlin, 21. August

„Der Angestellte, den der Chef zum Rapport an den «Schadenstisch» ruft; das Kind, das mit Liebesentzug bestraft wird; die Frau, deren Mann sich vor versammeltem Freundeskreis über sie lustig macht. Emotionale Gewalt kann seelische und körperliche Verletzungen hervorrufen, die nie wieder heilen. Die Betroffenen neigen später oft zu Depressionen und Angststörungen. Überall kann man Demütigung und Missachtung erleben, aber überall kann man sich auch wehren.“ [Klappentext, gekürzt]

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Danke an Ilja Regier, der seit Jahren zweimal jährlich solche Listen in seinem Literaturblog erstellt, für die Herbst- und Frühlings-Novitäten:

Iljas 2018-Posting und -Vorauswahl: hier

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Ich bin freier Kritiker (…und, gern und so oft wie möglich: Moderator bei Lesungen und Podien) und hoffe, 2018 auch mit zwei, drei Autor*innen auf Bühnen ins Gespräch zu gehen. Bisher moderierte ich u.a. Lesungen und Gespräche mit Stewart O’Nan, Thomas von Steinaecker, Manja Präkels (Foto) und Nik Afanasjew, Kathrin Passig, Teresa Präauer und Justin Torres, Fiona Maazel. Gern auf Englisch: das.ensemble (at) gmail.com

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