Buchempfehlungen

gelesen 2018: meine 20 besten Bücher / Lieblingsbücher des Jahres

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20 Bücher, die ich möglichst vielen Menschen empfehlen kann:

meine Entdeckungen 2018.

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Favoriten 2017 | Favoriten 2016 | Favoriten 2014 | Favoriten 2013 | Favoriten 2012 | Favoriten 2011

2015 empfahl ich Bücher etwas ausführlicher.

 

Lieblingscomics 2018 hier (Link)

Und: Songs 2018 (Link)!

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20: DANIELA KRIEN, „Liebe im Ernstfall“

19: RITA INDIANA, „Tentakel“ [empfohlen von mir im Leutzebuerger Journal, Link]

18: CLAUDIA RANKINE, „Citizen“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

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17: ELIZABETH W. GARBER, „Implosion“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

16: AWTANDIL KWASKHWADSE, „Das Spiel des Todesengels. Georgien unter Stalin“ [empfohlen von mir bei Spiegel Online, Link]

15: ASSAF GAVRON, „Hydromania“

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14: LASHA BUGADZE, „Der erste Russe“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

13: CHUYA KOYAMA, „Space Brothers“ (Manga, Band 1 bis 34) [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

12: NANA EKVTIMISHVILI, „Das Birnenfeld“

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11: ANKE STELLING, „Schäfchen im Trockenen“

10: INGVILD H. RISHOI, „Winternovellen“

09: PENELOPE BAGIEU, „Unerschrocken“ (Biografien, illustriert: Band 1 und 2) [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

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08: JON McNAUGHT, „Kingdom“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

07: JULIA ZEIJN, „Drei Wege“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

06: JON McGREGOR, „Speicher 13“

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05: BETTINA WILPERT, „Nichts, was uns passiert“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

04: ANGELA STEIDELE, „Anne Lister. Eine erotische Biografie“ [und, etwas schwächer: „Zeiteisen. Vier Frauen, zwei Jahrhunderte, ein Weg“] [empfohlen im Blog, Link]

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03: RANDY SHILTS, „And the Band played on“ [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

02: MAKOTO YUKIMURA, „Vinland Saga“ (Manga, Band 1 bis 22) [empfohlen von mir bei Deutschlandfunk Kultur, Link]

01: ANKE STELLING, „Erna und die drei Wahrheiten“ [empfohlen von mir am LCB Berlin, Link]

Die besten Jugendbücher 2018 – Entdeckungen zur Leipziger Buchmesse

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Ich schreibe einen Roman über Sechzehnjährige. Ich lese seit ca. 2009 Young-Adult-Literatur, empfehle Titel bei ZEIT Online und veröffentliche immer wieder auch längere Texte über z.B.“Mockingjay” (Link) oder neue Dystopien (Link). Meine Lieblings-Jugendbuchautorin ist A.S. King (Link).

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Mehrmals jährlich stelle ich hier im Blog unbekannte oder neue Bücher vor.

Heute: aktuelle Jugendbücher und Young-Adult-Literatur, erst neu auf Deutsch, weiter unten: englischsprachig.

Neue Titel oder Neuausgaben – erschienen zwischen Frühling 2017 und Frühling 2018. Angelesen, gemocht und vorgemerkt.

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Anna Woltz: „Für immer Alaska“ [Goodreads]

„Parkers kleiner Bruder ist allergisch gegen Hundehaare. Doch Parker sieht Alaska wieder: als Hilfshund für Sven, den gemeinsten Jungen ihrer neuen Klasse. Parker schmiedet einen Plan, wie sie den wunderbarsten Hund der Welt zurück holt.“ [Klappentext, gekürzt]

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Cath Crowley: „Das tiefe Blau der Worte“ [Goodreads]

„Rachel und Henry waren beste Freunde und verbrachten Tage und Nächte in der Buchhandlung von Henrys Familie. Rachel zog aus der Stadt und hinterließ Henry einen Liebesbrief – während Henry mit Amy unterwegs war. Nun ist Rachel zurück und arbeitet wieder in der Buchhandlung, zusammen mit Henry, den sie am liebsten nie wiedersehen würde.“ [Klappentext, gekürzt]

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Hayley Long: „Der nächstferne Ort“ [Goodreads]

„Ein Autounfall. Der 13-jährige Griff will sich nicht von der Trauer um den Verlust seiner Familie überwältigen lassen. Dylan lässt nichts unversucht, seinen jüngeren Bruder zu schützen. Tatsächlich gelingt es den beiden allmählich, ihren Platz wieder zu finden – jeder für sich und trotzdem gemeinsam.“ [Klappentext, gekürzt]

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Tom Fletcher: „Der Weihnachtosaurus“ [Goodreads]

„Die Weihnachtswichtel am Nordpol entdecken ein Ei, tief im Eis. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich brütet es unter seinem dicken Po. Zufällig schickt zur gleichen Zeit ein William einen Wunschzettel ab: Er wünscht sich einen echten Dinosaurier. Als William und der Weihnachtosaurus einander in der Weihnachtsnacht begegnen, erleben die beiden nicht ein fantastisches, zum Brüllen komisches Abenteuer.“ [mit über 100 SW-Illustrationen; Klappentext, gekürzt]

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Ross Welford: „Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist“ [Goodreads]

„Nach der Einnahme eines dubiosen chinesischen Tranks aus dem Internet und einem ausgiebigen Nickerchen auf einer uralten Sonnenbank wird Esther unsichtbar! Für andere ein Herzenswunsch, für sie der Alptraum. Sie will sich endlich gegen die miesen Knight-Zwillinge zur Wehr setzen. Ihrem nerdigen Kumpel Boyd eine echte Freundin sein. Und das größte Geheimnis überhaupt aufdecken: Wer sie in Wirklichkeit ist.“ [Klappentext, gekürzt]

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Morgan Dark: „Secret Zero. Das Spiel beginnt“ [Goodreads]

„Kyle ist beliebt am Internat Drayton. Bis er in spektakuläre Überfälle verwickelt wird. Um seine Unschuld zu beweisen, muss er ZERO finden, den mysteriösen Meisterdieb, der seine Identität hinter einer silbernen Maske verbirgt. Kyle hat das ungute Gefühl, dass ihn etwas mit ZERO verbindet…“ [Klappentext, gekürzt]

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Madeleine L’Engle: „Das Zeiträtsel“ [Goodreads]

„Die dreizehnjährige Meg Mathegenie, doch hört kaum auf die Lehrer. Also hat sie nichts als Ärger. Auch mit ihrem kleinen Bruder Charles, der über merkwürdige Begabungen verfügt und manchmal ihre Gedanken lesen kann. Meg und Charles erfahren, dass ihr Vater, ein berühmter Wissenschaftler, der seit Jahren verschwunden ist, auf dem weit entfernten Planeten Camazotz gefangen gehalten wird. Dort herrscht ES, das Böse schlechthin. Das Abenteuer durch Raum und Zeit kann beginnen …“ [Klappentext, gekürzt] dt. Kinostart der Verfilmung: 5. April 2018

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Robin Roe: „Der Koffer“ [Goodreads]

„Julians Eltern sind tot. Julian lebt bei seinem Onkel, mit Geheimnissen und einem Koffer voller Erinnerungen. Als er seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst glücklich: Adam ist nett, tollpatschig und gehört trotzdem zu den Coolen. Doch es ist schwer, Vertrauen zu fassen. Je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.“ [Klappentext, gekürzt]

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Gill Lewis: „Der Klang der Freiheit“ [Goodreads]

„Eine illustrierte poetische Geschichte. Eine kleine Gruppe von Menschen, die in einem Boot auf offener See treiben, teilen miteinander ihre Lebensgeschichten. Der junge Rami trägt eine Geige bei sich und erzählt eine berührende Geschichte über die Erfindung des Instruments.“ [Klappentext, gekürzt: nur 80 Seiten, illustriert. Ich fand keine Leseprobe. Könnte auch schrecklicher Kitsch sein.]

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drei neue Taschenbuch-Ausgaben bereit erschienener Titel:

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Wesley King: „Daniel is different“ [Goodreads]

„Bloß nicht auffallen! Daniel, 13, hofft, dass niemand seine komischen Angewohnheiten bemerkt – weder die Familie noch sein bester Freund Max, und schon gar nicht seine Traumfrau Raya. Als er plötzlich eine mysteriöse Nachricht erhält, wird aus Daniels Leben ein richtiger Krimi.“ [Klappentext, gekürzt]

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Leila Sales: „This Song will save your Life“ [Goodreads]

„Elise will sich ändern, anpassen, egal was – Hauptsache, sie findet Freunde. Bei einem ihrer Nachtspaziergänge trifft sie auf eine Welt, in der Musik alles ist: den Underground-Club Start. Hier findet sie Freunde, sogar Liebe, und entdeckt ein Talent: Sie ist die geborene DJane! Doch das „richtige“ Leben wartet noch immer vor den Türen des Clubs…“ [Klappentext, gekürzt]

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Becky Albertalli: „Love, Simon“ [alter dt. Titel: „Nur drei Worte“; Goodreads]

„Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 2017! (Jugendjury) Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, weise, aber auch etwas schüchtern. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und tauschen seit Monaten E-Mails aus. Simon spürt, dass er sich langsam verliebt, doch Blue ist noch nicht bereit, sich mit ihm zu treffen. Dann fällt eine Mail in falsche Hände – und Simons Leben steht Kopf.“ [Klappentext, gekürzt; kommt am 28. Juni 2018 in deutsche Kinos.]

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[nur auf Englisch] Holly Black: „The cruel Prince“

„Jude was seven years old when her parents were murdered and she and her two sisters were stolen away to live in the treacherous High Court of Faerie. Ten years later, Jude wants nothing more than to belong there, despite her mortality. But many of the fey despise humans. Especially Prince Cardan, the youngest and wickedest son of the High King. To win a place at the Court, she must defy him–and face the consequences. In doing so, she becomes embroiled in palace intrigues and deceptions, discovering her own capacity for bloodshed. But as civil war threatens to drown the Courts of Faerie, Jude will need to risk her life in a dangerous alliance to save her sisters, and Faerie itself.“ [gelungener Klappentext, kaum gekürzt]

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Timothy Zahn: „Thrawn“ [Goodreads; Figur aus DIESER Zahn-Trilogie]

„Thrawn erweist sich als unverzichtbar für das Imperium, und sein Aufstieg scheint unaufhaltsam. Als er zum Großadmiral ernannt wird, werden seine Fähigkeiten jedoch auf eine harte Probe gestellt. Nun muss er beweisen, dass sein tödlicher Scharfsinn im Krieg gegen die Rebellen stark genug ist.“ [nichtssagender Klappentext, gekürzt]

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Claudia Gray: „Leia: Prinzessin von Alderaan“ [Goodreads]

„Die sechzehn Jahre alte Leia muss ihre Eignung als Thronerbin des Planeten Alderaan unter Beweis stellen. Dazu gehören Überlebenstraining, Schulungen in galaxisweiter Diplomatie und brandgefährliche Missionen auf Welten, die unter imperialer Kontrolle stehen. Ihre Eltern scheinen nicht mehr sie selbst zu sein. Als Leia herausfindet, welche Geheimnisse vor ihr verborgen werden, muss Leia sich entscheiden: Wird sie sich künftig nur auf die Belange ihrer Heimat konzentrieren oder stellt sie sich in den Dienst einer ganzen Galaxis, die händeringend nach einer rebellischen Lichtgestalt sucht?“ [Klappentext, gekürzt; ich mochte Claudia Grays Star-Wars-Roman „Lost Stars“ – doch die deutsche Übersetzung des Leia-Romans wirkt holprig/flach: lieber das Original!]

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Stefanie Höfler: „Tanz der Tiefseequalle“ [Goodreads]

bereits gelesen: Empfehlung! Höflers Jugendbuch „Mein Sommer mit Mucks“ ist noch etwas besser. „Niko ist ziemlich dick und träumt sich oft in Parallelwelten. Dann rettet er die schöne Sera vor einer Grapschattacke, und Sera fordert ihn zum Tanzen auf, was verrückt ist und so aufregend anders, wie alles, was in den nächsten Tagen passiert. Vielleicht ist es der Beginn einer Freundschaft von zweien, die gegensätzlicher nicht sein könnten – doch im entscheidenden Moment mutig über ihren Schatten springen.“ [Klappentext, gekürzt]

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Anke Stelling: „Erna und die drei Wahrheiten“ [Goodreads]

„Warum steckt in „Gemeinschaft“ auch „gemein“? Erna ist 11, besucht eine Gemeinschaftsschule und lebt, wie ihre Freundinnen Liv und Rosalie, im gemeinschaftlichen Wohnprojekt. Dass das ganze Gemeinschaftsgetue ungerecht und sogar verlogen sein kann, erleben Erna und ihre Freundinnen, als nach dem Schulfasching jemand mutwillig die Klos ruiniert hat: Weil der Täter sich nicht meldet, sollen jetzt alle dafür büßen. Erna ermittelt. Sie findet heraus, was passiert ist. Doch soll sie es auch verraten? Schließlich gibt es laut einem Sprichwort drei Wahrheiten – deine, meine und die Wahrheit. Und wer kann die schon ertragen?“ [Klappentext, gekürzt]

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Michelle Cuevas: „Kasimir Karton. Mein Leben als unsichtbarer Freund“ [Goodreads]

„Manchmal wundert Kasimir sich schon, warum ihn niemand beachtet. Im Sportunterricht wird er nicht als Letzter ins Team gewählt, sondern gar nicht, und seine Eltern vergessen, ihm bei Mahlzeiten einen Teller hinzustellen. Nur seine Zwillingsschwester Fleur hält zu ihm. Doch eines Tages macht Kasimir eine schockierende Entdeckung: Fleur hat sich ihn ausgedacht! Mit dem Wunsch, ein echter Junge zu werden, begibt sich Kasimir auf eine lange Reise.“ [Klappentext, gekürzt]

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ab hier: Bücher ohne Übersetzung ins Deutsche

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Amy Rose Capetta: „Echo“

„New York: Zara is unprepared—for Eli, the girl who makes the world glow and for Leopold, the director who wants perfection. Zara wants to play her dream role in Echo and Ariston, the Greek tragedy that taught her everything she knows about love. When the director asks Zara to promise that she will have no outside commitments and distractions, it’s easy to say yes. But it’s hard not to be distracted when there’s a death at the theater—and then another—especially when Zara doesn’t know if they’re accidents, or murder, or a curse that always comes in threes. Assistant lighting director Eli Vasquez, a girl made of tattoos and abrupt laughs and every form of light, looks at Zara. It’s hard not to fall in love. Two girls, finding each other on a stage set for tragedy.“ [Klappentext, gekürzt]

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Adam Silvera: „They both die at the End“

„On September 5, Death-Cast calls Mateo Torrez and Rufus Emeterio: They’re going to die today. Mateo and Rufus are total strangers, but, for different reasons, they’re both looking to make a new friend on their End Day. The good news: There’s an app for that. It’s called the Last Friend, and through it, Rufus and Mateo are about to meet up for one last great adventure—to live a lifetime in a single day.“ [Klappentext, gekürzt; queerer Autor, dessen Bücher/Leseproben mir bisher ALLE zusagten.]

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Mackenzie Lee: „Cavaliersreise. Bekenntnisse eines Gentlemans“ [Goodreads]

„Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille kämpfen Monty, Percy und Felicity gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Doch am Ende finden die drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.“ [Klappentext, gekürzt]

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Barry Lyga: „Bang“

„At the age of four, Sebastian accidentally shot and killed his infant sister with his father’s gun. Ten years later, he has lived with the guilt and horror for his entire life. With his best friend away for the summer, Sebastian has only a new friend—Aneesa—to distract him from his darkest thoughts. But even this relationship cannot blunt the pain of his past. Because Sebastian knows exactly how to rectify his childhood crime and sanctify his past. It took a gun to get him into this. Now he needs a gun to get out.“ [Klappentext, kaum gekürzt; ich las 2010 Barry Lygas „Boy Toy“, und empfehle es sehr.]

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Shaun David Hutchinson: „At the Edge of the Universe“

Tommy and Ozzie have been best friends since second grade, and boyfriends since eighth. They spent countless days dreaming of escaping their small town—and then Tommy vanished. More accurately, he ceased to exist, erased from the minds and memories of everyone who knew him. Everyone except Ozzie. Ozzie doesn’t know how to navigate life without Tommy, and soon suspects that something else is going on: that the universe is shrinking. When Ozzie is paired up with new student Calvin on a physics project, he begins to wonder if Calvin could somehow be involved. But the more time they spend together, the harder it is for him to deny the feelings developing between them, even if he still loves Tommy.“ [Klappentext, gekürzt]

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John Young: „Farewell Tour of a Permanent Optimist“

„Quick-witted, sharp-tongued Connor Lambert has been dying from cancer for years, but he’s not dead yet. Forming an unlikely friendship with fellow juvenile delinquent Skeates, the pair stage a break out and set off on a crazy tour across Scotland to find Connor’s dad, an inmate at Shotts prison. But Connor’s left two things behind — the medication he needs to keep him alive, and the girl who makes living bearable.“ [Klappentext, gekürzt]

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Akemi Dawn Bowman: „Starfish“

„Kiko Himura has always had a hard time saying exactly what she’s thinking. With a mother who makes her feel unremarkable and a half-Japanese heritage she doesn’t quite understand, Kiko prefers to keep her head down, certain that once she makes it into her dream art school, Prism, her real life will begin. But then Kiko doesn’t get into Prism, at the same time her abusive uncle moves back in with her family. So when she receives an invitation from her childhood friend to leave her small town and tour art schools on the west coast, Kiko jumps at the opportunity in spite of the anxieties and fears that attempt to hold her back. And now that she is finally free to be her own person outside the constricting walls of her home life, Kiko learns life-changing truths about herself, her past, and how to be brave.“ [Klappentext, kaum gekürzt]

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NoNieqa Ramos: „The Disturbed Girl’s Dictionary“

„Macy’s school officially classifies her as „disturbed,“ but Macy isn’t interested in how others define her. Her mom can’t move off the couch, her dad’s in prison, her brother’s been kidnapped by Child Protective Services, and now her best friend isn’t speaking to her. Writing in a dictionary format, Macy explains the world in her own terms.“ [Klappentext, gekürzt]

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Amy Reed: „The Nowhere Girls“

„Three misfits come together to avenge the rape of a fellow classmate. Grace Salter is the new girl in town, whose family was run out of their former community after her southern Baptist preacher mom turned into a radical liberal after falling off a horse and bumping her head. Rosina Suarez is the queer punk girl in a conservative Mexican immigrant family. Erin Delillo is obsessed with two things: marine biology and Star Trek: The Next Generation, but they aren’t enough to distract her from her suspicion that she may in fact be an android. When Grace learns that Lucy Moynihan, the former occupant of her new home, was run out of town for having accused the popular guys at school of gang rape, she’s incensed that Lucy never had justice. They form an anonymous group of girls at Prescott High to resist the sexist culture at their school. Told in alternating perspectives, this groundbreaking novel is an indictment of rape culture and explores with bold honesty the deepest questions about teen girls and sexuality.“ [Klappentext, gekürzt]

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Sarah Moon: „Sparrow“

„Sparrow has always had a difficult time making friends. When the one teacher who really understood her — Mrs. Wexler, the school librarian, a woman who let her eat her lunch in the library office — is killed in a freak car accident, Sparrow’s world unravels and she’s found on the roof of her school in an apparent suicide attempt. With the help of an insightful therapist, Sparrow finally reveals the truth of her inner life. And it’s here that she discovers an outlet in Rock & Roll music.“ [Klappentext, gekürzt]

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Anna Priemaza: „Kat and Meg conquer the World“

„Kat and Meg couldn’t be more different. Kat’s anxiety makes it hard for her to talk to people. Meg hates being alone, but her ADHD keeps pushing people away. But when the two girls are thrown together for a year-long science project, they discover they do have one thing in common: They’re both obsessed with the same online gaming star and his videos. It might be the beginning of a beautiful friendship—if they don’t kill each other first.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

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Lianne Oelke: „Nice Try, Jane Sinner“

„Jane is 17 and signs up for House of Orange, a student-run reality show that is basically Big Brother. Living away from home, the chance to win a car, and a campus full of people who don’t know what she did in high school… what more could she want? As House of Orange grows from a low-budget web series to a local TV show with fans and shoddy T-shirts, Jane finally has the chance to let her cynical, competitive nature thrive. She’ll use her growing fan base, and whatever Intro to Psychology can teach her, to prove to the world—or at least viewers of substandard TV—that she has what it takes to win.“ [Klappentext, gekürzt]

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Marie Marquardt: „The Radius of us“

„Months after setting off toward the U.S. / Mexico border in search of safety for his brother, Phoenix Flores-Flores finally walked out of detention. When a car sped toward them and Gretchen Asher’s attacker told her to run, she recognized a surprising terror in his eyes. Told in alternating first person points of view, The Radius of Us is a story of love, sacrifice, and the journey from victim to survivor. It offers an intimate glimpse into the causes and devastating impact of Latino gang violence, both in the U.S. and in Central America, and how people struggling to overcome trauma can find healing in love.“ [sehr schlechter / fragwürdiger Klappentext, gekürzt]

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Claire Christian: „Beautiful Mess“

„Ava lost Kelly. She gets thrown out of school. There’s simmering rage and weird, destructive choices. The only thing going right for Ava is her job at Magic Kebab. Which is where she meets Gideon, a poet and collector of vinyl records with an aversion to social media. He lives in his head. She lives in her grief. The only people who can help them move on with their lives are each other.“ [Klappentext, gekürzt]

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Chantele Sedgwick: „Switching Gears“

„Still mourning the loss of Lucas, the boy she loved in secret for years, seventeen-year-old Emmy Martin turns to her passion for mountain biking. But then, she discovers her mom has early-onset Alzheimer’s. When Cole Evans, the rich boy who usually doesn’t care about anything but himself, offers to train her for the biggest mountain biking race of the season, she accepts. The more time she spends with him, the more she realizes he’s different than she’d expected. As she drifts further away from her family and closer to her dream of being sponsored, a terrible accident threatens any semblance of peace and happiness she has left. Instead of closing herself off to the people she loves, Emmy must learn to rely on those she has pushed away.“ [Klappentext, gekürzt]

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Katherine Applegate: „Wishtree“

„Red is an oak tree, and the neighborhood „wishtree“—people write their wishes on pieces of cloth and tie them to Red’s branches. Along with her crow friend Bongo and other animals who seek refuge in Red’s hollows, this „wishtree“ watches over the neighborhood. Until a new family moves in. Not everyone is welcoming, and Red’s experiences as a wishtree are more important than ever.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

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J. Anderson Coats: „The Many Reflections of Miss Jane Deming“

„High-spirited Jane is excited to be part of Mr. Mercer’s plan to bring Civil War widows and orphans to Washington Territory—but life out west isn’t at all what she expected. The problem, she fears, is her mind. It might not be suitably broad because she had to leave school to take care of little Jer. Seattle doesn’t turn out to be quite as advertised. In this rough-and-tumble frontier town, Jane is going to need every bit of that broad mind and sturdy constitution—not to mention a good sense of humor and a stubborn streak a mile wide.“ [Klappentext, gekürzt]

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Keely Hutton: „Soldier Boy“

„Here is the true story of Ricky Richard Anywar, abducted in 1989 at age fourteen by Joseph Kony’s rebel army in the Ugandan civil war. Ricky is trained, armed, and sent to battle government troops alongside his brutal kidnappers, but over his two and a half years of enslavement, he never stops dreaming of escape. Here also is the story, set twenty years later, of a fictional character named Samuel, a boy deathly afraid of trusting anyone ever again, and representative of the thousands of child soldiers Ricky has helped rehabilitate as founder of the internationally acclaimed charity Friends of Orphans.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

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Kristi Wientge: „Karma Khullar’s Mustache“

„Karma Khullar is about to start middle school, and she is super nervous. Not just because it seems like her best friend has found a newer, blonder best friend. Or that her dad is the new stay-at-home parent. She has realized that she has seventeen hairs that have formed a mustache on her upper lip. Debut author Wientge tackles the uncomfortable—but all too relatable—subject of female body hair and self-esteem with this sweet and charming novel in the tradition of Judy Blume.“ [Klappentext, gekürzt]

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Mark Maciewjewski: „I am Fartacus“

„Chub is a short, accidentally bald, middle school outcast. With help from his personal band of like-minded misfits (not to mention tactics gleaned from the Colonel, a US military vet with toenail issues), Chub’s determined to bring down his nemesis, class hero and now potential class president, Archer, or the Arch—the very guy who betrayed Chub with the lice-killing potion that left him bald as a billiard ball. But then he discovers that there are some very dangerous skeletons in Archer’s closet, and more at stake than just a few middle school reputations. Chub sets off to bring down an evil empire—and inadvertently become the least likely hero of Alanmoore Middle School.“ [Klappentext, gekürzt]

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Dusti Bowling: „Insignificant Events in the Life of a Cactus“

„Aven Green loves to tell people that she lost her arms in an alligator wrestling match, or a wildfire in Tanzania, but the truth is she was born without them. When her parents take a job running Stagecoach Pass, a rundown western theme park in Arizona, Aven moves with them across the country. She bonds with Connor, a classmate who also feels isolated because of his own disability, and they discover a room at Stagecoach Pass that holds secrets.“ [Klappentext, gekürzt]

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Graphic Novels ab ca. 11:

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Keezy Young: „Taproot“

„Blue is having a hard time moving on. He’s in love with his best friend. He’s also dead. Luckily, Hamal can see ghosts, leaving Blue free to haunt him to his heart’s content. But something eerie is happening in town, leaving the local afterlife unsettled. Blue has to find a way to protect Hamal, even if it means… leaving him.“ [Klappentext, leicht gekürzt]

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Cecil Castellucci: „Soupy Leaves Home“

„Pearl Plankette ran away from her abusive father and stumbles upon a disguise that gives her the key to a new identity. Reborn as a boy named Soupy, she meets Remy -Ramshackle- Smith, a hobo who takes her under his wing. But Ramshackle has his own demons to wrestle with, and he’ll need Soupy just as much as she needs him. Set in 1932, this is the story of two misfits with no place to call home, who build a relationship during a train hopping journey toward the sunny promise of California.“ [Klappentext, gekürzt; die Kritiken sind mittelmäßig, weil die Wirtschaftskrise hier sehr romantisiert wird; doch ich habe großen Respekt vor Autorin Cecil Castellucci seit der DC-Serie „Shade, the Changing Girl“]

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Shannon Hale: „Real Friends“

„When best friends are not forever: Shannon and Adrienne were close since they were little. But one day, Adrienne starts hanging out with Jen, the most popular girl and leader of a circle of friends called The Group. Everyone in The Group wants to be Jen’s #1, and some girls would do anything to stay on top, even if it means bullying others. Newbery Honor author Shannon Hale and New York Times bestselling illustrator LeUyen Pham join forces in this graphic memoir about how hard it is to find your real friends.“ [Klappentext, gekürzt]

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zuletzt: drei feministische Nonfiction-Titel. Nicht explizit für Jugendliche – doch es ist sicher ein Gewinn, das möglichst früh zu lesen:

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404 Ink: Laura Jones, Heather McDaid [Herausgeberinnen]: „Nasty Women“

„With intolerance and inequality increasingly normalised by the day, it’s more important than ever for women to share their experiences. A collection of essays, interviews and accounts on what it is to be a woman in the 21st century. People, politics, pressure, punk – From working class experience to racial divides in Trump’s America, being a child of immigrants, to sexual assault, Brexit, pregnancy, contraception, identity, family, finding a voice online, role models and more. Keep telling your stories, and tell them loud.“ [Klappentext, gekürzt]

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Morgan Jerkins: „This will be my Undoing. Living at the Intersection of Black, Female and Feminist in (white) America“

„From one of the fiercest critics writing today, Morgan Jerkins’ highly-anticipated collection of linked essays interweaves her incisive commentary on pop culture, feminism, black history, misogyny, and racism with her own experiences to confront the very real challenges of being a black woman today. Jerkins is only in her twenties, but she has already established herself as an insightful, brutally honest writer. Doubly disenfranchised by race and gender, often deprived of a place within the mostly white mainstream feminist movement, black women are objectified, silenced, and marginalized with devastating consequences, in ways both obvious and subtle, that are rarely acknowledged in our country’s larger discussion about inequality.“ [Klappentext, gekürzt]

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Kelly Jensen (Herausgeberin): „Here we are: Feminism for the Real World“

„Forty-four writers, dancers, actors, and artists contribute essays, lists, poems, comics, and illustrations about everything from body positivity to romance to gender identity to intersectionality to the greatest girl friendships in fiction. Be inspired to find your own path to feminism.“ [Klappentext, gekürzt]

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Videos, die begeistern: Social Media für Verlage, Literaturhäuser & Kulturstätten [Vortrag am Goethe-Institut München, 2018]

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Am Freitag – 26. Januar 2018 – spreche ich am Goethe-Institut München über Booktube- und Literatur-Videos:

– Welche Formate gelingen?

– Was hat besonderen Erfolg?

– Wer teilt, schaut, profitiert von Buch-Videos?

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und größer:

– Welche digitalen Inhalte und welche Aufbereitung wünsche ich mir von Verlagen, Literaturhäusern, Institutionen?

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Ich bin freier Literaturkritiker für u.a. Deutschlandfunk Kultur, spreche oft live über Bücher – gern auch vor der Kamera (Link) oder auf Bühnen (Link).

Auf Youtube lese/teile ich Kapitel meines Romandebüts, „Zimmer voller Freunde“.

2015 machte ich ein eigenes BookTube-Video über meine Hassliebe zu und meine Probleme mit Videos im Netz:


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längere Texte von mir – zu Social Reading, Blogs und Vlogs:

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2015: 50 Buch- und Literaturblogs (Empfehlungen)

2015: mein BookTube-Video (kurzer Text zu den Hintergründen)

2015: #blogfragen – Buchblogs und ihre Schwerpunkte, Hintergründe (Statements)

2016: BookTube bei Deutschlandfunk Kultur (Empfehlungen, Text) …kürzer hier (Link)

2016: Vortrag / Tipps zur Leipziger Autorenrunde: Autoren & Journalisten auf Facebook – wie finde ich Kontakte im Netz?

2017: Social Reading: Gründe für und gegen Goodreads & Lovelybooks (DKultur) …kürzer hier (Link)

2017: Was haben so viele Buchblogs gegen Graphic Novels, Comics? (Statements)

aktuell arbeite ich an Texten zu Twitter – und zum Blockieren und Rechtsruck auf Facebook.

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Was ich mir von Vlogger*innen und Boooktube-Videos wünsche, kam in meinem eigenen Booktube-Video zur Sprache.

pointierter, schriftlich:

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1: gelungene Booktube-Videos?

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_Eine gute Kamera? Gern. Wichtiger: ein sehr gutes Mikro.

_Mein Hauptgrund, Videos abzuschalten: Die Person wirkt aufgesetzt, affektiert oder fühlt sich vor der Kamera nicht wohl.

_Ein gut gemachter Vorspann wirkt professionell. Trotzdem langweilen Intros; erst recht beim vierten, fünften Sehen. Lieber, wie bei immer mehr TV-Serien, eine höchstens drei Sekunden lange „Title Card“.

_Fast alle Videos erklären die ersten ca. 30 Sekunden lang, was uns erwartet. Eine Aufgabe, die der Video-Titel übernehmen kann. Bitte so schnell wie möglich rein in die Kritik, Beschreibung etc.!

_Wer „Du“ sagt, wirkt oft herablassend-kumpelig. Auch „Hallo, ihr Lieben“ wirkt auf mich aufgesetzt. Jede Begrüßung spricht Zielgruppen an oder stößt sie ab. Ich würde einfach „Hallo“ sagen – oder, besser noch: auf Anreden verzichten.

_Ein Klangteppich/Instrumentalstück, das alles Video (leise) untermalt, stört mich nicht. Zu laut oder dudelnd aber wird es nervig (Negativ-Beispiel hier, gegen Ende).

_Je mehr Fokus auf Deko liegt, besonderer Mode oder eigens gestalteten Grafiken und Gimmicks, desto wichtiger ist mir, dass die Person authentisch und entspannt ist, sich in ihrer Umgebung wohl fühlt.

_Seitenzahl, Verlag, Übersetzer*in, Preis des Buchs: Bitte einfach in der Video-Beschreibung.

(_BookTube-Videos über alles, was Schullektüre oder aktueller Prüfungsstoff ist, haben großen Erfolg.)

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2: sympathische Persönlichkeiten!

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_Menschen folgen schnell Menschen, die ihrer eigenen Schicht, Alter, Stil und Habitus entsprechen. Ein älterer Buchblogger wie Jochen Kienbaum hat mehr ältere Männer unter seinen Followern – schon ohne, sich um diese Zielgruppe besonders zu bemühen.

_Eine punkige Booktuberin bringt punk-affine Follower mit. Ein queerer Blogger hat queere Fans. Wer bieder oder professoral auftritt, wird biedere Menschen erreichen.

_Autorin Isabel Bogdan (wir sind Netzfreunde, ich liebe ihren Ton und ihre entspannte, positive Art) wird, scheint mir, von JEDER Isabel-Bogdan-ähnlichen Leserin geliebt, gekauft, gelesen. Und weil z.B. mehr Menschen, die Bücher lieben, aussehen wie Christiane Westermann als Harald Schmidt, würde ich *immer* auf Westermann als Multiplikatorin/Gesicht setzen. Ich frage mich oft, ob mehr Leute denken „Stefan und ich haben was gemeinsam!“ als „Hm. Der ist irgendwie komisch, und ganz anders.“

_Bei Zweier-Gesprächen, Gruppenprojekten und jedem Podium: Sobald das Ziel ist, eine breite Öffentlichkeit anzusprechen, bitte möglichst verschiedenen Altersgruppen, Schichten etc. sichtbar machen und Bühnen bieten. Sonst sind nur Leute interessiert, die aussehen/sich kleiden etc. wie die (sich oft zu ähnlichen) Menschen im Rampenlicht.

_Ich höre am liebsten schnellen, geistreichen, selbstironischen Leuten zu, besonders auf Youtube. Ich schalte Leute ab, die…

…zu mausig, schleppend, phlegmatisch sprechen.
…aufgesetzt fröhlich tun.
…dozieren, palavern, Arroganz und Weltekel feiern.
…Gesprächspausen machen, den Faden verlieren. (Deshalb: Videos gern straffen; auch kleinere Pausen raus schneiden.)

_bitte also: Menschen, „die man gern sieht“ – und die sich freuen, ein Video für uns zu drehen, über ein Thema, das ihnen wichtig ist: Energie, Schwung, Dringlichkeit, Tempo, Authentizität!

_Nicht die klügste, attraktivste oder professionellste Person wird geteilt. Sondern die Stimme, die man sich am liebsten einladen würde: weil man sie gern hört; ihre Nähe und ihr Reden sogar nach Stunden noch tolerieren (nein: genießen!) könnte. Es gibt nicht viele solcher Leute.

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3: Ideen, Formate:

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_75 Prozent der Menschen im Netz öffnen NIE Info-Videos.

_Wird mir ein Video empfohlen, muss ich überlegen: Stelle ich den Ton an? Kann ich das Video hier (Bett, S-Bahn, Büro etc.) hören, ohne zu stören? Muss ich auf den Bildschirm schauen, um das Video zu verstehen? Darf ich das Browser-Fenster wechseln? Oft ignoriere ich das Video, oder schiebe es tagelang auf.

_Texte kann ich überfliegen. In Videos muss ich Probe-Hören und brauche lange, um mich zu orientieren und die Struktur zu verstehen. Die Entscheidung „Gefallen mir Stimme, Habitus, Tempo der Person?“ treffe ich in wenigen Sekunden. Die Entscheidung „Ist dieses Video relevant für mich?“ braucht oft über eine Minute. Das macht mich wütend – denn ich fühle mich hingehalten, ausgeliefert: Texte kann ich schneller scannen, einordnen.

_Je weniger visuell geschieht (und: je leichter ich z.B. nebenher noch den Abwasch machen könnte), desto länger darf ein Video sein.

_Bei Videos, die ich nur schaue, weil mir die Person sympathisch ist, habe ich kein Problem mit 20, 30 Minuten Erzählen, Geplapper. Doch bei Videos, die geteilt und von möglichst vielen Leuten verstanden und gemocht werden sollen, sind bereits 3 Minuten lang.

_Ich mag Interviews/O-Töne, die als 3-Minuten-Videos veröffentlicht werden. Wenn ich mehr sehen will, kann ich in einer Playlist weitere Häppchen finden. (Gute Länge und Aufbereitung: Sam Jones‘ tolles Celebrity-Interview-Format „The Off Camera Show“)

_Lange Videos? Am liebsten Dialoge! Das Mit- und Gegeneinander der Stimmen schafft Spannung. Meine Mutter hört das Literaturmagazin „Lesart“: Wenn sich Moderator und Gast/Expertenstimme nicht mögen oder etwas knirscht, hört sie besonders genau hin.

_Wer Gefühle hat beim Sprechen, stellt Sog her und affiziert – doch allein vor einer Kamera sitzen? Dabei authentisch Gefühle aufbauen? Das scheitert meist.

_Besser: keine nüchterne „Buchbesprechung“ anzukündigen, sondern vorher zu wissen, ob die Lektüre und das Video in einem Gefühl gründen. Wütender Rant oder kühle Polemik? Persönliche Anekdote? Schwärmen fürs Lieblingsbuch? Hilfreich auch, wenn schon der Video-Titel ankündigt, dass es um Emotionen, Gefühle geht. „Ein perfides Buch!“, „Meine Lieblingsreihe!“, „Ich habe mich geärgert über…“ etc.

_Eine Rezensions (gilt für Buchblogs und BookTube) kriegt kaum Klicks. Erfolgreicher?

…Die 10 besten/schlechtesten/wichtigsten…
…Warum ich (Genre, Format, Autorin) X lese/liebe/boykottiere/nicht empfehlen kann.
…persönliche „Kulturtechniken“ wie: Warum ich gebrauchte Bücher kaufe; Warum ich gern von Hand schreibe.
…biografische, identitätspolitische oder (lokal)geografische Klammern wie „Bücher, die mich zur Feministin machten“, „Schottland lesen“, „lesbische Romanzen, die mir nahe gehen“ etc.

_Menschen suchen meist Empfehlungen, Buchtipps. Keine Rezensionen/Kritiken, deren Fazit lautet „Das Buch ist durchwachsen.“

_Ein Booktube-Klischee: Junge Frauen halten Cover. „Schaut, wie das glitzert. Hört, wie das raschelt!“. Doch die Haptik eines Buchs kann man in Videos SO gut vermitteln – warum keine Serie über Buchgestaltung? Pop-Up-Bücher? Bildbände? Design und Typografie? Hässliche Cover? Oberflächenreize? Her damit!

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4: Inhalte streuen, teilen

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_PR-Beraterin Kerstin Hoffmann entwickelte eine großartige „Content-Ampel“ (Link): idealer Content zum Teilen ist…

dringend benötigt | aktuell/kommt zum richtigen Zeitpunkt | emotional/bewegend | dauerhaft relevant | fesselnd | nützlich | …und lädt zum Kommentieren, Teilen, Interagieren ein

_Jo Lendle sagte 2013, kein Social-Media-Beitrag von Verlagen schien ihm trauriger als das immer gleiche „Am Dienstag erscheint unser Buch XY. Na? Freut ihr euch auch schon so?“

_Ich hasse Vorankündigungen. Besonders für Bücher! So lange es keine Leseprobe gibt, heißen Ankündigungen für mich: „Du wirst ein Buch, das interessant oder Mist sein könnte, jetzt wochen-, monatelang im Kopf behalten.“ Ich freue mich über jeden Titel, bei dem zwischen „Klingt interessant“ und „Angelesen, nichts für mich“ 30 Sekunden liegen. Nicht: 9 Monate.

_Deshalb, generell: Bitte nicht zu oft Fans, Facebook-Publikum etc. auf Türen hinweisen, die sich eh noch nicht öffnen lassen.

_Wer ein Buch, eine Lesung etc. ankündigen will, macht den Beitrag relevanter, indem etwas verlinkt wird, das JETZT schon begutachtet werden kann: Videos einer vorigen Lesung, ein Interview, notfalls ein Behind-the-Scenes-Foto oder ein Lebenslauf.

_Karla Paul rät Institutionen, Verlagen, Personenmarken, drei Adjektive/Eigenschaften zu wählen und Inhalte zu teilen, die diesen Eindruck, dieses Bild festigen. Müsste ich wählen, wäre das für mich…

…neugierig, kritisch, intim (Adjektive)

… Buchtipps, Diversity, Fankultur (Themenfelder)

_Klare, eindeutige Aussagen liken Leute am schnellsten: Postings, die zum Mit-Freuen einladen oder Statements enthalten, die man gern unterstreicht, bekräftigt.

_Links werden viel öfter geklickt, wenn sie Vorschaubilder enthalten. Am besten Fotos aus sehr guten Kameras. Fotos die, ideal, ein menschliches Gesicht zeigen.

_Ich nehme mir immer wieder Zeit, in Antiquariaten oder vor Regalen „neutrale“ Fotos zu machen. Fotos, die sagen: „Hier geht es um Buchkultur“, ohne, ein konkretes Buch zum Motiv zu machen. Diese Fotos helfen bei Link- und Text-Postings auf Facebook und Twitter und machen die Beiträge viel attraktiver. [Deutschlandfunk Kultur macht das auf Facebook: Bücherregal-Fotos, oft zu quadratischen Texttafeln verarbeitet.]

_Es lohnt sich, keine Handy- oder unbearbeiteten Fotos zu posten. „Wertige“ Bilder sind den Mehraufwand wert.

_Die Reichweite auf Facebook wird für Seiten immer weiter eingeschränkt. Mario Sixtus: „[Mittlerweile] erreiche ich mit einem Posting von 500 Fans ca. 50 – was mir Facebook stets verbunden mit der freundlichen Aufforderung mitteilt, das Posting doch ein wenig zu promoten. Deshalb mache ich mit anderen Projekten nichts mehr auf Facebook.“

_Mein größter Wunsch: Ich nehme Postings ernst, wenn Institutionen oder Influencer*innen kein „Business as usual“ machen – sondern erklären, warum, was sie gerade teilen, FÜR SIE AKUT besonders und wichtig ist: „Wir freuen uns, weil…“, „Wir sind nervös, weil…“, „Wir machen jetzt etwas, das neu für uns ist…“. Ein Posting-Text soll mir erkären: Warum ist das den Beteiligten, Veranstalter*innen, Produzent*innen wichtig? Gern auch: Steht etwas auf dem Spiel?

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5: Multiplikator*innen

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_Wer teilt meine Inhalte? Oft die immer selben Leute. Ich bedanke mich. Lese besonders aufmerksam durch deren eigene Postings. Und füge sie auf Facebook (privaten) Listen hinzu, damit ich jeden Inhalt von ihnen sehe.

_Sinnvoll: Listen anlegen, welche Menschen oder Insitutionen ein ähnliches Profil pflegen wie man selbst (…oder einfach nur: den selben Humor haben, die selben Fotos schön finden, ähnlich ticken) und dann die Follower*innen dieser Profile sichten und ihnen folgen (Twitter) oder sie abonnieren (Facebook).

_Oft helfen wenige, sehr gezielte Anfragen, Markierungen oder Direktnachrichten: „Schau mal, was ich gerade gepostet habe.“

_Die AfD schreibt bei fast allen Facebook-Postings und Bildtafeln „bitte teilen!“. Und (hasserfüllte) Menschen gehorchen. Mich selbst macht der Appell „bitte teilen!“ trotzig. Doch es hilft, ab und zu laut zu sagen: „Ich würde mich freuen, wenn ihr das teilt“ oder „Dieser Blogpost war Mühe: Kennt ihr Leute, die das interessieren könnte? Teilt gern!“

_2014 half ich, einen deutschen Thriller zu promoten, indem ich Krimi- und Thriller-Blogs suchte und eine Liste mit ca. 120 Leser*innen erstellte, von denen ich hoffte, dass sie das Buch mögen würden. Wer Publikum für sein Buch sucht, muss wissen: Welche Bücher sind ähnlich? Wo wurden diese ähnlichen Bücher besprochen? Veranstaltungen: Wer war auf ähnlichen Veranstaltungen, hat berichtet? Wer jährlich etwas plant, sollte Listen anlegen: Wer hat letztes Jahr unsere Inhalte geteilt, sich besonders interessiert?

_Die Büchergilde kooperiert mit Blogger*innen: Sie stellt frühzeitig das nächste Programm vor, und wer Zeit/Lust hat, kann einen Text über ein Buch seiner Wahl schreiben. Das funktioniert gut, weil a) der Pool der beteiligten Blogger*innen groß ist, b) die Zeitpläne nicht sehr eng und c) Es so viele Bücher gibt, dass niemand regelmäßig teilnehmen oder Kompromisse machen muss. Bei Kooperationsanfragen an Blogger*innen hilft, deutlich zu sagen: „Falls es gerade nicht passt, mit DIESER Idee: Es gibt weitere Ideen, und terminlichen Spielraum.“

_Mein Twitter-Account hat erst Erfolg (3000 Follower), seit ich selbst sehr großzügig und proaktiv folge, like, lese. „Follow for follow“ wirkt billig und verzweifelt. Doch ich glaube, wer auf Twitter, Instagram, Facebook wachsen will, MUSS erstmal in Vorleistung gehen und aktiv anderen Accounts zeigen: „Ich interessiere mich für dich, ich bin Teil deines Publikums.“ Überraschend viele dieser Leute folgen dann zurück – falls das Interesse echt und kontinuierlich ist.

_Wer ist mein Publikum? Besonders alle, die meinen Konkurrent*innen, Equals etc. folgen. Das Goethe-Institut tut gut daran, herauszufinden, wer z.B. der Deutschen Welle folgt. Lässt sich eine Liste mit 20, 30 verwandten Institutionen anlegen, auch für lokale einzelne Institute?

_Sinnvoll: Statements von Menschen sammeln, die selbst große Followings haben. Ein Beitrag, in dem 99 gut vernetzte Branchen-Menschen kluge Sätze sagen, wird viral gehen, innerhalb dieser Branche.

_Maßgebliche Accounts der deutschsprachigen Buchkultur- und Literaturszene? Forough Book traf eine gute Auswahl, in den ersten ca. 300 Accoutns: LINK

_Amazon lädt Gruppen/Cliquen von Buchblogger*innen ein, sich auf ein gemeinsames Apartment während der Leipziger Buchmesse 2018 zu bewerben. Ich finde sinnvoll, dass hier Menschen eine Wohnung teilen werden, die sich bereits kennen. Grundsätzlich aber würde ich IMMER fünf recht breit gestreute, diverse Multiplikator*innen einbinden – um möglichst diverse Follower- und Fan-Bases zu erreichen.

_Jeder kulturelle Inhalt spricht auch noch andere, eigene Gruppen und Communities an. Wer Inhalte streuen will, sollte diese anderen Szenen kennen: In welchen Facebook-Gruppen vernetzen sie sich? Gibt es Fachpresse und Influencer*innen? Uni-Bezug, Akademiker*innen?

_Wer Videos produziert, kann damit planen: Eine Manga-Besprechung, ein Fantasy-Roman, eine Mexiko-Novelle und ein Buch, in dem jemand Bäcker wird, sorgen dafür, dass die Manga-, die Fantasy-, die Mexiko- und die Back-Gemeinde dich erstmals und einmalig auf dem Schirm hat. Kontakte, die sich pflegen lassen.

_Deshalb: Bei vielen Inhalten auch diese Zweit-Zielgruppen, periphery demographics suchen. „Meine größten Verkaufserfolge“, schreibt Autor Karl-Ludwig von Wendt, „verdanke ich der Produktverbindung meiner Jugendbücher mit Minecraft, […dem] erfolgreichsten Computerspiel aller Zeiten. Oft schon habe ich gedacht, dass die Verbindungen »komplementärer« Bücher über Verlagsgrenzen hinweg besser genutzt werden könnten. Die Erkenntnis beispielsweise, dass Leser, die Karl Olsberg mögen, auch gerne Thriller von Mark Elsberg lesen (und umgekehrt, hoffe ich), wird bisher vor allem vom Amazon-Empfehlungsalgorithmus genutzt.“

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6: Community

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_Buchhändler Florian Valerius gewann mit seinem Instagram-Account „Literarischer Nerd“ den Buchblog-Award 2017. Die Buchtipps und -fotos wirken knapp und simpel; doch er investiert ein, zwei Stunden täglich, um Instagram-Kommentare zu schreiben, zu beantworten, auf Follower*innen zu reagieren. Das sorgt für Likes, Engagement, Reichweite. (Dafür muss man der Typ sein: Auf Facebook habe ich Spaß an Kommentaren und Debatten. Auf Twitter like und teile ich nur.)

_Wer viel liest, hat oft auch Expertenwissen (oder, im Schlechten: Streber- und Pedanten-Tendenzen) und hilft (oder, im Schlechten: korrigiert) gern. Ich liebe es, auf Facebook Recherche-Fragen zu stellen (Autor Neil Gaiman auf Twitter z.B. auch).

_Empfehlung, auf Facebook: das „Bücher Magazin“. Redakteurin Elisabeth Dietz stellt simple, offene Fragen („Welche Figur werden Sie nie vergessen?“ etc.) und nimmt sich Zeit, zu reagieren, Engagement der Fans zu honorieren. „Helf mir mal“, „Ich brauche Empfehlungen“ etc. sind Appelle, auf die sich viele Facebook-Nutzer*innen freuen. Keine falsche Scham, Zurückhaltung!

_Kein gutes Posting der Facebook-Seite des Goethe-Instituts: „Heute vor einem Jahr eröffnete die Elbphilharmonie Hamburg. In einem Grafik-Interview kommentiert der Illustrator Till Laßmann, wie er die Elbphilharmonie wahrnimmt und wie sie im Verhältnis zur Subkultur steht. Was meint ihr dazu?“ Niemand kommentierte den Beitrag. Wohl, weil man den Link öffnen muss, um Till Laßmann Standpunkte zu sehen. Dann einen eigenen Standpunkt formulieren – der auch noch (viel zu abstrakt und emotionslos formuliert!) „das Verhältnis zur Subkultur“ berücksichtigt? Mein Vorschlag: „Ein teurer Hype? Die Elbphilharmonie lässt Illustrator Till Laßmann kalt. Sein idealer Kulturort sind die Hamburger Bücherhallen. Was ist Ihrer?“

_Hilfreich, wenn Institutionen Follower nach Meinungen fragen? Auf Gebieten fragen, in dem sich Menschen sicher/bewandert fühlen: „Tee ist das Lieblingsgetränk unseres Autors der Woche. Was ist Ihres?“ ist besser als „Welchen Henry-James-Roman mochten Sie am liebsten?“. Bei Kultur, Geschichten gern auch nach Filmen mit-fragen. Follower reagieren stärker auf Pop- und Celebrity-Kultur, weil sie dort Inhalte besser kennen und sich mehr Urteile zutrauen.

_Beliebt, wichtig: „Identitätspolitische“ Listen. „Bücher für Jungen“, „Filme von schwulen Regisseuren“, „Serien mit geschiedenen Frauen“, „Deutsch-türkische Reportagen“ etc.

_Bitte nie erwarten, dass viele Facebook-Fans aufs Twitter-Profil folgen; oder sich auf Youtube anmelden und „Daumen hoch“ drücken: Aktives Publikum wechselt kaum die Plattform. Wer Youtube- oder WordPress-Abonnent*innen sucht, sollte auf Youtube, WordPress Engagement zeigen, liken, kommentieren. Nicht, aus Bequemlichkeit, auf Facebook.

_Es gibt gefälligen, auf Dauer aber ärgerlich banalen Buchkultur-Content, den man auch als Institution leicht teilen kann – weil er keine Position bezieht und selten Diskussionen entfacht. #bookporn-Fotos, Illustrationen von MyModernMet und BoredPanda, Cartoons von u.a. Tom Gauld; auch harmlose Zitate übers Schreiben und die große Bücherliebe findet man leicht bei Goodreads.

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7: Chancen fürs Goethe-Institut?

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_Will das Institut eigene BookTube-Videos produzieren? Erst besser mit bestehenden BookTuber*innen kooperieren – sie auf Podien einladen. Oder als Publikum passender Veranstaltungen. Gern auch: Interviews zwischen Autor*innen und Booktuber*innen organisieren.

_Sollen im Haus Videos gedreht werden? Dann lieber: keine großen Schnitte, keine Materialschlacht. Einfach die charismatischen, ausdrucksvollen, leidenschaftlichen, selbstbewussten Goethe-Mitarbeiter*innen filmen – mit gutem Mikro, vor sympathischer Kulisse, ausgeleuchtet. Sie zwei Minuten sprechen lassen – über Veranstaltungen, Kultur, Themen, Programmpunkte, die sie begeistern, die ihnen spürbar wichtig sind. Der Goethe-Youtube-Kanal spricht vor allem Menschen an, die Deutsch lernen. Ich wünsche mir mehr Videos der Reihe „im Gespräch“ (2015 beendet – nach 18 Videos mit älteren weißen Männern im Anzug.)

_Welche Expert*innen gibt es im Haus? Ich machte 2009 ein Praktikum in Toronto, bei Jutta Brendemühl. Sie twittert fast nur auf Englisch, über deutschen Film – und hat damit ein recht großes Following, als Expertin/Multiplikatorin. Ich würde raten, eine Liste anzulegen und periodisch zu fragen: „Jutta? Welche drei deutschen Filme haben Chancen in der Award Season?“ etc. – als Blogpost, Liste, Video o.ä.

_Schneller Content, der vor allem Auslandsdeutsche und Sprachschüler*innen anspricht (…mich selbst eher langweilt): „Was ist Ihr Lieblingswort?“-, „Wie übersetzt man folgende Redewendung?“-, „Ist das Wort ‚Habseligkeiten‘ nicht wunderbar?“-Texttafeln (hier: immer auch schauen, was die Social-Media-Redaktion des Duden gerade erfolgreich zeigt/teilt); und „Deutschland: ein Weihnachtsmarkt“-, „Deutschland: eine typische Brotzeit“-Fotos. Hier hilft der Blick auf Content (und Fans) von Facebook-Seiten wie „German Culture“: keine Hochkultur – sondern Alltagsbräuche und historische Gebäude.

_Mehr Diskussionen, Kommentare, Engagement auf Facebook? Schaut, welche Texttafeln Deutschlandfunk Kultur teilt, und welche Fragen das Bücher Magazin stellt.

_Auf den Facebook-Seiten einzelner Institute wünsche ich mir mehr Fotos dazu, wie die Gebäude aussehen und eingerichtet sind. Gern: Praktikant*innen mit Alltagsfotos und kurzen, persönlicheren Texten; einzelne Sprachlehrer*innen und Mitarbeiter*innen vorstellen und sichtbarer machen; Fragebögen beantworten (oder z.B. „Im Mai stellen vier unserer Mitarbeiter in Kyoto ihre Lieblingsfilme über Japan vor: jeden Montag.“)

_Falls auf den FB-Seiten einzelner Institute mehr Engagement erwünscht ist: Nach Tipps für z.B. Restaurants, Bars in der Nachbarschaft fragen. Oder einen Buchpreis vergeben für die Person, die das schönste Foto einer lokalen Goethe-Veranstaltung online teilt, jeden Monat, mit Publikumsvoting.

_Die Facebook-Seite des Literarischen Colloquiums Berlin vermittelt mir einen guten Eindruck, wie es dort aussieht: Wo der Eingang ist, wo ich sitzen werde, welches Publikum ich dort treffe. Ich wünsche mir das oft, bei Veranstaltern: Fotos, die mir genug Orientierung geben und so viel Lust machen, dass ich allein und ohne Vorkenntnis an einem Tag, an dem es furchtbar regnet, sagen könnte: „Ich gehe jetzt spontan ins Institut. Ich erkenne es schon von der anderen Staßenseite aus. Weiß, wo ich Tickets kaufen. Und, dass Menschen in meinem Alter da sind.“ Also: Den Veranstaltungs- und Begegnungsort (und z.B. die institutseigenen Bibliotheken) plastischer, greifbarer machen, online.

_Welche deutschsprachigen Bücher (in Übersetzung), welche Filme, welche Stars kennt das Publikum im Gastland? Kann man Brücken schlagen? Im German Book Club in Toronto saßen irritierend viele Herren 70+, die über Max Frisch, Hermann Hesse reden wollten. Der meist-gelikte aktuelle Post auf der Goethe-Facebook-Seite zeigt Kafkas Schlafzimmer (als Computeranimation). Mein Rat ist nicht: „Noch mehr Frisch! Auf ewig Kafka!“ Aber: Welche Referenzen ziehen im Gastland? Wollen mehr Leute „Victoria“ sehen, sobald das Facebook-Posting „Run Lola Run“ erwähnt?

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BookTube: 16 Empfehlungen, deutschsprachig.

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vier Belletristik- und Unterhaltungs-BookTuberinnen:

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der klassische Bildungsbürger-Duktus:

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junge, sehr professionelle Youtube-Stars (oft queer, oft Jugendbuch):

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und, jeweils mit Problemen:

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Ich mag zudem:

 

Vielfalt, Diversity und Minderheiten im Jugendbuch: Young-Adult-Literatur gegen Rassismus (Buchtipps)

Diversity im Jugendbuch Buchtipps

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Jugendbücher mit Hauptfiguren of Color? Queeren Figuren? Held*innen mit Behinderung? Oder Bücher, die nicht in westlichen Ländern spielen?

Nicht jedes Buch mit nicht-weißen Hauptfiguren ist gleich ein Buch „gegen Rassismus“: Antirassistische Texte kenne ich vor allem als Sachbuch.

Aber: Bücher sind einer der einfachsten Wege, neue, fremde Perspektiven, Lebenswelten, Identitäten besser zu verstehen. Darum mag ich Bücher mit Hauptfiguren, die wenig mit mir gemein haben – und kenne z.B. VIEL mehr gelungene Jugendbücher von, mit und über Frauen.

Hier sind meine Empfehlungen und “bald lesen!”-Favoriten von Titeln, deren Erzähler und Erzählerinnen aus anderen Kulturen kommen, Minderheiten angehören oder Minderheitserfahrungen machen.

andere Jugendbuch-Empfehlungslisten von mir:

Buchtipps von Jugendlichen für Jugendlichen gibt es auf Bücherkinder.de; Buchtipps mit Schwarzen Hauptfiguren hier im .pdf von Berit Pohle.

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zehn diverse Jugendbücher, die ich las und sehr empfehlen kann:

  • Sharon M. Draper: „Mit Worten kann ich fliegen“ (Buch ab ca. 11; Erzählerin mit Schwerstbehinderung)
  • Susan Nussbaum: „Good Kings Bad Kings“ (Ensemble-Roman über Jugendliche mit Behinderung, teils queer, und einige Betreuer*innen; viele Figuren of Color)
  • Octavia Butler: „Vom gleichen Blut“ (feministischer Zeitreise-Roman über eine Schwarze Frau in den 70ern, die sich auf einer Plantage als Sklavin wiederfindet)
  • Claudia Gray: „Star Wars: Verlorene Welten“ (politischer Star-Wars-Roman über Mädchen und Jungen, die gemeinsam beim Imperium anheuern, ihre Erfahrungen und Privilegien.)
  • G. Willow Wilson: „Ms. Marvel“ (junge muslimische Superheldin in New Jersey, bisher 7 Bände. Band 2 ist fade, der Rest großartig!)

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Mit Worten kann ich fliegen  Good Kings Bad Kings  Vom gleichen Blut  Star Wars: Verlorene Welten (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht)  Ms. Marvel, Vol. 1: No Normal

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And the Violins Stopped Playing  Go Set a Watchman  Ask the Passengers  Stuck Rubber Baby  Girl in Translation

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Im Mai las ich durch ca. 600 Leseproben von (fast nur: englischsprachigen) Young-Adult- und Middle-Grade-Novels, und fand weitere Titel, auf die ich Lust habe.

45 Bücher, angelesen, vorgemerkt, sehr gemocht:

(alle Inhaltsangaben sind die offiziellen Klappentexte, von mir leicht gekürzt.)

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Linda Sue Park: „Der lange Weg zum Wasser“ (Original: „A Long Way to Water“, 2010)

„Um für ihre Familie Wasser bei der Wasserstelle zu holen, läuft Nya täglich acht Stunden. Salva flieht aus seinem vom Krieg zerstörten Dorf. Er läuft quer durch Afrika, auf der Suche nach einem sicheren Ort und seiner verschollenen Familie. Zwei fesselnde Stimmen erzählen von Not und Vertreibung – aber auch von Hoffnung.“ [der US-Klappentext ist klüger, konkreter und nennt mehr als nur „Afrika“:  „Two stories, told in alternating sections, about a girl in Sudan in 2008 and a boy in Sudan in 1985.“]

Patricia McCormick: „Der Tiger in meinem Herzen“ (Original: „Never fall down“, 2012)

“Das radikale kommunistische Regime der Roten Khmer übernimmt die Macht in Kambodscha. Es folgt ein schrecklicher Völkermord, dem zwei Millionen Menschen zum Opfer fallen – ein Viertel der gesamten Bevölkerung. Arn hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Denn er ist selbst zum Täter geworden. Und es ist ihm schwer gefallen, den Tiger in seinem Herzen zu bändigen. Schonungslos und brutal erzählt Patricia McCormick von den Killing Fields. Es braucht nachhaltig beeindruckende Bücher wie dieses, um aufzuzeigen, zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind und welche Fehler sich niemals wiederholen dürfen.”

Deborah Ellis: „Die Sonne im Gesicht“ (Original: „The Breadwinner“, 2001)

„Als ihr Vater verhaftet wird, nimmt die elfjährige Parvana seinen Platz auf dem Markt in Kabul ein. Hier hatte er den vielen Analphabeten ihre Post vorgelesen. Wegen der restriktiven Gesetze der Taliban kann sie sich jedoch nur als Junge verkleidet in der Öffentlichkeit zeigen. Und begibt sich so in große Gefahr.“

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Jason Reynolds: „Coole Nummer“ (Original: „When I was the Greatest“, 2014)

„Eine Freundschaft in Brooklyn. Ali hat sich fast sechzehn Jahre von allem Ärger ferngehalten. Dann ergibt sich die Gelegenheit, mit seinem Freund Noodles und dessen Bruder Needles auch mit den großen Jungs zu spielen. Gefährlich, wenn der Freund nur eine Riesenklappe, aber sonst nicht viel hat, und sein Bruder durch sein Tourette-Syndrom unberechenbar ist, sobald er sein Strickzeug nicht parat hat.“

Jason Reynolds: „Nichts ist okay“ (Original: „All-American Boys“, 2015)

„Rashad wollte nur eine Tüte Chips kaufen. Plötzlich wird er vor die Tür gezerrt, und ein Polizist stürzt sich auf ihn. Erst im Krankenhaus kommt Rashad wieder zu sich. Rashad ist schwarzer Hautfarbe, der Polizist ein Weißer. Beobachtet hat die Szene ein anderer Jugendlicher: Quinn Collins, weiß, Freund der Familie des Polizisten und Mitschüler von Rashad. Quinn ist schockiert. Warum wurde Rashad niedergeprügelt? Ist sein Freund, der Polizist, ein Rassist? Beide Jugendlichen erzählen ihre Geschichte. Zur selben Zeit gerät eine Stadt in Ausnahmezustand.“

Nnedi Okorafor: „Akata Witch“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2011)

„Born in New York, but living in Aba, Nigeria, twelve-year old Sunny is a little lost: She is albino and thus, incredibly sensitive to the sun. All Sunny wants to do is be able to play football and get through another day of school without being bullied. But once she befriends Orlu and Chichi, Sunny is plunged in to the world of the Leopard People, where your worst defect becomes your greatest asset. Together, Sunny, Orlu, Chichi and Sasha form the youngest ever Oha Coven. Their mission is to track down Black Hat Otokoto, the man responsible for kidnapping and maiming children.“

Nnedi Okorafor schreibt Science-Fiction-, Fantasy- und Jugendromane, oft afrofuturistisch – die auch in Deutschland erscheinen, im Verlag Cross Cult. „Akata Witch“ (und eine geplante Fortsetzung, 2017) sind noch nicht auf Deutsch erschienen.

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Johanna Reiss: „Und im Fenster der Himmel“ (Original: „The upstairs Room“, 1972)

„Herbst 1941: Als die Deutschen die Niederlande besetzen, geraten die neunjährige Annie und ihre Schwester in große Gefahr – weil sie Juden sind. Hilfreiche Bauern verstecken die beiden Schwestern in einer kleinen Kammer auf dem Dachboden. Fast drei Jahre lang leben sie dort in drangvoller Enge und sehnen sich nach frischer Luft und Bewegung.“

Gloria Whelan: „Stich für Stich“ (Original: „Homeless Bird“, 2000)

„Eine dreizehnjährige Inderin wird mit einem ihr unbekannten Mann verheiratet, der kurz darauf stirbt. Als Witwe hat sie in der indischen Gesellschaft jede Existenzberechtigung verloren und wird von der Schwiegermutter versklavt. Ganz unten angekommen, findet sie Hilfe und einen Ansatz zu einem weitgehend selbstbestimmten Leben.“

Cynthia Kadohata: „Kira-Kira“ (Original: selber Titel, 2004)

„‚Kira-Kira‘ bedeutet ‚glänzend, leuchtend‘. Genau dieses Leuchten zaubert Lynn ihrer kleinen Schwester Katie jeden Tag herbei, selbst, als das Leben für sie dunkler wird: Sie ist eine Meisterin darin, immer wieder aufs Neue die glänzenden Dinge des Lebens zu zeigen. Ob das Blau des Himmels oder der Glanz in den Augen des anderen, obwohl es die aus Japan stammende Familie im Amerika der 1950er Jahre alles andere als leicht hat.“

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Nicola Yoon: „The Sun is also a Star“ (Original: selber Titel, 2016)

„Schicksalsfäden einer großen Liebe. Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.“

Holly Goldberg Sloan: „Glück ist eine Gleichung mit 7“ (Original: „Counting by 7s“, 2013)

„Willow ist ein Energiebündel, denkt immer positiv und interessiert sich für alles: Sie studiert das Verhalten von Fledermäusen, züchtet Zitrusfrüchte im Garten und begeistert sich für die Schönheit der Zahl 7. Ihr größter Wunsch ist es, gleichaltrige Freunde zu finden. Dafür lernt sie sogar Vietnamesisch. Doch dann verunglücken ihre Adoptiveltern bei einem Autounfall. Es ist wie ein Wunder, wie Willow mit ihrer Art zu denken – ihrer Hochbegabung – und ihrem ungebrochenen Charme ihre Welt zusammenhält.“

Lisa Williamson: „Zusammen werden wir leuchten“ (Original: „The Art of being normal“, 2015)

“David ist 14 und wünscht sich, ein Mädchen zu sein. Das seinen Eltern zu beichten, steht auf seiner To-do-Liste für den Sommer gaaaanz unten. Bisher wissen nur seine Freunde Essie und Felix Bescheid, die bedingungslos zu ihm halten und mit denen er jede Peinlichkeit weglachen kann. Aber wird David je als Mädchen leben können? Und warum fasziniert ihn der geheimnisvolle Neue in der Schule so sehr?” [ich HASSE, dass dieser Klappentext Transsexualität und “beichten”/”Peinlichkeit” so nah aneinander rückt.]

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Carole Wilkinson: „Hüterin des Drachen“ (Original: „Dragon Keeper“, 2003, Band 1 einer bisher sechsbändigen Reihe)

„141 v. Chr. im China der Han-Dynastie: Die elfjährige Ping, die als Sklavin beim Kaiserlichen Drachenhüter lebt, wagt gemeinsam mit dem Drachen Long Danzi die Flucht aus dem Schloss. Ziel der beiden ist das Meer, an das Long Danzi einen wertvollen und geheimnisvollen Drachenstein bringen will. Die weite Reise bringt die beiden mehr als einmal in Lebensgefahr, doch Ping wächst in ihre Rolle als Drachenhüterin hinein.“

Sharon Creech: „Salamancas Reise“ (Original: „Walk two Moons“, 1994)

„Salamanca reist mit ihren Großeltern quer duch die Vereinigten Staaten. Es ist die gleiche Reise, zu der ihre Mutter vor Monaten aufgebrochen und von der sie nie mehr zurückgekehrt ist. Salamanca besucht alle Orte, die auch ihre Mutter besucht hat. Unentwegt hofft Salamanca, ihre Mutter wiederzufinden – bis die verdrängte Wahrheit ihres tödlichen Unfalls zur Gewissheit wird.“

Lynne Kelly: „Chained“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2012)

„After ten-year-old Hastin’s family borrows money to pay for his sister’s hospital bill, he leaves his village in northern India to take a job as an elephant keeper and work off the debt. He thinks it will be an adventure, but he isn’t prepared for the cruel circus owner. The crowds that come to the circus see a lively animal who plays soccer and balances on milk bottles, but Hastin sees Nandita, a sweet elephant and his best friend. Hastin knows that the only way they will both survive is if he can find a way for them to escape.”

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30 weitere Jugendbücher – bisher nur auf Englisch:

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Wendy Wan-Long Shang: „The Great Wall of Lucy Wu“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2011)

„Lucy Wu, aspiring basketball star and interior designer, is ready to rule the school as a sixth grader. Then she finds out that Yi Po, her beloved grandmother’s sister, is coming to visit for several months – and is staying in Lucy’s room. Lucy’s vision of a perfect year begins to crumble, and in its place come an unwelcome roommate, foiled birthday plans, and Chinese school with the awful Talent Chang.“

Grace Lin: „Dumpling Days“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2012; Band 3 einer Reihe – doch der erste, der mir Lust macht)

„This summer, Pacy’s family is going to Taiwan for an entire month to visit family and prepare for their grandmother’s 60th birthday. Pacy’s parents have signed her up for a Chinese painting class, and at first she’s excited. But everything about the trip is harder than she thought it would be – she looks like everyone else but can’t speak the language, she has trouble following the art teacher’s instructions, and it’s difficult to make friends in her class. At least the dumplings are delicious. As the month passes by, Pacy eats chicken feet (by accident!), gets blessed by a fortune teller, searches for her true identity, and grows closer to those who matter most.“

Yoshiko Uchida: „A Jar of Dreams“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1981)

„Growing up in California during the depression isn’t easy for eleven-year-old Rinko. She desperately wants to fit in and be like everyone else, but instead she is ridiculed and made to feel different because she is Japanese. But when Aunt Waka comes to visit, she teaches Rinko the importance of her Japanese heritage, and the value of her own strengths and dreams.“

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Leanne Hall: „Iris and the Tiger“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 201x)

„Twelve-year-old Iris has been sent to Spain on a mission: to make sure her elderly and unusual aunt, Ursula, leaves her fortune–and her sprawling estate–to Iris’s scheming parents. But from the moment Iris arrives at Bosque de Nubes, she realises something isn’t quite right. There is an odd feeling around the house; while outside, in the wild and untamed forest, a mysterious animal moves through the shadows. When Iris discovers a painting named Iris and the Tiger, she sets out to uncover the animal’s real identity – putting her life in terrible danger.“

Natalie Dias Lorenzi: „Flying the Dragon“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 201x)

„American-born Skye knows little of her Japanese heritage. Her father taught her to speak the language, but when their estranged Japanese family, including Skye’s grandfather, suddenly move to the United States, Skye must be prepared to give up her All-Star soccer dreams to take Japanese lessons and to help her cousin, Hiroshi adapt to a new school. Hiroshi, likewise, must give up his home and his hopes of winning the rokkaku kite-fighting championship with Grandfather. Faced with language barriers, culture clashes and cousin rivalry, Skye and Hiroshi have a rocky start. But a greater shared loss brings them together. They learn to communicate, not only through language, but through a common heritage and sense of family honor. At the rokkaku contest at the annual Washington Cherry Blossom Festival, Hiroshi and Skye must work as a team in order to compete with the best.“

Lisa Travis: „Pack-n-Go-Girls Adventure: Thailand, 1 – Mystery of the Golden Temple“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

„Nong May and her family have had a lot of bad luck lately. When nine-year-old Jess arrives in Thailand and accidentally breaks a special family treasure, it seems to only get worse. Pack-n-Go Girls introduces children ages 6-9 to different countries around the world: early chapter book adventures, packed with spooky mysteries, international friendships, and lots of fun and easy multicultural learning.“ [Es gibt auch drei Romane der Reihe, die in Österreich spielen.]

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Meg Medina: „Yaqui Delgado wants to kick your Ass“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2013)

„Some girl tells Piddy Sanchez that Yaqui Delgado hates her and wants to kick her ass. Piddy doesn’t even know who Yaqui is. Word is that Yaqui thinks Piddy isn’t Latin enough with her white skin, good grades, and no accent. At first Piddy is more concerned with trying to find out more about the father she’s never met and how to balance honors courses with her weekend job at the neighborhood hair salon. But as the harassment escalates, avoiding Yaqui and her gang starts to take over Piddy’s life.“

Pam Munoz Ryan: „Becoming Naomi León“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2004)

„Naomi Soledad Leon Outlaw has clothes sewn in polyester by Gram, and difficulty speaking up at school. But with Gram and her little brother, Owen, Naomi’s life at Avocado Acres Trailer Rancho in California is happy and peaceful… until their mother reappears after seven years of being gone, stirring up all sorts of questions and challenging Naomi to discover and proclaim who she really is.“

Esmeralda Santiago: „Almost a Woman“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1998)

„‚Negi‘, as Santiago’s family affectionately calls her, leaves rural Macún in 1961 to live in a three-room tenement apartment with seven young siblings, an inquisitive grandmother, and a strict mother who won’t allow her to date. At thirteen, Negi yearns for her own bed, privacy, and a life with her father, who remains in Puerto Rico. Translating for Mami at the welfare office in the morning, starring as Cleopatra at New York’s prestigious Performing Arts High School in the afternoons, and dancing salsa all night, she yearns to find balance between being American and being Puerto Rican. When Negi defies her mother by going on a series of hilarious dates, she finds that independence brings its own set of challenges.“

Eine Autobiografie, kein Jugendbuch. Ein ähnlicher Titel, den ich sehr mochte: „Wie eine Feder auf dem Atem Gottes“ von Sigrid Nunez.

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Renée Watson: „Piecing me together“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2017)

Jade believes she must get out of her neighborhood if she’s ever going to succeed. Her mother says she has to take every opportunity. She accepted a scholarship to a mostly-white private school and even Saturday morning test prep opportunities. But some opportunities feel more demeaning than helpful. Like an invitation to join Women to Women, a mentorship program for “at-risk” girls. Except really, it’s for black girls. From “bad” neighborhoods. But Jade doesn’t need support. And just because her mentor is black doesn’t mean she understands Jade. Friendships, race, privilege, identity—this compelling and thoughtful story explores the issues young women face.

Christopher Grant: „Teenie“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2010)

„High school freshman Martine (Teenie for short) is a good student. She’s desperate to be accepted into a prestigious study abroad program in Spain so that she can see what life is like beyond the streets of Brooklyn. But when the captain of the basketball team starts to pay attention to her and Cherise, her best friend, meets a guy online, Teenie’s mind is on anything but her schoolwork. Can Teenie get her act together in time to save her friendship with Cherise and save herself from a potentially dangerous relationship?“

Sharon G. Flake: „The Skin I’m in“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1998)

„Thirteen-year-old Maleeka, uncomfortable because her skin is extremely dark, meets a new teacher with a birthmark on her face and makes some discoveries about how to love who she is and what she looks like: Miss Saunders, whose skin is blotched with a rare skin condition, serves as a mirror to Maleeka’s struggle. Miss Saunders is tough, and through this, Maleeka learns to stand up to tough-talking Charlese.“

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Shelia P. Moses: „Joseph“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2008)

„For Joseph Flood, life is tough. Tough because of Mama’s addiction to drugs and alcohol. Tough because Daddy is away with the army fighting in Iraq. Tough because it looks like there’s no way out once you’re living in a homeless shelter in a North Carolina ghetto neighborhood. And tough because Joseph is enrolled in yet another new school where he doesn’t know anyone and has to keep what’s going on in his life a secret. Joseph struggles to keep Mama clean while trying to make new friends and join the school tennis team. Can a boy who’s only fifteen years old win his daily battle to survive?“

Matt de la Pena: „We were here“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2009)

„When it happened, Miguel was sent to Juvi. The judge gave him a year in a group home—said he had to write in a journal so some counselor could try to figure out how he thinks. The judge had no idea that he actually did Miguel a favor. Ever since it happened, his mom can’t even look at him in the face. Most of the time, running away is the quickest path right back to what you’re running from.“

J. A. McLachlan: „The occasional Diamond Thief“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

„On his deathbed, Kia’s father discloses a secret to her: a magnificent diamond he has been hiding for years. Fearing he stole it, she too keeps it secret. She learns it comes from the distant colonized planet of Malem, where her father caught the illness that eventually killed him. When she is training to be a translator, she is co-opted into travelling to Malem. Using her skill in languages and her skill of picking locks, she learns what she must do to set things right: return the diamond to its original owner. But how will she find out who that is when no one can know that she, an off-worlder, has a Malemese diamond?“

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Linda Williams Jackson: „Midnight without a Moon“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2017)

„Rose Lee Carter, a 13-year-old African-American girl, dreams of life beyond the Mississippi cotton fields during the summer of 1955. Her world is rocked when a 14-year-old African-American boy, Emmett Till, is killed for allegedly whistling at a white woman.“

Jean Alicia Elster: „The Colored Car“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2013)

„Coming of age in Depression-era Detroit. In the hot summer of 1937, twelve-year-old Patsy takes care of her three younger sisters. Times are tough, and Patsy’s mother helps neighborhood families by sharing the food that she preserves. But May’s decision to take a break from canning to take her daughters for a visit to their grandmother’s home in Clarksville, Tennessee, sets in motion a series of events that prove to be life-changing for Patsy. After boarding the first-class train car at Michigan Central Station in Detroit and riding comfortably to Cincinnati, Patsy is shocked when her family is led from their seats to change cars. In the dirty, cramped „colored car,“ Patsy finds that the life she has known in Detroit is very different from life down south. As summer wears on, Patsy must find a way to understand her experience in the colored car and also deal with the more subtle injustices that her family faces in Detroit.“

April Sinclair: „Coffee will make you black“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1995)

„Set on Chicago’s Southside in the mid-to-late 60s, Coffee Will Make You Black is the moving and entertaining tale of Jean „Stevie“ Stevenson, a young black woman growing up through the Civil Rights and Black Power movements. The novel opens at a time when, for black families, seeing a black person on television was an event; when expressions like „I don’t want nothing black but a Cadillac“ and „Coffee will make you black“ were handed down from one generation to the next without comment. Stevie is a bookworm, yet she longs to fit in with the cool crowd. Fighting her mother every step of the way, she begins to experiment with talkin‘ trash, „kicking butt,“ and boys. With the assassination of Dr. King she gains a new political awareness, which makes her decide to wear her hair in a ‚fro instead of straightened, to refuse to use skin bleach, and to confront the prejudice she observes in blacks as well as whites. April Sinclair writes frankly about a young black woman’s sexuality, and about the confusion Stevie faces when she realizes she’s more attracted to the school nurse — who is white — than her teenage boyfriend.“

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Ronald Kidd: „Night on Fire“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 201x)

„Thirteen-year-old Billie Simms doesn’t think her hometown of Anniston, Alabama, should be segregated. When she learns that the Freedom Riders, a group of peace activists riding interstate buses to protest segregation, will be traveling through Anniston on their way to Montgomery, she thinks that maybe change is finally coming. But what starts as a series of angry grumbles soon turns to brutality as Anniston residents show just how deep their racism runs. Billie is about to come to grips with the deep-seated prejudice of those she once thought she knew, and with her own inherent racism that she didn’t even know she had.“

Robin Talley: „Lies we tell ourselves“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

„In 1959 Virginia, the lives of two girls on opposite sides of the battle for civil rights will be changed forever. Sarah Dunbar is one of the first black students to attend the previously all-white Jefferson High School. An honors student at her old school, she is put into remedial classes, spit on and tormented daily. Linda Hairston is the daughter of one of the town’s most vocal opponents of school integration. She has been taught all her life that the races should be kept separate but equal. Forced to work together on a school project, Sarah and Linda must confront harsh truths about race, power and how they really feel about one another.“

Deborah Wiles: „Revolution“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

It’s 1964, and Sunny’s town is being invaded.  Or at least that’s what the adults of Greenwood, Mississippi, are saying. All Sunny knows is that people from up north are coming to help people register to vote.  They’re calling it Freedom Summer. Sunny has a new stepmother, a new brother, and a new sister crowding her life, giving her little room to breathe. And things get even trickier when Sunny and her brother are caught sneaking into the local swimming pool–where they bump into a mystery boy whose life is going to become tangled up in theirs.“

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Aisha Saeed: „Written in the Stars“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2015)

„Naila’s conservative immigrant parents have always said the same thing: She may choose what to study, how to wear her hair, and what to be when she grows up—but they will choose her husband. Following their cultural tradition, they will plan an arranged marriage for her. And until then, dating—even friendship with a boy—is forbidden. When Naila breaks their rule by falling in love with Saif, her parents are livid. Convinced she has forgotten who she truly is, they travel to Pakistan to visit relatives and explore their roots. But Naila’s vacation turns into a nightmare when she learns that plans have changed—her parents have found her a husband and they want her to marry him, now! Despite her greatest efforts, Naila is aghast to find herself cut off from everything and everyone she once knew. Her only hope of escape is Saif . . . if he can find her before it’s too late.“

Nancy Garden: „Annie on my Mind“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1982)

„This groundbreaking book is the story of two teenage girls whose friendship blossoms into love and who, despite pressures from family and school that threaten their relationship, promise to be true to each other and their feelings.“

Emily M. Danforth: „The Miseducation of Cameron Post“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2012)

„When Cameron Post’s parents die suddenly in a car crash, her shocking first thought is relief. Relief they’ll never know that, hours earlier, she had been kissing a girl. Cam is soon forced to move in with her conservative aunt Ruth and her well-intentioned but hopelessly old-fashioned grandmother. Survival in Miles City, Montana, means blending in. Then Coley Taylor moves to town. Beautiful, pickup-driving Coley is a perfect cowgirl with the perfect boyfriend to match. She and Cam forge an unexpected and intense friendship — one that seems to leave room for something more to emerge. But just as that starts to seem like a real possibility, ultrareligious Aunt Ruth takes drastic action to ‘fix’ her niece.“

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Shaun David Hutchinson: „At the Edge of the Universe“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2017)

„Tommy and Ozzie have been best friends since the second grade, and boyfriends since eighth. Then, Tommy vanished. More accurately, he ceased to exist, erased from the minds and memories of everyone who knew him. Everyone except Ozzie. When Ozzie is paired up with the reclusive and secretive Calvin for a physics project, it’s hard for him to deny the feelings that develop between them, even if he still loves Tommy. But Ozzie knows there isn’t much time left to find Tommy.“

Andrew Smith: „Stick“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2011)

„Fourteen-year-old Stark McClellan (nicknamed Stick because he’s tall and thin) is bullied for being “deformed” – he was born with only one ear. His older brother Bosten is always there to defend Stick. But the boys can’t defend one another from their abusive parents. When Stick realizes Bosten is gay, he knows that to survive his father’s anger, Bosten must leave home.“

Elly Swartz: „Finding Perfect“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2016)

„Molly’s mother leaves the family to take a faraway job with the promise to return in one year. Molly knows that promises are often broken, so she hatches a plan to bring her mother home: Win the Lakeville Middle School Slam Poetry Contest. Molly’s sure her mother would never miss that. Right…? But as time goes on, writing and reciting slam poetry become harder. Actually, everything becomes harder as new habits appear, and counting, cleaning, and organizing are not enough to keep Molly’s world from spinning out of control.“

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Wendelin Van Draanen: „The Running Dream“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2011)

„Jessica thinks her life is over when she loses a leg in a car accident. She’s not comforted by the news that she’ll be able to walk with the help of a prosthetic leg. Who cares about walking when you live to run? As she struggles to cope with crutches and a first cyborg-like prosthetic, Jessica feels oddly both in the spotlight and invisible. People who don’t know what to say, act like she’s not there.“

Sarah Miller: „Miss Spitfire. Reaching Helen Keller“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2007)

„Annie Sullivan was little more than a half-blind orphan with a fiery tongue when she arrived at Ivy Green in 1887. Desperate for work, she’d taken on a seemingly impossible job — teaching a child who was deaf, blind, and as ferocious as any wild animal. But Helen Keller needed more than a teacher. And if anyone was a match for Helen, it was the girl they used to call Miss Spitfire.“

Ginny Rorby: „Hurt go happy“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2006)

„Thirteen-year-old Joey Willis is used to being left out of conversations. Though she’s been deaf since the age of six, Joey’s mother has never allowed her to learn sign language. Everything changes when Joey meets Dr. Charles Mansell and his baby chimpanzee, Sukari. Her new friends use sign language to communicate, and Joey secretly begins to learn to sign. But as Joey’s world blooms with possibilities, Charlie’s and Sukari’s choices begin to narrow–until Sukari’s very survival is in doubt.“