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Superman: Rebirth – Dan Jurgens, Peter Tomasi, neu bei Panini

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am 10. Januar sprach ich über die neuesten “Superman”-Comics in Deutschland, als Studiogast bei Deutschlandradio Kultur:

Text von mir und Link zur Audio-Datei, Deutschlandradio Kultur

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Wer Comics auf Englisch kauft und liest:

Seit Juni 2016 sind die “Superman”-Reihen besser als seit Jahrzehnten.

Mein Tipp:

Erst “Lois & Clark” lesen (10 Hefte, ein US-Sammelband), dann die beiden parallelen Reihen “Action Comics” und “Superman” (erscheinen je zweimal im Monat). Auch “Trinity” und “Superwoman” (einmal im Monat) machen Spaß. Im Februar beginnt zudem “Super-Sons”.

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Wer Comics auf Deutsch lesen will:

“Lois & Clark” erscheint in zwei Bänden bei Panini Comics: Band 1 (Link), Band 2 (Link, 7. Februar).

Dann – 18. April 2017 – “Superman: Sonderband 1”.

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Immer wieder landen langjährige Heldencomics in erzählerischen Sackgassen – und räumen auf, indem ein komplizierter Zwischenfall (Zeitschleifen, Dimensionslöcher, parallele Welten) neue, simplere Zustände schaffen soll. 2011 hieß das: Superman und seine große Liebe Lois Lane werden ersetzt, durch jüngere Versionen, in einer neuen Welt. Jene Doppelgänger waren nie verheiratet, sind schroffer und pragmatischer; ein neuer Lex Luthor ist eher Antiheld als Schurke. 2015 strandete der vorige, ursprünglichere Superman in dieser neuen Gegenwart – in Dan Jurgens Reihe “Lois & Clark”: Er hat jetzt einen Sohn im Grundschulalter und lebt mit seiner Lois heimlich auf einer Farm.

2016, im nicht lesenswerten “The Final Days of Superman” starb der jüngere Superman. Seitdem übernimmt die ältere Version die Hauptrolle. In vier verknüpften, oft exzellenten Heftreihen – “Action Comics”, “Superman”, “Superwoman” und “Trinity” – wird dieses Durcheinander durchdacht, von allen Seiten. Es gibt zwei Lois Lanes. Kann man Lex Luthor trauen? Ein Fremder ohne Kräfte behauptet, Clark Kent zu sein. Supermans Sohn will selbst Held werden. Zu viele ermüdende Kämpfe, mittelmäßige Zeichnungen. Doch tolle Figurenarbeit, Rätsel, Ensembles und Intrigen.

Wirres Chaos? Nein: Ein Helden-Mosaik, so stimmig, herzlich, menschlich wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

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gut gezeichnet, aber keine Empfehlung: die Vorgeschichte "Die letzten Tage von Superman", ab 21. Februar 2017 bei Panini

gut gezeichnet, aber keine Empfehlung: die Vorgeschichte “Die letzten Tage von Superman”, ab 21. Februar 2017 bei Panini

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für die Deutschlandradio-Redaktion und meine Moderatorin fasste ich alles in folgenden Stichpunkten zusammen:

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Es geht um das Comic “Superman: Lois & Clark”, das am 3. Januar auf Deutsch bei Panini erschien.

…und es geht darum, wie der Verlag “DC Comics” seit 2011 mit der Figur Superman umging.

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Die Figur Superman hatte in den Comics drei große Phasen:

1) 1986 bis 2011
2) 2011 bis 2016
3) heute

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1) grundsätzlich (ab 1986):

– Es gibt zwei große Superhelden-Verlage in den USA: Marvel Comics und DC Comics. Beide veröffentlichen ca. 50 monatliche (oder, neu: zweiwöchentliche) ca. 20seitige Heftreihen über verschiedene Heldinnen und Helden. Fast alle Marvel-Heftreihen spielen im “Marvel-Universum”, fast alle DC-Heftreihen im “DC-Universum”.

– Fünf bis sechs monatliche Hefte werden danach meist als Sammelband veröffentlicht. Auf Deutsch erscheinen diese Sammelbände bei Panini Comics. “Superman: Lois & Clark” sammelt Hefte, die in den USA von Dezember 2015 bis Sommer 2016 veröffentlicht wurden.

– Die Figur Superman ist nicht nur Hauptfigur in einem alle zwei Wochen erscheinenden Comic namens “Superman”, sondern auch in einer parallelen Reihe namens “Action Comics”, in “Justice League”, in “Trinity” etc., und hat Gastauftritte in weiteren Reihen wie “Supergirl”, “Super-Sons” usw.: Wer will, kann monatlich fast 200 Seiten lesen über das Leben dieser Figur – verfasst von mehreren Autoren/Zeichnern, aber alle zusammenhängend/verknüpft.

– Von 1986 bis 2011 erzählten fast alle DC-Heftreihen eine große, zusammenhängende Geschichte: Batman und Superman wurden Freunde, Batman wurde Vater, The Flash hat geheiratet usw.: Figuren sind in ca. 25 Jahren ca. 10 Jahre gealtert. Einige haben Kinder bekommen, alle wurden etwas reifer, besonnener, bürgerlicher. Superman enttarnte sich vor Lois Lane und heiratete sie. Viele dieser Comics sind recht gut, die Figur ist überzeugend gewachsen.

– Bis 2011 aber wurden solche Hintergrund- und Vorgeschichten so lang und kompliziert, dass DC Comics sagte: “Niemand sollte ein Comic von 1986 kennen müssen, um ein Comic von 2011 verstehen zu können. Wir machen einen Neustart.” Dieser Neustart betraf alle Reihen: In einer Zeitreise-Geschichte verursachte der Superheld The Flash versehentlich ein Paradox… und plötzlich begann vieles von vorne, in 50 Heftreihen, in einem neuen Universum.

[dieser Reboot hieß “The New 52”. ich habe 2011 u.a. hier darüber geschrieben.]

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Superman Batman DC Helden

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2) Superman ab 2011: “The New 52”

– Seit 2011 erzählen alle DC-Heldencomics neue Geschichten… in einem neuen Erzähluniversum… mit den alten Heldinnen und Helden… die aber jetzt verjüngt sind und denen Teile ihrer Vorgeschichte fehlen:

– Superman und Lois Lane sind Redaktionskollegen beim “Daily Planet”, aber waren nie ein Paar. Superman ist jünger, ungestüm, fühlt sich missverstanden und macht viele Fehler. Er verliebt sich in Wonder Woman. Alles ist jugendlicher, frischer, weniger bürgerlich.

– Aber: viele Ehen wurden nie geschlossen, viele Kinder nie gezeugt, vielen Figuren fehlen Tiefe, Vorgeschichte, Erfahrung, Format: Statt den bekannten Helden, Mitte 30, liest man jetzt die Abenteuer von Figuren, die genau so aussehen – doch kaum Mitte 20 sind. Sie sind jünger, naiver, feindseliger, aggressiver. Viele Helden stehen am Anfang und sind einander sehr fremd. Misstrauen, Anfängerfehler, Aggression.

– Dieser 2011er-Neustart war umstritten. Heftreihen wie “Batman” und “Green Lantern” kamen gut zurecht. Doch der neue Superman wirkte wie ein traurig naiver Abklatsch der alten Figur: Kritiken, Auflage und Fan-Reaktionen waren schlecht.

– Von 2011 bis 2016 erschien fast kein “Superman”-Comic oder -Sammelband, den ich empfehlen würde. Mir persönlich fehlt auch die Liebesgeschichte mit Lois Lane sehr: Ich lernte Superman in den 90er Jahren kennen, durch die TV-Serie “Superman: Die Abenteuer von Lois & Clark”. Dort spielt der Redaktionsalltag im Daily Planet eine große Rolle, und Lois ist gleichwertige Hauptfigur. Dass sie in den Comics, besonders ab 2011, oft nur eine Randfigur mit Mini-Auftritten bleibt, missfällt mir.

– 2015, in einem (recht schlechten) Comic namens “Convergence”, wurde einigen neuen Helden klar, dass ihre Vorläufer (also: z.B. der Superman von 1986 bis 2011, ich nenne ihn fortan Superman86) entführt und gefangen gehalten wurden, auf einem Planeten: Zum ersten Mal seit vier Jahren sahen wir die alten Figuren wieder. Die “alte” Lois Lane war schwanger.

– Viele dieser alten Versionen konnten sich retten und befreien… und Superman86 strandete zusammen mit Lois Lane und dem Sohn Jon in der Welt der neuen Figur.

– Der Comic “Lois & Clark” zeigt diese beiden alten Figuren… die jetzt heimlich in der neuen Welt leben: Seit 2015 gibt es also zwei Lois Lanes, zwei Supermans. Die neuen Versionen wussten aber nichts von den alten: “Lois & Clark” erzählt, wie sich Superman86 in Kalifornien versteckt, heimlich den Menschen hilft, aber nicht vom neuen, jüngeren Superman entdeckt werden will.

– Dann, 2016, starb der neue Superman plötzlich (…in Geschichten, die ebenfalls gerade bei Panini erscheinen, 2017: “The Final Days of Superman”… die aber nicht besonders gut oder empfehlenswert sind), und DC Comics wagte einen neuen, zweiten Neustart:

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batman vs Superman lois clark

3) 2016: die alte Figur, gestrandet in der neuen Welt: “DC Rebirth”

– Das Sonderheft “DC Rebirth” erscheint am 28. Februar bei Panini. Es zeigt: Viele Figuren, die 2011 aus der Welt gefallen sind, kommen plötzlich zurück, auf mysteriöse Weise. Alte Geschichten (erschienen vor 2011) werden plötzlich wieder relevant. die neuen Comics, die alle ab diesem Frühling auf Deutsch erscheinen, sind optimistischer, oft besser verständlich, romantischer… Der Verlag versucht, nach dem düsteren Neustart von 2011, jetzt vieles wieder heller zu gestalten, und greift dabei auf alte Figuren und Vorgeschichten zurück.

– In Heftreihen wie “Batman” ist das gar kein richtiges Thema: Die Geschichten gehen, mehr oder weniger, ungefähr so weiter. Um “Batman” zu lesen, muss man nichts über diese Paralleluniversen, Zeitreisen, Paradoxien und Doppelgänger wissen. [Die Reihe “Batman” von Autor Tom King ist nicht besonders gelungen. Aber die Reihe “Detective Comics” von James Tynion. Empfehlung!]

– Die Superman-Heftreihen dagegen machen all das SEHR zum Thema; und bisher ist das ein großer Gewinn, erzählerisch: Es gibt zwei Lois Lanes. Die “alte” Hauptfigur trifft neue Versionen ihrer alten Bekannten und Bezugspersonen, die sie von 1986 bis 2011 gut kannte (Batman, Lex Luthor, Wonder Woman etc.) – doch diese Bezugspersonen kannten ihrerseits nur die jüngere (und: jetzt verstorbene) Version von 2011 bis 2016: Superman86 lernt viele Figuren neu kennen, die aussehen wie seine vertrauten Freunde und Gegner… doch andere Rollen spielen. Das Mit- und Gegeneinander mit z.B. dem neuen Lex Luthor ist aktuell ein großes erzählerisches Vergnügen, weil beide Figuren nur eine jeweils andere Version von sich kannten, bisher.

– Supermans Sohn Jon ist fast zehn Jahre alt und entwickelt eigene Kräfte. Von 2011 bis 2016 erzählten die Comics das Leben eines wütenden, unbeholfenen Single-Supermans. Jetzt, seit “Lois & Clark”, geht es um eine glückliche Familie – Superman86, Lois Lane86, Sohn Jon -, die in einer neuen Welt neu durchstartet. Auch diese Lois hat eine interessantere Rolle als seit Jahren – weil Lois86 Mutter ist, aber die jüngere Lois plötzlich Superkräfte entwickelt… und nichts von Lois86 weiß.

– So verwirrend und barock all das klingt: Aktuell sind die Superman-Heftreihen, die alle in den nächsten Monaten neu bei Panini erscheinen, auf Deutsch, ein toller Einstieg. schöne alte Figuren, desorientiert in einer neuen Welt… doch optimistisch und einsteigerfreundlich erzählt. “Lois & Clark” ist dabei der einfachste und süffigste Einstieg: Wir lernen Sohn Jon kennen, wir erfahren, was Superman86 heimlich/inkognito/undercover in der neuen Welt leistet, und mit dem Ende von “Lois & Clark” (zwei Sammelbände, Band 2 erscheint am 7. Februar) starten dann mehrere weitere Erzählstränge, in denen man diesen Figuren folgen kann:

– Weil die Heftreihen in den USA schon seit Juni 2016 laufen und ich die Originalcomics las, weiß ich: die Reihen “Superman”, “Action Comics”, “Trinity” und “Superwoman” sind einen Blick wert. Als nächstes startet in den USA dann “Super-Sons”, über Supermans Sohn Jon und Batmans Sohn Damian.

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– Verlegerisch und erzählerisch, auf einer Meta-Ebene, geht es hier um Tonfall, Zielgruppen und Zugänglichkeit:

2011 dachte DC Comics: Wir müssen jünger werden, einfacher, härter/jugendlicher/aggressiver – und junge Leser wollen sich nicht mit alten oder verheirateten Helden identifizieren. Weg mit den Vorgeschichten!

2016 wird das korrigiert: Superman und Lois Lane sind ca. 40 Jahre alt, glückliche Eltern, und die Wärme, Besonnenheit, das Miteinander und Vertrauen machen die Comics sympathischer (und: kinderfreundlicher) als seit Jahren.

Mich persönlich freut, dass der Verlag es sich hätte einfach machen können und durch eine WEITERE Zeitreise- und Paralleluniversums-Geschichte alles viel schneller oder sauberer hätte auflösen können. Stattdessen gibt es diesen großen Doppelgänger-Kuddelmuddel… und bisher sorgt der Kuddelmuddel für lesenswerte, aufregende Comics und Konflikte. Alles etwas barock und verwirrend. Aber: sonnig, trotz allem einsteigerfreundlich – und genuin spannend.

Wer die Figuren aus Filmen und Serien ein wenig kennt, doch sich bisher nicht an die Comics traute: “Lois & Clark” ist der ideale Einstieg.

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batman v superman, superman american alien

ebenfalls lesenswert, steht ganz für sich: “Superman: American Alien” von Max Landis

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meine Bilanz, bisher:

“Action Comics” wird ab Sammelband 2 besonders gut; “Superman” ist ebenfalls ab Sammelband 2 gelungen. “Trinity” (toll gezeichnet, aber nur ca. jede zweite Ausgabe) und “Superwoman” (langsam erzählt, etwas träge) sind keine Meisterwerke, aber machen mir Spaß. “New Super-Man” langweilt mich und spielt bisher keine große Rolle, auch die aktuelle “Supergirl”-Serie ist konventionell, langweilig, zweitklassig. Einen Blick wert: “Supergirl: Being Super” (keine Verknüpfungen zu den anderen Reihen). Die “Justice League”-Reihen ab “DC Rebirth” habe ich noch nicht angelesen. Und, wie gesagt: “Detective Comics” ist großartig.

 

Die besten Geschenke 2016: Buchtipps und Empfehlungen zu Weihnachten

schwule Literatur, deutschsprachig

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die zehn Bücher, die ich am häufigsten verschenke:

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Fun Home: Eine Familie von Gezeichneten  The Notebook, The Proof, The Third Lie: Three Novels  Revolutionary Road  The Road  To Kill a Mockingbird (To Kill a Mockingbird #1)

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Der Garten Eden  Weiter leben. Eine Jugend.  Daytripper  The Summer Book  Das große Los

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Buchtipps sind… sinnlos. In meinem privaten (Zuhause-)Freundeskreis jedenfalls:

Es fällt mir leichter (und wirkt weniger… übergriffig / aufdringlich), auf Amazon Marketplace, Medimops oder Rebuy zwei, drei gebrauchte Ausgaben zu kaufen und zu verschenken – statt Freunden mit Kaufempfehlungen in den Ohren zu liegen.

Sobald ich denke “Er/sie hätte Spaß, mit diesem Buch”, kaufe ich eine billige Ausgabe.

Hier: Die Bücher und DVDs, die ich 2015 und 2016 verschenkte. 95 Prozent davon: selbst schon gelesen, und sehr gemocht.

Blau markierte Titel kamen sehr gut an.

Rot markierte Titel kamen schlecht an.

verschenkt 2011 | verschenkt 2012 | verschenkt 2013verschenkt 2014

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Geschenke 2015 und 2016:

Kinder:

Sohn einer Schulfreundin, im April geboren:

  • Frans Lanting: “Auge in Auge” (Coffee-Table-Book mit Tierfotos, Link)

Pflegetochter meiner besten Freunde, 2:

  • Eva Muggenthaler: “Fish on a Walk” (Bilderbuch, Link)

meine Nichte, 2:

  • JonArno Lawson: “Sidewalk Flowers” (Bilderbuch, Link)
  • Katharina Grossmann-Hensel: “Eltern richtig erziehen” (Bilderbuch, Link)

meine Patentochter, 3:

  • JonArno Lawson: “Sidewalk Flowers” (Bilderbuch, Link)
  • Jeff Mack: “Gut gelaufen! Schlecht gelaufen!” (Bilderbuch, Link)
  • Oyvind Torsetter: “Das Loch” (Bilderbuch, Link)
  • Karsten Teich: “Wir sind 1 a” (Bilderbuch, Link)

mein Neffe, 7:

  • “Star Wars: Rebels”, Staffel 1 (DVD, Link)
  • “Avatar: Herr der Elemente”, Staffel 1 (DVD, Link)
  • Kiyohiko Azuma: “Yotsuba!” (Manga, Band 1 und 2, Link)

Sohn meiner besten Freunde, 9:

  • Eiichiro Oda: “One Piece”, Band 1 (Manga, Link; er las dann alle 70+ Bände)
  • Yusei Matsui: “Assassination Classroom”, Band 1 (Manga, Link; er las dann alle ca. 14 Bände)
  • Art Balthazar, Franco: “Superman Family Adventures”, Band 1 und 2 (Kinder-Comics, Link)
  • Guy Delisle: “Ratgeber für schlechte Väter” (Cartoons, Link)
  • Brian Selznick: “Wunderlicht” (Kinderbuch, Link)
  • “Superman: Die Abenteuer von Lois & Clark”, Staffel 1 (DVD, Link)

Tochter meiner besten Freunde, fast 15:

  • Kiyohiko Azuma: “Yotsuba&!”, Band 13 (Manga, Link)
  • Anne Frank: “Tagebuch” (Link)
  • Jean Kwok: “Goodbye, Chinatown” (Memoir, Link)
  • Jean-Paul Sartre: “Geschlossene Gesellschaft” (Theaterstück, Link)
  • Nick Burd: “Die Wonnen der Gewöhnlichkeit” (Jugendbuch, Link)
  • Stephen Chbosky: “Vielleicht lieber morgen” (Jugendbuch, Link)
  • Kaoru Mori: “Young Bride’s Story”, Band 1 (Manga, Link)
  • CLAMP: “Wish”, Komplettausgabe, 1 bis 4 (Manga, Link)

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Eye to Eye Fish On A Walk Sidewalk Flowers Good News, Bad News Das Loch Yotsuba&!, Vol. 01 (Yotsuba&! #1) One Piece, Bd.1, Das Abenteuer Beginnt (One Piece, #1) 暗殺教室 1 [Ansatsu Kyoushitsu 1] (Assassination Classroom, #1) Superman Family Adventures, Vol. 1 Ratgeber für schlechte Väter Wunderlicht Tagebuch der Anne Frank Girl in Translation Geschlossene Gesellschaft Die Wonnen der Gewöhnlichkeit Vielleicht Lieber Morgen A Bride's Story, Vol. 1 (A Bride's Story, #1) Wish, Vol. 01 (Wish, #1)

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Frauen:

meine Schwester, 24:

  • Christoph Kucklick: “Die granulare Gesellschaft” (Sachbuch, Link)
  • David McCandless: “Information is beautiful” (Infografiken, Link)
  • Florian Illies: “Generation Golf” (Sachbuch, Link)
  • Ralf Grauel: “Deutschland verstehen” (Infografiken, Link)
  • Christiane Neudecker: “Boxenstopp” (Roman, Link)

Pädagogin, gerade Mutter geworden, 33:

  • Stewart O’Nan: “Die Chance” (Roman, Link)
  • Valerian Tornius: “Zwischen Hell und Dunkel: Ein Rembrandt-Roman” (Roman, Link)
  • Tobias Wolff: “This Boy’s Life” (Memoir, Link)
  • Meike Winnemuth: “Das große Los” (Reisereportage, Link)

Pädagogin, 33:

  • Meike Winnemuth: “Das große Los” (Reisereportage, Link)
  • Slavenka Drakulic: “Als gäbe es mich nicht” (Roman, Link)
  • Agota Kristof: “Das große Heft” (Roman, Link)

Ärztin, 33 – mochte “‘Mind-Boggling’, Evening Post” von Max Goldt:

  • Max Goldt: “Quitten für die Menschen von Emden bis Zittau” (Kolumen, Link)
  • Max Goldt: “Die Kugeln in unseren Köpfen” (Kolumnen, Link)
  • Max Goldt: “Der Krapfen auf dem Sims” (Kolumnen, Link)
  • Max Goldt: “Ä” (Kolumnen, Link)
  • Haruki Murakami: “Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt” (Roman, Link)

Pädagogin, 34:

  • Anna-Katharina Hahn: “Am schwarzen Berg” (Roman, Link)
  • Andreas Maier: “Das Zimmer” (Roman, Link)
  • Maria Semple: “Wo steckst du, Bernadette?” (Roman, Link)
  • James Baldwin: “100 Jahre Freiheit ohne Gleichberechtigung” (Bürgerrechts-Manifest, Link)
  • Tina Fey: “Bossypants. Haben Männer Humor?” (Memoir, Link)

Pädagogin, 34 – liest fast nur Theaterstücke und Comics/Mangas:

  • Ryan North: “Squirrel Girl” (Comic, Link)
  • Kou Yaginuma: “Twin Spica” (Manga, Band 1 und 2, Link)

Bürokauffrau, 37:

  • Jean-Dominique Bauby: “Schmetterling und Taucherglocke” (Memoir, Link; dazu die Verfilmung auf DVD)
  • Markolf Hoffmann: “Ines öffnet die Tür” (Jugendbuch, Link)

Krankenschwester, ca. 60:

  • Heide Koehne: “Der Buchladen” (Roman, Link)
  • Slavenka Drakulic: “Als gäbe es mich nicht” (Roman, Link)

meine Mutter (ehem. Arzthelferin, Anfang 60):

  • “Orphan Black”, Staffel 1 (DVD, Link)
  • “Mad Men”, Staffel 7 (DVD, Link)
  • Jenny Erpenbeck: “Gehen, ging, gegangen” (Roman, Link)
  • Philippe Vigand, Stéphane Vigand: “Verdammte Stille” (Memoir, Link)
  • Anna Wimschneider: “Herbstmilch. Lebenserinnerungen einer Bäuerin” (Memoir, Link)
  • David Levithan: “Two Boys Kissing” (Jugendbuch, Link)
  • Maria Semple: “Wo steckst du, Bernadette?” (Roman, Link)

Mutter einer Schulfreundin, in Santa Monica aufgewachsen, Ende 60:

  • Emmanuel Guibert: “How the World was. A California Childhood” (Graphic Novel, Link)
  • Richard Yates: “Revolutionary Road” (Roman, Link)

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Die granulare Gesellschaft: Wie das Digitale unsere Wirklichkeit auflöst The Visual Miscellaneum: A Colorful Guide to the World’s Most Consequential Trivia Generation Golf. Eine Inspektion Deutschland verstehen Boxenstopp: Roman Die Chance Zwischen Hell und Dunkel. Ein Rembrandt-Roman This Boy's Life Das große Los Das große Heft Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau Die Kugeln in unseren Köpfen. Der Krapfen auf dem Sims. Ä Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt Am Schwarzen Berg Das Zimmer Wo steckst du, Bernadette? The Fire Next Time Bossypants The Unbeatable Squirrel Girl, Volume 1: Squirrel Power Twin Spica, Volume: 01 Schmetterling Und Taucherglocke Ines öffnet die Tür Der Buchladen Gehen, ging, gegangen Verdammte Stille Herbstmilch Two Boys Kissing: Jede Sekunde zählt How the World Was: A California Childhood

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Männer:

Hotelkaufmann, 26 – reiste nach Thailand:

  • Alex Garland: “Der Strand” (Roman, Link)
  • Josef Haslinger: “Phi Phi Island. Ein Bericht.” (Memoir, Link)

Mein Bruder – Mechatroniker, 31:

  • “Community” (DVD, Staffel 1, Link)
  • “Homeland” (DVD, Staffel 1, Link)
  • “The Americans” (DVD, Staffel 1, Link)

Ingenieur, 32:

  • David Eagleman: “Fast im Jenseits” (tolle Gedankenspiele, Link)
  • Greg Rucka: “Lazarus”, Band 1 (Comic, Link)

Lyriker, 33 – Fan von Nonsens-Texten und Satire:

  • Edgar Hilsenrath: “Zibulsky” (satirische Kurztexte, Link)

Bankkaufmann, 35:

  • Haruki Murakami: “Naokos Lächeln” (Roman, Link)
  • Haruki Murakami: “Mister Aufziehvogel” (Roman, Link)
  • Sebastian Haffner: “Die Geschichte eines Deutschen” (Memoir, Link)
  • Arthur Miller: “Focus” (Roman, Link)
  • Nicholson Baker: “Menschenrauch” (Geschichts-Sachbuch, Link)
  • Josef Haslinger: “Phi Phi Island. Ein Bericht.” (Memoir, Link)
  • Geoff Dyer: “Sex in Venedig, Tod in Varanasi” (Roman, Link)
  • Tina Fey: “Bossypants: Haben Männer Humor?” (Memoir, Link)
  • Octavia Butler: “Vom gleichen Blut” (Roman, Link)
  • W.G. Sebald: “Die Ausgewanderten” (Roman/Kurzgeschichten, Link)

Kunstpädagoge, 36:

  • Edouard Levé: “Autoportrait” (Memoir/Textmontage, Link)
  • Gertraud Klemm: “Muttergehäuse” (Memoir, Link)
  • David Eagleman: “Fast im Jenseits” (tolle Gedankenspiele, Link)
  • Raymond Briggs: “Ethel & Ernest” (Graphic Novel, Link)

Mathe- und Sportlehrer, 36:

  • Sebastian Haffner: “Die Geschichte eines Deutschen” (Memoir, Link)
  • Sebastian Christ: “Was von Deutschland übrig bleibt” (Reportage, Link)
  • Anna Funder: “Stasiland” (Reportage, Link)

mein Vater, Mechatroniker, 60:

  • “Der Gigant aus dem All” (DVD, Link)
  • “Boyhood” (DVD, Link)
  • “Gravity” (DVD, Link)
  • “Vielleicht lieber morgen” (DVD, Link)

…und ich sah meinen US-Lieblingsautor, Stewart O’Nan, im Sommer in Freiburg und moderierte eine seiner Lesungen. O’Nans Roman “West of Sunset” spielt unter Drehbuchautoren im Hollywood der 40er Jahre, und ich musste an eine Graphic Novel denken, das im selben Milieu spielt und mich sehr begeisterte – also schenkte ich es ihm:

  • Ed Brubaker: “The Fade Out”, Band 1 (Graphic Novel, Link)

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Der Strand Phi Phi Island: Ein Bericht Fast Im Jenseits Lazarus, Vol. 1: Family Zibulsky oder Antenne im Bauch: Satiren Naokos Lächeln Mister Aufziehvogel Geschichte eines Deutschen Fokus Menschenrauch Wie Der Zweite Weltkrieg Begann Und Die Zivilisation Endete Sex in Venedig, Tod in Varanasi Vom gleichen Blut Die Ausgewanderten Autoportrait Muttergehäuse Ethel and Ernest Was von Deutschland übrig bleibt: eine Wanderreportage Stasiland The Fade Out: Act One

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mein Partner und ich wohnen zusammen – und ich kaufe/schenke ihm fast nie Bücher: Er liest meine Ausgaben mit, statt sich ein eigenes, zweites Exemplar zu holen. Bücher, die ich ihm empfahl, und die er las, seit Ende 2014:

Freund M., Florist, 35:

  • Barbara Pym: “Vortreffliche Frauen” (Roman, Link)
  • Francois Truffaut: “Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?” (Interview, Link)
  • Alice Walker: “Die Farbe Lila” (Roman, Link)
  • Anna Katharina Hahn: “Am schwarzen Berg” (Roman, Link)
  • Anna Katharina Hahn: “Kürzere Tage” (Roman, Link)
  • Christoph Schmitz: “Das Wiesenhaus” (Roman, Link)
  • Erik Neutsch: “Spur der Steine” (Roman, Link)
  • Ruth Klüger: “weiter leben” (Memoir, Link)
  • Anonyma: “Eine Frau in Berlin” (Memoir, Link)
  • Anna Wimschneider: “Herbstmilch” (Memoir, Link)
  • Erich Maria Remarque: “Drei Kameraden” (Roman, Link)
  • Kazuo Ishiguro: “Was vom Tage übrigblieb” (Roman, Link)
  • R.C. Sherriff: “Septemberglück” (Roman, Link)
  • Ernest Hemingway: “Der Garten Eden” (Roman, Link)
  • Ariel Magnus: “Zwei lange Unterhosen der Marke Hering” (Memoir, Link)
  • Joan Didion: “Das Jahr magischen Denkens” (Memoir, Link)
  • Terezia Mora: “Der einzige Mann auf dem Kontinent” (Roman, Link)
  • Josef Haslinger: “Phi Phi Island. Ein Bericht.” (Memoir, Link)
  • Valerian Tornius: “Zwischen Hell und Dunkel. Ein Rembrandt-Roman” (Link)
  • Haruki Murakami: “Naokos Lächeln” (Roman, Link)
  • Marc Degens: “Fuckin’ Sushi” (Roman, Link)
  • Leif Randt: “Schimmernder Dunst über CobyCounty” (Roman, Link)

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Vortreffliche Frauen Mr. Hitchcock, Wie Haben Sie Das Gemacht? Die Farbe Lila Am Schwarzen Berg Kürzere Tage Das Wiesenhaus Spur der Steine: Roman weiter leben: Eine Jugend Eine Frau in Berlin Herbstmilch Drei Kameraden Was vom Tage übrigblieb Septemberglück Der Garten Eden Zwei lange Unterhosen der Marke Hering Das Jahr magischen Denkens Der einzige Mann auf dem Kontinent Phi Phi Island: Ein Bericht Zwischen Hell und Dunkel. Ein Rembrandt-Roman Naokos Lächeln Fuckin Sushi Schimmernder Dunst über Coby County

Kathrin Passig: 70 Fragen

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2013 wurde ich eingeladen, einen Text über meinen ehemaligen Professor zu schreiben. Weil ich Listen liebe und Fragebögen/Interviews, und, weil ich beim Schreiben merkte, wie viel ich nicht weiß, und sehr gern wissen würde…

…wurde aus dem Text ein Fragebogen: 100 Fragen an Stephan Porombka (Link)

2016, zum 60. Geburtstag meines Vaters, sammelte ich persönlichere Fragen – gleich 200. Auch hier ging es um eine Balance/Annäherung: Vieles weiß ich, ungefähr. Aber noch viel mehr weiß ich nicht. Ich glaube, die fertige Liste verrät viel über unser Verhältnis.

…September 2016: 200 Fragen an meinen Vater (Link)

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Der heutige Text gehört *nicht* in diese Reihe:

Kathrin Passig – Autorin, Journalistin, Technik-Expertin, Essayistin und Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2006 – wird mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay ausgezeichnet. Heute, am Vortag der Preisverleihung, spreche ich mit ihr im Staatstheater Darmstadt über kurze Texte, Schreiben im Netz, Misch- und Zwischenformen:

»WAS RICHTIGES / NICHTS RICHTIGES«

Die Autorin und Internet-Expertin Kathrin Passig schreibt Texte, die sich virtuos zwischen Blog, Buch und Essay bewegen. Passig mit dem Autor, Kritiker und Blogger Stefan Mesch über die Bedingungen des Schreibens in alten und neuen Medien oder, wie sie selbst sagt: “über zweifelhafte Formen des Lesens, des Schreibens und der Literaturkritik”. 

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70 erste Fragen und Ideen, für unser Gespräch.

Eine lose Sammlung.

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Auf wie vielen Büchern steht dein Name?

In wie vielen Büchern wird dir gedankt?

Wer dankt, und wofür?

Wie viele Bücher hast du übersetzt? Welches ist das beste?

Nenn mir ein paar analoge Dinge/Aktivitäten, die dir viel Freude machen: Zeug, das nichts mit Technik oder Innovationen zu tun hat.

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Du schreibst, programmierst, hältst Vorträge. Wie wählst du aus: nach Lust, Lebensqualität… oder ist es weiterhin vor allem eine Geldfrage?

Umgekehrt gibt es viele Jobs und Tätigkeiten, die man dir oft zurechnet – von denen ich aber nicht weiß, wie oft du sie machst: Rezensierst du Bücher? Schreibst du literarisch? Arbeitest du an Reportagen?

Als Verlegerin/Herausgeberin des (grandiosen) “Techniktagebuchs”: Würdest du gern mehr verlegen?

Was dachtest du als Kind, was aus dir wird?

Und später, als (Germanistik-)Studentin?

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Würde dein 15jähriges Ich verstehen, was du tust? Oder würde es sagen: “Sie macht ja gar nichts Richtiges?”

Ich sage oft: “Das ist die interessanteste und mir wichtigste Technikjournalistin.” Du sagst am liebsten: “Ich bin Sachbuchautorin” – oder?

Du wirst morgen für deine Essays ausgezeichnet. Wessen Essays liebst du?

Warum und für wen hast du deine ersten Essays geschrieben?

Über welche Themen streitest du dich?

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Was war dir früher wichtig, und ist dir heute ganz egal?

Was war deine beste Entscheidung?

Vor dem Internet wurden Menschen oft dafür bewundert, dass sie viel Wissen behalten und aufsagen konnten. Wofür bewunderst du Menschen?

Wie hat dich das Internet verändert?

Wie hat es dir geschadet?

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Warst du schon in dem Alter, das am besten zu dir passt – oder denkst du, es kommt noch?

Lebst du in einer fundamental anderen Zukunft, als du als Jugendliche dachtest/hofftest?

Du bist 1970 in Deggendorf geboren. Du sprichst oft darüber, was dich von den Menschen dort unterscheidet. Aber: Was hast du mit ihnen gemeinsam?

Wenn du eine Sache an den Lehrplänen deiner Schulzeit hättest ändern können, auch rückblickend, mit dem Wissen von heute: Was?

Viele Netz-Experten und freie Technik-Journalisten betonen immer wieder ihren Vordenker-Status. Du schreibst sehr offen über deine Zweifel oder Fehlschlüsse. Sagst deutlicher, was du (und: wir alle) nicht weißt/wissen können.

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Du sprichst oft über Denkfehler, Trugschlüsse/Vorurteile, Fallacies, cognitive biases: Welche hast du selbst besonders? Gegen welche arbeitest du an?

Welche hast du weniger als die meisten anderen Menschen?

Und welche haben wir eigentlich alle – und sollten sie uns viel bewusster machen, beim Schreiben, Sprechen, Argumentieren?

Du hast mal gesagt, deine Tweets enthalten kaum Rechtschreibfehler, weil du 20 Minuten pro Tweet brauchst. Warum so langsam?

Was findest du aufregender als andere Menschen? Was findest du langweiliger? (Themen? Innovationen? Aktivitäten?)

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Gibt es Texte oder Aussagen, die du zurücknehmen willst? Eher gewisse Urteile? Oder eher Prognosen?

Was wird schlechter? Was geht den Bach runter? Wovor hast du Angst?

Gibt es Dinge, deren Sterben / Verfall dir grade das Herz bricht?

Siehst du irgendwelche großen Disruptions kommen: technisch-gesellschaftliche Umwälzungen, die alles auf den Kopf stellen könnten?

Was unterscheidet dich von deinem Kollaborator/Kollegen/Freund Sascha Lobo?

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In was für Abhängigkeitsverhältnissen stehst du? Wer bezahlt dich? Bestimmen vor allem diese Auftraggeber deine Themen und Arbeit?
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Wenn du deine Texte, Essays, Kolumnen nicht schreibst, schreibt sie niemand: Ich finde dich unersetzlich. Deine Perspektive ist oft sehr eigen. Trotzdem wirkst du bescheiden: Leistest du wichtige Arbeit? Oder denkst du “Luxus. Eigentlich habe ich alle Freiheiten. Schön, dass ich damit durchkomme”…?
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Warum schläft/ruht dein Gemeinschafts-Nerd-und-Technikblog “Riesenmaschine”?

Hast du seit 2006, nachdem du mit deiner ersten Erzählung den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen hast, noch einmal Prosa geschrieben?

Schreibst du private Texte, die niemand liest? Nur für dich?

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Mit welcher Aussage hast du dir bisher den größten Ärger gemacht?

Hast du Feinde? Bist du jemandem ein Dorn im Auge?

Würdest du auf Demonstrationen gehen? Skandieren?

Ich finde dich recht empathisch und… weitherzig: Was tust du, um die Welt besser zu machen? Bist du in Vereinen oder Initiativen aktiv?

Du hast über 30.000 Follower auf Twitter: Warum nutzt du deinen Twitter-Fame selten, um Debatten anzust0ßen, politisch zu tweeten, Hilfsgesuche zu teilen o.ä.?

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Liest du klassische Rezensionen im Feuilleton? Geben sie dir etwas? Oder “glaubst” du nicht daran – als Gründerin der “automatischen Literaturkritik”?

Legst du Archive an? Sammelst du etwas? Hältst du irgend etwas fest?

Du bist ein Fan von Gründlichkeit, Nachzählen, Nachhaken… naturwissenschaftlichen Methoden, die ich unter Geisteswissenschaftlern erschreckend selten finde: Wünschst du dir mehr naturwissenschaftliche Gründlichkeit im Kulturbetrieb?

Was hättest du gern früher gewusst?

Nenn mir erfundene Figuren, denen du ähnlich bist oder gern wärst.

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Gibt es eine Entwicklung, die du sehr früh hast kommen sehen: prophetisch?

Fühlst du dich, als Early Adapter, oft weiter vorne:  Findest du es anstrengend, dass Leute sich oft Fragen stellen, die du dir schon seit Jahren  stellst?
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Hast du eine Sammlung von “Darüber müsste ich eigentlich mal länger schreiben”-Ideen? Was stünde dort weit oben?

Eine Zukunftsvorstellung von dir: “Vielleicht halte ich in zehn Jahren nur noch Vorträge und publiziere meine Texte frei im Netz.” Das wäre schade, oder? Falls Autoren wie Musiker werden und man nur noch Geld verdient, indem man sich Bühnen schafft.

Magst du das persönliche Gespräch? Wärst du grade lieber mit mir in einem Chat oder Google-.doc als auf einer Bühne?

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Was hast du aufgegeben oder beendet?

Du darfst keinen Menschen mehr sehen – aber hast Internet. Oder: Du darfst dich frei bewegen – aber hast kein Internet mehr. Was wäre schlimmer?

Ich kann am leichtesten, mühelosesten auf Facebook schreiben. Hast du einen Ort oder Modus, in dem dir das Schreiben/Formulieren/Denken besonders Spaß macht?

Was ist die Innovation, auf deren Durchbruch du dich besonders freust und die du gern noch erleben willst?

Wartest/hoffst du auf die Singularität: die Möglichkeit, ein Bewusstsein so zu digitalisieren, dass es unabhängig vom Körper überleben kann?

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Inwiefern ist die Zeit auf deiner Seite?

Wann klafften Zeitgeist und dein eigenes Leben am weitesten auseinander: Welches deiner bisherigen 45, 46 Jahre passte am wenigsten zu dir?

Gibt es Haltungen oder Normen aus deiner Kindheit, die heute verschwunden/verkümmert sind und die dir fehlen?

Bist du Opfer von Sexismus? Und/oder gibt es Leute, die dich (aus anderen Gründen) nicht ernst nehmen, aussortieren?

Manchmal schreibst du (humoristische) Sonette. Doch weil sie vor allem auf Facebook/online erscheinen, wird das wohl vor allem als Spielerei gesehen. Unterscheidest du zwischen “Spielerei” und “großem Werk”? Wie wichtig ist dabei der Veröffentlichungsort und das Prestige? Und gibt es Arbeit von dir, von der du wünschst, dass sie ernster genommen wird?

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Nenn mir ein, zwei Projekte/Jobs, die dir viel mehr Spaß machten als das meiste andere.
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Nenn mir ein, zwei Projekte/Jobs, auf die du stolzer bist als auf alles andere!
Du hattest sehr lange sehr viele Print-Bücher. Dann hast du sie aussortiert, weggegeben. Kannst du dir andere Dinge vorstellen, an denen du gerade fest hältst – aber du später/bald aufgibst?
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Deine Website ist toll – aber du hast keine besonders geschärfte/pointierte Netz-Identität: Vielen Menschen kann man schneller drei, vier Worte, Adjektive, Tags zuordnen. Sind dir PR und Netz-Selbstdarstellung fremder als den meisten Netz-Journalisten?
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Du lebst seit dem Studium in Berlin. Bleibst du auf jeden Fall?

2015 / 2016: Lieblingssongs / persönlicher Soundtrack (Jahr 19)

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I started keeping a diary on October 26th, 1997. I was 14 and in 9th grade. I kept up until 2004, and every year, I made a ‘personal soundtrack’ with songs that reflected last years’ themes and storylines.

Here are 20 songs for ‘Season 19’, October 2015 to October 2016.

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  • EL VY: “No Time to crank the Sun”
  • Kasper Bjørke: “Young Again”
  • Sea Wolf: “Whirlpool”
  • Daughter: “Get Lucky”
  • Honig: “Golden Circle”
  • Owl & Mouse: “Don’t read the Classics”
  • Jordan Classen: “The Horses are stuck”
  • Jodie Goffe: “Birdsong”
  • Josh Ritter: “Homecoming”
  • I am Harlequin: “Wild One”
  • Lonesome Leash: “Momentum”
  • Junip: “Line of Fire”
  • Marble Sounds: “Come here”
  • Travis: “Strangers on a Train”
  • Tom McRae: “Alphabet of Hurricanes”
  • Ryan Star: “Losing your Memory”
  • Eric Bachmann: “Mercy”
  • The Decemberists: “Lake Song”
  • Conor Oberst: “Next of Kin” (live)
  • Plastic Mermaids: “Alaska” (live from Ventnor)

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Some of these songs are on Youtube. Let’s see how long it takes before they are taken down. Here are the videos: Watch them while the links still work!

  • EL VY: “No Time to crank the Sun”

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  • Kasper Bjørke: “Young Again”


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  • Sea Wolf: “Whirlpool”


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  • Daughter: “Get Lucky”


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  • Honig: “Golden Circle”


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  • Owl & Mouse: “Don’t read the Classics”


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  • Jordan Classen: “The Horses are stuck”


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  • Jodie Goffe: “Birdsong”


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  • Josh Ritter: “Homecoming”


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  • I am Harlequin: “Wild One”


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  • Lonesome Leash: “Momentum”


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  • Junip: “Line of Fire”


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  • Marble Sounds: “Come here”


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  • Travis: “Strangers on a Train”

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  • Tom McRae: “Alphabet of Hurricanes”


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  • Ryan Star: “Losing your Memory”


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  • Eric Bachmann: “Mercy”


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  • The Decemberists: “Lake Song”


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  • Conor Oberst: “Next of Kin” (live)


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  • Plastic Mermaids: “Alaska” (live from Ventnor)

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related Links:

Fragen an die Eltern: 200 Fragen an meinen Vater, zum 60. Geburtstag

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mein Vater, ca. 1987.

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Wer mich kennt, kennt – überraschend schnell – oft auch meine Mutter: Sie kommentiert auf Facebook, besucht meine Lesungen und folgt den Journalist*innen, Autor*innen und Blogger*innen, die mir wichtig sind. 2008 und 2014 war sie in Hildesheim, beim PROSANOVA-Festival. Und hin und wieder wohnen Studien- oder Literaturfreunde von mir für einige Tage im leerstehenden Haus meiner Großeltern/ihrer Eltern.

Mein Vater hat kein Interesse an Social Media – aber wünschte sich zum 60. Geburtstag persönliche Texte, kurze Anekdoten, Briefe, Erinnerungen für ein privates Buchprojekt.

Ich nahm mir vor, ihm Fragen zu stellen, trug das auf Facebook (“Was würdet ihr eure Eltern fragen? Worüber würdet ihr gern mit ihnen sprechen?”)…

…und merkte: Die Frage trifft einen Nerv.

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Heute, hier im Blog: 200 persönliche Fragen an meinen Vater.

Ich freue mich, dass er mir erlaubt, diese Fragen hier öffentlich zu teilen. Und ich freue mich noch mehr, dass er Lust hat, sie – irgendwann, im privaten Rahmen – auch zu beantworten.

Ein langer Fragenkatalog, ohne Antworten… das wirkt im ersten Moment monoton oder witzlos. Tatsächlich aber liest man zehn, zwölf solcher Fragen – und fängt an, selbst zu überlegen: Weiß ich das, über meine eigenen Eltern? Würde ich diese Frage stellen? Was würde ich selbst antworten?

Falls jemand Ergänzungs-Fragen hat, ähnliche Fragen mit seinen Eltern ausprobiert(e) oder Erfahrungen damit hat, längere persönliche Gespräche in der Familie zu planen, aufzuzeichnen, zu teilen usw.: Lasst hören! Ich freue mich über Feedback.

Stefan

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Lieber Papa: Alles Gute zum 60. Geburtstag!

Mit 17 sah ich in einem Karlsruher Buchladen das Buch „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“ von Francois Truffaut: 400 Seiten über ein einziges Gespräch. Truffaut, ein junger französischer Regisseur, hat Hitchcock 1962 besucht und detaillierte Fragen gestellt. Hitchcock gibt Antworten – und erzählt dabei sein ganzes Leben.

Ich habe das Buch damals nicht gekauft – doch die Idee, verschiedenen Menschen sehr viele Fragen zu stellen, lässt mich nicht los.

Statt dir einen Text zu schreiben, habe ich einen Fragenkatalog erstellt. Du musst ihn nicht beantworten. Obwohl ich mich freuen würde, wenn wir uns irgendwann treffen und das versuchen.

Bis dahin machen, glaube ich, auch schon die Fragen für sich allein Spaß:

200 Dinge, über die ich manchmal nachdenke und zu denen ich gern mehr wissen würde.

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1_Welchen Tag aus deiner Kindheit würdest du gern ein zweites Mal erleben?

2_Was hat dir als Kind am meisten Spaß gemacht?

3_Was ist deine früheste Erinnerung?

4_Nenn mir einen typischen Moment mit deiner Mutter. Und etwas, das du an ihr magst.

5_Was habt ihr gemeinsam?

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6_Dein Vater war Schmied; später betrieb er eine Tankstelle. Als er starb, warst du noch Grundschüler. An welche Momente mit ihm erinnerst du dich?

7_Waren deine Großeltern wichtig, als Kind? Andere Verwandte? Cousins und Cousinen?

8_Wer sind deine Paten? Hast du einen Lieblingsverwandten?

9_An welchen Punkten im Leben fehlte dir ein Vater?

10_Wie hat sich deine Mutter nach dem Tod ihres Manns verändert? Deine Schwestern?

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11_Von wem hast du viel gelernt? Hattest du gute Lehrer oder Chefs?

12_Was macht dich an deiner Kindheit glücklich?

13_Mit wem hast du die meiste Zeit verbracht: Klassenkameraden? Nachbarn?

14_Was hast du mit deinen Schwestern unternommen? Habt ihr viel geteilt?

15_Wann warst du zum ersten Mal betrunken? Wen hast du geküsst? Warst du selbstbewusst?

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16_Wann wurden Autos, Mofas usw. wichtig? Wie hast du dein erstes Auto finanziert?

17_Warst du je gläubig?

18_Wann hattest du als Kind den größten Ärger?

19_Hast du Klassenkameraden, aus denen „etwas wurde“? Freunde, aus denen „gar nichts wurde“? Wer hatte das interessanteste oder überraschendste Leben?

20_Sind Leute, die dich von damals kennen, überrascht, wenn sie dich heute sehen? Wen siehst du, wo? Wen vermisst du?

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21_Wenn du eine Sache an deiner Erziehung ändern könntest – welche?

22_Du warst kein guter Schüler. Dachtest du trotzdem als Jugendlicher: „Ich bin clever“?

23_Warst/bist du klüger als die Leute aus deiner Jugend, deiner Heimatstadt?

24_Hattest du damals genug Geld? Oder hast du dich arm gefühlt?

25_Wann wurdest du erwachsen: mit welchem Ereignis oder welcher Entscheidung?

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26_Als Schüler hast du in einem Tante-Emma-Laden gejobbt. Hattest du Spaß? Gab es weitere Neben- und Aushilfsjobs?

27_Hast du beim Bund Freunde gefunden oder Wichtiges gelernt?

28_Hast du danach nochmal mit deiner Mutter unter einem Dach gelebt? War es dir wichtig, auszuziehen? Hast du je allein gelebt?

29_Kanntest du Studenten? Was hältst du von Menschen mit Studium?

30_Was war deine Lieblings-Arbeitsstelle… und was wusstest du über Arbeit, bevor du selbst einen Beruf wählen musstest?

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31_Was war dir früher wichtig, und ist dir heute ganz egal?

32_Was hast du mit Mama gemeinsam?

33_Was unterscheidet dich von typischen Männern deines Alters?

34_Was unterscheidet dich von typischen Deutschen?

35_Was unterscheidet dich von typischen Vätern?

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36_Warum wurdest du Mechaniker? Hat der Beruf deine Erwartungen erfüllt?

37_Wie war Mama, als du sie zum ersten Mal getroffen hast? Wann wusstest du: Ich will sie heiraten?

38_Wie hat sie sich seitdem verändert? Was magst du an der Veränderung; was nicht?

39_Wie hat sie dich verändert?

40_Welche Rolle fällt dir am leichtesten: Sohn und Bruder? Vater und Ehemann? Großvater? Wann hast du dich mit deinen Rollen am wohlsten gefühlt?

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41_Wie war es, mit den Eltern von Mama zu leben?

42_Warum bist du nach Süddeutschland gezogen? Wann war dir klar, dass du bleibst?

43_Mama sagt oft, sie hat dir bei der Jobsuche geholfen. Wie?

44_Du warst bei der Freiwilligen Feuerwehr und in der CDU. Was sind deine Erfahrungen mit den Vereinen und den Menschen im Dorf?

45_Wie war eure Hochzeit? Gab es eine Hochzeitsreise?

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46_Wofür würdest du gern gelobt oder bewundert werden?

47_In welchem Alter mochtest du dich selbst am meisten?

48_Welchem Menschen bist du am meisten schuldig?

49_Was war deine beste Entscheidung?

50_Wer oder was hat dir das Leben am schwersten gemacht?

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51_Was macht einen guten Vater aus?

52_Was macht eine gute Mutter aus: etwas anderes als einen guten Vater?

53_Kamen Mama und du aus verschiedenen Schichten, Kreisen? Hättest du gern ihre Kindheit gehabt?

54_Hättest du gern meine Kindheit gehabt?

55_Was wolltest du als Erzieher unbedingt anders machen als deine Mutter?

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56_Warum arbeiten deine Schwestern so viel und wirken so gequält?

57_Warum hast du ein besseres Verhältnis zu Mamas Bruder als sie selbst?

58_Hatten Mama und du gemeinsame Freunde als junges Paar? Was wurde aus euren Freundschaften?

59_Es gibt Familienmitglieder, mit denen ich dich nie sprechen hörte – Lutz, Ede, Mamas Mutter.

60_Die Kinder deiner Schwester machten früh Ausbildungen, haben geheiratet – und scheinen dich viel toller, witziger zu finden als wir: Hättest du gern bodenständigere Kinder?

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61_Warum vier Kinder? Warum das erste mit 26? Warum nicht mehr? Weniger?

62_Hattest du noch nie Spaß an Familienaktivitäten, gemeinsamem Abendessen, Gesprächen – oder hast du ihn mit der Zeit verloren?

63_Du hast Söhne und Töchter. Eine gute Mischung, Balance?

64_Mit Kindern in welchem Alter fühlst du dich am wohlsten? (Mein Eindruck: mit vier oder fünf.)

65_Was unternimmst du mit deinen Enkeln? Was magst du an ihnen?

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66_Inwiefern waren Mama und du „Eltern der 80er, 90er“: Wie hat euch der Zeitgeist, das Familien- und Elternbild beeinflusst?

67_Was würdest du heute anders machen?

68_Ich habe selten das Gefühl, du seist von uns Kindern enttäuscht – doch denke dauernd, dass wir dich langweilen: unsere Geschichten sind uninteressant, unsere Probleme vermeidbar.

69_In welchem Alter fandest du mich am sympathischsten? Am unsympathischsten?

70_Und Mama? Und meinen Bruder? Dich selbst?

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71_Gibt es jemanden, den du stolz machen willst oder dessen Lob dir wichtig ist?

72_Ist Kochen und Putzen Frauenarbeit?

73_Hast viel gearbeitet, weil eine Familie Geld braucht… oder, weil du den Beruf spannender findest als ein Familienleben?

74_Jeden Abend hast du an der Dorftankstelle ein Feierabendbier getrunken. Wann hörte das auf? Warum? Was gaben dir diese Männer/Gespräche – und habt ihr heute noch Kontakt?

75_Als Kind hatte ich den Eindruck, deftiges Mittags- und Sonntagsessen wären für euch unverzichtbar. Heute isst Mama ganz andere Gerichte, zu anderen Zeiten. Du selbst auch. Mein Bruder scheint der einzige zu sein, der solche Mahlzeiten mag. Warum die ganze Mühe mit Hausmannskost, damals?

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76_Was dachtest du in meiner Kindheit, was aus mir wird?

77_Was dachtest du als Kind, was aus dir selbst wird?

78_Was nervt oder ängstigt dich an Familien an meisten?

79_Haben wir Geschwister mehr Unterschiede oder mehr Gemeinsamkeiten? Musst du auf vier sehr verschiedene Arten Vater sein?

80_Was hat dich am Vatersein überrascht? Worauf warst du nicht vorbereitet oder eingestellt?

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81_Wer ist dir ebenbürtig und kann dich gut verstehen?

82_Was ist dir peinlich? Vor wem?

83_Was war das Mutigste, das du je getan hast?

84_Was war das Feigste, das du je getan hast?

85_Viele Freunde von mir fühlten von ihren Eltern als Kind unter Druck gesetzt und hörten immer wieder: „Was sollen nur die Verwandten denken?“ Mama und dir schienen die Verwandten, Nachbarn usw. recht egal.

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86_Fiat ist ein italienischer Konzern. Wie zeigte sich das bei deiner Arbeit?

87_Wenn Fiat-Händler ein Problem nicht diagnostizieren oder beheben konnten, wurden die Autos in deine Abteilung geschickt, oder? Was war das interessanteste Problem, die überraschendste Diagnose?

88_Was hast du im Auto auf dem Weg zur Arbeit gemacht: Musik gehört? Nachgedacht? Hast du heute noch ähnliche ruhige, passive Momente im Alltag?

89_Du warst etwa 15 Jahre bei Fiat: Ab wann wolltest du dich selbstständig machen? Dachtest du als Berufsanfänger, du bleibst dein ganzes Leben im selben Konzern?

90_Was machten die Monate in Turin und das Italienischlernen aus dir? Mama sagt oft, sie wurde selbstbewusster, mutiger. Hast du Turin als ähnlichen Kulturschock und ähnliche Befreiung erlebt?

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91_Worauf hast du verzichtet – und später gedacht: Es war ein Fehler, darauf zu verzichten?

92_Warum mögen dich Leute? Was gefällt ihnen an dir?

93_Was magst du selbst an dir?

94_Schon immer – oder musstest du erst lernen, dich zu mögen und an deinen Stärken/Schwächen zu arbeiten?

95_Was war dein bestes, schönstes Jahr?

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96_Du sprichst gern mit Kellnern, Verkäuferinnen, machst Witze mit Polizisten und Briefträgern. Hast du mehr Spaß mit Fremden als mit Freunden?

97_Warum ist D. dein bester Freund? Wie überlebte diese Freundschaft so lange?

98_Du spielst gern Streiche. Dein bester Streich, deine beste Lüge?

99_Oft weichst du Fragen aus: Du magst du es, Menschen zu überrumpeln oder sie zu dominieren, indem du Fakten vorenthältst. Und du erzählst nur, wenn es unbedingt nötig ist oder jemand explizit nach etwas ganz Konkretem fragt: Woher die Lust, Dinge möglichst lange für dich zu behalten?

100_Du stellst kaum eigene Fragen und weißt nicht viel über das Innenleben deiner Familie. Warum?

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101_Mama spricht oft nostalgisch über „die Ursprungsfamilie“. Verstehst du das? Ist alles, was ab ca. 40 kam, für euch ein Nachklapp?

102_Hattest du gute Karten? Bist du privilegiert?

103_Welchen Menschen schuldest du etwas? Was?

104_Schuldest du dem Staat etwas? War Deutschland gut zu dir?

105_Haben dich Leute in Schubladen gesteckt… wegen deines Geschlechts, deines Gewichts, deiner Kleidung, Bildung etc.?

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106_Wärst du gern etwas früher oder später geboren? Bei Mama denke ich oft, dass sie 20 Jahre älter oder jünger weniger aus dem Rahmen fallen würde.

107_Gibt es einen Politiker, den du gern gewählt hast und von dem du viel hältst?

108_Hast du als Kind oder Teenager jemanden bewundert?

109_Fandest du dich mal hübsch? War dir dein Aussehen wichtig; war es wichtig, was du anhast?

110_Bist du „normal“? Bist du Teil der Mehrheit?

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111_Warst du ein „armes“ Kind? Bist du ein „reicher“ Mann? Hast du die soziale Schicht gewechselt, im Lauf deines Lebens?

112_Wo zeigt es sich, dass deine Mutter ärmer ist als du, dass deine Kinder gebildeter sind usw.?

113_Sprichst du am liebsten mit Männern in deinem Alter, aus deiner Schicht? Oder mit Jüngeren, die weniger Macht und Wissen haben?

114_Ist es einfacher für dich, mit deinen Angstellten zu sprechen als mit deiner Familie?

115_Du furzt oft und findest es lustig, wenn sich Menschen fürs Furzen, Rülpsen usw. schämen oder genieren. Hast du schon einmal gefurzt… und es kam fürchterlich an?

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116_Drei Dinge, die dich unzufrieden machen?

117_Drei Dinge, die dich zufrieden machen?

118_Die beste Erfindung, Neuerung, Verbesserung im Lauf deines Lebens?

119_Du liebst Geschäftstelefonate – doch das Internet macht dich wütend, vor allem Social Media. Warum?

120_Eine Theorie zu Fortschritt und Alltag: Technik, die man schon als Kind kannte, hält man für selbstverständlich. Technik, die während der Jugend erfunden wird, nutzt man oft aufgeschlossen. Doch bei Technik, die ab dem ca. 30. Lebensjahr massentauglich wird, ruft man: „Wozu soll das gut sein? Das braucht doch keiner!“ Welche Innovationen seit… 1986 machen dich sehr glücklich?

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121_Hattest du Tiere als Kind? Wolltest du welche?

122_Mit ca. 30 hast du viel Zeit mit einer Modelleisenbahn verbracht. Gibt es Dinge, die du als Kind entbehren musstest und als Erwachsener nachholst?

123_Hatte mein Bruder als Kind die Möglichkeiten, die du gern selbst gehabt hättest, als Kind? Hat der Sohn meines Bruders heute als Kind die Möglichkeiten, die mein Bruder gern selbst gehabt hätte, als Kind?

124_Wann haben Menschen an dich geglaubt: Mentoren, Förderer, Experten, deren Meinung dir etwas bedeutet? Gab es väterliche Figuren in deinem Leben?

125_Ist dir beruflich je ein großer Patzer, Fehler unterlaufen? Hast du immer alles richtig gemacht?

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126_Hattest du je Affären mit Frauen in Italien?

127_Welche Gemeinsamkeiten hast du mit dem erstem Mann deiner heutigen Frau?

128_Was bedeuten dir die beiden Kinder der Frau, mit der du von 1998 bis 2004 (?) zusammengelebt hast, R. und C.? Habt ihr Kontakt?

129_Du hast mehrere Häuser/Gebäude entworfen und gebaut. Woher nahmst du die Selbstsicherheit und Kompetenz?

130_Du baust Häuser für die Ewigkeit – doch hattest in den letzten 20 Jahren vier verschiedene Adressen. Warum kann man in deinen Grundrissen so schlecht Möbel neu umstellen? Und: Hast du je ein Zimmer, Möbelstück etc. zurückgelassen, das dir noch heute fehlt?

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131_Wie oft warst du verliebt?

132_Was ist der Unterschied zwischen Angestellten und Kindern?

133_Warum freut es dich, wenn deine Kinder, deine Schwiegertochter usw. zu deinen Angestellten werden?

134_Deine Frau arbeitet in deiner Firma – und abends, sagt sie, unterhaltet ihr euch stundenlang über den Tag. In meiner Kindheit bist du Gesprächen oft aus dem Weg gegangen. Was ist heute anders?

135_Früher schienen dir Hunde egal. Dann holte C. einen Hund. Du wolltest nie eine Katze – jetzt hast du zwei, mit deiner Frau. Was sind deine größten Sinneswandel… und überraschen sie dich selbst?

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136_Du sagst, du hast noch nie einen Roman komplett gelesen. Hast du als Kind schlechte Erfahrungen mit Büchern gemacht?

137_Hast du je interessante Bücher (Bildbände? Sachbücher?) bekommen oder selbst verschenkt?

138_Welche Filme kennst du: 1989 waren wir, glaube ich, als Familie in Disneys „Oliver & Co.“ Warst du seitdem im Kino?

139_Gibt es eine erfundene Geschichte, die du spannend; eine Figur, die du sympathisch findest?

140_In der dritten oder vierten Klasse waren wir beide abends mal allein: Ich schrieb am nächsten Tag eine Heimat-und-Sachkunde-Arbeit. Trotzdem sahen wir zusammen „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“, im Fernsehen. Mir blieb das – auch deshab – in Erinnerung, weil der Film von Vätern und Söhnen handelt: Kannst du dich erinnern… an diesen Film oder an etwas anderes, das ich als Kind mit dir zusammen sah?

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141_Manchmal bekommst du Konzertkarten für Bands deiner Jugend geschenkt (Pink Floyd?). Erzähl von den Konzerten: Hast du Spaß?

142_Du lässt so wenig Kultur in dein Leben, hältst so vieles für Schrott… warum hörst du (schrottiges) Radio, abends?

143_Ich weiß kaum etwas über die Stones, die Beatles, Bands der 60er und 70er – weil es bei uns kaum Platten und CDs gab. War Mama und dir Musik egaler als euren Altersgenossen? Schon immer – oder erst, als ihr Kinder hattet?

144_Sind die USA das Land, das du am meisten hasst? Jede US-Serie, jedes US-Videospiel, jede Amerikanisierung in den 80ern schien dich wütend zu machen: Liegt das am zweiten Weltkrieg und der Besatzung?

145_Ist Deutschland das Land, das am besten zu dir passt? Wolltest du je woanders leben?

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146_Was willst du abschaffen? Wen willst du an die Wand stellen?

147_Du gibst Leuten oft die Schuld, dass sie Geld verschwenden, etwas kaputt machen oder verlieren. Was sind die größten Schäden oder Fehler, die dir selbst unterliefen?

148_Haben Menschen, die nicht arbeiten, Respekt verdient?

149_Haben Menschen einen guten Kern – oder sind sie eher schlecht?

150_Findest du die meisten Menschen dumm, aufgeblasen, lächerlich?

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151_Nenn mir drei Frauen, die besser, klüger, stärker sind als du.

152_Über welche Themen streitest du dich?

153_Hast du dich je geprügelt? Gibt es Leute, vor denen du kuschen musst oder die nicht wissen, dass du nichts von ihnen hältst? Hast du Gegner, Rivalen, geschäftliche Konkurrenten?

154_Wann hast du zuletzt jemanden beschimpft, blamiert, zurechtgewiesen oder ihm vor Augen geführt, dass du besser bist?

155_Was magst du an dir selbst am wenigsten? Was ist deine schlechteste Eigenschaft?

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156_Gibt es jemanden, auf den du eifersüchtig warst oder den du beneidest?

157_Wurdest du als Kind geschlagen oder verletzt?

158_Was würdest du tun, falls du beobachtest, dass ich mein Kind schlage?

159_Habe ich dich mal verletzt?

160_Wer soll zuerst sterben: deine Frau oder du?

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161_Wie lange willst du leben? Hast du Angst vor dem Älterwerden? Fühlst du dich alt?

162_Moderne Sechzigjährige sind viel aktiver und lebendiger als die Opas, die ich aus meiner Kindheit kenne: Wann und wo bist du älteren Menschen begegnet, die dir Lust aufs Alter machen?

163_Wird alles schlechter? Geht alles den Bach runter?

164_In welchem Jahr passte das allgemeine Zeitgefühl, die Stimmung usw. am besten zu dir selbst: In welchem Jahr hast du dich in der Gegenwart am meisten daheim gefühlt?

165_In meiner Kindheit hattest du oft Magenschmerzen und Angstgefühle: „Luft im Bauch“. Wann hörte das auf?

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166_Woran merkst du, dass du nicht aus Süddeutschland kommst? Woran merkst du, dass du aus Niedersachsen kommst?

167_Hast du je gedacht, du würdet in deinem Heimatstädtchen alt werden?

168_Du kennst Ostdeutschland recht gut, Österreich, viele deutsche Rennstrecken und Kartbahnen: In welcher Region fühlst du dich am wohlsten – und welche Unterschiede fallen dir auf?

169_Wer war dein Nachfolger bei Fiat? Habt ihr Kontakt? Wärst du vor 20 Jahren dort geblieben – wer wärst du heute?

170_Hattest du je andere Berufswünsche?

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171_Welche Rolle spielst du heute, am Telefon deiner Firma: Verkäufer? Berater, Experte? Taktiker? Magst du diese Rollen?

172_Ist es noch wichtig, dass deine Firma mit Autos, Motorsport zu tun hat – oder musst du so viel organisieren, dass du genausogut Regenrinnen oder Sicherheitsglas verkaufen könntest?

173_Du sagst oft, Motorsport sei Luxus: Findest du, dass deine Kunden ihr Hobby (und sich selbst) zu wichtig nehmen?

174_Wenn du auf Rennstrecken arbeitest: Fieberst du noch mit? Welche Fahrer, Sportler, Teams bewunderst du?

175_Autodesign ist dir nicht wichtig, oder? In den 50ern, 60ern waren Autos ein Faszinosum. Hat dich das je interessiert – und stört es dich, dass Sportwagen, Automarken, das „richtige“ Auto usw. heute keine große Rolle mehr spielen?

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176_Du bist oft umgezogen. Gibt es Gegenstände, Kleidung, Schmuck etc., die du vermisst?

177_Gibt es Geschenke, die dir viel bedeuten? Gibt es Lob, das dir viel bedeutet?

178_Lobst du Leute genug: deien Frau? Mama? Meine Geschwister?

179_Du magst Ordnung, Archive, Lagerschränke. Was wirfst du weg?

180_Hast du Persönliches aufgeschrieben? Hast du alles gesagt, was du sagen wolltest?

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182_War während der vielen Familienfeiern in den 80ern nicht veilleicht eh schon absehbar, dass es zu wenige Überschneidungen zu diesen Verwandten gibt: Wozu all diese Treffen? Heute gibt es kaum noch Kontakt.

183_Bei dir, bei Mama und bei meinem Bruder denke ich oft, ihr habt genaue Vorstellungen, was eine Familie ausmacht, braucht… auch, wenn ihr viele dieser Rituale, Ausflüge, Regeln usw. persönlich gar nicht mögt. Woher kommen diese Ideen, was sich für eine Familie gehört?

183_Was war dein schönster oder wichtigster Geburtstag?

184_Was ist das Beste, das du anderen Leuten geschenkt oder ermöglicht hast?

185_Du gewöhnst dir das Rauchen ab. Sagst, es war keine große Anstrengung… und fängst doch wieder an. Du trinkst nichts… und dann doch wieder. Warum diese Rückfälle?

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186_Sind die Frauen in den richtigen Lebensphasen bei dir? Hättest du mit Mama, C., und deiner heutigen Frau auch in anderen Reihenfolgen, anderen Lebensphasen glücklich werden können?

187_Was hast du aus deiner ersten Ehe für die zweite gelernt?

188_Was genießt du an deinem Leben gerade am meisten: dass du dein eigener Chef bist? Dass du Erfolg hast? Dass du kaum noch familiäre Pflichten hast? Dass du am Wochenende auf Rennstrecken bist?

189_Hast du Geld in den Sand gesetzt oder unnötig ausgegeben – oder haben sich alle Investitionen immer gelohnt?

190_Wenn ich anderen von dir erzähle, merke ich oft: In einer Serie wärst du die Lieblingsfigur vieler Zuschauer. Du hast die besten Sprüche. Nimmst die Aufregung anderer Leute nie besonders ernst – aber sorgst selbst für Aufregung. Würdest du gern Zeit mit einem Menschen wie dir verbringen?

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191_Hast du deiner Mutter alles gesagt, was du ihr sagen wolltest?

192_Hast du deine Schwester je in Australien besucht?

193_Gibt es etwas, das du schon lange tun wolltest? Warum hast du es noch nicht getan?

194_Gibt es etwas, das du nicht kannst – aber noch lernen willst?

195_Was hast du erst sehr spät gelernt, ausprobiert, erlebt, verstanden?

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196_Was hättest du gern früher gewusst?

197_Bist du deiner Familie dankbar… oder sollte deine Familie dir dankbar sein? Gibst oder nimmst du mehr?

198_Liest du diese Fragen gern? Hättest du Lust, sie zu beantworten – oder bist du froh, dass du nicht antworten musst?

199_Was ist die größte Gemeinsamkeit zwischen uns beiden?

200_Was wäre der größte Gefallen, den ich dir gerade tun könnte?

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weitere Fragebögen, Gespräche und Interviews von mir, u.a.:

100 Fragen an Stephan Porombka

Cory Doctorow | Jagoda Marinic | Anne Köhler | Ayelet Waldman | Sandra Gugic | Monika Maron | Barbara HonigmannBrewster Kahle | Sally Pascale | Hans Hütt

Queer Young Adult Literature, 2016: Raziel Reid

Raziel Reid

Raziel Reid

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Raziel Reid is a Canadian novelist and journalist living in Vancouver – and he both spoke and read at the 2016 “Empfindlichkeiten” Literature Festival in Berlin.

His young adult novel “When everything feels like the movies” (2014) was awarded the 2014 Governor General’s Literature Award for Children’s Literature. The German edition, “Movie Star” was published by Albino (2016).

Raziel’s Web Site  |  Raziel’s Twitter  |  Wikipedia  |  Instagram

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01_If someone call you „homosexual author“, you…

Show them how well I can hold a pen with my asshole.

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02_The most memorable moment of queerness in your childhood:

As a child I had an affair with a neighbour boy. The experience made its way into my novel Movie Star. He lived next door to my grandparents who were very religious. While my grandmother was upstairs in the kitchen baking pies for church charity events, he and I would be downstairs in the basement “playing”. We were nine or ten years old. There was a small fear that we might be caught, so we knew we were doing something worthy of getting in trouble for, but there was no shame. It was before society had gotten into our heads and made us self-conscious. It was instinctual and very passionate. I loved him.

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03_A queer book that influenced you (how?)…

“Faggots” by Larry Kramer was a quite stunning moment of my youth and inspired me to move to New York City. It introduced me to the queer underground world and helped me realize my life could be much more than what I’d been raised to believe it could be as a God-fearing Catholic boy. Kramer became my new God, and I’ve been a faithful disciple ever since.

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04_A different piece of queer culture (no book: something else) that influenced you (how?)…

I remember when Will & Grace started airing on TV in the ‘90s. It was the first time I’d seen gay characters. I knew I was gay but wasn’t yet comfortable with my identity. It was both a liberating and shameful experience. I grew up in a small Canadian town. My dad was so uncomfortable when Will & Grace came on he’d leave the room. My mom seemed to like Will, but was embarrassed by the more flamboyant character Jack. Early on it was in my head that it’s better to be a more “straight acting” gay guy like Will than to be effeminate like Jack, an idea which is still perpetuated today. So many gay guys on hookup apps are looking for “straight acting only” and “no fems”.

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05_In book stores, THESE are the authors/artists that you’d feel most honored to be placed next to:

Chuck Palahniuk, Ira Levin, Dennis Cooper, the Bible.

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06_A queer moment you’ve had in Berlin (or anywhere in Germany) that you’ll remember for a long time:

I spent this spring in Berlin, and during my first week here I attended the launch of Matt Lambert’s zine Vitium, which was published by my german publisher Bruno Gmünder. The launch was at Tom’s Bar which is rather infamous, and so I was introduced to the underground scene in Berlin and its artists while watching a live sex show. Quite memorable. I think I’ll have a live sex show at all my future launches!

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07_Name some experts, authors, activists, name some places, institutions and discourses/debates that formed/informed/influenced the way you see and understand queerness – and yourself:

During my youth Warhol’s factory was the first queer scene I became interested in. Warhol said, “In my movies, everyone’s in love with Joe Dallesandro” and everyone watching was too! I loved reading about all the Superstars and was emboldened by characters like Candy Darling and Holly Woodlawn. I felt like such a freak in my hometown, and they celebrated their freakiness — it’s what made them shine.

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08_Name some experts, authors, activists, places, institutions and debates/questions that deserve more recognition/need more love:

I recently read One-Man Show by Michael Schreiber which is composed of interviews with the 20th century New York artist Bernard Perlin. He was a fascinating personality and visionary, I enjoyed learning about his life very much. He was connected to many other queer figures like Paul Cadmus, Glenway Wescott, George Platt Lynes, Denham Fouts, and had interesting anecdotes to share about them all. Perlin is underrepresented. He evaved the AIDS plague while living in Greenwich Village when it first hit that community. His survival alone is heroic and worthy of investigation. I’m fascinated by tales from gay artists who lived through the epidemic. The amount of loss they’ve experienced, and the way it shaped them and their work is something which should always be honoured.

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09_Is there a queer figure/personality, a celebrity or a queer story/phenomenom that is very visible in the mainstream culture – and that makes you happy BECAUSE it is so visible?

James Franco is cool. He transcends sexual orientation which is very Hollywood, many people in the industry have fluid sexualities but they’re not all as open and willing to promote it the way he does out of fear of losing out on roles.

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10_If universities/academics talk about queer topics, you often think…

If only they had an imagination.

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11_A person (or, more general: an aspect of personality or appearance) that you find very sexy?

Gore Vidal because he stood up for what he believed in, and even when his beliefs were attacked or garnered him negative attention (as they often did), he didn’t back down. I admire his style.

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12_Are you queer? How does your queerness inform/relate to/energize your art? And, on the other hand: Has your queerness ever been in your way or be a difficulty for you?

I’m privileged to be from a progressive country, Canada – where my sexuality has helped propel my career forward. My first job as a writer was for a queer newspaper, my debut novel is an LGBT teen story and was originally published by a Canadian press known for its queer content and run by two gay men. My sexuality has served as a foundation for my literary work.

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13_There’s a video campaign that wants to prevent depressed queer teenagers from commiting suicide, „It gets better“. DOES it get better? How and for whom? When did it get better for you? What has to get better still?

“It” doesn’t get better. This world will always try to hurt you. What gets better is you. As you get older and find your footing you become wiser and more resilient.

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all my 2016 interviews on Queer Literature:

…and, in German:

Kuratoren & Experten am Literarischen Colloquium Berlin: 

Queer Literature: “Empfindlichkeiten” Festival 2016:

Thorsten Dönges – Künstlerische Leitung des queeren Literaturfestivals “Empfindlichkeiten”, Literarisches Colloquium Berlin

Thorsten Dönges, Literarisches Colloquium Berlin, Foto von Mandy Seidler

Thorsten Dönges, Literarisches Colloquium Berlin, Foto von Mandy Seidler

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In all times men have been in love with men, women with women.

As E.M. Forster wrote: „There always have been people like me and there always will be“.

Christopher Isherwood called EM Forster the great prophet of our tribe. So have these people really aways been forming one tribe? One community? Or is it much more complicated?

I am glad that so many writers, scientists, translators, friends are joining our festival „Empfindlichkeiten“. In our times, there is maybe something many [queer] people might have in common. It is the experience of what we call Coming Out – and usually you don´t tell your Mama: “Listen, Mama, I am hetero, but don´t be sad or angry…”

Maybe these people even in our days are the people who know how it feels to look different or to walk hand in hand with another person and to be afraid of hostile reactions. There still is homophobia and there is transphobia – in Africa, Russia and Orlando. And in Europe, Germany and Berlin.

We have asked the participants of this festival, writers and scientists, to write short essays on our subject. Many of the essays we received reflect on political questions, on history and they think about which writers could be part of a kind of queer literary tradition. And there is the discussion, how integrated and normalized – or how dissident, subversive and radical queer life should be these days.

…and let me celebrate those who have made this festival possible, with their work, their enthusiasm, their help:
Thank you Samanta Gorzelniak. Christine Wagner, Laura Ott. Mandy Seidler. Samuel Matzner. Yann Stutzig. Ronny Matthes. Christian Schmidt. Thank you Florian Höllerer. Thank you, dear colleagues. Thank you Siegessäule for being our media partner! Thank you: JAK Slovenian Book Agency, Pro Helvetia. Canadian Embassy. Antidiskriminierungsstelle des Bundes. S Fischer Stiftung. Kulturstiftung des Bundes

Thorsten Dönges’ opening speech – shortened version

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Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 16.07.2016, Berlin. Foto von Tobias Bohm.

Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 16.07.2016, Berlin. Foto von Tobias Bohm.

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Thorsten Dönges, geboren 1974 in Gießen, studierte Germanistik und Geschichte in Bamberg. Seit 2000 ist er Mitarbeiter des Literarischen Colloquiums Berlin, wo er im Programmbereich insbesondere für die neuere deutschsprachige Literatur zuständig ist.

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Ich habe das Literaturfestival “Empfindlichkeiten” als Liveblogger begleitet; und sprach kurz vor Eröffnung mit Thorsten Dönges über Vorgeschichte und Ursprünge des Programms. Samanta Gorzelniak, Thorstens Partnerin in der Künstlerischen Leitung des Festivals, hat schriftlich auf meine Fragen geantwortet (Link hier). Mit Thorsten hatte ich ein zwangloses Gespräch. Hier ein – gekürztes – Protokoll/Transkript:

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Thorsten Dönges: Vor ein paar Jahren las ein Münchner Schriftsteller, Hans Pleschinski, hier am LCB aus seinem Thomas-Mann-Roman “Ludwigshöhe”. Es geht um alles Mögliche: Düsseldorf, die Aufarbeitung deutscher Vergangenheit… und eben auch: eine schwule Liebesgeschichte. Am nächsten Tag stand ich in der LCB-Küche. Und ein Kollege sagte, ganz freundlich: “Das war ja ein schwuler Abend, gestern.”

Da machte es Klack. Niemand würde nach einem Abend, bei dem ein Buch mit heterosexueller Liebesgeschichte vorgestellt wird, sagen: “Was für ein Hetero-Abend gestern. Schon spannend!” Mir wurde klar, dass die Rezeption einfach anders ist – und damit sicher auch der Schreibprozess. Autoren fragen sich: “Für wen schreibe ich das? Wer wäre vielleicht sogar dagegen, falls in meinem Roman ein Frauenpaar auftaucht?” Was macht das mit dem Text – mit der Produktion, und mit der Rezeption?

Es gab so viele Abstimmungen in den letzten Jahren: Ein Land führt die Ehe für alle ein. Andere lehnen sie ab. Schriftsteller beobachten das sehr wach. Sie nehmen daran teil – doch wie mischt man sich ein, als Autor? Dichter in Russland, deren Arbeit dann plötzlich als jugendgefährend gilt, als homosexuelle Propaganda… das sind so unterschiedliche Arbeits- und Schreib-Bedingungen…

“Autorentreffen”, das heißt: 20 oder 30 Leute sitzen um einen Tisch und sagen “Mir geht es folgendermaßen, als lesbische Autorin” – “Mir geht es anders. Ich will gar nicht so sehr als lesbische Autorin wahrgenommen werden.” – “Ich aber sehr wohl! Ich kämpfe total.” Das fand ich spannend – aber nicht spannend genug. Also sagten wir: Wir machen ein Festival. Wo dieser Austausch vorkommt. Aber eben auch: Performances, Musik, Lesungen – ein größerer Rahmen.

Hubert Fichte fragt in “Die zweite Schuld”: Gibt es einen Stil der homosexuellen Literatur? Henry James, dieses indirekte Sprechen… und das ist unser Aufhänger, als These und kleine Provokation. Klar, dass niemand antwortet „Zeig mir fünf Zeilen eines Schriftstellers und ich weiß: Sie ist lesbisch – oder eine Hetera mit acht Kindern.“ Doch als Gedankenspiel, um die Diskussion zu öffnen, fand ich Fichtes Frage interessant. Warum überhaupt Fichte? Ich weiß: Er wird selten übersetzt und hat international wenig Einfluss. Aber seine Geschichte mit dem LCB… in „Die zweite Schuld“ gibt es dieses große Interview mit Walter Höllerer. Er schreibt über die Anfänge des Hauses und die etwas niedliche Art, eine Schreibschule zu installieren.

Was mich herausforderte: Fichte liebt die Provokation – und denkt, die sind dort eigentlich alle… Fichte hatte überall diesen Homophobie-Verdacht: bei Grass und all den Lehrern hier. Er konfrontiert sie alle damit. „Wie haltet ihr es eigentlich so mit Arschfickern?“ Das wäre ein Satz, den er benutzt hätte, 1963. Und gerade das wieder hier ins Haus reinzubringen, fand ich sehr…

Ich hätte gern noch Alan Hollinghurst hier gehabt: Er schreibt an einem neuen Buch und sagte sehr britisch-freundlich ab. Genauso Ali Smith. Murathan Mungan, der wichtigste… ein enfant terrible in der Türkei. Meine Ko-Kuratorin Samanta Gorzelniak und ich haben uns gut ergänzt. Uns beiden lagen Autor*innen am Herzen, die der andere noch gar nicht kannte. Ich selbst mag Gunther Geltingers Bücher und freue mich sehr, dass er dabei ist. Antje Rávic Strubels aktuelles Buch, „In den Wäldern des menschlichen Herzens“, ist großartig. Aber das ist gemein: Wenn ich jetzt einzelne heraushebe.

Ich hatte noch nie vor einem Projekt so viel Respekt – denn irgendjemand fühlt sich immer ausgeschlossen. Oder alle sagen: „Kalter Kaffee: Wir haben doch schon Gleichgestellung.“ Doch die Reaktionen und die Essays und Statements der eingeladenen Autor*innen fand ich großartig – wie viel Herzblut. Und auch, 2016: wie viel Ratlosigkeit.

Wir wollten anfangs ein europäisches Festival. Asien, das wäre nochmal ein ganz anderes… das hätte mich überfordert. Aber dann weitete es sich aus: Wir wollten nach Russland schauen. So kam Masha Gessen ins Spiel – die aber in New York lebt. Dann Ricardo Domeneck – der aus Brasilien kommt, aber in Berlin lebt. Das waren finanzielle Grenzen. Am Anfang schrieben wir von “europäischen Autor*innen”. Jetzt sind wir international. Man könnte auch Michael Cunningham aus den USA einladen. Leute aus Vietnam, Thailand. Wäre sicher spannend – was Japaner zu unseren Fragestellungen sagen. Ob man überhaupt Leute findet, die gern kämen.”

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all my 2016 interviews on Queer Literature:

…and, in German:

Kuratoren & Experten am Literarischen Colloquium Berlin: 

Queer Literature: “Empfindlichkeiten” Festival 2016:

Queer Literature, Queer Art: Quotes & Statements

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For three days in July 2016, the “Empfindlichkeiten” literature festival/conference at the Literarisches Colloquium Berlin invited nearly 40 international writers, scholars, artists and experts to disquss the aesthetics, challenges, politics of and differences within queer literature.

Before the conference, all guests wrote short statements – translated into English by Bradley Smith, Simon Knight, Oya Akin, Lawrence Schimel, David LeGuillermic, Pamela Selwyn, Zaia Alexander and Bill Martin.

I read these statements – a digital file of 67 pages – and compiled my favorite quotes.

It’s a personal selection, and all quotes are part of much larger contexts.

Still: to me, this is the – interesting! – tip of a – super-interesting! – iceberg:

queer literary discourse, 2016.

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Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin

Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm.

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I am certain that my writing would be completely different without my being gay. As a queer young person, you grow up with the awareness of living in a society that isn’t made for you. This influenced a particular perspective that expanded to all aspects. Things that are very important for many people don’t affect me much – but I am very touched by other things for which most people are not sensitive. – Kristof Magnusson

Just at the beginning of my career as a writer, in 1996, I was a guest at the national radio show for young writers. The editor asked me whether I planned to write a novel. He thought I couldn’t really accomplish it because my shovel wasn’t big enough. What he meant was that as »a real writer« one would need a shovel big enough to grasp all the worldly experiences, memories, histries, feelings, etc. not just the minor ones. And being a lesbian, my experiences are rather minor, particular and only autobiographical, and therefore cannot really address the big world out there.
I spent a lot of time writing and fighting against this prejudice that straight writers – being mainly »just writers« without labels – write about the world, but gay, lesbian or queer writers write only or mostly about themselves and their lives, even more, they simply write from within themselves. – Suzana Tratnik

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Joachim Helfer, Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm

Joachim Helfer, Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm

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To call a prick a prick is an act of self-assertion as a free man. – Joachim Helfer

To bashfully shroud it does nothing to make the vile pure, but may make the pure appear vile. De Sade is the ancestor of a more modern gay style of provocative divestiture. Jean Genet, Hubert Fichte and others (including myself) work from the assumption that even – or especially! – the most indecent exposure of man’s physical existence can but reveal his metaphysical truth: the untouchable dignity of each and every human being. It is this pure belief that permeates contemporary popular gay culture, from Tom of Finland and Ralf König to the anonymous participants in any Gay Pride Parade. – Joachim Helfer

‘Empfindlichkeiten’ – the motto of our conference hurts. In German, this is a charmingly provocative neologism in the association-rich plural form. Yes, we ARE sensitive. We lesbians, gay men and other kindred of the polymorphously perverse. Not just sensitive like artists are said to be, but over-sensitive in the pejorative sense. And we have every reason to be. Not just in all those countries in Eastern Europe or Africa where people like us are once again being, or have always been, marginalized, beaten, raped and murdered. The massacre in a gay bar in Orlando, Florida on 12 June 2016 is sad evidence that homophobic violence remains an everyday occurrence in liberal western countries too. In places like Germany, where it lies dormant alongside gay marriage, it can all too easily be reawakened (AfD, Pegida, Legida). – Angela Steidele

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Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin

Niviaq Korneliussen, Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm

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In Greenland there is no such thing as a literary environment and therefore no literary debates, not to mention literary debates about homosexuality. Of course books in Greenlandic are published every year, but extremely few have an influence on public debates. There are no festivals, no readings, nor reviews on the local medias. That, in general, causes no development among the few Greenlandic writers. Greenlandic books exist only as decorations – students read them in school, only because it’s mandatory. Very few buy them for private use, and when they do, they finish reading them only to hide them in a shelf to collect dust – Niviaq Korneliussen

When my book, HOMO sapienne, was published, people started to use it for debates; politicians used my phrases, scientist used my criticism of the society, homosexuals cherished probably the very first book about not heterosexual people, and readers discussed the context. Schools invited me to talk about my book and I’ve been participating in many cultural events. The reason for that, I think, is because my book is contemporary and relevant and criticizes people who aren’t used to being criticized. Although my book is being discussed a lot, people in Greenland don’t seem to talk about the fact that there are no straight people in it. I don’t consider my book as being queerliteratur, but you can’t bypass that the characters are queer. – Niviaq Korneliussen

[In Spain,] the Franco Regime continued a long tradition of homophobia on the Iberian Peninsula which once had been, at the end of the Middle Ages, long before the so-called Reconquista, a multicultural society where Arabs, Jews and Christians had coexisted quite peacefully. Among the prejudices towards the ‘Moors’ the Christian Emperors liked to highlight their supposed homosexuality, a feature they later transferred to the Native Americans after the terrible Conquista of South America. The prototypical Other was gay, and vice versa… – Dieter Ingenschay

Some critics find a decline in the production of literature with homosexual subjects after 2007, annus mirabilis which brought two important elements of social change: the above-mentioned Law of Equal Rights and the Law of Historic Memory (Ley de Memoria histórica) which was supposed to help working through the crimes of Franco’s dictatorship. These achievements, as some critics say, produced a decriminalization and hence a ‘normalization’ of the life of gays and lesbians. This is partly true, no doubt, but both laws have not yet really translated into social life. Franco’s followers still have great influence, and conservativism, machismo and the secret influence of the Catholic Church (with their disastrous organizations like the Opus Dei) still force thousands of young people to hide their (sexual) identity, especially in the rural parts of the country, – Dieter Ingenschay

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Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin

Luisgé Martin, Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm

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The paradox that all those who are oppressed sometimes feel: the belief that their oppression offers them an extraordinary tool for personal growth and creativity. In Spain, during the 1980s, it became fashionable to cynically state that “we lived better fighting against Franco” and to insist that censorship forced the great writers to hone their intelligence and imagination. The question could now be reformulated in this way: would gay literature disappear in a hypothetical egalitarian world? Would there cease to be a specifically homosexual creativity when not just legal discrimination, but also social homophobia, disappeared? I don’t think that any reasonable human being would lament that loss, in the case of its ever occurring. – Luisge Martín

Unrequited love. It is a mathematical issue: the homosexual will always be in a minority, will always love he who cannot love him in return. – Luisge Martín

Since the French Revolution at the latest, the entire concept of so-called femininity a genuine masculine, phallological construction, with philosophers, educators, gynaecologists and couturiers responsible for its stability. I consider it more interesting how this construction has more recently been turned inside out in many contexts and also how the artificiality of traditionally highly defined masculinity has been performatively emphasized by women. – Thomas Meinecke

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Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin

Hilary McCollum, Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm

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[…] sexual and romantic relationships between women have been close to invisible. They are largely absent from both the historical record and the literary canon. This absence damages our sense of ourselves, our sexuality and our place in the world. It is as if our lives have been outside the range of human experience until the last fifty or sixty years. We need a lesbian history. But finding it is a bit like searching for buried treasure without a map. There are, however, clues; hints of the past left in diaries, letters and newspaper reports. Novelists are using these glimpses of our lesbian/queer ancestors to rescue the hidden history of relationships between women. For literary historian and novelist Emma Donoghue, writers are “digging up – or rather, creating – a history for lesbians.” – Hilary McCollum

[In Turkey,] there is a predominant attitude along the lines of “Kill me if you like, but DON’T admit that you’re gay.” It’s for this reason that lots of homosexuals get married, and to save face they even have children. […] In other words, homosexuality is still an “issue” which needs to greatly be kept secret, suppressed within the Turkish society. It is a state of faultiness/defectiveness, guilt and an absolute tool of otherization. Especially in Anatolia. I wrote “Ali and Ramazan” to come out against this entire heavily hypocritical, oppressive attitude. – Perihan Mağden

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Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin

Raziel Reid. Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm

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In Canada, where same-sex marriage was legalized in 2005, it can often seem on the surface to be a utopia of acceptance. But as the outrage and protest against my debut Young Adult novel When Everything Feels like the Movies revealed, it’s okay to be gay — as long as being gay means being like everyone else. There was a backlash against the perceived vulgarity and explicitness of the language represented in my novel — language which was often ripped directly from the mouths of the gay youth who composed my inner circle of friends and acquaintances. It appears that in achieving equality in the civilized world, gay culture is being sacrificed. Unity and equality should not have to mean homogenization. The traditions of gay culture for better and worse — the underground camp, irreverence, and brash sexuality cumulative of decades of having been ostracized by mainstream society — is no longer relevant or understood in our modern, equal times. It is therefore the responsibility of LGBT writers to document and immortalize our traditions as our culture shifts so that we don’t lose what makes us unique in order to gain acceptance. Marketing our stories to young readers is paramount to this effort. – Raziel Reid

To be an object of hate speech, to witness floods of hate speech exuded daily by politicians, newspersons, sport coaches, university professors, and clergymen resembles a bad dream. When reading Kafka at thirteen, I experienced a suffocating feeling of immense revulsion and pity. Why was this happening to Gregor? The story didn’t say. But it communicated clearly how vulnerable life becomes as soon as one is transformed into an object of disgust to others. – Izabela Morska

The gay life in Istanbul, as is the case with many others, changed dimension after the occurrences of the GeziPark protests, we can safely say that it has adopted a more organized and daring attitude. The Gay Pride which took place in the summer of 2013, during the GeziPark, was tremendously effusive, and was supported and claimed not only by the gay community, but the heterosexual community also. This great power most probably disturbed the present Turkish administration, for the Gay Pride which took place the following year was met with police raids, and the groups were attacked with gas bombs and the parade suffered a drastic blow. – Ahmet Sami Özbudak

For in an Islamic country, living a free and open homosexual life is unacceptable. If the prevalent Islamic atmosphere increases its intensity and Turkey becomes an even more fanatic Islamic country, the fight for existence for the gay community will become even more difficult. – Ahmet Sami Özbudak

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Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin

Sookee. Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Tobias Bohm.

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I am so glad to see that there are several young queer rappers and djs who can rely on and collaborate with a scene and multiple protagonists who are much like them. These people like me refuse to use discriminatory, hateful language. They empower themselves by combining the personal with the political and build a language that makes them unique as rappers and outspoken as queer fighters, lovers and dreamers. The rap mainstream has slowly come to the point that we can’t be ignored anymore. There is still separation, but no more negation. – Sookee

I have come to the straightforward conclusion that the homosexuality of the author is not necessarily reflected in the content of his or her work, but rather in the way in which he or she looks out on the world. I am thinking, for example, of writers such as Henry James, E.M. Forster or William Somerset Maugham: in their novels and short stories, you hardly ever come across homosexual content, but it is impossible not to sense their homosexual identity. – Mario Fortunato

The notion of a ‘gay literature’ is a product of precisely these discourses of power. It was invented to cement the idea that real literature is straight. In this scenario, gay literature is a niche product that only those directly affected need to bother about. – Robert Gillett

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Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin

Angela Steidele. Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm

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For some 200 years, a particular variant of violence against lesbians was the assertion that we didn’t exist. Until the mid-eighteenth century, sex between women carried a death penalty just as it did between men. It was in the Enlightenment, oddly enough, that male philosophers, jurists and theorists of femininity became persuaded that sex between women could be nothing more than preposterous ‘indecent trifling’. Trapped in their phallocentric worldview, they abolished the penalties for lesbian sex beginning around 1800, because in their opinion there was no such thing (the English and French penal codes had never even mentioned it in the first place). Women-loving women disappeared into non-existence, reappearing in late nineteenth- and early twentieth-century novels as ghosts and vampires at best, in any case as imaginary beings. […] My work is dedicated to giving the women-loving women of (early) modern Europe back their voices and making their stories known. – Angela Steidele

We have lived through times in which heterosexuals went to great lengths, partially with violence, to separate themselves from homosexuals. As a result, homosexuals began to separate themselves from heterosexuals, a liberation movement that aspired to a life as a supplement to the majority. – Gunther Geltinger

Writing in a homosexual way means not only acknowledging my origin, education, and traditions, but also permanently questioning them. – Gunther Geltinger

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Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin

Saleem Haddad. Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm

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From the word ‘liwat/looti’ (used to refer to male homosexuals and which suggests the act of sodomy), to the female ‘sihaqah’ (which can be roughly translated to ‘grinder’), as well as the word ‘khanith/mukhannath’ (popular in the Gulf and drawing on memories of eunuchs), and finally the word ‘shaath’ (which means queer or deviant), there is no shortage of words to describe homosexual acts in Arabic, though none are positive. – Saleem Haddad

In fact, for many queer Arabs, frank discussions of sex often happen in English or French. Perhaps those languages offer a more comfortable distance, a protective barrier between an individual and their sexual practices. Arabic: serious, complex, and closely associated with the Quran, can sometimes appear too heavy, too loaded with social and cultural baggage. Perhaps this reason may explain why many Arab writers choose to write about their homosexuality in English or French, myself included. English provides us with a safe distance: from our communities, and perhaps in some way from ourselves. – Saleem Haddad

Over the last twenty years of LGBTQ activism in the Arab world, some activists have made a concerted, and somewhat successful, effort to re-appropriate and re-shape the language around queer identities. The word ‘mithli’, for example, which is derived from the translation of the phrase ‘homo’, and which reframes the language from a focus on same-sex practices towards describing same-sex identities, is now seen as a more respectful way to refer to gay and lesbian individuals. However, while the word mithli has caught on in media and intellectual circles, the word for ‘hetero’, ghayiriyi, remains unused—thereby rendering the heterosexual identity invisible, signifying it’s ordinariness, while in turn differentiating the ‘homosexual’ with their own unique word: mithli. Perhaps in recognition of this, some movements, in turn, have sought to move beyond the hetero/homo binaries altogether, by Arab-izing the word ‘queer’ into ‘kweerieh’. – Saleem Haddad

Reclaiming words and finding spaces for our identities in them allows us to take ownership over language. After all, what purpose does language serve if we are unable to modernise it, to mould it, shape it, and, ultimately, find a space for ourselves in its words? – Saleem Haddad

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Foto: Mandy Seidler, LCB

Foto: Mandy Seidler, LCB

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all my 2016 interviews on Queer Literature:

…and, in German:

Kuratoren & Experten am Literarischen Colloquium Berlin: 

Queer Literature: “Empfindlichkeiten” Festival 2016:

Queer Literature, 2016: Luisgé Martin

Luisge Martin. Foto: lizenzfrei, von hier

Luisge Martin. Foto: lizenzfrei

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Luisgé Martin is a Spanish novelist and essayist, born in Madrid, 1962 – and he’s both speaking and reading at the 2016 “Empfindlichkeiten” Literature Festival in Berlin.

Wikipedia (Spanish)  |  Goodreads  |  portrait/profile (Enquirer.net)

“He received a degree in Hispanic Studies from the Universidad Complutense in Madrid and a Master in Business Management from Instituto de Empresa. His first novel “La muerte de Tadzio” (“The Death of Tadzio,” Alfaguara, 2000) was awarded the Premio Ramón Gómez de la Serna. […] He occasionally works as a columnist in various periodicals such as El Viajero, Babelia, El País and Shangay Express.” [source: Link]

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01_Is there a text that introduces you / gives a good introduction to the topics and issues that you care about?

Alexis ou le traité du vain combat” by Marguerite Yourcenar

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02_If someone call you „homosexual author“, you…

I say yes, but not only that.

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03_A queer book that influenced you (how?)…

Luis Cernuda‘s poetry. It helped me to make from pain.

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04_A different piece of queer culture that influenced you…

Many films: L’homme blessé by Patrice Chéreau, Torch Song Trilogy by Paul Bogart, etc.

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05_Something about homosexuality that you wish you had learned/understood/known earlier……

Everything. When I was fifteen I didn’t know anything about homosexuality.

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06_If your work is placed in book stores, THESE are the authors you’d feel most honored to be placed next to:

Marguerite Yourcenar, Thomas Mann, Oscar Wilde, Manuel Puig…

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07_A queer moment you’ve had in Berlin (or anywhere in Germany) that you’ll remember for a long time:

The kitsch decoration in the first gay bar I got in in Berlin.

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08_Is there a heterosexual ally that you like/value and who you’ve grateful for?

Former Spain’s Prime Minister, José Luis Rodríguez Zapatero, who approved gay marriage in Spain.

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09_Is there another guest/author at „Empfindlichkeiten“ you’re particularly looking forward to? (why?)

Abdelah Taia and Edouard Louis because of their books.

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10_Is there a queer phenomenom that is very visible in the mainstream culture – and that makes you happy BECAUSE it is so visible?

Gay Pride in Madrid.

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11_Is there a particular prejudice, misconception or line of thought about queerness that you wish would just go away/not be discussed again and again?

The importance or self-censorship of effeminacy.

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12_Is Hubert Fichte important to you? How?

No. I haven’t read him yet.

13_What’s your history with the Literarisches Colloquium Berlin? Have you been here?

I haven’t heard about it before being invited to participate in this festival.

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14_Is there a queer literary event that you miss/envision/would like to see?

I can’t think of any. But I would like that there were many more queer literary events all over the world.

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15_Queer texts are often about sexuality, identity/coming to terms with yourself and/or discrimination. Are there other topics/issues that you’d like to see featured in queer books more often?

Family relationships in a specific way.

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16_What country, what culture energizes you, teaches you new things about queerness?

USA due to the amount of contradictions that exist in the queer fight and recognition.

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17_In mainstream culture, queerness increasingly gets some space. But then: does qeer culture embrace mainstream, too? Does it embrace mainstream TOO MUCH – when it comes to questions of gender norms, family planning, „presentable“ people, consumerism, politics? Where do queerness and „normality“ crash? Do they crash/collide hard enough?

Marginal cultures always fight for recognition and recognition comes when they conquer spaces. We cannot regret and feel ashamed of such conquests.

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18_If universities/academics talk about queer topics, you often think…

Temporarily, that is great news.

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19_A person (or, more general: an aspect of personality or appearance) that you find very sexy:

Youth.

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20_There’s a video campaign that wants to prevent depressed queer teenagers from commiting suicide, „It gets better“. DOES it get better? How and for whom? When did it get better for you? What has to get better still?

Yes, it gets better, much better. The Empfindlichkeiten festival is an example because it has assembled a bunch of writers who have told their tragic stories in their books, but their lives now are better and they can talk and write about those past hard days with perspective.

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…and, in German:

Kuratoren & Experten am Literarischen Colloquium Berlin: 

Queer Literature: “Empfindlichkeiten” Festival 2016:

Queer Literature, 2016: Saleem Haddad

Saleem Haddad

Saleem Haddad

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Saleem Haddad is a novelist who’s both speaking and reading at the 2016 “Empfindlichkeiten” Literature Festival in Berlin. He was born in Kuwait City in 1983 and is currently living in London. He has a Lebanese-Palestinian father and an Iraqi-German mother.

Saleem’s debut novel “Guapa”  |  Saleem’s web site  |  Wikipedia  |  Twitter

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01_The most memorable moment of queerness you’ve encountered in your childhood:

Dressing up as a girl when I was six or seven and telling my brother he had to call me Maya.

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02_A queer book that influenced you (how?):

My book has been heavily influenced by queer writers: Colm Toibin, and the way he writes about mothers and their sons, Abdellah Taia’s writings on homosexuality and Morocco, James Baldwin’s “Giovanni’s Room”, the way Christopher Isherwood wrote about Berlin in “Goodbye to Berlin”, the way Andre Aciman wrote so beautifully about desire in “Call Me By Your Name”, and the way Gore Vidal writes about gay alienation in early twentieth century America. So much of my novel owes itself to these works, so I’ve tried to echo and pay homage to these writers in my text.

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03_A different piece of queer culture (no book: something else) that influenced you:

The glam rock musical Hedwig and the Angry Inch, I first saw the film adaptation in college, and have seems nearly fifty times since. To me it defines the queer experience, and the power of love and self-acceptance. When I first sold my novel to my publishers in New York, my partner and I went to see Hedwig on Broadway. I felt I had finally come full circle in a way. It was one of the most beautiful moments in my life. I was also heavily influenced by Mashrou’ Leila, a Lebanese rock band that is unabashedly queer and political. Their music was the perfect soundtrack to my writing.

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04_A queer moment you’ve had in Berlin (or anywhere in Germany) that you’ll remember for a long time:

The first pride parade I ever attended was in Berlin in 2006. I was so terrified to be there, and yet so excited at the same time. The weather was so hot, everyone was shirtless, and it was both incredibly sexy and also empowering. So thank you Berlin!

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05_Is there a heterosexual ally that you like/value and who you’ve grateful for?

My brother is probably my biggest ally and supporter. He was one of the first people I came out to, and also helped me come out to the rest of my family. From the beginning he stood by me and supported me unconditionally.

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06_Is there another guest/author at „Empfindlichkeiten“ you’re particularly looking forward to?

I can’t get enough of Abdellah Taia, his writing is so raw, poetic and honest.

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07_Name a queer guilty pleasure you feel passionate about:

RuPaul’s Drag Race. It makes me want to put on a dress throw shade everywhere, and celebrate my queerness.

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08_What country/nation, what city, what region, what culture energizes you/teaches you new things about queerness/is big on your „queer map“?

I am inspired by the Middle East– my home. I love the sense of community, and I love how the queer movements there remain fiercely political, linking their struggles with broader struggles for justice and freedom.

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09_More and more often, people use intersectionality to discuss identity (and: discrimination). How is intersectionality important/relevant to your art/work?

Intersectionality is very important for me: living in Europe I sometimes feel just as queer for my Arabness as I do for my homosexuality. Exploring these different types of queerness is central to my work. I also think class does not get talked about enough, and as someone who read Gramsci and Marx in college, class is something that always comes through in my writings. I do wish the mainstream LGBT movements in the West increasingly linked their struggles to broader struggles around racism, class and Islamophobia.

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10_In mainstream culture, queerness increasingly gets some niches/some space. But then: does queer culture embrace mainstream, too? Does it embrace mainstream TOO MUCH – when it comes to questions of gender norms, family planning, „presentable“ people, consumerism, politics? Where do queerness and „normality“ crash? Do they crash/collide hard enough?

I believe that queerness by its very nature of being queer just stands outside of the mainstream. To paraphrase Foucault: to be critical of things is not to say everything is bad, but rather to say that everything is dangerous. By standing apart from the mainstream, queerness will always be a critical voice that tells us we always have something to do.

[Foucault, in 1983, said: ‘My point is not that everything is bad, but that everything is dangerous, which is not exactly the same as bad. If everything is dangerous, then we always have something to do. So my position leads not to apathy but to hyper- and pessimistic – activism.’]

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Queer Literature: “Empfindlichkeiten” Festival 2016:

Queer Literature, 2016: Hilary McCollum

Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin

Hilary McCollum, Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin – photo by Tobias Bohm.

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Hilary McCollum is an Irish writer, playwright and activist – and she’s both speaking and reading at the 2016 “Empfindlichkeiten” Literature Festival in Berlin.

“In 2010 I returned to Ireland after living in England for 25 years. The move has given me more time to write, enabling me to begin writing for the stage with the support of Sole Purpose Productions, based at Derry Playhouse. This led to me writing my first play, Lesbian Style, which was performed as part of both the International Dublin Gay Theatre Festival 2014, Belfast Pride and the WOW Festival. It draws on interviews with lesbian and bi women in Ireland and England as well as incidents from my own life to explore the ups and downs of lesbian existence.”

Hilary’s web site  |  Hilary’s novel “Golddigger”

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01_Is there a link, a text, a piece of your work that gives a good introduction to the topics and issues you care about?

http://www.bellabooks.com/9781594934421-prod.html [“Golddigger”, Hillary’s novel.]

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02_If someone calls you „homosexual author“, you…

I’m happy with the term lesbian author

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03_A queer book that influenced you (how?)…

“Patience and Sarah” by Isabel Miller because it gave me a sense of lesbian ancestors.

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04_If your work is shown/placed in book stores, THESE are the authors/artists that you’d feel most honored to be placed next to:

Isabel Miller, Emma Donoghue

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05_Too many people associate homosexuality with gay males first and foremost. Who should be more visible?

The relative invisibility of lesbian relationships is a problem. It reflects the misogyny of the culture.

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06_A queer moment you’ve had in Berlin (or anywhere in Germany) that you’ll remember for a long time:

Seeing the golden hat in Neues Museum. The commentary said it was designed for a male head but I think it would look great on me. I’ve just one a golden crown award for my novel Golddigger so I’d like to be pictured wearing the golden hat as my crown.

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07_Name some experts, authors, activists, places, institutions and discourses/debates that informed/influenced the way you see and understand queerness – and yourself:

Virginia Woolf, Martina Navratilova, Mark Ashton, Andrea Dworkin, greenham common, lesbian strength and gay pride marches

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08_Name some experts, authors, activists, places, institutions and debates/questions that deserve more recognition/need more love:

The women’s suffrage movement. Lesbian history in general.

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09_Is there a heterosexual ally that you like/value and who you’ve grateful for?

My mum

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10_Is there another guest/author at „Empfindlichkeiten“ you’re particularly looking forward to? (why?)

Saleem Haddad, because his novel sounds really interesting.

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11_Is there a queer figure/personality, a celebrity or a queer story/phenomenom that is very visible in mainstream culture – a visibility that makes you happy?

The films “Carol” and “Pride” were mainstream hits and I loved both of them. I knew Mark Ashton, the main character in Pride. He took me to my first pride and first gay bar.

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12_Is there a political or public figure that should be scrutinized or valued much more?

Mark Ashton.

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Hillary McCollum... and the golden hat of Berlin. (Montag: Stefan Mesch)

Hilary McCollum… and the golden hat of Berlin. (Montage: Stefan Mesch)

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Kuratoren & Experten am Literarischen Colloquium Berlin: 

Queer Literature: “Empfindlichkeiten” Festival 2016:

“Verbotene Liebe” (Literaturhaus Köln, Lesung/Moderation)

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Im Juni 2015 wurde die ARD-Soap Opera “Verbotene Liebe” nach 20 Jahren abgesetzt.

Ich sah die Serie als Schüler und Student und dachte noch bis 2015: “DAS ist die einzige deutsche TV-Produktion, für die ich wirklich gern Dialoge oder Storylines schreiben würde.”

Letztes Jahr, kurz vor der Absetzung, stellten Verlegerin Nikola Richter und ich ein eBook zusammen:

“Straight to your Heart: Verbotene Liebe 1995 – 2015” (Mikrotext Verlag: hier kaufen)

Wir sammelten Erinnerungstexte und Statements von Fans und langjährigen Zuschauern (u.a. Elke Heidenreich), befragten Drehbuchautoren (u.a. Tom Chroust) und Kritiker und führten Interviews mit über einem Dutzend Schauspielern, u.a. Miriam Lahnstein (Tanja), Konrad Krauss (Arno), Gabriele Metzger (Charlie), Martina Servatius (Elisabeth), Wolfram Grandezka (Ansgar), Broder B. Hendrix (Gero), Tatjana Kästel (Rebecca), Meike Gottschalk (Sophie) sowie Dennis Grabosch (Roman Wild aus ‘Alles was zählt’).

Nikola und ich sind begeistert, wie viel Zuspruch, Interesse und Engagement wir von Seiten der VL-Produktion erleben durften – und wir freuen uns, dass wir eingeladen wurden, in verschiedenen Medien über das Buch und die Serie zu sprechen:

Ich schrieb einen VL-Abschiedstext für ZEIT ONLINE, Nikola ein Essay für WELT.de, wir waren Studiogäste bei Deutschlandradio Kultur, im Kölner Domradio und beim WDR… und ein Buchtipp in der TV Movie. 🙂

Gestern, am 5. Juli 2016, waren Nikola und ich Moderatoren/Gäste beim Literaturhaus Köln, für eine Abendveranstaltung übers Erzählen, Spielen, Schreiben und Erinnern im Stadtgarten Köln, mit…

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Ein familiärer, kluger, sympathisch allürenfreier Abend zu 20 Jahren VL-Geschichte: nie unkritisch – aber mit einem gut gelaunten Publikum, und Gästen, die sich nie in knappe, ausweichende Antworten flüchteten: 70 bis 100 Besucher*innen, eine gute Location – ich war selten entspannter, wenn ich auf einer Bühne Menschen Fragen stellte, und ich freue mich, dass der Abend, glaube ich, dem Programm eines Literaturhauses würdig war… und trotzdem an keiner Stelle in müde “Ist eine Seifenoper überhaupt diskussions- und erinnerungswürdig?”-Debatten kippte.

[Ich hatte bisher drei große Moderationen 2016: Stewart O’Nan, US-Autor, fürs Literaturbüro Freiburg; die Autoren Justin Torres und Teresa Präauer für die Universität Leipzig, und gestern der VL-Abend. Mir macht das Spaß, und ich freue mich über Anfragen!]

Jule D. Körber macht großartige Konzertfotos (…und teilt sie seit einigen Wochen auch auf Instagram: Link) und brachte ihre Kamera mit. Alle Fotos hier im Post: von ihr. Vielen Dank!

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Abnehmen mit der Keto-Diät (Low Carb, High Fat)

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Kein typisches Thema für meinen Blog:

Seit Anfang Februar esse ich keinen Zucker, keine Kohlenhydrate mehr: ketogene Ernährung.

Ich habe nicht dramatisch abgenommen – bisher sechs Kilo. Doch durch die Umstellung nehme ich – zum ersten Mal seit 2007 – nicht immer weiter zu. Ich mag meinen Körper. Mit 65 Kilo kann ich leben. Mit 80 auch. Egal. Nur fehlt mir Energie, mich dauernd in Verzicht und Disziplin zu üben: Seit der Umstellung auf Keto/LCHF (Low Carb, High Fat) kann ich mich satt essen, so oft ich will. Ich muss keine Kalorien zählen. Nicht weiter aufpassen oder mich zügeln.

Einfach Zucker, Stärke, Kohlenhydrate weg lassen.

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Dauernd hungrig – seit zehn Jahren:

Ich bin 1,80 groß, eher schmal/hager und wog, so lange ich rauchte (zwischen 17 und 24) 65 Kilo. Dann hörte ich mit dem Rauchen auf – und habe seitdem immer Hunger. Ich liebe Mahlzeiten. Und Zwischenmahlzeiten. Gemeinsames Essen. Restaurants. Ich liebe einen vollen Magen.

Seit 2007 – plötzlich dauernd hungrig – trank ich mehr Wasser und versuchte, nicht allzu ungesund zu essen: wenig Fleisch, Wurst, Frittiertes, keine Snacks aus Langeweile, kaum Fett. Am liebsten aß ich kalte, eher geschmacksneutrale Beilagen, die schnell sättigen und mir ein Völlegefühl vermitteln: Reis (Sushi!), Brot (und Kracker, Grissini usw.), Hummus. Zwischendurch zwar Süßes – aber kleine Portionen.

Dass sich der raffinierte/weiße Zucker von Süßigkeiten und die Stärke in Kartoffeln, Reis, Getreide ernährungsbiologisch kaum unterscheiden, hörte ich im Bio-Unterricht. Pudding? Ungesund! Vollkorn? Wesentlich gesünder? Beides liefert sehr schnell Energie – doch reißt, sobald der Blutzuckerspiegel später sinkt, ein Loch.

Ich habe keine Nerven und Zeit für Sport. Ich habe nie Diäten ausprobiert. Ich hielt meine Portionen klein. Versuchte, nicht zu viel Quatsch zu essen. Doch mir fehlen Lust und Selbstdisziplin, um nur für mein Aussehen zu hungern und auf Genuss, Lebensqualität, Energie zu verzichten: Ich will nicht leiden, mich nicht bremsen – nur, um etwas schlanker oder gesünder zu sein. Ich bin relativ gesund. 80, 83 Kilo sind nicht ungesund.

Doch Ende Januar bloggte Nico Lumma, ein Netz-Bekannter, über Abnehmen mit der Slow-Carb Diät. Statt aus Stärke, Zucker, Kohlenhydraten führt man dem Körper Fett (und Eiweiß) zu – versetzt ihn in Ketose: Energie aus Fett- statt Stärkeverbrennung.

So lange ich Zucker esse/verbrenne, sind meinem Stoffwechsel die Fettpolster egal: Sie werden nicht angegriffen; und Zucker-Überschuss wird als zusätzliches Fett eingelagert. Leute nehmen zu.

Auf Fettverbrennung dagegen schaltet der Stoffwechsel erst, wenn alle Zuckerreserven verbraucht sind. Bis dahin wäre ich verrückt vor Hunger, schlechter Laune, Schlaffheit: In Ketose/Fettverbrennung bleiben – das geht nur, wenn man dauerhaft, jeden Tag auf Zucker verzichtet. Höchstens 20 Gramm pro Tag aufnimmt. Eine dauerhafte Umstellung. Einige Tage lang stressig und ermüdend (die “Keto-Grippe”). Dann aber: überraschend machbar.

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Unkomplizierte Umstellung

Ich esse gerade mehrmals pro Woche/zum Großteil:

Käse | Avocados | Cocktailtomaten | Oliven | Hähnchenfleisch | griechischen oder laktosefreien Joghurt und Skyr | Zucchinis und Auberginen, gebraten | Brokkoli, roh (mit Frischkäse, zum Knabbern) | Salate | Lachs | Ringsalami | manchmal Rührei | Walnüsse.

Ich trinke kalten Tee statt Limo – doch weiterhin gern Energydrinks (jetzt eben: Zero, zuckerfrei). Viel Kaffee – doch jetzt mit Sahne oder Mandelmilch statt Vollmilch (weniger Milchzucker). In asiatischen Imbissen lasse ich den Reis weg, bei Burgern die Buns, statt Sushi-Rollen esse ich Sashimi. Ich trank eh kaum je Alkohol. Ich esse lieber kalt als warm. Ich liebe Antipasti, Häppchen, alle Sorten Käse:

Es war keine große Umstellung. Es ist kein riesiger Verzicht. Ich vermisse Donuts, Ahornsirup, Wasabi. Doch die Sättigungsbeilagen, mit denen ich mir jahrelang den Bauch füllte, fehlen mir nicht besonders: Baguette, kalter Reis, Cracker, Knäckebrot, Pasta? Es geht ohne.

(Bei Hummus funktioniert die Eigenmarke der Penny-Supermärkte: 6 Prozent Kohlenhydrate? Das geht, so lange ich kein halbes Kilo dippe.)

Ein sympathisches, aber arg simples Erklär-Video:

Abnehmen trotz fettiger Ernährng (WDR, Januar 2016)

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Tipps und Schwierigkeiten:

  • Die ersten ca. 20 Tage fühlte ich mich weinerlich, krank und müde. Der Körper braucht Zeit, sich umzustellen.
  • Ich machte an Tag 1 den Fehler, fast nichts zu kaufen, auf das ich Appetit hatte: Ich aß ohne große Lust Thunfisch aus der Dose, Artischocken aus dem Glas, riesige Karotten… Essen, das mich noch nie besonders glücklich machte. Zu lange irrte ich durchs schmale Penny-Sortiment im Gefühl, alles sei jetzt verboten, fast nichts weiter erlaubt. Nach 10 Tagen fuhr ich in ein (riesiges) Kaufland, mit Unmengen Optionen/Produkten. Mit der Vielfalt und dem Ausprobieren ganz neuer Lebensmittel (wie Skyr) kam auch der Genuss zurück.
  • Ich gebe etwas mehr Geld für Essen aus (Käse, Fleisch, Fisch sind teurer als billige, sättigende Brötchen, Reis etc.), und ich brauche etwas mehr Zeit zum Vorbereiten/Waschen/Schneiden in der Küche.
  • Vor allem im ersten Monat nahm ich kaum ab: Wer Keto ausprobiert, wird oft gewarnt, dass er bei schnellen Erfolgen nicht zu euphorisch werden soll – denn in den ersten Tagen verliert fast jeder viel Gewicht: Der Körper greift die Wassereinlagerungen an. Ich hatte fünf erste Wochen lang GAR keinen Fortschritt. Und kaufte mir schließlich Ketostix, um herauszufinden, ob mein Körper überhaupt in Ketose ist (nicht nötig – aber psychologisch beruhigend). Erst seit Mitte März sehe ich Unterschiede.
  • Meine Zähne scheinen weniger angegriffen. Haut und Schlafrhythmus sind besser, und ich habe keine Zucker-Hochs und -Tiefs mehr. Aber: nervigen Mundgeruch.
  • Keto-Rezepte und Keto-Restaurants gehen mir meist auf die Nerven – weil ständig versucht wird, Torten, Schokolade, Pizza usw. aus Süß- und Ersatzstoffen nachzubilden. Ich glaube, eine Pseudo-Pizza, eine Süßstoff-Torte deprimieren mich mehr als die Vorstellung, einfach Torten/Pizzen per se für eine Weile zu streichen.
  • Auch viele US-Websites und Keto-Blogs sind mir zu produktfixiert: Ich will keine speziellen Keto-Müsliriegel, kein Eiweißbrot, keinen Bullettproof Coffee. Kokosmilch ist wirksam – aber absurd teuer, und Kokos schmeckt mir nicht: Ich kaufe die 30-Cent-Schlagsahne bei Lidl. Das reicht fürs Erste.
  • Ich habe kein Abnehm-Ziel. Ich trage dauernd Jacketts und weite Hemden – kaum jemandem fällt auf, ob ich 80 oder 65 Kilo wiege. Für mich funktioniert Keto gerade als (dauerhafte) Ernährungsumstellung, nicht als (schnelle, zeitlich beschränkte) Diät. Ich esse öfter, mit besserem Gewissen und mehr Genuss als seit Jahren. Und werde dabei etwas dünner – statt, wie seit 2007, von Jahr zu Jahr ein wenig feister. Mein Körper war mir immer halbwegs sympathisch/angenehm. Doch in den letzten Jahren hatte ich das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Jetzt ist diese Kontrolle zurück. Ohne viel Mühe/Disziplin. Es geht nicht ums Abnehmen. Es geht ums lustvolle, stressfreie Essen/Futtern![Die Headline ‘Abnehmen mit der Keto-Diät’ greift Nicos ‘Abnehmen mit der Slow-Carb-Diät’ auf. Aber ich hatte zu Beginn fünf (!) Wochen Zeit, mir zu überlegen, ob ich weiter auf Zucker verzichten will – auch, falls es äußerlich nichts bringt. Ich bleibe erstmal dabei. Auch beim nächsten Gewichts-Plateau.]

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Keto LCHF Low Carb High Fat, Foto Achim Reibach

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Mein bester Freund machte heute Morgen ein paar Ganzkörper-Fotos. Ich trage meist Hemden statt T-Shirts, im Alltag. Und: Ich habe ein Hohlkreuz. Mein Bauch wird immer etwas vorstehen.

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Update, Februar 2017:

Ich esse weiterhin keinen Zucker – und komme gut zurecht. Seit ca. September 2016 bleibt mein Gewicht gleich – zwischen 68 und 70 Kilo, abends auch mal 71. Der Verzicht auf Zucker fällt mir nicht mehr schwer, und in vielen Bereichen geht es mir besser: Meine Zähne haben morgens weniger Belag und sind gesünder/weniger angegriffen, meine Energie bleibt, über den Tag verteilt, recht stabil – und ich bin selbstbewusster, entspannter, ein wenig stolz.

Ich will trotzdem bald bei meinem Hausarzt ein Blutbild/ein Check-Up machen lassen. Ich bin 33, und solche Check-Ups werden erst ab 35 von der Krankenkasse bezahlt – aber eine befreundete Ärztin sagte mir, dass ich bei so einer großen Umstellung auf jeden Fall das Recht auf so eine Untersuchung habe, und die Kasse das auch anerkennen wird.

Im September nahm ich an einem Fotoprojekt teil, bei dem sich Menschen gegenseitig nackt fotografieren, in ihren Wohnungen – “Daily Portrait Berlin”. Ein Essay von mir über die Aktion und meine Gründe, im Berliner Tagesspiegel: Link 

Best Nonfiction & Memoirs 2016: Summer Reading, Recommendations

best US nonfiction 2016 stefan mesch

Nonfiction, Memoirs, Essays:

Here are 21 nonfiction books, realeased in 2016, that I’ve sampled & enjoyed. Recommendations!

I’ve made a list for fiction (2016, Link), too!

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01: OLIVIA LAING, “The Lonely City: Adventures in the Art of being alone”

  • cerebral and engaging essay on loneliness
  • 336 pages, March 2016, Picador

“Does technology draw us closer together or trap us behind screens? When Olivia Laing moved to New York City in her mid-thirties, she found herself inhabiting loneliness on a daily basis. Increasingly fascinated by this most shameful of experiences, she began to explore the lonely city by way of art. The Lonely City is a celebration of a strange and lovely state, adrift from the larger continent of human experience, but intrinsic to the very act of being alive.” [back-cover copy, excerpt]

The Lonely City: Adventures in the Art of Being Alone

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02: HELEN PEARSON, “The Life Project: How the Study of Six Generations showed us who we are”

  • sociology: I love the concept of the survey – but I’m not sure if this needs to be a full book: would an article be enough?
  • 256 pages, February 2016, Soft Skull

“On March 3, 1946, a survey began that is, today, the longest-running study of human development in the world, growing to encompass six generations of children, 150,000 people. This is the tale of these studies, the scientists who created them, and their remarkable discoveries.” [back-cover copy, excerpt]

The Life Project: How the Study of Six Generations Showed Us Who We Are

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03: RON FOURNIER, “Love that Boy: What two Presidents, eight Road Trips, and my Son taught me about a Parent’s Expectations”

  • cutesy cover – but I enjoyed the style: a very personal account of a family and a son with Asperger’s syndrome
  • 240 pages, April 206, Harmony

“A uniquely personal story about the causes and costs of outsized parental expectations. What we want for our children—popularity, normalcy, achievement, genius—and what they truly need—grit, empathy, character—are explored by National Journal’s Ron Fournier, who weaves his extraordinary journey to acceptance around the latest research on childhood development and stories of other loving-but-struggling parents.” [back-cover copy, excerpt]

Love That Boy: What Two Presidents, Eight Road Trips, and My Son Taught Me About a Parent's Expectations

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04: ANDREW NAGORSKI, “The Nazi Hunters”

  • I don’t know nearly enough about people like Beate Klarsfeld, Fritz Bauer and the hunt for Eichmann: gripping, engaging history book
  • 416 pages, April 2016, Simon & Schuster

“More than seven decades after the end of the war, the era of the Nazi Hunters is drawing to a close as they and the hunted die off. After the Nuremberg trials and the start of the Cold War, most of the victors in World War II lost interest in prosecuting Nazi war criminals. Many of the lower-ranking perpetrators quickly blended in with the millions who were seeking to rebuild their lives in a new Europe, while those who felt most at risk fled the continent. The Nazi Hunters focuses on the small band of men and women who refused to allow their crimes to be forgotten—and who were determined to track them down to the furthest corners of the earth.” [back-cover copy, excerpt]

The Nazi Hunters

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05: GREGORY WOODS, “Homintern: How Gay Culture liberated the modern World”

  • cultural history about queer networks and infuencers
  • 440 pages, May 2016, Yale University Press

“In a hugely ambitious study which crosses continents, languages, and almost a century, Gregory Woods identifies the ways in which homosexuality has helped shape Western culture. Extending from the trials of Oscar Wilde to the gay liberation era, this book examines a period in which increased visibility made acceptance of homosexuality one of the measures of modernity. Woods introduces an enormous cast of gifted and extraordinary characters, most of them operating with surprising openness; but also explores such issues as artistic influence, the coping strategies of minorities, the hypocrisies of conservatism, and the effects of positive and negative discrimination, traveling from Harlem in the 1910s to 1920s Paris, 1930s Berlin, 1950s New York and beyond.” [back-cover copy, excerpt]

Homintern: How Gay Culture Liberated the Modern World

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06: SUNIL KHILNANI, “Incarnations: India in 50 Lives”

  • 50 portraits of figures and people in India: I loved browsing, but I’m worried that 650 pages, life after life, will be a little dull/formulaic
  • 656 pages, February 2016, Allen Lane & Farrar, Straus and Giroux

“For all of India’s myths and moral epics, Indian history remains a curiously unpeopled place. Sunil Khilnani fills that space: recapturing the human dimension of how the world’s largest democracy came to be. Khilnani explores the lives of 50 Indians, from the spiritualist Buddha to the capitalist Dhirubhai Ambani, trenchant portraits of emperors, warriors, philosophers, poets, stars, and corporate titans from ancient times to our own.” [back-cover copy, excerpt]

Incarnations: India in 50 Lives

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07: DAVID KUSHNER, “Alligator Candy”

  • true crime meets personal memoir: this reminded me of James Elroy’s book about his murdered mother, “My Dark Places”. I’m nervous that Kushner’s book wi’ll be equally inconclusive/open-ended.
  • 243 pages, March 2016, Simon & Schuster

“David Kushner grew up in the early 1970s in the Florida suburbs. One morning in 1973, David’s older brother Jon biked through the forest to the convenience store for candy, and never returned. Decades later, Kushner found himself unsatisfied with his own memories and decided to revisit the episode a different way: through the eyes of a reporter. His investigation brought him back to the places and people he once knew and slowly made him realize just how much his past had affected his present. After sifting through hundreds of documents and reports, conducting dozens of interviews, and poring over numerous firsthand accounts, he has produced a powerful and inspiring story of loss, perseverance, and memory.” [back-cover copy, excerpt]

Alligator Candy

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08: JEAN STEIN, “West of Eden: an American Place”

  • great concept, but lots of bad reviews: I’m not sure what’s wrong here. Too much hagiography?
  • 352 pages, February 2016, Random House

“An epic, mesmerizing oral history of Hollywood and Los Angeles. Stein vividly captures a mythic cast of characters: five larger-than-life individuals and their families. Edward Doheny, the Wisconsin-born oil tycoon; Jack Warner, the son of Polish-Jewish immigrants, who together with his brothers founded one of the world’s most iconic film studios; Jane Garland, the troubled daughter of an aspiring actress who could never escape her mother’s schemes; Jennifer Jones, an actress from Oklahoma who won the Academy Award at twenty-five but struggled with despair. Finally, Stein chronicles the ascent of her own father, Jules Stein, an eye doctor born in Indiana who transformed Hollywood with the creation of an unrivaled agency and studio.” [back-cover copy, excerpt]

West of Eden: An American Place

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09: MIRA PTACIN, “Poor your Soul”

  • competent memoir about mother and daughter, both losing a child – I hope that 320 pages aren’t too long/much
  • 320 pages, January 2016, Soho Press

“At twenty-eight, Mira Ptacin discovered she was pregnant. Five months later, an ultrasound revealed that her child would be born with a constellation of birth defects and no chance of survival outside the womb. Mira was given three options: terminate the pregnancy, induce early delivery, or wait and inevitably miscarry. Mira’s story is paired with that of her mother, who emigrated from Poland to the United States, and who also experienced grievous loss when her only son was killed by a drunk driver.” [back-cover copy, excerpt]

Poor Your Soul

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10: DANIEL RAEBURN, “Vessels: A Love Story”

  • horrible cover, horrible cover copy – but I enjoyed reading the first pages: loss, marriage, creativity, hope
  • 192 pages, March 2016, W.W. Norton & Company

“Dan and his wife Bekah, a potter dedicated to Japanese ceramics, met and swiftly fell in love. But at Christmas, as they prepared for the birth of their first child, tragedy struck. Based on Daniel Raeburn’s acclaimed New Yorker essay, Vessels: A Love Story is the story of how he and Bekah clashed and clung to each other through a series of unsuccessful pregnancies before finally, joyfully, becoming parents.” [back-cover copy, excerpt]

Vessels: A Love Story

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11: ANNIE E. CLARK, ANDREA PINO, “We believe you: Survivors of Campus Sexual Assault speak out”

  • I enjoyed reading Kate Harding’s “Asking for it” (about rape culture and campus rape), and I’m happy for the chance to hear accounts from a diversity of voices.
  • 368 pages, April 2016, Holt

“Student activists are exposing a pervasive cover-up of sexual violence on college campuses. We Believe You elevates the stories the headlines about this issue have been missing–more than 30 experiences of trauma, healing and everyday activism, representing a diversity of races, economic and family backgrounds, gender identities, immigration statuses, interests, capacities and loves. More than 1 in 5 women and 5 percent of men are sexually assaulted at college, a shocking status quo that might have stayed largely hidden and unaddressed.” [back-cover copy, excerpt]

We Believe You: Survivors of Campus Sexual Assault Speak Out

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12: PEGGY ORENSTEIN, “Girls & Sex: Navigating the complicated new Landscape”

  • silly cover and so-so style – but (perennially) interesting topic
  • 303 pages, March 2016, Harper

“With casual hookups and campus rape relentlessly in the news, parents can be forgiven for feeling anxious about their young daughters. Orenstein spoke to psychologists, academics, and 70 young women to offer an in-depth picture of “girls and sex” today.” [back-cover copy, excerpt]

Girls & Sex: Navigating the Complicated New Landscape

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13: KATHERINE ZOEPF, “Excellent Daughters: The Secret Lives of young Women who are transforming the Arab World”

  • I’m not sold on the writing style of this book: might be too dry, too distant, too broad. Still: interesting focus, interesting protagonists.
  • 464 pages, January 2016, Penguin Press

“For more than a decade, Katherine Zoepf has lived in or traveled throughout the Arab world, reporting on the lives of women, whose role in the region has never been more in flux. Only a generation ago, female adolescence as we know it in the West did not exist in the Middle East. There were only children and married women. Today, young Arab women outnumber men in universities. Syria, Lebanon, Abu Dhabi, Saudi Arabia, Egypt: Zoepf brings us a new understanding of the changing Arab societies—from 9/11 to Tahrir Square to the rise of ISIS—and gives voice to the remarkable women at the forefront of this change.” [back-cover copy, excerpt]

Excellent Daughters: The Secret Lives of Young Women Who Are Transforming the Arab World

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14: ANDI ZEISLER, “We were Feminists Once”

  • I LOVE the back-cover copy, and I loved the sample: this sounds competent, smart and much-needed.
  • 304 pages, May 2016, PublicAffairs

“Feminism: Once a dirty word brushed away with a grimace, “feminist” has been rebranded as a shiny label sported by movie and pop stars. It drives advertising and marketing campaigns, presenting what’s long been a movement for social justice as just another consumer choice in a vast market. Individual self-actualization is the goal, shopping more often than not the means, and celebrities the mouthpieces. But what does it mean when social change becomes a brand identity? Andi Zeisler, a founding editor of Bitch Media, draws on more than twenty years’ experience interpreting popular culture in this biting history of how feminism has been co-opted, watered down, and turned into a gyratory media trend. Surveying movies, television, advertising, fashion, and more, Zeisler reveals a media landscape brimming with the language of empowerment, but offering little in the way of transformational change.” [back-cover copy, excerpt]

We Were Feminists Once: From Riot Grrrl to CoverGirl®, the Buying and Selling of a Political Movement

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15: CHRISTOPHER CASTELLANI, “The Art of Perspective: Who tells the Story”

  • Too slim and maybe too specific – but I loved the tone and style.
  • 160 pages, January 2016, Graywolf Press

“A writer may have a story to tell, a sense of plot, and strong characters. But what form should the narrator take? What voice, and from what vantage point? By unpacking the narrative strategies at play in the work of writers as different as E. M. Forster, Grace Paley, and Tayeb Salih, Castellani illustrates how the author’s careful manipulation of distance between narrator and character drives the story.” [back-cover copy, excerpt]

The Art of Perspective: Who Tells the Story

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16: ANDREW SOLOMON, “Far & Away: Places on the Brink of Change. Seven Continents, 25 Years”

  • One of my favorite (if slightly stuffy) nonfiction authors – and a (all-over-the-place, massive) collection.
  • 512 pages, April 2016, Scribner

“From the winner of the National Book Award: a riveting collection of essays about places in transition. Chronicling his stint on the barricades in Moscow in 1991, when he joined artists in resisting the coup whose failure ended the Soviet Union, his 2002 account of the rebirth of culture in Afghanistan following the fall of the Taliban, his insightful appraisal of a Myanmar seeped in contradictions, this book provides a unique window onto the very idea of social change. Solomon demonstrates both how history is altered by individuals, and how personal identities are altered when governments alter.” [back-cover copy, excerpt]

Far & Away: Places on the Brink of Change: Seven Continents, Twenty-Five Years

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17: DAWN ANAHID MacKEEN, “The Hundred-Year Walk: An Armenian Odyssey”

  • The cover looks old-school – but the personal narrative is suprisingly engaging.
  • 339 pages, January 2016, Houghton Mifflin Harcourt

“As World War I rages, Stepan Miskjian is separated from his family as they are swept up in the government’s mass deportation of Armenians into internment camps. Just before killing squads slaughter his caravan during a forced desert march, Stepan manages to escape. The Hundred-Year Walk alternates between Stepan’s saga and another journey that takes place a century later, after his family discovers his long-lost journals. Reading this rare firsthand account, his granddaughter Dawn MacKeen finds herself first drawn into the colorful bazaars before the war and then into the horrors Stepan later endured. Inspired to retrace his steps, she sets out alone to Turkey and Syria, shadowing her resourceful, resilient grandfather across a landscape still rife with tension.” [back-cover copy, excerpt]

The Hundred-Year Walk: An Armenian Odyssey

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18: JANE MAYER, “Dark Money: The Hidden History of the Billionaires behind the Rise of the Radical Right”

  • Excellent reviews. Don’t know if I DO need to read a full book on this, though…? I’d prefer sharp, quick articles.
  • 464 pages, January 2016, Doubleday

“Why is America living in an age of profound economic inequality? Why have protections for employees been decimated? Why do hedge-fund billionaires pay a far lower tax rate than middle-class workers? A network of exceedingly wealthy people with extreme libertarian views bankrolled a systematic, step-by-step plan to fundamentally alter the American political system. The chief figures in the network are Charles and David Koch. The Koch brothers and their allies pooled their vast resources to fund an interlocking array of organizations that could work in tandem to influence and ultimately control academic institutions, think tanks, the courts, statehouses, Congress, and, they hoped, the presidency. And their efforts have been remarkably successful. Meaningful environmental, labor, finance, and tax reforms have been stymied. Jane Mayer spent five years conducting hundreds of interviews. In a taut and utterly convincing narrative, she traces the byzantine trail of the billions of dollars spent by the network.” [back-cover copy, excerpt]

Dark Money: The Hidden History of the Billionaires Behind the Rise of the Radical Right

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19: ANN NEUMANN, “The Good Death: An Exploration of Dying in America”

  • mediocre reviews – but I like boks about loss, and the hospice angle is new/interesting, to me.
  • 248 pages, February 2016, Beacon Press

“Following the death of her father, journalist and hospice volunteer Ann Neumann sets out to examine what it means to die well. From church basements to hospital wards to prison cells, Neumann charts the social, political, religious, and medical landscape to explore how we die today. The Good Death weaves personal accounts with a historical exploration of the movements and developments that have changed the ways we experience death. With the diligence of a journalist and the compassion of a caregiver, Neumann provides a portrait of death in the United States.” [back-cover copy, excerpt]

The Good Death: An Exploration of Dying in America

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20: TIM HANLEY, “Investigating Lois Lane: The turbulent History of the Daily Planet’s Ace Reporter”

“In a universe full of superheroes, Lois Lane has fought for truth and justice for over 75 years. From her creation in 1938 to helming her own comic book for twenty-six years and appearing in animated serials, live-action TV shows, and full-length movies, Lois Lane has been a paragon of journalistic integrity. From her earliest days, Lois yearned to make the front page of the Daily Planet, but was held back by her damsel-in-distress role. Lois remained a fearless and ambitious character, and today she is a beloved icon and an inspiration to many. Though her history is often troubling, Lois’s journey, as revealed in Investigating Lois Lane, showcases her ability to always escape the gendered limitations of each era and of the superhero genre as a whole.” [back-cover copy, excerpt]

Investigating Lois Lane: The Turbulent History of the Daily Planet's Ace Reporter
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Bonus (2015):

21: MERRITT KOPAS, IMOGEN BINNIE, “Videogames for Humans”

  • essay collection about storytelling, gaming, minorities and Twine (link)
  • 576 pages, April 2015, Instar Books

“A quiet revolution is happening, centered on a tool called Twine. Taken up by nontraditional game authors to describe distinctly nontraditional subjects—from struggles with depression, explorations of queer identity, and analyses of the world of modern sex and dating to visions of breeding crustacean horses in a dystopian future—the Twine movement to date has created space for those who have previously been voiceless within games culture to tell their own stories. Videogames for Humans puts Twine authors, literary writers, and games critics into conversation with one another’s work.” [back-cover copy, excerpt]

Videogames for Humans

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further lists and recommendations:

Best Summer Books / Beach Reads / Young Adult Novels 2016: Recommendations

Beach Reads, 2016.JPG

Summer Reading, Beach Reads, YA novels:

Here are 21 novels and collections, realeased in 2016, that I’ve sampled & enjoyed. Recommendations!

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01: RICHARD RUSSO, “Everybody’s Fool”

  • Russo can be cutesy, overly long, old-fashioned and stale – but I enjoy these characters.
  • 477 pages, Knopf

“Richard Russo returns to North Bath (upstate New York) and the characters from Nobody’s Fool. Sully has only a year or two left, and it’s hard work trying to keep this news from the most important people in his life: Ruth, the married woman he carried on with for years and Sully’s son and grandson. Everybody’s Fool is filled with humor, heart, hard times and people you can’t help but love, possibly because their faults make them so stridently human.”

Everybody's Fool

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02: LINDSAY EAGAR, “Hour of the Bees”

  • smart, literary YA with a dash of magical realism
  • 360 pages, Candlewick Press

“Twelve-year-old Carolina is in New Mexico, helping her parents move the grandfather she’s never met into a home for people with dementia. At first, Carol avoids prickly Grandpa Serge… A novel of family and discovering the wonder of the world.”

Hour of the Bees

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03: WESLEY KING, “OCDaniel”

  • engaging middle-grade novel told in a fun, smart voice
  • 304 pages, Simon & Schuster

“A boy whose life revolves around hiding his obsessive compulsive disorder. Daniel spends football practice perfectly arranging water cups—and hoping no one notices, especially his best friend Max, and Raya, the prettiest girl in school. His life gets weirder when another girl at school, who is unkindly nicknamed Psycho Sara, notices him for the first time.”

OCDaniel

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04: MATT RUFF, “Lovecraft Country”

  • ambitious, dark, gripping: mainstream fantasy in an interesting historical setting
  • 384 pages, Harper

“Chicago, 1954. When his father Montrose goes missing, twenty-two year old Army veteran Atticus Turner embarks on a road trip to New England to find him, accompanied by his Uncle George—publisher of The Safe Negro Travel Guide—and his childhood friend Letitia. On their journey to the manor of Mr. Braithwhite—heir to the estate that owned Atticus’s great grandmother—they encounter both mundane terrors of white America and malevolent spirits that seem straight out of the weird tales George devours. A devastating kaleidoscopic portrait of racism that melds historical fiction, pulp noir, and Lovecraftian horror and fantasy.”

Lovecraft Country

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05: MELANIE CONKLIN, “Counting Thyme”

  • charming middle-grade novel with HUGE mainstream appeal
  • 320 pages, Putnam

“Eleven-year-old Thyme Owens’ little brother Val is accepted into a new cancer drug trial and the Owens family has to move to New York, thousands of miles away from everything she knows and loves. Thyme loves her brother—she’d give anything for him to be well—but she still wants to go home. She finds herself even more mixed up when her heart feels the tug of new friends, a first crush, and even a crotchety neighbor and his sweet whistling bird.”

Counting Thyme

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06: GRAHAM SWIFT, “Mothering Sunday”

  • one of my favorite British authors: this feels like a smarter version of Ian McEwan’s “On Chesil Beach”
  • 208 pages, Knopf

“Twenty-two year old Jane Fairchild, orphaned at birth, has worked as a maid at one English country estate since she was sixteen. She has been the secret lover to Paul Sheringham, the scion of the estate next door. On an unseasonably warm March afternoon, Jane and Paul will make love for the last time–though not, as Jane believes, because Paul is about to be married. As the narrative moves back and forth from 1924 to the end of the century, what we know and understand about Jane–about the way she loves, thinks, feels, sees, remembers–deepens with every beautifully wrought moment.”

Mothering Sunday

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07: CHITRA BANERJEE DIVAKARUNI, “Before we visit the Goddess”

  • historical fiction from India with strong characters & sociology
  • 224 pages, Simon & Schuster

“Three generations of mothers and daughters in a family both united and torn apart by ambition and love. The daughter of a poor baker in rural Bengal, India, Sabitri yearns to get an education, but her family’s situation means college is an impossible dream. Then an influential woman from Kolkata takes Sabitri under her wing, but her generosity soon proves dangerous after the girl makes a single, unforgivable misstep. Years later, Sabitri’s own daughter, Bela, haunted by her mother’s choices, flees abroad with her political refugee lover—but the America she finds is vastly different from the country she’d imagined. As the marriage crumbles and Bela is forced to forge her own path, she unwittingly imprints her own child, Tara, with indelible lessons about freedom, heartbreak, and loyalty that will take a lifetime to unravel.”

Before We Visit the Goddess

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08: CLAUDIA GRAY, “Star Wars: Bloodline”

“When the Rebellion defeated the Empire in the skies above Endor, Leia Organa believed it was the beginning to a lasting peace. But after decades of vicious infighting and partisan gridlock in the New Republic Senate, that hope seems like a distant memory. Now a respected senator, Leia must grapple with dangers from both within and without: underworld kingpins, treacherous politicians and Imperial loyalists. Senators are calling for the election of a First Senator. It is their hope that this influential post will bring strong leadership to a divided galaxy.”

Star Wars: Bloodline

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09: JEM LESTER, “Shtum”

  • quirky and dark family novel about autism
  • 368 pages, Orion

“Fathers and sons, autism, and dysfunctional relationships. Ben Jewell has hit breaking point. His ten-year-old son Jonah has severe autism and Ben and his wife, Emma, are struggling to cope. When Ben and Emma fake a separation – a strategic decision to further Jonah’s case in an upcoming tribunal – Ben and Jonah move in with Georg, Ben’s elderly father. In a small house in North London, three generations of men – one who can’t talk; two who won’t – are thrown together.”

Shtum

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10: JUNG YUN, “Shelter”

  • complex domestic fiction, might be overly tragic/dour
  • 336 pages, Picador

“Why should a man care for his parents when they failed to take care of him as a child? Kyung Cho is a young father burdened by a house he can’t afford. For years, he and his wife, Gillian, have lived beyond their means. Now their debts and bad decisions are catching up with them. A few miles away, his parents, Jin and Mae, live in the town’s most exclusive neighborhood, surrounded by the material comforts that Kyung desires for his wife and son. Growing up, they gave him every possible advantage—private tutors, expensive hobbies—but they never showed him kindness. When an act of violence leaves Jin and Mae unable to live on their own, the dynamic suddenly changes.”

Shelter

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11: ABBY GENI, “The Lightkeepers”

  • literary thriller/mystery – but I dislike the nature writing aspect: might be too ornate and dry
  • 340 pages, Counterpoint

“Miranda, a nature photographer, travels to the Farallon Islands, an exotic and dangerous archipelago off the coast of California, for a one-year residency. Her only companions are the scientists studying there. Miranda is assaulted by one of the inhabitants of the islands. A few days later, her assailant is found dead, perhaps the result of an accident. The Lightkeepers upends the traditional structure of a mystery novel —an isolated environment, a limited group of characters who might not be trustworthy, a death that may or may not have been accidental, a balance of discovery and action —while also exploring wider themes of the natural world, the power of loss, and the nature of recovery.”

The Lightkeepers

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12: E.K. JOHNSTON, “Exit, Pursued by a Bear”

  • engaging feminist YA novel about rape and trauma
  • 248 pages, Dutton

“Hermione Winters is the envied girlfriend and the undisputed queen of her school. But then someone puts something in her drink at a party. Victim. Survivor. That raped girl. Even though this was never the future she imagined, one essential thing remains unchanged: Hermione can still call herself Polly Olivier’s best friend. Heartbreaking and empowering, Exit, Pursued by a Bear is the story of transcendent friendship in the face of trauma.”

Exit, Pursued by a Bear

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13: LEANNE HALL, “Iris and the Tiger”

  • middle-grade novel, magical realism, so-so reviews: I’m intrigued and charmed, but it might be too kitschy.
  • 168 pages, Text Publishing

“Twelve-year-old Iris has been sent to Spain on a mission: to make sure her elderly and unusual aunt, Ursula, leaves her fortune–and her sprawling estate–to Iris’s scheming parents. But from the moment Iris arrives at Bosque de Nubes, she realises something isn’t quite right. While outside, in the wild and untamed forest, a mysterious animal moves through the shadows.”

Iris and the Tiger

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14: SHOBHA RAO, “An unrestored Woman”

  • connected short stories from India and Pakistan: I dislike the (conventional) approach and characters – but I enjoyed the style
  • 256 pages, Flatiron Books

“1947: the Indian subcontinent is partitioned into two separate countries, India and Pakistan. And with one decree, countless lives are changed forever. An Unrestored Woman explores the fault lines in this mass displacement of humanity: a new mother is trapped on the wrong side of the border; a soldier finds the love of his life but is powerless to act on it; an ambitious servant seduces both master and mistress; a young prostitute quietly, inexorably plots revenge on the madam who holds her hostage. Caught in a world of shifting borders, Rao’s characters have reached their tipping points. In paired stories that hail from India and Pakistan to the United States, Italy, and England, we witness the ramifications of the violent uprooting of families, the price they pay over generations, and the uncanny relevance these stories have in our world today.”

An Unrestored Woman

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15: KEN LIO, “The Paper Menagerie and other Stories”

  • mainstream Sci-Fi and Fantasy for fans of Neil Gaiman
  • 450 pages, Saga Press

“Award-winning science fiction and fantasy tales.”

The Paper Menagerie and Other Stories

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16: KWEI QUARTEY, “Gold of our Fathers”

  • mainstream mystery series set in Ghana – seems smart, political and to-the-point
  • 368 pages, Soho Crime

“Darko Dawson has just been promoted to Chief Inspector in the Ghana Police Service—the promotion even comes with a (rather modest) salary bump. His new boss is transferring him from Accra, Ghana’s capital, out to remote Obuasi in the Ashanti region, an area now notorious for the illegal exploitation of its gold mines. The office is a mess of uncatalogued evidence and cold case files, morale is low. The body of a Chinese mine owner is unearthed in his own gold quarry.”

Gold of Our Fathers (Darko Dawson #4)

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17: DAWN TRIPP, “Georgia: A Novel of Georgia O’Keeffe”

  • historical fiction, character-driven and REALLY well-written
  • 336 pages, Random House

“A novel about American master painter Georgia O’Keeffe, her love story with photographer Alfred Stieglitz, and her quest to come of age as a woman. Passion, betrayal, and art. Georgia is a young woman, painting and teaching art in Texas, when she travels to New York to meet Alfred Stieglitz, the married gallery owner. She becomes his mistress and his muse. As their relationship develops, so does Georgia’s place in the art world, but she becomes trapped in her role as the subject of Stieglitz’s infamous nude photographs of her; the critics cannot envision her as her own being.”

Georgia: A Novel of Georgia O'Keeffe

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18: JULIE BUXBAUM, “Tell me three Things”

  • mainstream YA that seems darker, smarter and less conservative than the book cover/design
  • 336 pages, Delacorte Press

Everything about Jessie is wrong. That’s what it feels like during her first week at her new ultra-intimidating prep school. It’s been barely two years since her mother’s death, and because her father eloped with a woman he met online, Jessie has been forced to move across the country. Buxbaum mixes comedy and tragedy, love and loss in her debut YA novel filled with characters who will come to feel like friends.”

Tell Me Three Things

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19: KERI ARTHUR, “City of Light”

  • Urban Fantasy/YA dystopia, start of a trilogy: seems competent and professional
  • 304 pages, Piatkus Books

When the bombs that stopped the species war tore holes in the veil between this world and the next, they allowed entry to the Others—demons, wraiths, and death spirits. A hundred years later, humans and shifters alike live in artificially lit cities designed to keep the darkness at bay. As a déchet—a breed of humanoid super-soldiers—Tiger has spent her life in hiding. Then, she risks her life to save a little girl.”

City of Light (Outcast, #1)

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20: NATASHA FRIEND, “Where you’ll find me”

  • light and friendly YA novel, might be too soft/pedestrian
  • 272 pages, Farar, Straus and Giroux

“The first month of school, thirteen-year-old Anna Collette finds herself… dumped by her best friend, who suddenly wants to spend eighth grade “hanging out with different people.” Deserted by her mom, who’s in the hospital recovering from a suicide attempt. But with help from some unlikely sources, including a crazy girl-band talent show act, Anna just may find herself on the road to okay.”

Where You'll Find Me

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21: ANNA QUINDLEN, “Miller’s Valley”

  • mainstream literary fiction
  • 272 pages, Random House

“For generations the Millers have lived in Miller’s Valley. But as Mimi Miller eavesdrops on her parents and quietly observes the people around her, she discovers more and more about the toxicity of family secrets, the dangers of gossip, the flaws of marriage, the inequalities of friendship. Miller’s Valley reminds us that the place where you grew up can disappear, and the people in it too.”

Miller's Valley

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further lists and recommendations: