Monat: Mai 2017

Vielfalt, Diversity und Minderheiten im Jugendbuch: Young-Adult-Literatur gegen Rassismus (Buchtipps)

Diversity im Jugendbuch Buchtipps

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Jugendbücher mit Hauptfiguren of Color? Queeren Figuren? Held*innen mit Behinderung? Oder Bücher, die nicht in westlichen Ländern spielen?

Nicht jedes Buch mit nicht-weißen Hauptfiguren ist gleich ein Buch „gegen Rassismus“: Antirassistische Texte kenne ich vor allem als Sachbuch.

Aber: Bücher sind einer der einfachsten Wege, neue, fremde Perspektiven, Lebenswelten, Identitäten besser zu verstehen. Darum mag ich Bücher mit Hauptfiguren, die wenig mit mir gemein haben – und kenne z.B. VIEL mehr gelungene Jugendbücher von, mit und über Frauen.

Hier sind meine Empfehlungen und “bald lesen!”-Favoriten von Titeln, deren Erzähler und Erzählerinnen aus anderen Kulturen kommen, Minderheiten angehören oder Minderheitserfahrungen machen.

andere Jugendbuch-Empfehlungslisten von mir:

Buchtipps von Jugendlichen für Jugendlichen gibt es auf Bücherkinder.de; Buchtipps mit Schwarzen Hauptfiguren hier im .pdf von Berit Pohle.

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zehn diverse Jugendbücher, die ich las und sehr empfehlen kann:

  • Sharon M. Draper: „Mit Worten kann ich fliegen“ (Buch ab ca. 11; Erzählerin mit Schwerstbehinderung)
  • Susan Nussbaum: „Good Kings Bad Kings“ (Ensemble-Roman über Jugendliche mit Behinderung, teils queer, und einige Betreuer*innen; viele Figuren of Color)
  • Octavia Butler: „Vom gleichen Blut“ (feministischer Zeitreise-Roman über eine Schwarze Frau in den 70ern, die sich auf einer Plantage als Sklavin wiederfindet)
  • Claudia Gray: „Star Wars: Verlorene Welten“ (politischer Star-Wars-Roman über Mädchen und Jungen, die gemeinsam beim Imperium anheuern, ihre Erfahrungen und Privilegien.)
  • G. Willow Wilson: „Ms. Marvel“ (junge muslimische Superheldin in New Jersey, bisher 7 Bände. Band 2 ist fade, der Rest großartig!)

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Mit Worten kann ich fliegen  Good Kings Bad Kings  Vom gleichen Blut  Star Wars: Verlorene Welten (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht)  Ms. Marvel, Vol. 1: No Normal

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And the Violins Stopped Playing  Go Set a Watchman  Ask the Passengers  Stuck Rubber Baby  Girl in Translation

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Im Mai las ich durch ca. 600 Leseproben von (fast nur: englischsprachigen) Young-Adult- und Middle-Grade-Novels, und fand weitere Titel, auf die ich Lust habe.

45 Bücher, angelesen, vorgemerkt, sehr gemocht:

(alle Inhaltsangaben sind die offiziellen Klappentexte, von mir leicht gekürzt.)

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Linda Sue Park: „Der lange Weg zum Wasser“ (Original: „A Long Way to Water“, 2010)

„Um für ihre Familie Wasser bei der Wasserstelle zu holen, läuft Nya täglich acht Stunden. Salva flieht aus seinem vom Krieg zerstörten Dorf. Er läuft quer durch Afrika, auf der Suche nach einem sicheren Ort und seiner verschollenen Familie. Zwei fesselnde Stimmen erzählen von Not und Vertreibung – aber auch von Hoffnung.“ [der US-Klappentext ist klüger, konkreter und nennt mehr als nur „Afrika“:  „Two stories, told in alternating sections, about a girl in Sudan in 2008 and a boy in Sudan in 1985.“]

Patricia McCormick: „Der Tiger in meinem Herzen“ (Original: „Never fall down“, 2012)

“Das radikale kommunistische Regime der Roten Khmer übernimmt die Macht in Kambodscha. Es folgt ein schrecklicher Völkermord, dem zwei Millionen Menschen zum Opfer fallen – ein Viertel der gesamten Bevölkerung. Arn hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Denn er ist selbst zum Täter geworden. Und es ist ihm schwer gefallen, den Tiger in seinem Herzen zu bändigen. Schonungslos und brutal erzählt Patricia McCormick von den Killing Fields. Es braucht nachhaltig beeindruckende Bücher wie dieses, um aufzuzeigen, zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind und welche Fehler sich niemals wiederholen dürfen.”

Deborah Ellis: „Die Sonne im Gesicht“ (Original: „The Breadwinner“, 2001)

„Als ihr Vater verhaftet wird, nimmt die elfjährige Parvana seinen Platz auf dem Markt in Kabul ein. Hier hatte er den vielen Analphabeten ihre Post vorgelesen. Wegen der restriktiven Gesetze der Taliban kann sie sich jedoch nur als Junge verkleidet in der Öffentlichkeit zeigen. Und begibt sich so in große Gefahr.“

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Jason Reynolds: „Coole Nummer“ (Original: „When I was the Greatest“, 2014)

„Eine Freundschaft in Brooklyn. Ali hat sich fast sechzehn Jahre von allem Ärger ferngehalten. Dann ergibt sich die Gelegenheit, mit seinem Freund Noodles und dessen Bruder Needles auch mit den großen Jungs zu spielen. Gefährlich, wenn der Freund nur eine Riesenklappe, aber sonst nicht viel hat, und sein Bruder durch sein Tourette-Syndrom unberechenbar ist, sobald er sein Strickzeug nicht parat hat.“

Jason Reynolds: „Nichts ist okay“ (Original: „All-American Boys“, 2015)

„Rashad wollte nur eine Tüte Chips kaufen. Plötzlich wird er vor die Tür gezerrt, und ein Polizist stürzt sich auf ihn. Erst im Krankenhaus kommt Rashad wieder zu sich. Rashad ist schwarzer Hautfarbe, der Polizist ein Weißer. Beobachtet hat die Szene ein anderer Jugendlicher: Quinn Collins, weiß, Freund der Familie des Polizisten und Mitschüler von Rashad. Quinn ist schockiert. Warum wurde Rashad niedergeprügelt? Ist sein Freund, der Polizist, ein Rassist? Beide Jugendlichen erzählen ihre Geschichte. Zur selben Zeit gerät eine Stadt in Ausnahmezustand.“

Nnedi Okorafor: „Akata Witch“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2011)

„Born in New York, but living in Aba, Nigeria, twelve-year old Sunny is a little lost: She is albino and thus, incredibly sensitive to the sun. All Sunny wants to do is be able to play football and get through another day of school without being bullied. But once she befriends Orlu and Chichi, Sunny is plunged in to the world of the Leopard People, where your worst defect becomes your greatest asset. Together, Sunny, Orlu, Chichi and Sasha form the youngest ever Oha Coven. Their mission is to track down Black Hat Otokoto, the man responsible for kidnapping and maiming children.“

Nnedi Okorafor schreibt Science-Fiction-, Fantasy- und Jugendromane, oft afrofuturistisch – die auch in Deutschland erscheinen, im Verlag Cross Cult. „Akata Witch“ (und eine geplante Fortsetzung, 2017) sind noch nicht auf Deutsch erschienen.

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Johanna Reiss: „Und im Fenster der Himmel“ (Original: „The upstairs Room“, 1972)

„Herbst 1941: Als die Deutschen die Niederlande besetzen, geraten die neunjährige Annie und ihre Schwester in große Gefahr – weil sie Juden sind. Hilfreiche Bauern verstecken die beiden Schwestern in einer kleinen Kammer auf dem Dachboden. Fast drei Jahre lang leben sie dort in drangvoller Enge und sehnen sich nach frischer Luft und Bewegung.“

Gloria Whelan: „Stich für Stich“ (Original: „Homeless Bird“, 2000)

„Eine dreizehnjährige Inderin wird mit einem ihr unbekannten Mann verheiratet, der kurz darauf stirbt. Als Witwe hat sie in der indischen Gesellschaft jede Existenzberechtigung verloren und wird von der Schwiegermutter versklavt. Ganz unten angekommen, findet sie Hilfe und einen Ansatz zu einem weitgehend selbstbestimmten Leben.“

Cynthia Kadohata: „Kira-Kira“ (Original: selber Titel, 2004)

„‚Kira-Kira‘ bedeutet ‚glänzend, leuchtend‘. Genau dieses Leuchten zaubert Lynn ihrer kleinen Schwester Katie jeden Tag herbei, selbst, als das Leben für sie dunkler wird: Sie ist eine Meisterin darin, immer wieder aufs Neue die glänzenden Dinge des Lebens zu zeigen. Ob das Blau des Himmels oder der Glanz in den Augen des anderen, obwohl es die aus Japan stammende Familie im Amerika der 1950er Jahre alles andere als leicht hat.“

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Nicola Yoon: „The Sun is also a Star“ (Original: selber Titel, 2016)

„Schicksalsfäden einer großen Liebe. Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.“

Holly Goldberg Sloan: „Glück ist eine Gleichung mit 7“ (Original: „Counting by 7s“, 2013)

„Willow ist ein Energiebündel, denkt immer positiv und interessiert sich für alles: Sie studiert das Verhalten von Fledermäusen, züchtet Zitrusfrüchte im Garten und begeistert sich für die Schönheit der Zahl 7. Ihr größter Wunsch ist es, gleichaltrige Freunde zu finden. Dafür lernt sie sogar Vietnamesisch. Doch dann verunglücken ihre Adoptiveltern bei einem Autounfall. Es ist wie ein Wunder, wie Willow mit ihrer Art zu denken – ihrer Hochbegabung – und ihrem ungebrochenen Charme ihre Welt zusammenhält.“

Lisa Williamson: „Zusammen werden wir leuchten“ (Original: „The Art of being normal“, 2015)

“David ist 14 und wünscht sich, ein Mädchen zu sein. Das seinen Eltern zu beichten, steht auf seiner To-do-Liste für den Sommer gaaaanz unten. Bisher wissen nur seine Freunde Essie und Felix Bescheid, die bedingungslos zu ihm halten und mit denen er jede Peinlichkeit weglachen kann. Aber wird David je als Mädchen leben können? Und warum fasziniert ihn der geheimnisvolle Neue in der Schule so sehr?” [ich HASSE, dass dieser Klappentext Transsexualität und “beichten”/”Peinlichkeit” so nah aneinander rückt.]

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Carole Wilkinson: „Hüterin des Drachen“ (Original: „Dragon Keeper“, 2003, Band 1 einer bisher sechsbändigen Reihe)

„141 v. Chr. im China der Han-Dynastie: Die elfjährige Ping, die als Sklavin beim Kaiserlichen Drachenhüter lebt, wagt gemeinsam mit dem Drachen Long Danzi die Flucht aus dem Schloss. Ziel der beiden ist das Meer, an das Long Danzi einen wertvollen und geheimnisvollen Drachenstein bringen will. Die weite Reise bringt die beiden mehr als einmal in Lebensgefahr, doch Ping wächst in ihre Rolle als Drachenhüterin hinein.“

Sharon Creech: „Salamancas Reise“ (Original: „Walk two Moons“, 1994)

„Salamanca reist mit ihren Großeltern quer duch die Vereinigten Staaten. Es ist die gleiche Reise, zu der ihre Mutter vor Monaten aufgebrochen und von der sie nie mehr zurückgekehrt ist. Salamanca besucht alle Orte, die auch ihre Mutter besucht hat. Unentwegt hofft Salamanca, ihre Mutter wiederzufinden – bis die verdrängte Wahrheit ihres tödlichen Unfalls zur Gewissheit wird.“

Lynne Kelly: „Chained“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2012)

„After ten-year-old Hastin’s family borrows money to pay for his sister’s hospital bill, he leaves his village in northern India to take a job as an elephant keeper and work off the debt. He thinks it will be an adventure, but he isn’t prepared for the cruel circus owner. The crowds that come to the circus see a lively animal who plays soccer and balances on milk bottles, but Hastin sees Nandita, a sweet elephant and his best friend. Hastin knows that the only way they will both survive is if he can find a way for them to escape.”

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30 weitere Jugendbücher – bisher nur auf Englisch:

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Wendy Wan-Long Shang: „The Great Wall of Lucy Wu“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2011)

„Lucy Wu, aspiring basketball star and interior designer, is ready to rule the school as a sixth grader. Then she finds out that Yi Po, her beloved grandmother’s sister, is coming to visit for several months – and is staying in Lucy’s room. Lucy’s vision of a perfect year begins to crumble, and in its place come an unwelcome roommate, foiled birthday plans, and Chinese school with the awful Talent Chang.“

Grace Lin: „Dumpling Days“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2012; Band 3 einer Reihe – doch der erste, der mir Lust macht)

„This summer, Pacy’s family is going to Taiwan for an entire month to visit family and prepare for their grandmother’s 60th birthday. Pacy’s parents have signed her up for a Chinese painting class, and at first she’s excited. But everything about the trip is harder than she thought it would be – she looks like everyone else but can’t speak the language, she has trouble following the art teacher’s instructions, and it’s difficult to make friends in her class. At least the dumplings are delicious. As the month passes by, Pacy eats chicken feet (by accident!), gets blessed by a fortune teller, searches for her true identity, and grows closer to those who matter most.“

Yoshiko Uchida: „A Jar of Dreams“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1981)

„Growing up in California during the depression isn’t easy for eleven-year-old Rinko. She desperately wants to fit in and be like everyone else, but instead she is ridiculed and made to feel different because she is Japanese. But when Aunt Waka comes to visit, she teaches Rinko the importance of her Japanese heritage, and the value of her own strengths and dreams.“

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Leanne Hall: „Iris and the Tiger“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 201x)

„Twelve-year-old Iris has been sent to Spain on a mission: to make sure her elderly and unusual aunt, Ursula, leaves her fortune–and her sprawling estate–to Iris’s scheming parents. But from the moment Iris arrives at Bosque de Nubes, she realises something isn’t quite right. There is an odd feeling around the house; while outside, in the wild and untamed forest, a mysterious animal moves through the shadows. When Iris discovers a painting named Iris and the Tiger, she sets out to uncover the animal’s real identity – putting her life in terrible danger.“

Natalie Dias Lorenzi: „Flying the Dragon“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 201x)

„American-born Skye knows little of her Japanese heritage. Her father taught her to speak the language, but when their estranged Japanese family, including Skye’s grandfather, suddenly move to the United States, Skye must be prepared to give up her All-Star soccer dreams to take Japanese lessons and to help her cousin, Hiroshi adapt to a new school. Hiroshi, likewise, must give up his home and his hopes of winning the rokkaku kite-fighting championship with Grandfather. Faced with language barriers, culture clashes and cousin rivalry, Skye and Hiroshi have a rocky start. But a greater shared loss brings them together. They learn to communicate, not only through language, but through a common heritage and sense of family honor. At the rokkaku contest at the annual Washington Cherry Blossom Festival, Hiroshi and Skye must work as a team in order to compete with the best.“

Lisa Travis: „Pack-n-Go-Girls Adventure: Thailand, 1 – Mystery of the Golden Temple“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

„Nong May and her family have had a lot of bad luck lately. When nine-year-old Jess arrives in Thailand and accidentally breaks a special family treasure, it seems to only get worse. Pack-n-Go Girls introduces children ages 6-9 to different countries around the world: early chapter book adventures, packed with spooky mysteries, international friendships, and lots of fun and easy multicultural learning.“ [Es gibt auch drei Romane der Reihe, die in Österreich spielen.]

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Meg Medina: „Yaqui Delgado wants to kick your Ass“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2013)

„Some girl tells Piddy Sanchez that Yaqui Delgado hates her and wants to kick her ass. Piddy doesn’t even know who Yaqui is. Word is that Yaqui thinks Piddy isn’t Latin enough with her white skin, good grades, and no accent. At first Piddy is more concerned with trying to find out more about the father she’s never met and how to balance honors courses with her weekend job at the neighborhood hair salon. But as the harassment escalates, avoiding Yaqui and her gang starts to take over Piddy’s life.“

Pam Munoz Ryan: „Becoming Naomi León“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2004)

„Naomi Soledad Leon Outlaw has clothes sewn in polyester by Gram, and difficulty speaking up at school. But with Gram and her little brother, Owen, Naomi’s life at Avocado Acres Trailer Rancho in California is happy and peaceful… until their mother reappears after seven years of being gone, stirring up all sorts of questions and challenging Naomi to discover and proclaim who she really is.“

Esmeralda Santiago: „Almost a Woman“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1998)

„‚Negi‘, as Santiago’s family affectionately calls her, leaves rural Macún in 1961 to live in a three-room tenement apartment with seven young siblings, an inquisitive grandmother, and a strict mother who won’t allow her to date. At thirteen, Negi yearns for her own bed, privacy, and a life with her father, who remains in Puerto Rico. Translating for Mami at the welfare office in the morning, starring as Cleopatra at New York’s prestigious Performing Arts High School in the afternoons, and dancing salsa all night, she yearns to find balance between being American and being Puerto Rican. When Negi defies her mother by going on a series of hilarious dates, she finds that independence brings its own set of challenges.“

Eine Autobiografie, kein Jugendbuch. Ein ähnlicher Titel, den ich sehr mochte: „Wie eine Feder auf dem Atem Gottes“ von Sigrid Nunez.

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Renée Watson: „Piecing me together“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2017)

Jade believes she must get out of her neighborhood if she’s ever going to succeed. Her mother says she has to take every opportunity. She accepted a scholarship to a mostly-white private school and even Saturday morning test prep opportunities. But some opportunities feel more demeaning than helpful. Like an invitation to join Women to Women, a mentorship program for “at-risk” girls. Except really, it’s for black girls. From “bad” neighborhoods. But Jade doesn’t need support. And just because her mentor is black doesn’t mean she understands Jade. Friendships, race, privilege, identity—this compelling and thoughtful story explores the issues young women face.

Christopher Grant: „Teenie“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2010)

„High school freshman Martine (Teenie for short) is a good student. She’s desperate to be accepted into a prestigious study abroad program in Spain so that she can see what life is like beyond the streets of Brooklyn. But when the captain of the basketball team starts to pay attention to her and Cherise, her best friend, meets a guy online, Teenie’s mind is on anything but her schoolwork. Can Teenie get her act together in time to save her friendship with Cherise and save herself from a potentially dangerous relationship?“

Sharon G. Flake: „The Skin I’m in“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1998)

„Thirteen-year-old Maleeka, uncomfortable because her skin is extremely dark, meets a new teacher with a birthmark on her face and makes some discoveries about how to love who she is and what she looks like: Miss Saunders, whose skin is blotched with a rare skin condition, serves as a mirror to Maleeka’s struggle. Miss Saunders is tough, and through this, Maleeka learns to stand up to tough-talking Charlese.“

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Shelia P. Moses: „Joseph“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2008)

„For Joseph Flood, life is tough. Tough because of Mama’s addiction to drugs and alcohol. Tough because Daddy is away with the army fighting in Iraq. Tough because it looks like there’s no way out once you’re living in a homeless shelter in a North Carolina ghetto neighborhood. And tough because Joseph is enrolled in yet another new school where he doesn’t know anyone and has to keep what’s going on in his life a secret. Joseph struggles to keep Mama clean while trying to make new friends and join the school tennis team. Can a boy who’s only fifteen years old win his daily battle to survive?“

Matt de la Pena: „We were here“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2009)

„When it happened, Miguel was sent to Juvi. The judge gave him a year in a group home—said he had to write in a journal so some counselor could try to figure out how he thinks. The judge had no idea that he actually did Miguel a favor. Ever since it happened, his mom can’t even look at him in the face. Most of the time, running away is the quickest path right back to what you’re running from.“

J. A. McLachlan: „The occasional Diamond Thief“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

„On his deathbed, Kia’s father discloses a secret to her: a magnificent diamond he has been hiding for years. Fearing he stole it, she too keeps it secret. She learns it comes from the distant colonized planet of Malem, where her father caught the illness that eventually killed him. When she is training to be a translator, she is co-opted into travelling to Malem. Using her skill in languages and her skill of picking locks, she learns what she must do to set things right: return the diamond to its original owner. But how will she find out who that is when no one can know that she, an off-worlder, has a Malemese diamond?“

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Linda Williams Jackson: „Midnight without a Moon“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2017)

„Rose Lee Carter, a 13-year-old African-American girl, dreams of life beyond the Mississippi cotton fields during the summer of 1955. Her world is rocked when a 14-year-old African-American boy, Emmett Till, is killed for allegedly whistling at a white woman.“

Jean Alicia Elster: „The Colored Car“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2013)

„Coming of age in Depression-era Detroit. In the hot summer of 1937, twelve-year-old Patsy takes care of her three younger sisters. Times are tough, and Patsy’s mother helps neighborhood families by sharing the food that she preserves. But May’s decision to take a break from canning to take her daughters for a visit to their grandmother’s home in Clarksville, Tennessee, sets in motion a series of events that prove to be life-changing for Patsy. After boarding the first-class train car at Michigan Central Station in Detroit and riding comfortably to Cincinnati, Patsy is shocked when her family is led from their seats to change cars. In the dirty, cramped „colored car,“ Patsy finds that the life she has known in Detroit is very different from life down south. As summer wears on, Patsy must find a way to understand her experience in the colored car and also deal with the more subtle injustices that her family faces in Detroit.“

April Sinclair: „Coffee will make you black“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1995)

„Set on Chicago’s Southside in the mid-to-late 60s, Coffee Will Make You Black is the moving and entertaining tale of Jean „Stevie“ Stevenson, a young black woman growing up through the Civil Rights and Black Power movements. The novel opens at a time when, for black families, seeing a black person on television was an event; when expressions like „I don’t want nothing black but a Cadillac“ and „Coffee will make you black“ were handed down from one generation to the next without comment. Stevie is a bookworm, yet she longs to fit in with the cool crowd. Fighting her mother every step of the way, she begins to experiment with talkin‘ trash, „kicking butt,“ and boys. With the assassination of Dr. King she gains a new political awareness, which makes her decide to wear her hair in a ‚fro instead of straightened, to refuse to use skin bleach, and to confront the prejudice she observes in blacks as well as whites. April Sinclair writes frankly about a young black woman’s sexuality, and about the confusion Stevie faces when she realizes she’s more attracted to the school nurse — who is white — than her teenage boyfriend.“

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Ronald Kidd: „Night on Fire“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 201x)

„Thirteen-year-old Billie Simms doesn’t think her hometown of Anniston, Alabama, should be segregated. When she learns that the Freedom Riders, a group of peace activists riding interstate buses to protest segregation, will be traveling through Anniston on their way to Montgomery, she thinks that maybe change is finally coming. But what starts as a series of angry grumbles soon turns to brutality as Anniston residents show just how deep their racism runs. Billie is about to come to grips with the deep-seated prejudice of those she once thought she knew, and with her own inherent racism that she didn’t even know she had.“

Robin Talley: „Lies we tell ourselves“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

„In 1959 Virginia, the lives of two girls on opposite sides of the battle for civil rights will be changed forever. Sarah Dunbar is one of the first black students to attend the previously all-white Jefferson High School. An honors student at her old school, she is put into remedial classes, spit on and tormented daily. Linda Hairston is the daughter of one of the town’s most vocal opponents of school integration. She has been taught all her life that the races should be kept separate but equal. Forced to work together on a school project, Sarah and Linda must confront harsh truths about race, power and how they really feel about one another.“

Deborah Wiles: „Revolution“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

It’s 1964, and Sunny’s town is being invaded.  Or at least that’s what the adults of Greenwood, Mississippi, are saying. All Sunny knows is that people from up north are coming to help people register to vote.  They’re calling it Freedom Summer. Sunny has a new stepmother, a new brother, and a new sister crowding her life, giving her little room to breathe. And things get even trickier when Sunny and her brother are caught sneaking into the local swimming pool–where they bump into a mystery boy whose life is going to become tangled up in theirs.“

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Aisha Saeed: „Written in the Stars“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2015)

„Naila’s conservative immigrant parents have always said the same thing: She may choose what to study, how to wear her hair, and what to be when she grows up—but they will choose her husband. Following their cultural tradition, they will plan an arranged marriage for her. And until then, dating—even friendship with a boy—is forbidden. When Naila breaks their rule by falling in love with Saif, her parents are livid. Convinced she has forgotten who she truly is, they travel to Pakistan to visit relatives and explore their roots. But Naila’s vacation turns into a nightmare when she learns that plans have changed—her parents have found her a husband and they want her to marry him, now! Despite her greatest efforts, Naila is aghast to find herself cut off from everything and everyone she once knew. Her only hope of escape is Saif . . . if he can find her before it’s too late.“

Nancy Garden: „Annie on my Mind“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 1982)

„This groundbreaking book is the story of two teenage girls whose friendship blossoms into love and who, despite pressures from family and school that threaten their relationship, promise to be true to each other and their feelings.“

Emily M. Danforth: „The Miseducation of Cameron Post“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2012)

„When Cameron Post’s parents die suddenly in a car crash, her shocking first thought is relief. Relief they’ll never know that, hours earlier, she had been kissing a girl. Cam is soon forced to move in with her conservative aunt Ruth and her well-intentioned but hopelessly old-fashioned grandmother. Survival in Miles City, Montana, means blending in. Then Coley Taylor moves to town. Beautiful, pickup-driving Coley is a perfect cowgirl with the perfect boyfriend to match. She and Cam forge an unexpected and intense friendship — one that seems to leave room for something more to emerge. But just as that starts to seem like a real possibility, ultrareligious Aunt Ruth takes drastic action to ‘fix’ her niece.“

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Shaun David Hutchinson: „At the Edge of the Universe“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2017)

„Tommy and Ozzie have been best friends since the second grade, and boyfriends since eighth. Then, Tommy vanished. More accurately, he ceased to exist, erased from the minds and memories of everyone who knew him. Everyone except Ozzie. When Ozzie is paired up with the reclusive and secretive Calvin for a physics project, it’s hard for him to deny the feelings that develop between them, even if he still loves Tommy. But Ozzie knows there isn’t much time left to find Tommy.“

Andrew Smith: „Stick“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2011)

„Fourteen-year-old Stark McClellan (nicknamed Stick because he’s tall and thin) is bullied for being “deformed” – he was born with only one ear. His older brother Bosten is always there to defend Stick. But the boys can’t defend one another from their abusive parents. When Stick realizes Bosten is gay, he knows that to survive his father’s anger, Bosten must leave home.“

Elly Swartz: „Finding Perfect“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2016)

„Molly’s mother leaves the family to take a faraway job with the promise to return in one year. Molly knows that promises are often broken, so she hatches a plan to bring her mother home: Win the Lakeville Middle School Slam Poetry Contest. Molly’s sure her mother would never miss that. Right…? But as time goes on, writing and reciting slam poetry become harder. Actually, everything becomes harder as new habits appear, and counting, cleaning, and organizing are not enough to keep Molly’s world from spinning out of control.“

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Wendelin Van Draanen: „The Running Dream“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2011)

„Jessica thinks her life is over when she loses a leg in a car accident. She’s not comforted by the news that she’ll be able to walk with the help of a prosthetic leg. Who cares about walking when you live to run? As she struggles to cope with crutches and a first cyborg-like prosthetic, Jessica feels oddly both in the spotlight and invisible. People who don’t know what to say, act like she’s not there.“

Sarah Miller: „Miss Spitfire. Reaching Helen Keller“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2007)

„Annie Sullivan was little more than a half-blind orphan with a fiery tongue when she arrived at Ivy Green in 1887. Desperate for work, she’d taken on a seemingly impossible job — teaching a child who was deaf, blind, and as ferocious as any wild animal. But Helen Keller needed more than a teacher. And if anyone was a match for Helen, it was the girl they used to call Miss Spitfire.“

Ginny Rorby: „Hurt go happy“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2006)

„Thirteen-year-old Joey Willis is used to being left out of conversations. Though she’s been deaf since the age of six, Joey’s mother has never allowed her to learn sign language. Everything changes when Joey meets Dr. Charles Mansell and his baby chimpanzee, Sukari. Her new friends use sign language to communicate, and Joey secretly begins to learn to sign. But as Joey’s world blooms with possibilities, Charlie’s and Sukari’s choices begin to narrow–until Sukari’s very survival is in doubt.“

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Bücher mit Jungen, Bücher für Jungen: Kinderbücher und Jugendbücher (Buchtipps)

(Foto: Teil eines Bühnenbildes von Simone Dede Ayivi. „Planet X“, Theater im Pavillon Hannover)

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Bücher für Jungen von 9 bis ca. 13, 14, 15?

Mich nervt, wenn Produkte nach Geschlecht getrennt werden.

Bücher sind einer der einfachsten Wege, neue, fremde Perspektiven, Lebenswelten, Identitäten besser zu verstehen. Darum mag ich Bücher mit Hauptfiguren, die wenig mit mir gemein haben – und kenne VIEL mehr gelungene Jugendbücher von, mit und über Frauen.

Falls jemand Bücher über männliche Kinder sucht, oder einem männlichen Kind ein Buch geben will, in dem es sich besonders leicht und gut wiederfinden/spiegeln kann: Hier sind meine Empfehlungen und „bald lesen!“-Favoriten.

In den USA wird meist getrennt zwischen Young-Adult-Literatur (für Leser*innen im High-School-Alter, ab ca. 14) und den „Middle-Grade-Novels“: Romane zwischen 150 und 250 Seiten, oft in recht einfacher Sprache. Hier im Eintrag geht es um diese Bücher: kürzer, einfacher, oft etwas didaktischer als die – auch in Deutschland aktuell populäre – Young-Adult-Literatur.

Empfehlungslisten von mir:

Buchtipps von Jugendlichen für Jugendlichen gibt es auf Bücherkinder.de; Buchtipps mit Schwarzen Hauptfiguren hier im .pdf von Berit Pohle.

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zehn Jugendbücher über/mit Jungs, die ich las und sehr empfehlen kann:

 

 

.The Thief of Always  Löcher. Die Geheimnisse von Green Lake.  Hüter der Erinnerung  Krabat  Tanz der Tiefseequalle: Roman
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Asche fällt wie Schnee  The Invention of Hugo Cabret  Nagle einen Pudding an die Wand  Okay for Now  Rebels - Servants of the Empire - Imperial Justice
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sowie:

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Vertraute Fremde  This Boy's Life  How to be Gay: Alles über Coming-out, Sex, Gender und Liebe
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keine Empfehlung: David Benioffs oberflächlicher Leningrad-Roman „Stadt der Diebe“ und die schrecklich zusammen-fantasierte Holocaust-Parabel „Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne.

Im Mai las ich durch ca. 600 Leseproben von Middle-Grade-Novels, und fand weitere Titel, auf die ich Lust habe.:

über 30 Bücher, angelesen, vorgemerkt, sehr gemocht:

(alle Inhaltsangaben sind die offiziellen Klappentexte, von mir leicht gekürzt.)

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Wesley King: Daniel is different (Original: „OCDaniel“, 2016)

„Bloß nicht auffallen! Daniel hofft, dass niemand seine komischen Angewohnheiten bemerkt. Doch als er plötzlich eine mysteriöse Nachricht erhält, ist es gar nicht mehr so leicht, sich zu verstecken: Auf einmal wird aus Daniels Leben ein richtiger Krimi.“

Brian Selznick: Wunderlicht (Original: „Wonderstruck“, 2011)

„»Wunderlicht« verknüpft zwei fesselnde Geschichten: Ben fühlt sich seit dem Tod seiner Mutter verlassen. Rose, die allein bei ihrem Vater lebt, ist fünfzig Jahre zuvor genauso einsam. Als Ben im Nachlass seiner Mutter einen geheimen Hinweis entdeckt und Rose sich eine einmalige Gelegenheit zur Flucht bietet, ergreifen die beiden Kinder die Chance und riskieren alles, um das zu finden, was sie so sehr vermissen: Freundschaft, Liebe und Geborgenheit.“

Mike Revell: Wundervogel (Original: „Stonebird“ 2015)

„Liams Familie zieht nach Swanbury, ins Haus seiner Großmutter. Hier begegnet er der geflügelten Steinfigur vom Dach der Kirche. Wundervogel entpuppt sich als Beschützer und Bewacher über Liams neues Leben. Mit Wundervogels Hilfe kann Liam Dinge geschehen lassen, die vorher nur in seiner Phantasie möglich waren. Als Liam schließlich das alte Tagebuch seiner Großmutter in die Hände fällt, stellt er fest: Auch Großmutter hat Wundervogel gekannt – und er scheint gleichzeitig der Schlüssel zu einem großen Geheimnis zu sein, das sie hütet…“

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Christian Duda: „Gar nichts von allem“ (Originalausgabe, 2016)

„Magdi ist 11, und glühender Fan des Boxers Mohammed Ali. Denn Ali ist stark, fair und unbesiegbar. Ganz anders als Vater. Der buckelt nach oben und tritt nach unten. Unten, da stehen Magdi und seine drei Geschwister. Und Mutter. Was den arabischen Vater und die deutsche Mutter eint, ist der Wille, »gebührliche« Kinder großzuziehen. Bloß nicht unangenehm auffallen! Deshalb müssen Magdi und seine Geschwister besser sein als die anderen. Und wenn sie nicht besser sind, dann hilft Vater nach. Christian Duda blickt zurück in die 1970er Jahre: ein Kind in der Zange zwischen gesellschaftlichen Ressentiments und innerfamiliärem Druck.“

Sally Nicholls: „Wie man unsterblich wird“ (Original: „Ways to live forever“, 2008)

„Sam ist elf und hat Leukämie. Seine Beobachtungen und Gedanken hält er in einem Tagebuch fest – mit dem wissenschaftlichen Vorsatz, sein Sterben für die Nachwelt zu dokumentieren. Doch bevor es so weit ist, will er sein Leben in vollen Zügen genießen. Zusammen mit seinem ebenfalls krebskranken Freund Felix erstellt er eine Liste mit Dingen, die er unbedingt noch erleben will: einen Weltrekord aufstellen. Teenager sein. In einem Luftschiff fahren. Und tatsächlich gelingt es den beiden, die Liste auf höchst originelle Weise abzuarbeiten.“

Susin Nielsen: „Die hohe Kunst, unterm Radar zu bleiben“ (Original: „The reluctant Journal of Henry K. Larsen“, 2012)

„Wehe, es kommt raus, was Henrys Bruder getan hat. Weil Henry (13), seit ES passiert ist, nur noch Robotersprache spricht, hockt er viel beim Seelendoc. Als er Alberta trifft, die zwar auch nicht normal, aber ziemlich toll ist, fragt er sich, ob es für ihn tatsächlich ein Leben DANACH gibt.“

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Sue Townsend: „Adrian Mole“ (fiktive Tagebuchreihe, ab 1984. Vergleichbar mit „Berts Katastrophen“, aber smarter)

„Pickel, Schule und Mädchen. Mal altklug, mal herzerfrischend naiv kommentiert er aus der Sicht des Heranwachsenden die – für seine Begriffe – reichlich verworrene und undurchschaubare Erwachsenenwelt. Ihm ist unbegreiflich, wie der Rundfunk seine Gedichte ablehnen kann. Adrian sieht sich als missverstandener Intellektueller und allein gelassen im Kampf gegen eine uneinsichtige, unsensible Umwelt.“ (der erste Sammelband auf Deutsch: hier)

Markus Zusak: „Der Joker“ (Original: „I am the Messenger“, 2002)

„In Eds Briefkasten liegt eine Spielkarte. Darauf stehen drei Adressen. Die Neugier treibt ihn hin zu diesen Orten, doch was er dort sieht, bestürzt ihn zutiefst: drei unerträglich schwere Schicksale. Etwas in Ed schreit: »Du musst handeln! Tu endlich was!« Dreimal fasst er sich ein Herz, dreimal verändert er Leben. Doch wer ihn auf diese eigenartige Mission geschickt hat, ist ihm völlig schleierhaft. Eine Geschichte über Zivilcourage, mit viel Situationskomik erzählt.“

Katherine Applegate: „Der unvergleichliche Ivan“ (Original: „The one and only Ivan“, 2012)

„Ivan, ein Silberrücken-Gorilla, lebt in einer heruntergekommenen Zirkus-Mall. Sein Hobby ist die Kunst: Er überlegt, wie er den Geschmack einer Mango oder das Rauschen der Blätter in Farben und Linien festhalten kann. Doch als mit Ruby, dem Elefantenbaby, eine neue Attraktion in die Mall kommt, wird Ivan aus seiner Lethargie gerissen.“

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Jack Cheng: „Hallo Leben, hörst du mich?“  (Original: „See you in the Cosmos“, 2017)

„Der 11-jährige Alex plant, seinen iPod mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen, um den Außerirdischen das Leben auf der Erde zu erklären. Gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan wagt er die große Reise quer durchs Land zu einer Convention von Raketen-Nerds. Dabei lernt er nicht nur die unterschiedlichsten Menschen kennen, sondern erfährt auch eine Menge über Freundschaft, Familie und Liebe.“

Benjamin Alire Sáenz: „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“  (Original: „Aristotle and Dante discover the Secrets of the Universe“, 2012)

„Dante kann schwimmen. Ari nicht. Dante kann sich ausdrücken und ist selbstsicher. Ari fallen Worte schwer und er leidet an Selbstzweifeln. Dante geht auf in Poesie und Kunst. Ari verliert sich in Gedanken über seinen älteren Bruder, der im Gefängnis sitzt. Mit seiner offenen und einzigartigen Lebensansicht schafft es Dante, die Mauern einzureißen, die Ari um sich herum gebaut hat. Ari und Dante werden Freunde.“

Benjamin Alire Sáenz: „Die unerklärliche Logik meines Lebens“  (Original: „The inexplicable Logic of my Life“, 2017)

„Sich gegenseitig auffangen – das haben Sal und seine beste Freundin Samantha bisher immer geschafft. Doch gelingt das auch im größten Chaos? Das letzte Schuljahr stellt ihre Freundschaft auf eine harte Probe: Sam gerät an einen wirklich miesen Typen, während Sal versucht, nicht zu einem zu werden.“

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Stuart Gibbs: „Spion auf Probe“ (Original: „Spy School“, 2012; bisher fünf Bände.)

„Ben ist 13. Spion sein – das war schon immer sein größter Traum. Eines Tages steht ein waschechter Geheimagent vor ihm: Ab sofort darf er die CIA-Spionage-Schule besuchen. Ben ist ziemlich intelligent und kann super mit Zahlen umgehen, aber als Sportskanone würde er sich nicht bezeichnen. Ben lernt ziemlich schnell, dass es gar nicht so leicht ist, ein Spion zu sein…“

David Baddiel: „Der total verrückte Elterntausch“ (Original: „The Parent Agency“, 2014)

„Welcher Neunjährige wünscht sich nicht ab und zu bessere Eltern? Barrys Eltern sind nicht nur langweilig, arm und immer müde – sie haben ihn auch noch Barry genannt, was nun wirklich unverzeihlich ist. Barry wird in eine Welt katapultiert, in der sich Kinder ihre Eltern aussuchen können. Wie es ist, so richtig reiche Eltern zu haben (wie die Scheffel-Reibachs)? Oder berühmte und glamouröse (wie das Starduo Vlassorina)?“

Michelle Cuevas: „Kasimir Karton. Mein Leben als unsichtbarer Freund“ (Original: „Confessions of an imaginary Friend“, 2015)

„Manchmal wundert sich Kasimir schon, warum ihn niemand beachtet. Im Sportunterricht wird er nicht als Letzter ins Team gewählt, er wird gar nicht gewählt. Der Busfahrer schließt die Tür vor seiner Nase, und seine Eltern vergessen, ihm bei den Mahlzeiten einen Teller hinzustellen. Nur seine Zwillingsschwester Fleur hält zu ihm. Eines Tages macht er eine schockierende Entdeckung: Er ist unsichtbar! Fleur hat sich ihn ausgedacht! Mit dem Wunsch, ein echter Junge zu werden, begibt sich Kasimir auf eine lange Reise…“

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Adam Rex: „Happy Smekday“ (weibliche Hauptfigur, Vorlage zum Disney-Film „Home“; Original von 2007)

„Es ist Weihnachten, als überall auf der Welt Aliens landen. Sie benennen die Erde in „Smekland“ um und entführen Gratuitys Mum. Das will sich die Elfjährige nicht gefallen lassen: Sie trifft den tollpatschigen Alien J.Lo, und reist in einem schwebenden Auto quer durch die USA. Eine skurrile, einfühlsame und immer wieder überraschende Alien-Geschichte.“

Lee Bacon: „Joshua Schreck“ (Original: „Joshua Dread“, 2012, bisher drei Bände)

„Joshuas Eltern sind Superschurken. Erst in letzter Sekunde wird das Schreck-Dou (mal wieder) vom reichlich aufgeblasenen Superhelden Captain Saubermann gestoppt. In letzter Zeit gehen in Joshuas Nähe Dinge in Flammen auf oder es kommt zu spontanen Explosionen. Joshua steht vor der Frage: Superschurke oder doch lieber Held? Dann werden seine Eltern von seltsamen Wesen aus Rauch entführt!“

Margaret Peterson Haddix: „Schattenkinder“ (Original: „Amongst the Hidden“, 1998; sieben Bände)

„Luke ist ein Schattenkind, der dritte Sohn seiner Eltern in einer Gesellschaft, die nur zwei Kinder pro Familie erlaubt. Würde er entdeckt, müsste er mit dem Tod rechnen. So ist er gezwungen, sich zu verstecken. Als der Wald um das Haus seiner Familie einer Wohnsiedlung weichen muss, darf er nicht mal mehr nach draußen ans Licht. Bis er im Fenster des gegenüberliegenden Hauses ein Mädchen entdeckt; und das, obwohl es in dieser Familie schon zwei Jungen gibt. Luke ist beeindruckt von der Tatkraft und der Lebenslust, die Jen aufbringt. Aber kann man mit 12 Jahren einem totalitären Regime die Stirn bieten?“

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Lisa Williamson: „Zusammen werden wir leuchten“ (Original: „The Art of Being normal“, 2015)

„David ist 14 und wünscht sich, ein Mädchen zu sein. Das seinen Eltern zu beichten, steht auf seiner To-do-Liste für den Sommer – gaaaanz unten. Bisher wissen nur seine Freunde Essie und Felix Bescheid, die bedingungslos zu ihm halten und mit denen er jede Peinlichkeit weglachen kann. Aber wird David jemals als Mädchen leben können? Und warum fasziniert ihn der geheimnisvolle Neue in der Schule so sehr?“ [ich HASSE, dass dieser Klappentext Transsexualität und „beichten“/“Peinlichkeit“ so nah aneinander rückt.]

Ami Polonsky: „Gracefully Grayson“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

Alone at home, twelve-year-old Grayson Sender is happy. But at school, Grayson is determined to fly under the radar: “He” is a girl on the inside, stuck in the wrong gender’s body. Strengthened by an unexpected friendship and a caring teacher who gives her a chance to step into the spotlight, Grayson might finally have the tools to let her inner light shine.“

M.G. Hennessey: „The other Boy“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2016)

„Twelve-year-old Shane Woods is just a regular boy. He loves pitching for his baseball team, working on his graphic novel, and hanging out with his best friend, Josh. But Shane is keeping something private, something that might make a difference to his teammates, to Josh, and to his new crush, Madeline. And when a classmate threatens to reveal his secret, Shane’s whole world comes crashing down.“

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Marcin Szczygielski: „Flügel aus Papier“ (Original: polnisch, 2013)

„Warschau, 1942: Rafal lebt mit seinem Großvater im Ghetto. Nur wenn er liest, fühlt er sich geborgen und sicher. Als die Nazis ihn nach seiner Flucht aus dem Ghetto entdecken, wird er im Traum auf wundersame Weise vom Helden aus seinem Lieblingsbuch gerettet.“

Eric Walters: „We all fall down“ (Original: selber Titel, 2006; es gibt einen Band 2 mit deutlich schlechteren Kritiken)

„Eigentlich hat Will keine Lust, seinen Vater für ein Schulprojekt einen Tag bei der Arbeit im World Trade Center zu begleiten – was soll daran schon spannend sein? Doch dann fliegt ein Passagierflugzeug in den Nachbarturm. Sofort herrscht Chaos: Ein Unfall? Ein Anschlag? Was sollen sie selbst tun? Noch bevor Will und sein Vater eine Entscheidung treffen können, taucht am Horizont ein zweites Flugzeug auf.“

Andrea Warren: „Surviving Hitler“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2001)

„When twelve-year-old Jack Mandelbaum is separated from his family and shipped off to the Blechhammer concentration camp, his life becomes a never-ending nightmare. With minimal food to eat and harsh living conditions threatening his health, Jack manages to survive by thinking of his family.“

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Ellen Emerson White: „The Journal of Patrick Seamus Flaherty, Vietnam, 1968“

[die „My Name is America“-Buchreihe erzählt historische Ereignisse aus der Perspektive von Teenagern, in Form von erfundenen Tagebüchern. Noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2002.]

„A young marine is fighting a war no one understands while his sister is fighting on the home front to bring her brother home: As the marine writes in his journal about his experiences as a soldier, his siter seeks peace. Poignant and comlex, these two characters will give readers glimpse into perhaps the most tumultuous time in modern American history.“

Patricia McCormick: „Der Tiger in meinem Herzen“ (Original: „Never fall down“, 2012)

„Das radikale kommunistische Regime der Roten Khmer übernimmt die Macht in Kambodscha. Es folgt ein schrecklicher Völkermord, dem zwei Millionen Menschen zum Opfer fallen – ein Viertel der gesamten Bevölkerung. Arn hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Denn er ist selbst zum Täter geworden. Und es ist ihm schwer gefallen, den Tiger in seinem Herzen zu bändigen. Schonungslos und brutal erzählt Patricia McCormick von den Killing Fields. Es braucht nachhaltig beeindruckende Bücher wie dieses, um aufzuzeigen, zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind und welche Fehler sich niemals wiederholen dürfen.“ (toller Klappentext!)

Michael Morpurgo: „A Medal for Leroy“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2012)

„Inspired by Walter Tull, the first black officer in the British army: Michael doesn’t remember his father, an RAF pilot lost in the war. And his French mother doesn’t like to talk about her husband. But then Auntie Snowdrop gives Michael a medal, followed by a photograph, which begin to reveal a hidden history. A story of love and loss.“

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15 weitere Jugendbücher – bisher nur auf Englisch:

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Eric Dinerstein: „What Elephants know“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2016)

„Abandoned in the jungle of the Nepalese Borderlands, two-year-old Nandu is found living under the protective watch of a pack of wild dogs. Fate delivers him to the King’s elephant stable. When the king’s government threatens to close the stable, Nandu, now twelve, searches for a way to save his family and community.“ (uff: klingt sehr exotisierend und verkitscht.)

Lynne Kelly: „Chained“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2012)

„After ten-year-old Hastin’s family borrows money to pay for his sister’s hospital bill, he leaves his village in northern India to take a job as an elephant keeper and work off the debt. He thinks it will be an adventure, but he isn’t prepared for the cruel circus owner. The crowds that come to the circus see a lively animal who plays soccer and balances on milk bottles, but Hastin sees Nandita, a sweet elephant and his best friend. Hastin knows that the only way they will both survive is if he can find a way for them to escape.“

Roland Smith: „Elephant Run“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2007)

„In 1941, bombs drop from the night skies of London. Nick’s mother sends him to live with his father in Burma, on the family’s teak plantation. But Japanese soldiers invade, and Nick’s father is taken prisoner. Nick is stranded on the plantation, forced to work as a servant to the new rulers. As life in the village grows more dangerous for Nick and his young friend, Mya, they plan their daring escape. Setting off on elephant back, they will risk their lives to save Nick’s father and Mya’s brother from a Japanese POW camp.“ (eher Young Adult als Middle-Grade: für ältere Kinder. Und: Es gibt bessere 2.-Weltkrieg-Jugend-Thriller, z.B. „Code Name Verity“)

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Tom Rogers: „eleven“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

„Alex always wanted to be a hero. Nothing, that is, until his eleventh birthday. He rescues a stray dog as a birthday gift to himself and doesn’t think his life can get much better. The journey of a boy turning eleven on 9/11.“

Polly Ho-Yen: „Boy in the Tower“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

„Ade loves living at the top of a tower block. His mum hates going outside: She’s happier sleeping all day in their tower, where it’s safe. But one day, other tower blocks on the estate start falling down around them and strange, menacing plants begin to appear. Ade and his mum are trapped, and there’s no way out.“

Amy Sarig King (meine Lieblings-YA-Autorin!): „Me and Marvin Gardens“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2017)

„Obe Devlin has problems: His family’s farmland has been taken over by developers. His best friend Tommy abandoned him. And he keeps getting nosebleeds, because of that thing he doesn’t like to talk about. One day, he sees a creature that looks kind of like a large dog, or maybe a small boar. And as he watches it, he realizes it eats plastic. Only plastic. The animal–Marvin Gardens–soon becomes Obe’s best friend and biggest secret.“

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Lisa Graff: „Absolutely Almost“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2014)

„Albie [Asian-American] has never been the smartest kid in his class. He has never been the tallest. Or the best at gym. He has a long list of the things he’s not very good at. But then Albie gets a new babysitter, Calista, who helps him figure out all of the things he is good at and how he can take pride in himself.“

Natalie Dias Lorenzi: „A long Pitch home“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2016)

„Ten-year-old Bilal liked his life back home in Pakistan. He was a star on his cricket team. But when his father suddenly sends the family to live with their aunt and uncle in America, nothing is familiar. While Bilal tries to keep up with his cousin Jalaal by joining a baseball league and practicing his English, he wonders when his father will join the family in Virginia. Maybe if Bilal can prove himself on the pitcher’s mound, his father will make it to see him play. But playing baseball means navigating relationships with the guys, and with Jordan, the only girl on the team—the player no one but Bilal wants to be friends with.“

Jennifer Brown: „Life on Mars“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2015)

„Twelve-year-old Arcturus Betelgeuse Chambers‘ quest to find life on other planets seems at an end when his parents decide to move to Las Vegas, but while they look for a house he stays with his neighbor, an astronaut who soon becomes a friend.“

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Pete Catalano: „Artifacts“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2016)

„Jax and his friends have been planning the summer at Camp Runamuck. Before they can go, they need to complete an extra credit assignment and find several fake artifacts for a fairy tale display their teacher is presenting at the local library. As they start putting the clues together, they realize that what they’re really searching for is one authentic artifact that can rewrite fairy tales!Enlisting the aid of the Lost Boys, Jax and his friends battle fairy tale villains to see who can get their hand, or their hook, on it first.“

Karuna Riazi: „The Gauntlet“ (weibl. Hauptfigur; noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2017)

„A steampunk Jumanji with a Middle Eastern flair: When twelve-year-old Farah and her two best friends get sucked into a mechanical board game called The Gauntlet of Blood and Sand—a puzzle game akin to a large Rubik’s cube—they know it’s up to them to defeat the game’s diabolical architect. Under the tutelage of a lizard guide named Henrietta Peel and an aeronaut Vijay, the Farah and her friends battle camel spiders, red scorpions, grease monkeys, and sand cats.“

Sheila Turnage: „Three Times lucky“ (weibl. Hauptfigur, noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2012)

„Sixth grader Miss Moses LoBeau lives in the small town of Tupelo Landing, NC. She washed ashore in a hurricane eleven years ago, and she’s been making waves ever since. Although Mo hopes someday to find her „upstream mother,“ she’s found a home with the Colonel–a café owner with a forgotten past of his own–and Miss Lana, the fabulous café hostess. When a lawman comes to town asking about a murder, Mo and her best friend, Dale Earnhardt Johnson III, set out to uncover the truth.“

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Fred Gipson: „Old Yeller“ (auf Deutsch nur gekürzt & veraltet, 1956)

„At first, Travis couldn’t stand the sight of Old Yeller. The stray dog was ugly, and a thieving rascal, too. But he sure was clever, and a smart dog could be a big help on the wild Texas frontier, especially with Papa away on a long cattle drive up to Abilene. Old Yeller proved that he could protect Travis’s family from any sort of danger. But can Travis do the same for Old Yeller?“

Tara Sullivan: „Golden Boy“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, 2013)

„Thirteen-year-old Habo has always been different— light eyes, yellow hair and white skin. His father, unable to accept Habo, abandons the family; his mother can scarcely look at him. His brothers are cruel and the other children never invite him to play. Only his sister Asu loves him well. Then, the family is forced from their small Tanzanian village. Seeking refuge in Mwanza, Habo and his family journey across the Serengeti. His aunt is glad to open her home until she sees Habo for the first time, and then she is only afraid. Suddenly, Habo has a new word for himself: Albino. But they hunt Albinos in Mwanza because Albino body parts are thought to bring good luck. And soon Habo is being hunted by a fearsome man with a machete.“ (Leseprobe überzeugt mich stilistisch – aber der Plot klingt furchtbar.)

Laura Overdeck: „Bedtime Math“ (noch keine deutschsprachige Ausgabe, bisher 4 Bände, seit 2013)

„Inside this book, families will find fun, mischief-making math problems to tackle—math that isn’t just kid-friendly, but actually kid-appealing. With over 100 math riddles on topics from jalapeños and submarines to roller coasters and flamingos, this book bursts with math that looks nothing like school. And with three different levels of challenge (wee ones, little kids, and big kids), there’s something for everyone.“ [sympathisch schrullige Textaufgaben zum im-Bett-im-Kopf-Lösen, nett illustriert.]

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mein Tipp für Erstleser/Erstklässler:

die folgenden drei – sehr einfachen – Comics:

Yotsuba (Manga-Reihe) |  „Kleine Katze Chi“ (Manga-Reihe)  |  „Kiste“ (dt. Reihe)

schlechte Blogs, schlechte Bücher, schlechte Maßstäbe: Wo wird mir Literatur… zu platt?

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„Es gibt keine etablierte Praxis der Kritik von Genreliteratur, von Jugendliteratur und Young Adult-Literatur. Ein Teil dieser Sparten ist dafür zu jung, vor allem aber hat sich die etablierte Literaturkritik darum nie intensiv gekümmert. Blogger, Booktuber und Bookstagramer können hier auf keine etablierten Muster zurückgreifen, sie müssen neue Muster herausbilden.“

…schreibt Netzfreundin und Bloggerin Katharina Hermann in einem lesenswerten, klugen langen Grundsatztext auf 54Books (Link).

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Ich habe Kulturjournalismus studiert und schreibe heute sehr viel und gern über Genre- und Unterhaltungsliteratur, Mangas, Comics, TV-Serien, Popkultur.

„Selbstverständlich ist doch „ich habe mich gut unterhalten gefühlt“ ein legitimes Beurteilungskriterium für einen Unterhaltungsroman. Selbstverständlich ist „ich konnte mich mit der Protagonistin identifizieren“ ein legitimes Beurteilungskriterium für Jugendliteratur, die doch genau darauf in der Regel angelegt ist. Natürlich ist „das Buch ist lustig“ ein legitimes Beurteilungskriterium für ein Buch, das genau das sein will. Nur weil das keine klassischen literaturkritischen Parameter sind, ist das eben nicht unreflektiert oder dumm, sondern vielleicht: schlicht angemessen.

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Als Kritiker bin ich schnell gelangweilt von Büchern, Serien, Filmen, Comics, Erzählwelten, in denen…

1 – Figuren sich kaum entwickeln oder ändern; am Anfang schon absehbar ist, wie die Geschichte endet; oder jeder Teil, jede Episode nach dem selben Muster erzählt ist (z.B. „Monk“).

2 – Nebenfiguren so eindimensional bleiben, dass ich bei Frauen denke „Wow: Sexismus?“ und bei Figuren of Color: „Wow: Rassismus?“ (z.B. „Two Broke Girls“).

3 – EIN Geschlecht angesprochen oder als Zielgruppe gedacht wird, und alle Figuren des anderen Geschlechts am Rand bleiben (z.B. „Herr der Ringe“).

4 – Die Hauptfigur NUR triumphiert und wir eingeladen werden, uns an ihrer Seite dem Rest der Welt überlegen zu fühlen (z.B. James Bond, Batman).

5 – Sprache so egal ist, dass mich Klischees wie „rabenschwarze Nacht“ und „ihr Herz blieb fast stehen“ ablenken (z.B. die meisten deutschsprachigen Krimis).

6 – Figuren Berufe, Krankheiten oder Expertengebiete haben, die niemand richtig recherchiert hat (z.B. „Marienhof“).

7 – Alle Figuren außer den Helden Trottel, Abschaum, Monster bleiben (z.B. „Fear the Walking Dead“? Ich schwanke noch).

8 – Eine Grundstimmung ohne Höhen und Tiefen „zum Abschalten“ einlädt: Statt Irritationen und Details, die man im Hinterkopf behalten sollte, bleibt alles ein harmloser, gemächlicher Brei (z.B. „Sturm der Liebe“).

9 – Gegner keine Argumente haben, nichts dazu lernen, oft nur für das „Falsche“, „Perverse“ Andere stehen, über dessen Bestrafung wir uns freuen sollen (z.B. Märchen, „Law & Order“, Kinder- und viele Disney-Bösewichte).

10 – Dinge erzählt werden, die schon lange erzählt werden, auf eine Art und Weise, die niemanden stören, erschrecken, herausfordern soll (z.B. „heitere“ Unterhaltungsromane).

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Nicht alles, was ich mag, muss in JEDER Hinsicht unbequem, überraschend, ikonoklastisch, schwierig, hermetisch sein.

Doch ich habe mehr Respekt vor einem Werk, das probiert, auf originelle Art und Weise mit meiner Geduld und meinen Erwartungen zu spielen, als mit einem Werk, das mir genau das geben will, was vermeintlich „alle“ gerade „wollen“.

Ein Unterhaltungsroman, der mich *nur* unterhält, ein Jugendbuch, das es mir *nur* möglichst leicht macht, ein wenig Welt durch die Augen der möglichst netten Hauptfigur zu sehen, ein lustiger Roman, der *nur* lustig ist – das ist mir zu wenig. Ich mag Werke, die mir MEHR zeigen als nötig – und Fragen, Gefühle, Reaktionen auslösen, die mir nicht schon beim Blick aufs Cover versprochen wurden.

Das ist kein Argument gegen Katharinas Text oder die Arbeit vieler Blogger*innen.

Sondern einfach mein persönliches Kriterium beim Auswählen von Werken: Geben mir Geschichten nur DAS, womit ich eh gerechnet habe… habe ich keine Lust, meine Zeit mit ihnen zu verbringen. Kritiken und Empfehlungen haben für mich einen Mehrwert, sobald sie sagen „Achtung: Dieser Action-Film ist unerwartet traurig!“ oder „Hey: Schau mal, was hier noch alles drin steckt!“

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Lohnt sich PROSANOVA – Festival für junge Literatur? [8. bis 11. Juni 2017, Hildesheim]

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8. bis 11. Juni 2017 | Hildesheim

über 60 Autor*innen & Künstler*innen

Infos & Tickets  |  Facebook  |  Wikipedia  |  Instagram

Zeitschrift BELLA triste  |  Studiengang Kreatives Schreiben & Kulturjournalismus

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„Das studentische Team hat Wände gestrichen, Teppiche verlegt, Holzinseln gezimmert und Toiletten vergoldet.“

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„Der Schulranzen mit eingebauten Lautsprechern pumpt Beats in die fast fertige Cafébar.“

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„Lena und Martha sind gestern neun Stunden Transporter gefahren, um kostenlose Möbel von Hannover aufs Festivalgelände zu bringen.“

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„Auf dem Festivalgelände dürfen die Brennnesseln nicht vernichtet werden, weil für einige Schmetterlinge gerade Nistzeit herrscht.“

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„Es gibt noch nichts mit Glitzer. Es gibt was mit Hobelspänen und Sägen und Computern.“

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„Als es noch keine Vasen gab, haben wir Bierflaschen vergoldet.“

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„Nee, diese neuen, diese Schriftsteller oder wie sie sich nennen, die fangen immer Sätze an und beenden sie dann nicht. Und ich kann auch nichts damit anfangen. Da werden einem so Bruchstücke vorgeworfen und dann muss man gucken, wie es weiter geht.“ [beim Friseur um die Ecke]

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„Nachtschwärmer dösen in den Betten. Auf der Leinwand lesen virtuelle junge Leute.“

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„Lektoren, das sind einfach bessere Menschen. Bloß keinen Autor heiraten! Die sind wahlweise unglücklich, also von Selbstzweifeln zerfressen, oder im Höhenflug. Am Anfang denkste dir, das ist jetzt halt wegen dem Debüt, aber nee, das bleibt. Widerlich. Also: Hier laufen ja einige Lektoren rum. Ich muss los!“

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„Christina ist schon bevor sie das Diplom machte, mit ihrem Lebensgefährten an den Bodensee gezogen, um dort als Köchin in der Natur- und Wildnispädagogik zu arbeiten.“

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„All die kleinen Szenen, Begegnungen und Selbstdarstellungen des Publikums erinnern mich an Filme von Federico Fellini (1920-1993). Die ganze Kleidungsästhetik der Besucher ist später Fellini. Die Paletten sind Fellini, die alten Sofas, die ewige Sonne, die Gespräche, die Musik, das Herumstreunen und Herumschleichen – alles Fellini!“ [Autor Hanns-Josef Ortheil, 65; Gründer des Hildesheimer Studiengangs Kreatives Schreiben & Kulturjournalismus]

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„Wir gehen durch, wir gehen ins Foyer, zur Veranstaltungstabelle, zum Kiosk, durch den Flur zur Mensa. Die Lesung hat noch nicht angefangen.“

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„Wir gehen raus auf den Schulhof. Wir gehen hoch, wir gehen in den Litroom. Wir gehen durch. Wir gehen auf den Schulhof. Diesmal andersrum. Wir gehen zur Mensa.“

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„2014 feiern wir PROSANOVA in einer leerstehenden Schule. In einer Schule, denke ich, ausgerechnet in einer Schule und schon denke ich Foucault, denke Überwachen und Strafen.“

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„Wir erfahren: in der Hauptschule am Alten Markt sind die ersten Mobbing-Videos Deutschlands entstanden.“

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„In dieser Schule wird getrunken, gefeiert und gevögelt werden. Die unsportlichen Bücherwürmer von früher haben sich zu Organisatoren der Maßlosigkeit entpuppt. […] Es geht darum, Jungautoren so sehr abzufüllen, dass man ihnen die Haare beim Kotzen halten wird.“

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„Marina und ich haben berechnet, dass wir ungefähr 10.000 Klopapierrollen bei Metro kaufen müssen, Marina will von allen Sachen 1000 kaufen, weil sie 1000 liebt.“

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„Wir arbeiten per Hotspot, weil der Techniker von der Telekom, der uns am Mittwoch das Internet bringen sollte, am Festivalgelände kein Klingelschild mit ‚BELLA triste‘ gefunden hat.“

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„Ich sehe zukünftigen Bachmannpreisträgern beim Aufbau einer Bühne zu.“

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„Auf wen oder was freust du dich am meisten?“ – „Tilman Rammstedt. Ich hoffe, ich darf ihn vom Bahnhof abholen.“

 

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„Ich nicke Thomas Klupp zu, ich grinse Helene Bukowski an, ich nicke Benjamin Quaderer zu, ich zwinkere Fiona Sironic zu, ich nicke Stefan Vidovic zu, ich grüße Florian Stern mit Handschlag, ich nicke ihm zu, ich lächle Katrin Zimmermann an, ich schlage mit Alina Rohrer ein, ich winke Fabian Hischmann zu, ich winke ab, ich schüttele den Kopf, ich lasse ihn hängen, ich nicke Ferdinand Schmalz zu.“

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„Auf einer der Holzbänke ist eine Frau ganz in einen E-Book-Reader versunken. Ich glaube, sie ist die erste Person, die ich auf PROSANOVA abseits der Bühnen lesen sehe.“

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„Dass so viele Ehemalige da sind, ist der beste Beweis dafür, dass die Hildesheimer Literatenschule keine bloße Schule ist. Sie ist eine Atmosphäre, eine biografische Heimat, eine Zeit- und Raum-Insel von großer Schönheit.“ [Ortheil]

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„Kai sagt, die alte Intimität sei wieder da, die Intimität von PROSANOVA 2005. Lagerfeuer, dicht zusammen sitzen, horchen und flüstern“

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Komme ich mit dem, was hier geboten wird, irgendwie zurecht oder weiter?, fragen sich die Alumni. „Einige genießen auch die Nostalgie der Rückkehr. Für sie ist Hildesheim jetzt eine leicht berührende Erinnerungsarbeit.“ [Ortheil]

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„Seit über zehn Jahren sind Paul Brodowsky, Thomas Klupp und Claudius Nießen der Schreibschule treu. Thomas umschifft elegant die unangenehmen Themen (Kesslerdebatte, Konkurrenzdruck, Vetternwirtschaft), er strahlt ins Publikum: Schreibschule, das sind warme, vereinende Strahlen der Liebe.“

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„Weil doch derzeit nichts Schwachsinnigeres und Dümmeres in unseren Feuilletons grassiert als die Schreibschulverdammnis: Unrecherchiert. Phrasenhaft. Reiner Feuilletonmüll. Und leider stimmt auch in der Polemik unseres geliebten Flo Kessler, den Hildesheim aufgezogen, genährt und gepäppelt hat (bis es ihm zuviel werden musste und er das Zuviel ausgekotzt hat) kaum etwas.“ [Ortheil]

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„Leif Randt liest von einem Planeten und der Universität dort, und lässt wie gewohnt alles in der Schwebe“

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„Jeder ist eingeladen, aber nur ganz bestimmte Leute kommen dann auch.“ [Ortheil]

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„Christian Kracht kommt dieses Mal nicht zu PROSANOVA, weil er in Afrika wohnt“

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„Talent ist Verpflichtung.“ [Ortheil]

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Seit 2005 findet PROSANOVA alle drei Jahre statt:

2005 war ich Student und Praktikant, 2008 Mitglied der Künstlerischen Leitung, 2011 zum ersten Mal seit drei Jahren als Besucher zurück in der Stadt, 2014 moderierte ich ein Gespräch mit Kathrin Passig.

Auch 2017 bin ich da, und schreibe/blogge u.a. für die Festival-Dokumentation.

Nach jedem PROSANOVA-Festival erscheint ein Buch mit Snapshots, Szenen, Poetik- und Journalismus-Texten. Alle obigen Zitate sind nicht von mir, sondern von Imke Bachmann, Ronja von Rönne, Florian Stern, Michael Wolf und Juli Zucker, erschienen in „Prosanova 4. Ein Kommentar“, herausgegeben von Florian Stern und Hanns-Josef Ortheil, Edition Paechterhaus, 2015. Hier bestellen.

Leseprobe: Link

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Video von mir, zur Arbeit an PROSANOVA 2008:

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