Open Mike 2012 – 8. November 2012 [Blog-Eintrag 05]

Noch 1 Tag – und NICHTS ist bereit!

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von Stefan Mesch, Open-Mike-Blogger und Finalist/Autor

(Auf dem Open Mike lesen und drüber bloggen? Darf der das…?)

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Als “embedded Blogger” und Journalist begleite ich den 20. Open Mike in kurzen, persönlichen Blog-Snapshots.

Ich bin am Samstag / Sonntag zum ersten Mal beim Wettbewerb.

Aber reise mit schlechtem Gewissen an: Ich habe seit einem Monat *nichts* gelesen.

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“Ich habe diesen Freund. Er sitzt 8 Stunden im Hugendubel und liest 50 Bücher an, um dann zu entscheiden, welche er wirklich lesen will. Er liest ungern Bücher, über die schon viel gesagt wurde. Wenn du ihm sagst, was du gerne liest, kann er dir sagen, was du noch mögen wirst.”

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…schrieb Freundin A., nachdem wir uns Ende August – in Stuttgart, im Hugendubel – trafen.

Meine Helden und Literaturkritik-Vorbilder sind Empfehler wie Oprah Winfrey (Link). Denis Scheck. Andreas Platthaus. Die Bücher-Sauger, die mit großer Euphorie und Schwung nach abseitigen, übersehenen Titeln suchen – und Genre-Romane, Comics, Außenseiter- und Jugendbücher so ernst nehmen wie E-Literatur.

Doch seit der Open-Mike-Nominierung habe ich… meinen Roman lektoriert. Herumgebloggt. Literarisch übersetzt, um Geld zu verdienen. Leseproben verschickt. Aber… fast nichts gelesen:

  • zwei Bände des Künstler-/Romantik-/Uni-Mangas “Honey & Clover”, mit der zehnjährigen Tochter meines besten Freundes.
  • die ersten 50 Seiten von Marlen Haushofers “Die Wand” (…das wird was! what took me so long?)
  • ein Katz-&-Goldt-Buch – auf dem 30. Geburtstag einer Freundin, so lange der Rest der Party zwei Stunden lang “Schlag den Raab” auf der Wii spielte, getrennt in Jungs- und Mädchenteams

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Empfehlungen, rund um den Open Mike… neben der Anthologie mit den Wettberwerbs-Texten (Link)?

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Bücher, die ich gerne vorher noch gelesen hätte:

Senkel, Kaiser und Moderator Kolja Mensing sind – zusammen mit Lyriker Levin Westermann – heute Abend, Freitag, 9. November im Heimathafen Neukölln, zur Lesung “Open Mike und die Folgen” (20 Uhr).

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eingepackt für die Zugfahrt:

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In einer perfekten Welt haben meine Freunde Blogs und Online-Tagebücher. Sie schreiben Briefe, Bücher, Bücher übers Schreiben von Büchern, Bücher übers Lesen… und streuen ihre Begeisterungen, Ängste, ihr Wissen und ihre Kunst mit allem Schwung ins Netz und in die Welt.

Immer, wenn ich nach Toronto gehe, lese ich fünf, sechs Toronto-Bücher. Seit meine Romanfiguren einen Garten pflegen, Bücher über Urban Homesteading. Wenn ich Orte, Menschen kennen lernen will… beginnt es immer bei einer Liste zu lesender Bücher.

…und jeden Monat, zum 15., blogge ich 15 Bücher, die ich bald lesen will, und empfehle drei aktuelle Lektüren weiter. Meine November-Ausgabe dieser “Underdog Literature”-Liste ist nächsten Donnerstag fällig. Vielleicht verbringe ich Montag und Dienstag, meine letzten Tage hier in Berlin, bei Freund Frithjof, in Mitte. Blättere durch Neuerscheinungen. Mache Last-Minute-Listen. Und entscheide, ob ich Senkel, Kaiser, Scheuermann usw. jetzt (doch noch) lese.

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Vorerst, am Wochenende, werde ich beim Händeschütteln VIEL zu oft sagen:

“Ja! Klang SO interessant, dein Buch! Lese ich bestimmt – bald. Echt, jetzt…!”

(Ein Glück, dass wenigstens die 23 Finalisten noch keine eigenen Bücher veröffentlicht haben!)

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Mehr Infos zu den Lesungen: Link

Mehr Infos zur Geschichte und Programmatik: Link

Artikel / Presse: Link

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