Month: May 2011

John Updike: The early Stories [great short stories 01]

John Updike (1932 – 2009) wrote dark, complex and delicate short stories about everyday life in small towns and the everyday sorrows of husbands and wifes. His ‘Rabbit’ series of novels has gotten better and better (try ‘Rabbit at Rest’, 1990)…

…and 103 of his short stories are collected in a beautiful collection called simply ‘The Early Stories: 1953 – 1975’:

I read the book last year and marked my favourites.

Especially the earliest stories are surprisingly fresh and atmospheric.

Give them a try!

  • Friends from Philadelphia
  • A Sense of Shelter (Google Doc)
  • The Lucid Eye in Silver Town
  • Ace in the Hole
  • Tomorrow and Tomorrow and So Forth
  • Home
  • Dear Alexandros

Later in the book, I can recommend the following:

  • A Gift from the City
  • The Orphaned Swimming Pool
  • My Lover has Dirty Fingernails
  • The Taste of Metal
  • Transaction
  • The Man Who Loved Extinct Mammals

Twelve bad and uninspired stories from the same collection:

  • At a Bar in Charlotte Amalie
  • Incest
  • The Crow in the Woods
  • Wife-Wooing
  • Leaves
  • The Stare
  • Museums and Women
  • The Morning
  • Lifeguard
  • Commercial
  • The Dark
  • Augustine’s Concubine

All in all: A good quota. Lots of solid – and some outstanding – classic US short stories.

4 of 5 stars. Great summer reading. Recommended!

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Prosanova 2011, Hildesheim: Eine Welt für sich.

Restaurierte Räume, viel Liebe zum Detail:

Für die Prosanova-Festivalzeitung schrieb ich am Sonntag eine kurze Glosse über die Mühe, den Charme und die Absurdität einer Festival-Welt, die nur vier Tage lang existiert.

Hier der Link zum .pdf.

Mäuseköpfe, überall.

An vielen toten, hässlichen, banalen Stellen in den Disney-Themenparks haben die Disney-Gärtner, Disney-Maler, Disney-Handwerker und Disney-Architekten eine geheime, liebevolle Störung eingebaut: Die Silhouette des Kopfes von Micky Maus, getarnt als Blumenranke, Astloch, Schraube, Mosaik oder Tapetenmuster, versteckt in tausend Winkeln und in jeder Größe, geprägt in jedes denkbare Material.

Es geht um Utopien, Gegenwelten. Neue Räume.

Es geht um Handwerk und Details.

Es geht um Sinnlichkeit, um Gastfreundschaft. Um einen kurzen, liebevollen Blick.

Die Orte von PROSANOVA sind das Anti-Disneyland: ein leeres, ausgeweidetes Möbelhaus. Eine bankrotte Gummifabrik. Räume, die ihre Funktion verloren haben. Hallen, die keiner länger nutzt und braucht.

Vier letzte, kurze Tage lang wird eine Utopie und Gegenwelt gebaut – und jede Blumenvase dieser Gegenwelt möchte gekauft oder geliehen, gespült, befüllt, ins beste Licht gerückt, sortiert und anschließend geputzt und wieder vom Gelände befördert sein:

Die Disney-Parks gibt es seit 40 Jahren – und PROSANOVA nur knapp 80 Stunden lang. Die Disney-Räume sind aus einem Guss – doch PROSANOVA eine Serie aus Kompromissen, Experiment, Improvisation. Disney hat hochbezahlte „Imagineers“, die eigene Schrauben, Blumenranken, Astlöcher (und ganze Bäume!) bauen. Und PROSANOVA?

Hat unbezahlte, aber genau so manische, detailverliebte, bekloppt-charmant-verspielte Weltenbauer: Ivana Rohrs Albino-Kaktus im Foyer der „Nichts bleibt, Baby!“-Installation. Die beiden rammelnden PROSANOVA-Dackel am Fuß der Rampe für die Panzer. Die Kickboxer, an die Konzert- und Partyhalle gesprüht – mit einer teuren Leuchtfarbe, weit über dem Budget.

Es geht um Utopien, Gegenwelten. In Räumen, die knapp 80 kurze Stunden leben.

Es geht um Mäuseköpfe.

Es geht um Liebe.

Stefan Mesch

…hier ein Link zu Disneys geheimen ‘Hidden Mickeys’ (Wikipedia).

Prosanova 2011, Hildesheim: Stimmen der Presse

Alle drei Jahre findet in Hildesheim PROSANOVA statt (Website), das Festival für junge deutschsprachige Literatur.


Hier die wichtigsten Pressestimmen zu PROSANOVA 2011 (26. bis 29. Mai 2011, Mackensen-Kaserne Hildesheim).

1) “90 Autoren und Künstler und etwa tausend Gäste verwandeln das Areal aus Panzergaragen, Reithalle und Brachwiesen für ein Wochenende in ein wuseliges Literaturcamp”: Frida Thum, ZEIT Online, “Literatur, notfalls mit der Axt”

2) “Das Konzept ging auf: Mehrere hundert, zumeist junge Besucher haben sich an diesem Wochenende auf die ungewöhnlichen Literaturabenteuer eingelassen”: Susanne Schrammar, Deutschlandradio Kultur, “Lesung als ästhetisches Erlebnis”

3) “What I like – and don’t like – about Prosanova (at least this time) is its very experimental nature”: Kathy Derbyshire, love german books (Englisch): “Prosanova”

4) PROSANOVA-Autor Leif Randt im Interview mit ZEIT ONLINE: “Mein Buch ist aus Versehen politisch”

5) “[…D]as Ergebnis der Hildesheimer Suche nach der Kunstform Lesung: Neue Formen können ein Gewinn sein, ohne Inhalt aber sind sie nichts wert. Und der Inhalt bleibt nun mal der Text.”: Klaus Irler, taz Berlin, “Die Lesung macht Karriere”

6) “Zwischen Festival-Zentrale, Panthergebäude, Pinguinkomplex und einem mysteriösen Schlafzelt ist Vollzeit-Rush-Hour”: der TUBUK-Blog in Kooperation mit Freitag: “Prosanova 2011: Der Festivalrapport” [Es hieß ‘Pantherhalle’ und ‘Kolibri-Komplex’… aber die Fotos im Artikel sind schön.]

7) “Die Lesung als ästhetisches Ereignis stand im Mittelpunkt des inzwischen dritten Prosanova-Festivals – entsprechend vielfältige waren die Literaturformate”: Lino Wirag für globe-m.de: “Klassentreffen der jungen Literaturszene”

…more to come (Süddeutsche Zeitung? FAZ?)

Mein Video zu Prosanova 2008 [ich war damals Teils der Künstlerischen Leitung]: