Best New Books – Spring 2014: New Novels & Recommendations

Underdog Literature Best Novels 2014 Spring WordPress
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Here are 15 books that caught my interest lately.

Fresh, off-beat, quirky or curious titles that might deserve more attention…

all published between January and June 2014.

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01: MAXWELL NEELY-COHEN, “Echo of the Boom”, 456 pages, April 2014.

Echo of the Boom

02: PETER MATTHIESSEN, “In Paradise”, 256 pages, January 2014.

In Paradise

03: SIRI HUSTVEDT, “The Blazing World”, 368 pages, March 2014.

The Blazing World

04: AARON THIER, “The Ghost Apple”, 304 pages, March 2014. [Satire]

The Ghost Apple

05: TED THOMPSON, “The Land of Steady Habits”, 272 pages, March 2014.

The Land of Steady Habits: A Novel

06: KEVIN BROCKMEIER, “A few Seconds of radiant Filmstrip: A Memoir of Seventh Grade”, 208 pages, January 2014. [Memoir / Coming-of-Age / Cultural Studies]

A Few Seconds of Radiant Filmstrip: A Memoir of Seventh Grade

07: SHANE KUHN, “The Intern’s Handbook”, 288 pages, April 2014. [Corporate Satire / Thriller / Dystopia]

The Intern's Handbook: A Thriller

08: NNEDI OKARAFOR, “Lagoon”, 320 pages, April 2014. [Science Fiction; Nigeria]

Lagoon

09: ROBERT GLANCY, “Terms & Conditions”, 272 pages, February 2014 [Satire]

Terms & Conditions

10: LESLIE JAMISON, “The Empathy Exams”, 256 pages, April 2014. [personal Essays]

The Empathy Exams: Essays

11: NATALIE HAYNES, “The Amber Fury”, 307 pages, February 2014. [Mainstream / Suspense]

The Amber Fury

12: COURTNEY C. STEVENS, “Faking Normal”, 321 pages, February 2014. [Young Adult]

Faking Normal

13: ROBIN HERRERA, “Hope is a Ferris Wheel”, 272 pages, March 2014. [Young Adult]

Hope Is a Ferris Wheel

14: JOHN COREY WHALEY, “Noggin”,  356 pages, April 2014. [Young Adult Sci-Fi]

Noggin

15: STEWART FOSTER, “We used to be Kings”, 368 pages, January 2014. [Young Adult]

We Used to Be Kings

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Here are five books that made me curious enough to buy them:

01: SUE MONK KIDD, “The Invention of Wings”, 373 pages, January 2014. [Mainstream / Historical Fiction]

The Invention of Wings

02: JENNIFER CLEMENT, “Prayers for the Stolen”, 224 pages, February 2014.

Prayers for the Stolen

03: WILLY VLAUTIN, “The Free”, 297 pages, January 2014.

The Free

04: GABRIELLE ZEVIN, “The Stories Life of A. J. Fikry”, 230 pages, March 2014. [Mainstream]

The Storied Life of A. J. Fikry

05: DANAH BOYD, “It’s complicated: The Social Lives of Networked Teens”, 296 pages, February 2014. [Sociology]

It's Complicated: The Social Lives of Networked Teens

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Underdog Literature: The Best Books from World War One – 1914 to 1918

Underdog Literature World War 1 WW1 February 2014 WordPress
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Here are 15 books that caught my interest lately.

This month: Books that were published during – or shortly after  – World War One. Forgotten, classic or curious titles that might deserve more attention:

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01: ROBERT TRESSEL, “The Ragged Trousered Philantropists”, 608 pages, 1914.

The Ragged Trousered Philanthropists

02: EDGAR LEE MASTERS, “Spoon River Anthology”, 144 pages, 1914.

Spoon River Anthology

03: ROMAIN ROLLAND, “Jean-Christophe”, 1579 pages, 1914.

Jean-Christophe

04: EMMELINE PANKHURST, “My Own Story”, 176 pages, 1914.

My Own Story

05: ELIZABETH VON ARNIM, “The Pastor’s Wife”, 492 pages, 1914.

The Pastor's Wife

06: EARL DERR BIGGERS, “Love Insurance”, 432 pages, 1914.

Love Insurance

07: BOOTH TARKINGTON, “The Turmoil”, 268 pages, 1915.

The Turmoil (The Growth Trilogy, #1)

08: THEODORE DREISER, “The Genius”, 744 pages, 1915.

The Genius

09: ALEKSANDR KUPRIN, “Yama: The Pit”, 360 pages, 1915. [Russia]

Yama: The Pit

10: ABOUT WW1: HUGH WALPOLE, “The Dark Forest”, 252 pages, 1916.

The Dark Forest

11: RUPERT BROOKE, “Letters from America”, 124 pages, 1916.

Letters from America

12: HAROLD BEN WRIGHT, “When a Man’s a Man”, 212 pages, 1916.

When a Man's a Man

13: CLAUDE C. HOPKINS, “My Life in Advertising”, 48 pages, 1917. [Essay]

My Life in Advertising

14: ABOUT WW1: ANDREAS LATZKO, “Men in War” / “Menschen im Krieg”, 112 pages, 1917. [German]

Men in War (Dodo Press)

15: ABOUT WW1: KARL KRAUS, “The Last Days of Mankind” / “Die letzten Tage der Menschheit”, 263 pages, 1918. [Stage Play; German]

Last Days of Mankind

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Here are seven books about World War One that were published a short time later:

01: ABOUT WW1: W.N.P. BARBELLION, “Journal of a disappointed Man”, 275 pages, 1919.

Journal of a Disappointed Man

02: ABOUT WW1: A.P. HERBERT, “The Secret Battle”, 208 pages, 1919.

The Secret Battle

03: ABOUT WW1: ISAAC BABEL, “Red Cavalry”, 352 pages, 1920. [Russia]

Red Cavalry

04: ABOUT WW1: ERNST JÜNGER, “Storm of Steel” / “In Stahlgewittern”, 320 pages, 1920. [German]

Storm of Steel

05: ABOUT WW1: ERNST FRIEDRICH, “War against War” / “Krieg dem Kriege”, 242 pages, 1920. [German?]

Krieg Dem Kriege

06: ABOUT WW1: STRATIS MYRIVILIS, “Life in the Tomb”, 353 pages, 1924. [Greece]

Life in the Tomb

07: ABOUT WW1: EMMANUEL BOVE, “My Friends”, 150 pages, 1924. [France]

My Friends

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Brief an den Vater

best books 2013 stefan mesch wordpress

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Liebe [Frau meines Vaters], liebe [Frau meines Bruders], lieber Papa, lieber [drei Jahre jüngerer Bruder],

ich bin bisexuell.

Ich verliebe mich manchmal in Frauen. Manchmal in Männer. Ich kann mir vorstellen, mit einer Frau oder einem Mann zusammen zu leben. Vielleicht auch: eine Familie zu gründen. Auf jeden Fall: eine feste Beziehung zu führen – so „normal“ wie eure Ehen und Beziehungen auch.

Ich hatte eine Freundin im Studium, in Hildesheim und fand diese Partnerschaft sehr schön und passend für mich.

Ich hatte später einen Freund in Toronto – und fand diese Partnerschaft genauso schön, genauso richtig.

Beide Beziehungen haben nicht gehalten – aber das Geschlecht war, in beiden Fällen, kein Problem oder Konflikt: Knapp fünf Prozent aller Menschen sind homo- oder bisexuell. Manche Statistiken sagen: bis zu zehn Prozent. Ich gehöre dazu. Das ist nicht peinlich, schrecklich oder schlimm.

Bisexualität bedeutet nicht: Ich verliebe mich in viele Menschen, die ganze Zeit. Oder: Ich kann mich nicht entscheiden. Seit ich 12 oder 13 war, verliebte ich mich in sechs oder sieben Personen. Eine Verliebtheit ging. Die nächste kam. Manchmal ergab sich eine Beziehung. Oft wurde nichts daraus. Etwa zur Hälfte waren es Männer. Etwa zur Hälfte Frauen.

Die meisten Menschen, die mir wichtig sind, wissen Bescheid. Sie begegnen mir mit Respekt. Sie stellen Fragen, falls sie etwas genauer wissen wollen. Aber sie denken nicht: „Oh je! Das verändert ja alles!“ oder „Wie peinlich!“ oder „Huch: Was soll ich denn jetzt machen?“

Was sollt IHR jetzt machen?

Durchatmen. Die Nachricht sacken lassen.

Euch nicht aufregen oder Sturm klingeln.

Ihr alle habt eure eigenen Beziehungen. Eure Gefühle. Eure Sexualität. Intime Lebensbereiche, die euch sehr wichtig sind und die ich respektiere. Ich freue mich, wenn ihr glücklich miteinander seid. Ich hoffe, IHR freut euch genau so, sobald ICH mit jemandem glücklich werde.

(Im Moment spielt das, in meinem Alltag, keine große Rolle: Ich bin allein, schreibe hier mein Buch und denke nicht oft über meine Partnerwünsche nach.)

Es gibt zwei (oder: drei?) Sorgen, die ich kurz ansprechen will:

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Wenn ich Leuten sage „Ich bin bisexuell“, klingt das für manche wie eine Frage oder eine Einladung zur Diskussion: „Ich bin bisexuell: Was hältst du davon?“ oder „Findest du das gut?“, „Bist du damit einverstanden?“ oder sogar: „Magst du mich jetzt immer noch? Gib bitte Bescheid, ob das für dich so in Ordnung ist.“

Wir können gerne über alles reden. Ich kann euch Fragen beantworten und helfe euch, damit in Zukunft „umzugehen“. Aber natürlich werde ich nicht fragen: „Mögt ihr mich trotzdem noch?“ Falls ihr meine Nachricht „peinlich“ / „problematisch“ / „abartig“ usw. findet… nehmt euch bitte ein paar Tage Zeit:

Keiner von euch sagt „Entschuldigung – ich bin heterosexuell. Das habe ich bisher nie gesagt. Aber jetzt, wo ihr es wisst, habe ich große Angst: Bitte respektiert mich weiterhin. Bitte!“

Ich HABE Angst vor euren Reaktionen. Überlegt bitte, was ihr an meiner Stelle als Antwort hören (und: ertragen) könntet. Was ihr verkraften könnt. Was euch traurig oder wütend machen würde. Falls ihr jetzt, heute nichts… Gutes zu sagen habt, wartet bitte ein paar Tage ab. Fragt Schwule und Lesben, die ihr kennt, was DEREN Familien sagten und wie sich die Kommunikation in diesen Familien heute entwickelt hat.

Überlegt euch einfach, wie wir ein konstruktives, gutes Miteinander hinkriegen.

1989 banner

An Weihnachten brachte [ein anderer Verwandter] [den vierjährigen Sohn meines Bruders] zum Heulen und sagte dann: „Hör auf, zu heulen! Wir haben keinen [Sohn] mehr! Wir haben eine [Name des Sohns mit -a dahinter, verweiblicht]! Hör auf, zu plärren. Du Schlitzpisser. Du Mädchen.“

Mich hat das furchtbar aufgeregt. Weil ich solche „Witze“ und „Sprüche“ aus meiner Kindheit kenne. Ich halte das für frauenfeindlich. Männerfeindlich. In jede Richtung respektlos und verletzend: Ich glaube nicht, dass ein Junge, der weint, „Mädchen“ genannt werden soll – als wäre „Mädchen“ etwas Schlechtes, Schwächeres oder Lächerliches.

Natürlich hat es mich AUCH aufgeregt, weil ich als Kind selbst oft „Sprüche“ und Urteile hörte wie: „Du wirfst wie ein Mädchen.“, „Ein richtiger Junge kämpft.“, „Du bist ein Waschlappen.“ usw.. Ich glaube, meine Eltern haben sich oft einen frecheren, sportlicheren, geschickteren Jungen gewünscht.

Das macht mich heute noch manchmal traurig. Und ich will nicht, dass mein Neffe ähnliche „Sprüche“ und unfaire Bewertungen anhören muss.

Männer mögen Kartoffelchips. Frauen mögen Schokolade. Das ist einfach so!“, sagte neulich eine Freundin. „Ich mag keine Kartoffeln – und lieber Süßigkeiten statt salzige Knabbereien“, sagte ich. Sie lachte: „Na klar, Stefan: DU bist ja auch bisexuell. Du zählst nicht! Du warst ja schon immer komisch.“

Als Kind – bevor ich gute Freunde hatte, Bücher kannte, an Unis und in große Städte kam usw. – habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich „komisch“ bin. Oder „seltsam“. Oder irgendwie „verpfuscht“. Ich glaube nicht, dass ich das bin. Manche Männer mögen Süßigkeiten. Manche Kinder können Bälle werfen. Manche Mädchen sind sportlich. Manche Menschen verlieben sich manchmal in Frauen, manchmal in Männer. Es gibt kein „richtig“ und „falsch“. Es gibt keine „richtigen“ Jungen, keine „verpfuschten“ Kinder.

Falls ich in Zukunft etwas sage oder mache oder esse oder schreibe, das ihr seltsam findet oder nicht versteht… oder, das ihr selbst ganz anders seht… bitte rollt nicht die Augen und sagt: „Na ja. Das ist der komische Stefan. Der ist ja sowieso komisch. Komischer Geschmack. Komische Sätze. Komische Sexualität. Das hängt bestimmt alles zusammen! Er war ja schon ein komisches Kind. Normale Leute sind ganz anders.“

1989 banner

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Mama und [meine 9 Jahre jüngere Schwester] wissen seit fast zehn Jahren Bescheid und haben mir sehr geholfen. Sie haben keine Witze gemacht. Nicht gelästert oder gestichelt. Sie freuen sich für mich, wenn ich einen Mann oder eine Frau kennen lerne. Niemand denkt: „Oh je – da ist mein bisexueller Sohn!“ oder „Oh: Da ist mein komischer Bruder.“

Trotzdem hat Mama eine Weile gebraucht, um sich an den Gedanken zu gewöhnen. Sie hatte viele Fragen und Ängste. Noch heute ist das oft nicht leicht für sie.

Ihre größeren Sorgen aber sind:

Respektieren sich alle Kinder untereinander?“, „Was soll ich machen, wenn meine Kinder ihren Papa nicht gut behandeln?“, „Was denkt der Vater unserer Kinder, wenn sie Schwächen zeigen?“, „Was passiert mit der Familie, wenn sich alle gegenseitig Vorwürfe machen?“

Das SCHLIMMSTE und SCHLECHTESTE, was ihr jetzt machen könnt, ist, bei Mama Sturm zu klingeln und zu sagen: „Warum hast du das nicht erzählt?“ oder „Findest du das etwa schön?“ oder „Ist dir Stefan nicht peinlich?“ oder „Hättest du ihn anders erzogen, wäre das bestimmt nicht passiert!“

Informiert euch bitte über die „Ursachen“ von Homosexualität: Man kann sie nicht aberziehen / abgewöhnen. Lässt sie sich anerziehen? Nein. Natürlich nicht. Genauso wenig.

Fragt euch, wie ihr euch sebst als Vater oder Mutter verhalten würdet, falls [der Sohn meines Bruders], [die Nicht meiner Schwägerin], [meine Schwester], [Sohn und Tochter der Frau meines Vaters] euch mit 20 oder 21 sagen, dass sie nicht heterosexuell sind.

Mama hat fast immer das Gefühl, sich für alle Schwächen und Probleme ihrer Kinder rechtfertigen zu müssen.

Meine Bisexualität ist keine Schwäche und kein Problem.

Nichts, das Mama verursacht hat, ändern kann oder verteidigen muss:

Bitte zwingt sie nicht in eine Entschuldigungs- und Rechtfertigungs-Position.

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Ich bin 30 Jahre alt. Ich habe in Toronto und New York gelebt. Ich schreibe einen Roman. Ich empfehle und kritisiere Bücher in Zeitschriften. Ich komme finanziell halbwegs klar. Ich lese viel, arbeite viel und gebe mir Mühe. Ich bin zufrieden mit der Richtung, die mein Leben nimmt, stolz auf die Ziele, die ich erreicht habe, und sehr, sehr ungeduldig, endlich auch die neuen / nächsten Ziele zu erreichen: Mein Leben ist manchmal eine ziemliche Baustelle, ein kleines Chaos.

Ich hoffe, mit diesem Brief wird das Chaos ein bisschen kleiner.

Nicht größer.

Lest das in aller Ruhe. Keine Hektik. Keine Handlungsnot.

Überlegt euch bitte ein paar Tage, wie jeder von euch am besten antworten will.

Und, welche Antworten euch selbst an meiner Stelle helfen würden.

Sortiert euch. Redet miteinander. Fast zehn Jahre lang hatte ich, ehrlich gesagt… Angst vor euren Antworten und Reaktionen.

Aber: Wir haben uns schon so oft gegenseitig überrascht. Sind über unsere Schatten gesprungen. Über uns hinaus gewachsen. Ich glaube, wir kriegen das hin. Und können Ende 2014 eine bessere Familie sein als heute.

Lasst von euch hören!

STEFAN

Wahrscheinlich schreibe / blogge ich auch nochmal über alles. Aber dann: ohne eure Namen und ohne persönliche Details.

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wordpress 1989.

knapp 20 Minuten, nachdem ich die Mail verschickt hatte, schrieb mein Bruder:

“Hi Stefan,

wie du weisst, bin ich nicht der große Schreiber bin eher der „frechere, sportlichere, geschicktere Junge“.

Für mich ist das kein Problem, ich denke mal, dass ich dich bis jetzt immer unerstützt habe und werde es auch weiter tun.”

Das macht mich… irrsinnig stolz!

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verwandte Links:

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Underdog Literature, January 2014: 15 fresh or amazing, off-the-wall titles

Underdog Literature WordPress January 2014.

Here are 15 books that caught my interest lately.

Fresh, off-beat, quirky or curious titles that might deserve more attention:

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01: LEONARD COHEN, “The Favorite Game”, 248 pages, 1963.

The Favorite Game

02: JAC JEMC, “My only Wife”, 194 pages, 2012.

My Only Wife

03: JANET HOBHOUSE, “The Furies”, 312 pages, 1992.

The Furies

04: ELIZABETH FORSYTHE HAILEY, “A Woman of independent Means”, 304 pages, 1978. [Mainstream / Chic-Lit?]

A Woman of Independent Means

05: EDUARDO GALEONO, “The Book of Embraces”, 288 pages, 1989. [Fragments; Uruguay]

The Book of Embraces

06: ERNEST RAYMOND, “We, the Accused”, 509 pages, 1935. [True Crime? Journalism?]

We, the Accused

07: ALBERTO BARRERA TYSZKA, “The Sickness”, 192 pages, 2006. [Venezuela]

The Sickness

08: LARA FERGUS, “My Sister Chaos”, 204 pages, 2010.

My Sister Chaos

09: MERCÈ RODOREDA, “A Broken Mirror”, 226 pages, 1985. [Spain]

A Broken Mirror

10: PAUL RUSSELL, “War against the Animals”, 358 pages, 2003.

War Against the Animals

11: MURIEL SPARK, “The Prime of Miss Jean Brodie”, 137 pages, 1961.

The Prime of Miss Jean Brodie

12: WILLIAM TREVOR, “Reading Turgenev”, ca. 252 pages, 1991.

Reading Turgenev

13: PATRICK WHITE, “Happy Valley”, 317 pages, 1939.

Happy Valley

14: JOHN HENRY MACKAY, “The Hustler”, 312 pages, 1926.

The Hustler: The Story of A Nameless Love from Friedrichstrasse

15: KEITH WALDROP, “Light while there is Light. An American History”, 208 pages, 1993. [Memoir]

Light While There Is Light: An American History

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Here are five books that made me curious enough to buy them…?

No: I needed money for Christmas presents last month and didn’t buy any books for myself. But here are things I WANT to buy soon:

01: LEE MAYNARD, “Crum”, 170 pages, 2001.

Crum: The Novel

02: JAMES SCHUYLER, “What’s for Dinner?”, 211 pages, 1978.

What's for Dinner?

03: STIG SAETERBAKKEN, “Through the Night”, 150 pages, 2012. [Norway]

Through the Night

04: HERMANN UNGAR, “The Class” / “Die Klasse”, 176 pages, 1927. [set in Prague, written in German]

The Class

05: GERD BRANTENBERG, “Egalia’s Dauthers. A Satire of the Sexes”, 270 pages, 1977. [Feminist Science Fiction; Norway].

Egalia's Daughters: A Satire of the Sexes

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…and finally, here are three books that I read – and that were really good:

4 of 5 stars: ÉDOUARD LEVÉ, “Autoportrait”, 120 pages, 2005. [Memoir / Art Novel / post-modern literary Collage; France]

Autoportrait

4 of 5 stars: SEBASTIAN HAFFNER, “Defying Hitler” / “Die Geschichte eines Deutschen”, 309 pages, 1939. [Memoir; Germany]

Defying Hitler

4 of 5 stars: TERI TERRY, “Slated”, 448 pages, 2012. [competent, but not very exciting Young Adult dystopia that I read for a ZEIT article]

Slated (Slated, #1)

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Videospiele “machen klug”: ‘Der Spiegel’, Gamer, Amok-Debatten

2014 WordPress Regal

Update / zuerst lesen:

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Der Spiegel vom 13. Januar 2013 will erklären, “warum Computerspiele besser sind als ihr Ruf”.

“Spielen macht klug: Warum Computerspiele besser sind als ihr Ruf:

Du sollst spielen!: Digitale Spiele machen gewalttätig und einsam. Dachte man. Jetzt räumt die Forschung mit Vorurteilen auf: Spiele stärken menschliche Beziehungen und helfen bei Krankheiten. Sie können Menschen glücklicher machen.
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Das ist… ein bisschen traurig und kommt zehn oder zwanzig Jahre zu spät. Dass die selben Leute, die ein Medium seit Jahrzehnten pathologisieren, jetzt sagen “Eigentlich dachten wir ja alle: Das ist reiner Schund. Oder sogar: schädlich! Aber… vielleicht… vielleicht ist ja DOCH was dran…”

…regt Gamer / Spielewissenschaftler / Journalisten / denkende Menschen in meiner Facebook-Blase auf. Und ich verstehe, warum.

trotzdem kurz an diese Gamer:

Ich verstehe, dass Videospiele viel (!) schlimmeren Anfeindungen ausgesetzt sind als alles, was ich selbst – als Fan oder Autor oder Kulturwissenschaftler – spannend finde:

Bücher. US-Serien. Superheldencomics. Netzkultur usw. usw.

Die Medien, Formate, Erzählungen, die ich mag, werden nicht SO pauschal und feindselig als Ramsch aussortiert. Ich selbst denke nicht nach jeder Schießerei und jedem Amoklauf: “Oh nein. Was macht DIESE Nachricht aus meinen Hobbies?”

Obwohl mich selbst solche Schund-, Jugendgefährdungs-, Gewalt-, Verblödungs- und Kommerzdebatten auf MEINEN Kulturfeldern VIEL weniger angreifen, bin ich selbst schon genervt, wenn dreimal im Monat irgendein Dösel-Germanist in der FAZ schreibt:

“Jahrzehntelang wussten wir alle: TV-Serien, das ist Schema F und Verdummung. Doch heute können frische, mutige Produktionen wie ‘The West Wing’, ‘The Wire’ und ‘Breaking Bad’ sogar mit einem Charles-Dickens-Roman mithalten.”

Also: Schnösel-Autoren und Moral Guardians, die ein Medium durch den Dreck ziehen… und dann stolz verkünden: “Wir haben, unter all dem Schund, jetzt DOCH noch eine Perle gefunden. Hurra.”

Das macht mich müde. Strengt mich an. Schadet den Zeitungen. Insofern: Doch. Ich kann verstehen, dass die Videospielwelt nicht geschlossen jubelt “Hurra! Endlich erhalten sogar WIR den Segen des wichtigen ‘Spiegel‘!”

Trotz allem aber, an meine Spielwissenschaftler-Freunde: Bei einem Spiegel-Titel wie “Lest mehr Bücher! Es lohnt sich!” oder “Superman: interessanter als gedacht” wäre ich selbst, glaube ich, erstmal… beklommen und nervös. Weil… 9 von 10 Büchern, 9 von 10 Superheldencomics, 9 von 10 Dingen ÜBERALL halt Schund sind. Und keinen Spaß bringen. Und, aus meiner Sicht, nicht “mehr Aufmerksamkeit verdient haben”… sondern tatsächlich am besten: vergessen werden sollten.

Als Gamer würde ich bei einem solchen Spiegel-Titelbild nicht denken “Na endlich kapiert es auch der bornierteste Print-Spiegel-Redakteur: Videospiele sind clever! Wird Zeit, dass das im Bewusstsein deutscher Spiegel-Leser ankommt.”

sondern: “Oh. Der Spiegel kennt kluge Spiele [gute Bücher / tolle Superman-Comics]…? SO viele kluge Spiele [Bücher / Comics] kenne ich, als Experte, eigentlich nicht. Und fast keine, die einen Spiegel-Titel wert wären.]

Ist mein… Unbehagen verständlich? Klar mag ich… mein Bett. Aber würde der Spiegel titeln: “Stefan Meschs Bett: DORT sollte jeder hin. DAS ist einen Blick wert! Befassen Sie sich damit! Kommen Sie rein. Stoßen Sie dazu! Es lohnt sich!”

…hätte ich vor allem Angst.

Gibts wirklich so viele kluge Spiele, die jederjederjeder Spiegel-Leser kennen sollte, mit Gewinn spielen würde usw. usw.?

Gute Bücher (als Bücher-Experte) oder gute Comics (als Comic-Fan) könnte ich jedenfalls nicht nennen – mit einer “DAS interessiert die gutbürgerliche Best- Ager-/General-Interest-und-Studienrats-Leserschaft des Spiegel” -Selbstsicherheit.

Ein… servicesorientiertes Nachrichtenmagazin wie Focus hätte wohl getitelt “Die Deutschen spielen sich schlau: Die 99 besten Spiele, die verhindern, dass IHR Kind auf eine Hauptschule kommt, sozial abstürzt und auf dem Schulhof von rumänischen Schlägerbanden verprügelt wird” usw. usw.

Der “Machen-Spiele-klug?”-Satz auf dem Spiegel-Cover ist – klar! – nicht automatisch das Versprechen “Spiegel nennt Ihnen 99 Spiele, die auf JEDEN Fall JEDEN Menschen klug und glücklich machen und ALLEN Ansprüchen gerecht werden.”

Wahrscheinlich interviewen sie eine Psychologin, einen Neurowissenschaftler und irgendwen, der viel Geld verdient, aber trotzdem ab und zu auf dem iPhone ein Sudokurätsel löst.

Insofern ist meine “Oha: Ob der Spiegel wirklich SO viele gute Spiele kennt? Ich könnte jedenfalls nicht genug US-Serien, Bücher, Heldencomics nennen, um eine entsprechende Spiegel-Titelstory zu rechtfertigen!”-Sorge vermutlich eh am Thema vorbei.

Morgen erscheint die Ausgabe. Ich bin… gespannt. Wobei der konkrete Text für mich wohl zweitrangig bleiben wird. Wichtiger ist die Signalwirkung des Covers:

Der Print-Spiegel gibt “digitalen Spielen” den Segen. Eine große Sache. Immer noch.

2013 wordpress nyc 001.

Freund M. schreibt auf Facebook: “In meinem Bett würde ich auch nicht alle Welt begrüßen wollen. Aber es wäre ja schonmal schön, wenn nicht immer gesagt werden würde, da stinke es und man hole sich ja eh nur Läuse.”

Spieleforscher und Kulturwissenschaftler-Freund Christian Huberts schreibt:

“Mir geht es gar nicht darum, dass es seit Jahren nur negative Berichterstattung gibt und “jetzt plötzlich/endlich” einen Artikel mit positiven Aspekten, den ich nicht erstnehmen kann, weil vorher alles so negativ war. Nein, nein, ganz im Gegenteil. Der Spiegel schreibt schon immer recht positiv (und auf SPIEGEL ONLINE geradezu brauchbar) über Computerspiele. Gerade im Print-Bereich ist es aber jedes mal der selbe positive Artikel. Seit 10 – 20 Jahren erscheinen mehr oder weniger glaubhafte Studien zu positiven Aspekten von Computerspielen und JEDES MAL erscheint darauf hin der gleiche, lahmarschige “Computerspiele machen schlau!”-Artikel, z.B. 2004:

… JEDES MAL! Mein Problem ist nicht zu viel kritische Berichterstattung. Es gibt einfach keine gute/brauchbare Kritik. Nur faules nachplappern von Studien und veralteten Allgemeinplätzen. Und mich ermüdet diese Anbiederung an den Gegenstand, die eigentlich nur ein passiv-aggressives neues Vorurteil ist: Computerspiele sind dann gut, wenn sie einen NUTZEN erfüllen. Sie sind jedoch – Kulturgut-Geschwafel hin oder her – keine Kultur, solange nur darüber nachgedacht wird, was sie kognitiv-pädagogisch für uns leisten können.

Wenn ich eine negative Comic-Rezension in einer Zeitung lese, steht da was von platten Charakteren, sexistischen Stereotypen, Plotlöchern, blassen Zeichnungen und anderen, besseren Comics. Wenn ich einen negativen (von Rezension möchte ich da gar nicht reden) Text über Computerspiele lese, steht da was davon, dass ALLE “Ballerspiele” kathartische Unmoralfantasien sind und man besser schlechte Comics lesen sollte. Über das Computerspiel erfahre ich nichts. Ich erfahre immer nur etwas über die Vorurteile und kulturellen Vorlieben der Autoren.

Ich WILL Kritik an Computerspielen. Vernichtende, erhellende, lückenlose und großartig recherchierte und belegbare Kritik. Aber ich bekomme immer nur “Ich mag Filme/Bücher/Theater lieber”- ODER “Computerspiele machen schlau/helfen bei Traumata/sind jetzt eine Sportart/können jetzt auch Geschichten erzählen”-Texte. DAS ist ermüdend und ärgerlich!

Was der Spiegel-Titel (und die Vorschau die ich gelesen habe) nahelegen ist nicht, dass die Redakteure da keine Ahnung haben und ich viel schlauer bin, viel mehr coole Spiele kenne. Nein, der aktuelle Spiegel legt nahe, dass die Redakteure seit 10 – 20 Jahren keine Ahnung von Computerspielen haben WOLLEN bzw. es gar nicht für notwendig halten (es gibt ja Studien!), lieber aus Distanz kritische Positionen simulieren. Und das ist auch meine Erfahrung, wenn ich Journalisten anbiete, etwas aktuelles, kritisches, relevantes zu Computerspielen zu schreiben. Dann bekomme ich angeboten, doch besser etwas über eSports, Serious Games oder World of Warcraft zu schreiben, als wäre das gerade gestern erst virulent geworden und als gäbe es nicht schon längst neuere, relevantere und auch für Nicht-Spieler nachvollziehbare Diskurse.”

mehr zum Spiegel-Titel, nochmal Christian Huberts, hier [lesenswert / viele Links!]

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und, via Philip Steimel (beginnt langsam und flach… aber stellt, gegen Ende, ein paar großartige und wichtige Fragen):

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Best Books of the Year: My personal Top 20

best books 2013 stefan mesch wordpress.

(After a popular list last year [Link] and another in 2012 [Link]…)

…here are the 20 very best books I’ve read in 2013:

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20: WALTER ABISH, “How German is it”, Novel, 1980:
How German is It (Wie Deutsch ist es)

19: SARI BOTTON (Editor): “Goodbye to all that. Writers on Loving and Leaving New York”, nonfiction anthology / personal essays, 2013:
Goodbye to All That: Writers on Loving and Leaving New York

18: BARBARA PYM, “Excellent Women”, Novel, 1952:
Excellent Women

17: ALEXANDER MAKSIK, “You deserve nothing”, Novel, 2011:
You Deserve Nothing

16: BRIAN WOOD, “DMZ”, 12-volume Graphic Novel series, 2005 to 2012:
DMZ Vol. 12: The Five Nations of New York

15: A.S. KING, “Reality Boy”, Young Adult Novel, 2013:
Reality Boy

14: KATE SOUTHWOOD, “Falling to Earth”, Novel, 2013:
Falling to Earth

13: ANNA FUNDER, “Stasiland” [...alternatives / runner-ups: BARBARA DEMICK, "Nothing to Envy" and SEBASTIAN HAFFNER, "Defying Hitler": Three great nonfiction / cultural studies reads that focus on ordinary people and mass mentality in totalitarian regimes.]
Stasiland: Stories from Behind the Berlin Walland Nothing to Envy: Ordinary Lives in North Korea and Defying Hitler

12: ÉDOUARD LEVÉ, “Autoportrait”, postmodern novel / art / journalism, France 2005:
Autoportrait

11: DEBBIE LEVY, “Imperfect Spiral”, Young Adult Novel, 2013:
Imperfect Spiral

10: J.H. WILLIAMS III, W. HADEN BLACKMAN, “Batwoman” 1 to 3, Graphic Novels, 2011 to 2013:
Batwoman, Vol. 1: Hydrology

09: JOHN BRANDON, “Citrus County”, Novel, 2010.
Citrus County

08: BRECHT EVENS, “The Making of”, Belgian Graphic Novel, 2011.
The Making Of

07: ALEXANDER RÜHLE, “Ohne Netz”, German Journalism, 2010.
Ohne Netz: Mein halbes Jahr offline

06: DAVID GATES, “Jernigan”, Novel, 1991.
Jernigan

05: DAVID LEVITHAN, “Two Boys Kissing”, Young Adult Novel, 2013.
Two Boys Kissing

04: MARIA SEMPLE, “Where’d you go, Bernadette”, Novel, 2012.
Where'd You Go, Bernadette

03: CARSON McCULLERS, “The Member of the Wedding”, Novel, 1946.
The Member of the Wedding

02: ROBERT SHERRIFF: “A Fortnight in September”, Novel, 1931.
The Fortnight in September

01: PETER HEDGES: “What’s eating Gilbert Grape”, Novel, 1991.
Gilbert Grape, Irgendwo In Iowa

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For a complete list of books I’ve read in 2013, please go here [Link].

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In comics, I’ve also enjoyed Glyn Dillon’s “The Nao of Brown” [Link], the excellent finale of Joe Hill’s “Locke & Key” series (all in all: the best comic series I have ever read, Link), Juan Diaz Canales’ “Blacksad” [Link] detective stories, the finale / later half of Brian Michael Bendis’ “Alias” series [Marvel, Link] and the “New 52″ DC comic books featuring “Wonder Woman” [Link], “Green Lantern” [Link], the new “Green Arrow” [Link] and sometimes “Batgirl” [Link] as well as lots of good, older “Superman” titles [Link] and Marvel’s amazing “Hawkeye” series [Link]

…and, just like last year, “Honey & Clover” [Link] – a “Scott Pilgrim”-like, bittersweet / comedic coming-of-age manga series about five friends at an art school.

Here’s a big collage of the many, many good graphic novels I’ve discovered in 2013:

000 2013 best graphic novels wordpress collageHave a good 2014! More to come!

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[Interview] Wovon lebst du eigentlich…?

ab hier kultur 2013 wordpress

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Zwei Kulturjournalisten. Zwei Kontinente. Die gleichen Niedriglöhne und Existenzängste:

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Die Redaktion von “Kultur 2013″, dem Alumni-Magazin der Universität Hildesheim und ihrer kulturwissenschaftlichen Studiengänge, bat mich im Herbst 2013, einen Text zum Thema “Geld oder Liebe” zu schreiben: Herzens-Projekte versus Auftrags-Arbeiten, schnöde Jobs versus Schreib- und Lebensziele, Pragmatismus versus Ideale. Der Text – ein langes Gespräch mit Kulturjournalist / Freelancer / Lieblingsmensch Max Mosher – erschien im Dezember 2013 (Link).
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Stefan Mesch (30) studierte in Hildesheim und schreibt heute für ZEIT Online und den Berliner Tagesspiegel. Er wohnt bei seiner Mutter auf dem Land und arbeitet an seinem ersten Roman, “Zimmer voller Freunde”. Max Mosher (28) liefert einem Stadt- und Kulturportal in Toronto seit Herbst 2012 wöchentlich drei lange Artikel über Mode und Kultur. Um Miete und Krankenversicherung zu finanzieren, jobbt er vier Tage pro Woche als Barista. Beide hadern mit prekären Perspektiven – bis Max die Taktik ändern will: ein Facebook-Chat über Ansprüche, Angst, enttäuschte Erwartungen.

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[Max] Ich überlege, ob ich den Absprung mache.

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[Stefan] Absprung von was?

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[Max] Freelance. Freier Journalismus. Die AIDS-Hilfe sucht jemanden für PR- und Öffentlichentlichkeitsarbeit: Pressetexte zu Studien, Social-Media-Zeug usw.

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[Stefan] Eine feste Stelle. Wenn das dein Ziel sein soll – okay. Aber denk dran, woher ich komme: Fast alle meine Hildesheim-Freunde stehen mittlerweile im Beruf. Ich kucke seit fünf Jahren zu, wie JEDER ein paar Monate lang versucht, sich als freier Autor durchzukämpfen… und dann “den Absprung macht”. Statt endlich Texte zu schreiben, die er immer schreiben wollte.

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[Max] Die Hürden sind zu hoch. Für freie Autoren ist alles zäh und unsicher.

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[Stefan] Ich kenne 50 tolle Schreiber / Journalisten. Von denen vielleicht… fünf (!) noch regelmäßig schreiben. Wie absurd ist das? Der Kulturjournalist, der grade am meisten und besten publiziert, kommt aus Toronto. Nicht aus meiner Schreib-Schule!

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[Max] Wenn ich Ideen für Artikel an Zeitungen pitche, kriege ich meist nicht mal Antwort. Nach einer Weile hören Leute eben auf, sich anzubieten. Trotz Talent.

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[Stefan] Wäre ich sauer auf jeden, der eine feste Stelle am Schreibtisch sucht, hätte ich keine Freunde mehr. Aber dass viele ganz aufhören, zu schreiben? Sich mit Büro- und Orga-Arbeit abfinden? Das ist doch beschissen!

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[Max] Ob ich mit Schreiben aufhöre, kann ich mir offen halten. Ich würde vor allem aufhören, meine drei wöchentlichen Mode-Texte an mein Online-Portal zu liefern.

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[Stefan] Falls du den Schreibtischjob bekommst: Wie viele Tage pro Woche wären übrig? Für dein Schreiben, deine Projekte? Ein oder zwei? Dann mach das AIDS-Ding. Aber “ab und zu, abends und am Wochenende”? Das klappt bei keinem, den ich kenne.

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[Max] Sie bieten eine Vollzeitstelle. Also Schreiben nur nach Feierabend. Aber Stefan? Das ist jetzt schon so: Ich arbeite meine drei Texte pro Woche ab und stehe im Café, für Mindestlohn. Ein fester Job wäre keine Hiobsbotschaft. Viel Zeit für Eigenes bleibt nie!

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[Stefan] Dann sprich mit Leuten, die solche Schreibtisch-Stellen besetzen: Haben sie noch Zeit für eine Autoren- oder Journalistenkarriere? Lohnt sich das, langfristig?

[Max] Hätte ich direkt mit 24 angefangen, frei zu schreiben, wäre ich wahrscheinlich etwas weiter. Aber ich wollte den Master, machte Praktika, wohnte daheim… und jetzt, mit 28, will ich mir diese Unsicherheit nicht mehr viel länger geben.

[Stefan] Ich muss immer an Erin denken und ihre Bier-Sache: Das darf dir nicht passieren.

[Max] Ich bin nicht Erin.

[Stefan] Na ja. Fast 10 Jahre lang studiert und jobbt sie auf der ganzen Welt. Jetzt fand sie diesen Brauerei-Job. Und hat plötzlich jeden Tag Angst, dass man sie feuert. Das scheint ein riesiger, persönlicher Kampf zu sein: Sie will um jeden Preis eine tolle Bier-Vertreterin werden. Aber wenn es klappt, was ist sie dann? Eine Super-Vertretin. Keine Super-Erin. Kämpft sie, um die Person zu werden, die SIE sein will? Oder wird sie nur die Sorte Handlanger, die am bequemsten und billigsten ist… für den Brauereikonzern?

[Max] Bitte hör auf, mich mit Erin zu vergleichen.

[Stefan]Okay – aber warum? Du magst sie. Ihr habt ähnliche Wünsche. Ihr seid ähnlich nervös, weil eure Arbeitgeber viel fordern.

[Max] Erin ist neurotisch.

[Stefan]Erin will, dass endlich jemand kommt und sagt: “Auf dich habe ich gewartet! DU hast mir gefehlt.” Ein Mann. Oder ein Chef. Und tatsächlich kommen Leute. Aber sie sagen: “Ich liebe dich – wenn du anders wirst!” oder “Pass dich gut an – DANN loben wir dich!” Ich will, dass Leute anfangen, Erin zu mögen. Nicht Erins wachsende Bereitschaft, für alle genau das zu werden, was sie von ihr verlangen: Hauptsache, irgend jemand lobt sie. Für irgendwas.

[Max] Ich hoffe, von mir denkst du das nicht.

[Stefan]Du bist weniger gefallsüchtig. Weniger willig, dich zu verbiegen. Aber ihr wollt beide passen. Endlich dazugehören.

[Max] Die meisten von uns haben weniger Glück mit Auftraggebern und Redaktionen als du: Wir brauchen feste Jobs, um unsere Rechnungen zu zahlen. Meist sagen wir “Augen zu und durch!” und arbeiten irgendwo.

[Stefan] So viel “Glück” hatte ich nicht. Ich hänge hier in der Provinz und schlafe in meinem alten Kinderzimmer. Hätte ich große finanzielle Verpflichtungen wie ein WG-Zimmer in einer Stadt könnte ich nicht weiter schreiben, jeden Tag.

[Max] Auf jeden Fall würde mir die AIDS-Hilfe mehr zahlen als das Café. Ich könnte eine gute Sache unterstützen. Und notfalls kündige ich eben wieder.

[Stefan] Du hast bessere Umstände, besseren Lohn, ein besseren Alltag verdient: Du arbeitest wie verrückt, um finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Du lebst erwachsener als ich.

[Max] Aber wie lange soll ich rumkrebsen? Ohne Aussicht auf Festanstellung oder regelmäßige Aufträge? Das Portal zahlt 200 Dollar für drei Texte. Davon kann keiner leben. Ich habe keine Zeit, jede Woche fremden Redakteuren fünf eigenständige Ideen zu recherchieren, anzubieten – und wenn die Absage kommt, zu schreiben: Toll: Dann schicke ich gleich drei andere, neue!” Die Zeit und Energie, die solche Pitches kosten, brauche ich zum Geldverdienen.

[Stefan] Meine Regel ist, fünf Sachen zu versuchen. Fünf Leute anzuschreiben. Ich werde erst weinerlich, wenn volle fünf Absagen zusammen sind.

[Max] Du hast neulich zugegeben, dass Redakteure auf den Großteil deiner Ideen anspringen.

[Stefan] Wenn ich fünf Sachen probiere, klappen drei davon, früher oder später.

[Max] Glückwunsch. Dann stell dir vor, du müsstest Zeitschriften, die dir oft unsympathisch sind, ständig neue Vorschläge machen – meist ohne jedes Feedback, immer vergebens. Wenn ich keine Kraft für diese Scharmützel habe, ist der Krieg verloren. Aber langsam merke ich, wie bitter und negativ ich werde: So war ich nie. So ticke ich nicht!

[Stefan] Überleg länger, was DU willst. Nicht, was andere Leute von dir wollen. Die AIDS-Hilfe braucht keinen Max Mosher. Deine Ziele und Ansprüche haben dort keine Priorität.

[Max] Torontos Stadtmagazine brauchen keinen Max Mosher. Flare und Elle brauchen keinen Max Mosher. Niemand will mich drucken – und bezahlen.

[Stefan] Braucht Max Mosher Max Mosher?

[Max] Du meinst: Braucht die Person den Autor?

[Stefan] Ja: Muss diese Person schreiben? Ein Autor sein? Ist das nötig?

[Max] Tja. Das zeigt sich dann wohl bald.

[Stefan] Ich würde am liebsten für sechs Monate nach Toronto fliegen, Privatsekretär spielen und dir Artikel sichern.

[Max] Das muss ich selbst schaffen.

[Stefan] Dann sprich mit Leuten, die für Flare, Elle usw. schreiben und dir Tipps geben: Manchmal reicht Ausdauer. Stehenbleiben. Viele Konkurrenten geben einfach auf, mit der Zeit. Und viele Ex-Hildesheimer sind genauso talentiert als Journalist oder Autor. Aber sie schreiben nicht. Weil sie schneller Geld und Sicherheiten brauchen, oder keine Geduld mehr haben: Ich war umgeben von… Sängern. Viele sangen besser als ich! Aber nach und nach hören fast alle auf: ein Chor, immer dünner, leiser. Mit immer weniger Stimmen.

[Max] Alle hier freuen sich über die AIDS-Sache und wünschen mir Glück für die Bewerbung.

[Stefan] Die erste Bewerbung wird nicht klappen. Aber die dritte. Oder die fünfte. Ich kenne keinen, der einen Bürojob fand und danach wieder (glücklicher!) Freelancer wurde. Trotzdem sind sie zufriedener als direkt nach dem Studium. Und reicher.Vielleicht vermisse ICH es mehr, regelmäßig Texte von ihnen zu lesen, als SIE es vermissen, solche Texte zu schreiben.

[Max] Du glaubst so sehr an mein Talent. Sorry, dass das hier klingt wie ein Streit.

[Stefan] Ich hatte diesen “Streit” so oft: Wärt ihr ab morgen alle Hedge-Fund-Manager, ich würde euch trotzdem lieben. Blöd nur: Wenn DU die Förderanträge für die AIDS-Hilfe nicht schreibst, schreibt sie halt irgendwer. Aber wenn du keine Reportagen, Essays schreibst… werden diese Texte nie geschrieben. Das fehlt. Mir fehlt es. Immer mehr. Und dir?

[am nächsten Tag:]

[Max] Die Stellenausschreibung galt nur bis vorgestern. Sie wollten Bewerber mit IT- und Programmier-Kenntnissen. Alles bleibt, wie es ist.

ab hier kultur 01.

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Stefan Mesch lebt seit 2009 drei Monate im Jahr in Toronto, als freier Autor und Übersetzer; und neun Monate im leerstehenden Haus seiner toten Großeltern, in der Provinz bei Heidelberg. Texte unter stefanmesch.wordpress.com

Maximilian Mosher schreibt über Film- und Modegeschichte, Politik und Alltagskultur, u.a. für WORN Fashion Journal. 2012 bis 2013 schrieb er 130 Mode-Artikel für ein Online-Portal in Toronto. Jetzt sucht er neue Auftraggeber. Twitter: @max_mosher_

.2013 ab.hier.kultur Max Stefan.

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